Transgender Lunacy

transgender lunacy

Das wird lustig.

Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es in den USA, die festlegen, wann und ob der Präsident bestimmen kann, dass es offiziell nur zwei Geschlechter gibt?

ChatGPT: In den Vereinigten Staaten gibt es keine spezifischen gesetzlichen Regelungen, die dem Präsidenten die alleinige Autorität geben, festzulegen, dass es offiziell nur zwei Geschlechter gibt. Die Festlegung von Geschlechtskategorien hat jedoch rechtliche, administrative und kulturelle Dimensionen, die durch verschiedene Gesetze, Gerichtsurteile und Verwaltungsrichtlinien beeinflusst werden.

Wichtige rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen:

Verfassung der Vereinigten Staaten:
14. Zusatzartikel: Der Gleichheitssatz garantiert gleichen Schutz durch die Gesetze. Gerichtsurteile, wie Bostock v. Clayton County (2020), haben entschieden, dass Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung unter den Schutz vor Geschlechterdiskriminierung fällt.
Jede präsidiale Entscheidung, die die Rechte von Transgender- oder nicht-binären Personen einschränkt, könnte als Verstoß gegen den Gleichheitsschutz angesehen werden.

Gesetze gegen Diskriminierung:
Title VII des Civil Rights Act von 1964: Verbietet Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, was von Gerichten oft auch auf Geschlechtsidentität ausgeweitet wird.
Title IX (Bildungsrecht): Verbietet Diskriminierung aufgrund von Geschlecht in Bildungseinrichtungen, die Bundesmittel erhalten. Dies wurde ebenfalls auf Transgender-Rechte ausgeweitet.

Verwaltungsrichtlinien:
Präsidenten können Exekutivanordnungen (Executive Orders) erlassen, um Richtlinien zu ändern, beispielsweise zur Geschlechtsidentität in Bundesdokumenten (wie Reisepässen oder Sozialversicherungen). Solche Anordnungen sind jedoch durch die Legislative und die Gerichte anfechtbar.

Beispiele:
Unter Präsident Trump erließ die Regierung Richtlinien, die Geschlechtsidentität restriktiver definierten.
Unter Präsident Biden wurden diese Richtlinien wieder zurückgenommen und auf Inklusivität ausgeweitet.

Gerichtsurteile:
Grimm v. Gloucester County School Board: Ein richtungsweisendes Urteil zugunsten von Transgender-Rechten.
Bostock v. Clayton County: Bestätigte, dass die Diskriminierung von LGBTQ+-Personen unter das Verbot der Geschlechterdiskriminierung fällt.

Staatliche Gesetze:
Die Bundesstaaten können eigene Gesetze zu Geschlechtsidentität und Geschlechterkategorien erlassen. Einige Staaten haben Gesetze verabschiedet, die nicht-binäre Optionen auf staatlichen Dokumenten erlauben, während andere Staaten restriktivere Ansätze verfolgen.

Internationale Verpflichtungen:
Die USA haben keine rechtlich bindenden internationalen Verpflichtungen, die die Anzahl der anerkannten Geschlechter bestimmen. Dennoch kann die Regierung durch Menschenrechtsabkommen wie die der Vereinten Nationen beeinflusst werden, die Geschlechtervielfalt fördern.

Fazit:
Ein Präsident kann durch Exekutivanordnungen und administrative Richtlinien bestimmte Definitionen von Geschlecht einführen, jedoch nur innerhalb der Grenzen von Verfassung, Bundesgesetzen und Gerichtsurteilen. Änderungen, die stark einschränkend sind, würden wahrscheinlich rechtliche Herausforderungen nach sich ziehen und könnten von Gerichten blockiert werden.

Trump wird also eine Executive Orders, und wenn die dann von Gerichten in die Tonne getreten würden, könnte er sagen: Ich habe versucht, den Wählerwillen zu erfüllen, aber die lassen mich nicht. Sozusagen laut Machiavelli eine Win-Win-Situation.

Wenn ein Herrscher gewaltsam die Macht erringt, so Machiavelli, dann soll er direkt am Beginn seiner Herrschaft „alle notwendigen Gewalttaten auf einen Schlag ausführen“. Danach würden sich die Menschen beruhigen, da die Gewalttaten dann vergessen würden. Die Wohltaten hingegen sollten dosiert und immer häppchenweise erfolgen, damit sie immer präsent sind.

Oh, wie schön ist Panama

trump Panama

Das wird lustig. Aber schon klar: Wenn Putin in die Ukraine einmarschieren darf, darf Trump auch in Panama einmarschieren. Und die nächste Bundesregierung schickt dann Waffen nach Panama.

By the way, Qualitätsmedien: Man kann Links ins weltweite Internet setzen, auch wenn Truth Social Deutsche natürlich sittlich gefährdet.

Verdachtsmomente ohne ideologischen Bezug [Update]

computerspiel
A gritty and intense screenshot from a fictional Russian first-person shooter, showcasing a dark, industrial environment with rusted metal walls and flickering fluorescent lights. The player’s perspective shows a heavily armed character holding a futuristic weapon, aiming down a dimly lit corridor. The scene is filled with atmospheric details, such as broken pipes emitting steam, Soviet-era posters peeling off the walls, and a sense of looming danger as shadows hint at unseen enemies ahead. –ar 3:2, made by AI/Burks

Wenn ich mir die Textbausteine in den Qualitätsmedien anschaue, wird mir ganz anders. Man sucht nach etwas Unbestimmtem, was den Attentäter von Magdeburg „radikalisierte“. Früher war es einfacher: Man rief „Computerspiele“ und alle wussten Bescheid. Wer daddelt, greift irgendwann auch im realen Leben zur Waffe. Man darf also annehmen, dass der saudische „Facharzt“ zum Beispiel den obigen Ego-Shooter gespielt hat und deswegen die AfD gut findet.

magdeburg attentat

„…hat den Zentralrat der Ex-Muslime und die Säkulare Flüchtlingshilfe über mehrere Jahre hinweg terrorisiert. Allem Anschein nach teilte er Überzeugungen aus dem ultrarechten Spektrum der AfD und glaubte an eine großangelegte Verschwörung, die darauf abzielt, Deutschland zu islamisieren.“ (Zentralrat der Muslime, har har) – „Er fiel immer wieder auf, bedrohte Institutionen und einzelne Menschen. Mehrere Gerichte beschäftigten sich mit dem Täter von Magdeburg.“ – „…fiel wiederholt polizeilich auf, während er seine Facharzt-Ausbildung in Stralsund machte. Er drohte unter anderem mit Bezug zu dem Attentat beim Boston-Marathon.“

Mal eine ganz naive Frage: Wie kann jemand, der schon auf den ersten Blick einen ziemlichen Dachschaden hat, Facharzt für Psychiatrie werden?

In Wahrheit haben alle versagt: Kein Sperren, wo sie sein sollten. Er wurde nicht als Gefährder angesehen. Niemand interessierte sich für ihn. Marke: Wenn ich damit drohe, jemanden zu töten („er habe dabei Überlegungen angedroht, sich eine Pistole zu besorgen und im Zweifel Rache an den Richtern nehmen“), aber Araber bin, werde ich in Ruhe gelassen. Wenn ich aber einen Politiker „Schwachkopf“ nenne, gibt es eine Hausdurchsuchung. Gut zu wissen.

„Als Gefährder sei der Mann aber nicht eingestuft worden, sagte Pegel. Dazu brauche man normalerweise Verdachtsmomente mit ideologischem Bezug. Diese hätten bei ihm nicht vorgelegen.“

Jetzt kommen wir zu dem üblichen verdächtigen Textabausteinen. Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Union: „Es muss eine Mindestspeicherfrist für IP-Adressen zur Bekämpfung schwerer Kriminalität eingeführt werden, es braucht auch eine umfassende Befugnis zur elektronischen Gesichtserkennung. Moderne Software muss zur Analyse großer Datenmengen, polizeilicher Datenbanken, sozialer Netzwerke und zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchung eingesetzt werden dürfen.“

Erstens kann man gar nicht „onlinedurchsuchen“, wenn das Opfer es nicht will, und zweitens ist es genauso Bullshit-Bingo, wenn man das „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ nennt. Eigentlich hat der gute Mann gar nichts gesagt. Bei der Gesichtserkennung empfehle ich einen Bildungsurlaub in China, auch um die Fehlerquote abschätzen zu können.

Journalisten werden in drei Kategorien nach Ampelfarben Rot, Gelb und Grün eingeteilt – um die Dringlichkeit der Nachverfolgung zu kennzeichnen.

Ich kaufe Rot.

online-durchsuchung
Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Symbolbid), made by AI/Burks

[Update]: Die Mitteldeutsche Zeitung beantwortet vielleicht meine obige Frage: „Die Belegschaft nannte ihn „Dr. Google“: Ist der Attentäter von Magdeburg wirklich Arzt?“ Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) fasst den Artikel auf Deutsch zusammen: „Er heißt bei uns Dr. Google.“ Diesen Spitznamen trage er, weil er „vor jeder gestellten Diagnose im Internet nachgucken musste“. Doch dies ist nicht das einzige seltsame Verhalten, das er an den Tag legte.

Der Mann, der als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie drei Therapiestationen leitete, soll seine Visiten grundsätzlich allein gemacht haben, Gespräche mit Mitarbeitern habe er grundsätzlich vermieden. Doch auch bei Patienten stieß der saudische Arzt offenbar auf Misstrauen. (…) Wenn neue Patienten ihn fragten, wie sie schnell von ihrer Rauschgiftsucht loskommen können, soll Taleb A. geantwortet haben: „Alkohol gut, Honig schlecht.“ Er soll zudem mehrfach Medikamente verschrieben haben, deren Einnahme die Patienten in Lebensgefahr gebracht hätte. (…)

Bei Hinweisen habe die Klinikleitung immer wieder abgewiegelt.“ Ich fasse es nicht…

Der Hass der Konvertiten

konvertit

Grade das Gegenteil tun ist auch eine Nachahmung, und die Definitionen der Nachahmung müßten von Rechts wegen beides unter sich begreifen. (Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

Natürlich hat das etwas mit dem Islam zu tun!

Ich halte es bekanntlich mit Marx: Es ist möglich, dass ich mich blamiere. Indes ist dann immer mit einiger Dialektik wieder zu helfen. Ich habe natürlich meine Aufstellungen so gehalten, dass ich im umgekehrten Fall auch recht habe. (Marx an Engels, 15.8.1857)

Also fächern wir auf: Der Täter von Magdeburg war Muslim, und bekehrte sich dann zum Gegenteil – also der lehrbuchmäßige Hass der Konvertiten.

Die Qualitätsmedien berichten: „Bereits Ende der 1990er-Jahre habe er sich vom Islam losgesagt, sich als Atheist bezeichnet und den Islam scharf kritisiert. So sagte es der Mann selbst, der als Flüchtlingsaktivist in der Öffentlichkeit aufgetreten war, 2019 der Frankfurter Rundschau in einem Interview. Demnach sah der mutmaßliche Täter eine angebliche Islamisierung Deutschlands und kritisierte dafür in sozialen Medien deutsche Politik und Behörden. An diesen, so kündigte er mehrfach an, wolle er Rache nehmen.“

Rache? Wait a minute. Nur unter uns: Das Publikum hier weiß, warum ich mich mit dem Thema besonders gut auskenne. Aber sagt es nicht weiter – es würde niemand zuhören. (Im Flüsterton:) Konvertiten denken und handeln „strukturell“ genauso wie vorher. So einfach ist das nämlich nicht mit dem „Konvertieren“, also dem „Anders-als-vorher-werden“. Woher soll man wissen, was „anders“ ist?

Ich habe mir die Sektenbiografie mit einer anderen Sekte ausgetrieben, aber das funktioniert auch nicht. Man macht genauso weiter wie vorher, nur mit anderen Farben, Kostümen und anderen heiligen Büchern. Das gilt immer für „Aussteiger“ aus Religionen. Ich erkenne solche Leute, wenn sie das Maul aufmachen.

Jetzt schreit das Publikum im Chor: Du behauptest also, du seiest anders?! Ich antworte in Kurzform: Sais Tupac Amaru! Drei Mal macht das das nicht mit einer Sekte. Ich hatte ein wahnsinniges Glück mit meiner Biografie (erst mal abhauen, und möglichst weit weg), und habe unbewusst die richtigen Entscheidungen getroffen, obwohl ich dafür viel in Kauf nehmen musste, wie ich später erkannte: Keine Karriere, keine Kinder, keine private Pflegeversicherung im Alter. Aber wir schweifen ab.

Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).

Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“

apokalypse
„Der Teufel weiß, dass er wenig Zeit hat.“ (Apokalypse, also known as „Die Offenbarung des Johannes“, 12, 12)

Natürlich kommen solche Leute in allen drei Buchreligionen vor; islamische Einwanderer, die von „Ungläubigen“ umgeben sind, sind offenbar besonders anfällig. Wir hatten den Islam-Hasser Breivik. Wir hatten diese Art von Leuten in Israel.

Übrigens: Auch hier passt Blumenberg! „Während aber die Ultraorthodoxie prinzipiell geduldig auf die Ankunft des Messias wartet – denn es ist Gottes Entscheidung, wann die Erlösung kommen wird –, haben die Vertreter des Religiösen Zionismus, die in Israel auch als Nationalreligiöse bezeichnet werden, andere Vorstellungen. Vor allem ihre radikalen Vertreter sind der Ansicht, dass sie die Ankunft des Messias beschleunigen müssen.“

Fazit: Wer das Konvertieren nicht bewältigt und keine Metatheorie seiner selbst entwickeln kann, der bleibt ein potenzieller Apokalyptiker, auch als Atheist.

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. (F. W. Bernstein)

Vielleicht verstehen jetzt einige Leute die Israelis besser, die jederzeit damit rechnen müssen, dass jeder Muslim Araber, auch ein arabischer Arzt, plötzlich aus heiterem Himmel Leute umbringen will, und dass man immer mit dem Schlimmsten rechnen muss.

konvertit

Wie könnte man den so genannten „Hass des Konvertiten“ metaphorisch darstellen?

ChatGPT: Metaphorisch könnte der „Hass des Konvertiten“ als ein Feuer dargestellt werden, das umso heftiger brennt, je näher es an den eigenen Wurzeln entfacht wird. Diese Metapher fängt die leidenschaftliche Ablehnung ein, die oft aus einer tiefen inneren Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit oder ehemaligen Zugehörigkeit resultiert.

Andere mögliche Bilder könnten sein:
– Ein Baum, der seine eigenen Wurzeln zu ersticken versucht, weil er glaubt, ohne sie höher wachsen zu können.
– Ein Spiegel, der zerschlagen wird, um das frühere Selbst nicht mehr zu erkennen, aber dessen Scherben dennoch in alle Richtungen schneiden.
– Ein Vogel, der seine alte Neststätte mit Steinen bewirft, um den Bruch mit der Vergangenheit zu vollziehen, auch wenn das Nest ein Teil seiner Geschichte ist.
– Diese Metaphern zeigen, wie der Hass des Konvertiten oft ein Ausdruck von innerer Zerissenheit und dem Drang nach Abgrenzung sein kann.

At any cost [Update] [Update II]

Taleb

Welt-Redakteur Tim Röhn schreibt auf X: „Seinen – gelöschten – Beiträgen auf x zufolge dürfte er die Tat über sehr lange Zeit geplant haben, kündigte schon vor Monaten für den Moment der Rache genau den Post an, den er um kurz nach 19 Uhr am Freitag absetzte. Die Behörden bekamen von all dem offenbar nichts mit. Diese schon im Frühling 2024 wieder gelöschten Tweets wurden bei x gemeldet – aber passiert ist nichts. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Täter sei bislang völlig unbekannt gewesen.“

Wir warten auf:
[ ] Elon Musk und X sind schuld.
[ ] Wir brauchen jetzt sofort die Vorratsspeicherung.
[ ] Das hat nichts mit dem Islam zu tun.
[ ] Der Verfassungsschutz braucht mehr Befugnisse.

Taleb

[Update] Das ehemalige Nachrichtenmagazin liefert: „…ein islamistischer Hintergrund so gut wie ausgeschlossen“. Das Gegenteil ist auch eine Nachahmung.
[Update II] Rainer Wendt liefert: „21:40 Uhr hat Rainer Wendt bei WeltHD Vorratsdatenspeicherung gefordert, weil sich das sonst nicht aufklären lässt.“

Klassenfragen

Sehr interessantes Interview im Overton-Magazin: „An Universitäten werden zunehmend Professoren entlassen oder von hohen Ämtern degradiert, weil sie irgendwie stören. Aber wann stört ein Professor? Darüber hat Roberto De Lapuente hat mit der Geographin Heike Egner gesprochen.“

»Wenn Studenten mit einer 2 benotet werden, kommen Beschwerden.«

Was bin ich froh, dass ich nicht mehr an einer Universität lehre…

Unter Versicherten

Aus dem Telegram-Kanal der religiös-zionistischen Nachrichtenagentur „Israel heute“: „Laut dem russischen Nachrichtendienst TASS hat der ehemalige syrische Präsident Baschar al-Assad Israel eine Liste mit militärischen Zielen übergeben, bevor er Syrien verließ. Ein türkisches Medienwerk fügte hinzu, dass Assad die militärischen Positionen als eine Art persönliche „Versicherung“ Israel übergab, um sicherzustellen, dass Israel ihn bei der Flucht nach Russland nicht anschießt [gemeint ist vermutlich: „abschießt“].

Baschar al-Assad hat alle Koordinaten und Standorte syrischer Militärziele, darunter Waffenlager, Raketenabwehrsysteme und Kampfjets, an Israel weitergegeben.

Abdulkadir Selvi, ein Kolumnist der türkischen Zeitung Hürriyet, schrieb, dass eine „verlässliche Quelle“ ihm bestätigt habe: „Assad übergab eine Liste mit genauen Positionen, um sicherzustellen, dass Israel ihm keinen Schaden zufügt, während er das Land verlässt.“

Polyglott

polyglott

Watson.ch: Niko Aktas ist womöglich der vielsprachigste Mensch in der Schweiz. Der 36-Jährige kann auf Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Türkisch und Russisch Gespräche führen. Auf weiteren drei Sprachen – Slowakisch, Arabisch und Albanisch – kann er sich verständigen. Eine Handvoll weiterer versteht er, zum Beispiel Rumantsch.

Aktas ist damit einer der wenigen Hyperpolyglotten im Land. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: «Poly» bedeutet «mehrere» und «glōtta» ist «die Sprache». Während Polyglotten drei oder mehr Sprachen sprechen, sind es über sechs bei Hyperpolyglotten wie Niko Aktas.

„Grundsätzlich lege ich den Fokus am Anfang kaum auf Grammatik. Ich habe fünf Punkte entwickelt, die ich meinen Sprachschülern weitergebe. Erstens: eine Liste mit den wichtigsten zweihundert Wörtern, die ich mit einem anderen Polyglotten zusammengestellt habe. Diese Wörter sind noch relativ unspezifisch.​“

Dazu im ehemaligen Nachrichtenmagazin (Paywall) ein Interview mit Torben Schmidt, Professor für Didaktik des Englischen an der Leuphana Universität in Lüneburg: Sollten Kinder eine zweite Fremdsprache lernen?

„Wir sprechen hier von ‚Skill Skipping‘: Wenn durch technische Möglichkeiten gewisse Fähigkeiten nicht mehr erlernt oder trainiert werden. Wir kennen das aus der Mathematik: Wer häufig den Taschenrechner nutzt, verlernt das Kopfrechnen. Die neuronalen Verknüpfungen werden nicht mehr gebraucht. Wer verschiedene Sprachen beherrscht, dessen Hirnareale sind besser miteinander verbunden, es findet mehr Aktivierung statt.“ Mehrsprachige Menschen seien auch im Alter noch neurologisch fitter als solche, die nur eine Sprache sprechen.

Die Sache mit den 200 Wörtern finde ich interessant. Aber wann „kann“ man eine Sprache? Ich spreche Deutsch und Englisch fließend, Spanisch ganz gut. Französisch kann ich lesen, ich verstehe fast alles und kann mich verständigen (hatte ich in der Schule, aber das Spanische hat es überschrieben). Jiddisch kann ich lesen und verstehen, aber richtig aussprechen natürlich nicht immer. Hebräisch lerne ich seit gut eineinhalb Jahren, aber bis zum aktiven Sprechen ist es noch weit. Lateinische Texte verstehe ich nicht ganz, aber weiß immer, worum es geht (großes Latinum: mehr als fünf Jahre Lateinunterricht).

Für das übernächste Jahr, wenn ich mit hoffentlich mit meinem Hebräischen zufrieden bin, habe ich mir vorgenommen, wieder mit Mandarin weiterzumachen.

Also: Neurologisch ist hoffentlich alles ok mit mir.

RAF jetzt mit Gendersternchen

Die RAF benutzt jetzt Gendersternchen. Mehr muss man gar nicht wissen. Jedes dämliche Klischee passt: Klimakleben, Corona, „Gaza“.

Vielmehr beschreibt Garweg sich weiter als politischen Aktivisten, als Teil einer „revolutionären Linken“ bis heute.

Solche antisemitisch-völkischen und weltanschaulich verirrten Vollhonks sind weder „links“ noch „revolutionär“.

Indianerfrau aka Mujer Campesina

mujer campesina

Postkarte an Verwandte vom 28.01.1980 aus Sucre, der Hauptstadt Boliviens. (In Sucre war ich 1984 noch einmal.)

Auf der Rückseite der Karte steht: Mujer campesina de Tarabuco, con su traje de fiesta. Indianerfrau aus Tarabuco (Sucre) in Festtagskleidung. Tarabuco Indian Woman with typical „fiesta“ dress.

La Paz, Bolivien, 27.1.
Ihr Lieben! Hier gibt es keinen Putsch und wir sind nach 5 Wochen Peru und vielen schönen Erlebnissen hier ohne Schwierigkeiten eingereist. In 2 Wochen kommen wir in den Urwald im Norden und es wird sehr heiß bis Guyana und Barbados bleiben. Von Georgetown fliegen wir am 19.3. nach Barbados und hoffen auf schnellen Anschluß nach Europa.Buchungen sind sehr kompliziert hier. Liebe Grüße an alle.

mujer campesina

Unter virtuellen Agenten, dreistellig

virtuelle Agenten
The virtual agents present themselves as shadowy and enigmatic, their personas cloaked in secrecy and intrigue. They frequently operate under elaborate pseudonyms, creating an air of mystery to mask their true identities. Their avatars are often dressed in dark, nondescript clothing, projecting an image of someone skilled in covert operations. However, their lack of professionalism becomes evident in their actions. They often miss critical details in their assignments, misinterpret simple instructions, or fail to maintain basic operational security. For instance, they might use poorly encrypted communication tools, inadvertently reveal sensitive information, or leave obvious digital footprints that make them easy to trace. Their mysterious demeanor is frequently undermined by comical missteps. They might try to appear intimidating but end up exposing their lack of preparation during a simple interrogation or surveillance mission. They are also prone to internal squabbles over trivial matters, further eroding their credibility. Despite their shortcomings, they remain deeply committed to their roles, often compensating for their lack of skill with exaggerated theatricality. Their antics can sometimes lead to unintended successes, making them more of a curiosity than a genuine threat to adversaries. –ar 3:2 –

„Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag offengelegt, dass der Verfassungsschutz des Freistaates derzeit eine beträchtliche Anzahl von Fake-Accounts in sozialen Medien unterhält. Die Zahl dieser Accounts liege „im dreistelligen Bereich“. Schuster lehnte es jedoch ab, genauere Angaben zu machen, etwa zu den spezifischen Plattformen oder der Zahl der involvierten Mitarbeiter. Er begründete dies mit dem andernfalls gefährdeten „Einsatzerfolg“.“ (Apollo News, MDR)

Im Video des MDR ist von „virtuellen Agenten“ die Rede. Das schreit natürlich nach eine adäquaten Bebilderung.

Ich hoffe nicht, dass diese virtullen Verfassungsschützer in Secondlife auftauchen. Da könnte ich sie umhauen – ich habe 17 Jahre Erfahrung im virtuellen Schwertkampf.

Frage an das Publikum: Sind Blogs eigentlich „soziale Medien“?

Unter Wagenknechten

Wagenknechte
Wagenknechte (Symbolbild)

Die neue Brombeer-Koalition in Thüringen ist der Anfang vom Ende des BSW aka der Wagenknechte. Das sagen „politische Beobachter“ wie ich voraus. Zur Zeit dümpeln sie bundesweit ein wenig oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde herum. Und das wird nicht signifikant besser werden.

Warum? Die Leute wollten doch eine Opposition, aber weder eine aus dem Genderklimaflüchtlingeretten-Milieu noch so angebräunte Dumpfbacken wie die Mehrheit der AfD-Mitglieder. Und was kriegen sie? Eine Partei, die mit denen, die eh schon alles verkackt haben, eine Koalition eingeht.

Und dann diese sinnfreien Textbausteine: „Uns ist ein guter Aufbruch gelungen, der das Leben der Thüringer spürbar verbessern wird“. Das glaubt doch niemand mehr. Gutes Leben im Kapitalismus. Was hamwa wir gelacht.

„Wir werden die irreguläre Einreise nach Deutschland reduzieren.“ Könnt ihr gar nicht, aus technischen und juristischen Gründen. Das ist so logisch wie die fantasierte Ankündigung Scholzens, man müsse „jetzt“ in großem Stil abschieben.

„Eine Stationierung [von Mittelstreckenraketen] und deren Verwendung ohne deutsche Mitsprache sehen wir kritisch.“ Ich sehe auch vieles „kritisch“. Und? Heißt das, die Deutschen wollen auch die Befehle geben können und auf die Knöpfe drücken? Verarschen kann ich mich allein. Wenn die jemals abgeschossen würden, gäbe danach niemand mehr Befehle.

„Wir wollen die Friedensbildung bereits an den Schulen stärker in den Fokus nehmen und eine Schule, die nicht werben muss für den Kriegsdienst.“ Muss nicht, aber kann. Wie ich schon sagte: Die Parole kann nicht heißen: Ohne Waffen und sich sofort ergeben! Sondern: „Waffen in die richtigen Hände“ und „Rüstungsindustrie vergesellschaften!“ Und Friedensbildung mit Arabern oder gar denen, die sich „Palästinenser“ schimpfen? In Israel würde man sich vermutlich kaputtlachen.

J’ai compris y ils sont fous

Ich habe Le Monde in der Blogroll durch Le Figaro ersetzt. Aus Gründen.

Übrigens: „Votre navigateur Chrome n’étant pas à jour, le site du Figaro risque de ne pas fonctionner correctement. Il est conseillé de mettre à jour votre navigateur.“ Ils sont fous, les IT-Français. Außerdem surfe ich gar nicht mit Chrome.

Unter Entschlossenen [Update]

sarcophagus Mount Arbel
Ein Sarkophag auf dem Mount Arbel (Vgl. „Mount Arbel am Wadi Hamam, an den Hörnern von Hittin gepackt“ (18.10.2023) und „Mount Arbel am Wadi Hamam, an den Hörnern von Hittin gepackt, revisited2 (29.11.2023).) Ich hatte mir die Details nicht notiert, aber vermutlich stammt der aus der Synagoge aus dem 4. Jahrhundert bei Arbel. Fotografiert am 18.10.2023, bisher unveröffentlicht.

Sehr interessante Analyse der gegenwärtigen Situation in Palästina (die Gegend) in der „Welt“ (Paywall), die aber nur das englische Original in Foreign Policy zusammenfasst: „Die neuen Machtverhältnisse im Nahen Osten“.

Doch die Mullahs haben den Fehler gemacht, diese Abschreckungsmacht mit dem Krieg gegen Israel auf die Probe zu stellen. Wer einen Krieg beginnt, geht eben auch das Risiko ein, ihn zu verlieren. Und der Iran hat eine krachende Niederlage nach der anderen kassiert. Die von ihm abhängige Hamas ist gänzlich aufgerieben und wird Gaza als Machtzentrum verlieren.

Die Hisbollah hat ihre gesamte militärische und politische Führungselite eingebüßt sowie einen großen Teil ihrer militärischen Kapazitäten, was ihren und damit Irans Einfluss im Libanon gefährdet. Und Syrien, wo der Iran seit Beginn des Bürgerkriegs laut von der iranischen Opposition geleakten internen Dokumenten um die 50 Milliarden Dollar investierte, ist nun ebenfalls gänzlich verloren für die Mullahs. (…)

„Der Domino-Effekt des Kollapses des Assad-Regimes wird unweigerlich das Ende der vom Iran dominierten Ordnung bedeuten. Sie wird ersetzt werden von einer regionalen Ordnung, die von Israel und seinen Partnern dominiert wird.“ (Lina Khatib, Foreign Policy) (…)

Tatsächlich tun sich viele im Westen noch schwer, den epochalen Charakter dieser Entwicklung zu erfassen. Zumal die Niederlage der Iran-Achse nie so klar ausgefallen wäre, wenn Israel auf die Forderungen aus Washington und europäischen Hauptstädten gehört hätte.

Gut, dass Israel gar nicht hinhört, wenn deutsche Außenminister oder die so genannten „Linken“ oder die Wagenknechte cringe vor sich hin faseln.

Es ist ganz witzig, in den russischen Foren zu lesen, was die zum Thema sagen. Fast alle sind Antisemiten und Israelhasser, aber sie können nicht umhin, die IDF zu bewundern. Manche kommentieren sinngemäß: Wenn nur unsere Militärführung so entschlossen handeln würde wie die in Israel…

[Update]: Die US-Army besetzt die ehemaligen russischen Militärbasen in Syrien, und die Russen haben offenbar Libyen als Ersatz für Syrien gewählt – „Libya will become the main logistical point of the Russian presence in Africa“.

Schwarze Tauben

black doves

Zugegeben, ich habe Black Doves nur wegen Keira Knightley angeklickt (by the way: „She was diagnosed with dyslexia at age six“). Wenn ich mich recht erinnere, kenne ich sie seit „Pirates of the Caribbean“. Sieht man ihr Gesicht einmal, vergisst man es nie wieder, nicht weil sie überirdisch schön wäre, sondern weil es einzigartig ist.

Bei Wikipedia steht ein ganzer Roman über sie: „Knightley is reputed for her signature ’strong female lead‘ roles, and she has been compared to actresses Katharine Hepburn, Greta Garbo, Audrey Hepburn, and Nicole Kidman.“ Merke: „Knightley does not shoot nude scenes for her films, unless directed by a female filmmaker.“

Resumé: Ohne Knigthley wäre „Black Doves“ einfach nur woker Bullshit. Natürlich können Schauspieler nichts für die Rollen, und wenn die Blödes von ihnen verlangen, müssen sie das Beste daraus machen. Was haben wir also hier? Ein freiberufliches lesbischen Killer-Pärchen – so realistisch wie ein Mann mit zwei Penissen. Ich weiß nicht, welches Klischee bedient werden soll, aber so etwas kommt eben nur im Film vor, ist also Quatsch. Ein schwuler Killer, der, während er seinen Beruf ausübt, seine Beziehungsdramen per Smartphone diskutiert. Brauche ich überhaupt nicht.

Wenn schon Killer, dann so wie in Der eiskalte Engel. Killer sollten überhaupt keine Gefühle und Beziehungen haben und sowieso lonely rider sein. Das alles ist nur ein Tribut an Wokistan und wird mit dem pädagogischen Holzhammer vorgetragen. Ich frage mich, warum die Kneightly, die doch sehr klug ist, in so einem Film mitspielt. Das kann nur die Karriere ruinieren (was bei der Knightley natürlich gar nicht mehr möglich ist). Go woke, go broke.

„Black Doves“ ist trotz der Knightley für mich eher ein B-Movie. Der Plot ist so unwahrscheinlich und weit hergeholt, dass ein Anime dafür besser passte.

Syrien oder die gerufenen Geister

syrien

Leider muss ich das Publikum noch einmal mit Syrien belästigen. (Chor im Hintergrund mit weinerlichem Unterton: „Warum tust du dir das an?“) Es geht um die Kohle, woher sie kommt und geht und um Öl und Gas.

Die Experten sind sich nicht einig, deshalb muss ich selbst recherchieren.

Meinung I: Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört.

Meinung II: Der Krieg für Gas und die „Pipeline-Theorie“ seien ein Märchen. Besonderer Popularität erfreut sich die „Pipelinetheorie“. Ihr zufolge sei der Krieg in Syrien auf das Scheitern einer „Katar-Türkei-Pipeline“ zurückzuführen. Diese hätte von Katar über Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien in die Türkei und von dort nach Europa führen sollen. Die USA hätten das Projekt unterstützt um die ebenfalls Erdgasexportierenden Iraner zu schwächen – auch hätte es Europa unabhängiger von russischen Gasimporten gemacht. Doch Assad, so die Erzählung, hätte ihnen allen einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er das Projekt ablehnte (um die Interessen seiner iranischen und russischen Alliierten zu schützen).

Und im Hintergrund agiert natürlich Erdogan.

Zur Info: die zweite Meinung wird von der Organisation Adopt a Revolution (AaR) vertreten, die Gendersprache schreibt („zivilgesellschaftlicher Akteur*innen“). Man weiß also schon vorher, was sie sagen und dass möglichst bald und oft der Begriff Rassismus vorkommt. Und siehe: die Pipelinetheorie „ist perfide rassistisch, weil sie Syrerinnen und Syrern ihren freien politischen Willen abspricht und sie stattdessen als Marionetten ausländischer Mächte denunziert…“ Man kann solche Leute* nicht ernst nehmen, aber die Argumente sind nicht alle von der Hand zu weisen.

Die erste Meinung (2015) vertritt der Journalist Helmut Scheben. Der hat, wie er schreibt, seine Analyse von Mitchell Orenstein und Foreign Affairs. Der Pipeline-Streit war wohl nicht mehr als ein gewichtiger Faktor unter vielen, die Syrien in den Krieg trieben.

Scheben bezieht sich auch auf das Buch Lüders‘ Buch Lüders‘: „Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“. Die grünen „Faktenchecker“ sehen das anders: Auch in Michael Lüders‘ Syrien-Bestseller „Die den Sturm ernten“ wird die falsche Geschichte unkritisch wiederholt.

Beide Seiten haben Argumente, aber Scheben IMHO die Besseren. Ich glaube aber eher nicht an einen Masterplan der USA, sondern dass alle beteiligten Parteien da hineingeschlittert sind und jetzt das klassische Problem des Zauberlehrlings haben.

Herr, die Noth ist groß,
Die ich rief die Geister
Werd ich nun nicht los.

___________________________________
*Im Impressum steht u.a. Svenja Borgschulte, Sprecherin der BAG Migration und Flucht der „Grünen“.

Der Pfeil Bashans

syrien

Israel hat jetzt auch den Gipfel des Bergs Hermon besetzt. Ein Schelm, wer denkt, daran würde sich jetzt irgendwann noch etwas ändern.

Hier ist eine Analyse von Naftali Hazony/X („Israeli fighter pilot turned combat special forces“) auf X:
In the past, Israel’s radars suffered from a significant blind spot, unable to see beyond Mt. Hermon and parts of Lebanon from their position on Mt. Meron. Iran’s low-fyling drones exploited this weakness, infiltrating Israel time and time again.

Once placed on Mt. Hermon, Israel’s radars will see far into both Syria and Lebanon, providing early warning of incoming low-flying jets and drones. Israel’s intelligence canalso leverage the peak, placing sensors to condut surveillance and intercept enemy communications.

The mountains also provide the perfect cover for Israel’s spacial forces and spies, wo can ow enter Syria more freely, conducting missions under the cover of darkness.

Several of Hezbollah’s smuggling routes north of the Hermon have been cut off.

Be it ISIS HTS, Iran, or Hezbollah, a hostile force advancing toward Israel will now be exposed – at the mercy of Israel’s drones, surface-to-surace missiles, and laser-guided ombs. Residents of north Israel can sleep more soundly knowing that Israel controls this peak.

syrien
Source: Naftali Hazony/X

Grafik unten: Russische Propaganda, also automatisch voll gelogen. Man sieht, dass die russische Meinung sich nicht unterscheidet von dem, was die Bundesregierung, die Wagenknechte, die „Linke“ und die Taz meinen: Die Golenhöhen und die „Palästinensergebiete“ seien „besetzt“. Intel Slava schreibt auch: „Israel announced the successful completion of Operation Sword of Bashan against Syria.“ Falsch, es heisst Arrow of Bashan. Bashan ist natürlich wie alles in der Region uralt und wurde in der Bibel erwähnt (was nicht bedeutet, dass es wahr ist – aber fast immer gut gelogen).

syrien

Wie umgeht man Zensur und Sperren von Websites?

censorship
Take a photo that describes the content of this judgment: A free press, not controlled by public authority and not subject to censorship, is an essential element of a free state; in particular, a free, regularly published political press is indispensable for modern democracy. If citizens are to make political decisions, they must be fully informed, but also be aware of the opinions that others have formed and be able to weigh them against each other. –s 750

Diesen Text habe ich für das Nitro-Magazin (Dezember 2024) verfasst.

Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates; insbesondere ist eine freie, regelmäßig erscheinende politische Presse für die moderne Demokratie unentbehrlich. Soll der Bürger politische Entscheidungen treffen, muß er umfassend informiert sein, aber auch die Meinungen kennen und gegeneinander abwägen können, die andere sich gebildet haben. (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 05.08.1966 – das so genannte „Spiegel-Urteil“)

Ich glaube, dass diese unregulierte Form von diesen sozialen Medien inzwischen nicht mehr akzeptabel ist. (Robert Habeck am 17.10.2024)

Wir sind massiver Propaganda und Desinformation über diesen verabscheuungswürdigen Angriff auf ein freies und unabhängiges Land ausgesetzt. Wir werden diesen Sprachrohren des Kreml nicht länger gestatten, ihre toxischen Lügen zu verbreiten, um Putins Krieg zu rechtfertigen und zu versuchen, unsere Union zu spalten.(Ursula von der Leyen, 2.3.2022)

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Journalisten müssen umfassend informieren, wenn sie ihren Beruf ernst nehmen. Das heißt: Nach dem berühmten Satz „audiatur et altera pars“ handeln – höre auch die andere Seite. Diese Maxime ist im Zeitalter des betreuten Denkens und des Haltungsjournalismus leider außer Mode gekommen.

Wer sich im Internet als Journalist informieren will, muss jedoch in der Lage sein, Zensur und so genannte „Netzsperren“ umgehen zu können. Das dürfte selbstverständlich sein. Länder wie Russland, China, Iran, Russland, die Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten und Vietnam, dazu viele kleinere Länder zensieren und sperren „unliebsame“ Websites direkt.

Auch Suchmaschinen und Soziale Medien, etwa Facebook, zensieren Nutzer aus bestimmten Ländern, Deutschland inklusive.

Der Spiegel titelte schon 2010: „Wie die Deutschen Zensur-Vizeweltmeister wurden – Sperren, löschen, Personen identifizieren: Google macht jetzt erstmals öffentlich, welche Staaten solche Anfragen stellen. Bei der Entfernung von Videos, Blogeinträgen und Suchtreffern landet Deutschland auf Platz zwei hinter Brasilien“.

Fast alle Internet-Sperren kann man umgehen, sogar mit wenig Aufwand und ohne technische Spezialkenntnisse. Hier werden die gängigsten Zensur-Maßnahmen beschrieben – und wie man sie ad absurdum führt. (Die Liste ist nicht vollständig.)

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A female computer genius in front of a futuristic computer, using sophisticated virtual tools to circumvent the censorship measures of a totalitarian state

2. Internet-Sperren und Maßnahmen gegen Zensur

Geo-IP-Blocking:
Die Betreiber von Websites erkennen die IP-Adresse eines Nutzers. Diese wird mit Datenbanken abgeglichen, etwa Maxmind oder IP Geolocation. Damit kann man IP-Adressen aus bestimmten Ländern blockieren.

Gegenmaßnahmen: Anonymisieren der eigenen IP-Adresse, zum Beispiel durch VPN-Dienste oder den Tor-Browser.

DNS-Blocking:
Die Internet-Provider blockieren den Zugriff auf bestimmte Domains, indem ihre Domain-Name-Server (DNS) den gefragten Hostnamen nicht auflösen. Beispiel: rtnewsde.site (Hostname) hat die IP-Adresse 185.79.236.191 – die kann man auch direkt eingeben.

Gegenmaßnahmen: Wenn nur der Hostname nicht in die IP-Adresse „übersetzt“ wird, gibt man einfach diese ein. Falls auch die IP-Adresse vom DNS-Server blockiert wird, wählt man einen anderen DNS-Server als den, den der Internet-Provider vorschlägt. Manche Provider (wie Vodafone) versuchen das zu unterbinden.

– Liste vertrauenswürdiger und unzensierter DNS-Server www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm
– Schneller und ohne Sperren: Alternative DNS-Server einsetzen:
www.heise.de/ratgeber/Schneller-und-ohne-Sperren-Alternative-DNS-Server-einsetzen-8659971.html
– DNS How to (CCC) www.ccc.de/censorship/dns-howto/

IP-Blocking auf Netzwerkebene:
Regierungen oder ISPs blockieren bestimmte IP-Adressen oder IP-Bereiche von Websites, um den Zugriff auf Websites zu verhindern. Diese Methode kann auf nationaler Ebene durchgesetzt werden.

Gegenmaßnahmen:
– VPN-Dienste oder Tor-Browser. Manche Länder blockieren auch deren IP-Adressen, zum Beispiel die der Torserver.
– Surft man mit dem Tor-Browser und erreicht eine gesperrte Website dennoch nicht, hilft meistens die „Brücken-Relay“-Technik von Tor: Man fordert einen Server an, der verbirgt, dass er zum Tor-Netzwerk gehört.
– Gegen Sperren auf Netzwerkebene helfen oft so genannte (meistens kommerzielle) Smart DNS-Dienste, etwa GetFlix. Nicht alle dieser Dienste sind empfehlenswert.

Keyword-Blocking (Deep Packet Inspection)
Diese Methode scannt den Internetverkehr nach bestimmten Schlüsselwörtern oder Inhalten und blockiert den Datenverkehr, der diese enthält. Internet-Provider nutzen oft Deep Packet Inspection (DPI), um den Inhalt der übertragenen Datenpakete zu analysieren und unerwünschte Inhalte herauszufiltern oder zu zensieren.

Gegenmaßnahmen:
– Tor-Browser benutzen
– Manche kommerziellen Anbieter bieten sogenannte Obfuscated-Server an, die speziell gegen DPI entwickelt wurden.
– Man verwendet Shadowsocks (Open Source). Shadowsocks verschleiert den Datenverkehr und ist schlechter erkennbar als VPNs. Es wird häufig in Regionen mit starker Internetzensur eingesetzt – wie in China, Iran und Russland.
– Psiphon (Open Source). Psiphon kombinierts VPN, SSH und HTTP-Proxys, um Zensur zu umgehen. Psiphon passt sich automatisch an die sicherste Verbindungsmethode an (als App und Desktop-Version).
– UDP-basierte Protokolle (zum Beispiel die VPN-Lösung WireGuard, kostenlos, erhältlich für Smartphones, PCs und Fritz!Box-Router).

URL-Filtering:
Bei dieser Methode wird der Zugriff auf bestimmte URLs oder Pfade innerhalb einer Domain gesperrt, um bestimmte Inhalte zu zensieren.

Gegenmaßnahmen:
Tor, VPN, alternative DNS-Server. HTTPS statt HTTP (Hypertext Transfer Protocol ) verwenden: Einige URL-Filter blockieren nur die HTTP-Version einer Seite und nicht die HTTPS-Version. Der direkte Zugriff über HTTPS (https://) kann manchmal die Sperre umgehen.

Verschlüsselungs-Blocking:
In einigen Fällen können Regierungen den Zugriff auf Websites einschränken, die verschlüsselte Verbindungen (z. B. HTTPS) verwenden. Sie tun dies, um die Inhalte besser kontrollieren zu können, da verschlüsselte Verbindungen die Überwachung erschweren.

Gegenmaßnahmen: Alle oben erwähnten

Throttling oder Drosselung:
Eine weniger offensichtliche Methode der Zensur ist die Drosselung des Datenverkehrs zu bestimmten Websites oder Diensten. Dies macht den Zugriff so langsam, dass die Nutzer davon abgehalten werden, die Seite zu besuchen, obwohl sie technisch gesehen noch zugänglich ist.

Gegenmaßnahme u.a.: Browser-Erweiterungen für Datenkomprimierung. Einige Erweiterungen wie Google Chromes „Lite Mode“ komprimieren Daten und leiten den Datenverkehr über Google-Server, wodurch das Datenvolumen reduziert wird und der ISP das Nutzungsverhalten schwerer überwachen kann.

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3. Begriffserklärung:

Tor-Browser
Der Tor-Browser schützt die Privatsphäre beim Surfen, indem er die Internetverbindung über ein Netzwerk von Servern weltweit verschlüsselt und weiterleitet. Dadurch werden die Identität und der Standort des Nutzers verborgen.
Den Tor-Browser gibt es für alle Betriebssysteme, einschließlich für Smartphones, und ist einfach zu installieren.
Für Smartphones ist Orbot eine Alternative:

Tor gerantiert nur Anonymität, wenn man den Browser wie „ab Werk“ vorgesehen nutzt, also alles verbietet, was Hinweise auf den Nutzer geben könnte (Cookies, Scripte usw.). Soziale Medien kann man damit nicht benutzen.

Alternativen und kostenpflichtige VPN-Dienste: www.netzwelt.de/sicherheit/anonym-surfen/alternativen-zum-tor-browser.html

Virtuelles Privates Netzwerk (VPN)
Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) stellt eine sichere und verschlüsselte Verbindung über das Internet her. Es verbirgt die echte IP-Adresse des Nutzers und lässt ihn so erscheinen, als sei er von einem anderen Standort aus online. Das VPN schützt dadurch die Privatsphäre, macht das Surfen sicherer – vor allem in öffentlichen Netzwerken.
Für VPN kann man kostenpflichtige Dienste benutzen oder etwa WireGuard.

1. China: China blockiert das Tor-Netzwerk systematisch über die „Great Firewall“. Tor-Nutzer müssen auf „Bridges“ oder alternative Technologien zurückgreifen, um Zugriff zu erlangen. Die Nutzung des Tor-Netzwerks ist jedoch praktisch illegal und kann zu Strafen führen.

2. Russland: In Russland ist Tor de facto illegal, da das Land eine umfassende Zensur durchführt und den Zugang zu anonymisierenden Netzwerken stark einschränkt. Die Regierung hat in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um den Zugriff auf Tor zu blockieren, und russische Behörden warnen vor rechtlichen Konsequenzen für Nutzer.

3. Iran: Im Iran ist die Nutzung von Tor ebenfalls illegal, da das Land strenge Internetkontrollen durchführt. Tor wird häufig blockiert, und Nutzer riskieren rechtliche Verfolgung oder Strafen, wenn sie beim Zugriff auf Tor erwischt werden.

4. Belarus: In Belarus ist der Zugang zu anonymen Netzwerken wie Tor und VPNs offiziell verboten. Die Nutzung solcher Technologien kann zu rechtlichen Konsequenzen führen, und der Zugang wird vom Staat blockiert.

5. Venezuela: Venezuela hat in den letzten Jahren die Nutzung von Tor und anderen anonymisierenden Diensten eingeschränkt, insbesondere während politischer Unruhen. Obwohl es kein ausdrückliches Verbot gibt, wird der Zugang häufig blockiert und die Nutzung kann in bestimmten Fällen zu Problemen führen.

6. Türkei: In der Türkei ist der Zugang zu Tor nicht explizit illegal, aber das Netzwerk wird häufig blockiert, insbesondere während politisch sensibler Zeiten. Die Regierung hat in der Vergangenheit Maßnahmen gegen Tor-Nutzer ergriffen, insbesondere, wenn sie für Aktivitäten genutzt wird, die als „regierungsfeindlich“ angesehen werden.

7. Ägypten: In Ägypten wird Tor teilweise blockiert und überwacht, besonders während politischer Krisen. Der Zugang ist nicht explizit illegal, aber Nutzer können Schwierigkeiten bekommen, wenn sie auf das Netzwerk zugreifen.

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Examples for censorship of websites

Keine Schnappatmung wegen Telepolis

Telepolis

Ich muss das Publikum ein wenig wieder von den Palmen herunterlocken. Nein, ich bekomme keine Schnappatmung wie Peter Bürger, das Neue Deutschland oder Multipolar, wenn meine alten Artikel nicht mehr auf Telepolis verfügbar sind.

Natürlich bedauere ich zutiefst, dass ich etwa „Der Verliebte Avatar“ oder „Einsame Herzen 2.0“ (zwei Teile über Sex in Secondlife) noch nicht einmal mehr auf archive.org ansehen kann. Aber nichts ist älter als eine Zeitung von gestern.

Beispiel: Ich habe im Oktober knapp 1000 Euro an einen Anwalt zahlen müssen, weil Reuters mit KI Blogs durchforstet und in meinem Fall geklaute (ich wusste noch nicht einmal, dass die von Reuters waren) Fotos, die rund 20 (!) Jahre auf meinem Blog standen, abgemahnt hat. Ich bin noch glimpflich davongekommen. Ich wüsste aber nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte, alle meine Blogartikel seit 2002 zu checken, ob es irgendwo Urheberrechtsprobleme geben könnte, obwohl ich sehr vorsichtig bin. Für Telepolis stelle ich mir das technisch unmöglich vor.

Ich hatte aber ein anderes Wort als „Qualitätsoffensive“ benutzt; das
lädt zum Spekulieren ein.

Telepolis
Mein Bild (ChatGPT) ist besser als das von Telepolis – und gratis.

Wg. Syrien

syrien

Ich fühle mich zum Thema Syrien durch die Qualitätsmedien nicht ausreichend informiert.

Deshalb habe ich selbst ein wenig herumrecherchiert eingedenk der meistens völlig ausreichenden Fragen – wenn man die Antwort dazu hat -: Wo kommt die Kohle her? Wo geht die Kohle hin? (Matthew D. Rose) sowie: Cui bono? Und dann sucht man natürlich auch nach map natural resources Syria.

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Source: M. Izady/geocurrents.info

Einen syrischen Staat hat es in der Geschichte nie gegeben. Damaskus war zwar die Metropole der ersten imperialen Ordnung des Islam, der Umayyaden-Dynastie von 661 bis 750, aber das heutige Syrien ist eine Schöpfung der französischen Kolonialzeit. Damaskus wiederum war eine Entität für sich. Die französischen Kolonialherren haben in Syrien ein Gebilde konstruiert, aus dem nominal ein Nationalstaat hervorging, das aber jeder Substanz der staatlichen Institution des Nationalstaats entbehrt. Nationalstaaten im Nahen Osten sind ein europäisches Transplantat in einer fremden Umwelt. Meine eigene kulturelle Identität hat mit Syrien nichts zu tun. In Damaskus habe ich gelernt, mich als ein Schami, ein Damaszener, und nicht als ein Syrer zu definieren. Was ist dann Syrien überhaupt? (Bassam Tibi)

Ist Syrien ein „normaler“ kapitalistischer Staat wie Italien oder Frankreich?

Nein. Syrien ist vergleichbar mit Staaten wie Venezuela. Es gibt keine nennenswerte Industrie, wie sie sich Westeuropa oder Japan entwickelt hat, sondern nur Rohstoffe (Öl, Gas, Phosphate), die andere imperialistische Staaten auch haben wollen. Der Erlös wird unter die jeweiligen mehr oder weniger loyalen Peer Groups der herrschenden Klasse aufgeteilt.

Während der hoch entwickelte Kapitalismus immer faschistische Herrschaftsformen als Alternative hat, wenn das Kapital in Gefahr ist, die Kontrolle zu verlieren, gibt es in den „protokapitalistischen“ Staaten der so genannten Welt, insbesondere den arabischen Staaten, nur den Umsturz, wahlweise den Militärputsch (wenn keine der großen imperialistischen Mächte einmarschiert).

Im Unterschied zu Lateinamerika ist der vordere Orient (außer natürlich Israel) immer noch tribalistisch organisiert, das heißt: Die Loyalität gilt nicht der eigenen Klasse, sondern eine Gruppe, die sich nach irrationalen Kriterien organisiert: Nation, Religion, Sprache oder „Stamm“ (vgl. Karte oben). Die Nation entstand als Form der ideologischen Überhöhung der bürgerlichen Klassenherrschaft; Frankreich ist das klassische Beispiel. Arabische Nationen gibt es gar nicht, dazu kamen sie „zu spät“, auch wenn die deutsche Presse immer die Nation der „Palästinenser“ herbeischreiben und -zaubern will.

Man muss sich daher fragen: Warum ist das nicht in Großbritannien oder Deutschland so wie in den arabischen Staaten? Weil der voll ausgebildetete Kapitalismus Tribalismus (Bayern, Sachsen usw.) obsolet gemacht hat: Das Individuum wird vollends auf seine Existenz als Ware Arbeitskraft reduziert, alles andere ist Feuilleton, zwar möglich, aber letztlich entbehrlich (vgl. das Zitat Bassam Tibis).

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sich (2018) an einer Art Klassenanalyse versucht, was ein völlig korrektes Vorgehen ist: „Die wichtigste Komponente der Bewegung bestand aus ökonomisch benachteiligten sunnitischen Landarbeitern zusammen mit städtischen Angestellten und selbstständigen Arbeitern, die die Last der neoliberalen Politik tragen mussten, vor allem seit der Machtübernahme durch Bashar al-Assad im Jahr 2000. Die Geographie der Revolten in Idlib, Dar’a und anderen mittelgroßen Städten sowie in anderen ländlichen Gegenden weist Muster auf, denn all diese Orte waren historische Hochburgen der Ba’th-Partei und profitierten von den Agrikulturreformen der 1960er-Jahre. (…) Im Jahr 2005 wurde die «soziale Marktwirtschaft» bei der zehnten Regionalkonferenz der Ba’ath-Partei als neue wirtschaftliche Strategie verabschiedet.“

Bashar al-Assad’s politische Herrschaft und Wirtschaftspolitik führten zu einer noch nie dagewesenen Verarmung der Gesellschaft und weiter wachsenden Wohlstandsgefällen. (Joseph Daher)

Das Regime der nationalistischen Baath-Partei hat sich also daran versucht, den ökonomischen Rückstand zur den großen Industriestaaten aufzuholen, ist aber naturgemäß gescheitert, ein Problem, das sich etwa in Indien kaum stellt (ein interessantes Problem, aber mit Indien kenne ich mich nicht aus), eher aber in Staaten wie Argentinien und Brasilien.

Die Zukunft in Syrien ist natürlich ein Bürgerkrieg. Das rührselige Gefasel in der bürgerlichen Presse („Freiheit!“) wird bald Makulatur sein. Die schwache Struktur der Gesellschaft hat für die herrschende Klasse nur die Diktatur oder eine sich als Demokratie tarnende Diktatur (wie in Ägypten) als Option.

Syrien ist einer der mittlerweile zahlreichen failed states an der Peripherie der imperialistischen Mächte und Staaten, und wird zerfleischt werden – die Frage ist nur, ob das auf Kosten der Staatlichkeit gehen wird. Die USA, die Russen und die Türken sind schon dabei, sich alles Wertvolle unter den Nagel zu reißen. Die Kurden, die ewigen Verlierer, werden auch dieses Mal zuschauen.

„Dass die Türken der Offensive nicht zugestimmt haben, bedeutet ja nicht, dass sie nichts davon gewusst haben“, sagt ein Beobachter. „Man kann ja auch zustimmen, indem man nicht Nein sagt.“ (Die bürgerliche Presse zitiert einen „Beobachter“…)

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Source: Intel Slava

Die Israelis machen, was zu erwarten war, genau das Richtige: „Israeli Air Force Shaldag special forces have captured Mount Hermon during their advance on the Golan Heights. The UNDP base, located at an altitude of 2,814 meters, has come under the control of the special forces. At the moment, the IDF advance on the Golan Heights is 14 km.“

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Quellen:

– Karten von Syrien: Perry-Castañeda Library
Map Collection – Syria maps https://maps.lib.utexas.edu/maps/syria.html

– Forat Suliman / Homam Khwanda /R.V. Ramana Murthy: An Analysis of the Syrian Economy in the Era of Military Conflict, 2011–2020: The Perspective of Government and Economics, 1923 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2667319323000253?via%3Dihub

– The Energy Consulting Group – Management consultants for upstream oil and gas producers and service companies: Syrian Oil and Gas https://www.energy-cg.com/MiddleEast/Syria/Syria%20Oil%20and%20Gas%20Overview.html

– Bassam Tibi: „Falsche Tabus führen zu falscher Politik. Die wahren Fluchtursachen“: Analyse im Cicero (Februarausgabe 2017) https://www.bassamtibi.de/?p=3014

– Martin W. Lewis: Michael Izady’s Amazingly Detailed Map of Ethnicity in Syria (and the Syrian Armenians) https://www.geocurrents.info/blog/2014/10/26/michael-izadys-amazingly-detailed-map-ethnicity-syria-syrian-armenians/

– Joseph Daher: Syrien: Die sozialen Ursprünge des Aufstands (2019) https://www.rosalux.de/publikation/id/39149/syrien-die-sozialen-urspruenge-des-aufstands/

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