Pest und Cholera
Meine Wahlanaylse ist für Frankreich identisch mit der des Schockwellenreiters: „Die neoliberale Cholera hat in Frankreich vor der faschistischen Pest gewonnen. Alternativlos, aber kein Grund zur Freude.“
Für Schlesweg-Holstein: Wer ist Schulz? Und die „Linke“ ist selbst schuld, wird das aber nicht einsehen, sondern ihre eigene Dummheit Borniertheit auf die dummen Wähler projizieren.
Happy Birthday, Karl!

Schwätzer ohne Anspruch und ohne Rückgrat
Überall nur Sozialdemokraten Verräter, nur Verräter. Der Dampfplauderer Varoufakis unterstützt im französischen Wahlkampf den Vertreter der herrschenden Klasse, nur um Le Pen zu verhindern.
Remember: „Zu seiner Zeit als Wirtschaftsminister legte Macron 2014 ein Reformpaket vor, das landesweit Demonstrationen auslöste und das die sozialistische Regierung mit Hilfe eines Sonderparagraphen der Verfassung (Artikel 49, 3) durchdrückte.“ Ich muss Jens Berger recht geben: „Dass ein Wahlsieg Le Pens eine Katastrophe wäre, ist ja auch unstrittig. Die interessantere Frage ist da schon, warum ein Sieg Macrons kein großes Problem sein sollte.“
Ja, eben. Das Problem der Gefühlslinken ist, dass die sich einen Teufel darum scheren, wie es dem Proletariat jeweils geht. „Derartige linksliberale Intellektuelle sind Steigbügelhalter des Neoliberalismus, profane Schwätzer ohne Anspruch und ohne Rückgrat, die es sich im linksliberalen Establishment bequem gemacht haben und meilenweit von der Lebenswirklichkeit ihrer Mitmenschen entfernt habe“.
Macron oder Le Pen – das hieße, Scheiße nach Geruch sortieren zu wollen. Warum wählen denn die ehemaligen Wähler der KPF jetzt die Front National und nicht Macron? Jens Berher hat eben Eribon gelesen und verstanden, was der meint:
„Der momentan zu beobachtende Siegeszug der sogenannten Rechtspopulisten sei vor allem die Schuld der Sozialisten. Die hätten ‚mit ihrer Verbeugung vor dem Neoliberalismus die Grundsätze von Sozialismus und Sozialdemokratie verraten‘, ‚damit das Band zwischen der Arbeiterklasse und den linken Parteien zerschnitten [und] den Raum freigemacht, der dann von den Rechtsradikalen besetzt werden könnte‘.“
Varoufakis verbeugt sich vor dem Neoliberalismus (aka Kapitalismus). Fefe schreibt übrigens: „Macron ist der Kandidat der Eliten. Wer an sozialer Gerechtigkeit Interesse hat, wird nicht Investmentbanker.“
Die Hüter der Wahrhaftigkeit
Leseempfehlung: „Die Hüter der Wahrhaftigkeit“ in der Jungle World. „Die Mobilmachung gegen Heimtücke und Desinformation hat in Deutschland Tradition. Im Kampf gegen »Fake News« und »Hate Speech« hat sie ihre zeitgemäße Form gefunden.“
Das Private ist nicht immer politisch
Ab sofort werde ich Correctiv nicht mehr als seriöse Organisation weiterempfehlen, auch nicht meinen Studenten. Just saying.
Sie werden integriert – Widerstand ist zwecklos
Screenshots Second Life 2007: Burks‘ Avatar – der mit den Dreadlocks – boxt einen bewaffneten Angreifer in den Abgrund. (Ich hatte gestern eine Schlägerei im Urban-Krankenhaus, ich bin in der Laune….)
Meine Leseempfehlungen für diejenigen, die nicht am Wochenende arbeiten müssen wie ich:
– Thomas Knüwer über eine zukünftige kostenlose Bouelevard-Zeitung: „Der Tipping Point für Deutschlands Zeitungen: die Gratis-‚Bild'“.
– Don Alphonso über grüne BlockwärtI*_nnen: „Grüne Denunzianten küsst und wählt man nicht“.
– Michael Angele über den Niedergang der Presse, reloaded (Facebook): „Der Tagesspiegel lädt zum ‚Trendfrühstück: Hunger als Fluchtursache‘ ein. Gesponsort von Rewe“.
– Kai Biermann über die Thesen eines Verwaltungsfachangestellten über Kulturelles: „Was ist deutsch? Der Innenminister schreibt über die Regeln der Leitkultur und will so Toleranz stärken. Doch seine Vorschläge sind verlogen und bewirken das Gegenteil.“
Für’s Feuilleton IFLScience: „Female Dragonflies Fake Their Deaths To Avoid Annoying Males“.
Make Antifa Sexy Again

Credtis: Louise Rosealma (Facebook)
Großartig! Jetzt hat sie aber noch mehr Feinde, von rechts bis links…
Emmanuel Clinton vs Marine LeTrump
Gute Analyse in der Asia Times: „Emmanuel Clinton vs Marine LeTrump – What’s supposed to be the shock of the new is not exactly so.“
Die politisch gebildeten Leserinnen und intelligenten Leser werden sich an Michael Moore erinnern und an den Jesse Ventura Effect.
Triggerwarnung, gejudged
Screenshot: Avatare in Secondlife
Neues aus der Abteilung Klassismus | Deutsch bleibt Deutsch, da helfen keine Pillen: Der Freitag schreibt über „Antirassismus – Unter dem Begriff „Critical Whiteness“ hat sich eine neue Art von Blockwartdenken etabliert, und das zum Schaden aller“.
Beispiel: „Der Schlagzeuger hatte während des Auftritts sein T-Shirt ausgezogen. Das Konzert wurde unterbrochen. Die Begründung: Das Entblößen des Oberkörpers sei ein Akt patriarchaler Gewalt und verstoße gegen die Hausregeln.“
Gut, dass ich mit dieser reaktionären Kleinbürgermischpoke nichts zu tun habe.
Résultats élection présidentielle 2017 France
Le Monde (Karte) schlüsselt die Details auf. Interessant – vergleichbar mit den Ergebnissen in den USA, aber nicht mit der Situation in Deutschland.
Jens Bergers Meinung auf den „Nachdenkseiten“ finde ich ganz vernünftig: „Didier Eribon hat bereits vorhergesagt, dass durch einen Sieg Macrons in diesem Jahr der Sieg Le Pens in fünf Jahren im Grund vorprogrammiert ist. Und diese Einschätzung sollte man ernst nehmen. Wenn die politische Linke nicht mehr als Hoffnungsträger der Opfer neoliberaler Politik wahrgenommen wird, wenden sich die Verratenen dem Front National zu.“
France National
Zur Wahl in Frankreich empfehle ich einen Beitrag von Wolf Wetzel zu lesen: „Der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich, Nuit debout und ein neues 68 – Worum es in Frankreich gerade wirklich geht, was in den Zeitungen aber nicht zu lesen ist.“
Über Le Pen und Macron, die bei der Stichwahl antreten werden: „Sie führen eine Koexistenz, sie bilden die beiden Pole desselben Systems. Die Art der Politik, wie Macron sie geradezu karikaturistisch verkörpert, bringt den Front National nach oben. Heute appelliert man an uns, Macron zu wählen, um damit ein Phänomen einzudämmen, für das Leute wie er doch maßgeblich verantwortlich sind! Wenn Macron im Mai zum Präsidenten gewählt wird, dann bekommt Le Pen beim ersten Wahlgang in fünf Jahren wahrscheinlich über 40 Prozent. Dynamisch gesehen wählt man also mit Macron schon heute Le Pen.“
Krawatten-Islamisten und Kopftuch-Muslimas
„Wenn man weiß dass 25% der hier lebenden Türken eigentlich Kurden/Aleviten sind, die so ein Gesetz aus existentiellen Gründen ablehnen und weitere christliche Assyrer und Aramäer, die auch gegen diese Verfassungsänderung sind, dann liegt die Zustimmungsquote für die Einführung der Diktatur bei den muslimischen nichtkurdischen Türken schon bei über 90%. Also sind die Türken in Deutschland gar nicht gespalten, was Erdogan angeht, wie es in der Türkei der Fall ist, sondern stehen geschlossen hinter dem Islamismus, dem Chauvinismus und der Todesstrafe.
Kein Mensch kann mir danach erzählen, dass die Integration nicht gescheitert ist. Propaganda für das „Ja“ in Deutschland haben nicht etwa die benachteiligten oder arbeitslosen Türken gemacht, sondern jene Krawatten-Islamisten, die gute Berufe haben und perfekt Deutsch sprechen. Es waren jene grinsende Kopftuch-Muslimas, die uns verkaufen wollen, dass das Kopftuch ein Zeichen ihrer Emanzipation sei.“ (Hamed Abdel-Samad | Facebook)
Al Kaida ist auf unserer Seite et al
Bin in Eile, muss über Ostern arbeiten.
Warum Nordkorea wichtig für die USA und die VR China sein könnte, beschreibt 3sat. Das kann ja heiter werden.
Wie war das noch mal mit RT Deutsch? Propaganda, Fake-News oder was? Und darf Wikileaks jetzt nicht mehr zitiert werden? Egal, interessiert niemanden, genausowenig wie das, was Rheinmetall macht.
Könnte mal jemand das Buch Communism: The Great Misunderstanding (English Edition) lesen und rezensieren?
Wo er recht hat, hat er recht. Henryk M. Broder über die Tagesschau mit kleinen Korrekturen der Wirklichkeit. Das gilt auch für Hamed Abdel-Samad (Facebook).
Tensions are rising
Kann ja sein, dass zukünftige Historiker diese Zeit als der Beginn des dritten Weltkrieges ansehen (falls es danach überhaupt noch Historiker geben wird). Sogar die Chinesen, die gewöhnlich gut informiert sind, werden nervös.
Pipleines, reloaded
Telepolis: „Die Mafia-Gas-Pipeline“. Vgl. auch meinen Artikel von vor einem Jahr: „Noch mehr Kohle – Pipelines of the new great game“.
Das erklärt auch, warum „Europa“ Erdogan gewähren lässt. Es geht nur um Geld und Profit im Kapitalismus – und ausschließlich darum. Alles andere ist Feuilleton und somit irrelant.
Miscellen oder: Argumentum ad hominem

Berliner Lehrerin darf kein Halskreuz tragen. Und das ist auch gut so. Religion jedweder Art raus aus Schulen!
Schweren Herzens empfehle ich den medienkompetenten Leserinnen und intelligenten Lesern ausnahmsweise einen Artikel aus Cicero: „Die Jagd auf Professoren – Professoren sehen sich verstärkt Anfeindungen aus der Studentenschaft ausgesetzt. Der Vorwurf: Sie sollen rechtsradikal, militaristisch oder sexistisch sein.“ Da ich selbst unterrichte, aber keine Probleme dieser Art habe, weiß ich, was mir passieren könnte, geriete ich an Leute, die „unterhalb der Kritik“ stehen. Ich bin immun gegen Stalking, Mobbing und gegen Selbstzensur, aber das geht ja nicht allen so. „Zu fragen ist nach dem gesellschaftlichen Klima, das inzwischen Denunziation und Verächtlichmachung, Zensur und Selbstzensur zu Attributen des Guten und Gerechten macht.“
Man könnte im Gegenzug zum Beispiel die Ministerpräsidentin und Hobby-Juristin Hannelore Kraft denunzieren:
Wedel fragt Kraft etwa, seit wann sie die im Fall Amri viel diskutierte Abschiebeanordnung nach Paragraf 58a des Aufenthaltsgesetzes kenne? Die Ministerpräsidentin verblüfft mit der Aussage, sie habe „drei Jahre Jura in der Schule“ gelernt, wo ihr „der 58a“ womöglich schon begegnet sei. Als reingerufen wird, der Terrorparagraf sei doch erst nach dem 11. September 2001 geschrieben worden, rudert sie zurück.
Kann man sich gar nicht ausdenken, sowas.
Söhnchenkult
Interessantes Interview im schweizer Tagesanzeiger: „‚Muslimische Mütter erziehen ihre Söhne zu Versagern‘ – Zana Ramadani schreibt in ihrem Bestseller Die verschleierte Gefahr an gegen Machos, die sie verhätschelnden Erzieherinnen und einen Westen im Integrationswahn.“
Intelligenz-Cluster oder: Irgendwas mit Cyber

Die drei neuen deutschen Internet-Eingreiftruppen bei der Einsatzbesprechung
Hal Faber sollte man unbedingt lesen. Er bringt alles auf den Punkt, womit ich mich gar nicht beschäftigen wollte, weil es nur noch nervt.
Why feminists diss
Interessanter Artikel der New York Post: „‘Wrong’ kind of hero: Why feminists diss Hirsi Ali“.
Ich wusste zwar, wer die Dame ist, habe mir aber vorsichtshalber den einschlägigen Wikipedia-Artikel durchgelesen. Sehr erhellend: Obwohl man auf den ersten Blick Hirsi Ali als politisch „rechts“ bezeichnen könnte, falls man die hiesigen Schablonen zur Hand nähme, stimmt das überhaupt nicht. Mit der Biografie verweigert man sich allen bekannten Kategorien, was mir wiederum bekannt vorkommt.
Vernunft ist wichtiger als Religion. „Wer sich nicht integrieren lassen will, soll ihrer Meinung nach das Land verlassen. Ihr Argument: ‚Multikulturalismus soll Integration unter Beibehaltung der eigenen Identität bedeuten, aber das heißt doch gar nichts. Wenn Frauen eingeschlossen werden und Töchter nicht zur Schule gehen dürfen, ist es das etwa, was man unter Beibehaltung der eigenen Kultur versteht?‘. Nach Hirsi Ali kann in den Niederlanden nicht von Integration, sondern nur von Ghettobildung die Rede sein.“
Damit hat sie recht, auch für Deutschland. Wer „Integration“ fordert, liegt aber daneben, wenn nicht gesagt wird, was das bedeutet soll – auf keinen Fall etwas“ Kulturelles. Die Deutschen neigen bekanntlich dazu, politische Inhalte zu entschärfen, indem sie moralisieren oder auf einen hinterwäldlerisch-folkloristischen Kulturbegriff zurückgreifen, wie etwa die Grünen mit ihrem „Multikulti“.
Integration kann nur heißen: Man muss die gesetzlichen Regeln akzeptieren, die sich die Gesellschaft gegeben hat, in die man einwandern will. Das ist doch nicht schwer, oder?
Brunnenvergiftung aus dem Mittelalter
Rainer Trampert:
„Im Europaparlament quittierte im Juli vergangenen Jahres die Linke mit stehenden Ovationen die Rede des Palästinenserführers Mahmoud Abbas, in der er Schauermärchen verbreitete über Juden, die Wasser vergiften wollten, »um Palästinenser zu töten«. Die Brunnenvergiftung aus dem Mittelalter kommt bei Linken noch immer gut an. In Spanien begrüßten Podemos und die kommunistische »IU« das Auftrittsverbot des Rappers Matisyahu. BDS-Kader hatten es erwirkt, weil er »Israel repräsentiert«. In spanischen Gemeinden kämpft die Linke für die Entfernung israelischer Waren aus Kaufhäusern. Das ist dem Eurolinken Fabio De Masi nicht genug. Er startete zusammen mit der schottischen Nationalpartei einen Aufruf an die Fifa, sie möge jüdische Fußballteams aus Siedlungsgebieten vom Spielbetrieb aussperren. De Masi: »Wir verhandeln auf dem Platz auch nicht darüber, ob eine Blutgrätsche eine rote Karte ist … « Die jüdische Blutgrätsche – eine seltene Metapher. Jede Nähe zum jüdischen Staat wird geahndet. Als Klaus Lederer (Berliner Linkspartei) 2009 an der Kundgebung: »Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas!« teilgenommen hatte, entzogen Elmar Altvater, Hans Modrow und Wagenknecht ihm die Friedenslizenz. Er habe zur »Rechtfertigung der brutalen israelischen Aggression« beigetragen.
Nichts belegt die Enteignung des linken Gewissens so innig, wie der Angriff auf die einzige Demokratie von Marokko bis zum Iran und die Solidarität mit islamisch-patriarchalen Diktaturen im Westjordanland und in Gaza, deren Klassengesellschaft, Männergewalt, Antisemitismus, Gräueltaten, Kinderausbeutung, Zwangsehen, Ermordung von Schwulen bewusst ignoriert werden, um den Antisemitismus nicht zu schwächen.“





















