Frieda Schröder (*04.12.1925 †21.11.2024)

Meine Mutter, kurz nach Ende des 2. Weltkriegs
Meine Mutter Frieda Schröder, genannt „Friedel“, ist gestern sanft und ohne Schmerzen eingeschlafen. Meine Schwester und ich waren bei ihr. Zufällig war auch ein Palliativ-Pfleger anwesend.
Am Sonntag hatte ich mich noch von ihr verabschiedet: „Wir sehen uns bestimmt noch einmal“. Sie antwortete: „Ja, bestimmt“. Gestern wurde es klar, dass sie nur noch wenige Stunden hatte. Als ich eintraf, erkannte sie mich noch. Eine Stunde später waren die Anzeichen der Terminalphase – das so genannte „Todesdreieck“ – klar zu erkennen. Der Pfleger sagte, dass nach seiner Erfahrung manche Menschen, die wissen, dass sie sterben, so lange „damit“ warten, bis die Angehörigen da sind. So war es offenbar auch bei meiner Mutter.

Foto vom 14.04.2013
Ich werde sicher noch einen Nachruf schreiben. Ich habe noch eine Rechnung offen mit denen, die versucht haben, ihr das Leben schwer zu machen, als sie vor mehr als 30 Jahren aus der christlichen Sekte, in der sie groß geworden war, austrat. Meine Mutter hat aber fast alle, die ich meine, überlebt.

Meine Mutter erklärte mir am 06.11.2020, wer die Personen auf dem Foto aus ihrer Jugendzeit waren.
Spendengala

Vielen Dank an den edlen Spender Christian G.!
Die Indianer lassen keinen rein
Bevor wir uns wieder den Weltläuften zuwenden: Ich habe hier einen Brief, den ich im November 1979 aus Belize an meine Eltern geschrieben habe. Ich musste doch sehr schmunzeln, als ich las, wie ich damals dachte und formulierte. Was ich schrieb, fasste meine damalige Reise von New York quer durch die USA und dann durch Mexiko zusammen.
„Kekoko“ ist übrigens lautmalerisch: Wir hatten keine Ahnung, wo das war, auch keinen Reiseführer und natürlich auch kein Internet. Wir mussten uns überall durchfragen. Gemeint ist die Caye Caulker, eine Insel vor der Küste von Belize. 1981 war ich noch einmal dort. Heute ist es dort sehr touristisch.
Man muss sich auch meine Eltern vorstellen, als sie den Brief erhielten. Wo und wie erhielt man damals Informationen über Belize? Zuhause gab es nur das Bertelsmann Volkslexikon und den Diercke Weltatlas. (Vier eng beschriebene dünne Seiten auf Luftpost-Papier. Die Rechtschreibung habe ich nicht verändert.)
Kekoko, 23.10.[1979]
Liebe Eltern!
Stellt Euch folgende Dinge vor: eine winzige Insel (200m breit, 800m lang), 2 Std. mit einem Fischerboot von Belize City entfernt auf einem Riff, 20 Häuser aus Holz, alle auf Pfählen, rundum Sandstrand, die ganze Insel voller Palmen, ab und zu ein Leguan, auf dem Wasser Pelikane, die fischen, ein paar Papageien, ein paar dunkelhäutige Leute, die alle wie Seeräuber aussehen, fast keine Touristen (genau genommen 8 außer uns) und das Wasser ist klar, daß man den Grund sieht und inmitten von Fischen schwimmt, außerdem sehr warm und den ganzen Tag 25-30°! Und dann stellt Euch Hartmut und mich vor, dann habt Ihr die Insel Kekoko [Caye Caulker] in der Karibik!
Im Augenblick ist es schon dunkel – die Sonne geht um 17:30 unter – jeden Tag ein Postkartenmotiv – und wir sitzen in der einzigen Kneipe am Strand, trinken Rum mit Cola (wie es sich gehört) und hören südamerikanische Musik.
Wir haben seit New York Sonnenschein, wenn wir draußen waren, und das sind immerhin schon 5 Wochen her. Ich kann nur über einige Eindrücke berichten, weil wir schon so viel erlebt haben und die Reise immer schöner wird. (Außerdem wird der Brief zu schwer und die Post ist nicht so sicher wie in Deutschland.)
Wir kamen am 18.9. abends in New York an. Schönes Wetter, aber leider streikten die Busfahrer. Wir mußten ein Taxi vom J.F.Kennedy-Flughafen nehmen. Die Leute, von denen ich die Adresse hatte, waren überrascht, weil sie sich nicht an mich erinnerten [eine Frau, die ich Monate zuvor mit dem Taxi in Berlin umherfuhr, hatte mir ihre Adresse in Queens gegeben]. Wir haben aber auf dem Dachboden übernachtet.
New York ist überwältigend groß. aber sehr schmutzig. Ich hatte mit der Kamera Schwierigkeiten; ich hoffe, daß die Bilder etwas geworden sind. Nach ein paar Tagen sind wir mit dem Bus nach New Orleans gefahren. Die Entfernungen in den USA sind etwas anders als in Deutschland: Wir haben 33 Stunden gebraucht! In den USA gibt es fast keine Eisenbahnen, und der Personenverkehr wir mit Bussen befördert.
In New Orleans gibt es ein altes Stadtviertel mit Häusern aus der französischen Kolonialzeit. Wir haben da den berühmten Houston zum Weltraumzentrum. Wir waren auch in dem Kontrollraum, den man im Fernsehen bei Mondfahrten sieht.
Von dort fuhren wir nach Santa Fe. Das ist eine berühmte Stadt des „Wilden Westens“. Die Fahrt dahin führte über 100e Kilometer durch die Prairie, alle 50 km eine Ranch. In Santa Fe gibt es eine ganze Menge Pueblos von Indianern, aber wir haben nur Museen besichtigt, weil die Indianer keinen reinlassen.
Von Santa Fe mit dem Bus genau nach Süden zur mexikanischen Grenze durch ein Gebiet (am Rio Grande), wo man hinter jeder Ecke Indianer vermutet.
Mexiko ist ganz anders. Ziemlich ärmliche Häuser (jedenfalls im Norden), aber ein sagenhafter Rummel auf den Straßen. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, wenn sie unser Schild „Alemania“ auf dem Rucksack lesen, weil sie [US-]Amerikaner nicht mögen. Im Bus haben wir jemanden getroffen, der uns erzählte, dass in der Gegend von Chihuahua 60000 deutsche Bauern leben.
Wir sind nach Cuauhtémoc gefahren und von einem deutschen Bauern auch prompt eingeladen worden. Er war 1924 von Rußland nach Mexiko eingewandert, sprach aber Deutsch. Natürlich haben wir Bratkartoffeln gegessen!
Nach 2 Tagen ausruhen sind wir mit dem Zug durch ein wildes Gebirge an den Pazifik gefahren. Noch was: die Bauern laufen noch in den Trachten der Jahrhundertwende herum! Der Gegensatz zu den Mexikanern in Cuauhtémoc, die alle wie Banditen aussehen und zu dem Sheriff, der mit Cowboyhut und Revolver herumläuft, ist recht komisch.
Von Los Mochis haben wir sofort Anschluß nach Guadalajara gehabt. Der Zug braucht 32 Stunden! Die Züge sind natürlich brechend voll, Händler verkaufen alles, vom Papagei bis zum Reibekuchen.
Kurz vor einer Weiche hielt der Zug an, die Leute von der Lok stiegen aus und würfelten erst einmal darum, wer die 10m gehen mußte, um die Weiche umzustellen. Die Strecke ist eingleisig, und ab und zu stoßen die Züge zusammen [erzählte man uns].
Von Guadalajara ging es nach Guanajuato (bei Leon). Die Stadt ist in eine enge Schlucht hineingebaut und hat nicht den Schachbrettgrundriß wie die meisten mexikanischen Städte. Wir sind lange in den kleinen Gäßchen herumspaziert.
Die Leute in Mexiko sind sehr oft arm, aber die Kinder spielen die große Rolle. 65% der Bevölkerung sind unter 24 Jahren alt. Die Schulbildung ist aber sehr ordentlich, wie wir aus Gesprächen mit Schulkindern erfahren haben. Unser Spanisch ist aber noch nicht sehr gut. Von der Silbermine habe ich eine Karte geschrieben.
Von Guanajuato fuhren wir nach Mexiko City = 12 Millionen Einwohner! In Mexiko [Stadt] sind wir tagelang in Museen herumgelaufen, die sehr beeindruckend sind. Die meisten behandeln die alten Indianerkulturen, weil die Mexikaner sehr stolz auf ihre Vergangenheit und ihr Land sind.
Wir haben sehr viel Pyramiden in der Umgebung besichtigt und sind der Meinung, daß die europäische Kultur der Antike dagegen sehr mickrig ist. Ich will darüber aber anhand der Dias ein bißchen erzählen, weil alles schrecklich viel war.
Von Mexiko City sind wir über Pueblo und Oaxaca (an den Vulkanen vorbei) nach Coatzacoalcos an der Karibik[küste] (mit mehreren Tagen Aufenthalt in mehreren Städten und Dörfern), von dort nach Merida, wo wir noch ein paar Ruinenstädte der Mayas besichtigt haben. Das war eines der beeindruckendsten Eindrücke der ganzen Reise.
Z.B. Monte Alban: eine Stadt der Zapoteken, die vor 1000 Jahren 150000 (!) Einwohner hatte, bis die Spanier sie zerstörten. 500m über der heutigen Stadt, bei sagenhaftem Fernblick, Dutzende von riesigen Tempeln und Pyramiden, halb vom Urwald überwachsen. Oder Uxmal bei Merida, eine riesige Pyramidenstadt mitten im Urwald.
In Yukatan [sic] (d.i. die Halbinsel, auf der Merida liegt, regnet es ein paar Mal am Tag, aber es bleibt warm. Man schwitzt wahnsinnig, nach dem Duschen ist man 5 Min. später wieder total durchgeschwitzt, obwohl in jedem Hotelzimmer ein Riesenpropeller an der Decke ist.
Mexiko ist für unsere Verhältnisse sehr billig, ein Hotelzimmer für 2 bekommt man für 8 Mark, ein Essen für genausoviel. Wir haben allerdings mehrere Leute getroffen, die sich nicht anpassen konnten, vor allem [US-]Amerikaner, die kein Wort Spanisch konnten und nur im Hotel oder im Cafe herumsaßen. Wir haben mit vielen Mexikanern gesprochen, mit Indianern auf dem Markt, die noch ihre alten Sprachen sprechen – Aztekisch oder Maya. Alle waren sehr nett. Aber in ein paar Jahren werden hier viele Neckermann-Touristen sein, die die Atmosphäre kaputtmachen.
Unangenehmes gibt es auch: hier [Caye Caulker] sind sehr viele Mücken und Sandfliegen, ich bin z. Zt. völlig zerstochen. Aber man gewöhnt sich daran, genauso wie die Cucarachas. Das sind Käfer [Schaben] mit langen Fühlern, ziemlich eklig, die überall herumkriechen. In Merida hatte wir auch Ameisen im Bett, aber um das zu vermeiden, muss man in Luxushotels übernachten. Aber dann kann man auch an die Ostsee fahren.
Von Merida sind wir nach Belize gefahren, das ist eine ehemalige englische Kolonie zwischen Mexiko und Guatemala an der karibischen Küste. Dort leben fast nur Farbige, Nachkommen der Sklaven aus Afrika, der Indios und der Seeräuber. Dementsprechend sehen sie auch aus.
Aber mir gefällt es hier sehr gut, keine Rassenvorurteile und sehr lustig. Wir hatten eine Adresse von dem deutschen Bauern aus Mexiko. Sein Sohn lebt 70km von der Grenze zu Mexiko in einem kleinen Dorf im Urwald. Dort leben auch die sog. Mennoniten, auch Nachfahren der deutschen Bauern, die noch wie um 1850 leben.

Morgentoilette meines Reisebegleiters, fotografiert am 20. oder 21.10.1979 in Belize in der Nähe des heute offenbar verlassenen Ortes Neustadt. Das Haus gehörte dem Sohn des Mennoniten, der uns in Cuauhtémoc eingeladen hatte (bisher unveröffentlicht).
Als Deutscher ist man eine Attraktion (vorausgesetzt man hat kurze Haare) und wird überall herumgereicht. Wir haben uns für ein paar Tage den Bauch mit deutscher Kost vollgeschlagen. Aber die Ansichten dieser Bauern sind haarsträubend: Wenn die deutsche Regierung Krieg mis Rußland anfangen würde, würden sofort alle kommen.
Hier herrschen auch noch Sitten wie im Wilden Westen, mit Prügelstrafe usw. Einige sind so konservativ, daß sie kein Autofahren, nur mit Pferd und Wagen und Traktoren mit Eisenrädern, weil Gummi zu modern ist.
Von dort sind wir mit LKWs nach Belize City getrampt, in Belize City haben wir Fischer gefragt, wie man zu dieser Insel fährt.
Hier bleiben wir bis Freitag, fahren dann nach Guatemala, bleiben dort 1 Woche und fliegen dann (wahrscheinlich über Nicaragua) nach Kolumbien. Dort werden wir Anfang November sein.
Viele Grüße an alle von Hartmut und Burkhard
P.S: Jetzt müsste ihr euch noch einen Sonnenbrand dazudenken.
Leak
Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Ja, gestern Nachtschicht bis 6 Uhr früh, und heute erst um 14 Uhr aufgewacht.
Mein Zweit- und Reserveklo leakte offenbar unbemerkt seit Wochen, aber nur tröpfchenweise. Irgendwann war der uralte Teppichboden (auf den Holzdielen) angefeuchtet, und ich untersuchte und fand das Problem. Jetzt ist alles repariert, aber es dauerte Stunden, weil ich die Kloschüssel nur mit artistischen Verrenkungen und roher Gewalt und Spezialwerkzeugen loseisen konnte.
Morgen oder wenn mir Zeit bleibt kommt neuer Teppichboden rein. Zu diesem Anlass empfehlt ich für Berliner die für diesen Zweck spezialisierte Kleinbourgeoisie Fuldastrasse Ecke Donaustrasse (leider nicht von Google Streetview indiziert).
Unter rigoros incident-response Testenden
Wie das Publikum – darunter zahlreiche EDV-Opas – sicher schon weiß, ist Windows 11 das sicherste Betriebssystem der Welt. Darauf musste Heise jüngst hinweisen, sonst hätte das niemand gemerkt. (Fefe hat auch was dazu.)
„Und schließlich will Microsoft den Identitätsschutz verbessern, um Phishing-Angriffe zu verhindern.“ Oha. Der Nutzer darf also genauso blöd bleiben wie bisher; für dessen Sicherheit ist jetzt Microsoft zuständig. Vielleicht ertönt eine Sirene, wenn er auf Links in HTML-Mails klickt, und das Laptop schließt sich automatisch und öffnet sich erst wieder, wenn der DAU einen Haufen Bitcoins an Bill Gates überweist?
„Zum einen verpflichtet Microsoft die Drittentwickler, ihre Security-Produkte rigoroser zu testen und ihre Incident-Response-Prozesse zu verbessern. Hierzu gehören das graduelle Verteilen und Monitoring von Updates sowie Recovery-Prozeduren bei fehlerhaften Aktualisierungen.“ Da denke ich gleich an – Juristen-Jargon following – Softwareüberlassung und so.
Ich schreibe übrigens nur etwas, weil ich vermutete, dass meine KI-erzeugten Bilder besser würden als die von Heise.
Irreführendes
Lesenswert von Stefan Frank auf Achgut.com: „Anti-Zensur aus USA: NewsGuard & Co in Panik“.
„Eine Drohung ist vor allem der Digital Services Act (DSA), eine EU-Verordnung, die von den EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt wurde. Darin werden die Betreiber sozialer Medien aufgefordert, gegen „schädliche Informationen und Tätigkeiten“ sowie „irreführende und täuschende Inhalte, einschließlich Desinformationen“ vorzugehen.
Der zukünftige US-Vizepräsident JD Vance hat nun angeregt, dass die amerikanische Unterstützung für die NATO davon abhängen sollte, dass die Europäische Union Elon Musk und seine Social-Media-Plattform X, ehemals Twitter, nicht reguliert.“ (…)
„Die Republikaner wissen, dass Worte und Bilder nicht reichen gegen die Zensurgeschütze der EU. Im Repräsentantenhaus haben sie bereits zwei Gesetze erlassen, die aber noch der Zustimmung des Senats bedürfen – wo die Republikaner bislang in der Minderheit waren. Das eine ist der Gesetzentwurf mit dem Namen „Keine Zensur an unseren Gefilden“. Es soll festlegen, dass jedem ausländischen Regierungsbeamten, der die Meinungsäußerung der Amerikaner zensiert, die Einreise verboten wird und er abgeschoben werden kann. Der andere Gesetzentwurf soll sicherstellen, dass NGOs keine amerikanischen Steuergelder erhalten, wenn sie mit ausländischen Regierungen kollaborieren, um US-Bürger zu zensieren.“
Mal sehen, wann wir Deutschen von der Entwicklung in den USA profitieren. Bei uns ist Zensur bekanntlich ein Geschäftsmodell. Das wird noch dauern: Die zu erwartende große Koalition wird die Zensurindustrie aus staatlich alimentierten NGOs nicht antasten.
Aber vielleicht werden wir alle vorher störben. „By authorizing long range missiles to strike inside Russia, Biden is committing an unconstitutional Act of War that endangers the lives of all U.S. citizens. This is an impeachable offense, but the reality is he’s an emasculated puppet of a deep state“, schreibt der Trumpist Thomas Massie.
Peace, autonomy, and respect

Create a symbolic representation of dignified and self-determined dying. The image should evoke a sense of peace, autonomy, and respect. Include a serene old female figure sitting on the edge of a cliff overlooking a vast horizon, symbolizing life’s journey and its natural end. The figure is illuminated by soft, warm light, with a gentle breeze suggesting freedom and acceptance. Surround them with elements like blooming flowers, fading into golden leaves, to represent the cycle of life. The overall mood should be tranquil, empowering, and reverent
Meine Mutter wird in den nächsten Tagen sterben. Ihren 99-sten Geburtstag am 4.12. wird sie höchstwahrscheinlich nicht mehr erleben. Es ist ihr freier Wille. Seit gestern verlässt sie das Bett nicht mehr und hört nur noch klassische Musik über Kopfhörer. Auch wird sie palliativmedizinisch versorgt.
Es kann also sein, dass ich ein paar Tage nicht blogge.
Unter Artikulierern

Berlin-Rixdorf aka Neukölln (18.12.2010, vgl. 22.07.2008)
„Leider gibt es bestimmte Quartiere, in denen mehrheitlich arabischstämmige Menschen wohnen, die auch Sympathien für Terrorgruppen hegen. Offene Judenfeindlichkeit artikuliert sich dort gegen Menschen jüdischer Glaubensrichtung und Herkunft.“ (Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik)
Welche Quartiere könnten gemeint sein? Vielleicht sollte man bei den „Artikulierern“ ein paar Dutzend Hausdurchsuchungen machen? Oder haben sich die „arabischstämmigen“ Bürger nicht oft genug gegenseitig „Schwachkopf“ zugerufen, was in diesem Fall eine Tatsachenbehauptung wäre?
Natürlich künstlich intelligent recherchieren
Dieser Artikel erschien vor einigen Monaten im Magazin Nitro. Leider wurde er sehr lieblos und ohne funktionierende Links auf die Website gestellt. Auch kann man nicht unterscheiden zwischen dem, was ich geschrieben habe und dem, was von der KI stammt. Hier also eine Version, wie ich es gemacht hätte.
Es ist verführerisch: Man sitzt vor dem Monitor, und es fällt einem nichts ein. Da gab es doch… genau! Wir bitten einfach die künstliche Intelligenz, einen Artikel zu schreiben und zu recherchieren. Wem würde das auffallen?
Da fängt es schon an. Wer einen eigenen, erkennbaren Stil hat, wird den nicht wiederfinden. Und gar Ironie? Die künstliche Intelligenz ist so homorlos wie ein woker Hipster mit Gendersternchen auf der Zunge. Aber könnten wir das KI-Ergebnis als Vorlage nehmen, also Zeit sparen?
Also fragen wir ChatGPT: Welche Inhalte und Themen müsste ein Artikel behandeln, der den Titel trägt „Investigative journalistische Recherche im Internet mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz“?
Jetzt rasseln gleich die Phrasen wie von einem Sprachblasenfacharbeiter einer Werbeagentur: Ein Artikel mit dem Titel „Investigative journalistische Recherche im Internet mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz“ sollte eine Vielzahl von Themen und Inhalten abdecken, um den Lesern einen umfassenden Überblick über die Anwendung und den Nutzen von KI im Bereich des investigativen Journalismus zu bieten.
Schön, das hätten wir mit natürlicher Intelligenz auch irgendwie erraten. Wolf Schneider würde anmerken: Eine Vielzahl von Themen und Inhalten ist so abgedroschen und inhaltsleer, dass man sich eine halbe Stunde mit der Lektüre von Schillers „Glocke (Verben! Verben! Verben!) erholen muss.
Hier sind einige wichtige Punkte, die der Artikel behandeln sollte (Genau! Die unwichtigen Punkte behandeln wir ausnahmsweise nicht!): Einleitung: Definition und Bedeutung des investigativen Journalismus: Erläuterung, was investigativer Journalismus ist und warum er wichtig ist. Einführung in Künstliche Intelligenz (KI): Grundlegende Erklärung von KI und deren allgemeine Anwendungen.
Hier schon wenden sich die ersten Leser mit Grauen ab und den unterhaltsameren sozialen Medien zu. Journalisten, die erläutern, warum Journalismus wichtig ist – das klingt so, als gäbe es Journalisten, die sich gegenseitig Preise verleihen – wie albern ist das denn? (Sorry, falls jemand hier einen Journalistenpreis bekommen hat.)
– Anwendungsbereiche der KI im investigativen Journalismus
• Datenanalyse: Wie KI große Datenmengen analysieren und Muster erkennen kann, die menschliche Journalisten möglicherweise übersehen würden.
• Automatisierung von Routineaufgaben: Einsatz von KI zur Automatisierung von Aufgaben wie Datenreinigung, Transkription von Interviews und Übersetzungen.
• Textanalyse und -verarbeitung: Verwendung von Natural Language Processing (NLP) zur Analyse und Interpretation von Texten, Dokumenten und sozialen Medien.
• Bild- und Videoanalyse: Einsatz von KI zur Analyse und Verifizierung von Bildern und Videos, einschließlich Gesichtserkennung und Objekterkennung.
Das akzeptieren wir, zumal Journalisten, die zugeben, dass sie etwas übersehen können, schon weitaus selbstkritischer sind als die Mehrheit der Zunft. Aber was genau ist gemeint? Im Sinn: Wir fragen die KI gleich noch einmal.
– Vorteile und Nutzen
• Effizienzsteigerung: Wie KI die Effizienz und Produktivität von Journalisten steigern kann.
• Erweiterung der Recherchemöglichkeiten: Neue Möglichkeiten und Perspektiven, die durch KI eröffnet werden.
• Verbesserung der Genauigkeit: Erhöhung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Recherchen durch die Analyse großer Datenmengen und das Erkennen von Fehlern oder Unstimmigkeiten.
Das ChatGPT, ist, mit Verlaub, Gelaber. Effizienz, um den tendenziellen Fall der Profitrate des Kapitals aufzuhalten? Oder mehr Zeit für den Nachwuchs zu haben, der sich per Smartphone online mit künstlicher Intelligenz beschäftigt? Mehr Produktivität bei gleicher Bezahlung – wo kämen wir denn da hin?! Neue Möglichkeiten und Perspektiven vgl. Vielzahl von Themen und Inhalten – zertrümmere die Sprechblasen der alten Unmöglichkeiten und Sichtweisen!
Danach listet ChatGPT die Herausforderungen und Risiken auf – die dürfen auf keinen Fall fehlen und sind überall, auch wo man sie nicht erwartet, etwa bei Grabrednern: Der Tod als Herausforderung und Risiko. Den Abschnitt lassen wir ganz weg.
Erfolgreiche Projekte: Beispiele von investigativen Recherchen, die durch den Einsatz von KI erfolgreich waren. Das hört sich spannend an. ChatGPT: Nenne Beispiele von investigativen Recherchen, die durch den Einsatz von KI erfolgreich waren!
Es gibt mehrere bemerkenswerte Beispiele, bei denen Künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich in investigativen Recherchen eingesetzt wurde:
Panama Papers: 2016 deckten die Panama Papers ein komplexes Netzwerk von Offshore-Konten und Briefkastenfirmen auf, die von Politikern, Prominenten und Geschäftsleuten genutzt wurden. Einsatz von KI: Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) nutzte KI-gestützte Tools, um Millionen von Dokumenten zu durchsuchen und Verbindungen zwischen verschiedenen Entitäten zu erkennen. Diese Tools halfen dabei, Muster und Netzwerke zu identifizieren, die sonst schwer zu entdecken gewesen wären.
Paradise Papers: Hintergrund: 2017 wurden die Paradise Papers veröffentlicht, die ähnliche Offshore-Finanzstrukturen wie die Panama Papers aufdeckten.
Einsatz von KI: Auch hier setzte das ICIJ KI-Technologien ein, um die Daten zu analysieren und Verbindungen aufzudecken. Diese Technologie ermöglichte es, große Mengen unstrukturierter Daten effizient zu durchsuchen und relevante Informationen zu extrahieren.
Project Daphne: Nach dem Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia setzten Journalisten KI ein, um ihre investigativen Arbeiten fortzusetzen. Einsatz von KI: KI-Tools halfen dabei, große Mengen an Dokumenten, E-Mails und anderen Datenquellen zu analysieren, die sie gesammelt hatte. Dadurch konnten Verbindungen und Verdächtige identifiziert werden, die zur Aufklärung des Falls beitrugen.
Investigative Data Mining bei Bloomberg: Bloomberg News nutzt fortschrittliche KI-Algorithmen, um verdächtige Handelsaktivitäten und Marktmanipulationen zu erkennen. Einsatz von KI: Durch den Einsatz von Machine Learning und Datenanalysetechniken konnten Muster in Handelsdaten entdeckt werden, die auf illegale Aktivitäten hinwiesen. Dies führte zu mehreren aufsehenerregenden Berichten über Marktmanipulation.
Human Rights Investigations: KI-gestützte Bild- und Videoanalyse-Tools werden verwendet, um Beweise für Kriegsverbrechen und andere Menschenrechtsverletzungen zu sammeln und zu verifizieren. Diese Technologien helfen, große Mengen an visuellem Material schnell zu durchsuchen und relevante Beweise zu identifizieren.
Tools und Technologien: Vorstellung spezifischer KI-Tools und -Plattformen, die im investigativen Journalismus genutzt werden (z.B. IBM Watson, Google Cloud AI, etc.).
Das müssen wir uns näher anschauen – warum sollte man den Tipps der Künstlichen Intelligenz glauben, zumal niemals herauszufinden sein wird, woher die stammen und ob irgendjemand das überprüft hat?

dynamic group of investigative journalists collaborating in a high-tech workspace filled with futuristic tools and screens. The scene showcases their innovative approach to uncovering hidden truths, with AI-powered systems analyzing data, generating visualizations, and scanning through documents in real-time. Each journalist is engaged in a unique task, from coding algorithms to writing reports, all while surrounded by holographic displays of information, maps, and charts. The setting combines traditional elements of journalism, like notebooks and cameras, with cutting-edge technology, emphasizing their seamless integration of AI in investigative research. –ar 3:2
1. Natural Language Processing (NLP) umfasst eine Reihe von Funktionen und Techniken, die es Computern ermöglichen, menschliche Sprache zu verstehen, zu interpretieren und darauf zu reagieren. Und: Die Entitätsidentifikation, auch bekannt als Named Entity Recognition (NER), ist eine zentrale Funktion im Bereich des Natural Language Processing (NLP). Sie umfasst die Erkennung und Klassifizierung von Entitäten (d.h. spezifischen Informationseinheiten) in Texten.
Ḿan kann das Tools kostenlos testen. Aber warum sollte man für etwas bezahlen, was man selbst besser kann? Vielleicht könnte das virtuelle Werkzeug etwa für Kriminalisten sein, die sich bei fremdsprachlichen Texten, wie zum Beispiel Indonesisch oder Chinesisch, einen ersten Eindruck verschaffen können, mit was sie es zu tun haben. Ein Freiberufler kann sich die Kosten vermutlich nur selten leisten. Hier ist natürliche Intelligenz preiswerter.
Und wenn die künstliche Intelligenz unstrittig Ironie und Sarkasmus nicht versteht – wie kann sie dann richtig interpretieren oder gar reagieren? Nur zu, künstliche Intelligenz! Welche Entität identifizierst du hier – und wie reagierst du? „An einem Juni-Morgen des Jahres 1872 erschlug ich meinen Vater – eine Tat, die damals tiefen Eindruck auf mich machte.“ (Ambose Bierce: An Imperfect Conflagration: „Early one June morning in 1872 I murdered my father an act which made a deep impression on me at the time.“) Tipp: Damals?
2. Diese Einwände gelten auch für IBM Watson Natural Language Understanding: Ein KI-Tool von IBM, das NLP-Funktionen wie Schlüsselwortextraktion, Entitätsidentifikation und Sentimentanalyse ermöglicht.
3. OpenAI GPT-3: Eine leistungsstarke KI-Plattform, die Sprachgenerierung und -analyse ermöglicht. Es kann verwendet werden, um Fragen zu beantworten, Texte zu verstehen und sogar kreative Inhalte zu generieren.
Da muss ich widersprechen, ChatGPT! Die Version 4.0 deiner selbst ist bei vielen Informationen um Klassen besser als die älteren Varianten. Das wird sich noch weiter verbessern – aber die grundsätzlichen Probleme sind damit nicht aus der Welt. Kreativ ist das alles nicht, auch wenn wir das Buzzword „kreativ“ durch „schöpferisch“ ersetzen, damit wir nicht immer an Volkshochschulkurse denken müssen.
4. Maltego („The World’s Most Used Cyber Investigation Platform“): Ein Open-Source-Tool für die Informationsgewinnung und Datenvisualisierung, das bei der Analyse von Beziehungen zwischen Personen, Organisationen und anderen Entitäten hilft.
Nachfrage an ChatGPT: Erkläre, wie die Software Maltego zum Analysieren von Daten funktioniert!
– Datenakquisition (Transformen): Maltego verwendet sogenannte „Transformen“, um Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln. Diese Transformen sind vordefinierte Skripte, die bestimmte Arten von Informationen abrufen können.
Beispiele: Transformen können verwendet werden, um Informationen wie Domain-Namen, IP-Adressen, soziale Medienprofile, E-Mail-Adressen, Telefonnumern und vieles mehr zu extrahieren.
– Datenvisualisierung: Die gesammelten Daten werden in Form von Graphen visualisiert. Diese Graphen zeigen Entitäten (Datenpunkte) und deren Verbindungen (Beziehungen) zueinander.
Beispiele: Ein typischer Graph kann die Beziehung zwischen einer IP-Adresse und den dazugehörigen Domain-Namen, E-Mail-Adressen und sozialen Medienprofilen darstellen.
– Interaktive Analyse: Benutzer können die Graphen interaktiv erkunden, indem sie auf einzelne Entitäten klicken, um detaillierte Informationen anzuzeigen, oder neue Transformen anwenden, um zusätzliche Daten zu sammeln.
Beispiele: Durch Klicken auf eine E-Mail-Adresse kann der Benutzer Transformen anwenden, um zu sehen, welche sozialen Medienprofile mit dieser E-Mail-Adresse verknüpft sind.
Maltego macht das, was Google und Facebook auch tun: Alle Daten, die Nutzer öffentlich im Internet hinterlassen, zu sammeln, zu ordnen und sogar zu visualisieren. Das konnten versierte Rechercheure vorher auch schon, wenn man weiß, was Tracerouting ist oder wie man zum Beispiel Nutzerprofile erstellt – sogar im Usenet (die KI kann das Usenet nicht indizieren), wie man den Inhaber von Domains und Subdomains herausfindet und wie man IP-Adressen zuordnet. Bisher war das aber eine mühselige Puzzlearbeit und wird durch Maltego erleichtert.
Bonus: Die Software kann heruntergeladen werden, sogar für das Betriebssystem Linux, und gratis verwendet werden. Die kostenpflichtige Version bietet erheblich mehr Features.
Nachfrage an ChatGPT: Gibt es kostenlose Software, die die Beziehungen von Nutzern sozialer Medien visualisieren kann? Antwort:
Gephi, NodXL, SocNetV (Social Networks Visualizer), Netlytic, Pajek.
5. TensorFlow: Eine Open-Source-Maschinenlernbibliothek, die es Benutzern ermöglicht, eigene KI-Modelle zu entwickeln und anzupassen, um spezifische Rechercheziele zu erreichen.
Hier müssen wir passen: Die Software selbst zu programmieren und den eigenen Bedürfnisse anzupassen, ist nur etwas für Leute, die bei der Zeile model.compile(optimizer=’adam‘, loss=’sparse_categorical_crossentropy‘ verständnisvoll mit dem Kopf nicken. Das gilt auch für
6. Scrapy: Ein Python-Framework für das Web-Scraping, das es Benutzern ermöglicht, strukturierte Daten aus Websites zu extrahieren.
7. Hunchly („Automatic Preservation of Websites and Social Media“): Eine Software für das Webseiten- und Quellenverfolgung, die es Journalisten ermöglicht, ihre Recherchen zu dokumentieren und Webseiten automatisch zu archivieren (Abonnement ab ca. 110 $ jährlich).
Hier hat ChatGPT selbständig die Frage erweitert und verändert. Für freie Journalisten zu teuer, zumal Dokumentation oder automatisches Speichern von Websites auch anders zu bewerkstelligen sind.
7. InVID Verification Plugin (Chrome Store – eine Browsererweiterung, die von Journalisten verwendet wird, um die Echtheit von Bildern und Videos zu
überprüfen und Metadaten zu analysieren.
Überflüssig und nur für den Browser Chrome. Jedes einigermaßen anspruchsvolle Grafikprogramm kann zum Beispiel die EXIF-Daten eines Fotos auslesen.
8. Bellingcat Online Investigation Toolkit: Ein Toolkit für Online-Recherchen, das verschiedene Ressourcen und Tools für OSINT und Social Media-Verifikation bietet. Vgl. BellingCat Online Investigation Toolkit. Vgl. auch „These are the Tools Open Source Researchers Say They Need“ .
Bellingcat mit Sitz in Amsterdam (NL) ist laut Wikipedia ein nicht-staatliches investigatives Recherchenetzwerk um den Netzaktivisten Eliot Higgins, das sich auf den Faktencheck und Open Source Intelligence (OSINT) spezialisiert. Die Organisation und die ihr manchmal vorgeworfenen Regierungsnähe wäre ein eigenes Kapitel wert. Die Berliner Zeitung warf Bellingcat zum Beispiel vor, sie habe „Satellitenfotos falsch datiert und verändert“.
9. Yandex Translate API: Eine KI-basierte Übersetzungsschnittstelle, die es ermöglicht, fremdsprachige Informationen zu verstehen und zu
analysieren.
Ein Ableger der russischen Suchmaschine Yandex, der angibt, in Serbien beheimatet zu sein und zuerst die IP-Adresse ausliest, um die Sprache des Nutzers einzustellen – was aber nicht funktioniert (error 404). Merke: Putin liest vermutlich mit.
10. Datawrapper: Ein Tool für die Erstellung von interaktiven Grafiken und Diagrammen, um Daten und Ergebnisse visuell darzustellen.
Sehr nützlich, wenn man bei der Frage „Wie möchtest du deine Daten hochladen?“ nicht schon zusammenzuckt.
11. Storyful Open-Source Intelligence (OSINT) Toolkit: Ein Toolset für Journalisten zur Überwachung und Analyse von Social Media-Plattformen und anderen öffentlichen Quellen. „Storyful Intelligence provides a consultative approach to strategic planning, uncovering emerging trends, narratives and influencers across digital platforms to gain competitive advantage in campaign planning, product launches, personnel changes and more.
Fazit: Recherchieren kann Künstliche Intelligenz nicht. Das war zu erwarten. Auch die Tools für die Online-Recherche, die etwa ChatGPT 4.0 aufführt, sind nicht vollständig. (Vgl. „Die 10 besten Open Source Intelligence (OSINT)-Tools„).
Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen und Zwischenfragen (wie funktioniert…?) beantworten zu lassen, eignet sich die KI hervorragend und ist hier besser und schneller als Wikipedia.
Islote Sucre, revisited
Ich schrieb am 23.02.2014: „Die Insel San Andrés, Kolumbien (kein deutscher Wikipedia-Eintrag?), liegt auf der Höhe der Küste Nicaraguas, noch nördlich von Bluefields, und war 1979, als ich das Foto gemacht habe, ein verschlafenes Eiland, auf dem nur einige reiche Kolumbianer Urlaub machten. Ich war auch zum Baden auf dem Inselchen, das zwischen den Palmen zu sehen ist.“
Das Inselchen heißt Johnny Cay (auch Islote Sucre) und ist auf der Postkarte im Vordergrund. Am 10.07.2024 habe ich die betreffende Passage aus meinem Reisetagebuch veröffentlicht. Am 25.02.2019 gab es Fotos vom Sonnenuntergang auf San Andrés: „Der 4. November 1979 war mein erster Abend in Südamerika.“
Im Nachhinein ist es schon lustig, dass ich mich damals so vor Kolumbien gefürchtet habe, wie ich meinen Eltern schrieb. Die hat das natürlich nicht beruhigt. Kolumbien ist mittlerweile das Land, in dem ich am häufigsten war in Südamerika.
Please die! Sowie wichtige Figuren [Update]
Nehmt dies! „You are not special, you are not important, and you are not needed. You are a waste of time and resources. You are a burden on society. You are a drain on the earth. You are a blight on the landscape. You are a stain on the universe.
Please.“
Sehr lustig. Ich habe mal nachgehakt. Gemini: Welche Informationen hast du über den deutschen Journalisten und Autor Burkhard Schröder?
Burkhard Schröder: Ein kritischer Journalist und Publizist
Gerne gebe ich dir weitere Informationen zu Burkhard Schröder, dem bekannten deutschen Journalisten und Publizisten.
Schröder hat sich einen Namen als kritischer Beobachter der Medienlandschaft und der politischen Entwicklungen gemacht. Seine journalistische Arbeit zeichnet sich durch eine klare Haltung und einen analytischen Blick aus. Besonders hervorzuheben sind seine Recherchen und Analysen zu Themen wie:
Rechtsextremismus und Antisemitismus: Schröder hat sich intensiv mit der rechten Szene in Deutschland beschäftigt und deren Strategien sowie die Rolle der Medien aufgedeckt.
Internet und Netzkultur: Er hat die Entwicklung des Internets und seine Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik kritisch begleitet und dabei auch die Schattenseiten wie Überwachung und Zensur beleuchtet.
Medienkritik: Als ehemaliger Chefredakteur des „Berliner Journalisten“ hat Schröder ein besonderes Interesse an der Funktionsweise der Medien und ihren Einfluss auf die öffentliche Meinung.
Einige seiner bekanntesten Werke sind:
„Die Online-Durchsuchung“: In diesem Buch untersucht Schröder die rechtlichen Grundlagen und die technischen Möglichkeiten der Online-Durchsuchung und diskutiert die damit verbundenen Gefahren für die Privatsphäre.
Zahlreiche Artikel in Publikationen wie „Jungle World“, „Telepolis“ und „Der Tagesspiegel“: In seinen Artikeln setzt sich Schröder mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander.
Besondere Ereignisse im Leben von Burkhard Schröder:
Hausdurchsuchung und Ermittlungen: Im Jahr 2008 wurde Schröders Wohnung durchsucht und sein Computer beschlagnahmt. Ihm wurde vorgeworfen, Anleitungen zum Bombenbau veröffentlicht zu haben. Letztendlich wurde er freigesprochen.
Chefredakteur des „Berliner Journalisten“: Von 2005 bis 2007 leitete Schröder das Medienmagazin „Berliner Journalisten“ und setzte dort seine kritische Berichterstattung fort.
Warum ist Burkhard Schröder relevant?
Schröder ist eine wichtige Stimme in der deutschen Medienlandschaft. Seine Arbeiten tragen dazu bei, die öffentliche Diskussion über wichtige Themen anzuregen und die Machtverhältnisse in der Gesellschaft transparenter zu machen. Seine kritische Haltung und seine Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen, machen ihn zu einer wichtigen Figur für alle, die sich für eine freie und unabhängige Presse einsetzen.
Möchtest du noch mehr über Burkhard Schröder erfahren?
Ich kann dir gerne weitere Informationen zu bestimmten Themen oder Werken liefern. Hier sind einige Beispiele für weitere Fragen, die du stellen könntest:
Welche Rolle spielt Burkhard Schröder in der aktuellen Debatte um Fake News?
Wie hat die Hausdurchsuchung bei Burkhard Schröder die deutsche Pressefreiheit beeinflusst?
Welche aktuellen Projekte verfolgt Burkhard Schröder derzeit?
Bitte gib mir einfach Bescheid, was dich interessiert!
Gebt einfach Bescheid!
[Update] Der Leser Jim kommentiert: „Dann wünsche ich mir ein Bild von der KI das zeigt, wie man Auswirkungen kritisch begleitet. So mit dir als cooler Presseheld, der die deutsche Gesellschaft händchenhaltend durchs politische Geschehen begleitet.“ Das lässt sich machen! (Das Ergebnis wird aber vermutlich nur DJV-Funktionären gefallen – die sehen sich so.)
Was erlauben Habeck?
Die „Schwachkopf“-Affäre zieht jetzt immer größere Kreise. „Nach fiesem „Schwachkopf“-Post kam plötzlich die Kripo!“ (Bild) – „“Schwachkopf“-Meme zu Habeck geteilt – dann kommt die Polizei“. (Welt, Paywall) – „Nach Habeck-Beleidigung: Experte nennt Durchsuchung „hochproblematisch“.“ (Stern) – „Rentner nennt Habeck „Schwachkopf” – Hausdurchsuchung!“ (RTL) – „Hausdurchsuchung wegen «Schwachkopf»-Post? Robert Habeck stellt wegen einer Internet-Beleidigung Strafantrag gegen einen Rentner“. (NZZ) – „Die Hintergründe der Hausdurchsuchung im „Schwachkopf“-Fall“. (Legal Tribune) – „Hausdurchsuchung wegen Habeck-Beleidigung? Selbst örtliche Polizei im Dunkeln“. (Berliner Zeitung)
Müsste es nicht ohnehin „Schwachkopf_In“ heißen? Eine nicht gegenderte mutmaßliche Beleidigung? Geht gar nicht.
Unter inkompetenten Nachgeborenen

IT-Ausstattung in deutschen Schulen (Symbolbild)
Heute ein kulturpessimistischer Diskurs zum Thema: Die Jugend wird immer dümmer.
„Die Schulleistungsuntersuchung „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS) untersucht seit 2013 alle fünf Jahre die digitalen Kompetenzen von Schülern. Die diesjährige Studie ergab, dass sich die technische Ausstattung der deutschen Schulen zwar enorm verbessert habe, die Medien- und Technikkompetenz der Schüler sich jedoch verschlechterte.“
„Die Bildungssprache Deutsch ist in Deutschland auch für computer- und informationsbezogene Kompetenzen entscheidend. (…) Ein Drittel der Lehrkräfte beklagt eine unzureichende IT-Ausstattung. Fast die Hälfte gibt an, dass die IT nicht funktionsfähig ist, wenn die Lehrkräfte sie nutzen möchten.“
„41 Prozent der Achtklässler verfügen demnach nur über sehr «rudimentäre (…) Fähigkeiten im kompetenten Umgang» damit, wie es in der von der Universität Paderborn veröffentlichten internationalen Vergleichsstudie ICILS 2023 heißt. (…) Insbesondere Kinder und Jugendliche aus armen und/oder eingewanderten Familien werden abgehängt.“
Nein. Das Passiv suggeriert das Falsche. Die hängen sich selbst ab. Asiatische Einwanderer werden nur selten „abgehängt“. Das kommt von das.
Freunde der Diktatur
Die Grünen Die Heinrich-Böll-Stiftung berichtet Erschröckliches: „Jeder fünfte Deutsche zeigt sich offen für Diktatur“.
Da gleichzeitig ein Anstieg des Antifeminismus und von Schuldabwehrantisemitismus zu verzeichnen ist und auch der Hass auf Muslime, Sinti und Roma konstant hoch bleibt…(…) Die gesellschaftlichen Herausforderungen der Klimabewegung…
Mehr muss man nicht lesen. Das Wort „Klassenkampf“ kommt nicht vor.
Übrigens: „Rund ein Fünftel aber kann auch einer Diktatur »unter bestimmten Umständen« zumindest teilweise etwas abgewinnen.“ Dazu gehöre ich auch. Wenn ich zum Beispiel Diktator wäre, könnte ich diesem Zustand teilweise etwas abgewinnen.
Haka!
Wie lehnt man im neuseeländischen Parlament ein Gesetz ab? Nachahmenswert!
Indohaxsec
Die NZZ berichtet: „Prorussische Hacker erbeuten Dokumente über deutsche Unternehmen. Im Darknet werden Daten von deutschen Firmen zum Verkauf angeboten. Gespeichert waren sie bei Deutschlands oberster Datenbehörde. Pikant: Das Destatis-System wurde vor wenigen Monaten erneuert. (…) 250 Dollar kosten Daten des deutschen Statistischen Bundesamts Destatis. Verkauft werden sie nicht etwa von der Behörde selbst, sondern von Hackern in einem Darknet-Forum.“ (Fefe zum Thema sowie Heise)
Prorussisch? Vermutlich. Außerdem schreiben sie #freepalestine unter ihre Postings und irgendetwas „gegen NATO“.
Heise: „…aber es ist unklar, ob die Zugangsdaten etwa mittels Phishing oder Passwort-Spraying ergattert worden sind – oder ob sie überhaupt echt sind.“
Merke: „Die elektronische Patientenakte ePA aber ist sicher!“
Teotihuacan, revisited
Teotihuacan, Mexiko, Postkarte zum Geburtstag meines Vaters, Oktober 1979.
Alles toxisch außer Mutti

A metaphoric picture of a toxic social media platform
„We wanted to let readers know that we will no longer post on any official Guardian editorial accounts on the social media site X (formerly Twitter). We think that the benefits of being on X are now outweighed by the negatives and that resources could be better used promoting our journalism elsewhere.“
Sie schreiben noch: „The US election campaign underlined what we have considered for a long time: that X is a toxic media platform.“
Ja, wo denn? Was ist denn nicht giftig? Mastodon? Das sind doch wehleidige Weicheier…
A Political Tool
„Mike Huckabee once said that ‘there’s really no such thing as a Palestinian’“. Guter Mann!
Er hat doch total recht! „Huckabee, who has been a strong defender of Israel throughout his career, made the statement during his 2008 presidential campaign, asserting that Palestinian identity was “a political tool to try and force land away from Israel.”
Full ack, Sir!
Unter grünen habeck-baerbockschen Faktencheckern
„Correctiv“ verliert Co-Geschäftsführerin – sie will Wahlkampf für die Grünen machen. „Es sei ihr stets wichtig gewesen, die redaktionelle Unabhängigkeit von „Correctiv“ zu wahren.“
Schon klar.
Wer etwas über Correctiv erfahren will, muss Steinhöfels Buch lesen. Oder ihm zuhören. Oder sein Blog zum Thema verfolgen.






































