Firefox und FSTAB, revisited

Dieser Beitrag ist nur für Linux-Nutzer.
Da wir gerade bei Reparaturen sind: Gestern kam ich mit Chromium für Linux gar nicht mehr auf mein Blog (mit Google Chrome schon). Mein Provider antwortete auf meinen E-Mail-Hilfeschrei: „Wegen massiver Bot-Zugriffe blocken wir derzeit uralte Browser weg, z.B. alles vor Chrome oder Firefox in Version 110 oder 120 (je nach Setup). Mit so alten Browsern sollte niemand mehr unterwegs sein. Diese Methode ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wir können so relativ leicht einen größeren Teil von Bots abwehren.“
Wieso habe ich einen „uralten Browser“ – Version 106.0.5249.119 (Offizieller Build) for TUXEDO OS (64-Bit)?
„Chromium/106 ist aus dem Jahr 2022. Du solltest dich um ein Update kümmern oder einen anderen aktuellen Browser benutzen. Es ist sehr unsicher, so alte Browser zu verwenden, unter jedem Betriebssystem.“
O je. Aber damit fing es erst an – und endete in einer mehr als einstündigen Unterhaltung mit ChatGPT. Neuinstallation Chromiums?
system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“ Fehler: timeout waiting for snap system profiles to get updated
Was will mir der Künstler damit sagen?
=> Installing the chromium snap
===> Checking connectivity with the snap store
====> System doesn’t have a working snapd, skipping
=Entpacken von chromium-browser (1:85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1) …
=dpkg: Fehler beim Bearbeiten des Archivs /var/cache/apt/archives/chromium-browse
r_1%3a85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1_amd64.deb (–unpack):
=Versuch, »/usr/share/applications/chromium-browser.desktop« zu überschreiben, welches auch in Paket chromium 1:106.0.5249.119~f~tux1 ist
=Fehler traten auf beim Bearbeiten von: /var/cache/apt/archives/chromium-browser_1%3a85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1_amd6
=4.deb
=E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)“
„Der Kern des Fehlers ist ein Paket-Konflikt: Du versuchst chromium-browser aus Ubuntu (das ist heute im Prinzip nur noch ein Snap-Installer/Wrapper) zu installieren.
Auf deinem System ist aber schon ein anderes Chromium-Paket installiert: chromium 1:106.0.5249…~f~tux1
Beide liefern dieselbe Datei:
/usr/share/applications/chromium-browser.desktop → deshalb bricht dpkg ab.
Zusätzlich meldet der Installer: snapd funktioniert/fehlt, daher kann Ubuntu sein „Chromium als Snap“ nicht sauber installieren.
Kurzfassung: Dein System versucht Chromium als altes .deb-Paket (85.x) zu installieren, obwohl Ubuntu 22.04 Chromium nur noch als Snap unterstützt. Zusätzlich liegt sehr wahrscheinlich noch ein Rest eines früheren „tux1“-Chromiums im Dateisystem, der die .desktop-Datei blockiert.
Wir beheben das sauber in 4 Schritten.“
Soso. Sauber und nur vier Schritte. Es wurde dann noch ein ganzer Spaziergang.
Es kommt die Fehlermeldung: chromium –version 2025/12/13 00:06:11.572780 system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
„Das ist kein Chromium-Problem, sondern snapd stolpert über eine kaputte Zeile in /etc/fstab.
In /etc/fstab müssen Feld 5 („dump“) und Feld 6 („fsck pass“) Zahlen sein (typisch 0 0 oder 0 2). Bei dir steht da offenbar sowas wie information. → daher:
cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
„Danke für die Ausgabe – jetzt ist es glasklar 👍“
Gern geschehen.
„Deine /etc/fstab enthält mehrere syntaktische Fehler, die snapd (und damit Chromium) brechen.
Ich zeige dir exakt, was falsch ist und wie es korrekt aussehen muss.
❌ Fehler 1 (kritisch): Root-Dateisystem (Zeile 6)
Aktuell (falsch)
UUID=99df4bb9-31e5-4fae-a332-42c2d390f679 / ext4 defaults0 1
Probleme:
defaults0 → Optionen und dump/pass zusammengeklebt
Es fehlen zwei Spalten
✅ Korrekt
UUID=99df4bb9-31e5-4fae-a332-42c2d390f679 / ext4 defaults 0 1
❌ Fehler 2: Swap-Zeile (Zeile 15)
Aktuell (falsch)
UUID=ef2ba6e4-17ae-41d0-9ec9-4f26e452c016 none swap sw 00
Problem:
00 → muss zwei getrennte Felder sein
✅ Korrekt
UUID=ef2ba6e4-17ae-41d0-9ec9-4f26e452c016 none swap sw 0 0“
Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
Was muss ich tun, um das Problem
snap install firefox
Fehler: cannot perform the following tasks:
– Installationshook von Snap „firefox“ ausführen, falls vorhanden (run hook „install“:
system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
Fehler: timeout waiting for snap system profiles to get updated
zu beheben?
„Der eigentliche Auslöser ist diese Zeile:
cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
„Snap (genauer: snapd) versucht beim Install-Hook einen “System Key” zu erzeugen und liest dafür u. a. /etc/fstab. Deine fstab enthält sehr wahrscheinlich eine ungültige Spalte 5 (dump frequency) – dort darf nur 0 oder 1 stehen. Bei dir steht da offenbar das Wort information. (oder ein Teil davon), wodurch snapd abbricht. Danach läuft der Hook in ein Timeout („snap system profiles …“).
So behebst du das…“

Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
Da steht aber kein Fehler:
sudo findmnt –verify –verbose findmnt: /etc/fstab: Einlesefehler in Zeile 1 — ignoriert (ewig lange Terminal-Ausgabe…)
„Doch – da ist ein Fehler, nur etwas versteckt 🙂 Der entscheidende Hinweis ist gleich die erste Zeile der Ausgabe:
findmnt: /etc/fstab: Einlesefehler in Zeile 1 — ignoriert
Das bedeutet nicht, dass Zeile 1 inhaltlich falsch gemeldet wird, sondern dass sie gar nicht korrekt gelesen werden kann. Genau daran scheitert snapd.
Was heißt „Einlesefehler in Zeile 1“ konkret?
„Typische Ursachen (sehr häufig!):
Unsichtbare Zeichen in Zeile 1
BOM (Byte Order Mark, oft UTF-8 BOM)
Windows-Zeilenenden (CRLF)
Text vor dem ersten Kommentar/Eintrag, z. B.: freier Text
ein Wort wie information. ohne # davor
Datei wurde mal mit Word / LibreOffice / falschem Editor gespeichert
snapd ist hier strenger als mount oder findmnt und bricht dann ab.“
Voller Grauen erinnerte ich mich an den holden Mai diesen Jahres, als ich an der fstab herumdoktern musste.
Ich will die Leser nicht langweilen. Ich habe es hingekriegt, wie die hier schon lobend erwähnte Wohnungstür. Zwischendurch rauchte auch noch CUPS ab.
Unter automatische Telefonbücher des Internet Nutzenden
Wir haben neue Nachrichten von der Cyberfront.
Überraschung! Gutachten: US-Behörden haben weitreichenden Zugriff auf europäische Cloud-Daten“. – „Demnach sind auch in der EU gespeicherte Daten nicht sicher.“
Warum braucht es dazu ein Gutachten? Ich erinnere an mein Posting vom 27.07.2025: Die Israelis, die es besser wissen müssten als Start-Up-Nation, machen es aber auch nicht besser.

„Create a vivid description of a Domain Name Server (DNS) bustling with activity: rows of sleek servers humming rhythmically, cables snaking across the floor like electric veins, and technicians scurrying about, ensuring seamless connectivity in the digital realm.“ –ar 3:2 (Reprint)
Weitaus interessanter finde ich die Meldung bei Heise: „DNS-Überwachung: Verfassungsgericht stoppt gerichtliche Anordnungen“.
Im Original heißt es: „Gegenstand der Verfassungsbeschwerde und des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sind ermittlungsrichterliche Beschlüsse, die Telekommunikationsdiensteanbieterinnen dazu verpflichten, alle Domain Name System (DNS)-Server-Anfragen zu einem bestimmten dritten, mutmaßlich inkriminierten Server zu überwachen und auszuwerten, sowie die dazu ergangene Beschwerdeentscheidung.“
In allen Instanzen unterhalb des Bundesverfassungsgerichts wurde die Überwachung also von den Gerichten durchgewinkt! Man muss anmerken, dass es hier um eine einstweilige Anordnung aka Verfügung eines Gerichts gegen die Kläger geht, nicht aber um ein Entscheidung in einer Hauptsache.
„Überwachung und Aufzeichnung der inländischen Domain-Name-System-Anfragen“ zu einem bestimmten Server“ – das ist doch wieder Überwachung von Klein Fritzchen und technisch völlig absurd. Ich entscheide doch selbst, welchen DNS-Server ich nutze!? Und was, wenn ich mit Tor unterwegs bin? Und was soll das bringen?
Sehr hübsch auch die etwas verschwurbelte Erklärung im Urteil: „…dass das Domain Name System ein System ist, mit dem alle Internet-Nutzenden [sic] etwa Websites des World Wide Webs aufrufen, aber auch E-Mails versenden oder automatisierte Anfragen an Server über das Internet stellen. Wollen Internet-Nutzende beispielsweise manuell oder automatisiert eine Website aufrufen und deren Inhalte einsehen, eine E-Mail versenden oder Inhalte eines Servers über das Internet herunterladen, benötigen sie die IP-Adresse des Servers der Website, des E-Mail-Servers oder des Servers mit den herunterzuladenden Inhalten. In der Regel sind diese aus Nummernkombinationen bestehenden IP-Adressen den Internet-Nutzenden aber nicht bekannt, zudem können sie sich ändern oder für verschiedene Länder aus Effizienzgründen unterschiedlich sein. Stattdessen sind die Namen oder „Domains“ der Websites bekannt und tendenziell länger gleichbleibend (z.B. „www.bundesverfassungsgericht.de“). Geben Internet-Nutzende diesen Namen in ihren Web-Browser ein, senden sie eine E-Mail an „xxx@bundesverfassungsgericht.de“ oder haben eine Einstellung in ihrem System, die regelmäßig automatisiert Anfragen an den Server stellt (etwa ein automatisierter Download neuer Entscheidungen), fragen die Geräte im Hintergrund und vollautomatisch beim DNSDienst ihres Telekommunikationsdiensteanbieters an [nein, das tun nicht alle, B.S.], welche IP-Adresse für ihr Land mit der Domain verknüpft ist. Der DNS-Dienst besteht aus mehreren Servern, die ein möglichst aktuelles Verzeichnis aller Domains und der für sie hinterlegten IP-Adressen haben. Diese Server melden ebenfalls automatisch und im Hintergrund den Geräten der Internet-Nutzenden die der Domain zugeordnete IP-Adresse. Die Geräte können dann eine direkte Verbindung zu dieser IP-Adresse aufbauen und beispielsweise die Inhalte der Website abrufen. In der Sache handelt es sich bei einem DNS-Dienst um eine Art automatisiertes Telefonbuch des Internets. [Hervorhebung von mir, B.S.] Es ist davon auszugehen, dass große Teile der heutigen Internetnutzung nur durch DNS-Dienste möglich sind. Die Beschwerdeführerinnen tragen – vom Niedersächsischen Justizministerium unwidersprochen – vor, dass die angeordnete Überwachungsmaßnahme neuartig ist und so in der Vergangenheit nicht angeordnet wurde.“
Nein, aber es wurde schon versucht, das Internet zu zensieren, indem man die Provider anwies, bestimmte Anfragen an pöhse Websites nicht mehr weiterzuleiten. Die Provider mussten ihre DNS-Server manipulierten, damals im weltweiten Nordrhein-Westfalen. (Kennt noch jemand Jürgen Büssow?)
Das Bullshit-Bingo hört einfach nicht auf…
Open Source, aber nicht hier
Die bürgerliche Hauptstadtpresse berichtet: „Open Source? Nicht bei uns: Berliner Behörden setzen weiter auf Software von US-Konzernen“. „Recherchen des Tagesspiegels zeigen, dass die Berliner Verwaltung weiterhin auf IT-Infrastruktur von Dritten setzt. Und dass sich das auf absehbare Zeit nicht ändern wird.“
„So teilt die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfrage mit, dass sie für den Mailverkehr keine Open-Source-Software verwendet. Das Gleiche gilt demnach für interne Messenger-Dienste, wie sie in Unternehmen und Behörden oft benutzt werden, für Office-Programme, E-Akten, die Speicherung der Daten und das Betriebssystem. „In der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz werden in den genannten Bereichen keine Open-Source-Produkte eingesetzt“, schreibt die Pressestelle auf Anfrage. (…) Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung schreibt, man verwende keine entsprechende Software und plane das auch in Zukunft nicht.“
Der Artikel wäre noch besser wenn er auch Links enthielte, wenn er auch die Kosten dieser ignoranten Haltung für die Steuerzahler aufführte.
Was mir merkwürdig vorkommt: Kann jede Senatsverwaltung in Berlin selbst über die eingesetzte Software entscheiden? Das gäbe doch ein unentwirrbares Chaos?! (Die Antwort ist vermutlich „ja“.)
„US-Dienstleister unterlägen auch dem sogenannten Cloud-Act, der den Zugriff von US-Behörden auf Daten regelt, die bei US-Unternehmen gespeichert sind. „Wenn dort ein amerikanischer Geheimdienst auf die Idee kommt, Daten auswerten zu wollen, dann muss Microsoft sich dem fügen“, sagt Kastl [vom CCC].
Das hat noch niemals niemanden interessiert. Erst dann, wenn plötzlich die E-Mails von Microsoft abgeschaltet werden, weil der US-Imperialismus die US-Regierung das so will, ist das Geheule groß.
„Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe verschickt ihre Mails mit Open Source.“ Was soll denn das heißen? Fehlt da ein „Programmen“? Oder verstehen die Autoren nicht, was sie schreiben? Oder sind wieder „russische Hacker“ am Werk?
Die Autoren: „Nick Wilcke berichtet als freier Autor für den Tagesspiegel aus Reinickendorf. Vorherige Stationen waren unter anderem das Sportressort der Berliner Morgenpost….“ – „David Will volontiert seit Januar 2025 bei der ZEIT. Er hat Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig studiert…“
Keine weiteren Fragen, Euer Ehren. Wie bestellt, so geliefert. Ich wette ein Monatsgehalt, dass die Autoren keine Open-Source-Software benutzen.
Bforartists
Der Schockwellenreiter wies schon vor langer Zeit auf das motivierende Lehrvideo „How to make Adult Games & Visual Novels without any experience“. Es geht wieder einmal um das leidige Thema Blender.
Jetzt erst las ich seinen Beitrag: „Bforartists: Ein Blender für Mausschubser?“
„Seit Jahren quäle ich mich damit herum, daß ich eigentlich mal etwas mit Blender anstellen möchte, der freien (GPL) und plattformübergreifenden (Linux, Windows und macOS) Software zu Erstellung dreidimensionaler Graphiken und Animationen. Jedoch war ich immer irgendwie zu blöd dafür, mich durch das verwirrende User-Interface zu navigieren…“ Full ack. Mir geht es auch so.
„Bforartists [für alle Betriebssysteme] ist eine ebenfalls freie Fork von Blender, die 100-prozentige Kompatibilität verspricht, aber eben – wie der Name »Be For Artists« andeutet – mehr den Nutzer und nicht den Programmierer im Fokus hat, oder – wie GameForScratch es formulierte – ein »Blender für Normalsterbliche« sein will. (…) Die Entwickler betreiben ein Blog und einen YouTube-Kanal.“
So etwas brauche ich nur zum Spielen und dazu, Objekte für Secondlife zu erstellen, anstatt diese kaufen zu müssen. Wenn ich jemals dazu Zeit finde, neben meinen zahlreichen anderen Vorhaben, werde ich das in Angriff nehmen…
Fefe, revisited [Update]
Fefe scheint es ja ganz schön heftig erwischt zu haben. Bis jetzt sah man immer nur, dass das Zertifikat abgelaufen sei. Heute war die Website, auf der seit dem 15.05. nichts mehr passierte, angeblich gar nicht mehr erreichbar.
Sonderbarerweise hat archive.org einen Eintrag vom 06.12.2025. Mit manchen Browsern sieht man das auch, aber nicht mit allen, trotz leerer Caches.
Ssllabs.com zeigt an:“Unable to connect to the server“.
Ich habe die KI auf das Thema angesetzt und bekam eine ellenlange Liste mit Gründen, was alles die Ursache für die verschiedenen Anzeigen sein könnte:
Dein Problem ist sehr gut vereinbar mit dem aktuellen Zustand von blog.fefe.de (abgelaufenes Zertifikat + eher “unorthodox” betriebene Software). Unterschiedliche Browser/OS reagieren auf diesen kaputten TLS-Zustand und auf Netz-/Security-Setup unterschiedlich – deshalb funktioniert es bei manchen Kombinationen und bei anderen endet es scheinbar einfach mit “Verbindung wurde zurückgesetzt”. Gerade bei einem abgelaufenen Let’s-Encrypt-Zertifikat ist es normal, dass die Fehlermeldungen zwischen Browsern deutlich variieren.
Update auf Hinweis des Publikums: „Neuigkeiten von Fefe: Er wird von den Pflegekräften zärtlich „el comandante“ genannt und hat sich auf der Reha-Kirmes eine Freifahrt im Rollstuhl geschossen. Soll ich euch mitteilen. Update: ich vergaß zu erwähnen, dass er im Flur dann laut „Freiheit!!“ gerufen hat und immer noch auf die Revolution wartet.“
Barcodrod.io
Ich hatte jüngst das Problem, dass ich, zwischen zwei riesigen mehrstöckigen Gebäuden eingeklemmt, wieder mal gar kein Internet hatte, aber, eingedenk der Tatsache, dass sich hinter den massiven Mauern das hauseigene WIFI verbarg, dessen Passwort mein Smartphone zwar gespeichert hatte, das aber nicht mehr im Klartext auslesbar war, wollte ich selbiges nutzen. Ich hatte aber nur den Barcode.
Wie liest man mit einem Windows-Laptop (mein „Arbeitstier“, wenn ich nicht zuhause bin, weil klein und leicht und ohne sensible Daten) aber einen QR-Code per Laptop-Kamera ein? Merkwürdigerweise muss man eine Software, die das kann, erst installieren. So etwas sollte doch zur Grundausstattung eines Computers gehören!
Codex von Microsoft müllt einen gleich mit Werbung zu, wenn man kein Abo für knapp 50 Euro jährlich abschließen will. Wer macht so etwas, wenn es freie Programme gibt, die das, was man braucht, auch können? (Die gleiche Frage stellt sich natürlich, warum jemand Windows benutzt und dafür zahlt, wenn es auch Linux gibt – aber da kämen wir von Hölzken auf Stöcksken.)
Heise empfiehlt die Open-Source-Software barcodrod.io.
Das funktioniert hervorragend. Der Output war aber zunächst rätselhaft, so dass ich ChatGPT fragen musste, welcher Teil das Passwort ist (das ich unkenntlich gemacht habe): WIFI:T:WPA;P:xxxxxxxxx;S:FreeWifiXXX;H:false;
Zur Erklärung der Felder:
* T: = Verschlüsselungstyp (z. B. WPA, WEP, nopass für offen)
* S: = SSID (Netzwerkname) → hier FreeWifiXXX
* P: = Passwort → hier xxxxxxxxx
* H: = hidden (true/false), ob das Netzwerk verborgen ist → hier false
Hinweis: Falls in SSID oder Passwort Sonderzeichen wie ; oder : vorkommen, werden diese normalerweise mit einem Backslash \ escaped (z. B. \;).
Wisst ihr Bescheid.
Robots.txt
Schöner Nachruf bei Heise: „Abschied von robots.txt (1994-2025) – Das freiwillige Compliance-Protokoll, das das Internet zivilisierte, ist von uns gegangen.“
Ich habe auch so etwas. Ich hoffe, die Datei fühlt sich nicht einsam, wenn keiner mehr vorbeikommt.
User-agent: *
Disallow: /seminar140219/
Disallow: /becker/
Disallow: /cabrera/
Disallow: /fg/
Disallow: /bj/
Disallow: /freevideo/
Disallow: /upload/
Disallow: /txt/
Bei der Bilderzeugung ist hier ChatGPT (oben) mit demselben Prompt erheblich besser als Midjourney.

Eine humorvolle, metaphorische Szene, die zeigt, wie eine kleine, unscheinbare Textdatei namens „robots.txt“ auf einer Website liegt, während riesige, glänzende Suchmaschinen-Roboter (mit Logos wie generischen Suchsymbolen, keine echten Marken) achtlos an ihr vorbeilaufen oder sie übersehen. Die Datei winkt oder hält ein Schild mit „Bitte nicht indexieren!“ hoch, aber die Roboter ignorieren sie und durchsuchen den Rest der Website. Stil: moderne digitale Illustration, leicht satirisch, mit klaren technischen Details (z. B. HTML-Seiten, Crawler, Server). Farbpalette: blau, grau und grün. Atmosphäre: ironisch, aber professionell.
Bewölkt und zwischendurch
Die Geiseln sollen also freikommen. Ich werde mir heute Nachmittag den „Geiselplatz“ ansehen. Ich glaube das erst, wenn ich das sehe… Aber wenn das gelänge, verdiente Trump den Friedensnobelpreis, auch wenn der DJV wahrscheinlich davor warnt.
Im Gegensatz zu früher muss man heute immer Zeit dafür verschwenden, die Elektronik korrekt zum Laufen zu bringen. Da ich heute morgen zum ersten Mal einen bewölkten Himmel in Tel Aviv gesehen habe (bei 22 Grad), die Sonne aber jetzt wieder durchkommt, nahm ich mir Zeit genug dafür.
WLAN: überall vorhanden, meistens ohne Passwort und gratis. Mein Handy, obwohl neu, erinnerte sich dank der Cloud… ähm… (gute Frage: die Samsung-Cloud kann es nicht sein) sogar an das Passwort des O-Pod-Hotels.
Windows-Rechner mit der kleinen Hirse verbinden – geht so, rund 10 Minuten Gefummel, wenn ich per PC auf die Fotos zugreifen will. VPN: kein Problem, aber dann funktioniert die Verbindung nicht (immer). FTP per Xiaomi wollte ich nicht nutzen. Und die App ist auch ein Gedrösel (nicht unter Linux), weil ich mit dem Laptop einen QR-Code einscannen müsste.
Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich mir vorkommen wie in einem Land der so genannten 3. Welt. Auf dem Foto sieht man links hinter mir einen Automaten. Auf dem kann man sich alles anzeigen lassen, was das Café zu bieten hat und dann mit der Karte bezahlen.
So etwas habe ich in Berlin noch nie gesehen. Kellner, die kein Wort Deutsch verstehen, weil sie zu faul, zu dumm oder zu ignorant sind, ein paar Wörter zu lernen? Sofort entlassen und dafür so ein Gerät installieren.
Jetzt muss ich mich aber erst an Meer begeben und dann ins Getümmel stürzen.
Über den Wolken ist Kleinweich

Midjourney hat natürlich bei dem Prompt „Unit 8200’s system collected millions of Palestinian civilian phone calls made each day in Gaza and the West Bank“ extrem herumgezickt, so dass ich alles, was auch nur entfernt die Algorithmen der KI hätte triggern können, entfernen musste.
Wait a minute. Hier ist noch etwas, das ich schon vorgestern posten wollten, aber aus Zeitmangel verschieben musste. Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die israelische Aufklärungsheinheit Unit 8200, die dem Militärnachrichtendienst Aman untersteht, speichert abgehörte Telefonate von Arabern in Gaza sowie Judäa und Samaria in der Cloud von Microsoft? Und Microsoft hat das jetzt gesperrt?
„Man wolle sicherstellen, dass Microsofts Dienstleistungen nicht für die Massenüberwachung palästinensischer Zivilisten verwendet werden können, sagte Firmenpräsident Brad Smith.“
Originalton: „The Guardian article reported that “multiple individuals have asserted that the IDF is using Azure for the storage of data files of phone calls obtained through broad or mass surveillance of civilians in Gaza and the West Bank.“
Ach. Ach was. Der ursprüngliche Artikel stammt aus dem Guardian (25.09.2025). Von dem haben alle abgeschrieben: Die Zeit, CNN, das Handelsblatt, CNBC, Israel heute: „Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog die Einheit ihre Daten offenbar schnell ab und verlagerte sie zu einem anderen Anbieter.“
Warum haben die ausgerechnet Microsoft genommen, obwohl es in Israel genug Anbieter von Cloud-Diensten gibt? Sogar mit hübschen Mädels?
Aber das traue ich natürlich unseren Geheimdiensten auch zu. Ich dachte nur, das die Israelis cleverer wären. Man muss doch damit rechnen, dass das irgendjemand ausplaudert und man dann einen Shitstorm erntet.
Vielleicht war alles ganz anders. Vor fünf Jahren gab es die Schlagzeile: „Microsoft to launch new cloud datacenter region in Israel“. (Wieso erwähnt das eigentlich niemand außer mir?)
„This investment expands the Microsoft global cloud infrastructure to 56 cloud regions in 21 countries, with the new Israel region anticipated to be available starting with Microsoft Azure in 2021, with Office 365 to follow.“ – „Public sector entities, large organizations, and small and medium enterprises across all industries in Israel are already making the most of Microsoft’s cloud solutions. These include Sheba Hospital, the Tel Aviv Municipality, Checkpoint, Hapoalim Bank, eToro, Zim, Discount Bank, Jfrog, Mellanox and Rafael.“
Man kann nur mit Wilhelm Busch sagen: Das kommt von das.

Source: Microsoft
Die digitale Welt als Wille und onlinedurchsuchende Vorstellung

In the future, all private messages and emails are to be scanned on the devices themselves before encryption. Algorithms would scan photos, text, and videos, supposedly only looking for suspicious content.
Overton titelt: „Chatkontrolle: Der größte Angriff auf unsere Privatsphäre seit der Vorratsdatenspeicherung“.
Ich mag diesen apokalyptischen Unterton nicht. Das hört sich genau so an wie die unzähligen Meldungen seit einem halben Jahrhundert: Nazis werden immer pöhser und nutzen immer öfter das Internet. Um was geht es?
Künftig sollen sämtliche privaten Nachrichten, ob bei WhatsApp, Signal, Threema oder in der E-Mail, vor der Verschlüsselung auf den Geräten selbst durchsucht werden. Algorithmen würden Fotos, Texte und Videos scannen, angeblich nur nach verdächtigen Inhalten. Doch einmal etabliert, könnte dieses System beliebig erweitert werden. Im Klartext: Die EU arbeitet an einem Mechanismus, der jede Nachricht eines jeden Bürgers präventiv kontrolliert. Das ist nichts anderes als eine digitale Hausdurchsuchung, flächendeckend, anlasslos und dauerhaft.
Das wäre richtig, wenn es so käme. Kommt es aber so? Ich habe mir von der KI Quellen suchen lassen, wie es um das IT-Fachwissen von EU-Abgeordneten aussieht. Es gibt eine European Technology Assessment Group, die den Politikern zuarbeitet. Und eine Studie über „Politics of expertise in the European Parliament: discursive constructions and contestations of expertise by party-political actors“. Deren Resumé:“ Die Auffassungen von Fachwissen und seiner Rolle sind nicht statisch, sondern werden kontrovers diskutiert, und politische Ideologien prägen diese Auffassungen maßgeblich.“ Ach. Ach was. Wer hätte das gedacht.
Fragen wir nach; „vor der Verschlüsselung auf den Geräten selbst durchsucht werden“. Das ist doch derselbe Quatsch wie bei der „Online-Durchsuchung“. Die hätten das gern. Es ist aber technisch gar nicht umsetzbar, außer man baute in alle Devices etwas hardwaremäßig ein. Das käme garantiert raus. Einer plaudert immer. Also einfach grober Unfug.
Ich rege mich sogar schon auf: Wie kann ein Autor wie bei Overton ernsthaft behauptet, jemand könnte auf meinen Rechnern etwas durchsuchen, und auch noch, bevor ich es gegebenenfalls verschlüsselt habe? Veracrypt? Asymmetrische Kryptografie? Schon mal davon gehört, Günther Burbach?
Das technische Fundament ist zudem alles andere als zuverlässig. Fehlalarme sind unvermeidlich, wenn Maschinen intime Fotos scannen. Alles andere als zuverlässig? Das sowieso, aber bei mir scannt niemand „intime“ Fotos, außer wenn ich die unverschlüsselt in den sozialen Medien herumstreue.
Solche Artikel dienen nur der Attitude, dass die üblichen Verdächtigen, die sich zu den Guten zählen, herumjammern können und die Herrschenden bezichtigen, dass diese nur das Schlechte, Unwahre und Hässliche wollten.
Das mag ja sein. Diese Attitude ist aber wehrkraftzersetzend defätistisch, weil sie Klein Fritzchen, der den Unterschied zwischen dem WWW und dem Usenet nicht kennt und einen Browser für einen Duschkopf hält, ratlos und ängstlich zurücklässt in dem Glauben, man könne ja gegen die da oben nichts tun.
Zu oft gefährlich
Burkhard Schröder
www.burks.de
Sehr geehrter Herr Dr. [xxx]
vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kann die Frage, ob mein Facebook-Konto vorübergehend oder dauerhaft gesperrt ist, leider nicht hinreichend beantworten, da ich darüber widersprüchliche Angaben von Facebook bekomme – die Sperrung wird ohne Angaben von Gründen immer wieder verlängert „von unseren Technologien“.
Ich habe mich aber wegen einiger Nuancen Ihrer E-Mail entschieden, Ihre Kanzlei nicht mit meiner Vertretung zu beauftragen. Ja, ich wurde schon oft gesperrt – die Gründe waren jedes Mal hanebüchen und hätten, soweit das mein laienhafter Sachverstand beurteilen kann, keiner juristischen Überprüfung standgehalten, es sei denn, man hielte zum Beispiel Zitate Heinrich Heines für einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook.

Vgl. die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs – Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook zur Löschung von Beiträgen und zur Sperrung von Nutzern sind unwirksam. „Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.“
Ich beauftrage auch sehr ungern einen Anwalt, wenn schon vor Erörterung des Sachverhalts über Vorschussrechnungen geredet wird. Bei einer erfolgreichen einstweiligen Verfügung zahlt bekanntlich der Beklagte, nicht der Kläger die Kosten. Ich sehe meine Erfolgsaussichten optimistischer als offenbar Sie. Dass diese Aussichten „von meinen Antworten abhängen“, war mir bekannt.

Ich denke, dass auch Sie eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigen will, nicht fragen würden, ob sie schon oft vergewaltigt worden sei. Daher finde ich Ihre Frage, ob mein Facebook-Account schon in der Vergangenheit gesperrt worden wäre, für – vorsichtig ausgerückt – befremdlich.
Darum geht es mir nicht, sondern darum, ob aufgrund nicht nachvollziehbarer Entscheidungen von Algorithmen legale und harmlose Postings in sozialen Medien zensiert werden und ob man sich das gefallen lassen muss.
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Unter richtig tief digital Bearbeitenden
Ich habe mich geirrt, aber zum Glück wird es niemand gemerkt haben.
Frage an ChatGPT: kann man unter Linux ein pdf, das man online nicht ausfüllen kann, trotzdem bearbeiten?
Ja, absolut! 🎉 Unter Linux kannst du ein PDF auch dann bearbeiten, wenn es kein interaktives Formular ist – du brauchst nur das richtige Werkzeug. Hier sind ein paar gute Wege:
1. Text oder Kommentare hinzufügen
– Okular (KDE) : damit kannst du Kommentare, Markierungen oder Textfelder über das PDF legen.
– Evince (Gnome): eher zum Lesen, aber mit Plugins auch Anmerkungen möglich.
2. PDF wie ein Bild bearbeiten
– Xournal++: perfekt, um handschriftlich oder mit Tastatur Text ins PDF einzutragen [kann man über synaptic installieren, der Befehl zum Starten lautet xournalpp.)
– LibreOffice Draw: öffnet ein PDF, so als wäre es eine Grafik – dann kannst du Text an beliebiger Stelle einfügen, verschieben, sogar Bilder einbauen. Danach einfach wieder als PDF exportieren. [So hätte ich meine Unterschrift einfügen können. Ich habe aber Xournal installiert, das ist benutzerfreundlich.]
3. Richtig tief bearbeiten
– Inkscape: für einzelne Seiten, sehr mächtig, wenn du Layout oder Grafikelemente ändern willst.
– PDFtk (Kommandozeile): eher für Bastler – damit kannst du Seiten neu zusammensetzen, extrahieren, zusammenfügen.
👉 Wenn es nur darum geht, ein Formular auszufüllen, ist Xournal++ meist die angenehmste Lösung. Willst du eher den Text direkt editieren, probier es mit LibreOffice Draw.
Stand der Digitalisierung in Deutschland, Miszellen
Ich bekomme Nachrichten von meinen Krankenversicherungen in mein elektronisches Postfach (hier: Die DKV – meine Zahnzusatzversicherung). Das ist die gute Nachricht.
Jetzt die schlechte Nachricht. Ich erhielt ein pdf-Dokument mit 13 Seiten, das aber fünf verschiedene Formulare erhielt, die nicht zusammengehörten und an verschiedene Leute bzw. Instanzen verschickt werden sollten. Das kriegte ich noch hin.
Frage an ChatGPT: Mit welchem Linux-Programm kann ich einzelne Seiten aus einem pdf extrahieren und wie geht das?
– PDFtk: pdftk dokument.pdf cat 3 output seite3.pdf
– QPDF: qpdf dokument.pdf –pages dokument.pdf 5 — seite5.pdf
– pdfseparate: pdfseparate -f 4 -l 4 dokument.pdf seite4.pdf (1 Seite) oder pdfunite seite4.pdf seite7.pdf neue_datei.pdf
– pdfarranger (grafische Oberfläche): Datei öffnen → gewünschte Seite auswählen → Rechtsklick → „Seiten exportieren“.
– Okular (KDE) oder Evince (Gnome)
Ich entschied mich für pdfarranger, musste aber noch mal nachfragen, wie zum Beispiel nur zwei Seiten aus dem Dokument zu extrahieren seien (warum soll ich die Hilfe-Seiten lesen, wenn es so viel schneller geht?):
Ganz einfach – das geht in ein paar Klicks 🥳. Hier der Ablauf mit **PDF Arranger**:
1. – PDF öffnen
– pdfarranger starten.
– ein PDF reinziehen oder über Datei → Öffnen laden.
2. – Seiten auswählen
– Klicke die gewünschte erste Seite an.
– Halte Strg gedrückt und klicke zusätzlich die zweite Seite. (Beide sind nun markiert.)
3. – Exportieren
– Rechtsklick auf eine der markierten Seiten.
– „Seiten exportieren“ auswählen.
– Speicherort und Dateinamen angeben, z. B. `meine_zwei_seiten.pdf`.
– Bestätigen.
Jetzt ging es erst los. Das pdf konnte online nicht bearbeitet werden. Ich sollte es aber unterschreiben und dann weiterleiten. Ich stellte die Leninsche Frage.
Ich rief also wutentbrannt die Krankenversicherung-Hotline an (Headset, rund 35 Minuten Warteschleife). Wie soll ich ein pdf unterschreiben, das man nicht bearbeiten kann? Ähm. Die Vorgesetzte, an die ich weiterverbunden wurde, wusste es auch nicht. „Ausdrucken?“ Und dann? Soll ich 13 Seiten wieder einscannen, wenn ich die Formulare offline unterschrieben habe? Ähm. “ Die meisten Versicherten lassen sich die Formulare per Post schicken.“ Gut zu wissen. Ich aber nicht.
Es lief tatsächlich darauf hinaus: Fünf Dokumente einzeln drucken, unterschreiben, die Blätter wieder als Grafik einscannen, mit Gimp bearbeiten, alles in Open Office dröseln, als pdf exportieren. Gefühlt sechs Stunden.
Offensichtlich war ich der erste Kunde, die sich beschwerte, sonst hätten die eine Antwort parat gehabt.
Online-Durchsuchung, revisited [Update]

Imagine a horse sitting *inside* a computer—not in a server room, no, *inside* the actual hardware. It has made itself quite at home among the transistors and circuit boards, wearing an anti-static helmet and peering critically at a tiny monitor strapped to a RAM stick. It’s casually chewing on a byte (low carb, of course) while calmly monitoring the data packets galloping past. Whenever an error occurs, it snorts in disapproval, kicks the motherboard with a hoof, and mutters, “Humans and their updates…” This is the horse that keeps your computer from crashing—whether you like it or not.
Lange nichts mehr von der „Online-Durchsuchung“ gehört. Aber wir haben ja Stefan Krempl, der bei Heise zuverlässig liefert – mit allen Buzzwords („Quellen-TKÜ“), die schon hart an der Grenze zu soliden Fake News sind: „Strafverfolger setzen erneut mehr Staatstrojaner ein“.
Nein, das tun sie gar nicht. Die Quelle, die sogar dreist verlinkt ist, gibt das gar nicht her: „Übersicht Telekommunikationsüberwachung für 2023 (Maßnahmen nach § 100a StPO)“. Stand Juli 2025. Nochmal zum Mitschreiben: „Überwachung der Telekommunikation“. Was heißt das genau? IP-Adressen speichern? Hypertext Transfer Protocol Secure hacken? Router aushebeln?
Das verrät uns Krempl wie gewohnt nicht, weil er es gar nicht weiß. Ja ja, da sitzt jemand in einem Büro und beamt von fern eine Überwachungssoftware auf den Linux-Rechner eines Verdächtigen, der gerade Porn schaut. So macht das der Mossad bekanntlich auch, nur dass da noch Sprengstoff drin ist – man kann nie wissen, wofür man den brauchen könnte.
„Heimliche Eingriffe in IT-Systeme durch Ermittler“? Ist gar nicht gar nicht erlaubt, vgl. das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme.
„Gestattet sind präventive staatliche Eingriffe – vor allem die sogenannte Online-Durchsuchung – in dieses Grundrecht nur, wenn tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen. Überragend wichtig sind Leib, Leben und Freiheit der Person oder solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt“, schrieb Krempl selbst. (Irgendwann ist der bestimmt die einzige Quelle zum Thema, die immer von sich selbst abschreibt und sich selbst zitiert.)
Diese „präventiven“ Eingriffe sind mitnichten das, was sich Klein-Fritzchen vorstellt. Ohne physischen Zugriff auf den Rechner geht das nicht, außer man schießt mit der Phishing-Schrotflinte auf einen Windows-Rechner und hofft, dass der Besitzer total bekloppt ist.
Fassen wir das mal seriös zusammen: Die Überwacher überwachen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, vermutlich immer öfter wie immer.
[Update] Jemand fragte nach inject. Das könnte von Krempl stammen, ist aber von netzpolitik.org, was ungefähr ein ähnliches hyperventilierendes Niveau ist.
Eine Werbe-Broschüre von 2011 beschreibt einen beispielhaften Einsatz: „Ein Geheimdienst setzte FinFly ISP im Netzwerk des wichtigsten nationalen Internetdienstanbieters ein. Es genügte, dass das System nur die Log-in-Informationen der Zielperson in das Provider-Netz kannte, um eine Fernüberwachungslösung auf ihrem Computer zu installieren und sie von da an zu überwachen.“ (…) Erst vor zwei Wochen berichtete Amnesty International, wie Journalisten in Marokko über eine solche Netzwerk-Injektion mit dem Staatstrojaner der israelischen NSO Group infiziert wurden.
– Die Israelische Spyware Pegasus ist für IPhone und Android (Voraussetzung: „fragt die App unter einem Vorwand nach Rechten“ usw. blabla. Ich sage allen Apps, die mich was fragen: NEIN! Widerstand ist zwecklos, du wirst gelöscht!)
– Es ist immer nötig, dass der Nutzer mitmacht. „…jeweils eine SMS auf seinem iPhone 6, die auf neue Hinweise zu Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machte und einen Link zu einer Webseite enthielt, die angeblich neue Geheimnisse enthülle.“
Dumm klickt gut. Oder dass jemand anderes physischen Zugriff auf das Handy hat. (Analyse) „Aufgrund des hohen Preises pro Ziel (25.000 US-Dollar) ist nicht davon auszugehen, dass eine breite Masse an Benutzern mit Pegasus infiziert wurde.“
– „Es genügte, dass das System nur die Log-in-Informationen der Zielperson in das Provider-Netz kannte“. Noch Fragen?
RSA-Verschlüsselung mit Quantencomputern

Interessante Aufgabe für die KI, das Thema zu bebildern. Ich habe eine Weile herumgepromptet, bis mir die Ergebnisse gefielen. Zum Schluss ließ ich noch das Original verändern.
Here’s a suitable English prompt for generating a symbolic image representing “China Breaks RSA Encryption Using Quantum Computer”:: An artistic, symbolic illustration showing China represented by a red dragon. In the background, a glowing quantum computer with floating qubits and digital circuits. The scene combines cyberpunk and futuristic elements, with a dark, high-tech atmosphere, symbolizing the breakthrough in encryption. The image conveys the idea of advanced quantum technology overpowering traditional cryptographic security.
Bei späteren Durchläufen habe ich den Drachen weggelassen.
Earth.com: „China Breaks RSA Encryption Using Quantum Computer | What It Means for Cybersecurity“.
Das ist spannend. Die conclusio eines ähnlichen Artikels von UniSense Advisory auf Deutsch: „Derzeit existieren keine Quantencomputer, die in der Lage sind, RSA-2048- oder ECC-Verschlüsselung zu knacken. Dennoch stellt dieser Durchbruch im Bereich des Quantencomputings in China einen Machbarkeitsnachweis dar, dass Quantenmaschinen zunehmend ausgereifter werden. Die Lücke zwischen Theorie und praktischer Anwendung wird kleiner.
Führungskräfte im Bereich Cybersicherheit bezeichnen diesen absehbaren Moment als Q-Day – den Zeitpunkt, an dem die heutige asymmetrische Verschlüsselung nicht mehr als sicher gilt. Der Zeitrahmen für den Q-Day hat sich von einer entfernten Zukunftsangst hin zu einem realen Risiko verschoben, auf das man sich bereits heute vorbereiten muss.“
Also genau das Gegenteil von dem, was die Schlagzeile behauptet.
Damit war ich aber noch nicht zufrieden. Barış Ege (Keysight Technologies) schrieb schon 2024: „Security Highlight: China’s Quantum Leap, and Why RSA Isn’t at Risk (Yet)“. Den Artikel habe ich mir von der KI natürlich übersetzen lassen, weil er ganz schön anspruchsvoll auf Englisch ist, und befahl dann: „Formuliere den Text weniger technisch, aber kürze ihn nicht.“
„Sehr gern! Hier ist der Text in weniger technischem, allgemeinverständlichem Stil – die Inhalte bleiben vollständig erhalten, nur die Fachbegriffe und komplizierten Erklärungen wurden vereinfacht:
In den letzten Tagen sorgten Schlagzeilen für Aufregung, wonach chinesische Wissenschaftler möglicherweise in der Lage sind, selbst hochsichere RSA-Verschlüsselungen mit Quantencomputern zu knacken. Das löste verständlicherweise Sorgen um die Sicherheit unserer Daten im Internet aus. Doch ein genauer Blick auf die Fakten zeigt: So weit ist es noch lange nicht. Hier erfahren Sie, was wirklich dahintersteckt.
Was genau ist passiert?
In einer chinesischen Fachzeitschrift wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht. Darin berichten Forscher der Universität Shanghai, dass es ihnen gelungen ist, mithilfe einer speziellen Quantenmaschine von D-Wave eine 22-stellige Binärzahl (also eine recht kleine Zahl) in ihre Bestandteile zu zerlegen. Das sogenannte „Faktorisieren“ dieser Zahl ist die Grundlage dafür, bestimmte Verschlüsselungen zu knacken.
Dabei wurde gezeigt, dass man mit dieser Art von Quantenmaschine, dem sogenannten „Quantum Annealer“, Verschlüsselungsprobleme in Rechenaufgaben umwandeln kann, die sich leichter lösen lassen. Allerdings handelt es sich dabei nur um sehr kleine Zahlen.
Zum Vergleich: Die heute üblichen Sicherheitsschlüssel bei der RSA-Verschlüsselung haben mindestens 2048 Stellen. Die kleine 22-Bit-Zahl aus der Studie liegt also Welten davon entfernt. Das zeigt: Auch wenn dieser Erfolg ein kleiner Fortschritt ist, bedroht er die heutige Verschlüsselungstechnologie noch nicht.
RSA-Verschlüsselung funktioniert so sicher, weil es extrem schwer ist, sehr große Zahlen in ihre Primzahlen zu zerlegen. Klassische Computer stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. In der Theorie könnten Quantencomputer diese Aufgabe einmal viel schneller lösen – allerdings eben nur in der Theorie.
Quantum Annealing und echte Quantencomputer – ein Unterschied
Die Forscher nutzten bei ihrem Experiment nicht einen vollwertigen Quantencomputer, sondern eine spezielle Maschine für Optimierungsaufgaben, eben den „Quantum Annealer“ von D-Wave. Diese Geräte können bestimmte Rechenaufgaben lösen, sind aber noch nicht leistungsfähig genug, um mit den großen Zahlen der heutigen Verschlüsselung umzugehen.
Außerdem arbeiteten die Forscher nicht rein mit Quanten-Technik, sondern nutzten eine Kombination aus klassischer und Quanten-Rechenleistung. Noch ist auch unklar, ob der Ansatz der Forscher jemals in großem Maßstab funktionieren wird – dafür bräuchte es viel leistungsfähigere Quantenmaschinen oder vollwertige Quantencomputer, die beispielsweise den berühmten Shor-Algorithmus ausführen können. Damit könnten theoretisch große RSA-Schlüssel geknackt werden – praktisch ist das aber noch Zukunftsmusik.
Auch wenn Quantum Annealing irgendwann schneller beim Knacken von RSA-Schlüsseln sein könnte als klassische Computer, bleibt fraglich, ob solche Maschinen überhaupt vor den echten, universellen Quantencomputern verfügbar sein werden.
Wie groß ist die Gefahr für die heutige Verschlüsselung wirklich?
So spannend das Thema Quantencomputer ist – die Bedrohung für unsere heutige Verschlüsselung wird oft übertrieben. Es gibt noch viele Hindernisse, die es zu überwinden gilt:
Sehr kleine Rechenleistung bisher: Die D-Wave-Maschine konnte bisher nur eine winzige 22-Bit-Zahl zerlegen. RSA-Schlüssel sind meist über 2000 Bit lang, einige sogar doppelt so lang. So weit sind die Quantencomputer noch lange nicht.
Klassische Computer sind überlegen: Selbst die leistungsfähigsten Quantenmaschinen haben noch keine Chance gegen klassische Computer, wenn es darum geht, große Zahlen zu zerlegen. Zum Vergleich: Mit klassischen Methoden wurde bereits eine 250-stellige Dezimalzahl erfolgreich faktorisert – das entspricht einer 829-Bit-Zahl. Quantenmaschinen liegen davon noch weit entfernt.
Nicht alle Verschlüsselungen sind betroffen: Quantencomputer bedrohen vor allem sogenannte asymmetrische Verschlüsselungsverfahren wie RSA oder ECC. Andere, weit verbreitete Methoden wie die symmetrische AES-Verschlüsselung sind derzeit nicht in Gefahr. Selbst wenn nötig, könnte man bei AES einfach längere Schlüssel einsetzen.
Technische Hürden bei Quantencomputern:
Quantencomputer haben noch große technische Probleme. Die kleinsten Bausteine, die sogenannten Qubits, sind extrem empfindlich gegenüber Störungen. Sie stabil und zuverlässig zum Laufen zu bringen, ist sehr aufwändig.
Fachleute schätzen, dass man für ein einziges zuverlässig funktionierendes Rechenbit („logisches Qubit“) zwischen 100 und 1000 physikalische Qubits benötigt. Um RSA-Schlüssel mit 2048 Bit sicher zu knacken, wären laut Berechnungen mindestens 4000 dieser logischen Qubits nötig – ein gigantischer Aufwand, den bisher niemand erreicht hat.
Microsoft-Forscher haben außerdem berechnet, dass zum Knacken eines Standard-256-Bit-Schlüssels, wie er bei vielen modernen Verschlüsselungen zum Einsatz kommt, rund 2500 logische Qubits erforderlich wären. Auch das ist momentan weit außerhalb des technisch Machbaren.
Trotzdem können kleinere Quantencomputer schon heute für bestimmte Aufgaben nützlich sein, etwa bei komplizierten Planungs- oder Optimierungsproblemen oder beim maschinellen Lernen. Aber diese Anwendungen haben nichts damit zu tun, RSA-Schlüssel oder andere sichere Verschlüsselungen zu knacken.
Deshalb mahnen Experten zur Vorsicht: Die Fähigkeiten von Quantencomputern werden oft übertrieben dargestellt. Wer wirklich in der Lage wäre, Verschlüsselungen wie RSA großflächig zu knacken, würde das vermutlich geheim halten – und nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlichen.
Die Zukunft: Verschlüsselung sicher vor Quantenangriffen machen
Auch wenn die konkrete Bedrohung noch in der Zukunft liegt, bereitet sich die IT-Branche bereits auf mögliche Quantenangriffe vor. Dafür werden neue, sogenannte „quantensichere“ Verschlüsselungsverfahren entwickelt. Diese nennt man Post-Quantum Cryptography (PQC).
Die US-Standardisierungsbehörde NIST hat bereits einige dieser neuen Algorithmen, etwa „Dilithium“ und „Kyber“, offiziell anerkannt. Sie werden bereits schrittweise in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Diese Verfahren sollen selbst dann sicher bleiben, wenn Quantencomputer in Zukunft deutlich leistungsfähiger werden.
Die Technik für diese neuen Verfahren steht grundsätzlich bereit. Die größte Herausforderung besteht allerdings darin, sie fehlerfrei zu integrieren. Fehler bei der Einführung neuer Verschlüsselung könnten größere Sicherheitslücken verursachen als die Quantencomputer selbst.
Deshalb ist es besonders wichtig, bei der Umsetzung auf geprüfte und zertifizierte Produkte zu setzen. Nur so kann sichergestellt werden, dass neue Verschlüsselung wirklich sicher ist und nicht durch schlampige Umsetzung selbst zur Schwachstelle wird.
Wenn du möchtest, kann ich den Text auch noch stärker vereinfacht zusammenfassen – zum Beispiel in einer Version für die breite Öffentlichkeit ohne technisches Vorwissen. Sag einfach Bescheid!“
Soll ich Bescheid sagen?
[Dieser Artikel auf Englisch]
RSA Encryption Using Quantum Computer
An intriguing challenge for AI: creating a visual representation of this topic. I experimented with various prompts for a while until I was satisfied with the results. In the end, I even modified the original version.
Here is a refined English prompt suitable for generating a symbolic image representing “China Breaks RSA Encryption Using Quantum Computer”: An artistic, metaphorical illustration depicting China as a red dragon. In the background, a glowing quantum computer with floating qubits and intricate digital circuits. The scene merges cyberpunk and futuristic aesthetics, set against a dark, high-tech backdrop, symbolising the breakthrough in encryption. The image evokes the notion of cutting-edge quantum technology overpowering conventional cryptographic security.
In later iterations, I decided to omit the dragon.
Earth.com: „China Breaks RSA Encryption Using Quantum Computer | What It Means for Cybersecurity“.
This is fascinating. The conclusio of a similar article by UniSense Advisory, translated from German, reads as follows:
“Currently, there are no quantum computers capable of breaking RSA-2048 or ECC encryption. Nevertheless, this recent development in quantum computing in China serves as a proof of concept, demonstrating that quantum machines are becoming increasingly sophisticated. The gap between theory and practical application is steadily narrowing.
Cybersecurity leaders refer to this foreseeable turning point as ‘Q-Day’ — the moment when today’s asymmetric cryptography can no longer be considered secure. The timeline for Q-Day has shifted from a distant theoretical concern to an imminent, real-world risk that requires proactive preparation today.”
In other words, precisely the opposite of what the sensational headline suggests.
But I still wasn’t satisfied. Back in 2024, Barış Ege (Keysight Technologies) had already written: “Security Highlight: China’s Quantum Leap, and Why RSA Isn’t at Risk (Yet).” Naturally, I had the AI translate the article for me, as the original English was rather complex. I then instructed: “Rephrase the text in less technical, more accessible language, but without shortening it.”
Certainly! Here’s the text rephrased in plain, easy-to-understand English — all content remains intact, only the technical jargon and complicated explanations have been simplified:
In recent days, headlines have sparked considerable excitement, suggesting that Chinese scientists might now be capable of breaking even highly secure RSA encryption with quantum computers. Unsurprisingly, this raised concerns about the safety of our online data. But when you take a closer look at the facts, it quickly becomes clear: we are not there yet. Here’s what’s really behind the headlines.
What exactly happened?
A Chinese scientific journal recently published a study in which researchers from Shanghai University report that they successfully used a special quantum machine from D-Wave to break down a 22-bit binary number — essentially, a very small number — into its factors. This process, known as factoring, is the fundamental mathematical challenge behind cracking certain types of encryption.
The study demonstrated that this type of quantum machine, known as a quantum annealer, can turn encryption problems into computational tasks that are easier to solve. However, this success only applies to very small numbers.
For context: the encryption keys used in modern RSA encryption typically have at least 2048 bits. So the tiny 22-bit number from the study is nowhere near the scale needed to threaten real-world encryption. In other words, while this success marks a small scientific step forward, it poses no immediate threat to the encryption technology we rely on today.
RSA encryption remains secure because breaking it requires factoring extremely large numbers into their prime factors — something that overwhelms conventional computers. In theory, quantum computers could one day solve this task much faster — but for now, that remains purely theoretical.
Quantum Annealing versus True Quantum Computers — A Distinction Worth Noting
In their experiment, the researchers did not use a fully functional, universal quantum computer, but rather a specialised machine designed to solve optimisation problems — the so-called “Quantum Annealer” developed by D-Wave. These devices are capable of handling certain types of calculations but currently lack the power required to deal with the large numbers used in modern encryption.
Moreover, the researchers did not rely solely on quantum technology; instead, they applied a hybrid approach combining both classical and quantum computing resources. It remains uncertain whether their method could ever be applied effectively on a large scale — achieving this would require significantly more powerful quantum devices or universal quantum computers capable of running the well-known Shor’s algorithm. In theory, such an algorithm could break large RSA keys — but in practice, that remains a distant possibility.
Even though quantum annealing may one day offer a faster route to cracking RSA keys than classical computers, it is doubtful that such machines will become widely available before fully functional universal quantum computers capable of running Shor’s algorithm.
How Real Is the Threat to Modern Encryption?
As fascinating as quantum computing may be, the actual threat it poses to today’s encryption is often exaggerated. Numerous challenges still need to be overcome:
Limited computational power so far: The D-Wave machine has so far only managed to factor a tiny 22-bit number. By contrast, RSA keys typically contain at least 2048 bits, with some even doubling that length. Quantum machines are nowhere near handling such large numbers.
Classical computers still outperform quantum machines: Even the most advanced quantum devices to date cannot compete with classical computers when it comes to factoring large numbers. For comparison: using conventional methods, researchers have already factored a 250-digit decimal number — equivalent to an 829-bit number. Quantum technology still lags far behind this benchmark.
Not all types of encryption are at risk: Quantum computers primarily threaten so-called asymmetric encryption methods, such as RSA and ECC. Other widely used techniques, such as symmetric AES encryption, are not currently at risk. Even if needed, AES can simply adopt longer keys to maintain security.
Technical Challenges in Quantum Computing
Quantum computers continue to face major technical obstacles. Their basic building blocks, known as qubits, are extremely sensitive to external interference. Keeping them stable and functioning reliably requires highly complex engineering.
Experts estimate that to achieve one reliably functioning “logical qubit,” between 100 and 1000 physical qubits are needed. To break a 2048-bit RSA key securely, it is believed that at least 4000 of these logical qubits would be required — an enormous technical challenge that has yet to be achieved.
Microsoft researchers have also estimated that breaking a standard 256-bit key, such as those commonly used in modern encryption systems, would require around 2500 logical qubits — a level of performance that remains far beyond what is technically feasible today.
Despite these limitations, smaller quantum computers are already proving useful for specific tasks, such as complex planning, optimisation problems, or machine learning. However, these applications have nothing to do with cracking RSA keys or other forms of secure encryption.
This is why experts urge caution: the capabilities of quantum computers are often overhyped. If anyone truly possessed the ability to break encryption methods such as RSA on a large scale, it is highly unlikely they would advertise it publicly — let alone publish it in an academic journal.
The Future: Making Encryption Resilient to Quantum Attacks
Even though the immediate threat may still lie in the future, the IT industry is already preparing for potential quantum attacks. For this purpose, new so-called “quantum-resistant” encryption methods are being developed. These are known as Post-Quantum Cryptography (PQC).
The US standardisation body NIST has already formally approved several of these new algorithms, including Dilithium and Kyber. These are now gradually being implemented across different areas of technology. They are designed to remain secure even if quantum computers become significantly more powerful in the future.
The technology for these new methods is fundamentally ready. However, the greatest challenge lies in implementing them correctly. Mistakes made during the introduction of new encryption methods could create far greater security risks than quantum computers themselves currently pose.
For this reason, it is particularly important to rely on verified and certified products when adopting new encryption. Only then can it be ensured that quantum-resistant encryption provides true security — rather than becoming a vulnerability due to careless implementation.
Unter onlinedurchsuchenden Trojanern

Ein „Trojaner“ in einem überwachten Computer
Sie wollen wieder onlinedurchsuchen, berichtet die bürgerliche Presse (und wissen nicht, wie – mit Magie?)
„Ein Kernstück ist auch die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung, um verschlüsselte Kommunikation abhören zu können. Denn bei Telefonaten etwa über Whatsapp hilft die klassische Telefonüberwachung nicht. Bei der „Quellen-TKÜ“ greift Überwachungssoftware die Daten ab, bevor sie verschlüsselt werden. „Dabei liegt der Fokus auf der Abwehr von Organisierter Kriminalität und Terrorismus. Und selbstverständlich gilt hier auch der Gerichtsvorbehalt“, sagte Spranger. Auch Kryptowährungen können dann präventiv beschlagnahmt werden.“
So, die Überwachungssoftware greift also ab. Aber wie kommt die auf das Smartphone oder (m)einen Rechner? Schauen wir mal:
FinSpy: Eine Trojaner-Software, die Fernzugriff auf einen bereits infizierten Rechner ermöglicht. Die Software läuft unter Windows, macOS sowie Linux.
Ach. Ach was. FinSpy was installed on several computer systems inside Internet Cafes in critical areas in order to monitor them for suspicious activity, especially Skype communication to foreign individuals. Using the Webcam, pictures of the Targets were taken while they were using the system.
Schon klar. „Internet-Cafe“, vermutlich im Iran?
When FinSpy is installed on a computer system it can be remotely controlled and accessed“ – und wie soll jemand so etwas auf meinen zur Zeit acht Rechnern (PC mit Linux, 4 Laptops mit Windows und Linux, 1 Netbook, 2 Android-Handys – habe ich was vergessen?) installieren? Ihr spinnt doch… So etwas geht nur im „Tatort“ und bei Game of Thrones.
FinFireWire: Software durch welche mithilfe von FireWire und DMA ein komplettes Abbild des Arbeitsspeichers heruntergeladen werden kann. Wie oben.
FinFly USB: Installation von zuvor gewählter Software nur durch Einstecken eines zuvor präparierten USB-Sticks.
Und wie kommen die in ein BIOS, das so etwas gar nicht gestattet? (Das ist natürlich auch geschützt.) Ohne dass ich das merke? Ich würde natürlich bei einer attraktiven Mossad-Agentin oder einer Pilotin schwach, falls so eine mich socialengineerte.
Jede einigermaßen seriöse Firma verbietet den Angestellten so etwas – außer bei der Taz. (Anmerkung: Ich habe schon bei einigen Unternehmen an deren Rechnern gesessen: Bei den meisten war alles erlaubt und das Passwort klebte auf dem Monitor. Aber für Blödheit anderer kann ich nichts.)
FinFly ISP: Eine auf Internet-Provider-Ebene installierte Software, die unter anderem gezielt momentan geladene Dateien mit Überwachungssoftware infizieren kann.
Natürlich, ist ja auch total legal. Das möchte ich sehen. Und was sagt mein Router dazu? By the way: Was sind eigentlich „gezielt momentan geladene Dateien“? Und was sind „ungezielte“ ungeladene Dateien von vorgestern?
Spranger faselt dummes Zeug, und die Qualitätsmedien plappern wie gewohnt alles unkritisch nach.
KI und das Ende des Internet(s)
Nein, ich stimme nicht in das kulturpessimistische Lied ein, das Dr. Oliver Diedrich anstimmt: „Ist Ihnen aufgefallen, dass das Ergebnis einer Google-Suche seit einigen Wochen meist mit einer KI-Zusammenfassung startet? Die ganz schön häufig genau die Antwort liefert, nach der man gesucht hat? Das ist Googles Reaktion auf moderne KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity, die das Internet nach aktuellen Inhalten durchsuchen und Nutzern die eigenhändige Netz-Recherche abnehmen. Wer mit KI sucht, muss nicht mehr googeln.“
Ach was. Google kriegt es noch nicht mal hin, das passende Bild für die Suchangabe „Burkhard Schröder“ zu finden. Das war, wenn ich mich recht erinnere, früher und ohne KI besser.
Man kann natürlich einige Argumente nicht von der Hand weisen: „Die KI-Zusammenfassungen verbergen die Links zu den Quellen in unscheinbaren Fußnoten und sind häufig so gut, dass man sie gar nicht mehr anklicken muss.“ Das gilt aber nur für lexikalisches Wissen. Wikipedia ist langsamer, aber bietet immerhin Quellen. Die stimmen natürlich auch nicht immer, und es gibt keine Garantie dafür, dass die wesentlichen Infos überhaupt vorkommen.
»Ich verstehe«, sagte er. »Klyne und ich gehören zwei verschiedenen Generationen an. Als ich zu fliegen anfing, war die Zuverlässigkeit der Automaten bedeutend geringer. Das wirkt sich auf das Verhalten aus. Ich glaube… er hat ihnen restlos vertraut.« (…) Klyne hatte der näcshten Generation angehört. Pirx aber, und das wußte er, wurde von den jüngeren »Automatenfeind«, »Konservatist«, »Mammut« genannt.“ (Stanislaw Lem: Ananke)
Man darf eben nichts glauben. Und das ist eine Kulturtechnik, die den Nachgeborenen oft nicht vertraut ist, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen, wenn das betreute Denken, sei es von der KI oder von den Anstalten, nicht mehr funktioniert.
Diedrich schreibt: „Denn was motiviert Menschen, ihr Wissen ins Web zu schreiben? Gefunden und gelesen zu werden. Das gilt für die Betreiber von Blogs zu Nischenthemen, ebenso für Leute, die Fragen auf Reddit, Stack Overflow (die schon länger ein anders geartetes Problem mit KI haben) oder im heise-online-Forum beantworten.“
Die Frage ist doch, was schneller geht. Wenn ich ein kompliziertes Problem mit Linux habe, kann ich mich an ein Forum wenden und bekomme dort meistens, aber nicht immer, innerhalb von wenigen Tagen ausreichende Antworten. Falls die nicht stimmen, gibt es immer irgendeinen Rechthaber, der herumkritisiert und es besser weiß. Die KI antwortet in 15 Sekunden, aber das Ergebnis glaube ich nie, bevor ich nicht eine Gegenrecherche gemacht habe, sonst zerhaue ich mir eventuell unwiderruflich die Eingeweide meines Rechners.
„Aber wer das Internet wegen seiner Vielfalt schätzt und wegen seiner ursprünglichen Idee, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, zu publizieren und Leser zu finden: Wir müssen uns Sorgen machen. Das KI-Internet wird ein anderes sein als das, das wir kennen.“
Genau das hat man gesagt, als das WWW aufkam und man noch im Usenet herumtrollte. An der „ursprünglichen Idee“ zweifele ich auch: Die kam vom Militär, und das denkt nie an Friede, Freude und Eierkuchen.
Ceterum censeo: Wir leben in interessanten Zeiten!
PS: ChatGPT: „des Internets“ ist die häufigere und traditionellere Form, besonders im formellen oder technischen Sprachgebrauch.
Beispiel: Die Entwicklung des Internets hat die Kommunikation revolutioniert.
„des Internet“ wird seltener verwendet und klingt oft etwas ungewohnt oder umgangssprachlich, ist aber sprachlich zulässig, da „Internet“ ein sogenanntes Nullgenitiv-Wort sein kann (ähnlich wie „des Auto“ in manchen Dialekten oder stilistisch reduzierten Kontexten).
Sicher Chatten

Nachtrag: Bester kostenloser PDF-Viewer für Windows (laut ChatGPT): Sumatra PDF Reader
Ich darf die geschätzte Leserschaft auf meinen Artikel „Sicher Chatten“ im aktuellen Nitro-Magazin (pdf) aufmerksam machen.
„Mit dem Chatten ist es wie mit der Ehe: Es kommt darauf an, was man daraus macht. Man kann das Risiko zu scheitern nicht völlig ausschließen, aber minimieren, wenn man sich Mühe gibt.“
Fenster und Schwänze

Nur dass das mal hier ein Ende findet. Mein kleiner Uralt-Windows-Laptop (auf dem läuft noch Dune 32-Bit!) , den ich nur auf der Arbeit und im Urlaub mitnehme, weil alle anderen Rechner zu groß sind, läuft jetzt wieder, und ich habe als Reserve noch Tails auf einem Stick.
Nachdem ich die Maschine neu aufgesetzt hatte, musste ich alles neu installieren – das war erstaunlich wenig.
– Browsen: Chrome und dem Tor-Browser
– Mailen: Clawsmail, dazu Gpg4Win und Kleopatra (kommt jetzt beides zusammen – das war früher nicht so). Dazu die vorhandenen Schlüsselbünde importieren.
– Sicherheit I: KeePass
– Sicherheit II Veracrypt
– Sicherheit III: Wireguard und die schon vorhandene wg_config.conf importieren
– Sicherheit IV: Windows Defender abschalten, alle Virenscanner löschen (ich weiß gar nicht, wie dieses McAfee-Schlangenöl auf meine Rechner kam?!), alles, was ungefragt hochpoppt, abwürgen
– FTP: FileZilla und einrichten
– HTML: Bluefish
– Grafik: Gimp sowie Nomacs
– Sound: VLC
– Text: OpenOffice
– Lesen: Kindle für Windows
– Optional: Far Manager (nur wegen des Norton-Commander-Gefühls).
Das Hintergrundbild ist die Bahnstrecke von Cuauhtémoc in Mexiko nach El Sufragio (Ferrocarril Chihuahua al Pacífico), fotografiert 1979.
Habe ich etwas vergessen, was man dringend braucht, wenn man gezwungen ist, Windows zu benutzen?
PS Telegram hatte ich vergessen.





































