Lechts und rinks, revisited

Credits: Ansage!/Youtube
Schauen wir mal nach lechts und rinks.
Bei der Taz weiß man schon vorher, was kommt, Daher ist die Lektüre langweilig. „Versuchen wir es mit (Galgen-)Humor“, wie der geschätzte Kollege Steffen Grimberg im Zentralorgan der gefühlslinken Gendersprecher_*I&%nnen schreibt. Nein, bei mir ist es eher Schadenfreude, wenn ich mir ansehe, wie die Kamala-Groupies sich jetzt in Schadensbegrenzung üben. „Zwei Irre außer Rand und Band“ böttchert der Vorsitzende des DJV Berlin vor sich hin. Ich muss ihm natürlich, wie gewohnt, in allen Punkten widersprechen. Weder Trump noch Musk sind irre, jedenfalls nicht irrer als ein gewöhnlicher Vorsitzende eines DJV-Verbands. Nur erfolgreicher.
Mehr inhaltliche „Aussagen“ habe ich in dem Kommentar leider nicht gefunden, nur kulturpessimistisches Herumgeraune. Was hat die Wahl Trumps jetzt mit „gemeinnützigem Journalismus“ zu tun? Gemein ist ja ok, aber ist das auch nützlich? Und man fragt: Wer soll das bezahlen?
Eines regt mich als Leser guter Science-Fiktion auf: Trump und Musk hätten einen „Weltraum-Fimmel“? Ach was. Ist der Weltraum jetzt auch schon rechts? Oder derjenige, der gern im Kosmos verweilt? Und hatte Stanislaw Lem auch einen „Weltraum Fimmel“? Und die CNSA? Natürlich würden die den Kollegen Grimberg gar nicht mitnehmen, weil er für den Weltraum nicht fit genug wäre.
Wo wir schon beim Glottisschlag-Milieu sind: Ich widerspreche auch dem Kollegen Stefan Reinecke: „Das Aus der Ampel ist kein Grund zur Freude. Ihr Scheitern markiert wohl das Ende der langen Hegemonie der Linksliberalen in der Bundesrepublik.“ Erstens gab es diese Hegemonie nie; und die SPD ist kann man schon seit spätestens 1914 nicht mehr links nennen. Zweitens: Wer ist gemeint mit „linksliberal“? Gerhard Schröder? Angela Merkel? Oder gar Olaf Scholz? Da niesen ja die Bio-Hühner! Ich vermute, dass Reinecke die Medien meint, die sich schon nach dem Gebrauch dreier Gendersternchen als „links“ wähnen. Welch ein Illtum.
Wer sich davon mehr antun will: Das Ende ist nahe.

Lechts ist es genauso wirr. Mir spülte sich aus Gründen das Blog Ansage! vor meine Augen. Der Macher, der Kollege Daniel Matissek (nein! Kein U!), wirft zwar mit Adjektiven um sich wie „linksgrün“, so dass man gleich erkennt, in welche Ecke er sich selbst stellt. Man liest auch belustigt, dass es dort internen Zoff gibt, weil „unabhängig“ zwar ein wunderschönes Logo ist, aber als Beruf in der Medienbranche ohne Sugardaddy oder Gattin mit Mietshäusern nicht finanziell zu bewältigen ist.
Ich kann jedoch dem Gefühl beipflichten: „…mischt sich Schadenfreude und sie erweist sich noch als weitaus großartigere Emotion: Mitzulerleben, wie die Desinformationshetzer, die medialen Scharfrichter und Vertreter eines woke-moralischen Wächterrats in akademischen Elfenbeintürmen, Regierungszentralen und Redaktionsstuben binnen weniger Stunden “von Wirklichkeit umzingelt” wurden (frei nach R. Habeck) und anschließend an den Klippen der unerbittlichen Realität zerschellten, war ein Hochgenuss.“
Sagen wir mal so: Lechts und Rinks sind heute schwierige Kategorien. Oder noch einfacher: Wer sich nicht als Kommunist fühlt, kann auch „links“ sein; er muss nur noch „Das Kapital“ auswendig lernen, damit sich das zum Besseren wendet. Oder so ähnlich.
Kommentare
12 Kommentare zu “Lechts und rinks, revisited”
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da Burks ja grundsätzlich an allem was zu meckern hat (außer straffe Titten und bürgerliche Genussprodukte), wird das wohl unter die Kategorie „ich-war-schon-immer-für-Trump,-wusste-es-nur-noch-nicht“ fallen:
https://www.n-tv.de/politik/US-wahl-2024/Ganz-ehrlich-Trump-hatte-recht-article25343169.html
egal.
Habeck sprach gestern endlich mal wahre Worte bzgl. der polit. Ziele:
https://youtu.be/3bEeaLnAFLo?t=95
ansonsten – Fefe warf es bereits in den Raum:
Neuwahlen werden uns lediglich die Iden des Merz bescheren.
Schlimmer geht immer.
Wieder eine GroKo – da fällt die SPD nicht so tief, wie sie es verdient hätte.
Und einige unbelehrbare Idioten werden auch die FDP über 5% hieven…
Die Linke hat offensichtlich am Görli das falsche Zeug bekommen:
„Wir sind bereit für Neuwahlen. Die Linke wird das Feld von hinten aufrollen und frischen linken Wind ins Land bringen.“
Bekäme das Proletariat eine einheit seiner jeweiligen Währung wann immer die Linke, oder Gruppen die sich als Links sehen/fühlen/whatever, ausgezahlt wären sie Millionäre.
„Sagen wir mal so: Lechts und Rinks sind heute schwierige Kategorien. Oder noch einfacher: Wer sich nicht als Kommunist fühlt, kann auch „links“ sein; er muss nur noch „Das Kapital“ auswendig lernen, damit sich das zum Besseren wendet. Oder so ähnlich.“
Was genau will mir der Blogger damit sagen? Ich habe jetzt seit Jahren außer „lies (Hier bitte xbeliebige Autoren einfügen, den häufig kaum jemand kennt oder liest (Marx eingeschlossen. Ich bin bereit zu Wetten das die Mehrheit aller Leute die über Marx reden, positiv wie negativ, ihn eben nicht lesen. Ausnahmen bestätigen die Regel.))“ nichts Eindeutiges gefunden. Wie soll sich das „sich Links sein“ (recht) zum besseren wandeln. Und was ist das „Oder so ähnlich“.
Anders ausgedrückt: Ich stehe hier ich armer Tor und bin so dumm wie jeh zuvor.
Wer für die Interessen der „kleinen Leute“ eintritt, ist links. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/528243/der-kommunismus-als-zielvorstellung-von-marx-bis-zur-gegenwart/ „In der einschlägigen Literatur immer wieder anzutreffende Feststellungen wie „Der Kommunismus ist …der Traum der Philosophie wie die Hoffnung des Volkes seit den ersten Tagen, da das Denken der einen und das Leiden der anderen sich vor das Problem des rechten gesellschaftlichen Lebens gestellt sah“ und „Im Altertum ist der Urquell aller communistischen und sozialistischen Theorien zu suchen“ deuten darauf hin, daß die Sache älter ist als der Begriff.“
„Wer für die Interessen der „kleinen Leute“ eintritt, ist links.“
Das nennt sich dann Politlifebalance – denn die sind ja meist rechts….hx.
Ein Böttcher oder auch Küfer, Büttner oder Fassbinder – das sind alles verschiedene Begriffe für denselben Beruf –
Ah, da hamwa wieder den Dunning-Krueger der heutiges Leben so unerquicklich macht:
„Böttcher“ etc sind keine Begriffe sondern Namen. Begriff ist was der Böttcher tut.
PS: Ich komm aus Baiern. Da heißt der Schäffler.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4fflertanz
https://www.youtube.com/watch?v=BgNK2w8o8GY
PPS: Das „y“ in Baiern kommt der Griechenlandliebe des Königs Ludwig I.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern#Etymologie_und_Schreibweise
Its nice to be an Preiss but its higher to be a Beier.
Its nice to be an Preiss but its higher to be a Baier.
Hrmpf! Wegen Video.
Söder ist Franke. Der kann nicht Baierisch.
Er spricht verschliffenes Hochdeutsch.
Lechts und Rinks sind heute schwierige Kategorien.
Sie sind allgemeinen weder Kategorien noch Begriffe,
sondern bullshit um das Gespäch zu dominieren.
https://web.archive.org/web/20180701204116/http://halbstark.blogsport.de/2018/01/13/dobrindts-thesen-oder-die-allgemeine-unfaehigkeit-die-herrschende-verhaeltnisse-zu-begreifen/
Anders Marx: Studierter Jurist, promovierter Philosoph, beruflich Journalist, lebenslanger Lesewurm und heller Kopf.
Mehrere Sprachen. Immer das treffende Wort.
Selbst die sich Marxisten schimpfen haben nix begriffen.
Es gehts ums Privateigentum, Locke 1689.
https://www.youtube.com/watch?v=jn0FzeHKYwA
Vor Locke gehörte alles Gott, stellvertretend dem König.
Danach dem Individuum weil Natur und Arbeit.
Tatsächlich ist Eigentum gesellschaftliche Erlaubnis.
Die bürgerliche Ideologie verklärt Gesellschaft als Natur.
Statt dessen kommt dieser Gerechtigkeitsfasel als ob eine Transzendentalie über die Gesellschaft wacht.
Etwa die Warnung vor der Spaltung der Gesellschaft.
Als ob die ne Gemeinschaft wäre.
Das Privateigentum hat die Gesellschaft längst gespalten.
Eigentlich einfach:
Es geht nicht um Gefühl sondern Denken.
Gefühlte Realität, Umfragen, Kaufneigung, Konsumidioten, die Welt als Schöpfung des Gefühls. Andere Baustelle.
Rechts/Links war Sitzordnung des 1. frz Parlaments. 1789.
Rechts die Adligen die an politische Ungleichheit glaubten und den König wieder haben wollten.
Linke glauben erstmal an politische Gleichheit.
Politik ist Herrschaft, wer über wen.
Im Detail diverse Vorstellungen, wie Sein und wie Soll.
Auch im Kommunismus werden die Leute streiten.
Mentale Modelle von Was Ist: nackte Realität oder was dazu, Werte, Ideale oder sonst ein unsichtbarer Freund.
Realität sind nicht nur Konkreta sondern auch das System der Beziehungen. Das System wirkt durch Menschen.
Menschen sind konkret, Beziehungen abstrakt.
Lustig wirds wenn Mensch aus der Rolle fällt.
Wenn der Idealist merkt daß Realität seine Vorstellungen blamiert schmeißt er nicht seine Ideale weg sondern klagt die Realität des Verbrechens an.
Nazis sind nicht einfach doof sondern Gläubige einer anderen Kirche.
Baier ist ein Ort in Bayern – Richtung Rosenheim, von München aus gesehen.
Bayrisch, dank Ludwig mit y, ist eine der schönsten Sprachen in diesem Land, wie eine aufbauende frische Kräuterdusche mit kräftigendem Ausklang.
Wrrängisch möchte ich hier nicht kommentieren, denn ich hatte dort mal eine Arbeitstelle. Mein Leben wurde immer wabbeliger und mein Lebensgefühl glich dem einer 3 Wochen alten Auster, die unter dem Markttisch vergessen worden war. Die Flucht war zunächst sehr klebrig – ab Frankfurt Richtung Hessen flutschte es schon besser – dann kam DÜSSELDORF, fast zuhause in Schlingensiefen….hx
Beim Schäfflertanz markiert einer fasziniert glotzende Kiddies mit Ruß.
1963 war ich dran.
Der Reifen den einer schwingt hat drin ein volles Schnapsglas. Nix verschütten, am Ende aussaufen!
Böttcher ist Holzwickede. Deutsche Dialektgebiete.
@blu_frisbee
Yes, aha, aha… it’s like Jazz, you know?
Thanks: a-hx.
https://www.youtube.com/watch?v=v0hS7V7QL4Q
Und wer sind die „kleinen Leute“? Und woran macht man das fest? Ab welcher gehaltsklasse/behinderung/abstammung/gradanalkoholismus zählt man nicht mehr dazu?
Zumal meiner erfahrung nach die „kleinen Leute“ untereinander oft auch wiedersprechende Interessen verlautbaren.