Zweite Vorrede zu den Gems
Die geplante Tour morgen in die Umgebung von Gaza fällt aus bzw. wird verschoben, vermutlich auf den letzten Tag meiner Reise.
Noch einmal zur allgemeinen Stimmung. In der Altstadt knirscht es auch symbolisch zwischen Juden und Arabern, weil einige heilige jüdischen Stätten mitten im Araberviertel sind. Und dort stehen dann die riesigen siebenarmigen Leuchter und flattern die israelischen Fahnen möglichst so, dass es kein Araber übersehen kann.
Mir wurde gesagt, dass das arabische Viertel als für Juden gefährlich gilt. Nur jetzt während der Feiertage war auch das muslimische Viertel voll jüdischer Strenggläubiger. Und dann wieder die jüdischen Ultras, die mit einem kleinen Auto durch die schmalen Gassen bretterten und religiöse Propaganda per Lautsprecher ertönen ließen. Ich stand neben einem älteren Araber, der grinsend den Kopf schüttelte. Zu Fuß hätten sie sich das vermutlich nicht getraut.
Während man sich darüber Gedanken macht, steht man plötzlich vor einem Schild, das einen darauf hinweist, man gehe gerade über eine Straße, die von dem Römern vor rund 2000 Jahren angelegt wurde.
Ja, gefährlich ist es vermutlich nicht, oder nicht immer. Aber das weiß man eben nicht genau in Jerusalem. Es kann immer alles passieren.
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61% Atheisten sagt die schlaue Kiste.
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