Zickzack und das Bad der Inka

qenkoqenkoqenkotambomachay

Die oberen drei Fotos zeigen Qenko – das Quechua-Wort für „Zickzack“, ein „heiliger“ Platz der Inka; das untere Tambomachay, das „Bad der Inka“ im Valle Sagrado bei Cusco, alle fotografiert im Januar 1980. Auf dem unteren bin ich zu sehen.

Mein Tagebucheintrag an dem Tag ist lächerlich und kurz. Offenbar war ich von Eindrücken schon so übersättigt, dass ich die beiden archäologischen Stätten nicht mehr verkraften konnte. (Im deutschen Wikipeida ist Quenko irrelevant.) „It is one of the largest huacas (holy places) in the Cusco Region. Many huacas were based on naturally occurring rock formations. It was believed to be a place where sacrifices and mummification took place“. Natürliche Felsenformation? Man muss das gesehen haben – ich keine keinen Ort auf der Welt, der so ähnlich ist, auch nicht in den Andenstaaten. Der riesige Felsblock ist perforiert und ähnelt eher einem Meteoriten.

Qenko war und ist mir heute noch unheimlich. Innen wie eine Art labyrinthische Tropfsteinhöhle, und steinerne „Tische“, zweifellos aus dem Felsen gehauen. Man man mag sich gar nicht vorstellen, was die da gemacht haben. Offenbar ist auch die Literatur zu Qenko spärlich und überschaubar. Man weiß also kaum etwas.

Irritationen beim Publikum

burks in Coburg

Was man so alles aufbewahrt… Es ging um eine Lesung von mir in der Buchhandlung Riemann. Aus: Neue Presse, 18.05.1994.

Back home soon

hubschrauberflughubschrauberflug
Meine Schwester und ich hatten meiner Mutter zum 90-sten Geburtstag einen Hubschrauberflug geschenkt. Im September 2017 war es dann soweit.

To whom it may concern: Meine Mutter kommt am Montag wieder nach Hause. Mal sehen, wie es dann weitergeht…

Spätere Fehler und frühere Fehler oder: E-Mails verschlüsseln unter Linux (Focal Fossa)

thunderbird enigmail

Immer ist irgendetwas. Ich plante, an diesem ruhigen Tag in der letzten Woche meines Urlaubs viel zu schreiben, wie immer eben. Jetzt habe ich nach dem Frühstück zwei Stunden meiner kostbaren Lebenszeit verplempert, um bei meinem neu eingerichteten Focal Fossa (Linux Ubuntu 20.04) wieder E-Mails verschlüsseln zu können. Man sollte denken, das sei einfach, zumal ich das seit exakt einem Vierteljahrhundert praktiziere. Aber das gilt nur theoretisch. Praktisch hat man dann mehrere Schlüssel, mehrere involvierte Programme, mehrere Rechner, mehrere Betriebssysteme, mehrere Versionen derselben, mehrere Backups, und schon bricht Chaos aus.

Die gute Nachricht: Nutzt man als E-Mail-Programm Thunderbird, braucht man bei Linux weiterhin das Add-on Enigmail. Das hört sich auf den verschiedenen Support-Websites ganz anders an: „Thunderbird’s built-in OpenPGP support is not an exact copy of Thunderbird with Enigmail. Thunderbird wants to offer a fully integrated solution, and is no longer using GnuPG by default to avoid licensing issues. (This document explains the differences).“ Bedeutet das, man braucht das eigentliche Verschlüsselungsprogramm GnuPG gar nicht mehr installieren? Und für welches Betriebssystem gilt das? (Wie das neue Thunderbird unter Windows verschlüsselt, beschreibe ich später in einem anderen Tutorial.)

Unter Linux stellt sich die Frage anders, da GnuPG bzw. OpenPGP „ab Werk“ ohnehin implementiert ist. Aber eben nicht komplett (vgl. Sceenshot unten). Das Paket scdaemon musste ich von Hand nachinstallieren, nachdem ich mir die gewohnte Benutzeroberfläche Kleopatra geholt hatte. Auch das Programm ist nicht automatisch in Focal Fossa enthalten. (Dann gibt es noch den zum Glück jetzt irrelevanten Unterschied zwischen GPG und GPG2.) Die glauben offenbar im Ernst, ich würde per Kommandozeile ein Programm bedienen wollen! Mach ich aber nicht.

thunderbird enigmail

Ich musste also, da ich kein Update von Ubuntu gemacht hatte, sondern eine komplette Neuinstallation, zunächst alle Schlüssel, inklusive des eigenen aktuellen Schlüsselpaars, mit Kleopatra importieren. Will man keine E-Mails, sondern Dateien verschlüsseln, braucht man eine grafische Oberfläche (Seahorse geht auch). Thunderbird kann das nicht, oder ich habe das Feature noch nicht gefunden.

Danach installiert man das Add-on Enigmail. Die Wikis und Manuals sind aber noch nicht für das neueste Ubuntu Focal Fossa; man muss also raten und vermuten. Wie aus dem vergrößerten Screenshot ganz oben ersichtlich sind alle Features an gewohnter Stelle.

Ich frage mich, warum die Thunderbird-Entwickler S/Mime ab Werk implementiert haben, aber nicht OpenPGP? Die können mir doch nicht erzählen, S/Mime würden mehr Leute nutzen? Die usability von S/MIME ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann – Finger weg! – es sei denn, man liebte die drohende Gefahr, in die Psychiatrie eingeliefert zu werden.

By the way: Außerdem habe ich mir das Leben schwer gemacht. Menschliches Versagen eben. Ich war am Rande des Nervenzusammenbruchs, als ich das halbe Dutzend meiner eigenen, zum Teil abgelaufenen Schlüsselpaare vor mir hatte, aber die Key-ID des aktuellen Schlüssels in meinem Impressum nicht wiederfand. Mein Konzept war und ist: alles Geheime sowie die Schlüssel sind in Veracrypt-Containern. Darin wiederum liegt eine verschlüsselte Datei, die KeepassXC anlegt. Dummerweise hatte ich bei der Neuinstallation ein veraltetes Backup genau jenes wichtigen Veracrypt-Containers benutzt, in dem mein aktueller geheimer Schlüssel nicht vorhanden war. Zum Glück habe ich noch ein kleines Netbook mit Linux Mint, auf dem ich erleichtert den „richtigen“ Container fand.

Jetzt brauch ich erst einmal noch mehr Kaffee… Vielleicht komme ich heute auch noch dazu, etwas nützliches zu tun.

Und nun zu euch, Verehrer höherer Wesen der muslimischen Art

islam
Source: ABC Australien

„Nichts ist gefährlicher, als nach einem niederträchtigen islamistischen Mord wie in Dresden aus Rücksicht auf den sozialen Frieden die Tat totzuschweigen. Frankreich macht es derzeit gerade vor: Nur eine deutliche Reaktion des demokratischen Rechtsstaats auf den Religionsterror der Islamfaschisten verhindert, dass die Verbrechen von den Rechtspopulisten und der Springer-Presse zum üblichen Radau gegen Merkels Flüchtlingspolitik instrumentalisiert werden. Islamisten gehören ins Gefängnis und/oder ausgewiesen. Ohne Pardon!“ (Karl Kobs)

Wir haben auch wieder einen bedauerlichen Einzelfall, der vermutlich mit dem Islam nichts zu tun hat. „Im Dezember 2019 hatte das Amtsgericht Leipzig den Mann wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und einem Monat verurteilt. Darin eingeflossen war ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden aus dem Jahr 2018, das den Mann wegen Werbens um Mitglieder und Unterstützer einer terroristischen Vereinigung im Ausland und des Verschaffens von Plänen zur Begehung einer schweren Straftat sowie ebenfalls wegen Körperverletzung und Bedrohung zu einer Strafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt hatte. Der Tatverdächtige hält sich der Behörde zufolge seit 2015 in Deutschland auf und ist derzeit nach dem Aufenthaltsgesetz geduldet.“

Sollte man nicht dulden. Rein gar nicht. Schauen wir in das betreffende Gesetz: „Einem Ausländer kann eine Duldung erteilt werden, wenn dringende humanitäre oder persönliche Gründe oder erhebliche öffentliche Interessen seine vorübergehende weitere Anwesenheit im Bundesgebiet erfordern.“

Ich sehe in diesem Fall kein öffentliches Interesse.

Laut Passauer Neue Presse warnt der deutsche Lehrerverband: Auch an deutschen Schulen würden Lehrer eingeschüchtert“. „Lehrer würden beispielsweise aufgefordert, Themen wie den Nahostkonflikt oder Israel nicht im Unterricht zu behandeln. „Lehrkräfte trauen sich an manchen Schulen nicht mehr, einen Film wie ,Schindlers Liste‘ zu zeigen. Sie bekommen Druck von den Eltern, aber auch von Schülern. (…) Viele Kolleginnen und Kollegen hätten wohl auch in Deutschland Angst, beispielsweise in einer Unterrichtsstunde über Meinungs- und Kunstfreiheit auf die Mohammed-Karikaturen zu verweisen.“

Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals etwas gut finden würde, was Macron macht. Aber hier bin ich mit ihm einer Meinung: „Frankreichs Regierung will stärker gegen Islamisten vorgehen“. „Auch würden 51 Vereine, Schulen und Kultstätten künftig genau überwacht. Zwei Organisationen – das «Collectif contre l’Islamophobie» und die sich als humanitäre Vereinigung bezeichnende «BarakaCity» – will Darmanin schnellstmöglich auflösen lassen, da sie den Werten Frankreichs feindlich gegenüberstünden.“

Das würde ich auch hier empfehlen. Alle Organisationen, die etwas von einem „antimuslimischen Rassismus“ faseln, genauer untersuchen und wenn nötig verbieten. Man könnte auch von der Sowjetunion oder China lernen: Moscheen zu Turnhallen!

So, jetzt geht es mir wieder besser.

Pandemisches

klein burks
Reinigen des Körpers in Zeiten vor Corona. Ich war laut Fotoalbum damals vier Monate alt.

Vielleicht bin ich nur naiv. Wir haben eine Seuche, und es wäre nützlich, dass die Gefährdeten sich regelmäßig testen lassen könnten. Das geht in diesem Land nicht – ist halt kein Staatskapitalismus oder etwas noch Hübscheres. Man kann sich nur testen lassen, wenn man einen „Grund“ hat.

Die Gesellschaft für Virologie stellt nüchtern fest: „Aufgrund der explosiven Infektionsdynamik, die wir in allen Hotspots quer durch Europa feststellen, steht zu befürchten, dass ab einer bestimmten Schwelle auch in bisher unkritischen Regionen die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren geht. Bei Überschreiten dieses Schwellenwerts sind die Nachverfolgung einzelner Ausbrüche und strikte Isolationsmaßnahmen nicht mehr realisierbar und eine unkontrollierte Ausbreitung in alle Bevölkerungsteile, einschließlich besonders vulnerabler Risikogruppen, nicht mehr adäquat zu verhindern. Es steht zu erwarten, dass dies zu einer raschen Überlastung der Gesundheitssysteme führen würde, was zum Beispiel in Deutschland allein schon wegen des Mangels an Intensivpflegekräften bereits bei weit unter 20.000 Neuinfektionen pro Tag der Fall sein könnte. Hierunter wird nicht nur die Behandlung von COVID-19 Patienten, sondern die gesamte medizinische Versorgung leiden.“

Schon klar. Wir stehen an der Schwelle zum exponenziellen Wachstum der Kurve, und ich befürchte, das wird sich nicht mehr aufhalten lassen. Die Welt (Paywall) schrieb am 14.10.20: „Würde der Sieben-Tage-Schnitt, wie in den vergangenen zehn Tagen, auch in den weiteren 74 Tagen bis zum 21. Dezember mit 4,119 Prozent zulegen, wären wir dann nicht bei 19.200 Fällen, sondern bei 120.200, also gut dem Sechsfachen.“ Die Behörden können nicht mehr richtig nachverfolgen, damit ist die ursprüngliche Idee, so die Seuche eindämmen zu wollen, perdu.

Das wird noch interessant. Aber eines prophezeie ich: Der Kapitalismus wird die Pandemie überleben.

covid-19 wachstum
Credits: Olaf Gersemann: „Das Merkel-Szenario vom 28. September – 19.200 #Corona-Fälle am Tag zu Weihnachten – unterstellte implizit ein tägliches Wachstum des 7-Tage-Schnitts von 2,786%. Tatsächlich war die Zuwachsrate seither doppelt so hoch (5,662%).“

Rupununi Sunset

rupununi

Abenddämmerung in der Rupununi-Savanne in der Nähe der Manari-Ranch, Guyana, fotografiert Ende Februar 1980.

Ich muss morgen eine kleine Operation über mich ergehen lassen. Falls ich wider Erwarten nicht aus der Narkose aufwachen sollte, habt ihr zum Schluss immerhin ein schönes Bild aus meinem Traumland.

Mohammed, reloaded

Mohammed

Aus gegebenem Anlass poste ich hier einen leicht aktualisierten Artikel, den ich am 02. Januar 2010 hier schon veröffentlicht hatte.

Man sollte sich den Paragrafen 166 unseres Strafgesetzbuches durchlesen: Wer öffentlich den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpfe, die geeignet sei, „den öffentlichen Frieden zu stören“, werde mit einer „Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Wer in agressiver Weise die Verehrung höherer Wesen propagiert, beschimpft also meine atheistische Weltanschauung und wird bestraft. Nein? So ist das nicht gemeint? Schon klar, wer fromme Märchen und Legenden verkündet, wird hierzulande privilegiert. Deutschland ist bekanntlich nur auf dem Papier ein säkularer Staat: Sogar christliche Politiker fordern, den Aberglauben zum Beispiel der islamischen Art zwangsweise in den Schulen zu predigen.

In Dänemark hat jetzt eine Zeitung Mut bewiesen und das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit beispielhaft praktiziert. Die Welt fasst den Fall vorzüglich zusammen. Die Jyllands-Posten hatte ein Dutzend Karikaturen des Propheten Mohammed abgedruckt. Jetzt spielen viele Muslime die beleidigte Leberwurst.

Der Islam und das Judentum verbieten ihren Anhängern, das jeweils höhere Wesen und im ersten Fall auch deren prominente Verkünder abzubilden. Das mag theologisch sinnvoll sein, für Heiden gilt diese Vorschrift natürlich nicht. Das sehen die religiösen Fanatiker anders. Deshalb gibt es Zoff – in vielen islamischen Ländern randalieren die Muslime gegen Dänemark.

Die Jyllands-Posten hat sich nicht beeindrucken lassen. Chapeau, liebe Kolleginnen und Kollegen – meine Verehrung und solidarische Grüße nach Dänemark! Eine deutsches Medium hätte sich natürlich nicht getraut, eine Karikatur Mohammeds zu publizieren. (PS. Die Welt hat es getan. Bravo!) Die christliche Lobby sitzt dafür zu fest im Sattel und in den Rundfunkräten. Die Damen und Herren Sesselpupser wissen genau: Wenn es darum geht, die Interessen der Religion gegen Vernunft und Aufklärung zu vertreten, dann muss man zusammenhalten, auch wenn man jeweils unterschiedliche Formen des Aberglaubens praktiziert.

Man muss sich die Idiotie, die jetzt von islamischer Seite verbreitet wird, nur genauer ansehen: Die Kuweitis wollen dänische Produkte boykottieren. Die Heuchler haben sich aber gern von den „dekadenten“ Amerikanern von ihrem islamischen Glaubensbruder Saddam Hussein befreien lassen. Focus fabuliert über den „Tonfall“, wie es sich für ein deutsches Medium gehört – hier geht es ja oft darum, wer was wie sagen darf oder nicht. Besonders dreist ist es, wie die taz knapp zusammenfasst, dass die „Organisation der Islamischen Konferenz „eine Entschuldigung der dänischen Regierung“ fordert, „weil sie die Veröffentlichung der Karikaturen im September weder verhindert noch unzweideutig verurteilt habe.“ Diese „Konferenz“ braucht Nachhilfeunterricht: Die Regierung in Demokratien hat weder das Recht noch die Pflicht, auf die Medien Einfluss zu nehmen. Man merkt doch gleich, wes Geistes Kind diese muslimische Mischpoke ist.

Woran denkt man, wenn religiöse Fanatiker der christlichen, muslimischen oder jüdischen Sorte die Demokratie und ihre Prinzipien angreifen? An Salman Rushdie natürlich und seine Satanischen Verse. Wikipedia: „Durch die in den Alpträumen eines Protagonisten widergespiegelte Darstellung des Lebens des Propheten Mohammed fühlten sich viele Muslime in ihren religiösen Gefühlen verletzt – die meisten freilich ohne das Buch überhaupt zu kennen, da es weder leicht zu lesen noch wohlfeil erhältlich und obendrein von islamischen Geistlichen verboten war. Am 14. Februar 1989 verurteilte der iranische Staatschef Khomeini Rushdie mittels einer Fatwa zum Tode, weil das Buch gegen den Islam, den Propheten und den Koran sei. Khomeini rief die Moslems in aller Welt zur Vollstreckung auf. Um die Durchführung zu beschleunigen, wurde ein Kopfgeld von 3 Millionen US-Dollar ausgesetzt.“

Und was geschah darauf in Deutschland? Drei Mal dürfen Sie, liebe wohlwollende Leserin und lieber geneigter Leser, raten: „In Deutschland wagte kein einzelner Verlag, die Die satanischen Verse zu verlegen. Gleichzeitig wurde es als Akt der Verteidigung der Menschenrechte gesehen, die Publikation sicherzustellen. Schließlich gründete eine Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verlage einen neuen Verlag mit Namen „Artikel 19 Verlag“ (dem Artikel, der in der europäischen Menschenrechtskonvention das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zusichert), dessen einziger Zweck die Herausgabe der Verse war.“ Die Deutschen sind eben von Natur aus feige und Duckmäuser, und die Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ganz so, wie es Wikipedia steht, war es nicht: Der „Artikel 19 Verlag“ bestand aus einigen Verlagen, aber vor allem aus Einzelpersonen, die den Kopf dafür hinhielten, dass Salman Rushdies Werk auch in deutscher Sprache erscheinen konnte. Übrigens: Ein gutes und interessantes Werk – lesenswert!

Und da bin ich nun, wie ein Ost-Pfarrer das formulieren würde, persönlich „betroffen“. Ich gehöre mit zu den Personen, die die „Satanischen Verse“ herausgaben, der einzige Schröder neben Gerhard. Und wenn mir heute wieder ein durchgeknallter Verehrer höherer Wesen, sei er Christ, Jude oder Moslem, dumm käme, und sich beleidigt fühlte, weil ich mich über Religion lustig mache, würde ich mich nicht anders verhalten als damals. Jetzt erst recht – es ist mein gutes Recht! Kirchen zu Turnhallen!

Abbildungen: Jylland-Posten (oben), haganah.us (unten). Die anderen Fotos zeigen vermutlich doch nicht den Propheten Mohammed, aber ganz ausschließen kann man natürlich nichts.

Das Gesicht des Systems und seiner Charaktermasken

krankenhaus
Berliner Krankenhaus (Symboldbild)

In case you missed it. „Interessant ist der Blick auf unsere niederländischen Nachbarn, die volkswirtschaftlich ähnlich wohlhabend sind, aber – gemessen an der gesamten Bevölkerung – mehr als dreimal so viele Sterbefälle aufweisen wie Deutschland. Weil die Holländer ähnlich träge auf die Pandemie reagierten wie die Deutschen, kann die Differenz nur durch das niederländische Gesundheitssystem erklärt werden, das in den vergangenen 20 Jahren systematisch nach Kriterien der Sparsamkeit, Effizienz und Zentralität umgeformt wurde. Das bedeutet im Klartext: Kliniken wurden geschlossen, regionale „Gesundheitszentren“ wurden geschaffen, bei Ärzten und Pflegern wie bei Bettenkapazität und Pflegepersonal musste das statistische Minimum ausreichen. An Vorsorgen oder Rücklagen dachten die sparsamen Manager und Politiker nicht.“ (Welt online)

Tagesspiegel: „Der Vorstand der Vivantes-Kliniken rechnet für dieses Jahr mit 30 Millionen Euro Verlust – trotz der Bundesmittel für frei gehaltene Covid-19-Betten. (…) Mit nur 50 Prozent Bettenauslastung arbeitet keine Klinik kostendeckend.“

Kostendeckend. Das ist politisch so gewollt. Das Management der städtischen Krankenhäuser spart diese nicht aus purer Boshaftigkeit zu Tode, was man bei einigen, die gern den arroganten Schnösel raushängen lassen, vermuten könnte, sondern weil sie Charaktermasken sind.

Taz goes Kapital in der nahen Zukunft

taz

Die Taz steht jetzt (oder schon länger?) auf der Seite des Kapitals und fordert, dass die Gewerkschaften auf den Klassenkampf verzichten mögen. Der Kapitalismus wird stattdessen durch Gendersternchen bekämpft. Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Das Milieu, das die Taz liest, ist bekanntlich nicht links, sondern Kapitalismus-affin.

Sklaverei, substantiiert

pleul
Fulani-Frauen mit traditionellen Gesichtszeichnungen. Source: Wikipedia/Dan Lundberg

Manchmal könnte ich das Bundesverfassungsgericht abknutschen, obwohl man dessen Presseerklärungen oft erst ins Deutsche übersetzen muss:
Die Beschwerdeführerin ist Mauretanierin und gehört dem Volk der Peul an. Sie gelangte 2016 in die Bundesrepublik Deutschland und stellte einen Asylantrag. In der persönlichen Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bundesamt) gab sie an, einem Sklavenstamm anzugehören, keine Schulbildung zu haben und als Kind an ihre Tante „verschenkt“ worden zu sein. Das Bundesamt lehnte den Asylantrag ab, stellte fest, dass Abschiebungsverbote nicht vorlägen und drohte der Beschwerdeführerin die Abschiebung nach Mauretanien an. (…) Die zulässige Verfassungsbeschwerde ist offensichtlich begründet.

Sehr schöne Entscheidung. Sie zeigt nicht nur den Zynismus der „Asylbehörden“, sondern auch deren irrationale Inkonsequenz: Eine solche Frau will man abschieben, aber Tausende von anderen, die illegal eingereist sind und mit mehreren Identitäten herumlaufen, lässt man gewähren.

Apokalyptisches

Vongozero

Die Russen haben die ultimative Pandemie-Seite gedreht: Vongozero – Flucht zum See. Der Plot stammt aus dem gleichnamigen Roman (2011) der russischen Schriftstellerin Yana Wagner. (Interessant, dass ihre Bücher bei Amazon erhältlich sind, es aber weder einen deutschen noch englischen Wikipedia-Eintrag über sie gibt. Das ist vermutlich eine Empfehlung. Leider gibt es neben den russischen nur englische und französische Ausgaben der Thriller.)

Genderpolitisch geht es gleich typisch russisch, das heißt inkorrekt zur Sache. Die Frauen zu Beginn sind unerträgliche Zicken, intrigant, boshaft und irrational, so wie kein deutscher Krimi sich trauen würde, das zu beschreiben. Typisch russisch ist auch der Charakter des neureichen Dumpfbacken, der aussieht wie ein dummer Bauernknecht, aber Geld wie Heu hat und sich eine Geliebte hält, die er aus einer Bar weggeholt hat.

Den Hauptdarsteller Kirill Käro (kein deutscher Wikipedia-Eintrag – er ist Este) kennen wir schon aus Better than us. Seine Rolle in Vongozero ist ähnlich: Er muss die Familie zusammenhalten, und die Frauen, vor allem seine Ex-Frauen, werfen ihm ständig Knüppel zwischen die Füße.

Ich habe nur die erste Folge gesehen, aber ich wette, es werden auch weder Schwule noch Lesben auftauchen. Ich wage die Serie zu empfehlen. Der Plot ist interessant, natürlich aktuell, und das Ambiente ist anders als in US-amerikanischen Standard-Produktionen.

debian
13.02.2003: Auf meine Rechner kommt Debian.

Was haben wir noch? Heise: „Der Bundesrat stimmte einem Gesetz zu, dass [sic] unter anderem Massenabmahnungen den Boden entziehen soll.“ – „Wenn sich eine Abmahnung als ungerechtfertigt herausstellt oder die nötigen Informationen fehlen, können Betroffene vom Abmahner eine Erstattung ihrer Kosten fordern. Das soll Massen-Abmahnungen als Geschäftsmodell den Boden entziehen.“ Mal sehen, ob das wirklich hilft, zum Beispiel beim Thema Webinar, und ob auch Privatpersonen geschützt werden.

Der Tagesspiegel: „Wie Deutschland Antisemitismus mitfinanziert. Palästinensische Kinder lernen in ihren Büchern – mitbezahlt von Deutschland -, Juden zu hassen.“

Das korrupte Pack, das sich Autonomiebehörde nennt, kriegt also „erhebliche Gelder“ der deutschen Steuerzahler, um den Terror gegen Israel schon bei Kindern weltanschaulich zu fördern. die Welt wies schon vor zwei Jahren drauf hin: „Eine Studie zeigt das System von Zahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde an Attentäter und deren Familien. Auch Deutschland und die EU zahlen Geld an die Autonomiebehörde.“ Ändern wird sich natürlich nichts.

Deutsche Küche oder Charakterkopf mit Eiern

Das Thema hatten wir schon hier vor fünf Jahren (vgl. unten). Die Berliner Zeitung kommt jetzt noch mal damit: Zum Mohrenkopf: Schwarzer Chef verteidigt Namen seines Restaurants. „Ich brauche keine Weißen, die mir sagen, wann meine Gefühle verletzt sind“, sagt der schwarze Restaurant-Inhaber Andrew Onuegbu.

deutsche Küche

Süddeutsche Zeitung | Magazin: „Warum nennt ein Schwarzer sein Restaurant ‚Zum Mohrenkopf‘? In einer Zeit, in der das Wort Negerkuss politisch korrekt durch Schokokuss ersetzt wird und die Schokoladen-Firma Sarotti ihren Mohr gold umfärbt? Andrew Onuegbu hat mehrere Antworten auf diese Frage. Der 42-Jährige stammt aus Nigeria – und führt sein Lokal in der Nähe des Exerzierplatzes mit dem Stempel ‚Deutsche Küche'“.

Bruhahahaha. Der hat wirklich Humor. Ziemlich cool. Erinnert mich an die Kreuzberger Kneipe „Zum Kanaken“.

Guter Mann und ein Charakterkopf mit Eiern sozusagen. Die schmallippigen Bilderstürmer_:*/Innen können mit sowas nicht umgehen und stellen Onuegbu in den sozialen Medien gleich in AfD-Nähe. Ohne Diffamierung geht es bei denen nicht. Das RND dazu: Dem Kieler Gastronom würde eine Nähe zu der Partei nachgesagt, heißt es. Hintergrund ist, dass die AfD ab Ende 2015 im “Mohrenkopf” regelmäßig Kennenlernabende veranstalten wollte. Jeden Mittwoch um 18 Uhr sollte es in dem Restaurant, das um die Ecke der AfD-Parteizentrale liegt, einen Stammtisch geben. Nach der ersten Veranstaltung gab es jedoch Gegenproteste und die Partei entschied, die Treffen nicht weiter im Kieler „Mohrenkopf“ abzuhalten.

Wenn ich noch mal nach Kiel käme, wüsste ich, wo ich einkehren würde.

Hausmitteilung: Webinar!

webinar

Burks proudly presents: Ich werde mein Seminar „Professionelle Datenrecherche im Internet und Datenschutz“ in Kürze online als Webinar (kostenpflichtig, aber preiswerter als bei anderen Bildungseinrichtungen) anbieten.

Inhalt:
Professionelle Datenrecherche im Internet und Datenschutz

Das Seminar findet als virtuelle Konferenz statt und dauert ca. 5 oder 6 Stunden. Der Dozent nutzt das Konferenzsystem BigBlueButton (open source), die Teilnehmer benötigen keine eigenen Software, nur den Browser.

Inhalt des Webinars:
Modul 1: Tipps und Tricks zur professionellen Online-Recherche für Fortgeschrittene
Modul 2: Sicher Browsen – Risiken und Nebenwirkungen aktiver Inhalte – effektive Gefahrenabwehr beim Surfen
Modul 3: E-Mails für Dich und mich – Risiken beim Verfassen und Empfangen
Modul 4: E-Mails verschlüsseln
Modul 5: Unterwegs mit virtueller Tarnkappe – anonym surfen (Tor, Jondonym, VPN)
Modul 6: Sichere Daten – Datenschutz auf dem eigenen Rechner und dem Smartphone

Alle Teilnehmer bekommen umfangreiches Material (pdf, ca. 60 Seiten).

Euch erwartet auch ein umfassender Relaunch einiger statischer Websites auf burks.de (vermutlich ab November). Das Blog wird so bleiben wie es ist.

Wenn hier nur Oberfreaks und Oberfreakinnen mitlesen, die auf Anhieb wissen, was „EFI Symstempartition (ESP) nicht verwendbar. Ihre EFI Symstempartition (ESP) ist nicht in /boot/efi eingehängt“ bedeutet oder die E-Mails per Mutt verschicken oder ein Script benutzen, dass OpenPGP und S/Mime kompatibel macht – einfach wegsehen. Für Euch ist das nichts. Aber vielleicht gibt es andere Interessenten, die sich hier bisher nur für die Römische Kaiserzeit oder peruanische Landkooperativen in den 80-er Jahren interessiert haben und sich noch weiterbilden möchten? Schreibt mir eine unverbindliche E-Mail, auch gern und ausnahmsweise unverschlüsselt! Dann kann ich das Interesse einschätzen und Terminvorschläge machen. Ab vier Teilnehmern würde ich ein Webinar anbieten (maximal zehn). Einzelunterricht: Preis VB.
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Reaktionen auf das letzte Seminar:

Lieber Burkhard,
ich habe heute an deinem Workshop im Rahmen der LIMA teilgenommen und mich gleich mal dran gemacht, eine Verschlüsselung meiner Mails einzurichten. Ich hoffe und glaube, dass es geklappt hat?
Vielen Dank nochmal für den spannenden Workshop, ich habe wirklich viel Neues gelernt und bin endlich mal motiviert worden Dinge anzugehen, die schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste standen (z.B. eine Verschlüsselung für meine Mails einzurichten).
Liebe Grüße, S.

Hallo Burkhard!
Danke nochmal für das Seminar! Einiges kannte ich schon, aber es war auch trotzdem viel neues dabei. Ich bin immer wieder erstaunt (na gut, eigentlich nicht mehr…), wie wenig man selbst an der Uni in einem Informatikstudium über Datensicherheit usw. lernt… und ich hoffe, dass ich jetzt alles richtig eingerichtet habe :-)
Liebe Grüße F.

Lieber Burkhard,
hier sende ich dich meine erste verschlüsselte Mail (wenn das funktioniert).
Im Anhang ist mein öffentlicher Schlüssel.
Vielen Dank für das Seminar!
Schöne Grüße, A.

Big Five [Update][2. Update]

trump biden

„… die Menschen urtheilen im allgemeinen mehr nach den Augen als nach den Händen, weil zu sehen jedem gegeben ist, einzusehen nur wenigen. „(Niccoló Machiavelli)

Aus machiavellischer Sicht hat Trump während der „Diskussion“ mit seinem Konkurrenten Biden alles richtig gemacht. Es geht bekanntlich nicht um Inhalte – das sehen nur Journalisten so. Und damit liegen sie komplett falsch.

Es geht um Attitude, um physische Präsenz in den Medien, um die Fähigkeit, die Interessen der herrschenden Klasse zu vertreten. Wenn Trump pöbelte, beweist er genau das. Wenn interessieren denn Lügen von Politikern? Ich erwarte doch nicht, dass so jemand mir etwas Gutes, Schönes und Wahres erzählt! Das erwarte ich noch nicht einmal von Pfaffen.

Jemand ist geeignet zu führen, wenn er fünf Kernkompetenzen beweist („Big Five“): Er muss
1. emotional stabil erscheinen,
2. er muss extrovertiert sein – kontaktfreudig, kommunikativ sein und Initiative zeigen,
3. er muss offen gegenüber neuen Situationen sein,
4. er musst kooperativ sein und Untergeordnete integrieren können, und er muss
5. seine Aufgaben verbissen und komplett erledigen.

Es geht nicht um das, was Trump ist, sondern um das, von dem die Wähler glauben, dass er sei. Trump kam schon immer viel authentischer, also glaubwürdiger rüber, gerade weil er oft Unsinn erzählt oder sich selbst widerspricht. Die Wähler honorieren das mehr als auswendig gelernte hohle Textbausteine. Es scheint mir zweifelhaft, ob Biden mehr „Big Five“ verkörpert als Trump.

Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Kapitalistenklasse verwaltet.“ (Karl Marx)

Be der anstehenden Wahl des US-Präsidenten wird derjenige gewinnen, dem es gelingt, die Leute zu motivieren. Die Anhänger Bidens wollen ihn nur als kleineres Übel, nicht weil er für irgendwas stünde. Daher neige ich zu der Annahme – wie ich schon mehrfach schrieb -, dass Trump gewinnen wird.

Trump tönte vor der letzten Wahl gegen „die Eliten“ und gab damit denjenigen eine Stimme, die sich vom „System“ abgehängt fühlten, etwas, was auch die Aufgabe der deutschen Linken wäre, bei der sie aber ein Totalausfall ist. Man ist lieber politisch total k*o*r*r*r*e*k*t, angepasst und „regierungsfähig“. Damit kann man keinen Blumentopf gewinnen, nicht bei den Menschen, die am Kapitalismus verzweifeln.

Es gibt eine Unbekannte: Die Sympathisanten Bernie Sanders‘ mochten damals Hillary Clinton genausowenig wie den unterschätzten Trump. Man weiß nicht, ob diese demokratischen Wähler zu Hause bleiben oder für den uncharismatischen und langweiligen Biden stimmen, nur um Trump loszuwerden.

[Update] Trump ist positiv getestet worden. Das macht die Vorhersage leichter. Wenn die Krankheit nicht bei ihm ausbricht oder wenn er nur leichte Symptome zeigt und genest oder wenn es ihm wie Johnson und Bolnisario ergeht, wird er ohnehin die Wahl gewinnen. Wenn er aber schwer erkrankt oder gar stirbt, dann wird es interessant.

[2. Update] Dank an den edlen Spender Ch. G.!

Stultus!

latein

Quid ais, propudium? Ebriola persolla, nugae! Endlich kann ich hier nach Herzenslust pöbeln, ohne dass mir das jemand übel nimmt. War ein Lustkauf: Der kleine Schmutzfink: Unflätiges aus dem Latein.

nzz

Ihr habt ja nicht mehr alle Tassen im Schrank bei der Neuen Zürcher Zeitung! Moment. Locutuleios et blaterones et loquaces!

FYI: Arzach

Martin Sonneborn: Heute morgen hat #Aserbaidschan #Arzach (aka Bergkarabach) angegriffen. Der Irre vom Bosporus und sein aserbaidschanischer Handlanger Alijev sind dabei, mit Hilfe dschihadistischer Söldner aus Syrien&Libyen eine der letzten Demokratien in ihrer Nachbarschaft auszuradieren.

Sollten Merkel & EU angesichts der drohenden Auslöschung von Kurden, Aleviten & Armeniern nicht langsam die Luft aus Erdogans Traum von einem ethnisch reinen Großreich lassen – ihren wirtschaftlichen Interessen zum Trotz…? #IchFragJaNur

Mantaru mayu oder: Über diese Brücke musst du gehen

rio Mantaro

Eine Brücke über den Rio Mantaro (Quechua: Mantaru mayu) bei Pachacayo, Peru (hola, keine vernünftigen Informationen im Internet?), fotografiert im Dezember 1979. (Ich vermute, dass sie die abgerissen und eine neue fast an derselben Stelle gebaut haben.) Auf dem Foto geht mein damaliger Reisebegleiter (†) hinüber.

Wir waren einige Tage in in der Landwirtschaftskooperative SAIS Túpac Amaru, die ich jetzt auch per Google Maps genau lokalisiert habe. Dort wurde ich übrigens vom Maoismus geheilt mit der Realität einer „linken“ Militärdiktatur konfrontiert und fing an, selbst zu denken. Man muss es einfach so sagen.

Unter Samariter*_/:Innen

religon

Bei Bibelzitaten höre ich immer genau hin. Das Werk konnte ich einigermaßen auswendig, da ich von Kindesbeinen an knappe zwei Jahrzehnte jeden Tag, manchmal stundenlang, damit bombardiert wurde. Ich erkühne mich zu behaupten, dass ich die Bibel ähnlich virtuos zitieren kann wie ein orthodoxer Rabbi den Tanach.

Katrin Göring-Eckardt ist eine Funktionärin der Grünen, „engagiert“ in der Evangelischen Kirche und bezeichnet sich selbst als fromm. Sie fördert daher, was typisch für die Grünen ist, den Religiotismus und die Religioten unter anderem dergestalt, dass sie unschuldige Kinder mit Aberglauben und frommen Märchen zwangsweise belästigen will.

Jetzt sagte sie dem ZDF in einem lächerlichen, auf jede Tränendrüse drückenden Beitrag: Deshalb nochmal besonders in die Ohren von ‚Christ‘-Demokraten gesprochen: Der barmherzige Samariter, der hat auch seinen Mantel geteilt und nicht erst gewartet, bis irgendjemand gekommen ist und gesagt hat: Ich wäre auch noch bereit.

Ich habe schnell in meine Fachliteratur geschaut. Die gute Nachricht: Sie hat nicht behauptet, dass die Samariter Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes waren. Die Samariter hießen auch gar nicht so, sondern Samaritaner (das nur im Besserwisser- und Korintherkacker-Modus).

Die schlechte Nachricht ist, dass bei ihr ein paar Laternen durcheinandergekommen sind. Oder waren es die Martinsgänsemäntel?

Das kommt davon, wenn man das Theologie-Studium – was auch für Grüne nicht untypisch ist – abbricht.

Fuck this and the race-faking academic

burks
Credits: Samira, wurde mir soeben aus Kopenhagen zugeschickt.

Heute nur Belangloses, während ich Candy Dulfer zuhöre.

– Böhmermann! Die Syntax von „fuck you!“ ist weder „fick dich“! noch „fuck yourself“ (letzteres ist eine Lehnrückübersetzung der falschen deutschen Übersetzung „fick dich!“), sondern – syntaktisch notwendige Satzteile auslassend – „man ficke dich!“, wie in „fuck this fucking rifle, it’s jammed again“. Im letzteren Fall ist theoretisch auch ein Imperativ/Optativ der 2. Person möglich. Si quis negat hæc vera esse, anathema sit.

küchekäsekuchen

– Neu erlernt und ausprobiert: Sauer-Scharf-Suppe und Käsekuchen. Wo kommt das Saure und Süße in der Suppe her? Lesen hier chinesische Großmütter mit? 中国祖母在这里读书吗? Meine Suppe schmeckt zwar gut, könnte aber etwas pikanter sein. Mehr Essig? (Ich habe Reisessig genommen.) Mehr Zucker?

Ich habe auch meine handmade Currywurst-Sauce neu gemixt, weil ich plane, alsbald ein paar Bratwürste zu verzehren. Die Küche sieht sah aus wie ein Schlachtfeld.

– Erneute Disqualifikation bei der Opferolympiade: „The rise of the race-faking academic
Another white academic, who was pretending to be black, has resigned.“ Yeah! Mehr davon!

laptop

Da läuft gerade Lucky Backup. Ich wurde daran schmerzhaft erinnert, weil mein Hauptrechner sich heute plötzlich weigerte, die Monitorauflösung aufzuführen, sondern bei jämmerlichen 1024×768 Pixel steckenblieb, statt mir die gewohnten 1920×1080 Pixel zu zeigen. Ich musste wie gewohnt kryptische Foren-Beiträge durchforsten, hatte plötzlich unzählige Festplatten, fuhrwerkte mit Herzklopfen mit gedit im dev-Verzeichnis herum und kam mit Nautilus eigentlich nirgendwo mehr hin außer in mein Home-Verzeichnis, noch nicht einmal, wenn ich zum Erschrecken der Terminals den Dateimanager mit sudo aufrief. Das ergab alles keinen Sinn. Das Problem hat sich mit autoremove halbwegs lösen lassen, zumindest spinnt der XServer nicht mehr.

Ich wünsche jetzt eine gute Nacht. Wenn ihr noch einen guten Film sehen wollte: Training Day mit Denzel Washington in Höchstform (…stealing scene after scene as he utters gritty dialogue and glares into the camera). Natürlich im Original mit Untertiteln! Die Dialoge sind großartig.

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