AI Surveillance oder: Profitmaximierung im Kapitalismus
In diesem Instagram-Video kann man sehr schön erkennen, wie Künstliche Intelligenz dem Kapital bei der Profitmaximierung hilft. Wenn die Angestellten sich von ihren Plätzen erheben, werden sie gleich markiert, und die Fehlzeit wird vom Lohn abgezogen.
Das variable Kapital besteht aus den Kosten der Ware Arbeitskraft (nicht zu verwechseln, ChatGPT, mit dem Lohn). Je größer die Kosten des variablen Kapitals, um so geringer der Mehrwert und letztlich Profit.
ChatGPT: Laut Karl Marx besteht der Unterschied zwischen Mehrwert und Profit darin, dass der Mehrwert die grundlegende Größe ist, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess entsteht, während der Profit eine Erscheinungsform dieses Mehrwerts darstellt, die durch die Konkurrenz und Verteilung im kapitalistischen System beeinflusst wird.
Alice und Bob oder: Encryption is your friend
Die Hölle friert ein. Heise: Wegem schwerem Cyberangriff auf US-Provider: FBI wirbt für Verschlüsselung“. („Wegen eines schweren Cyberangriffs“ – Genitiv!)
Die Originalmeldung von NBC News ist etwas ungenauer: „U.S. officials urge Americans to use encrypted apps amid unprecedented cyberattack“.
„Encrypted Apps“ – ist denn PGP eine App? Transportverschlüsselung, Software ohne Hintertüren oder Verschlüsseln der Inhalte? Die Unterschiede zu erklären bedeutete für deutsche Medien, intellektuell überfordert zu sein: Sind die Apps nun verschlüsselt (worden, Passiv) oder tun die Verschlüsseln das (Aktiv)?
“Our suggestion, what we have told folks internally, is not new here: Encryption is your friend, whether it’s on text messaging or if you have the capacity to use encrypted voice communication. Even if the adversary is able to intercept the data, if it is encrypted, it will make it impossible,” Greene said.
The FBI official said, “People looking to further protect their mobile device communications would benefit from considering using a cellphone that automatically receives timely operating system updates, responsibly managed encryption and phishing resistant” multi-factor authentication for email, social media and collaboration tool accounts.
Aha. Es geht wieder mal primär um die mobile devices. Das hatten wir schon durchgenommen. Und Maßnahmen gegen Phishing haben nur sehr indirekt etwas mit dem Thema zu tun. Ausreichend wäre schon, wenn man E-Mails nur im Textformat ansähe.
Also nur und wieder einmal allgemeines ungenaues Gefasel.

2015 schrieb ich: „Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat gefordert, dass deutsche Sicherheitsbehörden befugt und in die Lage versetzt werden müssen, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln oder zu umgehen‘.“ (AFP via Heise)
Oh, wir haben hier noch etwas aus dem Jahr 1997: Rede: von Bundesinnenminister Manfred Kanther anläßlich der Eröffnung des 5. IT-Sicherheitskongresses am 28. April 1997 in Bonn „Mit Sicherheit in die Informationsgesellschaft“:
Die legalen Überwachungsmöglichkeiten müssen auch dann gewahrt bleiben, wenn der Fernsprechverkehr künftig mehr und mehr verschlüsselt wird. Die Frage, ob deswegen der Einsatz von Verschlüsselungsverfahren gesetzlich zu regeln ist, wird derzeit leidenschaftlich diskutiert. Wenn in einigen Jahren nicht nur der gesamte Datenverkehr über das Internet und andere Netze verschlüsselt wird, sondern vielleicht sogar das ganz normale klassische Telefongespräch, dann hat das ohne eine wirksame Regulierung zur Folge, daß die Befugnisse der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden nach dem G 10-Gesetz, der Strafprozeßordnung oder dem Außenwirtschaftsgesetz zum Mithören des Telefon- und Datenverkehrs praktisch ins Leere laufen werden.
By the way, Heise, warum wird mein Artikel aus dem Jahr 2013 nicht mehr zur Verfügung gestellt?
99, mütterliche Messerbänkchen
Meine Mutter wäre heute 99 Jahre alt geworden. Die Familie hat zum letzten Mal in ihrer Wohnung ein Essen veranstaltet. Dabei kamen auch die hier schon bei meiner Schwester lobend erwähnten mütterlichen Messerbänkchen zum Einsatz. Ab morgen fangen wir an, die Wohnung aufzulösen…
Büchsen der Pandora
Denn wohl lebten zuvor auf Erden die Stämme der Menschen
Jeglichem Leiden entrückt und entflohn mühseliger Arbeit,
Fern von der Krankheit Weh, das Tod bringt sterblichen Männern.
Schnell ja verfallen im Leiden die sterblichen Menschen dem Alter.
Aber das Weib, vom Gefäß abnehmend den mächtigen Deckel,
Ließ sie heraus und bedachte mit düsteren Sorgen die Menschen.
Einzig die Hoffnung blieb in dem niemals wankenden Hause
Unter der Mündung noch im Gesäß und konnte heraus nicht
Flattern, da jene zuvor dem Gefäße den Deckel noch aufdrückt,
nach dem Befehl des Kroniden, des aigistragenden Herrschers.
Zahllos schwärmten umher bei Menschen die anderen Leiden.
Voll ist wahrlich das Land vom Unheil, voll auch die Meerflut;
Krankheit schleichet am Tag wie zur Nachtzeit unter den Menschen,
Rings zu den Sterblichen tragend das Weh aus eigenem Antrieb,
Schweigenden Gangs, da Zeus sie der Stimme beraubt, der Berater.
So denn ist es unmöglich, den Willen des Zeus zu vereiteln. (Hesiod, Werke und Tage, ca. 700 v.Chr.)
Von den Israelis kann unsere Außenministerin unfeministische Außenpolitik lernen. Alles nützt, was Israel nützt, egal was. Oder ist das jetzt schon Beleidigung des Politikertums? Ich meine: Die Lage in und um Palästina herum, insbesondere in Syrien, erinnert an den 30-jährigen Krieg – jeder gegen jeden, und niemand weiß eigentlich, um was es geht.
Angeblich hat Syriens Machthaber Assad Israel um Hilfe gebeten. Gegen wen noch mal? Gegen Dschihadisten, die früher mal „Rebellen“ waren und vom „Westen“ gelobt wurden. Aber Assad wird doch vom Iran und der Hisbollah unterstützt? Und Israel macht die Hisbollah gerade platt?

„Eine iranische Wochenzeitung, die mit den Revolutionsgarden verbunden ist: „Die Zionisten von Al-Sham“. Ein AI-Foto auf dem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und der Anführer der sunnitischen HTS Dschihadisten Abu Muhammad al-Dschaulani zu sehen ist.“
Und was sagen die Russen? „Today, the Popular Mobilization Forces (Hashd al-Shaabi) from Iraq began to be transferred to Syria. Hashd al-Shaabi is a coalition formed in Iraq to fight ISIS, including Shiite (such as Kataib Hezbollah), Yazidi, and Christian militias.“
Wer fehlt noch? Mir fallen da die Klingonen und die Orks ein.
Das Ministerium für Wahrheit informiert
Das Ministerium für Wahrheit, auch bekannt als öffentlich-rechtliches Amt für korrekte Wortfindung, gegen Hass und Hetze (ÖRAfkWgHH) informiert: Islamistische Terroristen, die von der Ukraine ausgebildet und unterstützt werden, heißen ab sofort nicht mehr so, sondern, weil sie gegen Putin und seine Vasallen in Syrien sind, objektiv und neutral „Rebellen“. Ebenso darf das Ein-Mann-Institut Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als einzige seriöse Quelle zitiert werden. Andere Meinungen sind irrelevant.
Amos schockt
Die Berliner Zeitung hatte schon berichtet: Der Verleger der linken israelischen Tageszeitung Haaretz hat für Schlagzeilen gesorgt. Während einer Rede in London warf Amos Schocken seinem Land und der Regierung von Benjamin Netanjahu vor, gegenüber den Palästinensern ein „Apartheid-Regime“ durchzusetzen.
Einen Tag später: Am Donnerstagabend kündigte das israelische Außenministerium an, dass es jegliche Werbung in der drittgrößten Zeitung Israels einstellen, die Abonnements seiner Mitarbeiter kündigen und die offizielle Kommunikation mit Haaretz beenden werde. Auch andere Ministerien beendeten ihre Zusammenarbeit, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens riefen zum Boykott der linken Tageszeitung auf.
Die Jerusalem Post von heute: The government unanimously approved at its weekly meeting on Sunday a proposal by Communications Minister Shlomo Karhi, that all government bodies or those funded by it will “cease to engage with the newspaper ‘Haaretz’ in any way and not publish any advertisements in it.”
Ich frage mich, was daran „links“ sein soll, wenn man völkisch argumentiert und arabischen Terror belohnen will? Letzteres hat er später dann relativiert, aber ziemlich unglaubwürdig. Shocken räumt dann ein, dass er über seine Äußerungen in London nachgedacht habe und zu dem Schluss gekommen sei, dass viele Freiheitskämpfer im Laufe der Geschichte, „vielleicht auch auf dem Weg zur Gründung des Staates Israel, schreckliche terroristische Akte begangen und unschuldigen Menschen Schaden zugefügt haben, um ihr Ziel zu erreichen. Ich hätte sagen sollen: Der Einsatz von Terrorismus ist illegitim. Es war ein Fehler, das nicht zu sagen“, so der Enkel des Schocken-Kaufhaus-Gründers Salman Schocken.
Das ist auch Unfug. Er sollte doch die Irgun kennen (vgl. das Plakat oben, 1931) und Jabotinsky.
Für welche „Freiheit“ kämpfen arabische Terroristen? Es gab und gibt keine arabische Nationalbewegung in Palästina, die nicht gleichzeitig die Vernichtung der Juden zum Ziel hatte. Also vergesst das. Aber jetzt wird die Haaretz natürlich um so mehr von deutschen Medien zitiert werden.
Der Imperialismus als nicht mehr ganz so junge Etappe des Kapitalismus

Rohstoffvorkommen in der Ukraine
Es kann nicht anders geteilt werden als „entsprechend der Macht“. Die Machtverhältnisse ändern sich aber mit dem Gang der ökonomischen Entwicklung. (…) Um die tatsächliche Macht eines kapitalistischen Staates zu prüfen, gibt es kein anderes Mittel und kann es kein anderes Mittel geben als den Krieg. Der Krieg steht in keinem Widerspruch zu den Grundlagen des Privateigentums, er stellt vielmehr eine direkte und unvermeidliche Entwicklung dieser Grundlagen dar. Unter dem Kapitalismus ist ein gleichmässiges Wachstum in der ökonomischen Entwicklung einzelner Wirtschaften und einzelner Staaten unmöglich. Unter dem Kapitalismus gibt es keine anderen Mittel, das gestörte Gleichgewicht von Zeit zu Zeit wieder herzustellen, als Krisen in der Industrie und Kriege in der Politik. (Wladimir Iljitsch Lenin: Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa, in: Der Sozialdemokrat. Nr. 44 vom 23. August 1915)
Ich hatte mich zum Charakter des imperialistischen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine schon geäußert: „Ein kapitalistischer Staat, der von einer korrupten Oligarchen-Clique regiert wird, greift einen anderen kapitalistischen Staat an, der von einer korrupten Oligarchen-Clique regiert wird. Müsste Linke irgendwelche Emotionen pro oder contra haben? Nicht, dass ich wüsste.“
Aber man kann natürlich ins Detail gehen und die Interessen klar benennen. Den Qualitätsmedien dämmert es: Donald Trump (wird als neuer Präsident Amerikas einen Friedensdeal zulasten der Ukraine durchboxen. Der Handel könnte demnach die praktische Teilung des Kriegslandes Ukraine vorsehen. Teilsieger wäre Moskau. (…)
Trump könnte es dabei weniger um geostrategische Überlegungen gehen – sondern schlicht um Geld. Konkret um Bodenschätze und Seltene Erden in dem Kriegsland, die auf einen Gesamtwert von bis zu sieben Billionen Dollar geschätzt werden. Solch knallharte Kalkulationen wurden nun auch von einem Trump-Vertrauten ins Spiel gebracht. Senator Lindsey Graham sagte im TV bei „Fox News“: „Bei diesem Krieg geht es ums Geld. Niemand will gerne darüber reden.“
Ach. Da wären wir jetzt nicht von selbst drauf gekommen. Obwohl das „Geld“ nicht in der Ukraine ist, sondern dort verballert wird. In der Ukraine gibt es Rohstoffe, die die Russen schon teilweise haben und deren Rest die USA haben wollen. Die Washington Post schrieb schon vor ein paar Jahren: In the Ukraine war, a battle for the nation’s mineral and energy wealth. Also genau so, wie Lenin es beschrieb.
….Moscow’s sloppy war has yielded at least one big reward: expanded control over some of the most mineral-rich lands in Europe. Ukraine harbors some of the world’s largest reserves of titanium and iron ore, fields of untapped lithium, as well as massive deposits of coal. Collectively, they are worth tens of trillions of dollars.
Ukraine is widely known as an agricultural powerhouse. But as a raw-material mother lode, it’s home to 117 of the 120 most widely used minerals and metals, and a major source of fossil fuels. (…) In addition to 63 percent of the country’s coal deposits, Moscow has seized 11 percent of its oil deposits, 20 percent of its natural gas deposits, 42 percent of its metals and 33 percent of its deposits of rare earth and other critical minerals including lithium.
Im Detail: In den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine liegen 63 Prozent der Kohle, 42 Prozent der Metalle, 33 Prozent der Seltenen Erden und 20 Prozent des Erdgases.
Noch genauer:
– Eisenerz: Die Ukraine besitzt das größte Eisenerz-Vorkommen in Europa. Vor dem Krieg war die Ukraine der weltweit fünftgrößte Exporteur.
– Titanium: bei Titanum stand die Ukraine auf dem zweiten Platz der europäischen Förderländer, weltweit auf dem neunten. Titan steht auf der Liste kritischer Rohstoffe der USA (!). „Einige U-Boot-Typen der Sowjetunion hatten Druckkörper aus einer Titanlegierung (z. B. Mike-Klasse, Alfa-Klasse, Projekt 661 oder Sierra-Klasse). Daneben kommt Titan, stärker als bei der zivilen Luftfahrt, in der militärischen Luftfahrt zum Einsatz. Dies führte dazu, dass zu Hochzeiten der sowjetischen Rüstungsproduktion ein Großteil der weltweiten Titanherstellung und -verwendung in der Sowjetunion erfolgte.“
– Uranerz: Die Ukraine ist in Europa das größte Förderland, weltweit auf dem 10. Platz
– Kohle: Vor dem Krieg war die Ukraine viertgrößter Exporteur Europas.
– Gallium: das seltene Gallium wird in Europa nur in der Ukraine gefördert.
– Mangan: Bei Mangan liegt die Ukraine in Europa – nach Rumänien – an zweiter Stelle, weltweit an achter.
– Erdgas: Nach Norwegen ist die Ukraine in Europa das zweitgrößte Förderland.
Der US-Imperialismus Die USA unter Trump werden also den Russen das überlassen, was die schon erobert haben, aber sich bzw. ihren Konzernen den Rest der Ukraine wirtschaftlich unter den Nagel reißen. Dann ist es ganz egal, ob die Ukraine in der NATO ist, weil die USA dort die ökonomischen Interessen ihrer Bourgeoisie verteidigen wird. Das ist der Preis, den die Ukraine bezahlen muss. Die Regierung der USA ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
Lenins Beschreibung des Imperialismus ist also korrekt. Wisst ihr Bescheid.
Failed State
„Die wichtigste Aufgabe eines Staates ist es, die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren. Auch wenn es – so ein viel benutztes Argument – eine „totale Sicherheit“ nicht geben kann. Dennoch, zwischen der „totalen Sicherheit“ und dem Risiko, in einem Nahverkehrszug von einem zugewanderten Täter erstochen zu werden, den die Behörden „übersehen“ haben, muss es einen Weg geben, individuelle Freiheit mit kollektiver Sicherheit zu verbinden. Ein Staat, der dazu nicht in der Lage ist, ist ein failed state, ein gescheiterter Staat. Wer Juden und Angehörigen anderer „vulnerabler“ Minderheiten dazu rät, bestimmte Quartiere zu meiden, gibt zu, dass er gescheitert ist.“ (Henryk M. Broder)
Irreführendes
Lesenswert von Stefan Frank auf Achgut.com: „Anti-Zensur aus USA: NewsGuard & Co in Panik“.
„Eine Drohung ist vor allem der Digital Services Act (DSA), eine EU-Verordnung, die von den EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt wurde. Darin werden die Betreiber sozialer Medien aufgefordert, gegen „schädliche Informationen und Tätigkeiten“ sowie „irreführende und täuschende Inhalte, einschließlich Desinformationen“ vorzugehen.
Der zukünftige US-Vizepräsident JD Vance hat nun angeregt, dass die amerikanische Unterstützung für die NATO davon abhängen sollte, dass die Europäische Union Elon Musk und seine Social-Media-Plattform X, ehemals Twitter, nicht reguliert.“ (…)
„Die Republikaner wissen, dass Worte und Bilder nicht reichen gegen die Zensurgeschütze der EU. Im Repräsentantenhaus haben sie bereits zwei Gesetze erlassen, die aber noch der Zustimmung des Senats bedürfen – wo die Republikaner bislang in der Minderheit waren. Das eine ist der Gesetzentwurf mit dem Namen „Keine Zensur an unseren Gefilden“. Es soll festlegen, dass jedem ausländischen Regierungsbeamten, der die Meinungsäußerung der Amerikaner zensiert, die Einreise verboten wird und er abgeschoben werden kann. Der andere Gesetzentwurf soll sicherstellen, dass NGOs keine amerikanischen Steuergelder erhalten, wenn sie mit ausländischen Regierungen kollaborieren, um US-Bürger zu zensieren.“
Mal sehen, wann wir Deutschen von der Entwicklung in den USA profitieren. Bei uns ist Zensur bekanntlich ein Geschäftsmodell. Das wird noch dauern: Die zu erwartende große Koalition wird die Zensurindustrie aus staatlich alimentierten NGOs nicht antasten.
Aber vielleicht werden wir alle vorher störben. „By authorizing long range missiles to strike inside Russia, Biden is committing an unconstitutional Act of War that endangers the lives of all U.S. citizens. This is an impeachable offense, but the reality is he’s an emasculated puppet of a deep state“, schreibt der Trumpist Thomas Massie.
Unter Artikulierern

Berlin-Rixdorf aka Neukölln (18.12.2010, vgl. 22.07.2008)
„Leider gibt es bestimmte Quartiere, in denen mehrheitlich arabischstämmige Menschen wohnen, die auch Sympathien für Terrorgruppen hegen. Offene Judenfeindlichkeit artikuliert sich dort gegen Menschen jüdischer Glaubensrichtung und Herkunft.“ (Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik)
Welche Quartiere könnten gemeint sein? Vielleicht sollte man bei den „Artikulierern“ ein paar Dutzend Hausdurchsuchungen machen? Oder haben sich die „arabischstämmigen“ Bürger nicht oft genug gegenseitig „Schwachkopf“ zugerufen, was in diesem Fall eine Tatsachenbehauptung wäre?
Was erlauben Habeck?
Die „Schwachkopf“-Affäre zieht jetzt immer größere Kreise. „Nach fiesem „Schwachkopf“-Post kam plötzlich die Kripo!“ (Bild) – „“Schwachkopf“-Meme zu Habeck geteilt – dann kommt die Polizei“. (Welt, Paywall) – „Nach Habeck-Beleidigung: Experte nennt Durchsuchung „hochproblematisch“.“ (Stern) – „Rentner nennt Habeck „Schwachkopf” – Hausdurchsuchung!“ (RTL) – „Hausdurchsuchung wegen «Schwachkopf»-Post? Robert Habeck stellt wegen einer Internet-Beleidigung Strafantrag gegen einen Rentner“. (NZZ) – „Die Hintergründe der Hausdurchsuchung im „Schwachkopf“-Fall“. (Legal Tribune) – „Hausdurchsuchung wegen Habeck-Beleidigung? Selbst örtliche Polizei im Dunkeln“. (Berliner Zeitung)
Müsste es nicht ohnehin „Schwachkopf_In“ heißen? Eine nicht gegenderte mutmaßliche Beleidigung? Geht gar nicht.
Freunde der Diktatur
Die Grünen Die Heinrich-Böll-Stiftung berichtet Erschröckliches: „Jeder fünfte Deutsche zeigt sich offen für Diktatur“.
Da gleichzeitig ein Anstieg des Antifeminismus und von Schuldabwehrantisemitismus zu verzeichnen ist und auch der Hass auf Muslime, Sinti und Roma konstant hoch bleibt…(…) Die gesellschaftlichen Herausforderungen der Klimabewegung…
Mehr muss man nicht lesen. Das Wort „Klassenkampf“ kommt nicht vor.
Übrigens: „Rund ein Fünftel aber kann auch einer Diktatur »unter bestimmten Umständen« zumindest teilweise etwas abgewinnen.“ Dazu gehöre ich auch. Wenn ich zum Beispiel Diktator wäre, könnte ich diesem Zustand teilweise etwas abgewinnen.
Teotihuacan, revisited
Teotihuacan, Mexiko, Postkarte zum Geburtstag meines Vaters, Oktober 1979.
Antisemitismus und postkoloniale Theorie
Lektüre bei der Bahnfahrt Ingolstadt-Berlin: Von Ingo Elbe „Antisemitismus und postkoloniale Theorie: Der »progressive« Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung“. Schwer zu lesen, weil Wissenschaft und gefühlt eine Million Anmerkungen, aber sehr interessant. Bin erst halb durch.
Sie wurden gewarnt
Das Publikum wurde bekanntlich schon informiert, zu welchem Behuf ich mir mein freies Wochenende um die Ohren schlage. Nichts, was irgendjemanden interessierte – daher nehmen sich alle Beteiligten ultraernst. Auch der Kollege Zörner möchte zur Zeit nicht mit mir diskutieren, weder über Vergangenes noch über fast Gegenwärtiges. Er wird wissen, warum.
„Beziehungen“ sind wie Schlösser: Wenn sie alles abschließen, sollte man sie einfach an den nächsten Zaun hängen. Das ist übrigens die Donau. #weisheitendesalltags #fragonkelburks
Ich werde von meinem Berufsverband „vor den Lügen Trumps“ gewarnt. Unausgesprochen: Harris sagte immer die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr ihr das Kapital half, zum Glück vergeblich. Alles äußerst cringe.
Ruhe bewahren
Die Qualitätsmedien können es nicht lassen. Sie berufen sich auf einen nicht existierenden Konsens des Publikums, dass Trump böse ist und Harris gut. Wieso ist der Wahlsieg Trumps, Tagesspiegel, eine schlechte Nachricht? Schon klar: Alle in Israel außer der hierzulande gern zitierten Zeitung Haaretz (und deren völkischen Position zu den in Palästina lebenden Arabern) sind rechtsextrem.
Oder schreibt ihr einfach beim ehemaligen Nachrichtenmagazin ab?
Die Weltordnung ändert sich seit spätestens dem Aussterben der Dinosaurier ständig. Das ist auch keine per se schlechte Nachricht. Wer sich nicht verändert, verliert den Anschluss.
Ein Gefühl der Sicherheit wird man im Kapitalismus nie bekommen. „Im Kapitalismus sind Krieg und Gewalt nie weit. Sie sind sogar konstitutiver Teil unseres Zusammenlebens und betreffen sowohl autoritäre Staaten wie auch demokratisch organisierte. Gewalt ist dabei im Kapitalismus vielgestaltig und durchdringt fast alle Lebensbereiche – vom Lohnverhältnis bis zur Kriegswirtschaft.“
Was mich unsicher macht, ist die Bundeswahlleiterin: „Insbesondere ist es eine große Herausforderung in der heutigen Zeit, wirklich das Papier zu beschaffen und die Druckaufträge durchzuführen.“ Sagt die. Das muss an der Digitalisierung liegen. Aber was sagen die Märkte? Kein KloPapier auf Hawaii? Wo kämen wir denn da hin?
Was Burks jetzt empfiehlt: Ich bewahre immer Ruhe. Oder ich ziehe mich in die entlegenste Gegend einer sehr weit entfernten virtuellen Wüste zurück. Tote am Galgen sind besonders beruhigend.
Nazis tragen Kufiya [Update]

Screenshot laut Virgilio.it Espansione-TV
Dennis Graemer schreibt auf Facebook: „Ein antisemitischer Mob veranstaltet in Amsterdam ein Pogrom. Juden werden durch die Straßen gejagt. Die barbarischen Marodeure (die ethnische Zugehörigkeit des Großteils lässt sich leicht erraten) verprügeln jene derer sie habhaft werden können, nehmen israelischen Staatsbürgern die Pässe ab. Drei Israelis werden nach wie vor vermisst.
Der Slogan von der Globalisierung der Intifada lief von Anfang an darauf hinaus: die größte Welle antisemitischer Gewalt seit 1945. Das ist objektiv alles, worauf die mit Islamisten verbündete „antiimperialistische Linke“ hingearbeitet hat.
Was die Linke damit zu tun hat? Die brutalen antisemitischen Ausschreitungen können nur existieren, weil „progressive“ Kreise ein Klima verbreitet haben, das es erlaubt Gewalttaten gegen Juden als Ausdruck irgendwelcher legitimer Frustrationen über den „Genozid“ in Gaza zu deuten. Sie können nur existieren, weil die Antirassisten und Antisexisten beim Thema Antisemitismus schweigen.“
[Update] Die Tagesschau bedauert.
Lechts und rinks, revisited

Credits: Ansage!/Youtube
Schauen wir mal nach lechts und rinks.
Bei der Taz weiß man schon vorher, was kommt, Daher ist die Lektüre langweilig. „Versuchen wir es mit (Galgen-)Humor“, wie der geschätzte Kollege Steffen Grimberg im Zentralorgan der gefühlslinken Gendersprecher_*I&%nnen schreibt. Nein, bei mir ist es eher Schadenfreude, wenn ich mir ansehe, wie die Kamala-Groupies sich jetzt in Schadensbegrenzung üben. „Zwei Irre außer Rand und Band“ böttchert der Vorsitzende des DJV Berlin vor sich hin. Ich muss ihm natürlich, wie gewohnt, in allen Punkten widersprechen. Weder Trump noch Musk sind irre, jedenfalls nicht irrer als ein gewöhnlicher Vorsitzende eines DJV-Verbands. Nur erfolgreicher.
Mehr inhaltliche „Aussagen“ habe ich in dem Kommentar leider nicht gefunden, nur kulturpessimistisches Herumgeraune. Was hat die Wahl Trumps jetzt mit „gemeinnützigem Journalismus“ zu tun? Gemein ist ja ok, aber ist das auch nützlich? Und man fragt: Wer soll das bezahlen?
Eines regt mich als Leser guter Science-Fiktion auf: Trump und Musk hätten einen „Weltraum-Fimmel“? Ach was. Ist der Weltraum jetzt auch schon rechts? Oder derjenige, der gern im Kosmos verweilt? Und hatte Stanislaw Lem auch einen „Weltraum Fimmel“? Und die CNSA? Natürlich würden die den Kollegen Grimberg gar nicht mitnehmen, weil er für den Weltraum nicht fit genug wäre.
Wo wir schon beim Glottisschlag-Milieu sind: Ich widerspreche auch dem Kollegen Stefan Reinecke: „Das Aus der Ampel ist kein Grund zur Freude. Ihr Scheitern markiert wohl das Ende der langen Hegemonie der Linksliberalen in der Bundesrepublik.“ Erstens gab es diese Hegemonie nie; und die SPD ist kann man schon seit spätestens 1914 nicht mehr links nennen. Zweitens: Wer ist gemeint mit „linksliberal“? Gerhard Schröder? Angela Merkel? Oder gar Olaf Scholz? Da niesen ja die Bio-Hühner! Ich vermute, dass Reinecke die Medien meint, die sich schon nach dem Gebrauch dreier Gendersternchen als „links“ wähnen. Welch ein Illtum.
Wer sich davon mehr antun will: Das Ende ist nahe.

Lechts ist es genauso wirr. Mir spülte sich aus Gründen das Blog Ansage! vor meine Augen. Der Macher, der Kollege Daniel Matissek (nein! Kein U!), wirft zwar mit Adjektiven um sich wie „linksgrün“, so dass man gleich erkennt, in welche Ecke er sich selbst stellt. Man liest auch belustigt, dass es dort internen Zoff gibt, weil „unabhängig“ zwar ein wunderschönes Logo ist, aber als Beruf in der Medienbranche ohne Sugardaddy oder Gattin mit Mietshäusern nicht finanziell zu bewältigen ist.
Ich kann jedoch dem Gefühl beipflichten: „…mischt sich Schadenfreude und sie erweist sich noch als weitaus großartigere Emotion: Mitzulerleben, wie die Desinformationshetzer, die medialen Scharfrichter und Vertreter eines woke-moralischen Wächterrats in akademischen Elfenbeintürmen, Regierungszentralen und Redaktionsstuben binnen weniger Stunden “von Wirklichkeit umzingelt” wurden (frei nach R. Habeck) und anschließend an den Klippen der unerbittlichen Realität zerschellten, war ein Hochgenuss.“
Sagen wir mal so: Lechts und Rinks sind heute schwierige Kategorien. Oder noch einfacher: Wer sich nicht als Kommunist fühlt, kann auch „links“ sein; er muss nur noch „Das Kapital“ auswendig lernen, damit sich das zum Besseren wendet. Oder so ähnlich.
So sieht der Kommunismus aus!
„Livestreaming is blowing up as the hottest career in China right now. On platforms like Douyin and Taobao Live, young creators are cashing in and through product sales, brand deals, and fan support. It’s all about building hype, going viral, and turning follower counts into serious cash-some even become full-on celebs.“
Dazu passt: „In China, selling through online live streaming has become a huge industry. It is everywhere.“
Das sollte ich vielleicht auch so machen! Ich stelle mich jetzt auf ein Laufband, weil die Nachgeborenen gar nicht mehr zusehen und zuhören, geschweige denn lesen, sondern nur noch aufmerken, wenn jemand vor ihnen herumzappelt.
Unter punkigen Hijabistinnen
Old and busted: Nazis sind Pop.
New hotness: Hijab is Punk.
Die Autorin dieses Unsinns ist dafür wohlbekannt.







































