Did I make you feel uncomfortable?
Falls ihr nicht wisst, wem auf X oder auf Instagram zu folgen sei…
Diese Attitude bringt mich immer zum Schmunzeln. Könnte fast von mir stammen…
Alice in Borderland
Empfehlenswert – mit Abstrichen wegen der großen kulturellen Differenz: Alice in Borderland auf Netflix. (Ich bin erst am Ende der ersten Staffel angelangt, weil ich Filme nur zum Einschlafen ansehe, also jeweils eine halbe Stunde oder so… Nur sehr selten muss ich mich zwingen abzuschalten – das war das letzte Mal bei Yellowstone der Fall.)
Die Serie läuft schon ein paar Jahre. Die Algorithmen spülten sie mir aber erst jetzt zu.
Die gute Nachricht: Japanische Filme sind ohnehin immer um Klassen intelligenter als US-Produktionen, wie auch südkoreanische. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals etwas Logisches in einem Film nicht verstanden hätte. Aber hier kommt irgendwann ein dialektisches Rätsel vor, das gelöst werden muss, weil sonst alle störben – und der Held ist dafür zuständig. Ich habe das nicht kapiert, zumal auch extremer Zeitdruck bestand.
Der Plot ist einfach und bekannt und ähnelt Squid Game. Eine Gruppe von Leuten ist aus unbekannten Gründen irgendwo eingesperrt und muss Aufgaben lösen, bei denen die meisten draufgehen. Das ist per default spannend, kann aber unendlich oft wiederholt werden. Eine Allegorie auf: Je ein Kapitalist schlägt viele tot?
Die „schlechte“ Nachricht: Die Reaktionen der Hauptdarsteller Kento Yamazaki und Tao Tsuchiya – auch auch die der anderen – sind manchmal so unverständlich und europäischem Verhalten fremd, dass man nicht versteht, warum die so sind und was das japanische Publikum dabei denkt.
Beispiel: Die äußerst attraktive Heldin liegt in einem winzigen Zelt, der Held draußen und wird von Moskitos und anderem Getier zerstochen. Sie bittet ihn hinein, beide sind nur leicht bekleidet und haben schon einiges gemeinsam hinter sich – aber nichts passiert. Sie liegen starr nebeneinander wie Ölgötzen. No sex please, we are Japanese?
Oder: Die beiden mussten sich trennen, um ihr Leben kämpfen und treffen sich unvermittelt in einer Menschenmasse wieder, laufen aufeinander zu. In jedem Ami – oder europäischen Film würden sie sich um den Hals fallen, weil man sogar sieht, wie sie sich freuen. Aber die Usagi (Tao Tsuchiya) in scharfen Hot Pants zieht sich erst mal das Hemd über den Oberkörper, obwohl ihr Badeanzug extrem züchtig ist, und beide bleiben voreinander stehen. Es fehlt nur noch, dass sie sich formell die Hände schüttelten und sich verbeugen. Spätestens hier wäre in Hollywood der erste Kuss angesagt. Vermutlich hat das damit zu tun, dass „öffentlich“ und „privat“ in Japan viel stärker getrennt ist. Ich weiß es nicht.
Auch das Agieren des Helden finde ich oft albern. Er ist ein richtiges weinerliches Weichei, den man schnell erschrecken kann und der – für unser Empfinden – emotional total überreagiert, so dramatisch und kitschig wie die Protagonisten in der Peking-Oper. Manchmal so langatmig wie ein Beziehungsgespräch, so dass ich auf Vorlauf gedrückt habe.
Die Heldin scheint im Film gleichaltrig zu sein, agiert aber in Relation zu ihm mehr – fast immer – als sexy MILF. Frauen und Männer mögen absolut klischeehaft wirken, sind aber de facto gleichberechtigt. Sie sehen auch ähnlich aus: Der Held wirkt androgyn und nicht klassisch „männlich“.
Spätestens in solchen Szenen wird deutlich, dass der Film eine Adaption des gleichnamigen Mangas (erschienen 2010-2016) bzw. Anime ist: Die Schauspieler handeln charakterlich „tiefgründig“ wie im Comic Strip. Die Japaner könnten das anders. Also muss es Absicht sein. So etwas kriegen eh nur die hin. Deutsche Comics in Serie (gibt es das überhaupt?), verfilmt auf Streaming-Portalen? Undenkbar oder nur für zwölfeinhalb Zuschauer gedacht.
– Manga sind japanische Comics oder Graphic Novels, die man liest (meist schwarz-weiß, von rechts nach links).
– Anime sind japanische Zeichentrickfilme oder -serien, die man anschaut (oft basierend auf Mangas, aber nicht immer).
👉 Kurz: Manga = Lesen 📖 | Anime = Schauen 🎬.
Was ist also der Sinn des Ganzen, neben normaler Action und Unterhaltung?
Was mir auch bei dem koreanischen Beyond the Bar auffiel: Die Moral wird dem Holzhammer eingebläut, so subtil, wie ich über Israel schreibe. Nach dem Motto: Der Held ist ein Gamer und Nichtsnutz, und während er um sein Leben kämpfen muss und das Blut herumspritzt, dämmert es ihm, dass er vielleicht doch nicht seine Zeit mit Computerspielen vergeuden sollte.
Das kommt so oft und so drastisch, dass man laut schreien möchte: Da wäre ich jetzt von allein nicht drauf gekommen!
Trotzdem: Gute blutrünstige Unterhaltung.
Kesse Väter

Der Beginn des Thomasevangeliums (nicht Teil der Bibel!) in der sahidischen bzw. koptischen Handschrift, Nag-Hammadi-Schriften, ca. 350 n. Chr.. Darüber das Subskript der vorausgehenden Schrift, des Apokryphons des Johannes.
„Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria soll von uns weggehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht wert.
Jesus sprach: Siehe, ich werde sie ziehen, auf dass ich sie männlich mache, damit auch sie ein lebendiger, euch gleichender, männlicher Geist werde.
Ich sage euch aber: Jede Frau, die sich männlich macht, wird eingehen in das Königreich der Himmel.“ (Thomasevangelium, Logion 114)
Die Kavallerie kommt
Meta Platforms Ireland Limited
Legal Department
Merrion Road, Dublin 4
D04 X2K5 Irland
(…) Weiter fordern wir Sie auf, eine entsprechende strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Wegen des vorliegenden Vertragsverstoßes besteht eine Wiederholungsgefahr für weitere unbegründete Einschränkungen. Diese kann nach der Rechtsprechung grundsätzlich nur durch Abgabe einer ernsthaften und daher strafbewehrten Unterlassungserklärung beseitigt werden. (…)
Für den Fall, dass die Ansprüche unseres Mandanten, insbesondere die Entsperrung des Kontos, bis zum Ablauf der gesetzten Frist nicht erfüllt sind, werden wir ihm zu einem gerichtlichen Vorgehen raten, gegebenenfalls im Wege einer einstweiligen Verfügung. (…)
Unter von Arabern Befreiten
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Die Nationalhymne Andorras beginnt mit der Zeile „El gran Carlemany, mon Pare, dels àrabs em deslliurà“. Das heißt auf Deutsch: „Der große Karl der Große, mein Vater, befreite mich von den Arabern“.
ChatGPT: Der Pew Research Center-Datensatz über muslimische Bevölkerungen listet für Andorra weniger als 1.000 Muslime (unter 1 % der Bevölkerung) auf.
Schiffe versenken! [Update]

Taz, das ist einfach nur noch ekelhaft und zum Fremdschämen. Es handelt sich nicht um eine „Hilfsflotte“, und das Antisemitenpack provoziert Israel, nicht umgekehrt. Die können doch froh sein, dass sie nicht versenkt werden oder gar nach Gaza in die Stahlgewitter geschickt werden.
[Update] Die Qualitätsboulevardmedien stellen es richtig dar: „Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, die Marine habe die Flottille aufgefordert, ihren Kurs zu ändern. Ihre Hilfslieferungen könnten sie in Häfen außerhalb des Gazastreifens an Land bringen, sie würden in das palästinensische Küstengebiet weitertransportiert. Allerdings: „Die Flottille hat (das Angebot) abgelehnt, weil sie nicht an Hilfeleistung interessiert ist, sondern an Provokation“, hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums weiter.“
Nieder mit dem variablen Kapital!
Heise: „China installiert 2024 mehr als die Hälfte aller Industrieroboter weltweit“. Eine interessante Meldung und nicht die erste ihrer Art.
„Die USA sind in Nord- und Südamerika der größte Robotikmarkt. 68 Prozent der Neuinstallationen gehen auf das Konto der USA. 2024 verzeichnet das Land jedoch einen Rückgang um 9 Prozent auf 34.200 Einheiten. Die meisten davon stammen aus Japan und Europa, denn es gibt in den USA nur wenige inländische Roboterhersteller.“
Da hat Trump natürlich schlechte Karten. Aber wie sieht das im Detail aus, und was folgt daraus? Wie man an den Schaubildern der Quelle sehen kann, war vor einem Jahrzehnt die Autoindustrie der Motor, die Automatisierung durch Roboter einzuführen. Mittlerweile hat der Rest der Industrie nachgezogen. In der Elektronikindustrie hat sich kaum etwas verändert, was den Anteil der Roboter angeht – im Verhältnis zu anderen Branchen.

Quelle: World Robotics 2025
Um es realistisch zu machen, muss man diese Zahlen in Relation setzen zum gesamten Umfang der jeweiligen Industrie. ChatGPT sagt hier etwas völlig anderes als im Heise-Artikel suggeriert wird:
Laut International Federation of Robotics (IFR, Stand 2023):
– China: etwa 392 Roboter pro 10.000 Beschäftigte in der Industrie
– Deutschland: etwa 415 Roboter pro 10.000 Beschäftigte
👉 Das bedeutet: Absolut dominiert China, mit mehr als der Hälfte aller weltweit installierten Roboter. Relativ zur Industriegröße liegt Deutschland aber sogar etwas vor China, weil die deutsche Industrie kleiner ist, aber ähnlich viele Roboter einsetzt.
⚖️ Zusammengefasst:
– Ohne Berücksichtigung der Industriegröße: Verhältnis China : Deutschland ≈ 2:1 (54 % vs. 27 %).
– Unter Berücksichtigung der Industriegröße (Roboterdichte): Deutschland und China liegen praktisch gleichauf, Deutschland minimal vorne (415 vs. 392 Roboter je 10.000 Beschäftigte).
Wiederholung vom 07.12.2024 und vom 25.12.2025:
Das variable Kapital besteht aus den Kosten der Ware Arbeitskraft. Je größer die Kosten des variablen Kapitals, um so geringer der Mehrwert und letztlich Profit.
Laut Karl Marx besteht der Unterschied zwischen Mehrwert und Profit darin, dass der Mehrwert die grundlegende Größe ist, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess entsteht, während der Profit eine Erscheinungsform dieses Mehrwerts darstellt, die durch die Konkurrenz und Verteilung im kapitalistischen System beeinflusst wird.
Über die Dörfer


Oben: Vietbowl’s Frühlingsrollen mit Tofu und Gemüse, unten: Pho Ha Noi (Classic Hanoi Style), Duftreisbandnudeln in einer kräftigen, klaren Hühnerbouillon, verfeinert mit Zimt, Kardamom, Anis, Ingwer, Lauchzwiebeln und Koriander sowie Tofu.
Gestern bin ich mit einem amigo hispanohablante über die Dörfer durch das Neuköllner Nachtleben gezogen. Dazu musste zuerst eine kulinarische Grundlage gelegt werden.
Später testeten wir noch das Mausi (sehr schön geworden!) und die Zosse. Die Zosse ist gemütlicher und das Personal professioneller, aber an der Theke ist nur für wenige Leute Platz. Mausi hat eine riesige Theke für mehr als 20 Leute, ist also für Singles empfehlenswerter, um ins Gespräch zu kommen.
Karibischer Nachtmarsch der Partei
Die Umgebung und die Dekoration für das 10-tägige virtuelle Rollenspiel-Event auf „Kuba“ sind jetzt fertig. Wenn es losgeht, bin ich ohnehin in Israel und kann nur ab und zu flüchtig vorbeischauen. Es werden ca. 30 Leute Avatare involviert sein.
Ausstattung: ACpixl, LifeShop Joles, Jumboone [2], [3] [4] [5], mickey Kling [2], ATOZJ, willem Koba, Neri Miarte, Shug Crazyboi u.v.a.m. und natürlich Selbstgebautes. Die Tänzer musste ich selbst scripten. Die bewegen sich permanent, also auch Dekoration. Auf den Screenshots sind also noch keine Avatare zu sehen.
Miszellen

Mitgliederversammlung des DJV Berlin – JVBB. Wir haben uns (fast) garnicht herumgezankt, sondern ein paar Dinge diskutiert.
Heute nur gute Nachrichten. Ich habe einen Tag frei, bevor es wieder in die 12-stündigen Nachschichten geht. Nein, ich würde nie vom Arbeitsplatz bloggen oder dort surfen. Das ist total vollumfänglich absolut verboten. Ich starre meinen Laptop mit eigenem Modem nur an.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Westen
Meine Rechtsschutzversicherung hat überraschend zugesagt, die Kosten für mein gerichtliches Vorgehen gegen Facebook zu übernehmen. Das hatte ich gar nicht erwartet. Mein Anwalt setzt gerade ein Schreiben auf, Meta aufzufordern, meinen Account wieder komplett freizuschalten. Wenn die das nicht unverzüglich tun, kommt die juristische Kavallerie.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Süden, am Horizont ist der Radarturm des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu sehen.
Ich habe auch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, weil mir rechtzeitig einfiel, meine Krankenversicherung zu fragen, ob ich in Israel versichert wäre. Nein, wäre ich nicht. Wenn mich dort vor zwei Jahren einen Rakete gestreift hätte, wäre das auch finanziell übel geworden. Jetzt kann ich arabische Messerstecher verhauen und muss nicht selbst zahlen, wenn ich dabei was abkriege.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Norden – man sieht die Kuppel des Deutschen Doms.
Gaza, revisited
Israel besetzt und annektiert Gaza nicht. Das Weiße Haus hat einen Friedensplan von Trump zu diesem Konflikt veröffentlicht. (Diverse Quellen)
Hier sind die Details, die darin vorgeschlagen werden:
🛑 Gaza wird eine „deradikalisierte, terrorismusfreie Zone“ sein, die keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
🛑 Innerhalb von 72 Stunden nach der öffentlichen Annahme dieses Abkommens durch Israel werden alle Geiseln, lebendig und tot, zurückgegeben.
🛑 Nach der Freilassung aller Geiseln wird Israel 250 lebenslänglich Inhaftierte und 1700 Personen aus Gaza freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 festgenommen wurden.
🛑 Die USA werden einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern einrichten, um ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben zu vereinbaren.
🛑 Wenn beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen, endet der Krieg sofort.
Natürlich wird die Hamas das nicht akzeptieren. Ich bezweifele auch, dass die Terroristen-Warlords überhaut noch Einfluss auf die Mitglieder haben oder wissen, wer was macht. Die Folge wird daher sein, dass Gaza zu rund 80 Prozent besetzt werden wird. So sehe ich das.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Begegnung während der Nachtschicht…
Unter mutmaßlichen Kalorienverlierern

Tagesmahlzeit à la Burks (Symbolbild)
Da die Weltläufte gerade nichts Interessantes zu bieten haben, unterhielt ich mich wieder mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten.
Grundlage: Zwei 8-stündige Nachtschichten, zwei zwölfstündige Nachtschichten, zwei Tage frei, dann vier 12-stündige Nachtschichten. Danach – hurra! – drei Wochen Urlaub mit viel Bewegung.
Heute hatte ich als einzige Mahlzeit: (bitte keine Care-Pakete schicken, ich muss noch das letzte aufessen!)
– 1 Banane (mittelgroß, ca. 120 g) → ~105 kcal
– 1 TL Honig (ca. 10 g) → ~30 kcal
– 1 Orange (mittelgroß, ca. 130 g) → ~60 kcal
– 400 ml Vollmilch (3,5 % Fett) → ~260 kcal
– 1 Scheibe Leberkäse (ca. 100 g) → ~300 kcal
– 4 Scheiben Vollkorntoast (à ca. 40 g = 160 g) → ~380 kcal
– 3 Eier (Größe M, à ~55 g) → ~210 kcal
– 1 EL Fleischsalat (ca. 20 g) → ~60 kcal
– 1 EL Heringssalat (ca. 20 g) → ~70 kcal
– 1 EL Streichkäse (ca. 20 g) → ~40 kcal
– 1 EL Margarine (ca. 10 g) → ~70 kcal
– 1 EL Marmelade (ca. 20 g) → ~50 kcal
– 2 Tassen Kaffee (schwarz, ohne Zucker/Milch) → ~4 kcal
Gesamtsumme: ~1.639 kcal
Wie hoch ist der Tagesbedarf an Kalorien für einen 73-jährigen Mannes, der 84 Kilo wiegt und nur sitzt [ich verschwieg der KI, dass ich ein paar Liegestütze und sonstige Bauchmuskelübungen gemacht hatte)?
„Ein 73-jähriger Mann, 84 kg, 184 cm groß, sitzende Lebensweise → ca. 2.000 kcal pro Tag. Du hast bisher (laut deiner Liste) ca. 1.639 kcal aufgenommen. Dein geschätzter Tagesbedarf liegt aber bei ca. 2.018 kcal. Wenn du täglich so isst wie in deinem Beispiel, würdest du rechnerisch etwa 1 kg Körpergewicht alle 2½ Wochen verlieren (vorausgesetzt, Aktivität und Stoffwechsel bleiben gleich).“
Bleiben sie aber nicht. Ganz in Gegenteil. Mein Terminkalender im Urlaub ist übervoll. Ich werde vielleicht gar nicht alles schaffen.
Ungefähr in geplanter Reihenfolge, aber alles schon gebucht: Tel Aviv, Etzel Museum, Jerusalem, Altstadt, Teich von Siloah und Gihonquelle, die Gräber der Propheten (alles war vor zwei Jahren geschlossen), die Klagemauer (das letzte Mal habe ich sie nur von weitem gesehen) und das Netz der Tunnel, das Israel-Museum, Maʿale Adummim, YMCA-Turm, vierstündige Privatführung mit „Jerusalem Treasures Include Much More Than Meets the Eye“ sowie Me’a Sche’arim, Gaza Envelope Tour, Guvrin-Nationalpark, Masada, En Gedi und Totes Meer, Mitzpe Ramon (vier Tage, Privatunterkunft mit Katze und Aussicht), Jericho und Monastery of Saint George of Choziba und Tell es-Sultan, dann zwei Tage Chillen in Tel Aviv.
Vermutlich werde ich noch die eine oder andere Kalorie mehr verlieren.
Über den Wolken ist Kleinweich

Midjourney hat natürlich bei dem Prompt „Unit 8200’s system collected millions of Palestinian civilian phone calls made each day in Gaza and the West Bank“ extrem herumgezickt, so dass ich alles, was auch nur entfernt die Algorithmen der KI hätte triggern können, entfernen musste.
Wait a minute. Hier ist noch etwas, das ich schon vorgestern posten wollten, aber aus Zeitmangel verschieben musste. Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die israelische Aufklärungsheinheit Unit 8200, die dem Militärnachrichtendienst Aman untersteht, speichert abgehörte Telefonate von Arabern in Gaza sowie Judäa und Samaria in der Cloud von Microsoft? Und Microsoft hat das jetzt gesperrt?
„Man wolle sicherstellen, dass Microsofts Dienstleistungen nicht für die Massenüberwachung palästinensischer Zivilisten verwendet werden können, sagte Firmenpräsident Brad Smith.“
Originalton: „The Guardian article reported that “multiple individuals have asserted that the IDF is using Azure for the storage of data files of phone calls obtained through broad or mass surveillance of civilians in Gaza and the West Bank.“
Ach. Ach was. Der ursprüngliche Artikel stammt aus dem Guardian (25.09.2025). Von dem haben alle abgeschrieben: Die Zeit, CNN, das Handelsblatt, CNBC, Israel heute: „Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog die Einheit ihre Daten offenbar schnell ab und verlagerte sie zu einem anderen Anbieter.“
Warum haben die ausgerechnet Microsoft genommen, obwohl es in Israel genug Anbieter von Cloud-Diensten gibt? Sogar mit hübschen Mädels?
Aber das traue ich natürlich unseren Geheimdiensten auch zu. Ich dachte nur, das die Israelis cleverer wären. Man muss doch damit rechnen, dass das irgendjemand ausplaudert und man dann einen Shitstorm erntet.
Vielleicht war alles ganz anders. Vor fünf Jahren gab es die Schlagzeile: „Microsoft to launch new cloud datacenter region in Israel“. (Wieso erwähnt das eigentlich niemand außer mir?)
„This investment expands the Microsoft global cloud infrastructure to 56 cloud regions in 21 countries, with the new Israel region anticipated to be available starting with Microsoft Azure in 2021, with Office 365 to follow.“ – „Public sector entities, large organizations, and small and medium enterprises across all industries in Israel are already making the most of Microsoft’s cloud solutions. These include Sheba Hospital, the Tel Aviv Municipality, Checkpoint, Hapoalim Bank, eToro, Zim, Discount Bank, Jfrog, Mellanox and Rafael.“
Man kann nur mit Wilhelm Busch sagen: Das kommt von das.

Source: Microsoft
Hamas Massacre
Die Website ist saturday-october-seven.com/.
„Oct. 7 2023. Documentation of Crimes Against Humanity“.
Ich muss gestehen, dass ich es nicht ertrage, mir das anzusehen. Vielleicht habe ich zu wenig Horrorfilme in meinem Leben gesehen.
Ich bekomme aber Fantasien dergestalt, dass ich jeden Idioten, der „Free Palestine“ ruft, auf einem Stuhl festbinden möchte, mit Streichhölzern zwangsweise die Augen offenhalte und dann die Person zwinge, alles zehn Mal anzusehen.
Unter Eingeschüchterten

Screenshot: Ausschuss für Kultur und Medien: 46. Ausschusssitzung, Landtag NRW
Die bürgerliche Presse berichtet: „Einschüchterungsversuche im ÖRR? „Ja, die gibt‘s“, sagt der ZDF-Reporter“.
Die Sitzung, um die es geht, ist komplett online, aber mehr als vier Stunden lang.
„Mit drastischen Beispielen hat der ZDF-Investigativjournalist Andreas Halbach („Frontal“) bei einer Anhörung im Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags am Donnerstag die Entscheidungsprozesse im ÖRR geschildert. Unter anderem sprach Halbach von der „Gefahr eines Themenfilters“, der „die journalistische Agenda“ steuern könnte. (…)
Es gebe nicht nur fehlende Kontrolle in den Sendern selbst, sondern auch geringe Möglichkeiten, intern Kritik zu äußern. Und wenn intern Kritik geäußert werde, bedeutete das für denjenigen eventuell Nachteile. So antwortete Halbach auf die Frage, ob es bereits zu Einschüchterungsversuchen gekommen sei: „Ja, die gibt’s.“ Er habe Fälle recherchiert, in denen Mitarbeiter nach Kritik fristlos gekündigt oder versetzt worden seien, so Halbach in der Sitzung.“
Für mich ist es auch ein Skandal, dass die Journalistenverbände nicht den Mumm haben, sich des Themas anzunehmen. Die kümmern sich lieber, wie gewohnt, um die Reparatur des Kapitalismus, was niemandem weh tut.
An anderer Stelle heisst es: „Der Deutsche Journalisten-Verband veröffentlicht eine „grüne Ausgabe“ seines Magazins und präsentiert darin kritiklos die Dogmen der linken Klimabewegung. Das verrät viel über die deutschen Medien.“
Mit „links“ haben die Themen zwar nichts zu tun, aber mit bräsiger Schwarmdummheit sowie Opportunismus, weltanschaulichem Schießschartenmodus und kleinbürgerlichem Klassenstandpunkt und damit, dass der DJV strukturell unfähig zu sein scheint, sich selbst zu reformieren. (Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied – ich weiß, wovon ich rede.)
„Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ (Georg Christoph Lichtenberg)
Sehr geehrte Pizzeria Zulu!
Sehr geehrte Pizzeria Zulu in in Fürth! Sehr geehrter Herr Gaspare Squitieri!
Ihr hattet da in der Königstraße 81 laut den Berichten der Qualitätsmedien einen Aushang, der sinngemäß lautet: Juden und Hunde seien nicht erwünscht. Das Schild wurde wieder entfernt. Ich vermute, dass ihr den Text jetzt ändern wollt, etwa: „Araber sind hier nicht erwünscht, so lange die Geiseln in Gaza nicht frei sind!“ Bring them home!
Wenn ich jemals nach Fürth kommen sollte, was ein höheres Wesen verhindern möge, werde ich sicher nicht bei Euch einkehren, sondern vor die Tür kacken spucken oder leise das Motto von Krav Maga vor mich hinmurmeln: „We do bad things to bad people.“
Gaza? Israel macht dort fast alles alles richtig, mal abgesehen davon, dass jeder Krieg tragisch ist und schreckliche Kollateralschäden nach sich zieht. Aber die Bewohner Gazas wollten es so, genauso wie die Bewohner Dresdens es so wollten. Wenn man einen Krieg anfängt, sollte man über die Folgen nicht jammern. Das wissen wir Deutschen doch am besten.
Und übrigens: Judäa und Samaria gehören zu Israel, schon rund dreitausend Jahre. Bekomme ich jetzt bei Euch Hausverbot?
Nessuna riunione desiderata!
Burkhard Schröder
Unter Indianern
Ich habe noch einen Brief gefunden, den ich vergessen hatte. Er gehört zeitlich hinter den Brief vom 25.09.1981. Über die Tarahumara, auch bekannt als Raramuri, hatte ich hier schon öfter geschrieben.

Tarahumara – Foto: L. Verplancken S., Creel. Chihuahua, Mexico
Creel, 2.10.
Liebe Eltern!
Ich schreibe jetzt noch mal, weil wir morgen für 2 Wochen in ein kleines Dorf fahren, wo es keine Post, sondern nur einen Postesel gibt, wie man sagt. Wer weiß, wie oft der kommt. Dort wohnen die Tarahumara-Indianter (s. Foto), mehr noch als hier.
Wenn das Wetter einigermaßen ist, werden wir auch endlich zu unserem einwöchigen Ritt kommen. Hier in Creel sind wir eine Woche steckengeblieben, weil es weder Bus noch Auto gab, die uns die nächsten 80 km hätten mitnehmen können. Bei den Straßenverhältnissen dauert es ca. 8 Std..

Tarahumara in Creel, fotografiert im Oktober 1981
Hier ist es sehr ruhig, so richtig zum, Ausspannen, 2 Straßen, ein paar Häuser, eine Eisenbahnstation (1x am Tag ein Zug), sehr viel Staub, Pferde, ein paar urtümliche LKWs, die nur den Weg von einem Ortsende zum anderen schaffen, Männer mit hohen Cowboyhüten – nach dem Motto: je kleiner der Mann, desto größer der Hut, ein paar Indianer, die aus dem Gebirge kommen, um Sachen zu verkaufen. Es gibt ca. 50000 von ihnen hier, aber über ein gebiet verstreut, das 10000 Quadratkilometer groß ist.
Im Ort 3 Hotels. fast alle leer – eigentlich sind es nur Schlafmöglichkeiten, allerdings kommen manchmal reiche Amerikaner in das eine, sie bezahlen auch entsprechend. Sonst ist hier nicht slos.
Das nächste Mal aus Mexiko City!
Gruß Burkhard

Das Hotel Korachi scheint es noch zu geben.
Unter Care-Pakete-Empfangenden
Da habe ich ja etwas angerichtet! Jetzt schicken die Leser schon Lebensmittelpakete! Nein, ich leide keinen Hunger!
Aber dieses Paket ist besonders schön, weil es von einem der hier offenbar zahlreich mitlesenden Bauern und Landwirte stammt. Die Kartoffeln sind schwerer als im Supermarkt und sehen irgendwie erdiger aus, und sie und die Möhren sind noch umhüllt von den Resten der Scholle, in der sie vor sich hinwuchsen. Dazu eine Flasche Rotwein. Wenn ich nicht gerade etwas gegessen hätte, wäre ich schon wieder hungrig.
Also herzlichen Dank, Friedrich B. aus – Moment, wie hießt das noch gleich? Triburin… äh.. Stöckendrebber! (Ich kann den Hof von oben sehen!) Wenn mal jemand Urlaub in der Pampa auf dem Bauernhof machen will, werde ich die Adresse empfehlen!
Status: Confirmed

El Al hat nicht vergessen, dass ich schon im März einen Flug gebucht hatte. Aber ich habe zur Sicherheit noch mal nachgeschaut.
































