Nieder mit dem variablen Kapital!

industrieroboter

Heise: „China installiert 2024 mehr als die Hälfte aller Industrieroboter weltweit“. Eine interessante Meldung und nicht die erste ihrer Art.

„Die USA sind in Nord- und Südamerika der größte Robotikmarkt. 68 Prozent der Neuinstallationen gehen auf das Konto der USA. 2024 verzeichnet das Land jedoch einen Rückgang um 9 Prozent auf 34.200 Einheiten. Die meisten davon stammen aus Japan und Europa, denn es gibt in den USA nur wenige inländische Roboterhersteller.“

Da hat Trump natürlich schlechte Karten. Aber wie sieht das im Detail aus, und was folgt daraus? Wie man an den Schaubildern der Quelle sehen kann, war vor einem Jahrzehnt die Autoindustrie der Motor, die Automatisierung durch Roboter einzuführen. Mittlerweile hat der Rest der Industrie nachgezogen. In der Elektronikindustrie hat sich kaum etwas verändert, was den Anteil der Roboter angeht – im Verhältnis zu anderen Branchen.

industrieroboter
Quelle: World Robotics 2025

Um es realistisch zu machen, muss man diese Zahlen in Relation setzen zum gesamten Umfang der jeweiligen Industrie. ChatGPT sagt hier etwas völlig anderes als im Heise-Artikel suggeriert wird:

Laut International Federation of Robotics (IFR, Stand 2023):
– China: etwa 392 Roboter pro 10.000 Beschäftigte in der Industrie
– Deutschland: etwa 415 Roboter pro 10.000 Beschäftigte

👉 Das bedeutet: Absolut dominiert China, mit mehr als der Hälfte aller weltweit installierten Roboter. Relativ zur Industriegröße liegt Deutschland aber sogar etwas vor China, weil die deutsche Industrie kleiner ist, aber ähnlich viele Roboter einsetzt.

⚖️ Zusammengefasst:
– Ohne Berücksichtigung der Industriegröße: Verhältnis China : Deutschland ≈ 2:1 (54 % vs. 27 %).
– Unter Berücksichtigung der Industriegröße (Roboterdichte): Deutschland und China liegen praktisch gleichauf, Deutschland minimal vorne (415 vs. 392 Roboter je 10.000 Beschäftigte).

industrieroboter

Wiederholung vom 07.12.2024 und vom 25.12.2025:
Das variable Kapital besteht aus den Kosten der Ware Arbeitskraft. Je größer die Kosten des variablen Kapitals, um so geringer der Mehrwert und letztlich Profit.

Laut Karl Marx besteht der Unterschied zwischen Mehrwert und Profit darin, dass der Mehrwert die grundlegende Größe ist, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess entsteht, während der Profit eine Erscheinungsform dieses Mehrwerts darstellt, die durch die Konkurrenz und Verteilung im kapitalistischen System beeinflusst wird.

Gaza, revisited

Israel besetzt und annektiert Gaza nicht. Das Weiße Haus hat einen Friedensplan von Trump zu diesem Konflikt veröffentlicht. (Diverse Quellen)

Hier sind die Details, die darin vorgeschlagen werden:
🛑 Gaza wird eine „deradikalisierte, terrorismusfreie Zone“ sein, die keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
🛑 Innerhalb von 72 Stunden nach der öffentlichen Annahme dieses Abkommens durch Israel werden alle Geiseln, lebendig und tot, zurückgegeben.
🛑 Nach der Freilassung aller Geiseln wird Israel 250 lebenslänglich Inhaftierte und 1700 Personen aus Gaza freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 festgenommen wurden.
🛑 Die USA werden einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern einrichten, um ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben zu vereinbaren.
🛑 Wenn beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen, endet der Krieg sofort.

Natürlich wird die Hamas das nicht akzeptieren. Ich bezweifele auch, dass die Terroristen-Warlords überhaut noch Einfluss auf die Mitglieder haben oder wissen, wer was macht. Die Folge wird daher sein, dass Gaza zu rund 80 Prozent besetzt werden wird. So sehe ich das.

Unter mutmaßlichen Kalorienverlierern

breakfast
Tagesmahlzeit à la Burks (Symbolbild)

Da die Weltläufte gerade nichts Interessantes zu bieten haben, unterhielt ich mich wieder mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten.

Grundlage: Zwei 8-stündige Nachtschichten, zwei zwölfstündige Nachtschichten, zwei Tage frei, dann vier 12-stündige Nachtschichten. Danach – hurra! – drei Wochen Urlaub mit viel Bewegung.

Heute hatte ich als einzige Mahlzeit: (bitte keine Care-Pakete schicken, ich muss noch das letzte aufessen!)

– 1 Banane (mittelgroß, ca. 120 g) → ~105 kcal
– 1 TL Honig (ca. 10 g) → ~30 kcal
– 1 Orange (mittelgroß, ca. 130 g) → ~60 kcal
– 400 ml Vollmilch (3,5 % Fett) → ~260 kcal
– 1 Scheibe Leberkäse (ca. 100 g) → ~300 kcal
– 4 Scheiben Vollkorntoast (à ca. 40 g = 160 g) → ~380 kcal
– 3 Eier (Größe M, à ~55 g) → ~210 kcal
– 1 EL Fleischsalat (ca. 20 g) → ~60 kcal
– 1 EL Heringssalat (ca. 20 g) → ~70 kcal
– 1 EL Streichkäse (ca. 20 g) → ~40 kcal
– 1 EL Margarine (ca. 10 g) → ~70 kcal
– 1 EL Marmelade (ca. 20 g) → ~50 kcal
– 2 Tassen Kaffee (schwarz, ohne Zucker/Milch) → ~4 kcal
Gesamtsumme: ~1.639 kcal

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Kalorien für einen 73-jährigen Mannes, der 84 Kilo wiegt und nur sitzt [ich verschwieg der KI, dass ich ein paar Liegestütze und sonstige Bauchmuskelübungen gemacht hatte)?

„Ein 73-jähriger Mann, 84 kg, 184 cm groß, sitzende Lebensweise → ca. 2.000 kcal pro Tag. Du hast bisher (laut deiner Liste) ca. 1.639 kcal aufgenommen. Dein geschätzter Tagesbedarf liegt aber bei ca. 2.018 kcal. Wenn du täglich so isst wie in deinem Beispiel, würdest du rechnerisch etwa 1 kg Körpergewicht alle 2½ Wochen verlieren (vorausgesetzt, Aktivität und Stoffwechsel bleiben gleich).“

Bleiben sie aber nicht. Ganz in Gegenteil. Mein Terminkalender im Urlaub ist übervoll. Ich werde vielleicht gar nicht alles schaffen.

Ungefähr in geplanter Reihenfolge, aber alles schon gebucht: Tel Aviv, Etzel Museum, Jerusalem, Altstadt, Teich von Siloah und Gihonquelle, die Gräber der Propheten (alles war vor zwei Jahren geschlossen), die Klagemauer (das letzte Mal habe ich sie nur von weitem gesehen) und das Netz der Tunnel, das Israel-Museum, Maʿale Adummim, YMCA-Turm, vierstündige Privatführung mit „Jerusalem Treasures Include Much More Than Meets the Eye“ sowie Me’a Sche’arim, Gaza Envelope Tour, Guvrin-Nationalpark, Masada, En Gedi und Totes Meer, Mitzpe Ramon (vier Tage, Privatunterkunft mit Katze und Aussicht), Jericho und Monastery of Saint George of Choziba und Tell es-Sultan, dann zwei Tage Chillen in Tel Aviv.

Vermutlich werde ich noch die eine oder andere Kalorie mehr verlieren.

Unter Eingeschüchterten

pizza
Screenshot: Ausschuss für Kultur und Medien: 46. Ausschusssitzung, Landtag NRW

Die bürgerliche Presse berichtet: „Einschüchterungsversuche im ÖRR? „Ja, die gibt‘s“, sagt der ZDF-Reporter“.

Die Sitzung, um die es geht, ist komplett online, aber mehr als vier Stunden lang.

„Mit drastischen Beispielen hat der ZDF-Investigativjournalist Andreas Halbach („Frontal“) bei einer Anhörung im Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags am Donnerstag die Entscheidungsprozesse im ÖRR geschildert. Unter anderem sprach Halbach von der „Gefahr eines Themenfilters“, der „die journalistische Agenda“ steuern könnte. (…)

Es gebe nicht nur fehlende Kontrolle in den Sendern selbst, sondern auch geringe Möglichkeiten, intern Kritik zu äußern. Und wenn intern Kritik geäußert werde, bedeutete das für denjenigen eventuell Nachteile. So antwortete Halbach auf die Frage, ob es bereits zu Einschüchterungsversuchen gekommen sei: „Ja, die gibt’s.“ Er habe Fälle recherchiert, in denen Mitarbeiter nach Kritik fristlos gekündigt oder versetzt worden seien, so Halbach in der Sitzung.“

Für mich ist es auch ein Skandal, dass die Journalistenverbände nicht den Mumm haben, sich des Themas anzunehmen. Die kümmern sich lieber, wie gewohnt, um die Reparatur des Kapitalismus, was niemandem weh tut.

An anderer Stelle heisst es: „Der Deutsche Journalisten-Verband veröffentlicht eine „grüne Ausgabe“ seines Magazins und präsentiert darin kritiklos die Dogmen der linken Klimabewegung. Das verrät viel über die deutschen Medien.“

Mit „links“ haben die Themen zwar nichts zu tun, aber mit bräsiger Schwarmdummheit sowie Opportunismus, weltanschaulichem Schießschartenmodus und kleinbürgerlichem Klassenstandpunkt und damit, dass der DJV strukturell unfähig zu sein scheint, sich selbst zu reformieren. (Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied – ich weiß, wovon ich rede.)

„Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

Lebe wild und gefährlich

Kontosperrung

Wie das Publikum ganz richtig anmerkte, ist es heutzutage in Deutschland riskant und auch gefährlich, Politisches zu bloggen. Das sehen die öffentlich-rechtlichen Anstaltsinsassen natürlich anders, weil sie in ihrer eigenen Blase leben. Die so genannten sozialen Medien agieren ähnlich; vermutlich noch in dieser Woche werden ich gegen meine Kontosperrung bei Facebook juristisch vorgehen. Die haben alle Fristen, die ich ihnen gesetzt habe, kommentarlos verstreichen lassen. Ich werde auf jeden Fall gewinnen. Die Frage ist nur zu welchem (finanziellen) Preis.

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat sich jetzt positioniert und für die eingebettet Denkenden entschieden: „Charlie Kirks Standpunkte zum »Großen Austausch«, zum angeblichen Wahlbetrug 2020, zum »Kulturmarxismus« erfüllen Kernkriterien für die Einordnung als rechtsextrem. In Deutschland wären vor allem seine rassistischen Äußerungen und die fortwährende Delegitimierung demokratischer Institutionen und Prozesse womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz gewesen.“

Ob etwas oder jemand „ein Fall“ für den Inlandsgeheimdienst ist, ist völlig irrelevant, nur nicht für deutsche Journalisten. Dazu habe ich seit mehr als dreißig Jahren genug Artikel verfasst, zum Beispiel 1997: „Alles Wirkliche sei vernünftig, meinte der deutsche Philosoph Hegel im letzten Jahrhundert. Damals gab es den Verfassungsschutz noch nicht, eine wirklich überflüssige Behörde mit gefährlichen Wirkungen auf Journalisten und Politiker. Die Medien werden auf den VS ungern verzichten wollen: Wen sollte man sonst zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus interviewen? Die Journalisten sich gegenseitig? Und von wem sonst sollten sich die Politiker Meinungen zuarbeiten lassen?“

Natürlich ziehen auch die Pfaffen mit. (Darf man das sagen oder ist das eine strafbewehrte Delegitimierung der Verehrung höherer Wesen?)

Kontosperrung

Es gibt einen weiteren interessanten Fall, vom den ich heute zum ersten Mal von der automatisch voll gelogenen russischen Propaganda hörte – das Neue Deutschland berichtete: „Wie ein linker Journalist auf der EU-Sanktionsliste landete“. Und die Nachdenkseiten:

„…hatte der Rat der Europäischen Union (auch EU-Ministerrat genannt) ab dem 20. Mai 2025, nach aktuellem Wissensstand auf Initiative der Bundesregierung, den Chefredakteur des Portals Red Media, Hüseyin Doğru, mit Verweis auf dessen Berichterstattung zu Pro-Palästina-Protesten in Deutschland vollumfänglich sanktioniert: Kontosperrung und Anstellungs- sowie Ein- und Ausreiseverbot in den gesamten EU-Raum. Doğru lebt mit seiner Familie und mittlerweile drei Kindern in Berlin. In Folge der Sanktionen hatte ab 1. Juli sogar die Krankenkasse die Leistungen für seine Familie zwischenzeitlich eingestellt, obwohl die Ehefrau sich im 7. Monat einer Risikoschwangerschaft mit Zwillingen befand. (…)

Denn erstmals sanktionierte die EU, mutmaßlich auf Initiative der Bundesregierung, einen Chefredakteur und dessen Medium auf Grundlage des „Beschlusses (GASP) 2024/2643 über restriktive Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ nicht wegen deren Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine (Red hat diesbezüglich eine explizit russland-kritische Haltung), sondern weil deren Berichterstattung über Pro-Palästina-Proteste in Deutschland angeblich „unter seinem überwiegend deutschen Zielpublikum ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ säen und damit „die Stabilität und Sicherheit in der Union sowie mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben und bedrohen“ würde…“

Die üblichen Verdächtigen gehen also nicht den Weg über die Gerichte, offenbar weil sie ahnen, dass sie damit nicht durchkommen würde, solange wir noch eine einigermaßen unabhängige Justiz haben. Nein, sie versuchen, die Existenz der Leute zu ruinieren, die nicht mit dem Mainstream konform gehen.

Campact – wie zu erwarten war – kampagniert (ich habe das Verb gerade erfunden) das alles mit.

Nein, es wird sich nicht zum Besseren wenden. Die Demokratie und freie Meinungsäußerung sind ein Luxus, den sich die herrschenden Klassen im Kapitalismus manchmal erlauben. Aber nicht immer.

Kontosperrung

Jugo especial und Hungerlevel

müsli
Ein Porzellanschälchen mit Vollkornmüsli, viel Joghurt und Weintrauben auf einem schönen hölzernen Küchentisch –no flowers –ar 3:2 –s 750

Ich unterhielt mich mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten. Bei mehreren 12-Stunden-Nachtschichten hintereinander nehme ich nur eine Mahlzeit in 24 Stunden zu mir. Zu mehr bleibt gar keine Zeit, und Fast Food esse ich grundsätzlich nicht. Ich mixe mir einen Jugo especial à la Arequipa mit Ei und esse Müsli mit Zutaten.

Wieviel Kalorien haben ungefähr eine Banane, zwei Birnen, ein Teelöffel Honig, ein halber Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben, ein Ei und fünf Esslöffel Joghurt?

Okay, lass uns die einzelnen Komponenten überschlagen (Durchschnittswerte):
– 1 Banane (mittel, ~120 g): ~105 kcal
– 2 Birnen (je ~150 g): ~200 kcal
– 1 TL Honig (~10 g): ~30 kcal
– ½ Liter Milch
1,5 % Fett: ~250 kcal
3,5 % Fett: ~325 kcal
– 1 Schälchen Vollkornmüsli (~50 g): ~180–200 kcal
– 20 Weintrauben (~100 g): ~70 kcal
– 1 Ei (mittelgroß, ~60 g): ~80 kcal
– 5 EL Joghurt (~100 g, Naturjoghurt 3,5 %): ~60 kcal

Gesamtsumme: Mit Milch 3,5 % Fett: ~1.050–1.100 kcal.
👉 Das Frühstück liegt also knapp bei 1.000 kcal

Wieviel Kalorien braucht man am Tag, wenn man nur sitzt?

Das sind die Kalorien, die dein Körper in völliger Ruhe für Atmung, Herzschlag, Hirnaktivität, Körpertemperatur usw. braucht. Er hängt ab von Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe. Als ganz grobe Faustregel: ca. 22–24 kcal pro kg Körpergewicht und Tag.
(z. B. bei 70 kg → ~1550–1700 kcal Grundumsatz)

👉 Das heißt:
– Sehr kleiner Mensch (50 kg): ~1400–1600 kcal
– Durchschnitt (70 kg): ~1800–2000 kcal
– Größer/kräftiger (90 kg): ~2200–2400 kcal

Wie viele Kalorien haben zwei kleine Gläser Whisky?
👉 Zwei kleine Gläser (wenn wir 2 cl pro Glas annehmen) haben also zusammen ~130–140 kcal.
👉 Wenn es zwei Gläser à 4 cl sind, wären es schon ~260–280 kcal.

Wenn das Frühstück rund 1000 Kalorien hat, dazu noch vor dem Einschlafen zwei kleine Gläser Whisky kommen, nimmt man dann schon ab?

Ausgangspunkt: Frühstück + Whisky = ~1200 kcal pro Tag

Angenommener Bedarf bei „nur sitzen“ (PAL 1,2, ca. 70 kg, 170 cm, 40 J.): ~1900 kcal pro Tag
➡️ Kaloriendefizit: 1900 – 1200 = 700 kcal pro Tag

Abnahme pro Woche:
1 kg Körperfett ≈ 7000 kcal
700 kcal Defizit × 7 Tage = 4900 kcal pro Woche
4900 ÷ 7000 ≈ 0,7 kg Fett pro Woche

👉 Das bedeutet: Mit diesem Muster würdest du theoretisch rund 0,5–0,7 kg pro Woche abnehmen. In einem Monat also etwa 2–3 kg.

⚠️ Aber: 1200 kcal pro Tag sind für die meisten Erwachsenen zu wenig auf Dauer, da wichtige Nährstoffe fehlen können.

Was fehlt, wenn ich täglich nur eine Banane, zwei Birnen, einen Teelöffel Honig, einen halben Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben und fünf Esslöffel Jogurt esse?

– Kohlenhydrate & Zucker: reichlich (Banane, Birnen, Trauben, Honig, Müsli) → viel schnelle Energie.
– Ballaststoffe: durch Obst und Müsli durchaus ordentlich.
– Eiweiß: etwas durch Milch & Joghurt (~30 g insgesamt) – das reicht aber nicht für Muskelerhalt.
– Kalzium: viel durch Milchprodukte.
– Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine, Kalium (Banane, Birnen, Trauben).

Was fehlt oder zu wenig ist:
– Eiweiß: Für Erwachsene sind ca. 1–1,5 g pro kg Körpergewicht sinnvoll → du liegst deutlich darunter.
– Fett: Kaum enthalten, insbesondere gesunde Fette (Omega-3, einfach ungesättigte Fettsäuren).
– Vitamin D: praktisch nicht enthalten (außer minimal in Milch), musst du über Sonne oder Supplemente decken.
– Vitamin B12: nur sehr wenig über Milch/Joghurt – auf Dauer zu wenig.
– Eisen & Zink: stark unterversorgt (besonders ohne Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse).
– Jod: Milch enthält etwas, aber ohne Fisch oder jodiertes Salz → meist zu wenig.

Gesamtenergie: 900–1000 kcal/Tag sind ein Hungerlevel, das den Körper langfristig schwächt (Muskelabbau, Müdigkeit, Hormonprobleme).

Wisst ihr Bescheid. 1,84 cm, 84 Kilo.

Jugo especial
Sehr großer gläserner Mixer mit gequirltem Saft gefüllt aus Bananen, Birnen und Milch, –no flowers, –ar 3:2 –s 750

Rumänische ischiocrurale Arschmuskeln

leibesübungen
Der Screenshot ist nicht aus dem unten erwähnten Buch…

Ich ließ mich durch Werbung fahrlässig manipulieren und kaufte Calisthenics für Dummies. Die Neugier besiegte die Vernunft. (Unendlich viel Gefasel und Geschwurbel – siehe Screenshot unten – die Übungen gehen erst ungefähr auf Seite 70 los.)

Ich mache ohnehin schon Übungen, nicht täglich, aber so oft ich Zeit finde. Alle nach dem weisen Rat meiner ehemaligen superschnuckeligen Physiotherapeutin, die mich durch ihren extrem erfreulichen Anblick permanent hoch motivierte.

Als da wären: Liegestütze. Leider habe ich ein paar Wochen nicht trainiert, weil ich sicher sein wollten, dass ein kleines und schmerzfreies Ganglion, das plötzlich nach exzessivem Paddeln an meinem Handgelenk erschien – an unauffälliger Stelle -, harmlos ist. Ein paar Wochen heißt leider: Von 34 auf rund 20 Liegestütze abgestürzt. Das wird alles wieder.

Kniebeugen. Schon klar. Mag ich nicht, aber wenn ich will, bin ich bei 50 aufwärts. Dito für Kreuzheben. Da ist kein Trainingsbedarf.

Beckenheben mache ich fast täglich, kombiniert mit Drehen der Hüfte in Richtung Wirbelsäule. Nennt sich auch Beckenbodentraining. „Tun Sie so, als möchten Sie den Urinstrahl abdrücken und ziehen Sie die entsprechenden Muskeln ein paar Mal zusammen. Zwicken Sie dann mehrmals die Gesäßbacken zusammen“ (har har). Das ist wirklich spürbar gut, vor allem, wenn man viel sitzt. Wenn man es nicht macht, merkt man schon nach wenigen Tagen den Unterschied.

Die oben lobend erwähnte junge Dame empfahl das – mit ihren schelmischen Grübchen und spöttischem Grinsen, weil sie natürlich mein wahres Alter kannte: „Ist gut gegen Altersinkontinenz.“ Die gute Nachricht: Beckenbodentraining ist gut für die Potenz.

Aufgestützte Oberkörper-Rotation – auch das praktiziere ich, obwohl es sehr anstrengt. Das ist übrigens die einzige Übung, bei der ich noch einen Unterschied zwischen der linken und rechten Hüfte (die mit dem Titan) spüre – die rechte hat rund zwei Zentimeter weniger Spielraum. Daran arbeite ich.

Jetzt kommt das Problem: Beinheben aus der Bauchlage. Das hatte ich noch nie gemacht. Ich kann das überhaupt nicht. So etwas ärgert mich maßlos – ich komme mir dann gleich wie 90 vor. Fragen wir die KI.

Beim Beinheben aus der Bauchlage (also das Anheben eines oder beider gestreckter Beine, während man auf dem Bauch liegt) spielen vor allem die Hüftstrecker eine Rolle, unterstützt durch stabilisierende Rumpfmuskulatur.

Hauptmuskeln:
– Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel) → wichtigste Kraft für die Hüftstreckung.
– Ischiocrurale Muskulatur (Beinbeuger: Biceps femoris, Semitendinosus, Semimembranosus) → helfen bei der Hüftstreckung.
– Gluteus medius und minimus (hintere Fasern) → stabilisieren das Becken.
– Lendenwirbelsäulen-Muskulatur (v. a. M. erector spinae) → sorgt für Stabilität des Rückens beim Anheben.

Empfohlene Übungen:
– Beinheben aus der Bauchlage selbst → als Übung, evtl. mit Gewichtsmanschette am Knöchel.
– Glute Kickbacks (im Vierfüßlerstand, Bein nach hinten oben strecken).
– Hip Thrusts / Glute Bridge (Rückenlage, Hüfte nach oben drücken).
– Rumänisches Kreuzheben (kräftigt Gesäß und hintere Oberschenkel).
– Good Mornings (Rückenstrecker + Hüftstrecker).
– Step-ups oder Ausfallschritte (funktionelle Hüftstrecker-Übungen).

👉 Wichtig: Oft ist nicht fehlende Kraft, sondern eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hüftbeuger (M. iliopsoas, Rectus femoris) schuld, wenn das Beinheben schwerfällt. Daher helfen auch Dehnübungen für die Hüftbeuger.

Das wird bei mir der Fall sein. Kraft habe ich genug. Demnächst mehr in diesem Theater – ich berichte (nein, hier, nicht bei TikTok!)

leibesübungen

Nichts Persönliches

antisemitismus

„Ein antisemitischer Aushang an einem Geschäft in Flensburg sorgt bundesweit für Empörung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ladeninhaber.“

Nein. Ganz falsch. Das habe ich im DJV gelernt: Wird man gemobbt, muss man zurückmobben, aber doppelt zu schlimm. Was wäre, wenn jetzt alle jüdischen Restaurantbesitzer in Deutschland ein Schild wie unten ins Schaufenster hingen hängten?

Wenn ich so etwa in den Sozialen Medien postete, wären sämtliche Accounts in Sekunden auf immer und ewig gesperrt, und es würden Anzeigen von den Meinungs-Blockwarten und anderen NGOs nur so hageln.

Deswegen würde ich das nie tun. Ist auch total fiktiv und überhaupt nicht ernst gemeint. Bitte surfen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

antisemitismus

Zu oft gefährlich

Burkhard Schröder
www.burks.de

Sehr geehrter Herr Dr. [xxx]

vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kann die Frage, ob mein Facebook-Konto vorübergehend oder dauerhaft gesperrt ist, leider nicht hinreichend beantworten, da ich darüber widersprüchliche Angaben von Facebook bekomme – die Sperrung wird ohne Angaben von Gründen immer wieder verlängert „von unseren Technologien“.

Ich habe mich aber wegen einiger Nuancen Ihrer E-Mail entschieden, Ihre Kanzlei nicht mit meiner Vertretung zu beauftragen. Ja, ich wurde schon oft gesperrt – die Gründe waren jedes Mal hanebüchen und hätten, soweit das mein laienhafter Sachverstand beurteilen kann, keiner juristischen Überprüfung standgehalten, es sei denn, man hielte zum Beispiel Zitate Heinrich Heines für einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook.

Facebook

Vgl. die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs – Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook zur Löschung von Beiträgen und zur Sperrung von Nutzern sind unwirksam. „Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.“

Ich beauftrage auch sehr ungern einen Anwalt, wenn schon vor Erörterung des Sachverhalts über Vorschussrechnungen geredet wird. Bei einer erfolgreichen einstweiligen Verfügung zahlt bekanntlich der Beklagte, nicht der Kläger die Kosten. Ich sehe meine Erfolgsaussichten optimistischer als offenbar Sie. Dass diese Aussichten „von meinen Antworten abhängen“, war mir bekannt.

Facebook

Ich denke, dass auch Sie eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigen will, nicht fragen würden, ob sie schon oft vergewaltigt worden sei. Daher finde ich Ihre Frage, ob mein Facebook-Account schon in der Vergangenheit gesperrt worden wäre, für – vorsichtig ausgerückt – befremdlich.

Darum geht es mir nicht, sondern darum, ob aufgrund nicht nachvollziehbarer Entscheidungen von Algorithmen legale und harmlose Postings in sozialen Medien zensiert werden und ob man sich das gefallen lassen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Facebook

Der erste KI-Krieg

future of war
Fotos: AI/Burks: create an image that symbolically represents warfare with digital networked systems

Ich habe einen interessanten Artikel der Jerusalem Post von ChatGPT übersetzen lassen: How the IDF rewired the battlefield for the first AI war – Over the past five years, the IDF has been working to transform itself into a network-enabled combat machine, with AI and Big Data enabling the flow of information across units and commands.

Die Links stammten zum Teil von mir. Vergleiche auch „Israel’s strategic edge in the age of AI & autonomous warfare“ (20.07.2025)

Wie die IDF das Schlachtfeld für den ersten KI-Krieg neu organisierte

Es begann nicht mit einem Knall, sondern mit einem Byte.

Der aktuelle Krieg zwischen Israel und seinen Feinden ist der weltweit erste Krieg mit Künstlicher Intelligenz (KI) – so beschreibt es ein ehemaliger hoher Offizier der IDF (Israel Defense Forces) gegenüber Defense & Tech der Jerusalem Post.

Nach Jahren des Schweigens sprach der Mann, einst einer der maßgeblichen Architekten der digitalen Transformation der Armee, über den grundlegenden Wandel der Streitkräfte.

„Technologie ist kein Luxus, sie ist unverzichtbar“, betont er. „Wir stehen auf neuen Schlachtfeldern mit neuen Herausforderungen – und sogar neuen Dimensionen. Dafür brauchen wir präzise Aufklärung und höchste Genauigkeit.“

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die IDF strategisch in eine netzwerkbasierte Kampfmaschine verwandelt, in der KI und Big Data entscheidende Rollen spielen, um Informationen in Echtzeit zwischen Einheiten und Kommandos zu synchronisieren.

„Ohne diese Fähigkeiten hätten wir mindestens 5.000 zusätzliche Gefallene, und Tausende Terroristen würden noch leben“, sagt der Ex-Offizier, der das Digitalisierungsprogramm verantwortete.

Vom Analogen zum Algorithmus

Noch vor sieben Jahren war die IDF an überalterte Strukturen gefesselt – Faxgeräte, veraltete Server, isolierte Dateninseln. Generalleutnant (a.D.) Aviv Kohavi, damals Generalstabschef, hatte jedoch eine radikal andere Vision: ein Schlachtfeld, auf dem Cyber-, Luft-, See- und Bodentruppen als Einheit agieren, verbunden durch Echtzeitdaten und präzise Zielerfassung.

Die digitale Transformation wurde zu einer seiner obersten Prioritäten – nicht nur, um die Streitkräfte zu stärken, sondern auch, um den Soldaten die modernsten Fähigkeiten an die Hand zu geben.

Der Wandel hin zu einer digitalisierten Armee war tiefgreifend. Er veränderte Strukturen, Prozesse – und die Denkweise.

Doch die Umsetzung war schwierig: Neben der technischen Komplexität mussten auch Widerstände in der Führung überwunden werden. „Es war, als würden wir das Rote Meer teilen“, erinnert sich der Ex-Offizier.

2019 wurde schließlich die Digitale Transformationsdivision gegründet. Ihre Aufgabe: zivile Innovationen ins Militär zu übertragen, sämtliche Bereiche zu vernetzen und moderne Infrastrukturen aufzubauen.

Kohavi sprach immer wieder von der multidimensionalen Kriegsführung – Cyberraum, Bodentruppen, Luftwaffe und Marine vereint. Schnell wurde klar: Ohne digitale Infrastruktur war das nicht möglich.

„Wie identifiziert man den Feind in dicht besiedelten Städten? Man braucht Sensoren, Datenquellen und Plattformen“, erklärt der Ex-Offizier. „Und dann muss man all diese Informationen so aufbereiten, dass sie sofort beim Offizier auf dem Tablet landen.“

future of war

Vom langen Befehlskettenweg zur Präzision in Echtzeit

Früher dauerte es oft lange, bis ein gemeldetes Ziel von den Truppen bis zum Panzer oder Flugzeug weitergeleitet, geprüft und schließlich angegriffen werden konnte – meist zu lange. Beim Jom-Kippur-Krieg, so erinnert der Offizier, kämpften die Soldaten „weitgehend auf sich allein gestellt, Unterstützung kam nur verzögert“.

Heute läuft es anders: Bodentruppen melden ein Ziel, und kurze Zeit später schlägt die am besten geeignete Plattform zu.

„Wir haben mit 300 Fachleuten KI-Modelle entwickelt und sie mit allen verfügbaren Daten gefüttert“, sagt er. „An manchen Tagen hatten wir 400 neue Ziele – die Hälfte wurde noch am selben Tag angegriffen. Zum Vergleich: 2009 kamen wir im gesamten Jahr auf 50 bis 100 neue Ziele.“

Zwar identifiziert KI die Ziele, doch „Menschen bleiben in der Entscheidungs­kette“: Hochrangige Offiziere prüfen und bestätigen jedes Ziel, um die Vorgaben des Völkerrechts einzuhalten.

Im Libanon-Krieg des vergangenen Jahres waren 80 % der IDF-Angriffe KI-gestützt. Algorithmen erkannten Ziele und unterschieden dabei zwischen Kämpfern und Zivilisten in dicht bebauten Gebieten.

Trotz internationaler Kritik, KI habe in Gaza und anderswo zu zivilen Opfern geführt, hält der Ex-Offizier dagegen: „Wir haben KI eingeführt, um Zivilisten von Terroristen zu unterscheiden. Wir nutzen Technologie, um uns gezielt auf feindliche Kräfte zu konzentrieren.“

Die erste KI-Kriegsführung?

Für ihn ist der aktuelle Konflikt Israels – ob in Gaza, Libanon, Jemen oder Iran – der erste echte **KI-Krieg**. Andere bestreiten das: Schon bei der Operation Guardian of the WallsFehlidentifikationen durch fehlerhafte Daten oder mangelhafte Algorithmen.

Der Ex-Offizier weist das entschieden zurück: „Das ist eine Lüge.“

„KI und Technologie ermöglichen es, moralischer zu handeln“, argumentiert er. „Aufklärung und Präzision zusammen heben den moralischen Standard. Das zentrale Prinzip des Völkerrechts ist die Unterscheidung zwischen Kämpfern und Zivilisten – genau das setzen wir mit KI um.“

Versagen am 7. Oktober

Trotz aller Technologie konnte die IDF das Massaker vom 7. Oktober nicht verhindern. Hamas-Terroristen durchbrachen Israels Grenzanlagen und ermordeten über 1.200 Menschen.

Der Ex-Offizier räumt ein: „Technologie kennt keine Grenzen, aber man darf nicht das Wissen und die Erfahrung der Soldaten ausblenden.“

Tatsächlich setzte die Armee in den letzten Jahren zunehmend auf Technik – und ignorierte Warnungen rangniederer Offiziere. Am 7. Oktober 2023 versagten die KI-basierten Systeme, und niemand erkannte das Ausmaß der Gefahr rechtzeitig.

Auch wenn der Architekt der digitalen Transformation heute nicht mehr im Rampenlicht steht – sein Erbe ist in jeder verschlüsselten Nachricht, jedem Drohnenfeed und jedem präzisen Schlag spürbar.

Israels Feinde mögen weiter auf Tunnel und Raketen setzen. Doch sie passen sich an und zwingen die IDF, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen – sichtbaren wie unsichtbaren.

Um die Oberhand zu behalten, muss Aufklärung sofort verfügbar sein, und Entscheidungen müssen dezentral getroffen werden. Denn das Schlachtfeld ist heute überall.

future of war

Alles Nazis außer Mutti

demonstration UK

150.000 Nazis demonstrieren in England, auch mit israelischen Fahnen.

Wait a minute. 150.000 Nazis? Die Tagesschau schreibt „Zehntausende“ ähm… und dann „mehr als 110.000 Menschen“. Mehr als 100.000 sind „Zehntausende“?

Wahlen NRW, Nachtrag

wahlen nrw

Wahlen NRW: Neusprech und Altsprech

wahlen nrw

Ich verfolge gerade die Bürgerliche Presse über die Wahlen in NRW. „CDU klar vorn – AfD verdreifacht Ergebnis – Grüne stürzen ab.“

Altsprech: „Nach den 18-Uhr-Zahlen liegt die Linke mit prognostizierten 5,5 Prozent über ihrem Ergebnis von 2020, als sie auf 3,8 Prozent kam.“ Neusprech: „Das ist ein grandioses Ergebnis für die Linke – wir haben unser Ziel nicht nur erreicht, sondern übertroffen! Der Aufschwung der Linken setzt sich ungebremst fort…“ 5,6 % sind rund 500.000 Wähler, also so viele, wie Duisburg oder Essen Einwohner haben.

Altsprech: „Die Christdemokraten kommen demnach auf 34,2 Prozent und liegen damit ungefähr bei ihrem historisch schlechten Kommunalwahl-Ergebnis von 2020, als sie 34,3 Prozent erreichten.“ Neusprech: Das historisch schlechteste Ergebnis wiederholt zu haben, ist ein großartiger Erfolg für die CDU.

Frontberichte oder: Dulce et Decorum es

welt am Sonntag

Innere Front

Dulce et Decorum est

Zweifach gebeugt wie alte Bettler unter ihrem Sack,
X-beinig, hustend wie alte Weiber, fluchten wir uns durch Schlamm,
Bis wir den herumgeisternden Leuchtkugeln den Rücken zuwandten
Und unserer fernen Ruhe entgegentrotteten.
Männer marschierten im Schlaf. Viele hatten ihre Stiefel verloren
Aber hinkten auf blutigen Sohlen weiter. Alle wurden lahm, alle blind,
Trunken von Erschöpfung, taub selbst für das Heulen
Der fehlgegangenen Granaten, die hinter uns einschlugen.

Gas! GAS! Schnell, Jungs! – eine ekstatische Fummelei,
Um die plumpen Helme rechtzeitig aufzusetzen.
Aber jemand schrie da noch und taumelte
Und zappelte wie ein von Feuer oder Ätzkalk Verbrannter.
Undeutlich, durch die beschlagene Scheibe und trübes grünes Licht
Wie in einem grünen Meer, sah ich ihn ertrinken.

In all meinen Träumen, vor meinen hilflosen Augen,
Taucht er auf mich zu, flackernd, würgend, ertrinkend.

Wenn auch du in erdrückenden Träumen liefest
Hinter dem Wagen, in den wir ihn warfen,
Und die verdrehten weißen Augen in seinem Gesicht sähest,
In seinem hängenden Gesicht, wie das eines Teufels, der der Sünde müde ist,
Wenn du hören könntest, wie bei jedem Stoß das Blut
Gurgelnd aus seinen schaumgefüllten Lungen läuft,
Ekelerregend wie der Krebs, bitter wie das Wiederkäuen
Von Auswurf, unheilbare Wunden auf unschuldigen Zungen,
Mein Freund, du erzähltest nicht mit so großer Lust
Kindern, die nach einem verzweifelten Ruhmesglanz dürsten,
Die alte Lüge: Dulce et decorum est
Pro patria mori. (Wilfred Owne 1917)

Man sieht angesichts der vaterländischen Schlagzeilen in deutschen Medien: Die Menschheit lernt nichts dazu. Es wird noch die Zeit kommen, dass Leute wegen ich wegen Defätismus angeschwärzt werden oder noch Schlimmeres. Ich habe kein „Vaterland“, für das ich mich opfern würde.

Lesen wir dazu de passende Fachliteratur: „Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.

Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.

Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung. In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“

Das war natürlich viel zu optimistisch. Nationalismus und der Appell an irrationale niedrige patriotische Instinkte werden immer noch von den herrschenden Klassen aller Länder benutzt, um vom Klassenkampf abzulenken oder um äußere Feinde zu konstruieren. Alles Vaterländische ist eine ekelhafte und dumme Heuchelei. Das gilt auch für Russen und Ukrainer.

sixtus

Medienfront

Mir fällt auf, dass die bürgerliche Presse eine Tatsache, die über den mutmaßlichen Mörder Charlie Kirks bekannt ist, weder diskutiert noch irgendwelche Schlüsse versucht daraus zu ziehen: „Aufgewachsen sei Robinson in einem republikanischen Umfeld im Bundesstaat Utah. Er soll Mitglied einer lokalen Mormonen-Kirche gewesen sein: „Ich kann bestätigen, dass Robinson in jungen Jahren Mitglied der Kirche wurde, aber alle weiteren Fragen zu seiner kirchlichen Tätigkeit bitte ich Sie, an ihn oder seine Familie zu richten“, sagte ein Sprecher. Ein regelmäßiger Kirchenbesucher bezeichnete Robinson als „inaktives Mitglied“.“

Wait a minute. Tyler Robinson, der mutmaßliche Schütze, war als Kind Mitglied eine ultraorthodoxen christlichen Sekte? Da gehen offenbar nur bei mir ein paar Warnlichter an. Ich weiß bekanntlich, wovon ich rede. Egal, ob aktives oder „inaktives“ Mitglied – diese Biografie ist nicht „normal“ und deformiert den Charakter, wenn man das nicht später und rechtzeitig aktiv in den Griff bekommt. Aber das interessiert offenbar niemanden.

transgender

Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).

Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“

Anna Schneider schreibt: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen“, sagte Dunja Hayali am Donnerstagabend im „ZDF heute-journal“.

Abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich“ – Belege? Er hatte nur eine andere Meinung als die sogenannten „Linken“ hierzulande und das Glottisschlag-Milieu, deren Lautsprecher in den Anstalten sitzen. „Radikal-religios“ nenne ich auch Gendersprecher und diejenigen, die in guter protestantischen Tradition gleich die Apokalypse an die Wand malen, wenn es mal wärmer oder kälter wird. Ich nenne auch alle, für die die Hautfarbe mehr aussagt als die Augenfarbe, Rassisten. „Sexistisch“ war Kirk bestimmt nicht, nur ultrakonservativ. Wer ihn vom Tod eines Brandstifters faselt, ist selbst einer. Es ginge auch anders, Hayali.

UN

Naher-Osten-Front

Man könnte angesichts des „Theaters“, das die UN um den fiktiven „Palästinenser“-Staat macht, die Meinung Gil Mandelzis in der Jerusalem Post teilen: „Defund, dismantle, and do over the UN – The idea of the UN remains relevant and incredibly important. However, there is zero reason for us to continue to trust the UN to do a job it hasn’t been doing for years“.

Es wäre so gut wie sicher, dass es keine Mehrheit dafür geben würde, wenn die Staatsgründung Israels heute auf der Tagesordnung stünde. Damals – 1947 – gab es zum Glück die Sowjetunion noch und auch die Tschechoslowakei, die eine positive Rolle spielten.

Frage für einen Freund: Deutschland ist für einen weiteren arabischen Terrorstaat in Palästina? Jerusalem soll wieder geteilt werden? Oder soll die Hauptstadt Ramallah sein? Die sind doch von allen guten Geistern verlassen. Oder wurden sie von den Wagenknechten beraten? Die sind mittlerweile offen antisemitisch und lassen bekannte Judenhasser zu Wort kommen: „Bei einer israelfeindlichen Kundgebung am Samstag in Berlin soll neben BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und Schauspieler Dieter Hallervorden auch Pink-Floyd-Gründer Roger Waters zu Wort kommen. Er werde mit einem Beitrag aus New York zugeschaltet, kündigte Wagenknecht in Berlin an.“

Vermutlich muss ich mich Israel für das Verhalten des hiesigen Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, entschuldigen.

Alles instabil

Kuba

„Es war auch eine moralische Wahrheit, dass der Krieg begann, weil 1300 Juden getötet und 200 als Geiseln genommen wurden (…).Und wenn man Israel den Krieg erklärt, muss man mit einem Feuersturm rechnen. (…) Ein Kind weiß, dass Israel der Gute und die Hamas böse ist. Es ist viel weiser als ein Student wie Sie an der Universität Cambridge.“ (Charlie Kirk)

Während anderswo Attentate verübt werden und die Russen fragen, ob die Ukraine dahinterstecke, während die Terroristen-Führer vielleicht doch nicht genug abgekriegt haben, die Grünen noch mehr und immer öfter verbieten wollen, zog ich mich in die virtuelle Welt zurück, um mich von dem Quatsch, mit dem man überschüttet wird, zu erholen, und baute mit einem Mitspieler einen fiktiven Strand auf Kuba mit Havanna-Hintergrund, alles für ein einwöchiges Rollenspiel-Event im Oktober. Danach werden Strände, Häuser und der Bewuchs wieder abgerissen.

Kuba

Vielleicht macht es der Schockwellenreiter richtig, der nur über Software und Kiez-Events berichtet und das große Ganze weglässt. Und warum wiederhole ich täglich Spanisch, wenn man Spanien als anständiger Mensch boykottieren sollte? Und Frankreich auch? Und Belgien? Und Norwegen? Nach Schweden kann man wegen der dortigen Araber ohnehin nicht mehr. Nur die Niederlande bleiben weltanschaulich stabil, auch wenn das den so genannten Linken hierzulande nicht gefällt.

Ich bereite mich jetzt mental auf vier Nachtschichten vor, solange mein Körper noch stabil ist und das ohne Herumzumucken mitmacht.

Kuba

Klassenkampf in Nepal

nepal

Klassenkampf in Nepal – der Präsidentpalast steht in Flammen. „The Government Palace in Nepal is completely engulfed in flames – they are not even trying to extinguish it (…). The building housed the main offices and departments, including the Prime Minister’s offices. All important documents have burned. It was the largest palace in all of Asia, with nearly 2,000 rooms. It was built as the Prime Minister’s private residence in 1903. The Nepalese army threatens to deploy troops on the streets if looting, arson, and vandalism do not stop.“

Angeblich ist der Premierminister auf der Flucht. (Die Kathmandu Post ist gerade nicht erreichbar – vermutlich wird die Website gerade von Anfragen überflutet.)

BY the way: Von 1996 bis 2006 befand sich die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) in einem Bürgerkrieg gegen die Monarchie und das hinduistische Klassensystem.

Stand der Digitalisierung in Deutschland, Miszellen

pdfenhancer

Ich bekomme Nachrichten von meinen Krankenversicherungen in mein elektronisches Postfach (hier: Die DKV – meine Zahnzusatzversicherung). Das ist die gute Nachricht.

Jetzt die schlechte Nachricht. Ich erhielt ein pdf-Dokument mit 13 Seiten, das aber fünf verschiedene Formulare erhielt, die nicht zusammengehörten und an verschiedene Leute bzw. Instanzen verschickt werden sollten. Das kriegte ich noch hin.

Frage an ChatGPT: Mit welchem Linux-Programm kann ich einzelne Seiten aus einem pdf extrahieren und wie geht das?
– PDFtk: pdftk dokument.pdf cat 3 output seite3.pdf
– QPDF: qpdf dokument.pdf –pages dokument.pdf 5 — seite5.pdf
– pdfseparate: pdfseparate -f 4 -l 4 dokument.pdf seite4.pdf (1 Seite) oder pdfunite seite4.pdf seite7.pdf neue_datei.pdf
– pdfarranger (grafische Oberfläche): Datei öffnen → gewünschte Seite auswählen → Rechtsklick → „Seiten exportieren“.
– Okular (KDE) oder Evince (Gnome)

Ich entschied mich für pdfarranger, musste aber noch mal nachfragen, wie zum Beispiel nur zwei Seiten aus dem Dokument zu extrahieren seien (warum soll ich die Hilfe-Seiten lesen, wenn es so viel schneller geht?):

Ganz einfach – das geht in ein paar Klicks 🥳. Hier der Ablauf mit **PDF Arranger**:
1. – PDF öffnen
– pdfarranger starten.
– ein PDF reinziehen oder über Datei → Öffnen laden.
2. – Seiten auswählen
– Klicke die gewünschte erste Seite an.
– Halte Strg gedrückt und klicke zusätzlich die zweite Seite. (Beide sind nun markiert.)
3. – Exportieren
– Rechtsklick auf eine der markierten Seiten.
– „Seiten exportieren“ auswählen.
– Speicherort und Dateinamen angeben, z. B. `meine_zwei_seiten.pdf`.
– Bestätigen.

Jetzt ging es erst los. Das pdf konnte online nicht bearbeitet werden. Ich sollte es aber unterschreiben und dann weiterleiten. Ich stellte die Leninsche Frage.

Ich rief also wutentbrannt die Krankenversicherung-Hotline an (Headset, rund 35 Minuten Warteschleife). Wie soll ich ein pdf unterschreiben, das man nicht bearbeiten kann? Ähm. Die Vorgesetzte, an die ich weiterverbunden wurde, wusste es auch nicht. „Ausdrucken?“ Und dann? Soll ich 13 Seiten wieder einscannen, wenn ich die Formulare offline unterschrieben habe? Ähm. “ Die meisten Versicherten lassen sich die Formulare per Post schicken.“ Gut zu wissen. Ich aber nicht.

Es lief tatsächlich darauf hinaus: Fünf Dokumente einzeln drucken, unterschreiben, die Blätter wieder als Grafik einscannen, mit Gimp bearbeiten, alles in Open Office dröseln, als pdf exportieren. Gefühlt sechs Stunden.

Offensichtlich war ich der erste Kunde, die sich beschwerte, sonst hätten die eine Antwort parat gehabt.

Kernräume, revisited

greater Israel

Noch ein Update zu meinem Beitrag „Kernräume“. Ich lese gerade von Jean Améry „Der neue Antisemitismus“. – „Jean Amérys Essays, die zwischen 1969 und 1976 geschrieben wurden, erschrecken geradezu durch ihre Aktualität. Sie lesen sich in ihrer Prägnanz, als wären sie für den heutigen Tag geschrieben.“ Genau so ist es.

Zitat (S. 36f.): Eın Judentum freilich im Sinne historischer Tradition und positiver existentieller Lebensbasis habe ich mir nicht erworben. Das einzige, was mich positiv mit der Mehrzahl aller Juden der Welt verbindet, ist eine Solidarität, dıe ich mir längst nicht mehr als Pflicht gebieten muss, und namentlich die mit dem Staat Israel. Nicht, dass ich in diesem Lande würde wohnen wollen. Es ist mir zu heiß, zu laut, zu fremd in jeder Hinsicht. Auch nıcht, dass ich gutheiße, was immer man dort treibt. Ich verabscheue die theokratischen Tendenzen, den religiös getönten Nationalismus. Auch habe ich das Land nur ein einziges Mal zu kurzem Besuch gesehen und werde vielleicht nie wieder dahin kommen. Aber ich bin den Menschen dieser heillosen Erde, die allein sind, verlassen von aller Welt, unablösbar verbunden, auch wenn ich ihre Sprache nicht spreche und ihre Lebensformen niemals die meinen würden sein können. Für mich ist Israel keine Verheißung, kein biblisch legitimierter Territorialanspruch, kein Heiliges Land, nur Sammelplatz von Überlebenden, ein Staatsgebilde, wo jeder einzelne Einwohner noch immer und auf lange Zeit hin um seine physische Existenz bangen muss. Mit Israel solidarisch zu sein heißt für mich, den toten Kameraden die Treue bewahren.

Das trifft den Kern der Sache, auch für Nichtjuden. Dieser religiöse Mumpitz, der zum Beispiel auch von Israel heute vertreten wird, suggeriert, dass man höhere Wesen verehren und fromme Legenden für historische Tatsachen halten müsse, um Zionist zu sein Israel zu unterstützen. Das ist aber Unfug. (Schönes Thema für ein neues Buch!)

Ich sehe da eine große Gefahr, wenn die Religiotisierung in Israel fortschreitet. Die Ultras warten auf einen Messias, der natürlich nie kommen wird, und wollen am liebsten den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee abreißen und einen neuen Tempel (wofür? Um Ziegen zu schlachten?) bauen.

Ich lasse mich übrigens im Oktober von Noam Chen in Jerusalem herumführen, der ähnlich wie „Israel heute“ denkt. Der weiß schon, was ihn weltanschaulich mit mir als „Kunde“ erwartet. Wir werden auch gemeinsam nach Me’a Sche’arim gehen. Die feiern dort das Laubhüttenfest, wenn ich gerade da bin.

Demografische Falle

arafat

Interessante Meinung von Tova Herzl in der Jerusalem Post: Herzl argumentiert, dass eine vollständige Annexion von Judäa und Samaria mehr Nachteile als Vorteile hätte. Ich muss ihm ihr in jedem Punkt recht geben.

„Even if Israel annexes the territory, as is currently being discussed, it is unlikely to endanger its identity as a Jewish state by granting voting rights to the local population. There is ongoing debate about whether an Arab majority exists between the Jordan River and the Mediterranean Sea, or whether there is merely a very large minority. Either way, indefinite control would require ever-heavier burdens on both taxpayers and security forces.

Moreover, the world will not accept such disenfranchisement. Whatever the differences, the code word for institutionalized discrimination is “apartheid,” and we recall the fate of white South Africa. In other words, Israel is willingly entering an enduring demographic and political trap of its own making.“

Das war ja schon seit der Staatsgründung 1948 das Problem. Bei der Geburtenrate der arabischen Palästinenser (durchschnittlich (!) mehr als drei Kinder pro Frau – mehr als doppelt so viel als in Deutschland) würden die Juden über kurz oder lang als Staatsbürger in der Minderheit sein.

Smotrichs Plan löst das Problem temporär, aber nicht auf Dauer. Israel kann sich auf Dauer auch nicht der Unterstützung der USA sicher sein. Wenn dort die Wirtschaft den Bach runtergeht, wovon ich ausgehe, könnten die merkwürdigsten antisemitischen Gestalten plötzlich an die Macht kommen.

Israel könnte natürlich eine Lesotho- und Eswatini-Lösung ins Auge fassen. Darauf wird es hinauslaufen.

Alles muss raus

Was macht eigentlich der US-Imperialismus? Die bürgerliche Presse schreibt: „Vor einigen Jahren verkaufte die Bundesregierung Gasspeicher ins Ausland. Die Abgabe kritischer Infrastruktur erwies sich als Fehler. Nun strebt ein US-Unternehmer, der US-Präsident Donald Trump nahesteht, nach einem Fünftel der deutschen Öl-Speicher. Die Bundesregierung schweigt vielsagend.“

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