Unter inkompetenten Nachgeborenen

IT-Ausstattung in deutschen Schulen (Symbolbild)
Heute ein kulturpessimistischer Diskurs zum Thema: Die Jugend wird immer dümmer.
„Die Schulleistungsuntersuchung „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS) untersucht seit 2013 alle fünf Jahre die digitalen Kompetenzen von Schülern. Die diesjährige Studie ergab, dass sich die technische Ausstattung der deutschen Schulen zwar enorm verbessert habe, die Medien- und Technikkompetenz der Schüler sich jedoch verschlechterte.“
„Die Bildungssprache Deutsch ist in Deutschland auch für computer- und informationsbezogene Kompetenzen entscheidend. (…) Ein Drittel der Lehrkräfte beklagt eine unzureichende IT-Ausstattung. Fast die Hälfte gibt an, dass die IT nicht funktionsfähig ist, wenn die Lehrkräfte sie nutzen möchten.“
„41 Prozent der Achtklässler verfügen demnach nur über sehr «rudimentäre (…) Fähigkeiten im kompetenten Umgang» damit, wie es in der von der Universität Paderborn veröffentlichten internationalen Vergleichsstudie ICILS 2023 heißt. (…) Insbesondere Kinder und Jugendliche aus armen und/oder eingewanderten Familien werden abgehängt.“
Nein. Das Passiv suggeriert das Falsche. Die hängen sich selbst ab. Asiatische Einwanderer werden nur selten „abgehängt“. Das kommt von das.
Kommentare
9 Kommentare zu “Unter inkompetenten Nachgeborenen”
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ah da is‘ er wieder – der burks’sch Sozialdarwinismus.
„Die hängen sich selbst ab.“
Das versteht er also unter „für die Interessen der kleinen Leute“ eintreten…
Ich habe ja mit solchen Jugendlichen beruflich zu tun.
Die meisten Migranten-Familien erreiche oder sehe ich kaum – unabhängig davon, ob da jemand (offiziell) arbeitet oder nicht.
Die Jugendlichen zeigen idR auch wenig bis gar keine Ambitionen, an der Bearbeitung ihrer eigenen Probleme mitzuwirken.
Insofern könnte man Burks FAST recht geben.
Aber Armut ist kein selbstgewähltes Schicksal.
Das hat auch was mit unseren Kapitalistischen Strukturen zu tun.
Unser Bildungssystem separiert mehr als das es die Leute ertüchtigt (vgl. Mythos Bildung von El-Mafaalani)
Wer von Anfang an keine Chance hat, kann sie auch nicht nutzen.
Die Fraktion Silberlöffel kann im Gegenzug so auftreten:
https://www.youtube.com/watch?v=Zh3Yz3PiXZw
Burks, ich scheiß auf Deinen Sozialdarwinismus (wie das ein Kommentarist so schön schreibt)!
Ich habe nie verstanden, warum eine Schule irgend eine Form der IT benötigt. Es reicht ein PC für das Sekretariat und für den Chef. Alles andere ist Handarbeit oder mündlicher Dialog. Da lobe ich mir die Mädchen von der Kahane Stiftung. Die verteilen Papier und sprechen mit den Schülern. Danach läßt die Klassenlehrerin darüber einen benoteten Aufsatz schreiben. Das ist Indoktrination pur, aber egal.
Wozu braucht ein Bierbraumeister ein Abitur?
Wozu braucht ein Bauer ein Abitur?
Wozu braucht ein Polizist ein Abitur?
Wozu braucht ein Pastor ein Abitur?
Wozu gibt es Gärtner mit Abitur?
Wozu gibt es Offiziere mit Abitur?
Wozu gibt es Taxifahrer mit Abitur?
Wozu braucht es diese Studiengänge:
Alltagskultur und Gesundheit
Onomastik
Kristallografie
Promenadologie
Blockflöte
Angewandte Freizeitwissenschaften
Urbanes Pflanzen- und Freiraummanagement
Popularmusik
Körperpflege
Puppenspiel
Friesische Philologie
World Heritage Studies
Eurythmie
In der Liste fehlt Germanistik. Hattest Du das nicht studiert? Das ist heute auch nichts mehr wert und wird belächelt.
@Godwin
Du bist Gerichtsvollzieher?
„Wer von Anfang an keine Chance hat, kann sie auch nicht nutzen.“
Immer noch besser, als Chancen von der Stange…hx
nOby hat hundertprozentig Recht.
Es fehlt noch det Hinweis auf die so gut wie nicht vorhandenen handwerklichen Fähigkeiten der Jugendlichen.
Mit Schraubenschlüssel und Hammer und Schraubendreher kann ein Großteil leider nicht mehr handhaben.
Gruß
Jens
„Heute ein kulturpessimistischer Diskurs zum Thema: Die Jugend wird immer dümmer.“
Gähhhnnnn….
Seit, wenn ich mich net irre mehr als 7000 Jahren hört man das in absolut wirklich jeder Generation. LANGWEILIG.
Ich habe davon gelesen und denke, dass man völlig verkehrte Dinge annimmt. „Digital native“ heißt in meinen Augen bloß, dass man die sozialen Rollen in der Technik ausfüllen kann, aber von Technikverständnis keine Spur. Vor vielen Jahrzehnten hätte man vielleicht sagen können die Jugend würde immer dümmer, weil sie die Funktion eines Motors nicht kapierte, aber alles was die Jugend wollte war Auto fahren. Sich mit Öl beschmieren ist so unsexy wie Code schreiben zu können.
@nOby
machst Du jetzt den Albärt?
@Jim
Beim „Digital native“ gebe ich Dir völlig recht. Vor vielen Jahrzehnten war KFZ-Mechaniker allerdings eine durchaus begehrte Ausbildung – im Gegensatz bspw. zu Klempner (Gas, Wasser, Scheiße)…