Atomic Research Specialists – Urgently Needed

job ausschreibung

Die KI (unten, nicht oben!) entwickelt zum Thema einen schwarzen Humor – vielleicht ist sogar die E-Mail-Adresse echt.

Job Opening: Nuclear Science and Atomic Research Specialists – Urgently Needed

Employer: Atomic Energy Organization of Iran (AEOI)
Location: Tehran, Iran (with potential assignments in secure research facilities across the country)
Start Date: Immediate openings available

Position Summary:
– The Islamic Republic of Iran is seeking highly qualified and committed scientists in the fields of nuclear physics, atomic research, and radiological engineering to support and advance the nation’s strategic energy and scientific goals. Successful candidates will join elite teams working at the forefront of nuclear science, contributing to research in peaceful energy development and national defense capabilities.

Key Responsibilities:
– Conduct advanced nuclear research in both theoretical and applied contexts
– Operate and maintain high-security laboratory equipment
– Analyze and report findings to senior scientific and government officials
– Collaborate with other scientific institutions under state supervision

Qualifications:
– PhD or advanced degree in nuclear engineering, atomic physics, or a related field
– Proven research experience, preferably in a governmental or high-security environment
– Iranian citizenship preferred; international applicants considered under strict vetting
– Ability to maintain discretion and work under classified conditions

What We Offer:
– Competitive government salary
– Access to world-class research facilities
– National honors and recognition for your scientific contributions
– Opportunities for leadership in a critical strategic sector

Important Notice:
– This position involves a degree of personal and professional risk, including working in high-security and high-profile environments. Candidates must demonstrate strong commitment, resilience, and loyalty to the mission of the Islamic Republic. Discretion and security awareness are paramount.

Application Deadline: Rolling basis – urgent applications encouraged.
Contact: nuclearjobs@aeoi.ir

Serve your nation. Advance science. Apply today.

Thaer bei Nacht

Thaer institut

Das Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften bei Nacht (aka Lebenswissenschaftliche Fakultät). Nein, ich arbeite da nicht, sondern manchmal nebenan. Aber ich habe die Schlüssel und kann dort aufs Klo gehen.

Da ist eine schöne Atmosphäre – das würde kein neuzeitlicher Architekt so hinkriegen.

Anna Emilie Kukuk

Unbefugte Eindringlinge

AI

Auf den Müllhaufen der Geschichte mit dem Regime des Iran allen Bösewichtern! (Ja, ich habe hinter dem Mülleimer jetzt gekehrt!)

Zünftiger Saftsack

in aller munde

Liebe Kinder, heute machen wir – ungeachtet der dramatischen Weltläufte – eine Wortschatzübung. Ich wurde angeregt von der obigen Broschüre zu einer Dauerausstellung der Museen Burg Altena. Ich vermute, dass die Nachgeborenen viele Ausdrücke genauso wenig kennen wir „Weltläufte“. Im dortigen Museum hat man unter die sprachliche Beispiele auch jeweils das passende Objekt drapiert, was ich hier natürlich nicht kann. Wohlan!

Zünftig

Eine Zunft ist ab dem 13. Jahrhundert eine Art Berufsverband aka „ständische Körperschaft“, insbesondere für Handwerker. Die Zünfte legten Preise, Löhne, WErkzeuge, Arbeitszeiten und die Qualitätsstandards der Waren fest. Im entwickelten Kapitalismus ist so etwas natürlich obsolet. Hier gilt nur der Profit und nichts als der Profit, egal um welchen Preis. Qualitätsminderung der Waren erhöhen den Gewinn, wenn es der Kunde nicht merkt.

Heute bedeutet „zünftig“, wenn ich mit Freunden gemeinsam selbst gemachten Kartoffelsalat esse und guten Whisky trinke.

altena

Verdreschen, Flegel

„Flegel“ ist ein romanisches Lehnwort (von latein. flagellum „Geißel“, „Peitsche“) und „vermutlich aus dem Römischen Reich in den germanischen Sprachraum gelangt.“ Dreschflegel benutzen die Bauern, um die Körner aus den Ähren des Getreides zu schlagen. Daher kommt „verdreschen“ für „verprügeln“

Durchschlagender Erfolg

Das wird jetzt schwierig. Im Original heißt es: „Die Durchschläge dienten zum Stellen der Hole für den Drahtzug. Hole waren die konischen Löcher in den Zieheisen, durch de der Draht mit Kraftaufwand in die Länge gezogen und verjüngt wurde. Da die Hole ihre genaue Abmessung wegen der Reibung mit dem Draht während des Ziehvorgangs einbüßten, mussten sie von Zeit zu Zeit mit Hammer und Durchschlag auf das erforderliche Maß gebracht werden.“

Da muss jetzt die KI ran:
„Durchschläge sind Werkzeuge – meist aus Metall –, mit denen man Löcher in eine bestimmte Form oder Größe bringt. In diesem Fall helfen sie, bestimmte Öffnungen (sogenannte „Hole“) zu formen oder wiederherzustellen.

Hole (Plural von „Hol“, ein alter technischer Begriff) sind kegelförmige (also wie ein Trichter geformte) Löcher in einem Werkzeug namens Zieheisen. Dieses Zieheisen wird verwendet, um Draht zu ziehen – das heißt, der Draht wird mit viel Kraft durch das Loch gezogen. Dabei wird er länger und dünner (also „verjüngt“).

Durch die Reibung (also die ständige Berührung und Bewegung des Drahtes im Loch) nutzen sich die Hole ab – sie werden also größer oder ungenau.

Um die Hole wieder in die richtige Form und Größe zu bringen, benutzte man Hammer und Durchschläge, um das Loch wieder „einzustellen“, also nachzubessern.“

Eine Sache hat einen „durchschlagenden Erfolg“, wenn sie besonders wirksam ist. Da fällt mir jetzt die israelische Luftwaffe ein.

Ellenlang

Die Elle ist die Länge eines Unterarmknochens, ganz einfach.

„Und er sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle, die ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.“ (Sacharja 5,2) Ganz schön groß also, die fliegende Schriftrolle. Vielleicht war es auch ein fliegender Teppich?

haspel

Sich verhaspeln

Die Haspel oder der Garnwickler brachte das beim Spinnen anfallende Garn in Strangform. Das funktionierte nicht immer perfekt. Gestern haben sich zum Bleistift die Seilzüge für das Ruderblatt meinen Kajaks verhaspelt. Vielleicht war ich es auch. Frage: Gibt es das Gegenteil, also enthaspeln? Jedenfalls habe ich das gemacht.

Etwas durchhecheln

Ein Hechel ist ein Werkzeug, um Flachs zu bearbeiten. Wikipedia: „Die Hechel ist ein kammartiges, aus spitzen Drähten gefertigtes landwirtschaftliches Gerät, durch das verschiedene Naturfasern wie Flachs- und Hanffasern, Jute, Kokosfasern u. a. zum Reinigen (Hecheln, Rupfen, Ausziehen; – früher auch Reffen) gezogen werden. Das Wort leitet sich vom selben Wortstamm wie der Haken ab, was auf die zum Kämmen der Fasern angebrachten Haken hindeutet.“

Heute bedeutet etwas durchhecheln eher über jemanden herziehen.

Unter die Haube bringen

Verheiratete Frauen trugen eine Haube, am Hochzeitstag wurde die zu ersten Mal aufgesetzt. (Das kenne ich aus Chiapas in Mexiko: Man kann an der Kopfbedeckung erkennen, ob jemand vergeben ist oder nicht. Das erleichtert die Anmache.) Das Original des Museums behauptet: „Auch nach germanischer Sitte durfte die verheiratetet Frau das Haar nicht mehr lose tragen“. Das bezweifele ich sehr, zumal es „die“ Germanen gar nicht gab, noch nicht einmal nach deren eigenem Selbstverständnis. Sogar die KI pflichtet mir bei:

„Die These, dass verheiratete Frauen „nach germanischer Sitte“ ihr Haar nicht mehr offen tragen durften, stammt vor allem aus einer Mischung von antik-römischen Berichten, archäologischen Funden und späteren Rekonstruktionen germanischer Kultur im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Eine eindeutige Primärquelle aus der germanischen Zeit selbst gibt es nicht, da die Germanen keine eigenen schriftlichen Überlieferungen hinterlassen haben.“

Tacitus schreibt in der Germania„: „Die Ehe wird dort streng gehalten; […] Niemand verlacht die Sittenzucht, und eheliche Untreue kommt selten vor.“ Wenn das nicht mal eine romantische Verklärung ist, um den eigenen dekadenten Mitbürgern den moralischen Spiegel vorzuhalten! Aber wir schweifen ab.

Ritter

In Harnisch bringen

Braucht man nicht erklären. Aber: „brauchen“ verlangt IMHO nicht das „zu“. So habe ich es im Germanistik-Studium gelernt. Die KI widerspricht mir hier: „Die Form „ich brauche es nicht tun“ ist grammatikalisch nicht mehr standardsprachlich und wirkt archaisch oder umgangssprachlich – sie ist aber historisch interessant.“ – „Früher konnte „brauchen“ wie ein Modalverb benutzt werden – also ohne „zu“. Diese Form war im 18. und 19. Jahrhundert häufiger, z. B. bei Goethe oder Schiller.“

Dann also archaisch Goethe und Schiller und nicht dieses neumoderne Zeug.

Bergfried
Blick aus dem Bergfried („dicker Turm2) der Burg Altena.

Türmen gehen

Der Bergfried war der älteste Teil einer jeden Burg. Da dort oft auch die Gefangenen untergebracht wurden, ist der Ausdruck „türmen gehen“ entstanden – wenn sich jemand schnell davonmacht.

joch

Jemanden unterjochen

Das Joch war (!) ein Geschirr zum Anspannen von Zugtieren. Man kennt „ein Joch abschütteln“. „Seit dem Hochmittelalter wurde das Joch durch die Einführung des Kumt (oben im Bild) überall verdrängt, wo ausreichend Kapital vorhanden und die Leistungsfähigkeit des Gespanns von Bedeutung war.“

Im Zaum halten

„Man muss die Araber im Zaum halten.“ Muss nicht erklärt werden.

Etwas auf dem Kerbholz haben

Das wusste ich nicht: „Das Kerbholz war ein Holzstab, welcher der Länge nach gespalten wurde. In die beiden zusammenhängenden Hälften schnitten zwei Parteien – Gläubiger und Schuldner oder Auftraggeber und Auftragnehmer – die gleiche Anzahl Kerben ein. Die Parteien kontrollierten die durch die Kerben festgelegten Vereinbarungen, indem sie die Kerbholzhälften aneinanderfügten und miteinander verglichen. Das Kerbholz war vor der Einführung schriftlicher Rechnungslegung das wichtigste Gerät zr Aufzeichnung von Lieferungen und Arbeitsleistungen.“

Eine Lanze brechen / Von der Pike auf

Der gemeine Soldat „diente“ mit der Pike, also einem Spieß, und „arbeitete“ sich dann „von der Pike auf“ Stufe um Stufe in der militärischen Hierarchie empor.

Lunte riechen

Nicht schwierig für die, die noch mit Vorderladern schießen. Die Lunte ist einfach eine Zündschnur. Genauso simpel ist

Sein Pulver verschießen / Nicht einen Schuss Pulver wert sein

Löffelbrett

Den Löffel abgeben

Der Löffel war das elementare Esswrkzeug der Bauern. Die ernährten sich vorwiegend von Brei. Der Löffel war individueller Besitz und wurde nach Gebrauch an das Löffelbrett an der Wand gehängt. „Starb man, gab man den Löffel an einen Erben.“

Warten auf den St. Nimmerleinstag

Wusste ich ebenfalls nicht: „Zur Zeit der Reformation stellt man in Predigtparodien Bibelstellen mit dem Wort und Begriff nemo (lat. niemand) zusammen, um so die Existenz eines Heiigen namens „Nemo“ zu beweisen. Hieraus entstand der „St. Nimmerlein“, der aber im Heiligenkanon nicht vorkam. Der „St. Nimmerleinstag“ ist also eine Ausrede und ein faules Versprechen. Auf diesen Tag warten man vergeblich.“

Ein Pastor darf über alles reden, nur nicht über 15 Minuten

Neben der Kanzel (habe ich nicht fotografiert) stand oft eine Sanduhr, die eine Stunde in vier Viertel aufteilte – jedes Glas läuft 15 Minuten. Die Prediger sollten ermahnt werden, die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer nicht zu überschätzen. So etwas brauchte man heute an Universitäten für Studenten auch (und für Blogger, da das lesende Publikum sich nicht länger als 20 Minuten konzentrieren kann, har har).

Visier

Ins Visier nehmen

Schon klar: Die Rittersleut hatten, war erst der Helm auf dem Kopf, ein eingeschränktes Blickfeld wie ein Journalist der öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Sein Licht unter den Scheffel stellen

„Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.“ (Evangelium des Matthäus 5,15)

Hinter Schloss und Riegel

Dorthin gehören alle [bitte selbst ausfüllen].

Keinen Deut wert sein

Der Deut war früher die kleinste Währungseinheit in Holland, Geldern und Kleve.

Etwas auf die Goldwaage legen

Das Publikum legte die pöbelnde Worte des Bloggers auf die Goldwaage.

Über die Wupper gehen

Schwierig. Die Wupper (ein Fluss) „bildete in weiten Teilen die Landesgrenze zwischen der zu Preußen gehörenden Grafschaft Mark [zum Beispiel Dortmund und Unna] und dem Herzogtum Berg. Um sich der preußischen Militärpflicht zu entziehen, gingen viele märkische Männer im 18. Jahrhundert ins benachbarte bergische Ausland.“ Aber: der Begriff hat sich heute ins Gegenteil verkehrt, in der Ökonomie bedeutet er „Konkurs gehen“.

ChatGPT hat eine ganz andere Theorie: „Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die Herkunft dieser Redewendung:

Gefängnis-Theorie (historisch):
In Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal) lag das Gerichtsgebäude auf der einen Seite der Wupper, das Gefängnis auf der anderen Seite. Wer verurteilt wurde, musste über die Wupper gehen, um seine Strafe anzutreten.

Hinrichtungs-Theorie:
In früheren Zeiten sollen Hinrichtungsstätten in der Nähe der Wupper gelegen haben, sodass Verurteilte über den Fluss geführt wurden – sprich: ihrem Tod entgegen.“

Saftsack

Zu diesem Thema halluziniert die KI dummes Zeug: „Im älteren medizinischen Sprachgebrauch standen „Säfte“ (wie Blut, Galle, Schleim usw.) für Lebensenergie und körperliches Gleichgewicht (Humoralpathologie).
Ein „Saftsack“ könnte daher im übertragenen Sinn jemand sein, der zu viele oder falsche Körpersäfte hat, also ein kranker oder unausgeglichener Mensch.“

Alles Quatsch. „Vor 1780 zog man den Tabakrauch unmittelbar aus der Brennkammer durch den Rauchkanal. Danach wurde zunächst bei Porzellanpfeifen der Saftsack eingeführt, der anfangs kugelförmig war und zwischen Pfeifenkopf und Rauchkanal gesteckt wurde. Später war der Saftsack als bauchige Ausformung in dern Pfeifenkopf integriert. Da „Pfeife“ bereits als Schimpfwort eingesetzt wurde, galt dies erst recht für „Saftsack“.

kochgeschirr

Einen Zacken zulegen

Das Kochgeschirr wurde an einem Haken am Kamin befestigt und ins Feuer gehängt. „durch die Wahl der Zackenhöhe konnte die Kochtemperatur und die Dauer des Garvorgangs reguliert werden. Legte man „einen Zacken zu“, wurde es heißer.

Klimaerwärmung, revisited

klimaerwärmung
Klimaerwärmung in Deutschland (Symbolbild)

Studie: Die Klimaerwärmung führt zur erheblichen Abkühlung Europas, insbesondere im Winter.

Ach. Ach was.

Unter Noch-nicht-so-weit-Seienden

robot
Roboter der Zukunft für die AltenSeniorenpflege (Symbolbild): A humanoid robot of the future is a highly advanced, lifelike machine designed to resemble and interact with humans. It features realistic skin-like materials, fluid movements, and expressive facial features. Equipped with artificial intelligence, it can understand language, recognize emotions, and adapt its behavior in real-time. These robots are used in various fields–healthcare, education, and companionship–seamlessly blending into human environments while continuously learning and improving through interaction. show the whole body but no human face –chaos 100 –s 750

Ich darf das natürlich intelligente Publikum auf einen interessanten Artikel in Shanghai Daily (Shine) aufmerksam machen: „Humanoid robots fascinate us, but it will be years before they reach an ‚iPhone moment‘ in our lives“. (Ich hoffte natürlich auch, dass die KI mir allerliebste Bilder dazu machen würde.)

Die KI übersetzte mir eine Passage: „Sun Lining, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Elektrotechnik der Soochow-Universität, sagte, dass humanoide Roboter mindestens fünf Jahre von ihrem „iPhone-Moment“ der Massenkommerzialisierung entfernt seien. Er fügte hinzu, dass fortschrittliche Humanoide, die in der Lage sind [KI: es muss „seien“ heißen], komplexe Aufgaben in Bereichen wie Landwirtschaft, Fabrikarbeit und Altenpflege zu übernehmen, möglicherweise erst in einem Jahrzehnt oder später erscheinen werden.

Für den Moment geht die Show weiter, während Pioniere der Branche ihre neuesten Versionen humanoider Roboter in eher theatralischen Ausstellungen präsentieren. Sie mögen einen Ausblick auf die Zukunft geben – aber sie sind noch nicht so weit.“

robot
Robotlehrer der Zukunft für Grundschulen (Symbolbild)

Fefe, revisited

Das Publikum suggeriert, ich möge investigativ recherchieren, was eventuell geschehen sei. Ich wüsste wie, habe aber weder Zeit noch Lust dazu.

Vorschlag: Laut Wikipedia ist Fefe Mitgründer der Firma Code Blau. (Berlin Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) HRB 84777 – Code Blau GmbH, es kostet etwas, die Dokumente einzusehen).

Özgür Kesim, der andere Gesellschäftsführer, ist Mathematiker (mit E-Mail-Adresse). Er ist auch auf Mathstodon, aber nicht aktuell aktiv. Auf X findet man ihn und auch seine Website kesim.org. Die ist zwar leer, aber man kann info@ versuchen.

Ich würde vermutlich anders vorgehen. Kesim ist passionierter Laien-Musiker an der Deutschen Oper. Die Kollegen von meiner Firma sitzen dort Tag und Nacht an der Rezeption und kennen vermutlich jeden… Nur theoretisch natürlich. Länger als ein, zwei Tage würde ich nicht brauchen.

Mulinhusun im Brukterergau und die Embisccara

Unna Dörfer

Gestern bin ich den ganzen Tag herumgedüst, mehr als 30 Kilometer, was mit einem E-Bike natürlich ein Klacks ist. Natürlich beobachte ich auch die Weltlage, aber aus der Perspektive landwirtschaflich genutzer Flächen im östlichen Ruhrpott etwas distanziert. (Die automatisch voll gelogene Russenpropaganda wird mir hier wegzensiert, so daß ich aufs Handy via VPN ausweichen muss – ich habe vergessen, wie man das beim Laptop per Linux aktiviert. Es funktionierte schon, es liegt also menschliches Versagen meinerseits vor. Kommt auf die To-Do-Liste und wird alsbald erledigt, wenn ich morgen nach Hause komme.)

Dörfer Unna

Mühlhausen wurde erstmals urkundlich um das Jahr 890 als Mulinhusun in einem Abgabenverzeichnis der Abtei (Essen-)Werden zusammen mit anderen Orten am Hellweg erwähnt: Im Brukterergau im Dorf Mulinhusun hat Folkbracht für eine halbe Hufe jährlich 10 Scheffel Gerste, 10 Scheffel Roggen, 8 Denare Heerschilling, 2 Scheffel Mehl zu leisten. Hierfür ist Salz zu kaufen.

Milchhof Mühlhausen

Zum Vergleich: „Taos Pueblo im Nordosten des US-Bundesstaates New Mexico gilt als der älteste dauerhaft bewohnte Ort der gesamten Vereinigten Staaten. Vorfahren der indigenen Menschen Indianer (…) haben diese Gegend seit mindestens 1000 Jahren besiedelt.“ – Um 850 n.Chr. führte Alfred der Große, König von Wessex, die Verteidigung gegen die dänischen Wikinger. Da gab es Mühlhausen schon ein paar Jahrhunderte.

Milchhof Mühlhausen

Ich bin also vermutlich Brukterer, wenn es nach der „Logik“ der Araber in Gaza, Judäa und Samaria geht, die sich noch in der wasweißichwievielten Generation „Palästinenser“ nennen.

Möpkenbrot

Im Milchhof der Familie Lategahn in Unna-Mühlhausen kaufte ich das, was ich immer kaufe und was auf dem Foto oben da duftend nach Fleisch und Blut vor sich hin liegt.

Unna Dörfer

Anschließend radelte ich auf gewundenen Pfaden zur Emscher. (Ja, ich war plötzlich mitten auf der Baustelle unter der Liedbachtalbrücke, was vermutlich nicht erlaubt war. Ich winkte den Bauarbeitern huldvoll zu und radelte irgendwie wieder auf der anderen Seite hinaus.) Ich kam am Krüper vorbei, über den ich schon 2011 schrieb: „Der kleine Tunnel ist hier, meine Tante nannte ihn immer den „Krüper“, offenbar ein seltenes Wort für „kleiner Tunnel“. In meiner Kindheit bin ich immer im Winter den Abhang bis fast in den Tunnel hineingerodelt; Autos fuhren damals so gut wie nie.“

Holzwickede

Die erste schriftliche Erwähnung der Emscher fand im 10. Jahrhundert als Embisccara statt. Der Name ist keltischer Herkunft und war vermutlich ursprünglich ein Ethnonym. Der erste Namensbestandteil stammt wohl von der keltischen Wurzel ambi- mit der Bedeutung ‚um, herum‘. Der zweite Bestandteil war vielleicht der ursprüngliche Flussname, also etwa *Skaria oder *Iskara. Demzufolge wäre der Name mit ‚die um die Skaria/Iskara Wohnenden‘ zu übersetzen.

Burks

Die Emscher ist ein armer Fluss,
die wie kein anderer leiden muß
Die Emscher
Am Hellweg wo sie hell entspringt,
ahnt sie noch nicht was man ihr singt…

Im Emscherquellhof kehrte ich ein und aß leckere Waffeln. Empfehlenswert!

EmscherquellhofEmscherquellhof

Das war eine gute und nötige Grundlage, weil ich mich am Abend mit meiner Großcousine ins Nachtleben Unnas stürzte, bis man uns weit nach Mitternacht – als die letzen Gäste – aus der Bar komplimentierte, so dass ich heute am Morgen, als ich zum Geburtstagsbrunch meiner Urgroßcousine eintraf, ein wenig schlapp war.

Burg Altena und mehr

Burg Altena

Gestern besichtigte ich die Burg Altena. Der Eintritt war frei, weil keine Eintrittskarten mehr da waren. Gutes Timing. #schland #deutschland #infrastrukturapokalypse

Burg AltenaBurg Altena

Ich bekam interessante Anregungen, wie mit dem Antisemitenpack, das hier erwähnt wurde, zu verfahren sei, was aber den Gebräuchen der Neuezeit krass widerspräche.

Burg Altena

Ich muss darüber ein eigenes Feudalismus-Addendum anfertigen, was alsbald geschehen wird.

Burg Altena

Der Arbeiterklasse im Sauerland geht es derweilen an den Kragen, in der Stahlbranche, in der Autobranche, in der Papierbranche. So isser, der Kapitalismus.

Unter Speläologen im Suderlande

Dechenhöhle

Gestern machte ich eine Klassenfahrt einen Halbtagesausflug zur Dechenhöhle [aka Deutsches Höhlenmuseum Iserlohn], eine Tropfsteinhöhle im Sauerland (überregional bekannt durch seine Flussnamen).

Ich war mehrfach motiviert: a) Als Kind war ich schon einmal da, konnte mich aber ums Verrecken an nichts mehr erinnern, b) habe ich so etwas und Ähnliches schon in Secondlife gebaut und c) war das Sauerland in meiner Kindheit eines der beiden möglichen Urlaubsgebiete (neben der Nordsee).

Dechenhöhle

In Wahrheit besteht die Dechenhöhle aus mehr als 60 Höhlen, die auch noch nicht aller restlos erforscht sind. „Für Besucher ausgebaut sind 400 von 902 Metern der Höhle“ mit insgesamt rund 17 Kilometern Ganglänge. „Zu den Bewohnern der Höhle zählen die Große Höhlenspinne (Meta menardi) und Fledermäuse.“

Dechenhöhle

Hätten Sie’s gewusst? Die Höhlenforschung gliedert sich in die Hauptbereiche Speläotopographie, Speläogenese und Speläobiologie.

DechenhöhleDechenhöhle

Ich war schon mehrfach unter erschwerten Bedingungen „unter Tage“, wie man im Ruhrpott sagt, in Silberminen Boliviens, oder in unterirdischen Pyramidengängen in Mexiko, wo es mir schummrig wurde. In Deutschland ist alles bestens gesichert und man ist froh, dass keine Helmpflicht besteht, obwohl ein Führer natürlich unabdingbar ist.

DechenhöhleDechenhöhle

Man kann aus finanziellen, kulturellen und touristischen Gründen in solchen Höhlen allerlei Tamtam veranstalten, Lesungen, Musik und Gespenstisches. Das finde ich eher uninteressant. Ich wollte wissen, was man da gefunden hat und wie alt das ist und seit wann da Menschen hausten oder auch nicht, weil es zu dunkel und unheimlich war.

Dechenhöhle

Auf dem obigen Foto sieht man in der großen Versionen einen Pfeil, der auf einen Knochen zeigt. Die Höhlen, „die durch die Lösung von Kalkstein durch leicht saures Wasser (Kohlensäureverwitterung) über sehr lange Zeiträume hinweg entstanden sind“, sind zwischen 1,5 und einer Million Jahre alt. Die Tropfsteine (Stalaktiten und Stalagmiten) selbst wachsen extrem langsam – im Durchschnitt etwa 1 mm in 100 Jahren, sind also auch uralt. An einigen Orten, wie auch hier, wurden Knochen von Höhlenbären (Ursus spelaeus) gefunden, sogar die eines Wollnashorns, und die geologischen Schichten der Fundorte waren zwischen 120.000 und 150.000 Jahre alt. Wollmammuts und Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea, alle ausgestorben) liefen da auch herum.

Dechenhöhle

Bonus: Der Neandertaler hat diese Tierchen gesehen und vermutlich auch gefagt, aber ist nicht durch Löcher in die Karst- bzw. Tropfsteinhöhlen gefallen – man hat keine Menschenknochen gefunden. Werkzeuge und Tierknochen mit Spuren menschlicher Nutzung aus der Zeit des Neandertalers wurden sehr wohl entdeckt.

DechenhöhleDechenhöhleDechenhöhleDechenhöhleDechenhöhle

Der Mensch ist versucht, dem, was er nicht versteht oder was Menschlichem nicht ähnelt, Namen zu geben, die aber natürlich sinnlos sind. Das rot Beleuchtete ist ein „Höllenloch“. Man muss natürlich an die Existenz einer Hölle glauben, um das irgendwie unheimlich zu finden. Drastischer wäre ein unbeleuchtetes Skelett eines verunglückten Höhlenforschers, um Nachahner abzuhalten. Aber das schickt sich nicht.

DechenhöhleDechenhöhleDechenhöhle

Ich war von einigen – zum Glück – wenigen Rentnern umrahmt, die sich aber ordentlich benahmen und auch angenehmere Gesellschaft waren als große kreischende Kindergruppen im Berlin Naturkundemuseum, samt des oft überforderten pädagogischen Begleitpersonals, insbesondere, wenn es Hidschab trägt.

Dechenhöhle

Unaer Guide führte uns auch vor, wie man durch Klopfen an die Stalaktiten [Eselsbrücke, nicht jugendfrei: Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen] eine ganz ordentliche Melodie erzeugt. Wir durften das aber nicht versuchen.

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Interessant wurde es auch im angeschlossenen Museum, wo man die Überreste einer Fälscherwerkstatt bewundern kann, die in einer der Höhlen versteckt war.

Dechenhöhle

Bei den übergroßen Plastik-Dinos und dem Modell eines Höhlenlöwens war ich weniger begeistert. Da bin ich vom Naturkundemuseum, wo ich oft arbeite, verwöhnt. Alles unterhalb vom Tyrannosaurus ist Pipifax. Und der Höhlenlöwe sieht aus wie ein trauriges Kuscheltier aus dem Hause Steiff. Da hätte man besser die Berliner Taxidermisten rangelassen.

Dechenhöhle

Trotzdem war es alles in allem ein interessanter Trip, den ich mit einem Selfie samt Dame an der Bushaltestelle beende.

Dechenhöhle

Was fehlt, was ist neu, unter Mundabwischenden und Lünschermannsweg

reichsstrasse

Es begab sich aber, dass ich wieder auf der Reichsstrasse 1, zu meinen Lebzeiten also known as Bundesstrasse 1, zur Zeit des Frühfeudalismus als Hellweg, noch früher als via regia, nach Westen radelte. Def gut ausgebaute Radweg ist dem Publikum schon spätestens sei dem letzten Jahr bekannt. Was jetzt folgt, auch. (Wer sich beginnt zu langweilen, sollte sich testen statt hier herumzulesen – mein Ergebnis ist 44. Oder amüsiert euch über das Gejammere der Medien.)

reichsstrasse

Was mir in Berlin fehlt, sind die Aussichten über sanfte, begrünte Hügel, mit vielen Bäumen und einer abwechslungsreichen Mixtur aus Feldern, Wiesen und Wäldern. Leut Google war ich auf der Chaussee (so haben wir den Hellweg als Kinder genannt) – der Verlängerung der Provinzialstrasse, aber mein Foto ist natürlich besser.

Nordstrasse Holzwickede

Und nun zu uns, Holzwickede! Warum ist der westliche Radweg der Nordstrasse eigentlich gesperrt, obwohl da nichts kaputt zu sein scheint? Oder ist nur die Berliner Seuche, überall rot-weiße Plastikabsperrgitter hinzupflanzen, obwohl dahinter nie die schuftende Bauarbeiterklasse zu sehen ist, in den Ruhrpott geschwappt?

Nordstrasse Holzwickede

Lustig: Die Neuapostolische Kirche, in der ich als Kind mindestens fünf Mal in der Woche war und die mangels Verehrer höherer Wesen dieser speziellen Sorte schon vor einigen Jahren aufgegeben wurde, gehört jetzt den Buddhisten. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas in Holzwickede gibt. Es würde mich schon interessieren, ob die vorher eine Art Exorzismus betrieben haben, um die christlichen Geister zu vertreiben. (Eine Frage ans Ordnungsamt: Wieso dürfen Buddhisten elektische Leitungen wie Lichterketten außen an den Mauern aufhängen, sodass einem als Hobby-Elektriker die Haare zu Berge stehen?)

Nordstrasse Holzwickede

Vor meinem Geburtshaus machte ich wie gewohnt eine kleine Pause, war aber leicht indigniert, da mir die paternalistische Attitüde, jeden Furz normgerecht vorschreiben zu wollen, nicht behagt: Atmen sie regelmäßig, vergessen sie nicht zu kacken, und wischen sie sich mit der Serviette neben ihrem Kuchen nicht den Arsch, sondern Mund ab! Eine Serviette gibt mir keine Anweisungen, was ich zu tun habe!

HolzwickedeHolzwickede

Falls ich nicht mehr wüsste, wann ich geboren bin, könnte ich im Rathaus Holzwickede fragen. Im Kirchenbuch der Evangelischen Kirche ist noch mein Vater verzeichnet, obwohl der noch als Kind zwangsweise in die Sekte wechselte.

Lünschermannsweg HolzwickedeQuellenstrasse Holzwickede

Die ortskundigen Leser warten selbstredend voller Spannung auf den Lünschermannsweg (bei Google komme ich jetzt an dritter Stelle) bzw. die Quellenstrasse. Ich war natürlich ausgerüstet für das obligatorische Selfie.

Ich zitiere mich selbst (13.05.2024): Wieso fotografiere ich eigentlich immer dasselbe Motiv – wie hier (Oktober 2017), hier (Juli 2012) und hier (März 2012) und hier (November 2011) und hier (Juli 2011)?

Lüünschermannsweg HolzwickedeLünschermannsweg Holzwickede

Ich hätte da noch eine Frage an die hier mitlesenden Landwirte und andere Bauern. Was wurde da gepflanzt? Kartoffeln sind es nicht, Mais ist es auch nicht. Vielleicht Hafer?

Lünschermannsweg Holzwickede

Außerdem verstehe ich nicht, wie man mit einem Pflug so gerade Furchen ziehen kann, als hätte jemand mit einem kilometerlangen Lineal danebengestanden?! Oder ist das schon künstliche Agrarintelligenz?

hixterwald Holzwickedehixterwald Holzwickedehixterwald Holzwickede

Den Hixterwald mit den Rinnsalen, die ein paar hundert Meter weiter unten die Emscherquelle bilden, kennt hier mittlerweile jeder. Auch hier wiederholen wir gemeinsam: Wir reden über das Siepensystem des Selbachs (Link korrigiert).

Ich kann mich noch daran erinnern, dass mein Opa bei den Spaziergängen mit mir im Hixterwald erzählte, die großen Löcher, die man überall sieht (vgl. Foto in der Mitte), seien Bombenkrater. Das war natürlich Unfug. Er wusste es nicht besser. Aber ChatGPT weiß es:

Ja, im Ruhrgebiet gibt es einen speziellen Begriff für solche Löcher oder Krater in Wäldern, die durch den frühen, meist oberflächennahen Abbau von Kohle entstanden sind:

Eine Pinge (Plural: Pingen) ist ein trichterförmiger, meist abgesackter oder eingestürzter Bereich des Bodens, der durch alten Bergbau verursacht wurde – oft durch sogenannten „Pingenbau“ oder durch Einsturz alter Stollen. Im Ruhrgebiet und anderen Bergbauregionen Deutschlands finden sich solche Pingen häufig in Wäldern, an Böschungen oder auf Brachflächen, wo im 18. oder 19. Jahrhundert Kohleflöze nahe der Erdoberfläche durch kleinen Schachtbau oder Handarbeit abgebaut wurden.

Merkmale von Pingen: oft muldenförmig oder trichterartig, heute meist bewachsen, wirken wie kleine Senken oder Kuhlen, manchmal in Reihen oder Gruppen auftretend.

Umgangssprachlich werden sie in manchen Gegenden auch „Kuhlen“, „Schlote“ oder einfach „alte Schächte“ genannt, aber „Pinge“ ist der korrekte fachliche Begriff. Wenn du z. B. durch einen Wald bei Essen, Bochum oder Dortmund [der Hixterwald liegt größtenteils in Dortmund-Sölderholz] gehst und solche Kuhlen siehst, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Pingen des Altbergbaus. Viele dieser Stellen sind heute als bergbauliche Relikte unter Schutz gestellt oder mit Warnschildern versehen, da sie nach wie vor absacken können.

Ich wollte natürlich mein komplettes Pflichtprogramm abspulen und radelte noch zum Kellerkopf. Das Kriegerdenkmal ließ ich aus und genoss stattdessen wieder die Aussicht ins Tal der Ruhr.

kellerkopf

Ich wollte das alles schon gestern posten, aber ich befleißigte mich nach meiner Rückkehr im Don Camillo zusammen mit meinem Schuldfreund Harald, mit dem ich die meisten politischen Ansichten teile, der Todsünde der Völlerei und Trinkerei. Die Speisen waren wie immer großartig lecker. Ich habe so viel Geld verballert wie manche Leute am Tag verdienen. Das musste mal gesagt werden, weil ich zwar arm, aber (noch) privilegiert bin.

Züricher Geschnetzeltes

ChatGPT: Mögliche legale Tätigkeiten mit etwa 60 € Tagesverdienst:
🧹 Mini-Jobs / Geringfügige Beschäftigung
Reinigungskräfte (Teilzeit, z. B. 4–5 Stunden am Tag)
Zeitungsausträger
Küchenhilfen / Spülkräfte
Lagerhelfer oder Kommissionierer (z. B. 4 Stunden pro Tag)
Verkäufer/in auf 450-€-Basis (bzw. 538 € seit 2024)

Wisst ihr Bescheid.

Venus de‘ Medici

Venus de' Medici

Ich darf das nackte Weiber liebende kulturaffine Publikum auf eine Vorfall hinweisen, bei dem ich ursprünglich annahm, es handele sich um Satire. Die bürgerliche Presse berichtet: „Die „Venus Medici“ ist ein Klassiker, das Original der Statue steht in den Uffizien in Florenz. Für Berliner Verhältnisse jedoch ist das Kunstwerk offenbar zu anstößig: Nach einem Hinweis der Gleichstellungsbeauftragten wurde die Bronzestatue aus einem Bundesamt entfernt.“

RA Steinheifel twittert (wie heißt das jetzt: Xtet?): „Wie wäre es, wenn man stattdessen die Skulptur zurückbringt und die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen entlässt und ihr Amt komplett auflöst?“

Der Skandel ist doch nicht, dass eine Beauftragte für Prüderie, Bilderstürmerei und vermutlich auch Gendersprache dummes Zeug von sich gibt, sondern dass sofort nachgegeben wird. Was sind denn das für unterwürfige und opportunistische Hampelmänner da im „Bundesamtfür zentrale Dienste und offene Vermögensfragen“ (aka Bundesausgleichsamt)? Oder sind die alle dort zum islam übergetreten?

Charming little ruhrpöttische Town, noch mal revisited

Bielefeld

Urlaub heißt: Man fährt irgendwo hin oder auch nicht. Ich wählte die erste Option, nach dem Motto „Charming little ruhrpöttische Town, noch mal revisited“. Ein Woche chillen, obwohl ich mir ein straffes Programm vorgenommen habe, vom dem ich noch etwas weglassen muss.

Bahn

Übrigens, Deutsche Bahn: Ihr wisst schon, dass japanische Lokführer bei einer Minute Verspätung Harakiri begehen oder sich zumindest so tief entschuldigend vor den Fahrgästen verneigen, dass ihre Zunge den blitzsauberen Bahnhofsfußboden berühren? „The great inconvenience we placed upon our customers was truly inexcusable“ – soll ich euch das übersetzen?

Ich musste zum Glück nur einmal in eine Regionalbahn umsteigen, die alle naselang fährt und auch pünklich ist. Zum Ausgleich macht der Lokführer – und nicht irgendeine KI! – in verständlichem Deutsch informative und höfliche Ansagen. Das Internet war wie gewohnt auf Akustikkoppler-Niveau, so dass ich es irgendwann ausschaltete zugunsten mobiler Daten. Einige Klos waren gesperrt, und die Bordküche hatte keine warmen Speisen. Aber wir sind ja auch nicht im volkschinesischen Eisenbahn-Kommunismus.

dortmund

Dortmund war schon immer keine architektonische Perle, aber jetzt kommen zur Verhässlichung nochj Hidschabs dazu. Muss ich nicht haben. Das Logo der Union-Brauerei überragt immer noch die Hausdächer und erinnert an Zechen, Schlote, Kneipen, Bier und Korn wie die legendären Plaste und Elaste aus Schkopau an den real gar nicht existierenden Sozialismus.

Unna

Ich habe auch das obligatorische Selfie mit der Marktcam gemacht und mich ortsüblich verpflegt.

unna

Morgen bin ich mit dem Elektroradl hier und dort.

unna

Nachtschicht

Bebelplatz

Ich muss mich erst einmal von den vier 12-Stunden-Nachtschichten erholen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich jetzt bis Anfang Juni Urlaub habe?

Ich musste heute zudem ein wenig stundenlang herumfummeln und -konfigurieren, weil mir der älteste und unwichtigste Rechner verreckt ist. Man hat ja auch sonst nichts zu tun.

Hermannplatz, revisited

Hermannplatz

Berlin, Hermannplatz, zur gleichen Zeit wie das Foto von vor ein paar Tagen. Das fachkundige Publikum meinte, es seien eher die 70-er als die 80-er. Da man mein eigenes Taxischild im Rückspiegel sehen kann und ich erst seit 1977 Taxi gefahren bin, ist das Foto Ende der 70-er oder Anfang der 80-er entstanden: Das Bild ist ein eingescanntes Dia, und die Kamera hatte ich mir – falls ich mich richtig erinnere – erst vor der Südamerika-Reise 1979/80 gekauft.

Hermannplatz

Hermannplatz

Berlin, Hermannplatz, vermutlich Ende 80-er oder frühe 90-er Jahre. Das Kaufhaus im Hintergrund gehört noch zu Kreuzberg, der Rest ist Neukölln.

Max & Moritz und die Völlerei

Max & Moritz

Ich hatte schon am 21.01.2024 erwähnt, warum das erste Stockwerk des Kreuzberger Wirtshauses Max und Moritz mit Erinnerungen behaftet ist. Ich durfte gestern noch einmal hochsteigen.

Wie das Publikum schon errät, befleißigte ich mich wieder der Todsünde der Völlerei, kombiniert mit der Aufnahme dazu passender Getränke, in Gesellschaft von Aakshay Raghaveendra. Wir besprachen die Weltläufte, Software, Indien, China und alles andere.

FlammkuchenApfelstrudel

Der Flammkuchen war der beste, den ich jemals gegessen habe. Den Apfelstrudel könnte ich auch selbst machen, was auf meiner To-Do-Liste steht.

Anschließend besuchten wir die ebenfalls zu empfehlende Misfit Bar am Leuschnerdamm und nahmen dieses und jenes Getränk zu uns.

Misfit

Kreuzberg hat sich total verändert, vor allem die Oranienstrasse. An einem Samstag kommt man kaum über den Bürgersteig, weil der überfüllt ist – von der Stiege, die es schon in dern 70-er Jahren gab, bis zum Görlitzer Bahnhof. Ich mag es da nicht mehr – zu viele Hipster und anderes Kroppzeug. Und auf de Straße die üblichen Verdächtigen mit schwanzverlängernden Fahrzeugen.

whiskymanufaktur

Ich beschloss, ein wenig zu Fuß heimwärts zu laufen, um den Mangel an Bewegung auszugleichen, und musste bestürzt feststellen, dass der hier schon mehrfach erwähnte Drogendealer meines Vertrauens das Geschäft offenbar aufgeben hat. Es bleibt also zukünftig nur noch der Klick auf das Angebot der Großbourgeoisie…

Macht und Herrschaft im Strandkorb

strandkorb

Meine damalige Freundin und ich irgendwo an der Nordsee (1972). Das Original-Foto ist zu klein, aber auf der digitalen Version kann man erkennen, was ich gerade lese – Urs Jaeggi: Macht und Herrschaft in der Bundesrepublik Taschenbuch (1969). Ich habe das schon etwas fleckige Buch gleich in einem meiner Bücherregale wiedergefunden. Vermutlich habe ich es seit 1972 nicht mehr angefasst – außer bei Umzügen.

urs jaeggi

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Danke, Fratzenbuch! Natürlich sind alle Beiträge von mir allüberall von hoher Qualität!

Auf Nachtwache

bebelplatz bebelplatz

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