Frontberichte oder: Dulce et Decorum es

welt am Sonntag

Innere Front

Dulce et Decorum est

Zweifach gebeugt wie alte Bettler unter ihrem Sack,
X-beinig, hustend wie alte Weiber, fluchten wir uns durch Schlamm,
Bis wir den herumgeisternden Leuchtkugeln den Rücken zuwandten
Und unserer fernen Ruhe entgegentrotteten.
Männer marschierten im Schlaf. Viele hatten ihre Stiefel verloren
Aber hinkten auf blutigen Sohlen weiter. Alle wurden lahm, alle blind,
Trunken von Erschöpfung, taub selbst für das Heulen
Der fehlgegangenen Granaten, die hinter uns einschlugen.

Gas! GAS! Schnell, Jungs! – eine ekstatische Fummelei,
Um die plumpen Helme rechtzeitig aufzusetzen.
Aber jemand schrie da noch und taumelte
Und zappelte wie ein von Feuer oder Ätzkalk Verbrannter.
Undeutlich, durch die beschlagene Scheibe und trübes grünes Licht
Wie in einem grünen Meer, sah ich ihn ertrinken.

In all meinen Träumen, vor meinen hilflosen Augen,
Taucht er auf mich zu, flackernd, würgend, ertrinkend.

Wenn auch du in erdrückenden Träumen liefest
Hinter dem Wagen, in den wir ihn warfen,
Und die verdrehten weißen Augen in seinem Gesicht sähest,
In seinem hängenden Gesicht, wie das eines Teufels, der der Sünde müde ist,
Wenn du hören könntest, wie bei jedem Stoß das Blut
Gurgelnd aus seinen schaumgefüllten Lungen läuft,
Ekelerregend wie der Krebs, bitter wie das Wiederkäuen
Von Auswurf, unheilbare Wunden auf unschuldigen Zungen,
Mein Freund, du erzähltest nicht mit so großer Lust
Kindern, die nach einem verzweifelten Ruhmesglanz dürsten,
Die alte Lüge: Dulce et decorum est
Pro patria mori. (Wilfred Owne 1917)

Man sieht angesichts der vaterländischen Schlagzeilen in deutschen Medien: Die Menschheit lernt nichts dazu. Es wird noch die Zeit kommen, dass Leute wegen ich wegen Defätismus angeschwärzt werden oder noch Schlimmeres. Ich habe kein „Vaterland“, für das ich mich opfern würde.

Lesen wir dazu de passende Fachliteratur: „Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.

Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.

Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung. In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“

Das war natürlich viel zu optimistisch. Nationalismus und der Appell an irrationale niedrige patriotische Instinkte werden immer noch von den herrschenden Klassen aller Länder benutzt, um vom Klassenkampf abzulenken oder um äußere Feinde zu konstruieren. Alles Vaterländische ist eine ekelhafte und dumme Heuchelei. Das gilt auch für Russen und Ukrainer.

sixtus

Medienfront

Mir fällt auf, dass die bürgerliche Presse eine Tatsache, die über den mutmaßlichen Mörder Charlie Kirks bekannt ist, weder diskutiert noch irgendwelche Schlüsse versucht daraus zu ziehen: „Aufgewachsen sei Robinson in einem republikanischen Umfeld im Bundesstaat Utah. Er soll Mitglied einer lokalen Mormonen-Kirche gewesen sein: „Ich kann bestätigen, dass Robinson in jungen Jahren Mitglied der Kirche wurde, aber alle weiteren Fragen zu seiner kirchlichen Tätigkeit bitte ich Sie, an ihn oder seine Familie zu richten“, sagte ein Sprecher. Ein regelmäßiger Kirchenbesucher bezeichnete Robinson als „inaktives Mitglied“.“

Wait a minute. Tyler Robinson, der mutmaßliche Schütze, war als Kind Mitglied eine ultraorthodoxen christlichen Sekte? Da gehen offenbar nur bei mir ein paar Warnlichter an. Ich weiß bekanntlich, wovon ich rede. Egal, ob aktives oder „inaktives“ Mitglied – diese Biografie ist nicht „normal“ und deformiert den Charakter, wenn man das nicht später und rechtzeitig aktiv in den Griff bekommt. Aber das interessiert offenbar niemanden.

transgender

Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).

Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“

Anna Schneider schreibt: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen“, sagte Dunja Hayali am Donnerstagabend im „ZDF heute-journal“.

Abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich“ – Belege? Er hatte nur eine andere Meinung als die sogenannten „Linken“ hierzulande und das Glottisschlag-Milieu, deren Lautsprecher in den Anstalten sitzen. „Radikal-religios“ nenne ich auch Gendersprecher und diejenigen, die in guter protestantischen Tradition gleich die Apokalypse an die Wand malen, wenn es mal wärmer oder kälter wird. Ich nenne auch alle, für die die Hautfarbe mehr aussagt als die Augenfarbe, Rassisten. „Sexistisch“ war Kirk bestimmt nicht, nur ultrakonservativ. Wer ihn vom Tod eines Brandstifters faselt, ist selbst einer. Es ginge auch anders, Hayali.

UN

Naher-Osten-Front

Man könnte angesichts des „Theaters“, das die UN um den fiktiven „Palästinenser“-Staat macht, die Meinung Gil Mandelzis in der Jerusalem Post teilen: „Defund, dismantle, and do over the UN – The idea of the UN remains relevant and incredibly important. However, there is zero reason for us to continue to trust the UN to do a job it hasn’t been doing for years“.

Es wäre so gut wie sicher, dass es keine Mehrheit dafür geben würde, wenn die Staatsgründung Israels heute auf der Tagesordnung stünde. Damals – 1947 – gab es zum Glück die Sowjetunion noch und auch die Tschechoslowakei, die eine positive Rolle spielten.

Frage für einen Freund: Deutschland ist für einen weiteren arabischen Terrorstaat in Palästina? Jerusalem soll wieder geteilt werden? Oder soll die Hauptstadt Ramallah sein? Die sind doch von allen guten Geistern verlassen. Oder wurden sie von den Wagenknechten beraten? Die sind mittlerweile offen antisemitisch und lassen bekannte Judenhasser zu Wort kommen: „Bei einer israelfeindlichen Kundgebung am Samstag in Berlin soll neben BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und Schauspieler Dieter Hallervorden auch Pink-Floyd-Gründer Roger Waters zu Wort kommen. Er werde mit einem Beitrag aus New York zugeschaltet, kündigte Wagenknecht in Berlin an.“

Vermutlich muss ich mich Israel für das Verhalten des hiesigen Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, entschuldigen.

Alles instabil

Kuba

„Es war auch eine moralische Wahrheit, dass der Krieg begann, weil 1300 Juden getötet und 200 als Geiseln genommen wurden (…).Und wenn man Israel den Krieg erklärt, muss man mit einem Feuersturm rechnen. (…) Ein Kind weiß, dass Israel der Gute und die Hamas böse ist. Es ist viel weiser als ein Student wie Sie an der Universität Cambridge.“ (Charlie Kirk)

Während anderswo Attentate verübt werden und die Russen fragen, ob die Ukraine dahinterstecke, während die Terroristen-Führer vielleicht doch nicht genug abgekriegt haben, die Grünen noch mehr und immer öfter verbieten wollen, zog ich mich in die virtuelle Welt zurück, um mich von dem Quatsch, mit dem man überschüttet wird, zu erholen, und baute mit einem Mitspieler einen fiktiven Strand auf Kuba mit Havanna-Hintergrund, alles für ein einwöchiges Rollenspiel-Event im Oktober. Danach werden Strände, Häuser und der Bewuchs wieder abgerissen.

Kuba

Vielleicht macht es der Schockwellenreiter richtig, der nur über Software und Kiez-Events berichtet und das große Ganze weglässt. Und warum wiederhole ich täglich Spanisch, wenn man Spanien als anständiger Mensch boykottieren sollte? Und Frankreich auch? Und Belgien? Und Norwegen? Nach Schweden kann man wegen der dortigen Araber ohnehin nicht mehr. Nur die Niederlande bleiben weltanschaulich stabil, auch wenn das den so genannten Linken hierzulande nicht gefällt.

Ich bereite mich jetzt mental auf vier Nachtschichten vor, solange mein Körper noch stabil ist und das ohne Herumzumucken mitmacht.

Kuba

Klassenkampf in Nepal

nepal

Klassenkampf in Nepal – der Präsidentpalast steht in Flammen. „The Government Palace in Nepal is completely engulfed in flames – they are not even trying to extinguish it (…). The building housed the main offices and departments, including the Prime Minister’s offices. All important documents have burned. It was the largest palace in all of Asia, with nearly 2,000 rooms. It was built as the Prime Minister’s private residence in 1903. The Nepalese army threatens to deploy troops on the streets if looting, arson, and vandalism do not stop.“

Angeblich ist der Premierminister auf der Flucht. (Die Kathmandu Post ist gerade nicht erreichbar – vermutlich wird die Website gerade von Anfragen überflutet.)

BY the way: Von 1996 bis 2006 befand sich die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) in einem Bürgerkrieg gegen die Monarchie und das hinduistische Klassensystem.

Stand der Digitalisierung in Deutschland, Miszellen

pdfenhancer

Ich bekomme Nachrichten von meinen Krankenversicherungen in mein elektronisches Postfach (hier: Die DKV – meine Zahnzusatzversicherung). Das ist die gute Nachricht.

Jetzt die schlechte Nachricht. Ich erhielt ein pdf-Dokument mit 13 Seiten, das aber fünf verschiedene Formulare erhielt, die nicht zusammengehörten und an verschiedene Leute bzw. Instanzen verschickt werden sollten. Das kriegte ich noch hin.

Frage an ChatGPT: Mit welchem Linux-Programm kann ich einzelne Seiten aus einem pdf extrahieren und wie geht das?
– PDFtk: pdftk dokument.pdf cat 3 output seite3.pdf
– QPDF: qpdf dokument.pdf –pages dokument.pdf 5 — seite5.pdf
– pdfseparate: pdfseparate -f 4 -l 4 dokument.pdf seite4.pdf (1 Seite) oder pdfunite seite4.pdf seite7.pdf neue_datei.pdf
– pdfarranger (grafische Oberfläche): Datei öffnen → gewünschte Seite auswählen → Rechtsklick → „Seiten exportieren“.
– Okular (KDE) oder Evince (Gnome)

Ich entschied mich für pdfarranger, musste aber noch mal nachfragen, wie zum Beispiel nur zwei Seiten aus dem Dokument zu extrahieren seien (warum soll ich die Hilfe-Seiten lesen, wenn es so viel schneller geht?):

Ganz einfach – das geht in ein paar Klicks 🥳. Hier der Ablauf mit **PDF Arranger**:
1. – PDF öffnen
– pdfarranger starten.
– ein PDF reinziehen oder über Datei → Öffnen laden.
2. – Seiten auswählen
– Klicke die gewünschte erste Seite an.
– Halte Strg gedrückt und klicke zusätzlich die zweite Seite. (Beide sind nun markiert.)
3. – Exportieren
– Rechtsklick auf eine der markierten Seiten.
– „Seiten exportieren“ auswählen.
– Speicherort und Dateinamen angeben, z. B. `meine_zwei_seiten.pdf`.
– Bestätigen.

Jetzt ging es erst los. Das pdf konnte online nicht bearbeitet werden. Ich sollte es aber unterschreiben und dann weiterleiten. Ich stellte die Leninsche Frage.

Ich rief also wutentbrannt die Krankenversicherung-Hotline an (Headset, rund 35 Minuten Warteschleife). Wie soll ich ein pdf unterschreiben, das man nicht bearbeiten kann? Ähm. Die Vorgesetzte, an die ich weiterverbunden wurde, wusste es auch nicht. „Ausdrucken?“ Und dann? Soll ich 13 Seiten wieder einscannen, wenn ich die Formulare offline unterschrieben habe? Ähm. “ Die meisten Versicherten lassen sich die Formulare per Post schicken.“ Gut zu wissen. Ich aber nicht.

Es lief tatsächlich darauf hinaus: Fünf Dokumente einzeln drucken, unterschreiben, die Blätter wieder als Grafik einscannen, mit Gimp bearbeiten, alles in Open Office dröseln, als pdf exportieren. Gefühlt sechs Stunden.

Offensichtlich war ich der erste Kunde, die sich beschwerte, sonst hätten die eine Antwort parat gehabt.

Kernräume, revisited

greater Israel

Noch ein Update zu meinem Beitrag „Kernräume“. Ich lese gerade von Jean Améry „Der neue Antisemitismus“. – „Jean Amérys Essays, die zwischen 1969 und 1976 geschrieben wurden, erschrecken geradezu durch ihre Aktualität. Sie lesen sich in ihrer Prägnanz, als wären sie für den heutigen Tag geschrieben.“ Genau so ist es.

Zitat (S. 36f.): Eın Judentum freilich im Sinne historischer Tradition und positiver existentieller Lebensbasis habe ich mir nicht erworben. Das einzige, was mich positiv mit der Mehrzahl aller Juden der Welt verbindet, ist eine Solidarität, dıe ich mir längst nicht mehr als Pflicht gebieten muss, und namentlich die mit dem Staat Israel. Nicht, dass ich in diesem Lande würde wohnen wollen. Es ist mir zu heiß, zu laut, zu fremd in jeder Hinsicht. Auch nıcht, dass ich gutheiße, was immer man dort treibt. Ich verabscheue die theokratischen Tendenzen, den religiös getönten Nationalismus. Auch habe ich das Land nur ein einziges Mal zu kurzem Besuch gesehen und werde vielleicht nie wieder dahin kommen. Aber ich bin den Menschen dieser heillosen Erde, die allein sind, verlassen von aller Welt, unablösbar verbunden, auch wenn ich ihre Sprache nicht spreche und ihre Lebensformen niemals die meinen würden sein können. Für mich ist Israel keine Verheißung, kein biblisch legitimierter Territorialanspruch, kein Heiliges Land, nur Sammelplatz von Überlebenden, ein Staatsgebilde, wo jeder einzelne Einwohner noch immer und auf lange Zeit hin um seine physische Existenz bangen muss. Mit Israel solidarisch zu sein heißt für mich, den toten Kameraden die Treue bewahren.

Das trifft den Kern der Sache, auch für Nichtjuden. Dieser religiöse Mumpitz, der zum Beispiel auch von Israel heute vertreten wird, suggeriert, dass man höhere Wesen verehren und fromme Legenden für historische Tatsachen halten müsse, um Zionist zu sein Israel zu unterstützen. Das ist aber Unfug. (Schönes Thema für ein neues Buch!)

Ich sehe da eine große Gefahr, wenn die Religiotisierung in Israel fortschreitet. Die Ultras warten auf einen Messias, der natürlich nie kommen wird, und wollen am liebsten den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee abreißen und einen neuen Tempel (wofür? Um Ziegen zu schlachten?) bauen.

Ich lasse mich übrigens im Oktober von Noam Chen in Jerusalem herumführen, der ähnlich wie „Israel heute“ denkt. Der weiß schon, was ihn weltanschaulich mit mir als „Kunde“ erwartet. Wir werden auch gemeinsam nach Me’a Sche’arim gehen. Die feiern dort das Laubhüttenfest, wenn ich gerade da bin.

Demografische Falle

arafat

Interessante Meinung von Tova Herzl in der Jerusalem Post: Herzl argumentiert, dass eine vollständige Annexion von Judäa und Samaria mehr Nachteile als Vorteile hätte. Ich muss ihm ihr in jedem Punkt recht geben.

„Even if Israel annexes the territory, as is currently being discussed, it is unlikely to endanger its identity as a Jewish state by granting voting rights to the local population. There is ongoing debate about whether an Arab majority exists between the Jordan River and the Mediterranean Sea, or whether there is merely a very large minority. Either way, indefinite control would require ever-heavier burdens on both taxpayers and security forces.

Moreover, the world will not accept such disenfranchisement. Whatever the differences, the code word for institutionalized discrimination is “apartheid,” and we recall the fate of white South Africa. In other words, Israel is willingly entering an enduring demographic and political trap of its own making.“

Das war ja schon seit der Staatsgründung 1948 das Problem. Bei der Geburtenrate der arabischen Palästinenser (durchschnittlich (!) mehr als drei Kinder pro Frau – mehr als doppelt so viel als in Deutschland) würden die Juden über kurz oder lang als Staatsbürger in der Minderheit sein.

Smotrichs Plan löst das Problem temporär, aber nicht auf Dauer. Israel kann sich auf Dauer auch nicht der Unterstützung der USA sicher sein. Wenn dort die Wirtschaft den Bach runtergeht, wovon ich ausgehe, könnten die merkwürdigsten antisemitischen Gestalten plötzlich an die Macht kommen.

Israel könnte natürlich eine Lesotho- und Eswatini-Lösung ins Auge fassen. Darauf wird es hinauslaufen.

Alles muss raus

Was macht eigentlich der US-Imperialismus? Die bürgerliche Presse schreibt: „Vor einigen Jahren verkaufte die Bundesregierung Gasspeicher ins Ausland. Die Abgabe kritischer Infrastruktur erwies sich als Fehler. Nun strebt ein US-Unternehmer, der US-Präsident Donald Trump nahesteht, nach einem Fünftel der deutschen Öl-Speicher. Die Bundesregierung schweigt vielsagend.“

Flash

solimoes
Mündung des Rio Negro in den Solimoes (Amazonas) bei Manaus, fotografiert Februar 1980

Ich hatte jüngst nostalgische Anwandlungen. An welche Momente auf meinen Reisen kann ich mich besonders gut erinnern, und welche haben eine Art „Flash“ erzeugt? Das kann man schwer beschreiben, und es sind gar nicht so viele, die extrem positive Gefühle und Adrenalin hervorriefen.

Auf meiner ersten Reise 1979/80 durch die USA, Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados habe ich das trotz der Exotik nicht gespürt. In Belize gefiel es mir außerordentlich, vor allem, weil ich so gut wie nichts über das Land wusste. Aber es fehlte dieser „Wow“-Moment.

Ziemlich nah dran war, als ich zum ersten Mal den Amazonas sah. In dem Milieu, aus dem ich komme, waren Reisen dieser Art damals gar nicht denkbar bzw. vorstellbar, genau so wenig wie der Berufswunsch „Journalist“ oder „Schriftsteller“.

Leimus
Der Rio Coco, Grenzfluss zwischen Honduras und Nicaragua (auf der gegenüberliegenden Seite), fotografiert Dezember 1981.

Auf der zweiten Reise gab es so einen unvergesslichen Moment. Als wir in einer gottverlassenen Pampa und allein am Rio Coco in Honduras saßen und einen Einbaum sahen, der uns herüberholen wollte, gesteuert von einem Mädchen, das fast noch ein Kind war. Und dann am anderen Ufer der misstrauische Empfang durch bis an die Zähne bewaffneten Sandinistas, die unser gesamtes Gepäck auseinandernahmen. Und – endlich! – die Einladung des „Revolutionskommandanten“ zu einem comida international („internationalen Essen“) mit allen zusammen, womit Spagetti gemeint war. Das war wie ein „Flash“ – nach dem Motto: Das glaubt uns keiner! Und das lässt sich nicht wiederholen.

salar
Salzwüste in Bolivien westlich von Oruro, 1984

Dritte Reise 1984, sieben Monate Peru und Bolivien. Zwei Tage Fußmarsch durch eine Salzwüste, zuerst mit schwerem Gepäck, dann mit leichtem. Und dann endlich am späten Nachmittag die primitiven Hütten von Chipaya am Horizont. In einer der ersten wurde gerade Brot gebacken. Die Nachricht, dass damals in Bolivien eine Inflation wie in der Weimarer Republik war, war noch bis dorthin nicht vorgedrungen. Die beiden Brote, die wir kauften, kosteten weniger als damals zehn Pfennig. Ich habe noch nie so leckeres (Weiß)Brot gegessen. Das war schon wie im Film. Man fragt sich: Ich das jetzt real oder nur ein Traum?

Ausangate
Ein Dorf östlich von Urcos in Peru. Der schneebedeckte Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota 1984.

Der zweite Flash-Moment ist klar zu benennen, aber nicht der Ort (vielleicht Mahuayani). Ich war mit einem LKW (illegaler Holztransport, rund 20 Personen auf der Ladefläche und ein paar Benzinkanister) unterwegs von Puerto Maldonado im Urwald von Peru nach Cusco, zwei Tage und eine Nacht, auf einer der damals gefährlichsten Straßen (Teil der Interoceanica Sur) der Welt.

In der Nacht hatten wir bei klirrender Kälte den Pass nördlich des Lago Sinkrinaqucha (4.377 m, spanisch: Singrenacocha) überquert. Ich weiß noch, dass der LKW gegen Mitternacht ein paar Stunden anhielt, weil der Fahrer sich nicht traute weiterzufahren, und dass ich austreten musste und fast alles anzog, was ich hatte, um nicht zu Eis zu erstarren: Zwei Pullover, Wollmütze, Wollhandschuhe. Wir führen weiter und erreichten kurz darauf dieses Dorf kurz nach Sonnenaufgang.

Ich sprang immer noch bibbernd vor Kälte vom LKW. Dann kam mir ein Reiter entgegen, der vom Pferd stieg und die anderen „Fahrgäste“ fragte, wer ich sei (ich trug eine Art Poncho und einen Hut). Alles war total unwirklich, aber ein unvergessliches Erlebnis.

coro
Mein Rucksack auf der Plaza Falcón in Coro, Venezuela, kurz vor Sonnenaufgang, 18.1.1998

Auch 1998 in Venezuela gab es Momente wie die Tänzerinnen in Coro. Aber noch mehr flashte mich ein paar Tage vorher die Ankunft dort:

Der Bus fährt direkt nach Coro. Krachendes TV, daily soap auf venezolanisch, ich brauche nicht lange, um mich daran zu gewöhnen und trotzdem zu schlafen. Um kurz nach fünf rüttelt mich jemand – wir sind schon da. Eine Brise, irgendwo muss das Meer sein. Mit schweren Füßen durch schmale, holprige Straßen einer Vorstadt. Ich bin ganz allein. Hunde bellen mich an, ohne mich zu sehen. [Ich habe mir das angesehen: Der Terminal Terreste Polica Salas – der Busbahnhof – von Coro ist an der Calle Maparari, es sind von dort gut zwei Kilometer zu Fuß bis ins Stadtzentrum.]

Endlich: die Plaza von Santa Ana de Coro, gegründet 1527 vom Spanier Juan de Ampiés, der sich dazu die Erlaubnis des Kaziken Manaure holte. Die kleine Kathedrale, dem heiligen Franziskus geweiht. Als Georg Hohermuth von Speyer und Philipp von Hutten 1528 auf diesem Platz standen, war sie noch nicht fertig. Sonnenaufgang.

Ich sitze auf einer Bank und versuche mir vorzustellen: 400 deutsche Landsknechte und sächsische Bergknappen, die hier, genau an dieser Stelle, damals, vor fast 500 Jahren, aufgebrochen sind nach El Dorado. Ich schaue auf die Uhr. Es ist unfassbar. Von Berlin nach Coro in weniger als 48 Stunden.

coro

Je mehr ich in Erinnerungen schwelge, um so mehr fällt mir ein. Aber einen Flash habe ich noch, und der ist gar nicht so lang her.

Jaffa Gate
Jaffa Gate, Jerusalem, 10.10.2023

Ich kann mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Es war wie im Fieber. Ich hätte am liebsten einen Passanten gepackt und ihn gebeten, mich zu schütteln. Bin ich wirklich hier? Ist das wahr?

Im Oktober werden ich ein bisschen gelassener sein, wenn ich wieder da stehe.

Angriff der Klonkrieger, viereckig geordnet

china parade

Ich habe mir die chinesische Militärparade zum Thema „the 80th anniversary of the victory in the Chinese People’s War of Resistance against Japanese Aggression and the World Anti-Fascist War“ angesehen. Wo ist der strukturelle Unterschied zum Nürnberger Reichsparteitag?

Wait a minute. Was war 1945? „Gemäß den Bedingungen der von den Vereinigten Staaten diktierten bedingungslosen Kapitulation Japans sollten sich die japanischen Truppen den KMT-Truppen ergeben und nicht der KPCh, die in einigen der besetzten Gebiete präsent war. In der Mandschurei jedoch, wo die KMT keine Truppen hatte, kapitulierten die Japaner vor der Sowjetunion. Chiang Kai-shek befahl den japanischen Truppen, auf ihrem Posten zu bleiben, um die Kuomintang zu empfangen und ihre Waffen nicht an die Kommunisten abzugeben“.

„Im letzten Monat des Zweiten Weltkriegs in Ostasien startete die Rote Armee die Sowjetische Invasion der Mandschurei gegen die japanische Kwantung-Armee in Mandschukuo und entlang der chinesisch-mongolischen Grenze. Diese Operation zerstörte die Kwantung-Armee in nur drei Wochen und führte dazu, dass die UdSSR bei Kriegsende die gesamte Mandschurei besetzte und ein totales Machtvakuum der lokalen chinesischen Streitkräfte entstand.“ – „Der Waffenstillstand wurde im Juni 1946 gebrochen, als am 26. Juni 1946 ein umfassender Krieg zwischen KPCh- und KMT-Kräften ausbrach. China befand sich daraufhin in einem Bürgerkrieg, der mehr als drei Jahre andauerte.“

Welches Jubiläum feiern die eigentlich?

china parade

Zu Militärparaden an sich hatte ich mich schon geäußert. („Gedämmte Flüsse“, 09.05.2022) Theweleit, übernehmen Sie! (Männerphantasien 1, S. 447ff: Damm und ‚Fluss – das Ritual der Massenaufmärsche“). Oder ist das unangemessen?

Die Flut bekommt einen Namen. „Fahneneinmarsch““ (codierter Strom). Ihr überschwemmendes Element ist getilgt. man geht in ihr nicht unter, aber erregend und faszinierend ist sie immer noch. Ihr bedrohlicher Teil ist ihr sicher durch die Formierung genommen, die Verwandlung der Flüsse in „Säulen“, des fließenden „Weiblichen“ in etwa starres „Männliches““.(…)

china parade

Versetzen wir uns einen Augenblick in einen Anthropologen, der gerade vom Planeten Kepler-452b angereist ist und das Verhalten des Homo Sapiens studieren will und zufällig nach Peking gerät, wo die Massen in Vierecken geordnet an ihm vorbeimarschieren, während die zuschauenden Massen in ebenfalls viereckigen Kästen sitzen.

Man könnte naiv fragen: Warum eckig und nicht rund? Aber dann brauchte man vermutlich viel mehr Platz. Und Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt, den man fragen könnte, ist schon tot.

china parade

Noch einmal ganz von vorn. Menschen laufen an anderen Menschen vorbei. Warum nicht gemütlich, sondern im anstrengenden Gleichschritt? Es gibt offenbar ein unsichtbares Band zwischen dem Herrscher und den beherrschten Marschierern: Ersterer, so soll suggeriert werden, kann Massen organisieren und sie zu Klonen Marionetten machen. Und das sollten die zuschauenden Massen sehen und würdigen. Und niemand darf aus der Reihe tanzen. Das sähe doof aus.

china parade

Warum hat keiner der Männer einen Bart?

Je mehr ich darüber nachdenke, um so weniger möchte ich schreiben. Wenn die Chinesen hier mitläsen, verstünden sie eh nicht, was ich meine. Und wenn doch, lassen sie mich vielleicht nicht nach China einreisen.

china parade

Gegen nichts

ukraine

Das Institut for the Study of War (von dem die Karten sind) hat unausgesprochen die Kriegsziele Russlands erläutert: Lithium, Nichteisenmetalle, Polymetalle, Seltene Erden, Titanium, Zirkonium, Uranium.

„Berichten zufolge fordern Kremlvertreter, dass die Ukraine im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens strategisch wichtiges unbesetztes Gebiet in der Oblast Donezk an Russland abtritt und die Frontlinie in anderen Gebieten einfriert. Die Kapitulation des restlichen Gebiets Donezk als Voraussetzung für einen Waffenstillstand ohne Verpflichtung zu einem endgültigen Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges würde die Ukraine zwingen, ihren „Festungsgürtel“ aufzugeben, die seit 2014 die wichtigste befestigte Verteidigungslinie in der Oblast Donezk bildet, ohne Garantie, dass die Kämpfe nicht wieder aufgenommen werden. Putins Vorschlag verlangt Berichten zufolge, dass die Ukraine diese kritische Verteidigungsposition aufgibt, die die russischen Streitkräfte derzeit nicht schnell einschließen oder durchdringen können, und zwar offenbar gegen nichts.“

Ach. Ach was.

ukraine

Über alles

ney york times

Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass die New York Times das bewusst so suggestiv formuliert hat. Wir hatten das schon ähnlich als Meme: „Wer gewann die erste Tour de France?“- „Die 9. Panzerdivision.“

Fuck off, Klimatisches und Vermischtes

israel

Was haben wir denn heute noch so?

– „‘Anti-Palestinian Racism’: It’s the next tool of anti-Zionists“, schreibt die Jerusalem Post. Hoffentlich haben die jetzt nicht Frau Chebli auf noch mehr dumme Gedanken gebracht. Warum muss ich jetzt spontan an den Jemen denken?

– Der Chinese an sich ist, wenn wir den deutschen Qualitätsmedien glauben wollen, ein Imperialist. Der Vietnamese aber, eben weil er kein Chinese ist, nicht, auch wenn er noch imperialistischer ist.

– Ein US-Amerikaner sagt etwas über die deutsche Einwanderungspolitik. Die Journalistin Dunja Halali antwortet: Uwe!

– Die Chinesen bleiben stabil, was den Islam angeht.

– Leider hinter der Paywall der bürgerlichen Presse: „Entlarvte Katastrophenprognose offenbart mächtiges Netzwerk zum Schaden der Wirtschaft“

Zitat: „De Studie erntete im April 2024 donnernde Schlagzeilen: „Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“, titelte die „Tagesschau“, „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“, meldete der „Spiegel“. Sie avancierte zur am zweithäufigsten zitierten Studie aus der Klimaforschung 2024.

Die Medienberichte angefacht hatte eine Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die für die Arbeit seiner Forscher warb: „Selbst wenn der CO₂-Ausstoß ab heute drastisch gesenkt werden sollte, ist die Weltwirtschaft aufgrund des Klimawandels bereits zu einem Einkommensverlust von 19 Prozent bis 2050 verurteilt, so eine neue Studie, die in ,Nature‘ veröffentlicht wurde“, hieß es darin. Jene Studie erweist sich aber nun als einer der größten Wissenschaftsskandale der vergangenen Jahre.

Es häufen sich fachliche Verrisse. Jetzt haben die Autoren zur Schadensbegrenzung einen neuen Aufsatz publiziert, der alles nur noch schlimmer macht. Der Fall sät grundlegende Zweifel an „Nature“, dem PIK, unkritischen Medien, Polit-Organisationen und Finanzinstituten; Kritiker sprechen von Filz. (…)

Das renommierte Magazin hätte die Arbeit nicht veröffentlichen dürfen, denn seine Redaktion war gewarnt worden: Alle vier begutachtenden Wissenschaftler hatten gravierende Mängel an der Studie festgestellt.“

– US-Botschafter Mike Huckabee kritisiert die UNO: „Die Geiseln hungern, Hamas mästet sich, und eure Lebensmittelhilfe verrottet in der Sonne von Gaza, anstatt verteilt zu werden.“ Warum sagt das der deutsche Außenminister nicht?

– „Additionally, Trump said that the States no longer spend money on Ukraine. And stated that Putin does not want to meet with Zelensky because he does not like him.“ Ist aber russische Propaganda und deshalb voll gelogen, auch wenn es wahr ist.

– Parade oder nicht Parade, das ist die Frage. Oder schauen wir uns ein Dreamgirl an? Oder ein Sixpack von Gaby Butler, die starken Männern vertraut?? Oder gehen wir zu einem Kinderfest mit einem lustigen Kostüm?

kostüm

Sklavenhaltergesellschaft und verschleierter Völkermord, revisited

fischerHier eine kurze Zusammenfassung dessen, was mich gerade umtreibt. Wie ich am 23.07.25 schon schrieb, lese ich gerade Egon Flaigs: „Weltgeschichte der Sklaverei: Von der Antike bis zur Gegenwart“. Ich bin noch nicht ganz durch, aber das Buch ist eine Art Standardwerk und nervte mich dergestalt, dass ich befürchtete, ich müsste meine gesammelten Thesen zum Thema „Sklavenhaltergesellschaft“ über den Haufen werfen. Also: Es ist hoch interessant.

Flaig ist kein Marxist, aber schüttet eine Fülle von Fakten über einem aus, dass einem Hören und Sehen vergeht. Leider verfügten Marx und die, die sich auf ihn ernsthaft berufen, damals über diese Fakten noch nicht.

Durch Flaig wurde ich auf Rudolf Fischers „Gold, Salz und Sklaven: die Geschichte der grossen Sudanreiche Gana [Ghana], Mali, Songhai“ (1986, 2. Auflage 1991) aufmerksam. Vor allem deswegen, weil es – soweit ich weiß – überhaupt kein vergleichbares Buch gibt. Die Rolle des arabischen Sklavenhandels in Afrika? Vermutlich wird das Thema ohnehin in deutschen Universitäten nicht behandelt, weil das woke Pack sich schon von der Fragestellung getriggert fühlt.

[Übrigens hat ChatGPT keine biografischen Informationen über den Autor und Historiker Rudolf Fischer. Nach längerem Suchen fand ich heraus, dass er an der Universität Tübingen war, vielleicht ein Doktorand.]

fischer
„Carte Du Cours Des Rivieres De Faleme [Senegal/Mali] Et Sanaga“ [Kamerun], Paris: Chez Didot, 1747; dans A.F. Prevost, Histoire Générale Des Voyages, Tome II, n° 27, 1747 – Scale: 1:845,000 (Extrême Est du Sénégal et Mali : le long de la rivière Falémé et de la rivière „Sanaga“. A l’ouest, le Boundou). cliquez pour agrandir

In dem weiten Bereich des Senegal-Niger-Gebietes kontrollierten die Herrscher des Ghanareiches den lukrativen transsaharanischen Gold- und Sklavenhandel. Der arabische Geograph und Schriftsteller des 10. Jahrhunderts, Ibn Hauqal, bezeugte diesen Handel erstmals schriftlich zwischen dem marokkanischen Sidschilmasa und dem heute mauretanischen Aoudaghost/Ghana am Nord- und Südende der großen westsaharanischen Goldroute, nachdem Ghana 990 die Kontrolle über Aoudaghost übernommen hatte. In der Hauptstadt Koumbi Saleh wurden Gold und Sklaven gegen die Waren aus dem Maghreb, Pferde, Stoffe und Waffen, aber auch gegen das Salz der Sahara getauscht. Die Wangara-Händler schafften das Gold aus Buré [Guinea] und Bambouk bis nach Koumbi Saleh und von dort brachten es berberische und arabische Händler weiter nach Norden.

[Anmerkung: Wenn ich so etwas lese, bereue ich es fast, dass ich nicht, wie geplant, 1981 quer durch Afrika getourt bin, von Algerien bis nach Timbuktu und weiter. Ich hatte schon alles beisammen, auch die Karten. Aber eine Frau überredete mich damals dazu, noch einmal nach Südamerika zu reisen. Heute wäre das fast unmöglich wegen des islamistischen Terrors und der zahllosen Kriege.]

Vorschau: Meine These, dass die „Gesellschaftsformationen“ – wie zum Beispiel „Sklavenhaltergesellschaft“ – in der marxistischen Diskussion nur analytische Kategorien sind bzw. sein sollten und keineswegs etwas über eine zeitliche Abfolge aussagen, bestätigt sich. „Analytisch“ meint: Wie ist die Beziehung des Menschen zu den Produktionsmitteln? Am „Beginn“, der idealtypischen und klassenlosen Urgesellschaft, besitzt er oder sein Kollektiv diese. Am Ende, dem Kapitalismus, hat er nichts mehr als seine Arbeitskraft, die er den Kapitalisten, die über die Produktionsmittel verfügen, verkaufen muss.

Kompliziert wird es, wenn man den Begriff „Gesellschaft“ näher ansieht. Unstrittig war das römische Reich eine Gesellschaft, die primär auf der Arbeit von Sklaven beruhte. Wie sieht es aber in Afrika aus, wo der Sklavenhandel und die Menge der Sklaven laut Flaig über die Jahrhunderte weitaus größer waren als in der Antike? Während der Lektüre kam ich immer wieder ins Grübeln, ob die These, nach den frühen Klassengesellschaften habe es mehrere Optionen gegeben, etwas die „Asiatische Produktionsweise“ oder auch die klassische Sklavenhaltergesellschaft wie im antiken Griechenland, umformuliert werden müssen: Offenbar war die Sklavenhaltergesellschaft weltwelt verbreitet; Flaig erwähnt unter anderem Korea. Bisher neigte ich eher zur Idee, diese sei insgesamt ein Sonderfall, und der Feudalismus als Idealtypus könnte auch ohne Sklavenhaltergesellschaft als Vorläufer entstanden sein. Das ist nach der Lektüre von Flaig eher unwahrscheinlich.

Ich muss gestehen, dass ich vom Thema des Buches von Fischer nicht die geringste Ahnung hatte. Reich von Songhai? Nie gehört. Auch in der Literatur, die ich bisher zitierte, werden die Sklavenhaltergesellschaften in Afrika nicht behandelt.

Ich in gespannt und werde berichten, solange es noch nicht verboten ist, kritisch über den Islam zu schreiben.

Fischer
Fischer, S. 143: Frau eines Songhai-Häuptlings. Im Buch findet man den Hinweis, dass der Autor selbst mehrfach durch Afrika gereist ist; alle Karten und Fotos stammen von ihm.

Finanzielles Werkzeug

Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) aka Fjodor Lukjanow, Chefredakteur von Russia in Global Affairs, schreibt: „Trump behandelt Europa offen als ein Werkzeug – in erster Linie ein finanzielles –, das die Vereinigten Staaten von lästigen Ausgaben befreit. Er betrachtet Europa nicht als einen Partner, dessen unabhängige Position berücksichtigt werden muss.“

Gut zu wissen, dass das Propaganda ist und also gar nicht wahr sein darf kann.

Frontberichte

map ukraine
Source: ISW

Ostfront

Waffen für die Ukraine, aber keine für Israel ist jetzt die deutsche Staatsraison.

Das wird alles nichts helfen, auch wenn man die Steuergelder verpulvert. Der Amtseid des Bundeskanzlers lautet übrigens: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde“. Waffen für die Ukraine sind zum Wohle des Volkes? Gut zu wissen.

Ich glaube, dass bei dem Treffen zwischen Putin und Trump nichts herauskommen wird, obwohl Trump als Geschäftsmann Angebote machen wird:“ The US intends to offer Russia the development of rare earth minerals in Alaska, reports The Daily Telegraph. Trump is preparing to present such a deal to Putin during the upcoming summit in Alaska, the publication says.bThe Telegraph writes that as incentives to end the war, the White House will offer opening Alaska’s natural resources to Moscow and lifting some American sanctions on the Russian aviation industry.“

Die Russen werden den Donbass einnehmen und auch sonst alles kriegen, was sie wollen.

Hauptimporte Russlands aus den USA (Stand 2021)
Gemäß einer Analyse der US-Handelsdaten von 2021 waren die wichtigsten Warensektoren der amerikanischen Exporte nach Russland:
– Transportgüter – rund 33,9 % der Exporte (z. B. Fahrzeuge und Flugzeugteile)
– Maschinen – ein bedeutender Anteil (Mittelmaschinen, Ausrüstungen o. Ä.)
(Trading Economics) nennt als Russlands insgesamt wichtigste Importkategorien (aus allen Ländern, nicht nur USA):
– Maschinen, Kernreaktoren, Kessel – ca. $54,4 Mrd (2021)
– Elektrische, elektronische Ausrüstung – $36,8 Mrd
– Fahrzeuge (außer Schiene) – $26,8 Mrd (mit Unterstützung von ChatGPT)

Die Russen brauchen also nichts von den USA. Und was sie brauchen könnten – wie Lithium – kriegen wie woanders her.

Innere Front

NIUSe

Die üblichen Verdächtigen haben natürlich aufgeheult. Die Amis lesen uns die Leviten. Was erlauben? Wie kann man nur gegen den Islam sein? (Man muss ja nicht gleich wie die Neuseeländer agieren.)

– „Zensur gebe es in Deutschland etwa auf Online-Plattformen, hieß es zudem unter Verweis auf die EU-Auflage für Facebook oder X, Hassbotschaften zu löschen. Im Kampf gegen die Ursachen von Antisemitismus legten die deutschen Bundesbehörden zudem einen zu großen Schwerpunkt auf Rechtsextreme und verharmlosten die Rolle eingewanderter Muslime.“ (Bezieht sich auf Country Reports on Human Rights Practices)

– „Bundestagspräsidentin Julia Klöckner soll beim Sommerfest der Koblenzer CDU sprechen. Doch es gibt einen Stein des Anstoßes: Die Veranstaltung soll bei einem Unternehmer stattfinden, der das Portal „Nius“ finanziert. Politiker anderer Parteien reagieren entsetzt.“

Entsetzt? Geht es nicht eine Nummer kleiner? Was ist an NIUS auszusetzen – außer dem Schwefelgeruch? Es geht wieder mal um Kontaktschuld. Oder: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.Wer schmuddelt, bestimmen die Anstalten. Die sind doch alle total irre.

Daniel Leon Schikora schreibt auf Facebook: „Eine Israelhasserin und einstige Apologetin der westukrainischen NPD-Schwesterpartei „Swoboda“ – einer Partei, die durch widerwärtigste antisemitische Hetze hervorgetreten war – darf sich in der JA über eine „Neuauflage des Münchner Abkommens von 1938“ verbreiten – womit sie selbstverständlich nicht die Tendenz, das bürgerlich-demokratische Israel seinen Todfeinden in den Rachen zu werfen wie 1938 die bürgerlich-demokratische Tschechoslowakei, im Auge hat, vielmehr bedient sie das geschichtsrevisionistische „Putler“-Narrativ ihrer Freunde in Lwiw. Glaubt die Redaktion der JA, auf diese Weise „propalästinensischen“ Geschichtsrevisionismus zu „bekämpfen“?

Front im Nahen Osten

hamas

– Kanadisches Filmfest strich Doku über Hamas-Massaker – „aus Sorge um Bildrechte der Terroristen.“

Frage: Hätten die US-Amerikaner die Fotos aus den Konzentrationslager in Deutschland zurückhalten sollen, weil die SS eventuell über die Urheberrechte verfügte?

– Bezalel Smotrich, Israels Finanzminister, macht eine interessante Ansage. „The plan is the ‚final nail in the coffin‘ for the concept of a Palestinian state“. Schon klar. Es geht um den E1 Settlement Plan „near Ma’aleh Adumim, which would split east Jerusalem from the West Bank. Tja. Ich frage mich, woher Israel eigentlich die Siedler hernimmt? Sind das die Orthodoxen mit ihrem Kinderreichtum? Wohl kaum.

In dem vom Ehud Olmert 2006 vorgestellten Konvergenz-Plan gehörte Maʿale Adummim zu den großen jüdischen Siedlungsarealen jenseits der Grünen Linie, die Israel für sich beansprucht und im Falle eines Friedensvertrags mit den Palästinensern an Israel angegliedert werden sollten. Im Gegenzug war Olmert zur Aufgabe kleinerer Siedlungen bereit. Der Plan wurde von der Palästinensischen Autonomiebehörde abgelehnt.

(Ich glaube, da werde ich im Oktober mal gut essen.)

Natürlich, die lehnen immer alles ab, schon seit 1948. Da es keinen Friedensvertrag und keinen „palästinensischen“ Staat geben wird (außer vielleicht im Westen Gazas), kann man auch gleich Fakten schaffen. Das sieht Smotrich ganz richtig.

– Hysterische Weiber.

Voice oder: Dein Gerät hört zu

KI

ChatGPT hat auch eine Spracheingabe, genannt ChatGPT Voice. Ich werde mich mit dem Gerät vermutlich nur herumstreiten. Am PC höre ich übrigens eine Frauenstimme, mit der App einer Männerstimme, warum auch immer.

KI

Alle Rassisten außer Mutti

Gelbart Legal („Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG“): „Ein weiterer Erfolg für Ahmad Mansour: Das Landgericht Berlin hat einem prominenten Redakteur der taz im Wege einer Einstweiligen Verfügung untersagt, ehrverletzende Äußerungen über Ahmad Mansour weiter zu verbreiten. Der Journalist hatte auf der Plattform „X“ zu einem bei der „Welt“ veröffentlichten Interview mit Ahmad Mansour erklärt: „Ahmad Mansour lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Sein Rassismus und seine Radikalisierung machen mir Sorgen. Wie kann sich unsere Gesellschaft dagegen schützen ?““

Diese Aussage finde ich auch ungeheuerlich und nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt. Schon klar: wer gegen den Islam das Wort erhebt, ist Rassist. Vielleicht führen die bei der Taz ja bald die Scharia ein oder machen Frau Chebli zur Chefredakteurin.

Kenechukwu Chinazam Udeokpala und anderes

e-mail

Womit soll ich anfangen? Was schlägt mein E-Mail-Programm vor?

Die Iden des Merz. Wer weiß, was wirklich geschieht? Liefert Deutschland Waffen an Israel – und welche?

Ich hätte das an Merz‘ Stelle so gemacht. Ich hätte Netanjahu angerufen und ihm gesagt: Schalom, Benjamin, ich habe ein Problem. Du weißt vermutlich (und wenn nicht, frage den Mossad), dass mich mein Koalitionspartner SPD mit seinen muslimischen Wählern (andere haben sie ja kaum noch) erpresst. Dann ist da auch noch die Geschichte mit Frauke, die dumm gelaufen ist. Ich muss also symbolisch irgendwas tun, um die Idioten ruhig zustellen. Ich werde also behaupteten, dass wir euch keine Waffen mehr liefern, die ihr auch in Gaza benutzen könntet. Es wird einen Shitstorm geben, aber den sitze ich aus. In Wahrheit werden wir natürlich alles liefern, was ihr braucht, um die Drecksarbeit für uns zu machen, notfalls über Mittelsmänner… äh und Mittelsfrauen. Lehitraot!

Ich fürchte aber, dass der Kanzler gar nicht so klug ist. Wir brauchen vermutlich einen anderen Vorsitzenden des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet. Und Reden hört er auch nicht zu. Andere wollen, dass er sein Gesicht wahren kann.

todenhöfer

Die Israelis sind einfach zu gutmütig. Warum lassen sie solche Gestalten ins Land? Weil es den Unterhaltungswert erhöht wie Meme auf Instagram?

Was die üblichen Verdächtigen sagen, ahnt man schon: Der Iran hat Marz zu seiner Entscheidung gratuliert, und Frau Chebli natürlich auch. Muss man da noch „Gesäße auf Eimern“ anmerken? Oder wächst da etwas zusammen, was immer schon zusammengehörte?

Wenn mir die Mullahs und gefühlte „Palästinenser&%_Innen“ applaudieren, dann weiß ich, dass ich etwas total falsch gemacht habe.

palästina

Pack aus Neukölln

„Die #Linke in Berlin-Neukölln veranstaltet ihr Sommerfest unter dem Motto „#Neukölln steht zusammen für #Palästina“ zusammen mit einer Unterstützergruppe der Hamas.“ Für alle diese so genannten „Linken“: One-Way-Ticket nach #Gaza! #IStandWithIsrael

Das Büro dieses Antisemitenpacks ist ganz in meiner Nähe. Sollte ich die mal besuchen?

Tage des Zorns

foure riders of the apokalypse
Albrecht Dürer ist zum Thema unübertroffen, aber die KI ist auch nicht schlecht.

Nein, natürlich verfolge ich die Weltläufte alles. Ich google auch nach „Hannover“ und „Gaza“ und wende ich wieder mit Grausen ab.

Palim, palim. Guten Abend. Darf ich mit Ihnen über die Apokalypse reden? Nein? Dann noch einen schönen Abend!

Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

Krieg und Experten für Krieg, entsetzliche Videos von Geiseln. Vulkanausbrüche. BrahMos.

Da sah ich und siehe, ein fahles Pferd; und der auf ihm saß, heißt der Tod; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde.

Der Bundeskanzler meint, er müsse Israel vorschreiben, was zu tun und zu lassen sei. (Einfach mal die Kresse halten!) Es ist alles nicht zum Aushalten. Estland baut Tore an der Grenze zu Russland.

Und ich sah: Das Lamm öffnete das sechste Siegel. Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand und der ganze Mond wurde wie Blut. Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt. Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle weggerückt

Merksatz. Wer einen Krieg beginnt und dann verliert, sollte sich nicht zum Opfer stilisieren. Die Deutschen waren ein Tätervolk und Mitläufer. Die Araber in Gaza sind kein „Volk“, aber Täter und Mitläufer. Selbst schuld – wie die Einwohner von Dresden.

Und der erste Engel posaunte: und ward ein Hagel und Feuer mit Blut gemenget, und fiel auf die Erde. Und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grün Gras verbrannte. Und der andere Engel posaunte: und es ward als ein großer Berg mit Feuer brennend, ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meers ward Blut; und der dritte Teil der lebendigen Kreaturen im Meer starb, die Leben hatten; und der dritte Teil der Schiffe verderbet. Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel; und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme, und auf die Wasserbrunnen. Und des Sterns Name heißet Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, denn sie waren bitter worden. Und der vierte Engel posaunte: und ward geschlagen der dritte Teil der Sonne, und der dritte Teil des Mondes, und der dritte Teil der Sterne, dass der dritte Teil verfinstert ward, und der Tag nicht scheinet den dritten Teil, und die Nacht desgleichen.

Nein, Alice Weidel ist nicht tot.

Und die vier Engel wurden losgebunden, die bereit waren auf die Stunde und auf den Tag und auf den Monat und auf das Jahr, dass sie töteten den dritten Teil der Menschen. Und die Zahl des reisigen Heers war viel tausend mal tausend; ich hörte ihre Zahl. Und also sah ich in Gesichte die Pferde, und die darauf saßen, dass sie hatten feurige und blaue und schwefelgelbe Panzer; und die Häupter der Pferde waren wie der Löwen Häupter, und aus ihren Mündern ging Feuer und Rauch und Schwefel.

Soll ich im Oktober den Tempelberg besuchen? Nein, Tagesschau, die Anerkennung eines „palästinensischen“ Staates ist mitnichten ein Thema, nur bei euch. „Israelische Regierung reagiert kaum auf Druck“. Würde ich auch nicht. Man kennt das alles schon. Ich würde noch zusätzlich den Mittelfinger zeigen.

Und er sagte zu mir: Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht! Denn die Zeit ist nahe..

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