Max & Moritz und die Völlerei

Max & Moritz

Ich hatte schon am 21.01.2024 erwähnt, warum das erste Stockwerk des Kreuzberger Wirtshauses Max und Moritz mit Erinnerungen behaftet ist. Ich durfte gestern noch einmal hochsteigen.

Wie das Publikum schon errät, befleißigte ich mich wieder der Todsünde der Völlerei, kombiniert mit der Aufnahme dazu passender Getränke, in Gesellschaft von Aakshay Raghaveendra. Wir besprachen die Weltläufte, Software, Indien, China und alles andere.

FlammkuchenApfelstrudel

Der Flammkuchen war der beste, den ich jemals gegessen habe. Den Apfelstrudel könnte ich auch selbst machen, was auf meiner To-Do-Liste steht.

Anschließend besuchten wir die ebenfalls zu empfehlende Misfit Bar am Leuschnerdamm und nahmen dieses und jenes Getränk zu uns.

Misfit

Kreuzberg hat sich total verändert, vor allem die Oranienstrasse. An einem Samstag kommt man kaum über den Bürgersteig, weil der überfüllt ist – von der Stiege, die es schon in dern 70-er Jahren gab, bis zum Görlitzer Bahnhof. Ich mag es da nicht mehr – zu viele Hipster und anderes Kroppzeug. Und auf de Straße die üblichen Verdächtigen mit schwanzverlängernden Fahrzeugen.

whiskymanufaktur

Ich beschloss, ein wenig zu Fuß heimwärts zu laufen, um den Mangel an Bewegung auszugleichen, und musste bestürzt feststellen, dass der hier schon mehrfach erwähnte Drogendealer meines Vertrauens das Geschäft offenbar aufgeben hat. Es bleibt also zukünftig nur noch der Klick auf das Angebot der Großbourgeoisie…

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Kommentare

6 Kommentare zu “Max & Moritz und die Völlerei”

  1. Godwin am Mai 11th, 2025 6:40 p.m.

    Stiege:
    Geschlossen:
    Heiligabend 24,12,2022
    Silvesterabend 31.12.2022

    das scheint mir nicht mehr gaaaanz so up to date zu sein…

    „Kreuzberg hat sich total verändert“
    Nicht nur Kreuzberg.
    Ich kenne die KulturBrauerei noch als abgeranzten, versüfften Underground-Place.
    Aber selbst mir fallen die Stück-für-Stück-Veränderungen in Friedrichshain und Kreuzberg in den letzten 15 Jahren auf.
    Die Subkulturen sind mehr oder weniger völlig verschwunden.
    Was will man erwarten, wenn es bei einem Hardcore-Konzert mehr nach Parfüm riecht als früher in der Disco und wenn die Gespräche der Bands und des Publikums sich um Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der gleichzeitigen Finanzierung des Eigenheims und der Privatschule für die Kinder drehen??

    Bei meinem letzten Kontakt mit Personen dort, unterhielten sich ein paar Studentinnen darüber, dass die neue Wohnung definitiv ein eigenes Yoga-Zimmer braucht. Das müsse ja nicht so groß ausfallen wie bei den reichen in [Name des Stadtteils vergessen]…

    da weißt du Bescheid.
    Die geilen Jahre sind vorbei.
    Spielplatz Berlin lange vorbei
    https://youtu.be/MzExxs0gmNA?t=1375

    evtl. hast du ja noch Fotos aus verschiedenen Epochen. oder kannst welche auftreiben.
    und dann mal so ein bissl Zeitgeschichte darbieten.

  2. admin am Mai 11th, 2025 11:58 p.m.
  3. ... der trittbrettschreiber am Mai 12th, 2025 5:52 a.m.

    „steven am Januar 12th, 2012 4:50 pm

    Bilder aus einer anderen Welt. Wahnsinn!

    Als 1981 in Berlin geborener kann ich nur staunen und träumen.
    Warum sehne ich mich so sehr nach diesem Berlin, dass kaputt und dreckig war obwohl ich es kaum kenne?“

    Das hatte man damals nicht so wahrgenommen, denn ganz Deutschland war ja mehr oder weniger in diesem Zustand. Man kannte noch nicht Justin Biber, Helene fischer und die SUVs glänzten noch nicht so dicke in der asphaltierten Prärie.
    Burks ging noch zur Schule – offline!
    Zum Einkaufen musste man nicht die Enter-Taste drücken sondern die Türklinke eines Tante Emma Ladens. ALDI gabs nicht. Aber Brauereien, die gabs und deren Kunden. Das waren die Altnazi-Wirtsleute in schwarzen Hosen, weißen Hemden und roten Wangen, die ordentlich Speck auf den Tellern servierten und denen das Grölen der Besoffenen sanft in die von Göbbels preparierten Ohren rann – Deutschland im Aufarbeitungsmodus, was bedeutete, dass einem all das, was uns heute sorgenvoll sein lässt, in High-Speed-Manier am Arsch vorbei fegte…hx.

  4. nOby am Mai 12th, 2025 10:07 a.m.

    … der trittbrettschreiber am Mai 12th, 2025 5:52 am

    „steven am Januar 12th, 2012 4:50 pm

    Bilder aus einer anderen Welt. Wahnsinn!

    Als 1981 in Berlin geborener kann ich nur staunen und träumen. […]

    Um die Zeit herum war ich auf Klassenfahrt in Berlin. Erinnere mich nur noch an den Pipi Gestank in den Resten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, einem Flohmarkt der in alten und rot-gelben S-Bahn Waggons untergebracht war und den 4,50 Deutsche Mark für ein Tagesticket, um die Berliner Verkehrsbetriebe zu nutzen. Und ja, die 1,20 DDR Mark für eine ziemlich kurz geratene Bratwurst nach dem Besuch des Pergamonmuseums in Ost-Berlin.

  5. nOby am Mai 12th, 2025 10:16 a.m.

    Godwin am Mai 11th, 2025 6:40 pm

    Stiege:
    Geschlossen:
    Heiligabend 24,12,2022
    Silvesterabend 31.12.2022

    das scheint mir nicht mehr gaaaanz so up to date zu sein…

    […]

    evtl. hast du ja noch Fotos aus verschiedenen Epochen. oder kannst welche auftreiben.
    und dann mal so ein bissl Zeitgeschichte darbieten.

    Brav @Godwin, Du hast kein einziges Mal das I…. oder M….. Wort benutzt. So soll es sein.

    Ja, Bilder eines Burks, aufgenommen während einer Demo, bei Kaderschulungen oder dem Zuschneiden einer China Flagge oder dem Bemalen von Bannern, wären ganz interessant. Vielleicht gibt es sogar Fotos wie die Burk’sche Mao Gruppe den Frank Zappa damals belehren wollte und der wollte nicht. Gäb es das mit Ton, das wäre sensationell!

  6. ... der trittbrettschreiber am Mai 12th, 2025 1:44 p.m.

    @nOby

    Da könnten wir uns über die erwähnte Pissrinne gelaufen sein. Ach ja der Müggelsee.
    Der S-Bahn-Flohmarkt am Nollendorfplatz war bis in die 80er aktiv und überteuert – wertvoller Alt-Gold-Messingschrott.
    Anfang der 80er war aber sehr entspannt und groovie in Berlin, Berlin. Fred vom Jupiter war oft zu Besuch und nach dem Abhotten in der Kantstraße bekam man am Nolli morgens um vier noch eine Riesenpizza für einsfuffzich…wa?
    Heute reichts für ne Bulette in Wilmersdorf oder ne Cürriewuast in der Schönhauser Allee vorm intellektuellen Besuch in der Volksbühne, von der man in Castrop-Rauxel ja immer so gern träumt.
    Für Biomüsligrünenupperclassreichenfreaks sei die Hufelandstraße herzlichst empfohlen. Bitte nur mit Jodelzugereisten sprechen. Von den Autochtonen gäbs sicher was aufs touristisch neugierig fragende Maul…hx.

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