Kreuzberg, revisited

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Blick von der Monumentenbrücke nach Norden

Heute musste ich mit dem Rad einmal quer durch die Stadt und nahm die Gelegenheit wahr, in meinem alten Kiez vorbeizuschauen. Eigentlich sind es mehrere „alte Kieze“: Der zwischen Kleistpark und Crellestraße (70-er Jahre) und der Bergmannkiez (Anfang des Jahrtausends). Westlich der Bahn ist alles eingepollert, sogar die Langenscheidtbrücke ist gesperrt. Wie in Berlin üblich: Die Reparatur dauert länger. Ich habe da niemanden arbeiten gesehen.

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Blick vom Kreuzberg nach Norden – ganz hinten sieht man den französischen und den deutschen Dom am Gendarmenmarkt. Ganz links der Potsdamer Platz.

Der Viktoriapark ist genauso eine Müllhalde wie zu der Zeit, als ich da weggezogen bin. Ein Hund würde sich ständig Scherben die in Pfoten hauen. Die Bergmannstrasse ich auch nicht mehr zu ertragen: Überall stehen hässliche Blumenkübel herum, eine Fantastillarde Poller und Verkehrszeichen, und als Fahrradfahrer kann man geblitzt werden. So langsam wie gefordert kann ich mit meinem E-Bike gar nicht fahren – ich müsste absteigen.

Nein, das ist nicht mehr schön. Aber dort wählt ja man grün. So sieht es auch aus. Ich wundere mich nur, dass der Viktoriapark noch nicht umbenannt wurde nach einer afrikanischen lesbischen Sklavenhalterin.

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Der Wasserfall im Viktoriapark

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Kommentare

3 Kommentare zu “Kreuzberg, revisited”

  1. /dev/null am Oktober 6th, 2026 12:41 p.m.

    Der Bergmannkiez war schon ab Mitte 90er grauenvoll. Gehobene Schicht mit Totalverlust zum Boden.
    Allerdings wurden die Holzbänke vir ein paar Jahren rückgebaut, eine dieser „Sitzecken“ steht nun in Gesundbrunnen/Bellermannstrasse.

    Die Poller – ja das hat man in Bremen vor Jahrzehnten besser bewerkstelligt.

    PS: ein Ebike ist kein Fahrrad, sondern ein Moped, eventuell Mofa. Und die werden schon lange geblitzt.

  2. nOby am Oktober 6th, 2026 2:25 p.m.

    und als Fahrradfahrer kann man geblitzt werden.

    Kann es sein, dass Du das missverstanden hast?

    Ich habe noch nie davon gehört das normale Fahrradfahrer geblitzt worden sind. Bei Ampelrot ja, und es gab diesen Typ der auf flacher Strecke vor einer mobilen Blitzeranlage mit seinem Rennrad einen Sprint fuhr, aber nicht im Zusammenhang mit normalen Fahrradfahrern und Einkaufskorb auf dem Gepäckträger und einer mobiler Blitzanlage. Das stelle ich mir schwierig vor. Nicht jeder Blitzer kann das womöglich.

    Einfacher ist es vielleicht ein Fotofinish zu messen. Den nachfolgenden Text habe ich nicht extra für das Burksblog geschrieben, sondern für ein Bikerforum:

    ‚I’ve looked at the images hundreds of times‘ – Giulio Ciccone pleads for transparency as he questions controversial photo finish loss to Evenepoel at European Championships.

    Jemand hat ein Rennen mit 0,0028 Sekunden verloren. Das sind 3 Millimeter.

    Der Sieger – die Mini-Version eines gewissen Christiano Ronaldo – wird in Belgien für seinen großen und bedeutenden Sieg von den Medien gefeiert und dreht selbst fast durch vor Glück. Der Verlierer steht dumm da und steht heute noch dümmer da, weil er die Offiziellen um eine Erklärung für das Ergebnis bat. Das macht man einfach nicht, lieber Verlierer. Jetzt muß sich der Verlierer mehrfach erklären.

    In dem ersten verlinkten Artikel wird erklärt wie die 0,0028 Sekunden zustande gekommen sind. Der Text ist etwas wirr und konfus, aber vermutlich sind solche Texte in Amerika üblich. Ich würde als Superstar gegen einen zweitklassigen Konkurrenten nicht mit 0,0028 Sekunden gewinnen wollen und mich danach selbst feiern als sei ich der Größte. Ja, ich mag den Sieger nicht. Er ist wie ein kleines Kind und das trotz seines Alters, immerhin ist er 25 Jahre alt, und seiner möglicherweise 15 Millionen auf dem Konto. Deswegen schrieb ich Eingangs das mit der Mini-Version.

    Der Sieger sollte sein Ego ein wenig hinten anstellen. Genau dieses Ich hat ihn zu dem gemacht was er ist. Sein Ego trieb ihn dazu an, wie besessen zu arbeiten und alle Rekorde zu brechen. Doch irgendwann wird genau das zu deinem schlimmsten Feind. Es war seine Stärke, aber jetzt ist es sein schlimmster Feind, denn man hat eben das Alter, das man hat, und wird auf dem Elefanten-Friedhof landen – das garantiere ich! Dieser Absatz stammt nicht vor mir, sondern wurde sinngemäß von Bixente Lizarazu übernommen.

    ***

    Update:

    UEC defends accuracy of photo finish at European Championships in response to Giulio Ciccone questioning technology.

    Es waren nicht 0,0028 Sekunden, sondern 0,0002 Sekunden oder 2,8 bis 3,3 Millimeter. Hier der Link zum italienischen Originalartikel. Die Italiener haben den Hersteller des Zeiterfassungssystem interviewt.

  3. ichfragjanur am Oktober 6th, 2026 3:36 p.m.

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