Mesoamerikanischer Ort der Binsen

TulaTula

Tula (“Ort der Binsen”), Mexiko, aufgenommen am 09.10.1979. Tula war das kulturelle Zentrum der Tolteken. (Versucht mal auszusprechen: Pyramide des Tlahuizcalpantecuhtli!)

Vermutlich betrachte ich gerade die Adler, die Herzen fressen. Das untere Foto (um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen) zeigt meinen damaligen Reisebegleiter und Freund H., der leider schon verstorben ist.

Ich belüge mein Publikum nie selten, aber das oberste Foto habe ich stalinistisch behandelt und eine (unwichtige und störende) Person wegretuschiert. In der Original-Datei kann man auch sehen, in welch desolatem Zustand die Dias waren. Mittlerweilen habe ich nur noch die digitalisierte Version und die Originale entsorgt.

Aus meinem Reisetagebuch (der letzte Abschnitt nur für Erwachsene):
Im Hotel treffe ich 6 Deutsche aus München. Die beiden Frauen sind sehr nett. Gehen in die Kneipe gegenüber. Mariachi-Kapelle spielt eine Stunde lang schrecklich falsch und laut Schmalz. Blondine [mit der ich 1981/82 noch einmal sechs Monate in Lateinamerika war] kriegt Lieder ausgegeben. Fast eine Schlägerei mit einem besoffenen Typen, der die Blondine anmacht. Trinken Tequila – ein gelungener Abend. H. scheißt ins Bett.

06.10. Langes Frühstück zusammen mit den Münchnerinnen. Laufen zur Plaza de la Constitucion und zum Museo de la Ciudad. H. hat schon wieder Dünnschiss. Fahre allein zum Museo Nacional de Antropología. Sehr interessant und Ausblick auf drei Vulkane. “Kampf des mexikanischen Volkes für seine Unabhängigkeit”. Zu Fuß über die Avenida Paseo de la Reforma. Plaza Garibaldi mit vielen Musikanten und einer “Halle des Essens”. (…)

Ziehen am Abend mit den Münchnerinnen durch sämtliche umliegenden Lokale. H. verschwindet um drei, wir machen bis sechs Uhr früh weiter. Alle Mexikaner sind wegen S. [der “Blondine”] aus dem Häuschen. S. klappt auf dem Weg ins Hotel auf dem Bürgersteig zusammen, ein Zivilpolizist hilft uns und begleitet uns bis zum Hotel. Wir liegen dann im Bad auf dem Schlafsack und machen noch bis 10 rum…

corvid19

Kommentare

10 Kommentare zu “Mesoamerikanischer Ort der Binsen”

  1. Corsin am April 28th, 2020 6:17 pm

    Nur der Vollständigkeit halber: Bei der störenden und unwichtigen Person in der roten Latzhose reden wir von Dünnschiss-H.?

  2. admin am April 28th, 2020 6:24 pm

    Nein, das war jemand anderes. Der rannte nur zufällig ins Bild.

  3. tom am April 28th, 2020 8:04 pm

    H. nebst Skulptur scheinen ca. eine Stunde später abgelichtet als die anderen Skulpturen.

  4. admin am April 28th, 2020 8:26 pm

    Haha, nein :-)

  5. tom am April 29th, 2020 10:17 am

    Und der Schattenwurf – bei der Retusche passiert?

  6. Martin Däniken am April 29th, 2020 10:36 am

    Da lief “Erich von Däniken” durchs Bild!

  7. admin am April 29th, 2020 12:20 pm

    Welcher Schattenwurf?

  8. tom am April 29th, 2020 1:42 pm

    Linke Bildseite: Schatten sind rechts. Objekte in Bildmitte und auf der rechten Seite werfen Schatten nach links.

  9. admin am April 29th, 2020 1:47 pm

    Da habe ich nichts verändert, nur den Schatten des Mannes entfernt.

  10. ... der Trittbrettschreiber am Mai 2nd, 2020 5:04 am

    Reisetagebuch (der letzte Abschnitt nur für Erwachsene):
    Ich fühle mich da etwas ausgegrenzt. Ich weiß natürlich, dass Burks nicht unbedingt ein Freund von Brauereierzeugnissen ist aber 4 Stunden lang nach einem mittelschweren Besäufnis mit einer Blondine dieses widerliche Seefahrergesöff im Badezimmer zu destilieren, haut mich schon irgendwie vom Hocker direkt in die Pubertät.

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