Muezzin in der Nacht

al-Aqsa Mosque, muezzin

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Al-Aqsa-Moschee, Jerusalem – Muezzin in der Nacht (Oktober 2025).

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Im Schacht

Inside Warren's Shaft, Jerusalem, Israel

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„Warren’s Shaft is a vertical shaft next to the Gihon Spring, the main source of water of Bronze and Iron Age Jerusalem, discovered in 1867 by British engineer, archaeologist and military officer Charles Warren. The Warren’s Shaft system, it is the Bronze Age water system allowing protected access from the city to the Gihon Spring.“

Details vgl. „Die Stadt Davids“ (14.10.2025). Ich bin da herumgestolpert, es war superglitschig, und ich wollte nicht hinfallen mit dem Handy…

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Paisaje de Tingo Grande

Tingo Grande

Postkarte aus Arequipa in Peru vom 12.03.1984 – meine dritte Reise nach Lateinamerika. Die Reiseroute änderte sich später noch eimmal – wir sind doch quer durch Bolivien und dann in den Norden zum Pando-Dschungel und von dort über den Rio Madre de Dios nach Peru. Die gesamte Reise dauerte gut sechs Monate.

Die Karte zeigt das Dorf Tingo Grande südwestlich von Arequipa.

Tingo Grande

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Kuba wurde wieder abgerissen

cuba secondlife

Kuba 2.0 ist wieder weg, weil das Rollenspiel-Event auf meiner Sim jetzt – nach einer guten Woche – vorbei ist. Exegi monumentum aere perennius gilt für virtuelle Welten nicht. (Screenshots: Ganima)

cuba secondlifecuba secondlifecuba secondlifecuba secondlife

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Der lange Fahrradmarsch

Der lange Fahrradmarsch

Ich empfehle ein Buch, das ich zwar schon habe, aber noch nicht lesen konnte: Der lange Fahrradmarsch von Christian Y. Schmidt und Volker Häring. Allein schon die Idee ist großartig. Ich war richtig neidisch, als ich davon hörte. Ohne Chinesisch zu verstehen würde ich mir das aber nicht zutrauen. Und Fahrradmechaniker muss man vermutlich auch sein.

Es gibt Artikel dazu in der Berliner Zeitung (Paywall), von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., im Rolling Stone. angeblich auch in der vorletzten Printausgabe der Konkret – da habe ich aber nichts online gefunden.

Nun sage niemand, man könne in den Zeiten von Google und Handys keine richtigen Abenteuer mehr erleben!

Der lange Fahrradmarsch

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Hummus, reloaded

Hummus

Wie ich schon schrieb: Das Restaurant Ben-Sira-Hummus hat mich auf den Geschmack gebracht. Hier ein ganz normales Hummus.

Zutaten:
– 1 Dose Kichererbsen (ca. 220 Gramm)
– 2 EL Olivenöl
– 1 EL Tahin/Sesampaste
– 1 EL Wasser oder 2 EL (optional, ich brauche das nie), nach gewünschter Konsistenz, oder die Flüssigkeit aus der Kichererben-Dose
– 1 Zitrone(n) ausgepresster Saft
– 1 TL Salz
– 1 TL Knoblauchpulver oder 1 Knoblauchzehe, gepresst
– TL Kreuzkümmelpulver
– 1 TL Paprikapulver

Zubereitung:

– Die Kichererbsen abgießen und mit den restlichen Zutaten mit Ausnahme des Wassers und pürieren, entweder mit einem Mixer oder einem Pürierstab. Dann (optional) etwas Wasser zugeben und pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

– Die Creme in eine Schale füllen. Mit der Unterseite eines Löffels an der Oberfläche einfurchen. Olivenöl in die Furchen träufeln, nach Belieben mit gemahlenem Pfeffer, Paprika und frischen Kräutern (hier: Schnittlauch) garniert servieren.

Auf meiner To-Do-Liste: Falafel selbst machen.

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Tell es-Sultan, zehn Jahrtausende

Jericho
Blick von der Seilbahn, die zum „Berg der Versuchung“ führt, auf Jericho. Rechts kann man einen Teil des Ausgrabungsgeländes Tell es-Sultan erkennen, hinter der kreisförmigen Palmenstruktur – innerhalb des Hügels – ist der Turm von Jericho.

Tell es-Sultan (arabisch تل السلطان, DMG Tall as-Sulṭān) ist eine archäologische Grabungsstätte in Jericho in Judäa. Angeblich ist Jericho die älteste Stadt der Welt, die man kennt – durchgängig besiedelt war sie aber nicht. Wir wollen jedoch nicht die dortige Tourismusindustrie, die eh fast zum Erliegen gekommen ist, noch mehr ruinieren.

Tell es-Sultan
Kaffee vom Pförtner am Eingang des Tell el-Sultan, vermutlich nur für very important Besucher wie mich…

Der „Pförtner“ textete mich in holprigem Englisch voll, er suchte wohl Gesellschaft. Ich musste unbedingt seinen selbstgebrauten Kaffee trinken, weil, wie er lang und breit erörterte, Kaffee das beste Getränk bei der brüllenden Hitze sei. Ich legte also auf die zehn Schekel (rund 2,50 Euro) Eintritt noch mal zehn für den Kaffee drauf.

Tell es-Sultan

Da blies das volck mit drometen / Und da das volck die drometen höret / hub es ein groſs geschrey auff / Da fiele die maur vnter sich / vnd das volck zoge hin auff ein jglicher fur sich hin / vnd gewannen die stad. (Josua 6,20)

Nur für die hier mitlesenden Kaltduscher: Das ist so nie passiert, und eine Landnahme der Israeliten sowie die Eroberung Jerichos durch eben dieselben sind ein frommes Märchen – according to science.

Aber: Spätbronzezeit I: Zerstörung der Stadt und Stadtmauer wahrscheinlich durch ein Erdbeben um etwa 1550 v. Chr.. Daran wird sich die Oral History erinnert haben.

Tell es-Sultan

Außer mir war dort nur eine kleine christliche Gruppe aus den Niederlanden, die aber das Gelände verließ, als ich ankam.

Tell es-Sultan

Das Gelände ist nur klein, in zehn Minuten hat man alles gesehen, wenn man die Schilder nicht lesen will. Schatten existiert auch nicht bis auf einen shelter. Bei 37 Grad ist man – Überraschung!- nicht besonders hochmotiviert, vor den Steinen stundenlang herumzustehen.

Was gibt es dort zu sehen?

Tell es-Sultan
Der Turm von Jericho – gut acht Meter hoch, erbaut zwischen 8300 und 7800 v. Chr., und die älteste Treppe der Welt.

„Die Fundstelle bildet einen 21 Meter hohen Tell: Übereinander liegende Fundschichten aus 11.500 Jahren – insgesamt sind es 23 – bilden einen Hügel aus zeitlich aufeinander folgenden Resten einer Siedlung, die immer wieder zerstört und auf deren Zerstörungsschicht die Siedlung neu errichtet wurde. In der 4 Hektar großen Siedlung wurde um etwa 8050 v. Chr. der älteste heute bekannte Steinturm (Turm von Jericho) errichtet, Bestandteil der Stadtbefestigung, und darin die älteste bekannte Treppe (20 Stufen) der Welt nachgewiesen.“

Tell es-Sultan

Die aktuellen Steine haben natürlich nicht die Araber, die dort wohnen, allein ausgegraben, sondern die Engländer, Deutschen und die Italiener, vgl. History of Archaeological Exploration at Tell es-Sultan/Jericho.

Tell es-Sultan

„In 1997 the Department of Antiquities and Cultural Heritage of the Ministry of Tourism and Antiquities (MOTA_DACH) of the Palestinian National Authority started a new project of exploration and reevaluation of Tell es-Sultan in cooperation with Rome „La Sapienza“ University (1997-2015), mainly focusing on the Bronze Age city fortifications and residential quarters. The basic contribution of the Italian–Palestinian expedition was to put forward an overall periodization of the site, reexamining and matching the data produced by all the previous expeditions.“

(Der URL auf dem Schaubild funktioniert heute nur noch mit archive.org.)

Tell es-Sultan

ChatGPT: Klima und Umwelt damals

„Während des frühen Holozäns (ca. 10.000–6.000 v. Chr.) herrschte im gesamten Nahen Osten ein wärmeres und deutlich feuchteres Klima als heute.
Die heutigen Wüstenzonen des Jordangrabens waren damals Savannen- oder Buschlandschaften mit reichlich Wild und Wasserquellen.
Jericho war besonders begünstigt durch die mächtige Quelle ʿAin es-Sultan, die bis heute am Tell entspringt und den Ort zu einer Oase machte.
→ Daher war die Gegend nicht Wüste, sondern eine wasserreiche Niederung mit Feldern und Vegetation.“

– Bar-Matthews, M. et al. (2003): Paleoclimate reconstruction from speleothems, Israel. Quaternary Science Reviews.
– Kenyon, K. M. (1957): Digging up Jericho. London.
– Enzel, Y., et al. (2003): Late Quaternary Environments of the Dead Sea Region.
– Garfinkel, Y. (2010): The Pre-Pottery Neolithic of the Southern Levant.
– Frumkin, A. & Stein, M. (2004): The Holocene climatic record of the Dead Sea.

Tell es-Sultan

Ich schrieb am 05.01.2022: „Es geht auch hier um die Dialektik aus Zufall und Notwendigkeit ganz nebenbei um die Frage, warum sich ausgerechnet in Mesopotamien, also im so genannten „fruchtbaren Halbmond“, die ersten Zivilisation aus der Urgesellschaft entwickelte.“

sfruchtbarer halbmond

Zehn Jahrtausende vor unter Zeitrechnung? Was war da hierzulande los? Lebte man noch auf Bäumen?

– Die Weichsel-Kaltzeit (die letzte Eiszeit) ging gerade zu Ende.
– Große Teile Norddeutschlands waren noch von Tundra oder Steppe bedeckt.
– Die Gletscher hatten sich weitgehend zurückgezogen, aber:
– In Skandinavien lagen noch mächtige Eisschilde.
– Die Ostsee war damals ein Süßwassersee (Ancylussee).

Das heutige Nordseegebiet war kein Meer, sondern eine riesige, fruchtbare Steppe: die sogenannte Doggerland-Ebene, die Großbritannien mit dem europäischen Festland verband. Es gab Rentiere, Wildpferde, Wollnashörner und Mammut, Riesenhirsche, Auerochsen, Wisente, Bären, Wölfe, Luchse und Füchse.

Tell es-Sultan

Städtebau war also nicht vorhanden. Das Klima war schuld. Wir sind noch in der Altsteinzeit.

Zu dieser Zeit: die spätpaläolithische Kultur (z. B. Ahrensburger Kultur, ca. 11.000–9.500 v. Chr.). Verbreitungsgebiet: Norddeutschland, Dänemark, Südskandinavien. Typisch: Mikrolithen (kleine Feuersteinspitzen), Pfeil und Bogen, Elch- und Rentierjagd. In Süddeutschland Übergang zur spätpaläolithischen Federmessergruppe (Rhein-Main, Neckar, Schwabenalb).

Tell es-Sultan

Wann man das alles weiß, wird der Blick in die ausgegrabenen „Löcher“ ein bisschen interessanter. Die bauten schon Türme und Treppen in Jericho, als in Mitteleuropa Wollnashörner und Mammute gejagt wurden?

Tell es-Sultan

Vnd er kam hinein vnd gieng durch Jericho. Vnd siehe, da war ein Man, genannt mit namen Zachäus, der war ein Oberster unter den Zöllnern, vnd war reich. Vnd er begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, vnd kundte nicht vor dem Volck, denn er war klein von Person.
Vnd er lieff hinauff voran, vnd stieg auff einen Maulbeerbaum [aka Sykomore des Zachäus ], auff daß er ihn sähe; denn er sollte durch denselbigen Weg kommen. Vnd da Jesus kam an denselbigen Ort, sahe er auff, vnd sprach zu ihm: Zachäe, steige eilend herab; denn ich muß heute in deinem Hause einkehren. Vnd er steigte eilend herab, vnd nahm ihn auf mit Freuden.
Da sie das sahen, murreten sie alle, vnd sprachen: Er ist eingekehrt, bey einem Sünder zu herbergen.
Zachäus aber trat hin, vnd sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen; vnd so ich jemand habe betrogen, das gebe ich vierfältig wider. (Lukas 19-1-10)

Tell es-Sultan

Einem archäologischen Laien sagen die Ruinen nicht viel. Aber sie und ihre Ausgrabungsgeschichte sind ein lehrbuchmäßiges Beispiel für eine Archäologie, die die Bibel für einen historischen Bericht hält und nach dem Prinzip „self-fulfilling prophecy“ dann angeblich das findet, was man gesucht hat. Nein, alles, wofür „Jericho“ in der Bibel steht, ist Fake News und genau so wahr wie das Märchen vom Eisenhans.

Aber spannend ist es trotzdem.

Tell es-Sultan

Die paar uralten Steinchen in Jericho sorgen auch innerhalb von Israel für politischen Zoff. Die NGO zum Beispiel Emek Shaveh ist eine typisch pseudo“linke“ Organisation, auf deren Website man sofort erkennt, dass man in Wokistan ist, mit dem gesamten Quatsch, der dazugehört – nur dass Gendersprache im Englischen nur schwer umzusetzen ist.

While Emek Shaveh claims that it “oppose[s] attempts to use archaeological finds to legitimize acts that harm disadvantaged communities,” it promotes distorted facts and unsubstantiated positions that promote the Palestinian narrative of victimization and sole Israeli aggression.
Despite claims that Emek Shaveh is “working to defend cultural heritage rights and to protect ancient sites as public assets that belong to members of all communities, faiths and peoples,” its publications exclusively criticize Israel and Israeli institutions.

Maintains: “If Palestinians and Israelis are ever to enter a serious dialogue on a future of coexistence and mutual respect, Israeli archaeology must end its involvement in the battle of identities, promoting understanding between cultures rather than ethnic exceptionalism. It must broaden its horizons and become much more than a prop to given histories.” This statement altogether omits the Palestinian role.

Das reaktionäre Konzept des „Kampfes der Kulturen“ könnte auch von den deutschen GrünInnen stammen.

Tell es-Sultan

Fazit: Vermutlich ist es noch interessanter, die in Jericho gefundenen Artefakte anzusehen. Aber die sind leider nicht in Israel, sondern, was zu erwarten war, im British Museum („one of the the oldest human remains in the British Museum collection, the Jericho skull“), im Oriental Museum Durham [UK], im Jordan Museum in Amman und im Jordan Archaelogical Museum.

Tell es-Sultan

Vielleicht sollte ich das nächste Mal einen Abstecher nach Jordanien machen, davor wird nicht gewarnt – im Gegensatz zu Reisen nach Judäa und Samaria.

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Makhtesh Ramon Crater

Landscape of the Negev desert. Makhtesh Ramon Crater in Mitzpe Ramon, Israel

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Makhtesh Ramon Crater. View to the southeast from the Mitzpe Ramon Visitor Center. Negev, Israel, October 27, 2025.

Wenn ich mir das heute so ansehe, gruselt es mich ein bisschen: Ich bin da hinabgestiegen und bis hinter die Berge am Horizont, wo ich dann beschloss, denselben Weg wieder zurückzulaufen, weil ich die Straße, die weiter nördlich nach Mizpe Ramon führt, nicht fand oder so spät, dass es zu weit gewesen wäre.

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Kleiner Koisel

Kleine Klagemauer

Wikipedia: „Die kleine Westmauer, hebräisch הכותל הקטן (Kleiner Koisel), ist eine jüdische Gebetsstätte im muslimischen Viertel der Jerusalemer Altstadt nahe dem Eisentor, das auf den Tempelberg führt. Die Mauer stammt aus der Zeit des Zweiten Tempels (516 v. Chr. – 70 n. Chr.). Sie ist die Fortsetzung des als Klagemauer bekannten, größeren Teiles der westlichen Stützmauer des Tempelberges und liegt nahezu direkt gegenüber dem Allerheiligsten des Tempels. Die kleine Westmauer ist weniger bekannt und besucht als der größere Mauerabschnitt.

Anders als die bekannte „Klagemauer“ liegt die kleine Westmauer nicht an einem größeren Platz, sondern in einer schmalen Gasse, und nur die beiden untersten sichtbaren Steinreihen stammen aus der Zeit des Zweiten Tempels. Die kleine Westmauer ist vergleichbar mit dem Zustand, in dem die Klagemauer in der Zeit vor dem Sechstagekrieg war.“

Die kleine Westmauer war Teil der Hidden-Gems-Tour mit Noam Chen.

Es gibt noch eine überraschende Pointe: An der kleinen Westmauer beten Männer und Frauen nicht getrennt wie an der „großen“ Klagemauer.

Kleine Klagemauer

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Unter Kapselbewohnern

o-pod
Block vom „Workspace“ des O-Pod-Hotels in Tel Aviv nach Jaffa (Sicht in die Gegenrichtung)

Das O-Pod-Hotel in Tel Aviv hatte ich hier schon mehrfach lobend erwähnt. Der Trend aus Japan breitet sich auch in Israel aus. Ich überlege mir, ob ich beim nächsten Mal in Jerusalem auch in so einer Touristenkapsel absteige, zumal das dort direkt an der Jaffa Road liegt. 30 Dollar für eine Nacht sind bezahlbar; das Post Hostel, in dem ich jetzt eine Woche war, ist ähnlich preiswert – wenn man den Schlafsaal nimmt, nur dass dort noch ein Frühstück inbegriffen ist.

Each capsule includes a bed, air conditioner, multi-channel TV, adjustable lighting, WIFI, connection ports for phone charging and more. In the middle of the complex is a room for guests to gather and hang out, showers, toilets, and a room with personal lockers to store backpacks, luggage and valuables.

o-pod

Man muss die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen, wenn der Preis gleich ist. In der Kapsel in Tel Aviv ist es picobello sauber, die Toiletten nur morgens. Ich schlafe dort bequemer als auf einem wackligen Hochbett, nur mit einem Vorhang getrennt von neun anderen im Raum, wie im Post Hostel.

Der große – aber nur theoretische – Vorteil der Hostels, wie dem unter Backpackern berühmten Abraham in Jerusalem, ist, dass man leicht mit anderen Reisenden ins Gespräch kommt, beim Frühstück oder abends an der Bar. Wenn aber alle anderen bekloppte Christen sind oder Leute, mit denen man aus unterschiedlichen Gründen nichts am Hut hat, oder arme Familien, die sich kein besseres Hotel leisten können, dann sitzt man da allein herum. Im O-Pod in Tel Aviv waren jetzt sehr viele, die Russisch sprachen und unter sich blieben.

Wer schon beim Anschauen Platzangst bekommt: Ich hatte vor zwei Jahren eine etwas größere Version gebucht. Dort hat man mehr Platz als schliefe man in einem Bett in einem Schlafsaal eines Hostels.

Da Israel zur Zeit leider noch von den klassischen Backpackern weitgehend gemieden wird (ich habe in drei Wochen keinen einzigen Rucksackreisenden getroffen), kann man nicht sagen, wie das durchschnittliche Publikum in normalen Zeiten ist. Aber wann gibt es schon „normale“ Zeiten in Israel…

o-pod

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Das Ministerium für Wahrheit informiert über: Embedded sprechen

Die Qualitätsboulevardmedien berichten: „So sollen Reporter von ARD und ZDF über Migration reden“.

Öffentlich-rechtliche Journalisten werden dort in politisch korrektem Sprechen und Schreiben trainiert – finanziert durch Steuergeld. (…) So heißt es in einem Kurs etwa, dass Alternativen für das Wort „Flüchtling“ verwendet werden sollten. Etwa das Wort „Geflüchteter“. Die Endung „-ling“ wirke „verkleinernd“. (…) Der Mediendienst empfiehlt zudem, das Wort „Migrationshintergrund“ nur dann zu verwenden, wenn damit Statistiken beschrieben werden. Geht es darum, Personen mit Migrationshintergrund zu benennen, solle die Alternative „Eingewanderte und ihre Nachkommen“ verwendet werden. (…)

Geleitet wurde der Mediendienst bis 2016 von der heutigen Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Ferda Ataman (45, wurde 2022 von der Ampel-Koalition ins Amt gewählt). Ataman engagierte sich auch beim Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“.

Schon klar.

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Vermischtes

felsendom
Orthodoxe Juden belagern den Eingang von der Altstadt Jerusalems zum Felsendom und der al-Aqsa-Moschee. Für Juden ist der Eintritt verboten. Das wird von der israelischen Polizei kontrolliert und durchgesetzt. (12.10.2025)

Ich lasse die Nachrichten ziellos, unalgorithmisch und ohne zu werten, ob sie etwas bedeuten, an mir vorbeirauschen, wie die Mischung aus Katzenvideos und spärlich bekleideter Damen auf Instagram.

In Brasilien gibt es den üblichen Krieg zwischen der Polizei und den Favelas.

Die Gemengelage ist kompliziert. Die Kleinkriminalität mit psychotrophen Substanzen ist aus marxistischer Sicht natürlich Teil des Klassenkampfes von unten nach oben, geboren aus Verzweiflung angesichts der ausweglosen Situation. Die Bevölkerung ist zu arm, um aus den Viertel wegzuziehen, in denen Gangs und Warlords die Macht übernommen haben. Auch die Drogendealer sind zu arm, um in die Mittelklasse aufzusteigen und sich von den Favelas zu verabschieden.

„Die Verbrechen der Einzelnen sind nur die notwendige Folge der gesellschaftlichen Zustände, unter denen sie leben.“ (Friedrich Engels: „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845))

Man kann Herumjammern, ohne Alternativen anzubieten. Oder von Narco-Terrorismus reden. Oder fragen, wie es dazu kommen konnte. So ein Zustand ist einer mit Ansage. Oder fragen, warum „Drogen“ verboten seien. Macht aber keiner.

Argentinien: Man weiß vorher, was die so genannten „Linke“ über Mileis Wahlsieg schreibt. Man hat ihm das Etikett „rechts“ angeklebt, daher sind rationale Argumente jetzt nicht mehr nötig. Die Wähler sind halt doof und müssen beschimpft werden, wenn sie mehrheitlich Milei und Trump wollen. „Javier Milei muss weiter als Präsident die Zügel in der Hand halten und seinen ultrarechten Anpassungskurs fortsetzen dürfen.“ Was genau ist mit „ulrarechts“ gemeint? Das Land so zu ruinieren wie die vorherigen Vorsitzenden der Ausschüsse, die die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie in Argentinien verwalteten?

„Milei hat mithilfe von Trump einen wichtigen Etappensieg zum 10. Dezember errungen, wenn der neue Kongress zum zweiten Jahrestag seiner Amtsübernahme zusammentritt. Doch der wirtschaftliche Crash, der durch die frischen Dollars aufgeschoben wird, ist unvermeidbar, wenn Milei seinen Kurs beibehält. Der überbewertete Peso bricht Argentiniens Wirtschaft das Genick.“ (In diesem Artikel des ND ist Milei nicht „ultrarechts“, sondern „ultralibertär“.)

Fakt ist: Die so genannte „Linke“ hierzulande hat weder eine Idee noch einen Plan, wie Wirtschaftspolitik aussehen könnte und sollte, außer die eigene Klientel mit Geld zu überschütten, das andere vorher verdient haben. Frage: Warum funktioniert die Wirtschaft Argentiniens nicht so wie die Italiens, zumal ein großer Teil der Argentinier italienische Vorfahren hat?

Die Opposition in Argentinien ist übrigens nationalsozialistisch nationalistisch. „Fuerza Patria verteidigt grundlegende Prinzipien wie nationale Souveränität, soziale Gerechtigkeit und die Rolle eines intervenierenden Staates in der Wirtschaft, um Ungleichheiten zu verringern. Sie fördert öffentliche Politiken, die auf Industrialisierung, den Schutz von Arbeitsrechten und die Ausweitung sozialer Rechte abzielen. Zudem setzt sie sich für eine stärkere Integration der Völker Lateinamerikas ein, um sich gegen ausländische Einflüsse zu behaupten.“ (DIARIO AS)

Die traditionelle Linke ist zu einer irrelevante Sekte verkommen.

USA. Trump lässt künftig pro Jahr nur 7500 Flüchtlinge ins Land. Ach. Ach was.

Westasien und Baktrien. Trotz Stopps des Aufnahmeprogramms – Flug mit Afghanen ist in Deutschland gelandet.

„Dass trotz des Stopps einige der Betroffenen und ihre Angehörigen trotzdem Visa erhalten, liegt daran, dass in Deutschland Klagen angestrengt wurden, um ihre Einreise durchzusetzen. Unterstützt werden die Betroffenen dabei teils von der Organisation Kabul Luftbrücke.“ (Die Qualitätsmedien kriegen es einfach nicht hin, Links zu setzen. Aber ich habe es aufgegeben, mich darüber zu ärgern, sondern freue mich, wenn wieder eine Zeitung Pleite geht.)

Die Lobby-Organisation ist „eine Initiative der Aab Humanitarian Association gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung c/o Rechtsanwaltskanzlei Heinrich“ in Berlin. „Die Interessenvertretung wird ausschließlich in eigenem Interesse selbst wahrgenommen.“ (Jahresabschluss 2024: Zuschüsse 310.500,00 Euro. Personalkosten 198.062,50 Euro. Spenden: 52.038,77 Euro. Das ist ein höchst interessantes Geschäftsmodell.)

Israel: Bald wird es wieder knallen. Ich habe in drei Wochen auch niemanden in Israel getroffen, der das anders gesehen hätte. Die Haredim werden „Heuchler“ genannt. Und das ist bei diesen Religioten auch gut so.

Ich glaube auch, dass die Orthodoxen mit dieser Aktion Netanjahu einen Bärendienst erwiesen haben, denn den säkularen Israelis wird jetzt noch klarer sein, dass sie den Kopf hinhalten sollen im Krieg gegen die Araber, während die Verehrer des jüdischen höheren Wesens den ganzen Tag heilige Bücher studieren dürfen und sonst nichts zur Ökonomie beitragen, außer dass sie noch mehr Orthodoxe in wie Welt setzen, die durchgefüttert werden müssen. Und wenn Netanjahu die weiter hofiert, wird er seine Mehrheit verlieren.

– Apokalypse: Ich muss hier Bill Gates zitieren:
„There’s a doomsday view of climate change that goes like this:
In a few decades, cataclysmic climate change will decimate civilization. The evidence is all around us—just look at all the heat waves and storms caused by rising global temperatures. Nothing matters more than limiting the rise in temperature.
Fortunately for all of us, this view is wrong. Although climate change will have serious consequences—particularly for people in the poorest countries—it will not lead to humanity’s demise.“

Oh!? Wird der überhaupt noch nach Deutschland gelassen? Konvertiert zum „Klimaleugner„, was auch immer das bedeuten mag?

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Lohamim Baruach oder: Die Legende von Ruth

Etzel Museum
Ansprache des ETZEL-Kommandeurs Menachem Begin vor dem Feldzug zur Befreiung von Jaffa:
„Wir ziehen aus, um Jaffa zu erobern. Dies wird eine der entscheidendsten Schlachten im Krieg um Israels Unabhängigkeit sein.
Wisset, wer vor euch steht. Gedenkt derer, die ihr hinter euch gelassen habt. Hinter euch stehen eure Eltern, eure Brüder und unsere Kinder.
Schlagt den Feind! Zielt gut! Spart mit eurer Munition. Zeigt keine Gnade im Kampf, so wie der Feind kein Erbarmen mit unserem Volk kennt.
Seid mitfühlend gegenüber Frauen und Kindern. Wenn jemand seine Hände zur Kapitulation hebt – verschont ihn. Er ist euer Gefangener, tut ihm kein Leid an.
Gundar Gideon, der im Kampf erfahren ist, wird euch in den Angriff führen.
Erinnert euch an das ETZEL-Banner! Es gibt nur eine Richtung vor euch: Vorwärts!“
Credits: The Etzel-House, Tel Aviv

So etwas wie das Etzel-Museum würde es in Deutschland nicht geben. Bewaffneter Aufstand? Ein Museum für eine Terrororganisation? Geht ja gar nicht. Da könnte die Bevölkerung verunsichert werden oder gar auf dumme Gedanken kommen.

Die Irgun Zwai Leumi (hebräisch אִרְגּוּן צְבָאִי לְאֻמִּי Irgūn Zvaʾī Ləʾummī, deutsch ‚Nationale Militärorganisation‘, Abkürzung IZL oder Etzel), auch lediglich Irgun, war eine jüdische, von 1931 bis 1948 bestehende zionistische paramilitärische Terrororganisation im britischen Mandatsgebiet Palästina vor der israelischen Staatsgründung. Sie stand der Weltunion der Zionistischen Revisionisten von Wladimir Jabotinsky nahe, welcher von 1937 bis 1940 auch Oberkommandierender war. In Folge des Arabischen Aufstandes verübte die Gruppe terroristische Anschläge gegen die arabische Bevölkerung.

Etzel Museum
Tagesbulletin
Soldaten;
Brüder und Schwestern;
Die Vereinten Nationen haben die Entscheidung über die Teilung getroffen.
Das Volk jubelt vor Freude.
Wir dürfen es ihnen nicht verübeln.
Ihre Seelen sehnen sich danach, das Joch der Sklaverei abzuwerfen.
Ihre Seelen dürsten nach Unabhängigkeit.
Die Begriffe „Staat“, „Regierung“, „Armee“, die wir so viele Jahre lang im Angesicht der Verleugnung und des Spottes der Vasallen der gegenwärtigen Verwaltung gefördert haben, sind zu den teuersten Träumen des Volkes geworden.
Und als verkündet wurde, dass diese Wirklichkeit werden würden, jubelte das Volk vor Freude.
Wir dürfen es ihnen nicht verübeln.
ETZEL-Hauptquartier, Bekanntmachung am Tag nach der Resolution der Vereinten Nationen vom 29. November [1947].

Etzel Museum

Militärisch kann man die Ziele der Irgun mit denen der ETA oder der IRA vergleichen. Ich überlasse es dem Publikum, sich einschlägig zu informieren. In Deutschland kennen vielleicht noch ein paar Leute Menachem Begin, der 1977 bis 1983 Ministerpräsident Israels war und die Vorherrschaft der „linken“ Arbeiterpartei gebrochen hat.

Etzel MuseumEtzel Museum

Das Museum ist nicht sehr groß. Natürlich war ich der einzige Tourist, und ich hatte auch den Eindruck, dass die guten Leute an der Rezeption, die kaum Englisch sprachen, mich nicht richtig einordnen konnten.

Man bekommt einige „Heldengeschichten“ zu sehen. Die Irgun wurde durch einige spektakuläre Aktionen bekannt (die auch im Roman „Exodus“ von Leon Uris erwähnt werden): Unter Begins Führung verübte die Irgun im Juli 1946 den Anschlag auf das King-David-Hotel in Jerusalem, das damals einige Abteilungen der britischen Mandatsregierung und Büros des Generalstabs der britischen Armee für Palästina beherbergte. Am 4. Mai 1947 befreite die Irgun gewaltsam 200 Gefangene aus der Zitadelle von Akkon, die von den Briten als Gefängnis genutzt wurde. Auch das Massaker von Deir Yasin geht auf das Konto der Irgun.

King David Hotel
Das King-David-Hotel in Jerusalem heute

Die Irgun spielte auch bei der Eroberung Jaffas im Unabhängigkeitskrieg eine Rolle. Das Thema ist noch heute präsent.

etzel museum
„Fallen in the battle for Jaffa“

Nach der Altalena-Affäre wurde die Irgun zwangsweise aufgelöst.

Als Altalena-Affäre bezeichnet man die Fahrt, den Streit um die Waffenverteilung und die Versenkung des Schiffs durch die Hagana (danach IDF) und die Untergrundorganisation Palmach. Bei dem Vorfall starben neunzehn Juden, und Israel wurde an den Rand eines Bürgerkrieges (Bruderkrieg in Anlehnung an Kain und Abel) gebracht. Dabei schossen Juden auch auf Holocaustüberlebende, und es kam zu zahlreichen Befehlsverweigerungen.

Das Museum berichtet nicht sehr ausführlich über das Ereignis, das fast einen innerjüdischen Bürgerkrieg ausgelöst hätte.

Die Regierung der Arbeiterpartei und die israelischen Streitkräfte vermieden über Jahrzehnte die Erinnerung an den Vorfall. In Schulbüchern und in den Museen der Palmach und der Haganah wurde der Vorgang ignoriert und marginalisiert. Dagegen begingen die Irgun-Anhänger jährliche Trauerfeiern für ihre Kameraden, die durch die „Hände Kains“ getötet worden seien. In der Knesset warf Begin der Regierung 1959 Mord vor und Generationen von Likudmitgliedern sahen die Altalena-Affäre als „Mord“ an.

etzel museumetzel museum

„Nach den Unruhen im Jahr 1929 richtete die britische Regierung mit Zustimmung des Völkerbundes eine Kommission ein, die die umstrittenen Rechte und Ansprüche der Muslime und Juden an der Westmauer klären sollte. Diese Kommission wurde „Internationale Klagemauer-Kommission“ genannt.

Die jüdische Siedlung im Land Israel betrachtete das Urteil der Kommission als eine schwere Ungerechtigkeit. Die britische Mandatsregierung verbot das Blasen des Schofars an der Westmauer, ein uraltes jüdisches Ritual, das am Ende des Jom-Kippur-Gebets durchgeführt wird. Die Zuwiderhandlung wurde mit Gefängnis bestraft.

Seit 1930 begannen junge entschlossene Männer, Jahr für Jahr, den Befehl zu missachten und den Schofar bei der Westmauer zu blasen – trotz der Anwesenheit von Soldaten und Polizisten des Britischen Empires.“

etzel museumetzel museum

Dann haben wir noch eine richtige Heldengeschichte: Die Schlacht um Yehud (Yahudiya).

Im Morgengrauen des 4. Mai 1948 griff eine ETZEL-Einheit das große arabische Dorf Yahudiya an, das von etwa 300 arabischen Kämpfern mit vielen verschiedenen Waffen verteidigt wurde.

Die Truppe griff von drei Seiten an, und nach heftigem Widerstand fiel das Dorf in ihre Hände. Während der Schlacht flohen alle Dorfbewohner, und als die Angreifer den Ort betraten, fanden sie ihn menschenleer vor. Ein ETZEL-Soldat fiel in dieser Schlacht. Einige Tage später wurde die Truppe von der 11. Kompanie des ETZEL aus der Region Tel Aviv abgelöst, die sich im Dorf niederließ, um es zu verteidigen.

etzel museum

Am 19. Mai 1948 griff die Kompanie Wilhelma an, um arabische Streitkräfte in diese Richtung zu ziehen und so die ETZEL-Truppen zu entlasten, die Ramla angriffen. Ziel war es, eine Ablenkung zu schaffen und – falls sich die Gelegenheit ergab – Wilhelma einzunehmen. Die Kompanie gelangte bis zu den Zäunen von Wilhelma, stieß jedoch auf heftigen Widerstand und musste sich nach Yahudiya zurückziehen. Ihre Verluste in dieser Schlacht betrugen drei Tote und mehrere Verwundete.

Gegen Ende des Mai wurde die Kompanie nach Ramla verlegt und durch eine andere Truppe ersetzt, die zur Verteidigung von Yahudiya zurückblieb. Diese neue Truppe bestand aus einer verkleinerten Kompanie von etwa 90 Mann, darunter ehemalige Soldaten sowie etwa 20 Frauen, die Wachdienst und Beobachtungsposten versahen. Die Verteidiger verfügten nur über sehr wenig Munition. Der Kompaniekommandant bat um Hilfe – insbesondere um Munition – bei den IDF-Behörden in der Region, doch es kam keine Unterstützung.

Am 11. Juni 1948 griff eine große Einheit der Arabischen Legion Yahudiya an, bestehend aus irregulären Truppen unter Panzerschutz. Die Munition der Verteidiger ging sehr schnell zur Neige, und der Kontakt zwischen dem Hauptquartier und den Außenposten ging verloren. Trotzdem gelang es den meisten Soldaten in den Stellungen, sich in das Dorfzentrum zurückzuziehen. Sie wichen in Richtung Petach Tikva und Tel Hashomer zurück und sammelten sich neu. Doch infolge des schnellen Durchbruchs der feindlichen Truppen wurde die südwestliche Position abgeschnitten. Alle Versuche des Kommandeurs, die dort stationierten Soldaten zu retten, scheiterten – alle fünf fielen im Kampf. Gleichzeitig eroberte der Feind die Dorfmoschee. Auf deren Dach befanden sich zwei Frauen auf Beobachtungsposten – beide wurden getötet.

etzel museum

Während des Rückzugs und der Rettungsversuche fielen weitere ETZEL-Kämpfer. Insgesamt starben an diesem Tag zwölf Soldaten, darunter auch die beiden Frauen.

In den Schlachten um Yahudiya und Wilhelma wurden insgesamt 16 Etzel-Soldaten getötet. Am 10. Juli 1948 wurde Yahudiya schließlich von IDF-Truppen während der „Danny“-Operation befreit.

Heute ist der Ort eine blühende jüdische Siedlung mit dem Namen Yehud.

etzel museum

Übersetze ins Deutsche, was auf dem Rücken der Kinder auf den T-Shirts zu lesen ist.
Auf den Rücken der Kinder-T-Shirts steht auf Hebräisch: „לוחמים ברוח“
Das bedeutet auf Deutsch: „Kämpfer im Geiste“ oder „Kämpfer des Geistes“.

Kannst du das Motto irgendeiner Organisation zuordnen? Es waren offenbar Kinder strenggläubiger religiöser Juden.
Der hebräische Ausdruck „לוחמים ברוח“ („Lohamim Baruach“ – Kämpfer im Geiste) wird tatsächlich in Israel von mehreren religiös-zionistischen Organisationen verwendet, meist mit Bezug auf Jugenderziehung, Zionismus und Erinnerungskultur. Er ist kein exklusives Motto einer einzigen Gruppe, sondern ein verbreiteter Slogan im religiös-zionistischen Umfeld, besonders in Programmen, die Kinder oder Jugendliche an Themen wie den Unabhängigkeitskrieg Israels, die Erziehung zu religiösem Zionismus oder die Erinnerung an die Etzel/Lechi-Untergrundkämpfer (Irgun, Lehi) heranführen.

In diesem Fall (aufgrund der Kleidung der Kinder und des Rahmens mit Porträts zionistischer Persönlichkeiten) ist es sehr wahrscheinlich, dass die Gruppe mit einer Bildungs- oder Gedenkstätte des Etzel (Irgun) oder einer religiös-zionistischen Jugendorganisation verbunden ist – etwa der Bewegung Bnei Akiva oder einem Gedenkzentrum für den Unabhängigkeitskampf.

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Avocado-Hummus mit Kartoffel-Fladenbrot

Avocado-Hummus mit Kartoffel-Fladenbrot

Das Restaurant Ben-Sira-Hummus hat mich auf den Geschmack gebracht. Wenn man Hummus im Supermarkt kauft, schmeckt das nach irgendeiner undefinierbaren Chemie-Pampe. Das mochte ich nicht. Wenn man Hummus aber selbst zubereitet, sieht es gleich ganz anders aus, und es gibt auch noch unzählige Variationsmöglichkeiten.

Avokado-Hummus
Zutaten:
– 1 Dose Kichererbsen
– 2 Avocados
– 2 Knoblauchzehen
– 3 EL Zitronen- oder Limettensaft
– 1 EL Tahini Sesampaste (kann man auch selbst machen)
– 3 EL Olivenöl
– 1 EL Wasser (optional, oder die Flüssigkeit aus der Kichererbsen-Dose)
– 1 Prise (¼ TL) Salz
– ½ TL Chiliflocken

Zubereitung:
1. Kichererbsen abtropfen lassen. Avocados halbieren und die Kerne entfernen.
2. Alle Zutaten in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zermatschen, bis die Substanz cremig wird (wie cremig, ist Geschmacksache).
3. Den fertigen Avocado-Hummus in eine Schüssel füllen und mit einem Schuss Olivenöl oder Kürbiskernen oder Schnittlauch garnieren. Koriander oder Petersilie gehen auch.

Kartoffel-Fladenbrot
Zutaten
– ca. 400 g Pellkartoffeln
– 1-2 Knoblauchzehen
– 140 g Mehl
– 1 (eine halbe Tüte) TL Backpulver
– Salz und Pfeffer
– Öl

Zubereitung
1. Pellkartoffeln machen. (Wie das geht? Mit Schale 20 Minuten kochen, abkühlen lassen und dann mit einem kleinen Messer – im Ruhrpott sagt man Hümmelchen dazu – pellen.)
2. Kartoffel zerstampfen (am besten mit einem Kartoffelstampfer oder mit den Händen zerquetschen). Dann Mehl und Backpulver, Salz und Pfeffer hineinmatschen. Aus allem einen Teig kneten.
3. Aus dem Teig sechs Kugeln formen. Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und mit Öl bestreichen (am besten mit einem Küchenpinsel). Die Teigkugeln nacheinander im Öl hin und her rollen.
4. Aus den Kugeln Fladen machen, ca. einen halben Zentimeter dick. (Am einfachsten geht das mit einem Pfannenwender – einfach draufhauen).
5. Die Fladen in Öl in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten (dauert ca. fünf pro Minuten pro Seite, kommt natürlich auf die Hitze und den Ofen an.)

ChatGPT sagt dazu:
Dein Avocado-Hummus mit Tahini, Zitrone und 3 Kartoffel-Fladenbroten (die anderen esse ich morgen) enthält etwa:
➡️ 1690 kcal
Fett ≈ 85 g
Kohlenhydrate ≈ 211 g
Ballaststoffe ≈ 55 g
Eiweiß ≈ 46 g

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Hospizblick

Katze tel Aviv

Blick vom Dach des katholischen Österreichischen Hospizes zur Heiligen Familie auf die Altstadt von Jerusalem (vgl. „Von Äthiopien, Autokelaphen und Österreich“ 13.10.2025).

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Überwacht!

Katze tel Aviv

Auch alle Katzen in Tel Aviv werden vom Mossad überwacht, was hier am Halsband eindeutig zu erkennen ist.

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Der Standort ist ungenau


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So sieht es aus, wenn man sich in der Negev verlaufen hat. Zur Nachahmung nicht empfohlen. (vgl. Mizpe Ramon und drumherum 16.10.2025).

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Western Wall Jerusalem

Western wall, Jerusalem Sukkot 2025

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Vom Warmen ins Kaltnasse

tel Aviv

Kurz vor Mitternacht kam ich am Flughafen Ben Gurion an, die Sicherheitskontrollen und das Einchecken begannen ab 02:30 Uhr. Ich hatte zum letzten Mal gegen Mittag im Kibbutz Jad Mordechai etwas gegessen und war froh, als es um 06:00 Uhr endlich losging – bei wunderbarem Wetter.

Berlin

In Berlin gab es genau das Gegenteil – richtiges Pladderwetter zum Abgewöhnen. Auch der Panzerspähwagen fuhr da aus mir unbekannten Gründen wieder herum.

Ich kam recht hungrig zu Hause an und päppelte mich mit einem Frühstück „Israel Style“ – aber mit besserem Kaffee als dort – auf. In den nächsten Tagen werde ich mich mal an selbst gemachtem Hummus versuchen. Leider ist mein Urlaub morgen schon vorbei.

Frühstück

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Highly Skilled Teams

Gaza
Gaza-Stadt, aufgenommen hier [150m über dem Meeresspiegel, 26.10.2025, 10:23 Uhr]. Man kann (in der großen Version) die Mauer zwischen Gaza und Israel erkennen. Die Rauchwolken stammen entweder von Panzern oder, was wahrscheinlicher ist, von israelischen Bulldozern, wie man mir sagte. Aufgenommen mit meiner GoPro HERO9.

Die bürgerliche QualitätsPresse berichtet: „Das ZDF hat eingeräumt, jahrelang mit einer Produktionsfirma zusammengearbeitet zu haben, die auch ein Hamas-Mitglied in ihren Reihen beschäftigte. (…) Bei dem Mann handelt es sich um Ahmed Abu Mutair [aka Ahmed As‘ad Muhammad Abu Matar]. Armeekreise berichteten in „Bild“, Israel habe den Palästinenser als Zugführer der Hamas identifiziert. Er soll dem militärischen Arm der Hamas, den sogenannten Qassam-Brigaden, angehört haben. Das ZDF forderte vom israelischen Militär entsprechende Belege – die dem Sender nun vorgelegt wurden. (…)

In einer ersten Reaktion am 19. Oktober hatte das ZDF den Angriff auf den PMP-Standort [Palestine Media Production ] noch verurteilt. „Wir sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien, denen wir unser tiefes Mitgefühl aussprechen“, wurde ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten in einer Mitteilung zitiert. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden.“

PMP
Ścreenshot der Web site pmptv.tv vom April 2019

Die Website der PMP ist nicht mehr erreichbar, nur noch über archive.org.

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