Chillen

Glücklich Chillen heißt: Nicht arbeiten zu müssen, ein leckeres Getränk in der Hand zu halten (Single Malt z.B.), auf dem Sofa zu liegen, Stille zu genießen und über das nachzudenken, was nachdenkenswert ist (42 z.B.).
Apropos Getränke: Ich habe mir die sachkundigen Ratschläge des hiesigen Publikums zu Herzen genommen.

Special Selection
Das ist ja ein leckeres Gesöff von der Isle of Islay! Ich verstehe aber nicht, inwieweit der Alkoholgehalt den Geschmack signifikant verändert? Zehn Promille weniger – die es beim Drogenhändler meines Vertrauens auch gab – kosten rund zehn Euro weniger. Eine Flasche mit 80 Prozent Alkohol würde also 80 Euro kosten? Oder ab welchem Alkoholgehalt schmeckt Whisky nicht mehr nach Whisky? Und hätte ich vielleicht statt der „Special Selection“, die teuer genug war, besser eine der einschlägigen Marken nehmen sollen?
Der dressierte sozialkreditierte Mensch
Endlich ein einigermaßen objektiver Artikel zum Thema! Le Monde diplomatique: „Bis 2020 testet die chinesische Regierung in 43 Kommunen ein ausgefeiltes Sozialkreditsystem. Mit Punktabzug, öffentlichen Demütigungen oder Pluspunkten wird damit über die berufliche Zukunft, den Zugang zu Bildung und Krediten oder die individuelle Reisefreiheit entschieden.“
„Posieren in Luxuswagen bei Hochzeiten oder Begräbnissen“ ist verboten. Würde ich sofort hierzulande einführen.
Klassisch
Das hiesige Publikum zweifelte jüngst daran, ob es noch Klassen im Marxschen Sinn bzw. das Proletariat gebe. Darüber lese ich gerade die Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 116, die sich speziell diesem Thema widmet.
Ich saß im Café Zuckerbaby, trank Milchkaffe und aß Käsekuchen, der dort Cheesecake genannt wird, vermutlich weil US-Amerikaner sonst nicht wissen würden, was sie da vor sich haben.
Minuspunkt im Café Zuckerbaby: Ein Haufen unerzogener und bläkender Kinder aus den neuen Mittelschichten, deren Eltern so aussehen, als hätten sie veganen glutenfreien Sex.
Vor welchen Frauen die Hamas wirklich Angst hat

Source: Girlsdefence (Instagram) Welcome to the wonderful world of IDF Women | בס“ד
Man sollte aber nicht vergessen, dass es auch Yuval Ofer vom Israel’s Women network gibt ( für’s deutsche Wikipedia irrelevant). „The exclusion of women constitutes one of the greatest threats to the equality and welfare of women in Israeli society today.“
Haaretz (man muss leider eine E-Mail-Adresse angeben): „1 in 6 Women Suffer Sexual Harassment in Israeli Army, Survey Finds“.
An Easy Way For Women To Have More Orgasms

Symbolfoto, Quelle: somewhere on the Internet
Archives of Sexual Behaviour: „Women who have sex with women (WSW) are more likely to report experiencing an orgasm during partnered sex, compared to women who have sex with men (WSM).“
Zusammengefasst gibt es das auf IFLScience: „There’s An Easy Way For Women To Have More Orgasms, But Men Aren’t Going To Like It“.
Alles fußt u.a. auf der Untersuchung (2017): „Differences in Orgasm Frequency Among Gay, Lesbian, Bisexual, and Heterosexual Men and Women in a U.S. National Sample“.
Fazit: „Compared to women who orgasmed less frequently, women who orgasmed more frequently were more likely to: receive more oral sex, have longer duration of last sex, be more satisfied with their relationship, ask for what they want in bed, praise their partner for something they did in bed, call/email to tease about doing something sexual, wear sexy lingerie, try new sexual positions, anal stimulation, act out fantasies, incorporate sexy talk, and express love during sex.“
Schon klar.
Food Porn oder: Reise nach Jerusalem
Anlässlich eines Familienfestes hier eine Restaurantempfehlung: Im Masel Topf im Bezirk Prenzlauer Berg lässt es sich ganz wunderbar speisen. Ich aß Menü 3 „Reise nach Jerusalem“.
1. Gang: Tel Aviv Mezze Mix: Gemischte Vorspeisenplatte,
2. Gang: Matze Ball Soup – Hühnerbrühe mit Matzeknödel,
3. Gang – Jerusalem Grill – traditioneller israelischer Grillteller mit Hähnchen, Rinderhackspieß, Falafel, Grillgemüse, Baba Ghanoush, saure Gurken, Harissa und Humus, serviert auf Fladenbrot.
4.Gang: Dessert Mix
Beware Your Mental Health
Ich muss das in festtäglicher Stimmung befindliche Publikum darauf hinweisen, dass ich morgen die letzte von drei 12-Stunden-Schichten und auch zu Silvester und Neujahr eben dieses vor mir habe. Da bleibt nicht mehr viel Zeit.
Wenn ich mich also nicht telefonisch melde, liegt das daran, dass ich entweder arbeite, schlafe, oder dusche, Ansonsten mache ich nicht viel.
Immerhin habe ich heute schon um 20 vor sieben Uhr zwei afrikanische Kunden (soziales Milieu Görlitzer Park oder Kottbusser Tor) aus der Rettungsstelle „hinauskomplimentieren“ müssen, einen davon mit Polizeieinsatz. Mein Kreislauf kann sich nicht beklagen.
Die Warnung bitte ich zu beherzigen. CU soon.
Guter Stoff
In der Flasche ist ein 15 Jahre alter Dalwhinnie.
Ein Hauch von Seetang und hebridischer Vanille
Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Mir wurde ein Laphroaig empfohlen aus der geichnamigen Brennerei. Ich kann das nicht korrekt aussprechen, aber diese Namen haben für mich einen exotischen Touch wie etwas aus der Inka-Zeit. Laphroaig calls itself the most richly flavoured of all Scotch whiskies.
Aroma: Medizinisch – Rauchig, mit einem Hauch von Seetang. Geschmack: Rauchig, süßlich-medizinisch-phenolisch, salzig. Abgang: Lange anhaltend und ausgeprägt.
Letzteres kann ich bestätigen, wirklich beeindruckend lecker. Da ich noch nie Seetang gegessen habe, kann ich das Aroma aber nicht identifizieren.
Der andere Whisky ist aus der Brennerei Ardmore, wieder von der hier schon lobend erwähnten Isle of Islay.
Aroma: Heidekraut, Honig und leichter Rauch. Ein Hauch Zimt und Toffee. Geschmack: Cremige Vanille, süßer Honig und Gewürze verbinden sich mit einer angenehmen Rauchigkeit. Abgang: Sanft, langanhaltend und trocken mit Gewürzen.
Wie war noch mal das Aroma von Heidekraut? Hat das schon mal jemand gekaut? Ich habe die Flasche noch nicht geöffnet, ich war auf den Seetang neugierig.
Ich kauf mir lieber einen Fedora-Hut
Selfie am Richardplatz mit Fedora-Hut.
Zweitfrau geht
Stuttgarter Zeitung: „Deutscher Pass und Zweitfrau: Beides geht. Ein Syrer, der zwei Ehefrauen hat, darf trotzdem Deutscher werden. Die Stadt Karlsruhe darf seine Einbürgerung nicht rückgängig machen, sagt der Verwaltungsgerichtshof.“
„Gleichwohl teile der Senat nicht die Ansicht des Verwaltungsgerichts, dass das Prinzip der Einehe ein Bestandteil der freiheitlich demokratischen Grundordnung sei.“
Das eröffnet ungeahnte Perspektiven!
OpenKeychain
Ich habe mein Problem gelöst, wie per Android zu verschlüsseln sei. APG war, wie hiesigerseits seit fünf Jahren bekannt, eine Pleite.
Jetzt fasste ich mir ein Herz, trank einen kleinen 12-jährigen Bowmore, und machte machte mich ans Dröseln, immer eingedenk der statistisch verifizierbaren Tatsache, dass, wenn ein Software-Entwickler in eine Anleitung das Wort „einfach“ hineinschmuggelt, es eben das nicht ist und der Frust droht.
Ich nutze schon seit Jahren auf dem Smartphone K-9 Mail. Dazu kommt OpenKeychain (vgl. Screenshot). Die üblichen Verdächtigen haben bisher nichts Relevantes einzuwenden gehabt.
Bisher scheiterten meine Versuche daran, dass ich eh schon einen Schlüssel habe, den sicher einzubinden mir bisher nicht gelang. Mit OpenKeychain wir es einfach: Ich exportierte das Schlüsselpaar aus Enigmail/Thunderbird (für Linux), schob ihn in das „Documents“-Verzeichnis von Android, importierte ihn ihn OpenKeychain und löschte ihn wieder aus dem Verzeichnis. (Ich lasse keine sensiblen Daten auf Android herumliegen und schon gar nicht auf einem Smartphone.)
K-9 Mail arbeitet ohne Probleme mit OpenKeychain zusammen. [x] Problem solved.
Improve your Avatar!
Screenshot aus Second Life, 2007.
«Der Mann ist das Problem» – wirklich?
Neue Zürcher Zeitung: „Im Zeichen von Feminismus und #MeToo kann man «den Mann» heute fast beliebig schlechtreden und beschuldigen. Dieser Trend ist nicht nur gänzlich undifferenziert, er ist sexistisch. Und er zementiert die Opferrolle der Frau.“
Unter Männern
Wenn ich mich recht erinnere, war das 1986. Unsere Männergruppe (einige auf dem Bild, auch ich) um die Zeitschrift HerrMann hatten das organisiert, mit überwältigendem Publikumserfolg. Ich habe aber keine einzige Quelle im Internet dazu gefunden. (Ich weiß auch nicht mehr, wer das Foto gemacht hat.)
Frustkauf
Aus Frust habe ich mir noch ein fünftes Fahrrad zugelegt (zwei sind dauerverliehen), bei dem mir das Aufsteigen trotz geprellter Hüfte gelingt. Vielleicht könnte ich damit sogar ein Klavier transportieren. Keine Gangschaltung.
Im Schutz des Lynchmobs
FAZ: „Die Anklage gegen den Filmproduzenten droht sich nach Pannen und Widersprüchen aufzulösen. Dabei weist der Fall nicht nur Parallelen zur Causa Strauss-Kahn auf. Auch ein Staatsanwalt verhält sich verdächtig. (…) Ein Jahr nach den Missbrauchsvorwürfen, die Hollywoods einflussreichsten Strippenzieher aus der Bahn warfen und die amerikanische Filmindustrie erschütterten, scheint sich die Anklage gegen den New Yorker aufzulösen. (…)
Trotz Anschuldigungen von fast 90 Frauen dürfte sich bei Weinstein Optimismus breitmachen. Obwohl auch in London, Los Angeles und Beverly Hills gegen ihn ermittelt wurde, blieben weitere Anklagen bislang aus. Auch in New York kann die Staatsanwaltschaft nach anfangs drei mutmaßlichen Opfern nur noch eines präsentieren, bei dem es keine Widersprüche oder Ermittlungspannen gab. Verteidiger Brafman rüstet sich zum Gegenangriff. Er kündigte an, gegen Ermittler DiGaudio und den ‚New Yorker‘ vorzugehen. Die Zeitschrift soll Evans’ Bericht über die angeblich einvernehmliche sexuelle Begegnung bewusst zurückgehalten haben.“
Fefe dazu: „Die Schauspielerin, auf der der Anklagepunkt beruhte, hatte einer Zeitung geschildert, Weinstein habe sie zu Oralsex gezwungen, und sie hätte nicht gewollt. Und jetzt, wo eine Aussage unter Eid droht, mit heftigen Strafen bei Falschaussage, da stellt sich die Situation plötzlich ganz anders dar:
Darin beschrieb Evans den Oralsex mit Weinstein in dessen Büro im New Yorker Viertel Tribeca als einvernehmlich. Die Darstellerin soll sich von der sexuellen Begegnung vor 14 Jahren eine Filmrolle in einem Horrorfilm oder einer Romantikkomödie erhofft haben.
Im Schutz des Lynchmobs alte weiße Männer mit Scheiße bewerfen, da machen alle gerne mit. Aber wenn Konsequenzen für Lügen drohen, dann dünnt sich die Liste der Ankläger plötzlich aus.“
Served, Serviced and Pampered
The African Exponent (übrigens eine hervorragende und informafive Website!) über „How Female Sex Tourists are Exploiting African Men“.
Konkret, paddelgepaust
Vielen Dank, Pressegrosso! Ich hatte die konkret immer nur gekauft, weil ich zu faul war, ein Abo abzuschließen. Die Oktober-Ausgabe bekam ich aber nirgendwo. Der Grund: Das Pressegrosso, Monopolist für die Auslieferung von Zeitschriften, weigerte sich, die Zeitschrift, die auf dem Titelbild die Schlagzeile Deutschlands Nazis“ und den Untertitel „Die Schläfer erwachen“ mit Hakenkreuzen auf der Krawatte eines Nazi-Führers illustriert, auszuliefern. Begründung: „Der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation verstößt gegen § 86 a StGB. Für den nicht politisch bewanderten, das Magazin nicht kennenden Beobachter ist nicht auf Anhieb eine eindeutige Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zu erkennen.
Also habe ich jetzt abonniert. Mit dem Paragrafen habe ich vor 18 Jahren auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Vermutlich bin ich der einzige Leser des Magazins, der es während der Paddelpausen liest.
Ich verstehe nicht, warum Gremliza so auf Wagenknecht herumdrischt und die „Sammlungsbewegung“ (weißer Schimmel!) Aufstehen „völkisch“ nennt. Diese Haltung ist sehr bequem, typisch deutsch und noch mehr typisch linksdeutsch. Man kann immer ein oder mehrere Haare in der Suppe finden und sich in dem Gefühl sonnen, die alleinseligmachende Exegese der Weltläufte anzubieten. Angesichts der maginalisierten parteipolitischen Linken in Deutschland kann es aber einfach nicht so weitergehen. Wagenknecht sagt ganz richtig, dass das Thema „Einwanderung“ (wie bekannt, mache ich die Mainstream-Sprachregelung „Flüchtlinge“ schlicht nicht mit) nicht so wichtig sein, sondern die Wirtschaft / soziale Frage im Vordergrund stehen müsse. It’s the economy, stupid.
Die Zeit schreibt über Wagenknecht: Nach der Silvesternacht in Köln kommentierte sie in einer Pressekonferenz über Flüchtlinge aus dem Maghreb: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt.“ Der Satz enthielt eine seltsame Prämisse. Nämlich die des Gastrechtes.
Das Heulen und Zähneklappern der Lichterkettenträger war groß. Was aber lesen wir in der aktuellen konkret?
In einem Land wie Deutschland wünsche ich mir mehr Charakter, und dass mit allen fair umgegangen wird. Das gilt auch für Flüchtlinge. Die Verfahren müssen transparent sein und dürfen nicht so lange dauern. Wer einen Aufenthaltsstatus bekommt, muss auch in diese Gesellschaft integriert werden; wer keinen erhält, muss relativ schnell wieder das Land verlassen. Sagt wer im Interview? Uwe Dziuballa, Besitzer des einzigen jüdischen Restaurants in Sachsen.
Kein normal denkender Mensch kann etwas anderes denken und fordern. Hätte Wagenknecht aber das gesagt – wer keinen Aufenthaltsstatus bekommt, muss schnell das Land verlassen – rückte man sie gleich in CSU-Nähe. Das ist doch dämliche Heuchelei. Auch richtig: Es sei „nicht links, Probleme zu verschweigen“.
Auch in konkret (S. 11) unter dem süffisanten Titel „Blockwartezeit“ der Hinweis auf eine Aktion der Duisburger Polizei: „Polizei beschlagnahmt Luxusautos vor Jobcentern“. Angeblich seine Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte überlastet und, so suggeriert der Hinweis, offenbar mehr mit Obigem beschäftigt. Das mag ja alles stimmen. Was aber soll ich jetzt denken? Dass die das nicht hätten tun sollen? „Aber nicht nur die Luxuskarossen waren Ziel der Polizeikontrolle: Drei Personen, die mit Haftbefehl gesucht wurden, konnten festgenommen werden. Außerdem beschlagnahmte die Polizei drei weitere Wagen mit starken Mängeln.“ Gut so. Man darf das populistisch nennen, aber es ist gerecht. Ich schäme mich nicht der Schadenfreude.
Jetzt zum Paddeln. Das untere Bild zeigt den Batardeau am Mühlengraben. Wiedre ein Wort gelernt Ich weiß gar nicht, ob man da durchpaddeln kann – mir war das Wasser zu flach, das Kanu scheuerte schon auf dem Grund.






































