Was macht eigentlich der CCC?

Fefe ist aus dem CCC ausgetreten. Vielleicht droht ihm ja jetzt ein ähnliches Schicksal wie mir. Nein, das ist kein Grund zur Häme. Leute, die anders als der gefühlte Mainstream in Gruppen | Vereinen | Parteien denken, haben es immer schwer.

Ganz oben in Halensee

bus

Nein, ich bin den Bus nicht gefahren, ich saß nur drin.

MEGA online

MEGA

Die MEGA ist jetzt online. Irgendwie. Leider kann ich weder mit Chromium noch mit Firefox unter Linux irgendetwas sehen. Die taz erwähnt das Problem auch nicht.

Im Wintergarten

rixdorf

Leichte Frage: Welcher Garten ist das?

Where the frost rules

Russia beyond the Headlines: „An Ural fairy tale or where the frost rules“. Wunderschöne Bilder.

Triumph des Willens oder: The Revenant is meaningless pain porn

Revenant

Carole Cadwalladr schreibt im Guardian gnadenlos gut über „The Revenant“: „The Revenant is meaningless pain porn.“ Lesenswert, amüsant, sophisticated und ein Leckerbessen für Liebhaber des englischen Feuilleton.
So the landscape is chilling and the violence is pointless and the whole thing is meaningless. A vacuous revenge tale that is simply pain as spectacle. (…) ask ourselves why pain and suffering and brutalising women and pointless, fetishistic violence – when it’s done by Hollywood – wins awards. Or why we’re so keen for it to look „real“. What neurotransmitters are we releasing?

Nach der Lektüre hatte ich mich eigentlich entschieden, den Film nicht anzusehen, aber meine Firma hat mir zu Weihnachten zwei Kino-Freikarten geschenkt, die ich noch verbrauchen muss. Porn ist sowieso ok, und ich habe schon öfter sinnlose Filme gesehen und mich trotzdem amüsiert.

Das Ministerium für Wahrheit informiert

Das Ministerium für Wahrheit informiert: „Zensur“ heisst jetzt ‚Hasskommentare löschen‘„.

Lost in Elektrik oder: Ihr wisst, was ich heute getan habe, reloaded

Steckdose

Endlich weiß ich, wo her verdammte Kurzschluss herkam, der meine halbe Küche seit zwei Tagen lahmgelegt hat. Die Steckdose bedarf offenbar einer Generalüberholung. Gut, dass es Sicherungen gibt, die herausspringen könne, sonst wäre vermutlich alles abgebrannt.

Sorry für das unpolitische Posting. Hab gerade keine Zeit für mehr.

Was macht eigentlich das chinesische Proletariat?

Jacobin über den Klassenkampf in China: „The Chinese state has dramatically escalated repression against workers organizations.“

Mal sehen, wann dort die nächste Revolution kommt. Zeit dafür wäre es.

Lost in Spandau oder: Ihr wisst, was ich heute getan habe

SpandauGatowDönerTeeTori-Udoneinkiaufswagen

Nein, ich habe nur einmal etwas gegessen, im wunderbaren Udagawa in der Kantstraße. Das Udagawa gibt es schon seit den achtziger Jahren, und schon damals habe ich, als ich noch Nachtschichten mit der Taxe fuhr, oft die köstliche Tori-Udon mit den fetten Nudeln gegessen.

Vorher und nachher habe ich etwa anders getan. Das können die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser selbst herausfinden.

Nobody knows what’s going on

Mike Hearn (via Fefe) über das Bitcoin-Experiment: „Why has Bitcoin failed? It has failed because the community has failed. What was meant to be a new, decentralised form of money that lacked ’systemically important institutions‘ and ‚too big to fail‘ has become something even worse: a system completely controlled by just a handful of people. Worse still, the network is on the brink of technical collapse.“

Die Sache ist also gestorben.

Die Schwarzen Jakobiner

Jacobin erzäht die Geschichte einer bewaffneten Revolution, die man kennen muss und die bis heute, vor allem auch auf Kuba, nachwirkt. „In 1791, while France entered the early stages of its revolution, the slaves of its Caribbean colony, Saint Domingue, rose up and took arms. It was the first successful slave revolt in history, one that overthrew white colonial rule and established the new state of Haiti in 1804.“

Lesenswert dazu: The Black Jacobins (pdf).

Von den Toten spartanisch erzählt

Winter

Jakub Schikaneder: Winter, 1883

De mortuis nil nisi bene – von den Toten darf man auch Schlechtes erzählen, aber auf gute Weise. So empfahl es Chilon von Sparta.

Nur wenige werden Herrn Ch. kennen. Ich habe ihn einmal auf dem U-Bahnhof Mehringdamm auf einer Bank gesehen, zusammengesunken, mit einer Flasche Billigfusel in der Hand. Dort hat er gelebt. Wenn er mich erkannt hätte, hätte er wohl laut geschimpft und die Faust drohend erhoben.

Herr Ch. war der unangenehmste Obdachlose, mit dem ich zu tun hatte. Bei den Ärzten, Pflegern und Schwestern des Krankenhauses, in dem ich arbeite, war er berüchtigt. Die meisten stöhnten auf und winkten ab, wenn die Feuerwehr ihn wieder einmal – fast täglich – auf einer Trage in die Rettungsstelle schoben, als angeblich hilflose Person. Herr Ch. gehörte zur Elite der Obdachlosen: Er wusste, wo er sich nur auf den Bürgersteig fallen lassen musste, damit die Passanten die Feuerwehr riefen. Meistens war das vor den Imbissbuden oberhalb des U-Bahnhofs, wo zahllose Touristen herumstehen. Das funktioniert immer: Eine Rettungsstelle darf niemanden abweisen, auch wenn die Person nur besoffen ist – es könnte ja auch etwas anders vorliegen.

Wenn Herr Ch., derangiert – wie immer nach Alkohol und Schmutz stinkend – auf der Trage den Eingang passierte, flankiert von zwei Feuerwehrleuten, brüllte er: „Ich will eine Decke!“ Wenn ich da stand – als „Bodyguard“ für das medizinische Personal, fügte er hinzu: „Scheiße! Arschloch! Fotze!“

Immer dasselbe Ritual: Sobald Herr Ch. im Warmen lag und auf eine Behandlung wartete, schimpfte er lauf, nannte die Krankenschwestern „Schlampen“, alle anderen, auch die Patienten, „Arschlöcher“, kurz gesagt: Er war unausstehlich, eine wahre Landplage. Jeder war froh, wenn Herr Ch. endlich seinen Rausch ausschlief und das Maul hielt. Wenn ich Dienst hatte, ging ich zu ihm, und er wusste, was dann kam: Ich sagte ihm: „Wenn Sie weiter das Personal beleidigen, werfe ich Sie hinaus.“ Früher glaubte er mir nicht, sondern beschimpfte mich wüst, bis ich ihn mehrfach gewaltsam, per Armhebel à la Krav-Maga, hinausschaffte. Damit war es nicht getan: Herr Ch. pöbelte draußen weiter, begab sich laut krakeelend, zur Haupthalle, same procedure, bis man ihn dort entfernte, kam wieder zurück usw.. Das konnte Stunden so gehen. Es gefiel ihm nicht, wie ich ihn behandelte, denn es tut weh, wenn man sich wehrt. Deswegen benahm sich Herr Ch. nach den ersten Malen – im Rahmen seiner Möglichkeiten – relativ zivilisiert, wenn ich in der Rettungsstelle Dienst hatte.

Man muss die Methoden des Überlebens, die Obachlose benutzen, als solche akzeptieren und die Sache sportlich sehen. Wenn die einen kennengelernt haben, stellen sie sich auch darauf ein. Ich duze auch niemanden. Jeder hat das Recht, höflich behandelt zu werden, auch der schlimmste Idiot.

In zwei Jahren habe ich Herrn Ch. einmal nüchtern erlebt. Das war vor ungefähr einem Monat. Herr Ch. hatte sich in der Rettungsstelle ausgeschlafen, wühlte sich von der dreckigen Trage, sammelte seine Plastiktüten ein. Ich sprach ihn an: „Sie kennen mich ja. Wenn Sie besoffen sind, dann sind Sie unerträglich und ich kriege dann schlechte Laune.“ Er lachte nur, ein freundliches, höfliches Lachen, und nickte. Die Schwestern erzählten, dass Herr Ch. ein gebildeter Mensch sei und sich nett unterhalten könne, wenn er nüchtern sei. Das war er nur fast nie.

Herr Ch. ist vor einer Woche in Kreuzberg auf der Straße erfroren.

Qualitätsjournalismus, revisited

Zeit online: „Gleichzeitig thematisiert RT die Nahostpolitik des Westens aus seiner Sicht und fragt: ‚Liegt der Ursprung der Flüchtlingskrise nicht in dem Vorhaben des Westens, mit Bomben und Raketen Demokratie in den Irak, Libyen, Syrien und Afghanistan bringen zu wollen?‘ Damit untermauert der russische Staatssender auf Arabisch das, was viele Menschen im Nahen Osten bereits denken.“

Das denke ich auch bereits, ganz ohne russische Sender.

Politisch ganz korrekt

Ein Artikel der FAZ, dem ich vollends beipflichte. So wird es hier auch kommen. Mit dem Zwang zum Gendersprech fängt es an.
An britischen Universitäten läuft die „neue politische Korrektheit“ aus dem Ruder. Sie verbindet Feministinnen mit politisierten Muslimen und macht nicht einmal vor Dichtern halt. Professoren sehen das Grundrecht auf freie Rede bedroht.

Sexmob

Grandiose Kolumne des Bundesrichters Thomas Fischer „Unser Sexmob – Deutschland bekämpft wieder jemanden: Männer, die Frauen belästigen. Die kann der Deutsche nicht ausstehen. Da kennt er keine Parteien mehr.“
Eine aufgeklärte Gesellschaft kann nicht hinnehmen, dass Jahr um Jahr wider jede Evidenz behauptet wird, man wisse leider immer noch nicht, ob der internationale Leistungssport aus kriminell organisierten Kartellen bestehe, man habe leider noch nicht herausfinden können, welche ausländischen Mitarbeiter der Deutschen Bank dem deutschen Rentner in spe ein Drittel seiner Altersvorsorge unter dem Sofakissen weggezogen haben, und es sei völlig ungeklärt, ob der ausländische Pharmakonzern Pfizer das ihm hierzulande gewährte Gastrecht dazu missbraucht habe, 100.000 deutsche Ärzte zu bestechen, 250 Krankenkassen zu betrügen und fünf Millionen deutsche Frauen an ihrer Gesundheit zu beschädigen.

Sehr hübsch auf die Passage über die Pollacken.

Die Akte Bernd Lammel Teil 4

akte lammel

Die Behörde des Bundesbeauftragten (BStU) für die Stasi-Unterlagen hat im Fall Bernd Lammel neue Dokumente gefunden, unter anderem das Notizbuch des MfS-Majors Geffke, der versucht hatte, Lammel als „Inoffizieller Mitarbeiter“ zu werben. Die neuen Funde bestätigen das, was ich bisher zum Fall veröffentlicht habe. Interessant ist auch ein Dokument, das mit Schreibmaschine geschrieben wurde und das bisher nur handschriftlich vorlag und in dem Lammel eindeutig als „IM-Vorlauf“ bezeichnet wird, also als jemand, der geworben werden soll und als Quelle diente, aber davon gar nichts wusste (vgl. Screenshot unten)

akte lammel

Zur Erinnerung: Bernd Lammel hat eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, dass er niemals wissentlich für das Ministerium der Staatssicherheit der DDR gearbeitet hat, auch auf das strafrechtlich Risiko hin, dass neuen Funde auftauchen würden.

akte lammel

Die Motive für die Verdachtsberichterstattung des RBB sind weiterhin schwer zu ermitteln, da sich alle Beteiligen – die „Klartext“-Redaktion, die Autorin Gabi Probst und andere – in eisernes Schweigen hüllen. Ich darf aber an die alte Journalisten-Weisheit erinnern: Einer redet immer. Oderint, dum metuant.

Katka Kipping und die erbärmlichen deutschen Universitäten

Katja Kipping auf Facebook:
Die Bundesregierung hat gestern eine weitere Verschärfung des Rechts auf Asyl angekündigt. Ich bin sehr froh, dass sowohl der geschäftsführende Parteivorstand als auch die Fraktion der LINKEN im Bundestag in Beschlüssen deutlich gemacht haben, dass das Asylrecht ein Menschenrecht ist, dass keine Obergrenzen kennt. Die sexuellen Übergriffe und Eigentumsdelikte in Köln müssen konsequent verfolgt werden. Das Asylrecht ist und bleibt ein Menschenrecht, kein Gast- oder Gnadenrecht. Dieses Menschenrecht darf nicht als Sanktionsrecht missbraucht werden. Eine weitere Verschärfung des Asylrechts wird es mit der LINKEN nicht geben.

Ich frage mich, warum die immer so gestelzt einherkommen. So redet doch niemand? Es lehrt sie niemand, gutes Deutsch zu schreiben und zu reden und den Lautsprechermodus auszuschalten. Bevor die mitlesenden Linken wieder jammern, hier ein Zitat von Wilhelm Liebknecht, das meine Absichts auf’s Trefflichste bestätigt:
Marx legte außerordentlichen Wert auf reinen, korrekten Ausdruck. (…) Mit Bezug auf Reinheit und Korrektheit der Sprache war er von peinlichster Gewissenhaftigkeit. Ich erinnerte mich noch, daß der mich einmal in meiner ersten Londoner Zeit mit einer Standrede bedachte, weil ich in einem Schriftstück gesagt hatte: „die stattgehabte Versammlung“. Ich wollte mich mit mit dem Sprachgebrauch entschuldigen, aber da brach Marx los: „Die erbärmlichen deutschen Gymnasien, aufr denen man kein Deutsch lernt, die erbärmlichen deutschen Universitäten“ – und so weiter. (…) Marx war ein strenger Purist – er suchte oft mühsam nach dem richtigen Ausdruck. (…) Er war Purist bis zur Pedanterie. (aus: Hans-Magnus Enzensberger (Hg.) Gespräche mit Marx und Engels, 1. Band))

Die obigen Sätze Kippings könnte man, wenn man sich Mühe gäbe, so verbessern, dass man sie mit Vergnügen läse – und nicht mit Mühe.
Die Bundesregierung hat gestern angekündigt, das Asylrecht zu verschärfen. Ja, ich weiß, die „ungs“ sind bei der „Linken“ eingebaut, sie können nicht anders als Nominalstil. Und belehrungsresistent sind die alle. Reaktion auf Kritik ist immer sofort der Beleidigte-Leberwurst-Modus.

Ich bin sehr froh – das wollen wir gar nicht wissen. Ich hin glücklich, bloggen zu dürfen, dass ich froh bin, den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern mitteilen zu können, dass Gefühle in der Politik irrelevant sind und somit auch die Unsitte, das Publikum damit zu belästigen.

Dass sowohl der geschäftsführende Parteivorstand als auch die Fraktion der LINKEN im Bundestag – warum müssen die gleichfalls völlig irrelevanten sperrigen Titel, die sowieso niemand kapiert, immer erwähnt werden? Erster Generalsekretär der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Vorsitzender der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Vorsitzender des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats der DDR. Ist es das, was immer noch mitschwingt? Und was ist ein „geschäftsführender Parteivorstand“ in Gegensatz zu einem Vorstand, der die Geschäfte nicht führt, was dieser und jener verhüten möge? Übrigens gibt es im Deutschen auch keine Wörter, die aus Majuskeln zusammengesetzt sind. Es heist also „Linke“ und nicht „LINKE“.

Sie haben also etwas deutlich gemacht? Was ist denn das für ein Geschwurbel? Sie verdeutlichten, dass Asyl ein Menschenrecht sei (!)? Nein, das taten sie nicht? Sie sagten es nur?

Die Partei und die „Linke“ im Bundestag (ist doch klar und deutlich, oder?) betonten (oder haben beschlossen, was aber unsinnig ist, da das schon vorher ihre Position war): Asyl ist ein Menschenrecht, das keine Obergrenzen kennt. Oder, in besserem Deutsch: Asyl sei ein Menschenrecht, das keine Obergrenzen kenne.

Die „Linke“ wehrt sich dagegen, das Asylrecht noch weiter zu verschärfen. (Wieder ein „ung“ weniger.)

Die Bundesregierung hat gestern angekündigt, das Asylrecht zu verschärfen. Die Partei und die „Linke“ im Bundestag betonten gestern noch einmal: Asyl ist ein Menschenrecht, das keine Obergrenzen kennt. Das Asylrecht ist und bleibt ein Menschenrecht, kein Gast- oder Gnadenrecht. Dieses Menschenrecht darf nicht als Sanktionsrecht missbraucht werden. Die „Linke“ wehrt sich dagegen, das Asylrecht noch weiter zu verschärfen.

Postscriptum: Das Volk versteht nicht, was „darf nicht als Sanktionsrecht missbraucht werden“ heißen soll. Ich bin jetzt nur zu faul, darüber nachzudenken.

Regeln oder keine Regeln, das ist hier die Frage

Zeit online interviewt den syrischen Einwanderer Basel Esa, der in der Silvesternacht in Köln war.

ZEIT ONLINE:Wer hat die Frauen bedrängt und angefasst?

Esa:Das waren dumme, ungebildete Männer. Sie denken, wenn eine deutsche Frau enge Kleidung trägt, ist sie billig und hat keine Ehre. Ich habe vor allem Algerier und Afghanen gesehen, die auf die Frauen los sind, das war die Mehrheit. Manche haben versucht, im Vorbeigehen ihnen an den Hintern zu greifen, einmal habe ich gesehen, wie eine Gruppe von etwa 15 Männern zwei schreiende Frauen in ihre Mitte gezogen hat.

ZEIT ONLINE: Wieso ist die Situation derart eskaliert?

Esa:Viele Flüchtlinge aus Ländern wie Algerien wissen, dass sie kaum eine Chance haben, hier zu arbeiten, hier zu studieren. Sie werden eh zurückgeschickt. Deswegen denken sie, für sie gelten keine Regeln, sie können tun, was immer sie wollen. Das erzählen sie auch so offen.

Mein „Mein Kampf“

mein kampf

Man könnte es kurz machen. Wer eines Kommentars bedarf, um braune Scheiße zu erkennen, dem ist nicht zu helfen. Dennoch werde ich mir die kritische Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“ zulegen. Es ist doch sinnvoll, wenn man den heutigen braunen Kameraden von Pegida bis zur Volkswirtschaftler-Sekte „AfD“ nachweisen kann, dass ihre Ideen nicht neu sind.

Hitlers Ideen auch nicht. Sie repräsentieren nur den Mainstream zu der Zeit, als „Mein Kampf“ verfasst wurde. Hitler war kein Genie, auch kein böses oder verrücktes: Wenn er das Machwerk nicht geschrieben hätte, hätte es ein anderer ähnlich getan.

Die Umstände bringen Ideen hervor (das Sein bestimmt das Bewusstsein, und große Männer machen nicht die Geschichte), und die Ideen werden erst dann von Menschen verbreitet.

mein kampf

Ich hatte eine Ausgabe von „Mein Kampf“ schon in den sechziger Jahren – als Schüler – gekauft (17. Auflage 1943). Sie steht passenderweise neben Henry Fords „Der ewige Jude“ (auf spanisch, habe ich in Mexiko für ein paar Cent erworben).

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