Krieg und KI

Ich habe mir einen interessanten Artikel der Jerusalem Post übersetzen lassen: „Gaza-Krieg und KI-Einsatz führen laut einer Studie des Taub-Zentrums zu steigender Arbeitslosigkeit im israelischen Technologiebereich. Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und liegt nun über dem Durchschnittswert der gesamten Wirtschaft; im Jahr 2024 gab es zudem einen starken Rückgang an freien Stellen.“

Was mich überraschte: Ein Viertel (!) aller nicht orthodoxen jüdischen Männer arbeitet im High-Tech-Sektor Israels, aber nur 12 Prozent der Frauen.

wages israel

Israels Technologiesektor, der wichtigste Motor der Wirtschaft, steht laut einer heute vom Taub Center for Social Policy Research veröffentlichten Studie vor einer besonders herausfordernden Phase.

Die Untersuchung stellte einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Tech-Beschäftigten, einen Rückgang der offenen Stellen sowie wachsende soziale und geografische Unterschiede fest. Hauptgründe seien laut der Forscher die Folgen des Krieges sowie die beschleunigte Nutzung von KI.

Den Daten zufolge stieg die Zahl der Beschäftigten in Israels Hightech-Industrie zwischen 2014 und 2023 um rund 60 % – ein Zuwachs von etwa 150.000 Beschäftigten, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Löhne stiegen deutlich und liegen weiterhin weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Seit Ausbruch des Krieges hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt.

Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und hat den gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt überschritten. Im Jahr 2024 kam es zudem zu einem starken Rückgang offener Stellen, vor allem für junge und unerfahrene Beschäftigte – ein Phänomen, das als „Junior-Krise“ bezeichnet wird.

Die Studie basiert auf einer umfassenden Analyse der Daten der Arbeitskräfteerhebung 2023–2024 des Zentralamts für Statistik und untersucht den Arbeitsmarkt für Personen im Alter von 25 bis 64 Jahren. Dabei wurden die Erwerbsstatus verschiedener Bevölkerungsgruppen (beschäftigt, arbeitslos, arbeitssuchend) sowie demografische Merkmale wie Geschlecht, Sektor und Wohnort berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden sogenannte KI-Expositionsindizes herangezogen, um einzuschätzen, in welchem Umfang typische Tätigkeiten in verschiedenen Berufen von KI-Systemen übernommen werden können, und um das Risiko einer Verdrängung von Arbeitskräften durch Automatisierung zu bewerten.

Die Studie zeigt zudem große Unterschiede in der Beschäftigung: Fast 25 % der nicht-haredischen jüdischen Männer arbeiten im Hightech-Sektor, verglichen mit nur etwa 12 % der nicht-haredischen jüdischen Frauen. In der haredischen Gesellschaft sind weniger als 10 % in der Branche beschäftigt, in der arabischen Gesellschaft weniger als 5 %.

Geografisch gesehen ist die Beschäftigung in den meisten Regionen des Landes zurückgegangen, insbesondere im Norden, rund um den See Genezareth und in Safed, während Jerusalem und die Jesreelebene einen leichten Anstieg verzeichneten. Tel Aviv bleibt zusammen mit Petach Tikva, Haifa und Rehovot führend in Bezug auf die Beschäftigung.

Gleichzeitig stellte die Studie fest, dass Tech-Dienstleistungen die Wirtschaft beim Einsatz von KI-Technologien anführen. Dieser Trend geht mit einem Rückgang bei Neueinstellungen sowie dem Ersatz von Fachkräften durch automatisierte Systeme einher. Die Forschenden warnen, dass langfristig ein deutlicher Beschäftigungsrückgang in der Branche zu erwarten sei, falls keine geeigneten politischen Maßnahmen ergriffen werden.

Prof. Gil Epstein, einer der Autoren der Studie, schreibt: „Die Implementierung von KI und die Beschleunigung der Automatisierung verändern das Gesicht der Beschäftigung in der Hightech-Industrie.“ Laut ihm sei ein spürbarer Rückgang der Zahl der Beschäftigten in Unterstützungsfunktionen zu verzeichnen, begleitet von steigenden Löhnen – ein Trend, der den Bedarf an beruflicher Umschulung und gezielten Qualifizierungsmaßnahmen verstärkt.

Das Taub Center empfiehlt zudem, dass die Regierung eine Strategie entwickelt, die die KI-Revolution nutzt, um hochwertige Beschäftigung zu fördern und Unterschiede abzubauen, insbesondere in Randregionen. „Dies ist eine Bewährungsprobe für die Wirtschaftspolitik Israels“, betonen die Forschenden, „denn die Erhaltung und Stärkung des wichtigsten Wachstumsmotors der Wirtschaft ist entscheidend für Erholung und langfristiges Wachstum.“
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ChatGPT könnte meine Frage, wie das in Deutschland aussieht, nicht exakt beantworten, nannte aber als Quelle eine Studie der Bundesagentur für Arbeit: „Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der Transformation“.

„Ich konnte keine verlässliche Quelle finden, die angibt, wieviel Prozent der deutschen Männer insgesamt im High-Tech-Sektor arbeiten. Ein paar relevante Hinweise:
* In Deutschland sind über 1,12 Millionen sozialversicherungspflichtige IKT-Fachkräfte beschäftigt.
* Der Anteilswert der Beschäftigung im Bereich „High- und mittel-hochtechnologische Fertigung“ liegt laut Eurostat für Deutschland bei etwa 9,60 % (Stand Dezember 2024)
* In der Digital- / Techbranche liegt der Frauenanteil laut Bitkom bei etwa 16 % ([Electro IQ][3]) — daraus ließe sich theoretisch ableiten, dass etwa 84 % der Tech-Beschäftigten Männer sind, aber das ist kein direkter Beleg für den Anteil aller Männer in der Gesamtbevölkerung oder im Arbeitsmarkt, der in High-Tech arbeitet.“

Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist der Anteil der Personen, die in Israel im High-Tech-Sektor arbeitet, fast drei Mal so hoch wie in Deutschland.

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Lebe wild und gefährlich

Kontosperrung

Wie das Publikum ganz richtig anmerkte, ist es heutzutage in Deutschland riskant und auch gefährlich, Politisches zu bloggen. Das sehen die öffentlich-rechtlichen Anstaltsinsassen natürlich anders, weil sie in ihrer eigenen Blase leben. Die so genannten sozialen Medien agieren ähnlich; vermutlich noch in dieser Woche werden ich gegen meine Kontosperrung bei Facebook juristisch vorgehen. Die haben alle Fristen, die ich ihnen gesetzt habe, kommentarlos verstreichen lassen. Ich werde auf jeden Fall gewinnen. Die Frage ist nur zu welchem (finanziellen) Preis.

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat sich jetzt positioniert und für die eingebettet Denkenden entschieden: „Charlie Kirks Standpunkte zum »Großen Austausch«, zum angeblichen Wahlbetrug 2020, zum »Kulturmarxismus« erfüllen Kernkriterien für die Einordnung als rechtsextrem. In Deutschland wären vor allem seine rassistischen Äußerungen und die fortwährende Delegitimierung demokratischer Institutionen und Prozesse womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz gewesen.“

Ob etwas oder jemand „ein Fall“ für den Inlandsgeheimdienst ist, ist völlig irrelevant, nur nicht für deutsche Journalisten. Dazu habe ich seit mehr als dreißig Jahren genug Artikel verfasst, zum Beispiel 1997: „Alles Wirkliche sei vernünftig, meinte der deutsche Philosoph Hegel im letzten Jahrhundert. Damals gab es den Verfassungsschutz noch nicht, eine wirklich überflüssige Behörde mit gefährlichen Wirkungen auf Journalisten und Politiker. Die Medien werden auf den VS ungern verzichten wollen: Wen sollte man sonst zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus interviewen? Die Journalisten sich gegenseitig? Und von wem sonst sollten sich die Politiker Meinungen zuarbeiten lassen?“

Natürlich ziehen auch die Pfaffen mit. (Darf man das sagen oder ist das eine strafbewehrte Delegitimierung der Verehrung höherer Wesen?)

Kontosperrung

Es gibt einen weiteren interessanten Fall, vom den ich heute zum ersten Mal von der automatisch voll gelogenen russischen Propaganda hörte – das Neue Deutschland berichtete: „Wie ein linker Journalist auf der EU-Sanktionsliste landete“. Und die Nachdenkseiten:

„…hatte der Rat der Europäischen Union (auch EU-Ministerrat genannt) ab dem 20. Mai 2025, nach aktuellem Wissensstand auf Initiative der Bundesregierung, den Chefredakteur des Portals Red Media, Hüseyin Doğru, mit Verweis auf dessen Berichterstattung zu Pro-Palästina-Protesten in Deutschland vollumfänglich sanktioniert: Kontosperrung und Anstellungs- sowie Ein- und Ausreiseverbot in den gesamten EU-Raum. Doğru lebt mit seiner Familie und mittlerweile drei Kindern in Berlin. In Folge der Sanktionen hatte ab 1. Juli sogar die Krankenkasse die Leistungen für seine Familie zwischenzeitlich eingestellt, obwohl die Ehefrau sich im 7. Monat einer Risikoschwangerschaft mit Zwillingen befand. (…)

Denn erstmals sanktionierte die EU, mutmaßlich auf Initiative der Bundesregierung, einen Chefredakteur und dessen Medium auf Grundlage des „Beschlusses (GASP) 2024/2643 über restriktive Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ nicht wegen deren Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine (Red hat diesbezüglich eine explizit russland-kritische Haltung), sondern weil deren Berichterstattung über Pro-Palästina-Proteste in Deutschland angeblich „unter seinem überwiegend deutschen Zielpublikum ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ säen und damit „die Stabilität und Sicherheit in der Union sowie mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben und bedrohen“ würde…“

Die üblichen Verdächtigen gehen also nicht den Weg über die Gerichte, offenbar weil sie ahnen, dass sie damit nicht durchkommen würde, solange wir noch eine einigermaßen unabhängige Justiz haben. Nein, sie versuchen, die Existenz der Leute zu ruinieren, die nicht mit dem Mainstream konform gehen.

Campact – wie zu erwarten war – kampagniert (ich habe das Verb gerade erfunden) das alles mit.

Nein, es wird sich nicht zum Besseren wenden. Die Demokratie und freie Meinungsäußerung sind ein Luxus, den sich die herrschenden Klassen im Kapitalismus manchmal erlauben. Aber nicht immer.

Kontosperrung

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Grauland, nicht Outland

grauland

Reiseempfehlung in Secondlife: The Grauland Cluster (Fotos auf Flickr). Ich war durch Inara Pey auf diese originelle Sim aufmerksam geworden und habe mir den Text von ChatGPT übersetzen lassen, den Text geglättet und die Links hinzugefügt. Mich erinnerte das Szenario aber auch an einen meiner Lieblingsfilme – Outland mit Sean Connery.

grauland

Für jeden, der eine Schwäche für gute Science-Fiction hat, dürfte die eingangs beschriebene Szenerie sofort Erinnerungen an Stanley Kubricks zeitlos aktuellen Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum wachrufen – allein durch die Anspielung auf einen geheimnisvollen Monolithen im All. Und tatsächlich genügte schon dieser Gedanke, um meine Neugier zu wecken, als ich Jimgarands neuestes Grauland-Projekt besuchte: The Grauland Cluster.

Noch stärker wird der Bezug zu 2001, sobald man den Landeplatz verlässt: Vor einem liegt ein gewaltiger Krater, der unweigerlich an den Tycho-Krater des Mondes erinnert, jenen Ort, an dem Dr. Heywood Floyd seine historische Begegnung hatte. Nur: Dieser Krater befindet sich auf einem Asteroiden, und der Monolith hier ist keineswegs ein schwarzer, glatter Block (geschweige denn vergraben oder in einer Umlaufbahn um Jupiter – oder Saturn, wie in Clarkes ebenso brillanter Romanfassung).

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Doch wer nun meint, Jims Werk sei lediglich ein Nachklang von Kubrick oder Clarke, irrt. Was uns hier begegnet, ist ein faszinierendes Zukunftsszenario, sorgfältig verwoben und inszeniert – mit dem Schwerpunkt auf einer gigantischen Anlage, die tief in den Asteroiden gebaut wurde.

Über eine Teleportscheibe in der Kraterstation erreicht man das eigentliche Herzstück: die Asteroidenbasis. Sie ist eindrucksvoll gestaltet mit Bauelementen aus Beth Delaunays (Isilmeriel) exzellenter Sci-Fi-Kollektion, die vielen SL-Veteranen vertraut sein dürfte, kombiniert mit Teilen von ʼfrit (Ifrit Skytower) sowie eigens entworfenen und kitbash-ähnlichen Strukturen.

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Das Ergebnis ist eine weitläufige Station, verbunden mit mehreren kleineren Asteroiden, die teils ausgehöhlt und dadurch selbst spannende Erkundungsziele sind. Mehrere Docks – darunter eines für große Frachter – zeugen von regem interstellarem Verkehr.

Dass die Basis für längere Aufenthalte gedacht ist, versteht sich fast von selbst: eine großzügige Kantine, ein geräumiges Fitnessstudio, zahlreiche Freizeiträume. Alles deutet darauf hin, dass hier eine große Besatzung leben und arbeiten kann. Künstliche Gravitation wird angedeutet, Verteidigungsanlagen sind vorhanden – die Details bleiben bewusst der Fantasie überlassen.

grauland

Der Monolith selbst schwebt frei im Raum, über einen Gang erreichbar, der von zwei Luftschleusen ausgeht. Über seiner rau behauenen Oberfläche schweben leuchtende Symbole und geometrische Formen – geheimnisvoll, rätselhaft, offen für jede Deutung. Spontan erinnerte mich der Anblick an eine Art Voyager-Botschaft an ferne Sterne – oder vielleicht an einen noch unentzifferten Rosetta-Stein.

Zu den kleinen, feinen Details, die den Reiz des Bauwerks verstärken, zählen NASA-inspirierte Außeneinsätze und die – angesichts der Lage im Asteroidengürtel fast ironische – Nutzung von Solarpaneelen. Diese bewusst gesetzten Anachronismen verleihen der Szenerie einen besonderen Charme, da sie im Kontrast zu futuristischen Raumfahrzeugen, künstlicher Gravitation und hochentwickelter Hydrokultur stehen.

grauland

So bleibt das Setting zeitlich bewusst unbestimmt, doch die Einbindung aktueller Technologien (etwa im Fitness- und Freizeitbereich) verankert die Station fest in unserer Vorstellung von menschlicher Machbarkeit. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Bilder auf den Bildschirmen des Kommandoraums – eines davon zeigt offenbar ein Schiff mit dem legendären Alcubierre-Antrieb. Ob Zufall oder Absicht, für mich war es ein kleines, amüsantes i-Tüpfelchen.

Weil so vieles offen bleibt, eignet sich The Grauland Cluster hervorragend für freies Rollenspiel – vielleicht auch mit einem leicht düsteren Unterton, wenn man an die Geschützstellungen im Außenbereich und die „Big Brother“-artige Flut an Monitoren im Kontrollzentrum denkt, die scheinbar alles im Blick behalten.

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Doch auch ohne jede Rollenspielabsicht entfaltet Jimgarands Schöpfung ihre Wirkung: The Grauland Cluster ist – wie alle seine Bauten – visuell spektakulär und von seltener Fotogenität. Ein in jeder Hinsicht meisterhaft gestaltetes Werk.

grauland

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Jugo especial und Hungerlevel

müsli
Ein Porzellanschälchen mit Vollkornmüsli, viel Joghurt und Weintrauben auf einem schönen hölzernen Küchentisch –no flowers –ar 3:2 –s 750

Ich unterhielt mich mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten. Bei mehreren 12-Stunden-Nachtschichten hintereinander nehme ich nur eine Mahlzeit in 24 Stunden zu mir. Zu mehr bleibt gar keine Zeit, und Fast Food esse ich grundsätzlich nicht. Ich mixe mir einen Jugo especial à la Arequipa mit Ei und esse Müsli mit Zutaten.

Wieviel Kalorien haben ungefähr eine Banane, zwei Birnen, ein Teelöffel Honig, ein halber Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben, ein Ei und fünf Esslöffel Joghurt?

Okay, lass uns die einzelnen Komponenten überschlagen (Durchschnittswerte):
1 Banane (mittel, ~120 g): ~105 kcal
2 Birnen (je ~150 g): ~200 kcal
1 TL Honig (~10 g): ~30 kcal
½ Liter Milch
1,5 % Fett: ~250 kcal
3,5 % Fett: ~325 kcal
1 Schälchen Vollkornmüsli (~50 g): ~180–200 kcal
20 Weintrauben (~100 g): ~70 kcal
1 Ei (mittelgroß, ~60 g): ~80 kcal
5 EL Joghurt (~100 g, Naturjoghurt 3,5 %): ~60 kcal

Gesamtsumme: Mit Milch 3,5 % Fett: ~1.050–1.100 kcal.
👉 Das Frühstück liegt also knapp bei 1.000 kcal

Wieviel Kalorien braucht man am Tag, wenn man nur sitzt?

Das sind die Kalorien, die dein Körper in völliger Ruhe für Atmung, Herzschlag, Hirnaktivität, Körpertemperatur usw. braucht. Er hängt ab von Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe. Als ganz grobe Faustregel: ca. 22–24 kcal pro kg Körpergewicht und Tag.
(z. B. bei 70 kg → ~1550–1700 kcal Grundumsatz)

👉 Das heißt:
– Sehr kleiner Mensch (50 kg): ~1400–1600 kcal
– Durchschnitt (70 kg): ~1800–2000 kcal
– Größer/kräftiger (90 kg): ~2200–2400 kcal

Wie viele Kalorien haben zwei kleine Gläser Whisky?
👉 Zwei kleine Gläser (wenn wir 2 cl pro Glas annehmen) haben also zusammen ~130–140 kcal.
👉 Wenn es zwei Gläser à 4 cl sind, wären es schon ~260–280 kcal.

Wenn das Frühstück rund 1000 Kalorien hat, dazu noch vor dem Einschlafen zwei kleine Gläser Whisky kommen, nimmt man dann schon ab?

Ausgangspunkt: Frühstück + Whisky = ~1200 kcal pro Tag

Angenommener Bedarf bei „nur sitzen“ (PAL 1,2, ca. 70 kg, 170 cm, 40 J.): ~1900 kcal pro Tag
➡️ Kaloriendefizit: 1900 – 1200 = 700 kcal pro Tag

Abnahme pro Woche:
1 kg Körperfett ≈ 7000 kcal
700 kcal Defizit × 7 Tage = 4900 kcal pro Woche
4900 ÷ 7000 ≈ 0,7 kg Fett pro Woche

👉 Das bedeutet: Mit diesem Muster würdest du theoretisch rund 0,5–0,7 kg pro Woche abnehmen. In einem Monat also etwa 2–3 kg.

⚠️ Aber: 1200 kcal pro Tag sind für die meisten Erwachsenen zu wenig auf Dauer, da wichtige Nährstoffe fehlen können.

Was fehlt, wenn ich täglich nur eine Banane, zwei Birnen, einen Teelöffel Honig, einen halben Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben und fünf Esslöffel Jogurt esse?

Kohlenhydrate & Zucker: reichlich (Banane, Birnen, Trauben, Honig, Müsli) → viel schnelle Energie.
Ballaststoffe: durch Obst und Müsli durchaus ordentlich.
Eiweiß: etwas durch Milch & Joghurt (~30 g insgesamt) – das reicht aber nicht für Muskelerhalt.
Kalzium: viel durch Milchprodukte.
Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine, Kalium (Banane, Birnen, Trauben).

Was fehlt oder zu wenig ist:
Eiweiß: Für Erwachsene sind ca. 1–1,5 g pro kg Körpergewicht sinnvoll → du liegst deutlich darunter.
Fett: Kaum enthalten, insbesondere gesunde Fette (Omega-3, einfach ungesättigte Fettsäuren).
Vitamin D: praktisch nicht enthalten (außer minimal in Milch), musst du über Sonne oder Supplemente decken.
Vitamin B12: nur sehr wenig über Milch/Joghurt – auf Dauer zu wenig.
Eisen & Zink: stark unterversorgt (besonders ohne Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse).
Jod: Milch enthält etwas, aber ohne Fisch oder jodiertes Salz → meist zu wenig.

Gesamtenergie: 900–1000 kcal/Tag sind ein Hungerlevel, das den Körper langfristig schwächt (Muskelabbau, Müdigkeit, Hormonprobleme).

Wisst ihr Bescheid. 1,84 cm, 84 Kilo.

Jugo especial
Sehr großer gläserner Mixer mit gequirltem Saft gefüllt aus Bananen, Birnen und Milch, –no flowers, –ar 3:2 –s 750

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Unter Niederträchtigen

Tagesspiegel
Ausschnitt der Titelseite des „Tagesspiegel“ vom 12.09.2025

„Ich war 33 Jahre lang Redakteur einer Zeitung, aus Anhänglichkeit hatte ich den „Tagesspiegel“ immer noch abonniert. Am 12. September stand auf der Titelseite: „Tod eines Brandstifters“. Kirk hat niemals Gewalt angewendet. Ich habe mein Abo gekündigt. Für so viel Niedertracht gebe ich freiwillig keinen Cent aus.“ (Harald Martenstein hinter der Paywall der bürgerlichen Presse)

By the way: Mit vielem, was Martenstein in dem Artikel schreibt, bin ich nicht einverstanden.

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Training bösartiger Modelle

Ich habe mir einen interessanten Artikel der South China Morning Post übersetzen lassen und Links hinzugeführt (auch die Chinesen scheinen das nicht zu können).

KI nature

DeepSeek warnt vor Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit „Jailbreak“-Angriffen auf seine Open-Source-Modelle. – Laut einem Artikel im wissenschaftlichen Fachmagazin Nature [im Original ist der nicht online] wurden bei der Bewertung der Modelle Branchen-Benchmarks sowie eigene Tests verwendet.

Open-Source-Modelle werden kostenlos im Internet veröffentlicht und können von jedem heruntergeladen und verändert werden. Das fördert zwar die Verbreitung der Technologie, birgt aber auch die Gefahr, dass Nutzer eingebaute Sicherheitsmechanismen entfernen.

„Wir sind uns bewusst, dass die Offenlegung im Open-Source-Bereich einerseits die Verbreitung fortschrittlicher Technologien erleichtert, andererseits jedoch auch Risiken des Missbrauchs schafft“, heißt es in einem Fachartikel, dessen Hauptautor DeepSeek-CEO Liang Wenfeng ist.

Zur Eindämmung solcher Risiken rät DeepSeek Entwicklern, die Open-Source-Modelle einsetzen, vergleichbare Kontrollmechanismen wie bei kommerziellen Anwendungen einzubauen.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische Behörden betonen, dass Entwicklung und Sicherheit im Open-Source-KI-Ökosystem des Landes in Balance gebracht werden müssen. Erst am Montag hatte ein mit der Cyberspace Administration of China verbundenes Normungsgremium auf die Gefahr hingewiesen, dass Schwachstellen offener Modelle in nachgelagerte Anwendungen übertragen werden könnten.

„Die Veröffentlichung von Basis-Modellen … wird ihre Wirkung vergrößern und Korrekturen erschweren. Damit steigt das Risiko, dass Kriminelle sie für das Training bösartiger Modelle missbrauchen“, hieß es in einem neuen Update des „AI Safety Governance Framework“.

Der Artikel in Nature enthüllte zudem erstmals die Trainingskosten des Modells R1, die mit 294.000 US-Dollar deutlich niedriger lagen als die kolportierten Kosten vergleichbarer US-Modelle – ein Umstand, der seit der spektakulären Veröffentlichung im Januar für Spekulationen gesorgt hatte.

Zugleich wies DeepSeek Vorwürfe zurück, das Unternehmen habe Modelle von OpenAI „destilliert“, also ein eigenes Modell auf Grundlage der Ausgaben eines Konkurrenzmodells trainiert.

In China wurde die Titelplatzierung von DeepSeek in der renommierten Fachzeitschrift Nature mit großer Begeisterung aufgenommen. In den sozialen Medien trendete die Nachricht schnell, viele bezeichneten DeepSeek als das „erste LLM-Unternehmen mit Peer-Review“.

Laut Branchenbeobachter Fang könnte diese Anerkennung andere chinesische KI-Firmen dazu bewegen, ihre Sicherheits- und Schutzmaßnahmen offener darzulegen – zumindest dann, wenn sie ihre Arbeiten in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlichen möchten.
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Die Formulierung „erstes LLM-Unternehmen mit Peer-Review“ bedeutet wörtlich:
– 👉 Das Unternehmen DeepSeek ist das erste Unternehmen, das ein LLM (Large Language Model) entwickelt hat und dessen Arbeit in einer Fachzeitschrift nach dem Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurde.
– LLM-Unternehmen = ein Unternehmen, das große Sprachmodelle entwickelt.
– Peer-Review = Begutachtungsverfahren durch unabhängige Fachleute, bevor eine wissenschaftliche Arbeit in einer renommierten Zeitschrift veröffentlicht wird.

deepseek

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Unter Illusionsmaschinisten

KI
Beschriftung der Armbänder, Schärfe- und Licht-Relation zwischen Vorder- und Hintergrund: Die Dame ist attraktiv, aber eindeutig KI-generiert.

Wieso denke ich derzeit oft an das Spiel „Schiffe versenken“?

Was haben Gamedesigner, etwa in Secondlife (wie ich), Opernhäuser, Schriftsteller und Künstliche Intelligenz gemeinsam? Sie erzeugen Illusionen für das jeweilige Publikum. Das kann man als Kunst oder Handwerk beschreiben oder als eine Mischung aus beidem.

Wenn man die Technik, die dahintersteckt, genauer ansieht, bekommt man Respekt vor dem, was alles nötig ist, um die Augen und Sinne der Rezipienten hinter’s Licht zu führen und ihnen etwas vorzugaukeln.

Ich arbeite sehr oft in der Berliner Staatsoper und kann – vor allem nachts – im Sinne des Wortes hinter und auch unter die Kulissen schauen. Unter der Hauptbühne sind drei (!) Etagen Technik. Wenn man also im dritten Untergeschoss steht und nach oben sieht, kommt man sich vor wie in einem gotischen Hallendom, der komplett verkabelt ist. Mehr als hundert Techniker arbeiten, um einen Chor, ein Orchester und Sänger zum Musizieren zu bringen. Dazu kommt die Kostümerie.

KI
Man beachte die unrealistische Spiegelung auf dem linken Oberschenkel der Dame in altrosa: Eindeutig KI-generiert bzw. enhanced. Auch die Unterarme sehen nicht natürlich aus – ein weiteres Indiz.

Auch die Technik, die hinter den Sims in Secondlife steckt, also den virtuellen Environments, in dem Avatare herumlaufen, ist wahnsinnig kompliziert, vor allem auch deswegen, weil man das nicht in einem Handbuch nachlesen kann, sondern nur per learning per doing – und man braucht jahrelange Erfahrung. Es erzeugt das Gefühl, ein Maschinist zu sein, der an vielen Hebel gleichzeitig herumfummeln muss, um die Dinge zum Laufen zu bringen.

Auch Leute, die gute Geschichten schreiben, erzeugen Illusionen. Vor dem inneren Auge der Leser entfalten sich Welten, und sogar mehr, als der Verfasser planen kann. Ich lese gerade, um mich abzulenken und zu entspannen, Thomas Manns Buddenbrooks. Und das kam so: Neulich fand ich partout auf Netflix keinen Film, der sich zum Einschlafen eignete, und stöberte in meiner Sammlung von CDs und fand die Verfilmung des Romans mit Armin Müller-Stahl und Iris Berben. Man kann sich das heute noch ansehen, aber auch jederzeit wieder ausschalten mit dem Gefühl, nichts zu verpasst zu haben, wenn man nicht weiterschaut. Die zweieinhalb Stunden Film sind also 729 Seiten Roman. Ich suchte in meiner Bibliothek und fand auch das – noch nie gelesene – Buch, das ich für ein paar Mark in den 70-ern irgendwo auf einem Trödelmarkt gekauft hatte.

Die „Buddenbrooks“ hat es nie gegeben – alles natürlich erfunden. Das muss man erst einmal nachmachen. Ein Schriftsteller kann aber kein Wort über etwas verfassen, was ihm noch nie irgendwo und irgendwie in irgendeiner Form begegnet ist (Deswegen bin ich 1998 nach Venezuela gereist.)

Auch die mittlerweile doch recht zahllosen KI-Mädels auf Instagram sind pure, aber attraktive Illusionen. Ich gräme mich, dass ich das nicht kann bzw. – auf Grund meiner Präferenzen – keine Zeit finde, mir das beizubringen. „Was machst du beruflich?“ – „Ich erzeuge hübsche spärlich bekleidete Damen, die Zehntausende Follower in sozialen Medien haben und mir Geld einbringen.“

Neben der Schriftstellerei und dem Gamedesign wäre das mein dritter „Beruf“ als Illusionsmaschinist.

KI
Schwer zu beurteilen, aber im Profil der Dame steht „AI Influencer“ – das ist schon richtig gut gemacht.

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Rumänische ischiocrurale Arschmuskeln

leibesübungen
Der Screenshot ist nicht aus dem unten erwähnten Buch…

Ich ließ mich durch Werbung fahrlässig manipulieren und kaufte Calisthenics für Dummies. Die Neugier besiegte die Vernunft. (Unendlich viel Gefasel und Geschwurbel – siehe Screenshot unten – die Übungen gehen erst ungefähr auf Seite 70 los.)

Ich mache ohnehin schon Übungen, nicht täglich, aber so oft ich Zeit finde. Alle nach dem weisen Rat meiner ehemaligen superschnuckeligen Physiotherapeutin, die mich durch ihren extrem erfreulichen Anblick permanent hoch motivierte.

Als da wären: Liegestütze. Leider habe ich ein paar Wochen nicht trainiert, weil ich sicher sein wollten, dass ein kleines und schmerzfreies Ganglion, das plötzlich nach exzessivem Paddeln an meinem Handgelenk erschien – an unauffälliger Stelle -, harmlos ist. Ein paar Wochen heißt leider: Von 34 auf rund 20 Liegestütze abgestürzt. Das wird alles wieder.

Kniebeugen. Schon klar. Mag ich nicht, aber wenn ich will, bin ich bei 50 aufwärts. Dito für Kreuzheben. Da ist kein Trainingsbedarf.

Beckenheben mache ich fast täglich, kombiniert mit Drehen der Hüfte in Richtung Wirbelsäule. Nennt sich auch Beckenbodentraining. „Tun Sie so, als möchten Sie den Urinstrahl abdrücken und ziehen Sie die entsprechenden Muskeln ein paar Mal zusammen. Zwicken Sie dann mehrmals die Gesäßbacken zusammen“ (har har). Das ist wirklich spürbar gut, vor allem, wenn man viel sitzt. Wenn man es nicht macht, merkt man schon nach wenigen Tagen den Unterschied.

Die oben lobend erwähnte junge Dame empfahl das – mit ihren schelmischen Grübchen und spöttischem Grinsen, weil sie natürlich mein wahres Alter kannte: „Ist gut gegen Altersinkontinenz.“ Die gute Nachricht: Beckenbodentraining ist gut für die Potenz.

Aufgestützte Oberkörper-Rotation – auch das praktiziere ich, obwohl es sehr anstrengt. Das ist übrigens die einzige Übung, bei der ich noch einen Unterschied zwischen der linken und rechten Hüfte (die mit dem Titan) spüre – die rechte hat rund zwei Zentimeter weniger Spielraum. Daran arbeite ich.

Jetzt kommt das Problem: Beinheben aus der Bauchlage. Das hatte ich noch nie gemacht. Ich kann das überhaupt nicht. So etwas ärgert mich maßlos – ich komme mir dann gleich wie 90 vor. Fragen wir die KI.

Beim Beinheben aus der Bauchlage (also das Anheben eines oder beider gestreckter Beine, während man auf dem Bauch liegt) spielen vor allem die Hüftstrecker eine Rolle, unterstützt durch stabilisierende Rumpfmuskulatur.

Hauptmuskeln:
Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel) → wichtigste Kraft für die Hüftstreckung.
Ischiocrurale Muskulatur (Beinbeuger: Biceps femoris, Semitendinosus, Semimembranosus) → helfen bei der Hüftstreckung.
Gluteus medius und minimus (hintere Fasern) → stabilisieren das Becken.
Lendenwirbelsäulen-Muskulatur (v. a. M. erector spinae) → sorgt für Stabilität des Rückens beim Anheben.

Empfohlene Übungen:
– Beinheben aus der Bauchlage selbst → als Übung, evtl. mit Gewichtsmanschette am Knöchel.
Glute Kickbacks (im Vierfüßlerstand, Bein nach hinten oben strecken).
– Hip Thrusts / Glute Bridge (Rückenlage, Hüfte nach oben drücken).
Rumänisches Kreuzheben (kräftigt Gesäß und hintere Oberschenkel).
– Good Mornings (Rückenstrecker + Hüftstrecker).
– Step-ups oder Ausfallschritte (funktionelle Hüftstrecker-Übungen).

👉 Wichtig: Oft ist nicht fehlende Kraft, sondern eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hüftbeuger (M. iliopsoas, Rectus femoris) schuld, wenn das Beinheben schwerfällt. Daher helfen auch Dehnübungen für die Hüftbeuger.

Das wird bei mir der Fall sein. Kraft habe ich genug. Demnächst mehr in diesem Theater – ich berichte (nein, hier, nicht bei TikTok!)

leibesübungen

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Warum Anstalten?

rbb

Nein, tut ihr nicht. Vgl. zum Beispiel die Akte Lammel.

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Nichts Persönliches

antisemitismus

„Ein antisemitischer Aushang an einem Geschäft in Flensburg sorgt bundesweit für Empörung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ladeninhaber.“

Nein. Ganz falsch. Das habe ich im DJV gelernt: Wird man gemobbt, muss man zurückmobben, aber doppelt zu schlimm. Was wäre, wenn jetzt alle jüdischen Restaurantbesitzer in Deutschland ein Schild wie unten ins Schaufenster hingen hängten?

Wenn ich so etwa in den Sozialen Medien postete, wären sämtliche Accounts in Sekunden auf immer und ewig gesperrt, und es würden Anzeigen von den Meinungs-Blockwarten und anderen NGOs nur so hageln.

Deswegen würde ich das nie tun. Ist auch total fiktiv und überhaupt nicht ernst gemeint. Bitte surfen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

antisemitismus

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Die digitale Welt als Wille und onlinedurchsuchende Vorstellung

surveillance
In the future, all private messages and emails are to be scanned on the devices themselves before encryption. Algorithms would scan photos, text, and videos, supposedly only looking for suspicious content.

Overton titelt: „Chatkontrolle: Der größte Angriff auf unsere Privatsphäre seit der Vorratsdatenspeicherung“.

Ich mag diesen apokalyptischen Unterton nicht. Das hört sich genau so an wie die unzähligen Meldungen seit einem halben Jahrhundert: Nazis werden immer pöhser und nutzen immer öfter das Internet. Um was geht es?

Künftig sollen sämtliche privaten Nachrichten, ob bei WhatsApp, Signal, Threema oder in der E-Mail, vor der Verschlüsselung auf den Geräten selbst durchsucht werden. Algorithmen würden Fotos, Texte und Videos scannen, angeblich nur nach verdächtigen Inhalten. Doch einmal etabliert, könnte dieses System beliebig erweitert werden. Im Klartext: Die EU arbeitet an einem Mechanismus, der jede Nachricht eines jeden Bürgers präventiv kontrolliert. Das ist nichts anderes als eine digitale Hausdurchsuchung, flächendeckend, anlasslos und dauerhaft.

Das wäre richtig, wenn es so käme. Kommt es aber so? Ich habe mir von der KI Quellen suchen lassen, wie es um das IT-Fachwissen von EU-Abgeordneten aussieht. Es gibt eine European Technology Assessment Group, die den Politikern zuarbeitet. Und eine Studie über „Politics of expertise in the European Parliament: discursive constructions and contestations of expertise by party-political actors“. Deren Resumé:“ Die Auffassungen von Fachwissen und seiner Rolle sind nicht statisch, sondern werden kontrovers diskutiert, und politische Ideologien prägen diese Auffassungen maßgeblich.“ Ach. Ach was. Wer hätte das gedacht.

Fragen wir nach; „vor der Verschlüsselung auf den Geräten selbst durchsucht werden“. Das ist doch derselbe Quatsch wie bei der „Online-Durchsuchung“. Die hätten das gern. Es ist aber technisch gar nicht umsetzbar, außer man baute in alle Devices etwas hardwaremäßig ein. Das käme garantiert raus. Einer plaudert immer. Also einfach grober Unfug.

Ich rege mich sogar schon auf: Wie kann ein Autor wie bei Overton ernsthaft behauptet, jemand könnte auf meinen Rechnern etwas durchsuchen, und auch noch, bevor ich es gegebenenfalls verschlüsselt habe? Veracrypt? Asymmetrische Kryptografie? Schon mal davon gehört, Günther Burbach?

Das technische Fundament ist zudem alles andere als zuverlässig. Fehlalarme sind unvermeidlich, wenn Maschinen intime Fotos scannen. Alles andere als zuverlässig? Das sowieso, aber bei mir scannt niemand „intime“ Fotos, außer wenn ich die unverschlüsselt in den sozialen Medien herumstreue.

Solche Artikel dienen nur der Attitude, dass die üblichen Verdächtigen, die sich zu den Guten zählen, herumjammern können und die Herrschenden bezichtigen, dass diese nur das Schlechte, Unwahre und Hässliche wollten.

Das mag ja sein. Diese Attitude ist aber wehrkraftzersetzend defätistisch, weil sie Klein Fritzchen, der den Unterschied zwischen dem WWW und dem Usenet nicht kennt und einen Browser für einen Duschkopf hält, ratlos und ängstlich zurücklässt in dem Glauben, man könne ja gegen die da oben nichts tun.

surveillance

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Unter Mastdarmturnenden

Don Alphonso hinter der Paywall der bürgerlichen Presse über Mobbing in der Medienbranche: „Kommunikative Berufe sind meistens ein brutales Geschäft für jene, die nichts Besonderes zu bieten haben, und auch vor diesem Hintergrund der Erbsenzähler, verstaubten Schabracken und Rekordhalter im Mastdarmturnen muss man solche hasserfüllten Zusammenrottungen sehen.“

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Zuerst Geschwurbel, dann allein

AI

Ich kann an manchen Tagen die Nachrichten gar nicht mehr ertragen. Vielleicht sollte ich mir einen Sandsack anschaffen.

Zwei Meldungen interessierten mich, bei denen ich weder eine Hasskappe aufsetze noch mich sonstwie ärgern muss.

AI Agents vs. Agentic AI

Bei Heise: Agentic AI: „Wenn KI autonom wird und wie man damit umgeht“. Der Artikel ist sehr lang, sehr unverständlich und voller Denglisch. (Kein Wunder, wenn der Autor „Governance, Risk & Compliance Lead“ im Titel führt.)

Ich habe mir das englische Original von ChatGPT übersetzen lassen und dann noch mal umschreiben lassen.

Diese Studie erklärt den Unterschied zwischen AI Agents und Agentic AI. Dabei wird gezeigt, wie sie aufgebaut sind, wofür man sie nutzen kann und welche Probleme sie haben.

AI Agents sind Systeme, die mit großen Sprach- oder Bildmodellen arbeiten. Sie erledigen meist klar abgegrenzte Aufgaben, zum Beispiel Texte zusammenfassen, einfache Fragen beantworten oder Termine organisieren. Sie sind eine Weiterentwicklung von generativer KI und werden durch die Einbindung von Werkzeugen, gute Eingabeanweisungen (Prompts) und bessere Logikfähigkeiten immer nützlicher.

Agentic AI geht einen Schritt weiter. Hier arbeiten mehrere Agenten zusammen, teilen große Aufgaben in kleinere Schritte auf, merken sich Dinge dauerhaft und handeln selbstständig. Dadurch können sie viel komplexere Probleme lösen, zum Beispiel in der Forschung, in der Zusammenarbeit von Robotern oder bei medizinischen Entscheidungen.

Die Studie vergleicht beide Ansätze genau: ihre Entwicklung, Funktionsweise, Art der Zusammenarbeit und wie selbstständig sie sind.

Außerdem werden typische Schwierigkeiten beschrieben:
AI Agents haben Probleme wie falsche Antworten („Halluzinationen“) oder mangelnde Stabilität.
Agentic AI kann unvorhersehbares Verhalten zeigen oder bei der Zusammenarbeit Fehler machen.

Als Lösungen werden z. B. spezielle Rückkopplungsschleifen (ReAct), Methoden zum Einbinden von Faktenwissen (RAG), Steuerungsschichten und Modelle zur Ursachenanalyse vorgeschlagen.

Das Ziel ist, eine klare Orientierung dafür zu geben, wie man in Zukunft verlässliche, skalierbare und verständliche KI-Systeme aufbauen kann.

👉 Soll ich dir die beiden Begriffe *AI Agents* und *Agentic AI* noch mit **Alltagsbeispielen** erklären, damit der Unterschied richtig anschaulich wird?

Perfekt 👍 Dann schauen wir uns das mal mit ganz einfachen Beispielen aus dem Alltag an:

🟢 AI Agent (einzelner Helfer)

Stell dir einen Assistenten vor, der nur eine bestimmte Aufgabe für dich erledigt:
– Du sagst ihm: „Bitte fasse diesen langen Text zusammen.“
– Er macht genau das und gibt dir die Kurzfassung.
– Oder du sagst: „Plane einen Termin für nächste Woche.“ – und er trägt ihn in deinen Kalender ein.
➡️ AI Agents sind wie spezialisierte Werkzeuge. Sie erledigen eine Aufgabe nach der anderen.

🔵 Agentic AI (Team von Helfern)
Jetzt stell dir ein Team von Assistenten vor, die miteinander reden, sich die Arbeit aufteilen und selbstständig entscheiden können:
– Du sagst: „Organisiere eine komplette Konferenz.“
– Einer plant die Agenda, ein anderer lädt Teilnehmer ein, ein dritter kümmert sich um Räume und Technik.
– Sie tauschen sich ständig aus, merken sich, was schon erledigt ist, und lösen Probleme auch ohne dich.
➡️ Agentic AI ist also wie ein autonomes Team, das komplexe Aufgaben selbständig koordiniert und durchführt.

Man könnte also auch sinngemäß mit Shakespeare sagen: Viel Geschwurbel um nichts.

galaxien

Nun der zweite, viel interessantere, aber kurze Artikel, auch bei Heise: „SETI: Menschheit in der Milchstraße wohl mit großer Wahrscheinlichkeit allein“.

Kernsatz: „Wenn man alle Faktoren zusammennehme, müsse eine technologische Zivilisation auf einem Planeten mit 10 Prozent Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre mindestens 280.000 Jahre alt werden, um mit einer weiteren in ihrer Galaxie gleichzeitig zu existieren. Damit in einer Galaxie zehn technologische Zivilisationen gleichzeitig existieren können, müssten sie im Schnitt zehn Millionen Jahre alt werden.“

Frage für einen Freund: Was ist „hochentwickelte Technologie“ – im Vergleich zu was? Ein Kommunismus, der funktioniert? Geht die Menschheit nicht gerade den umgekehrten Weg und retardiert, was die mentalen Fähigkeiten der Jugend angeht?

Vielleicht ist es besser, gar keiner anderen Zivilisation zu begegnen. Das kann nur böse enden.

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KI Live Übersetzer

AI"/AI"/

Die Entwicklung geht so rasant voran, dass man gar nicht mehr mitkommt: Welche Übersetzungs-Apps mit KI sind die besten? Google, Deepl, Reverso? Ich habe mir eine Version gekauft, die bezahlbar und jederzeit kündbar ist. Bei Deutsch nach Hebräisch ist sie nicht schlechter als Google. Der Datenschutz ist besser, obwohl man das natürlich nicht überprüfen kann.

live_translator_year (Live Translator: AI translate) (von Terasoft) 30,99 €/Jahr – Abo mit automatischer Verlängerung (enthält MwSt. in Höhe von 4,95 €)

The developer says that this app doesn’t collect or share any user data. The developer says this app doesn’t share user data with other companies or organizations.

Die rechnen natürlich damit, dass man vergisst, dass Abo irgendwann wieder zu kündigen – was bei mir aber nicht geschehen wird. Der Versuch ist es wert, und man kann wunderbar Sätze wiederholen bzw. lernen, die häufig vorkommen. Vorteilhaft ist natürlich, wann man schon – wie ich – Hebräisch lesen kann.

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Kuba 2.0

Kuba

Mein virtueller Strand eines virtuellen „Kubas“ nimmst Gestalt an. Ich brauche noch zwei Wochen, bis das fertig ist. Der Rollenspiel-Plot beginnt aber erst im Oktober. #secondlife #roleplay #gamedesign #simdesign

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Kleine und große Amygdala [Update]

amygdala
Make a symbolic image for the result of a scientific study that says that people who are more conservative have a slightly larger amygdala (almond nucleus) in the brain than average

Ein interessanter Artikel auf Welt online (Paywall) über Mobbing im NDR: „Wie NDR-Mitarbeiter ihre eigene Kollegin aus dem Programm drängen“. (Die Links wurden von mir eingefügt.)

„Mit der Sendung „Klar“ wollte der NDR eine konservativere Zielgruppe erreichen – mit Erfolg. Doch die eigenen Mitarbeiter fallen dem Format und Moderatorin Julia Ruhs in den Rücken, organisieren intern massiven Widerstand.“ (…)

Bislang vertrauliche Ergebnisse einer aktuellen NDR-Zuschauerbefragung zeigen, dass „Klar“ tatsächlich positiv ankommt – sogar bei einer Mehrheit der Nicht-Konservativen. Die Stärken der Sendung lägen demnach in der Glaubwürdigkeit, Substanz und den persönlichen Geschichten. Rund zwei Drittel der Zuschauer vergeben die Noten 1 bis 2 für die untersuchten Sendungen und für Ruhs als Moderatorin. (…)

Ganz oben auf der Liste der Unterzeichner [eines einen offenen Briefes, „den fast 250 Mitarbeiter unterzeichnet haben“) steht Daniel Bröckerhoff, freier Journalist, Moderator der NDR-Nachrichtensendung NDR Info und Trainer an der Webakademie des Medienportals „Correctiv“. Er ist auf Social Media sehr aktiv, postet immer wieder Videos, in denen er sich zu politisch-gesellschaftlichen Themen äußert.

Beim NDR-Medienmagazin „Zapp“ verbreitete Bröckerhoff wenige Wochen nach dem Brief einen Erklärungsversuch, warum konservative Menschen nach seiner Einschätzung offenbar zu kritischem Denken nur eingeschränkt fähig und stattdessen eher durch Emotionen und Gefühle erreichbar seien. Eine niederländische Studie enthalte Hinweise, dass die Gehirnstruktur konservativer Menschen anders ausgebildet sei, deshalb seien progressive Menschen eher in der Lage, komplexe Sachverhalte nachzuvollziehen. (…)

So behauptete er in dem inzwischen gelöschten Beitrag gar: „Die Forschung, die steht zwar noch am Anfang, aber wenn wir mal davon ausgehen, dass rechts denkende Menschen eher ängstlich und eher vorsichtig sind, dann macht das total Sinn, dass die so allergisch auf Fakten reagieren.“ Nach Protesten von Zuschauern musste Bröckerhoff zurückrudern. In einem Entschuldigungsvideo [Vorsicht! Schwefelgeruch!] räumt er ein, die von ihm genannten Forschungsergebnisse hätten solche Zusammenhänge gar nicht erlaubt, er habe mit dem Beitrag gegen journalistische Standards verstoßen.“

[Update] Der Qualitätsboulevardjournalismus berichtet: „Der Sender hat laut WELT entschieden, Moderatorin Julia Ruhs nicht mehr in ihrem Reportage-Format „Klar“ einzusetzen. Damit erreicht ein interner Machtkampf beim Norddeutschen Rundfunk einen neuen Höhepunkt. (…) Während Zuschauer Zustimmung signalisierten, wuchs der Druck innerhalb des Hauses.“

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Zu oft gefährlich

Burkhard Schröder
www.burks.de

Sehr geehrter Herr Dr. [xxx]

vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kann die Frage, ob mein Facebook-Konto vorübergehend oder dauerhaft gesperrt ist, leider nicht hinreichend beantworten, da ich darüber widersprüchliche Angaben von Facebook bekomme – die Sperrung wird ohne Angaben von Gründen immer wieder verlängert „von unseren Technologien“.

Ich habe mich aber wegen einiger Nuancen Ihrer E-Mail entschieden, Ihre Kanzlei nicht mit meiner Vertretung zu beauftragen. Ja, ich wurde schon oft gesperrt – die Gründe waren jedes Mal hanebüchen und hätten, soweit das mein laienhafter Sachverstand beurteilen kann, keiner juristischen Überprüfung standgehalten, es sei denn, man hielte zum Beispiel Zitate Heinrich Heines für einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook.

Facebook

Vgl. die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs – Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook zur Löschung von Beiträgen und zur Sperrung von Nutzern sind unwirksam. „Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.“

Ich beauftrage auch sehr ungern einen Anwalt, wenn schon vor Erörterung des Sachverhalts über Vorschussrechnungen geredet wird. Bei einer erfolgreichen einstweiligen Verfügung zahlt bekanntlich der Beklagte, nicht der Kläger die Kosten. Ich sehe meine Erfolgsaussichten optimistischer als offenbar Sie. Dass diese Aussichten „von meinen Antworten abhängen“, war mir bekannt.

Facebook

Ich denke, dass auch Sie eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigen will, nicht fragen würden, ob sie schon oft vergewaltigt worden sei. Daher finde ich Ihre Frage, ob mein Facebook-Account schon in der Vergangenheit gesperrt worden wäre, für – vorsichtig ausgerückt – befremdlich.

Darum geht es mir nicht, sondern darum, ob aufgrund nicht nachvollziehbarer Entscheidungen von Algorithmen legale und harmlose Postings in sozialen Medien zensiert werden und ob man sich das gefallen lassen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Facebook

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All those moments

machu picchu

Wir schweifen einen Moment von den Weltläuften ab. Der Instagram-Algorithmus schockte mich mit fürchterlichen Fotos, aufgenommen von einem peruanischen Reisebüro. Sie stammen aus Aguas Calientes am Rio Urubamba in Peru, von wo aus die Touristen, die mit dem Zug ankommen, per Bus über endlose Serpentinen nach Machu Picchu gekarrt werden oder zu Fuß aufsteigen.

Massen! Noch schlimmer: Massen von Touristen! Da kann ich gleich im siebten Kreis der Danteschen Hölle lustwandeln. Was hatte ich für ein unverschämtes Glück, da schon vor 45 Jahren gewesen sein.

I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain. Not yet time to die.

Machu Picchu

Ich schrieb am 28.04.2014: Ich bin froh, das Weltwunder schon 1980 und 1984 gesehen zu haben, damals waren nur wenige Touristen da und wir konnten die Bergstadt der Inkas fast ungestört erkunden. Beim zweiten Mal habe ich sogar am Sonnentor oberhalb Machu Picchu – auf halbem Weg von Wiñay Wayna – übernachtet und konnte den Sonnenuntergang und -aufgang über der Stadt erleben.

Wakaywillque

Das Tal des Rio Urubamba bei Ollantaytambo, Peru 1984. Im Hintergrund der Nevado Verónica (5,893 m), auch bekannt als Wakaywillque. Der Ausblick war atemberaubend schön. Genau an diesem Punkt sind meine Begleiterin und ich gestartet zu einer einwöchigen Tour durch die Berge nach Machu Picchu.

Runkurakay

Runkurakay (3.760 m, südöstlich des Passes Abra de Runkurakay (3970 m), Camino de los Incas, Peru. Ich bin zwei Mal über den Inkatrail marschiert, im Januar 1979 und im Juli 1984 – bei der letzteren Version zu Fuß von Ollantaytambo aus (also einen Tag länger).

– Runkuraqai und Puyupatamarca (12.07.2023)
– Camino de los Incas, revisitado (12.11.2022)
– Inca Trail, revisited (11.12.2021)
– Valle de Pakaymayu (18.10.2021)
– Aufstieg im Nebel (02.02.2021)
– Camino des los Incas (16.10.2020)
– Salcantay – der wilde Berg (21.07.2020)
– Ayapata (11.07.2020)
– Speicher meines Gottes (09.09.2020)
– Bergwelt (16.01.2020)
– Warmi Wañusqa oder: Die Frau, die starb (08.01.2020)
– Wakaywillque (13.03.2019)
– Ewige Jugend (
12.07.2018)
– Über allen Gipfeln ist Ruh…. (14.09.2016)
– Machu Picchu, revisited (28.04.2014)
– Machu Picchu (03.12.2012)
– El camino de los Incas (04.01.2012)
– Machu Picchu (29.08.2011)

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Der erste KI-Krieg

future of war
Fotos: AI/Burks: create an image that symbolically represents warfare with digital networked systems

Ich habe einen interessanten Artikel der Jerusalem Post von ChatGPT übersetzen lassen: How the IDF rewired the battlefield for the first AI war – Over the past five years, the IDF has been working to transform itself into a network-enabled combat machine, with AI and Big Data enabling the flow of information across units and commands.

Die Links stammten zum Teil von mir. Vergleiche auch „Israel’s strategic edge in the age of AI & autonomous warfare“ (20.07.2025)

Wie die IDF das Schlachtfeld für den ersten KI-Krieg neu organisierte

Es begann nicht mit einem Knall, sondern mit einem Byte.

Der aktuelle Krieg zwischen Israel und seinen Feinden ist der weltweit erste Krieg mit Künstlicher Intelligenz (KI) – so beschreibt es ein ehemaliger hoher Offizier der IDF (Israel Defense Forces) gegenüber Defense & Tech der Jerusalem Post.

Nach Jahren des Schweigens sprach der Mann, einst einer der maßgeblichen Architekten der digitalen Transformation der Armee, über den grundlegenden Wandel der Streitkräfte.

„Technologie ist kein Luxus, sie ist unverzichtbar“, betont er. „Wir stehen auf neuen Schlachtfeldern mit neuen Herausforderungen – und sogar neuen Dimensionen. Dafür brauchen wir präzise Aufklärung und höchste Genauigkeit.“

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die IDF strategisch in eine netzwerkbasierte Kampfmaschine verwandelt, in der KI und Big Data entscheidende Rollen spielen, um Informationen in Echtzeit zwischen Einheiten und Kommandos zu synchronisieren.

„Ohne diese Fähigkeiten hätten wir mindestens 5.000 zusätzliche Gefallene, und Tausende Terroristen würden noch leben“, sagt der Ex-Offizier, der das Digitalisierungsprogramm verantwortete.

Vom Analogen zum Algorithmus

Noch vor sieben Jahren war die IDF an überalterte Strukturen gefesselt – Faxgeräte, veraltete Server, isolierte Dateninseln. Generalleutnant (a.D.) Aviv Kohavi, damals Generalstabschef, hatte jedoch eine radikal andere Vision: ein Schlachtfeld, auf dem Cyber-, Luft-, See- und Bodentruppen als Einheit agieren, verbunden durch Echtzeitdaten und präzise Zielerfassung.

Die digitale Transformation wurde zu einer seiner obersten Prioritäten – nicht nur, um die Streitkräfte zu stärken, sondern auch, um den Soldaten die modernsten Fähigkeiten an die Hand zu geben.

Der Wandel hin zu einer digitalisierten Armee war tiefgreifend. Er veränderte Strukturen, Prozesse – und die Denkweise.

Doch die Umsetzung war schwierig: Neben der technischen Komplexität mussten auch Widerstände in der Führung überwunden werden. „Es war, als würden wir das Rote Meer teilen“, erinnert sich der Ex-Offizier.

2019 wurde schließlich die Digitale Transformationsdivision gegründet. Ihre Aufgabe: zivile Innovationen ins Militär zu übertragen, sämtliche Bereiche zu vernetzen und moderne Infrastrukturen aufzubauen.

Kohavi sprach immer wieder von der multidimensionalen Kriegsführung – Cyberraum, Bodentruppen, Luftwaffe und Marine vereint. Schnell wurde klar: Ohne digitale Infrastruktur war das nicht möglich.

„Wie identifiziert man den Feind in dicht besiedelten Städten? Man braucht Sensoren, Datenquellen und Plattformen“, erklärt der Ex-Offizier. „Und dann muss man all diese Informationen so aufbereiten, dass sie sofort beim Offizier auf dem Tablet landen.“

future of war

Vom langen Befehlskettenweg zur Präzision in Echtzeit

Früher dauerte es oft lange, bis ein gemeldetes Ziel von den Truppen bis zum Panzer oder Flugzeug weitergeleitet, geprüft und schließlich angegriffen werden konnte – meist zu lange. Beim Jom-Kippur-Krieg, so erinnert der Offizier, kämpften die Soldaten „weitgehend auf sich allein gestellt, Unterstützung kam nur verzögert“.

Heute läuft es anders: Bodentruppen melden ein Ziel, und kurze Zeit später schlägt die am besten geeignete Plattform zu.

„Wir haben mit 300 Fachleuten KI-Modelle entwickelt und sie mit allen verfügbaren Daten gefüttert“, sagt er. „An manchen Tagen hatten wir 400 neue Ziele – die Hälfte wurde noch am selben Tag angegriffen. Zum Vergleich: 2009 kamen wir im gesamten Jahr auf 50 bis 100 neue Ziele.“

Zwar identifiziert KI die Ziele, doch „Menschen bleiben in der Entscheidungs­kette“: Hochrangige Offiziere prüfen und bestätigen jedes Ziel, um die Vorgaben des Völkerrechts einzuhalten.

Im Libanon-Krieg des vergangenen Jahres waren 80 % der IDF-Angriffe KI-gestützt. Algorithmen erkannten Ziele und unterschieden dabei zwischen Kämpfern und Zivilisten in dicht bebauten Gebieten.

Trotz internationaler Kritik, KI habe in Gaza und anderswo zu zivilen Opfern geführt, hält der Ex-Offizier dagegen: „Wir haben KI eingeführt, um Zivilisten von Terroristen zu unterscheiden. Wir nutzen Technologie, um uns gezielt auf feindliche Kräfte zu konzentrieren.“

Die erste KI-Kriegsführung?

Für ihn ist der aktuelle Konflikt Israels – ob in Gaza, Libanon, Jemen oder Iran – der erste echte **KI-Krieg**. Andere bestreiten das: Schon bei der Operation Guardian of the WallsFehlidentifikationen durch fehlerhafte Daten oder mangelhafte Algorithmen.

Der Ex-Offizier weist das entschieden zurück: „Das ist eine Lüge.“

„KI und Technologie ermöglichen es, moralischer zu handeln“, argumentiert er. „Aufklärung und Präzision zusammen heben den moralischen Standard. Das zentrale Prinzip des Völkerrechts ist die Unterscheidung zwischen Kämpfern und Zivilisten – genau das setzen wir mit KI um.“

Versagen am 7. Oktober

Trotz aller Technologie konnte die IDF das Massaker vom 7. Oktober nicht verhindern. Hamas-Terroristen durchbrachen Israels Grenzanlagen und ermordeten über 1.200 Menschen.

Der Ex-Offizier räumt ein: „Technologie kennt keine Grenzen, aber man darf nicht das Wissen und die Erfahrung der Soldaten ausblenden.“

Tatsächlich setzte die Armee in den letzten Jahren zunehmend auf Technik – und ignorierte Warnungen rangniederer Offiziere. Am 7. Oktober 2023 versagten die KI-basierten Systeme, und niemand erkannte das Ausmaß der Gefahr rechtzeitig.

Auch wenn der Architekt der digitalen Transformation heute nicht mehr im Rampenlicht steht – sein Erbe ist in jeder verschlüsselten Nachricht, jedem Drohnenfeed und jedem präzisen Schlag spürbar.

Israels Feinde mögen weiter auf Tunnel und Raketen setzen. Doch sie passen sich an und zwingen die IDF, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen – sichtbaren wie unsichtbaren.

Um die Oberhand zu behalten, muss Aufklärung sofort verfügbar sein, und Entscheidungen müssen dezentral getroffen werden. Denn das Schlachtfeld ist heute überall.

future of war

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Alles Nazis außer Mutti

demonstration UK

150.000 Nazis demonstrieren in England, auch mit israelischen Fahnen.

Wait a minute. 150.000 Nazis? Die Tagesschau schreibt „Zehntausende“ ähm… und dann „mehr als 110.000 Menschen“. Mehr als 100.000 sind „Zehntausende“?

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