Glienicker Brücke und die Kleine Neugierde

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Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal auf der Glienicker Brücke war – vermutlich im Jahr 2004. Jetzt war ich unter ihr, die Perspektive ist genauso interessant. Man muss nur fast vier Stunden dahinpaddeln (und wieder zurück). Mittags bei 37 Grad ist man fast allein auf der Havel, und die nervigen Besitzer der nervig lauten Motorboote nerven noch nicht. Die Stille reinigt und glättet das Gemüt.

Was ich sah und fotogafierte, kannte ich noch nicht – das Schloss Babelsberg zum Beispiel und die Kleine Neugierde.

Schade, dass im Westen Berlins fast ausschließlich die Überreste der herrschenden Klassen der Vergangenheit konserviert sind. Und zum millionsten Male an die gerichtet, die Schlösser usw. für die Nachwelt beschreiben (auch an Wikipedia):
Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
Die Maurer?

Imchen, Kuhhorn und die schwimmenden Bratwürste

HavelImchenPfuaeninselKuhhornHeilandskirche am Port von SacrowPfaueninseldrive In

Bevor das hiesige Publikum sich jetzt Sexpuppen anschaut, die im Internet surfen können und auch das Geschirr abwaschen, lieber etwas Landeskundliches: Von Tiefwerder bis zur Heilandskirche am Port Sacrow am Kuhhorn mit Blick auf die Glienicker Brücke und – nach Norden – auf die Pfaueninsel mit dem Lustschloss braucht man dreieinhalb Stunden mit dem Kajak, also rund sieben hin und zurück. Auf halben Weg passiert man die Insel Imchen (2. Foto rechts). Wenn man Glück hat, trifft man auf dem Rückweg ein „Drive In“ mit Bratwurst und eiskaltem Bier auf dem Wasser (unteres Foto). Lustige Geschäftsidee! Ich habe natürlich angelegt….

Akustisches Armageddon

Man könnte die Geräuschkulisse in der Rettungsstelle nehmen, um Hieronymus Bosch zu vertonen. #Rettungsstelle #Notaufnahme #Armageddon

Upper West

waldorf astoriaupper west tower

Aufgenommen in der Budapester Strasse, Berlin, Richtung Südwesten.

Das Tegeler Duell und die Sechserbrücke

Tegeler SeeTegeler HafenSechserbrückeHumboldt Insel RückseitesechserbrückeSkyline Spandau

Ich war heute sieben Stunden auf der Havel und dem Tegeler See und beabsichtige nicht, dem Publikum heute noch die politischen Weltläufte zu erklären. Ich werde noch nicht einmal meinen Avatar in Second Life bewegen. Die folgenden Fakten sind nicht von mir, aber die Links.

Das Wort „Tegel“ entstammt einem slawischen Wurzelwort, das „Anhängsel“ bedeutet. Und genau dies ist der Tegeler See: er ist ein Anhängsel der Havel. Der Anteil der Uferstellen, an denen man baden kann, ist zwar gering, allerdings hat der See eine gute Wasserqualität und zählt zu den innerstädtischen Berliner Gewässern mit der größten Sichttiefe.

Am Nordostufer des Sees, unterhalb der „Seeterrassen“ an der Greenwichpromenade, befinden sich [was für ein verficktes schlechtes Deutsch!] die Schiffsanlegestellen der verschiedenen Reedereien. Die Uferpromenade wurde als lange Allee zum Flanieren mit Ruhebänken und Kinderspielplätzen gestaltet [Passiv ist immer schlecht und langweilig. Wer tat was? Und von wem stammt der Plan?]. Der nördliche Teil der Promenade endet an der Tegeler Hafenbrücke (auch Sechserbrücke genannt). Sie bildet die Zufahrt zum 1908 als Verbreiterung der Mündung des Tegeler Fließes gebauten Tegeler Industriehafens [irgendwas mündet da und wird breit, um ohne Ung auszukommen]. Große Teile des Ostufers sind in der Hand von Bootsvereinen und öffentlich nicht zugänglich. Am 25. März 1852 fand am Seeufer das Duell Vincke–Bismarck statt.

Wieder was gelernt. Klicken und sich weiterbilden!

Formiphobie oder: Was tun die da? Und warum? [Update]

AmeisenAmeisenAmeisen

Eine Frage an die hier mitlesenden Gärtner und Biologen: Auf einer Pflanze auf einem Balkon, deren Name ich nicht kenne, die aber wie wahnsinnig wächst, laufen viele Ameisen umher und scheinen andere Insekten (mit einer Lupe gut zu sehen) zu „melken“, jedenfalls machen sie irgendetwas. Die streicheln doch nicht andere Tiere einfach so… Muss ich mir Sorgen machen? Übernehmen die bald meinen Balkon? Oder ist das normal?

[Update]
– Blattläuse (die auf der Pflanze sind auch schwarz)
– Darum melken Ameisen Blattläuse

Was tun? Chemische Keule geht nicht. Oder soll ich eine Schlacht von Marienkäfern gegen die Ameisen organisieren – und die Gewinner kriegen meine Pflanze?

Viehzeug beim Chillen

TiefwerderTiefwerderSpandau

Der hiesige Leser Andreas ist schuld: Ihr wolltet Paddelbilder sehen, nix lernen. Was also hat die obige Kuh auf den Tiefwerder Wiesen zu suchen? Und warum sehe ich da einen Alligator in Klein Venedig und erschrecke und hebe schon das Paddel, um mich wehren zu können? Und warum kommen da plötzlich ziemlich viele Enten mir entgegen? Schwimmen die gemeinsam zum Abendessen in Spandau? Lesen hier Biologen mit?

Altfränkisch

Nürnberg

Nürnberg, Altstadt mit Burg – das Foto habe ich 1982 gemacht.

Nehmt dies, Genderfizierte und Religioten!

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Während Südkorea Frauen ins All schickt, lernen hier Frauen an der TU Berlin, wie man ein Kopftuch bindet.

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Neue Gadgets

usb aufnahmegeräte

Ganz schön klein, und ich habe einen Grund, den Elektronikmüll aus den letzten Jahrzehnten zu entsorgen. Links ist ein aLLreLi Digital Diktiergerät – USB Speicherstick, rechts das digitales Diktiergerät von Kayowine (Links gehen zu Amazon). Die jeweiligen Anleitungen sind zwar in Deutsch, aber offenbar nur von Google übersetzt, einiges muss man sich zusammenreimen. Die Qualität beider Geräte ist hervorragend (aber ich hatte mich auch vorher umgesehen, was empfehlenswert sei), beide kosten weniger als 30 Euro.

Halbkugelige Coccinellidae

sonnenblume

Kaum gepflanzt, und schon ein erster Besucher. Jetzt geht es den Läusen und Milben an den Kragen!

Gatow nach der Revolution

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Das zweite Foto von oben zeigt die Villa Lemm in Berlin-Gatow, die nach der Revolution legal (Artikel 15 GG) in Gemeineigentum überführt werden wird.

Wonder Woman

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Merkel Tag und Nacht

bundeskanzleramtbundeskanzleramt

Von der Hallig zum Arbeiterstrand

MaienwerderMaienwerderKleine MalcheTegeler SeeLindwerderFähre SCharfenbergtegelortMaienwerder

Heute muss ich das Publikum leider wieder mit langweiligen Paddelbildern behelligen, da ich mehr als sechs Stunden auf dem Wasser war und mich die Weltläufte, ob Trump nicht doch alles richtig macht oder ob die Ukraine während der Fussballweltmeisterschaft in den Donbass einmarschiert, nicht interessierten. Das wird so lange gehen, wie ich sage: Ich habe Dinge vom Kajak aus gesehen, die meine Augen nie zuvor gesehen hatten.

Zum Beispiel Maienwerder (oberstes Bild), das ich südlich passierte und wohlgemut zur Hallig (die Kolonie heißt wirklich so!) steuerte, aber jäh erschrak, da mich ein großes Schiff (2. Foto) anhupte, wohl andeutend, ich solle aus der Fahrrinne verschwinden. Rechterhand wollte ich in die Kleine Malche einbiegen, sozusagen Hallig backstage, es wurde mir aber durch ein Schild „Laichschonbezirk“ verwehrt.

Ich paddelte also am unbewohnten Baumwerder und Reiswerder (Kein Strom! Kein Wasser!) vorbei und erreichte alsbald Lindwerder im Tegeler See (wird vermutlich bald von Polen beansprucht, da archäologische Funde auf eine slawische Besiedlung hindeuten). Da sind ein paar verwunschene Häuschen, wer wohnt denn da? Dort hat man schon einen Blick auf Tegel (4. Foto) und kann Raddampfern begegnen (5. Foto) – was für ein Quatsch! Hoffentlich spielen die da wenigstens ausschließlich Dixieland.

Wenig später musste ich warten, bis die Fähre Scharfenberg vorbei war. Das ist dort alles allerliebst langsam und fast romantisch, von Großstadt-Feeling keine Spur. Nicht weit davon gibt es einen Arbeiterstrand, das Proletariat habe ich aber nicht gesehen.

Von der Südspitze Tegelorts musste ich ein Beweisfoto schießen. Ich kann mich daran erinnern, wie ewig weit es mit dem Auto dorthin war – vor dem Fall der Mauer. Auch von Valentinswerder hatte ich noch nie wirklich etwas gehört. „Nur 26 Insulaner leben dauerhaft auf dem Eiland. Künstler und Kreative haben sich dort Traumhäuschen gebaut.“ Warum eigentlich nicht ich? Und warum ist ein großer Teil der Insel in Familienbesitz?

Übrigens: Der Trolley auf Schienen an der Schleuse Spandau ist verschwunden, und der zweite Trolley hat nur noch drei Räder – eine nette Überraschung, wenn man sein Boot über den Betonbuckel ziehen will…

Wannsee-Konferenz, ein Muster und keine Sanktionen

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Nicht ohne meine Badehose, Kamerad Gauland, wollte ich rufen, als ich ins Boot stieg, aber der war nicht da, vielleicht zu seinem Glück, denn ich hatte mein Paddel in der Hand, um es notfalls auf Hohlköpfe zu schlagen, allein, weil mir das Geräusch so gut gefällt.

Es begab sich aber zu der Zeit, als die Sonne am heissesten war, dass ein Gebot von der Vorsehung ausging, die Freizeit nützlich zu begehen. Da machte sich auch auf Burks aus Rixdorf, aus der Stadt Neukölln, in das Berliner Land zur Stadt Spandaus, die da heißt Tiefwerder, darum dass er von dem Körper und Geschlechte eines männlichen Paddlers war. Und er beschloss zu probieren, ob seine Kräfte ausreichen würden, mit dem Kajak tief nach Süden vorzustoßen, die Havel talwärts, den Grundwaldturm (1. Foto), Lindwerder und gar Schwanenwerder (2. Foto, links, und 3. Foto, Südseite) die die Villen de dort hausenden herrschenden Klasse und deren Groupies und Helfershelfer passierend, um – die Ortsgrenze nach Zehlendorf auf dem Wasserwege überschreitend – das Strandbad Wannsee (5. Foto) zu erreichen, wo ihm, da das gelungen war, alsbald ein schrecklicher Lärm entgegenschallte, vor allem Mädchengekreisch, was ihn veranlasste, quer über den Wannsee ans gegenüberliegende Ufer zu paddeln und das Haus der Wannsee-Konferenz (6. Foto) von der Seeseite aus zu betrachten, eingedenk der Tatsache, dass man, wenn man eine Badehose trägt und gleichzeitig an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert wird, unwillkürlich an einen kackbrauen Vertreter der Neunazis denkt, der ausser Fliegenschiss nicht viel in der Birne zu haben scheint, historische Kenntnisse jedoch garantiert nicht.

Laut Karte bin ich in rund fünf Stunden zehn oder sogar mehr Kilometer gepasselt und war bei Ankunft im Bootshaus am Hauptgraben total platt.

Ich könnte jetzt über den Fall der ermordeten Susanna schreiben, der gerade das Volk erregt. Boris Palmer hat auf Facebook dazu geschrieben:
Was in Mainz passiert ist, ist kein Einzelfall. Bestialische Sexualmörder dieser Art sind zwar extreme Ausnahmefälle. Keine zehn Asylbewerber von weit mehr als einer Million sind so weit gegangen. Jeder einzelne Fall ist unfassbar grausam und wühlt die Republik auf. Kandel und Freiburg sind Chiffren dafür geworden. Aber die von der Polizei veröffentliche Geschichte des Tatverdächtigen Ali B. zeigt trotzdem ein Muster auf, das leider für zig tausend Fälle zutrifft, auch wenn zum Glück die Straftaten, die daraus folgen, fast nie so grausam sind und mit dem Tod eines Mädchens enden.
Das Muster ist einfach beschrieben. Wie im Fall von Ali. B. folgt auf die Ablehnung eines Asylantrags meistens nicht die sofortige Ausreise, sondern ein langwieriges Verfahren. Das Ziel ist, den Aufenthalt so in die Länge zu ziehen, dass eine Abschiebung nicht mehr möglich ist, obwohl kein Asylanspruch besteht. Ali B. war schon fast zwei Jahre seit der Ablehnung seines Asylantrags im Land. Schlimm genug. Hinzu kommt aber, dass massive Störungen des Zusammenlebens in den Unterkünften und selbst wiederkehrende Straftaten keinen Einfluss auf das Verfahren haben und nicht zur Abschiebung führen. Dazu müsste erst eine rechtskräftige Verurteilung zu einem Jahr Freiheitsstrafe erfolgen. Das ist selten und dauert.
Ich kenne in Tübingen eine ganze Reihe solcher Fälle, wo die reine Ohnmacht des Staates ausgenutzt wird. Einer davon ist der mittlerweile Verurteilte gambische Asylbewerber, der sich an fünf Frauen vergangen hat. Bevor er gefasst wurde, randalierte er in seiner Unterkunft und drohte, einen Mitbewohner umzubringen, falls die Stadt es wagen sollte, ihm eine zweite Person in die Wohnung einzuweisen. Verfügbare Sanktionen: Null.
Die jungen Männer, um die es hier geht, wissen das alle längst. Sie kommen aus Ländern, in denen Autorität anders ausgeübt wird als nur mit dem Wort. Und unser Staat tritt ihnen hilflos und ohnmächtig entgegen. Das ist eine fatale und fahrlässige Aufforderung, ihn weiter heraus zu fordern und zu testen, was noch geht.

Ja, das sehe ich auch so. Das gilt ja auch für Falschparker und Raser. Wenn keine Sanktionen zu befürchten sind, lädt das zu Straftaten ein. Wenn mich Motorboote überfahren würden, ohne dass das geahndet würde, machten das einige bestimmt – nur aus Spaß und weil es eben geht. Oder sehe ich das falsch?

Glaube und Nichtglaube

religion in deutschland

Die islamische Gefahr ist bekanntlich wahnsinnig groß… Ich hätte mir noch Rubriken wie „Verehrer niederer Wesen“ aka Esoteriker, Horoskopiker und Veganismus-Asketismus gewünscht.

Launching Area

Opherdicke Mühlenstrasse

Wenn ich in meiner Jugend vom Haarstrang in Opherdicke nach Süden blickte, sah es fast genauso aus, nur mit einem Unterschied: Wenn man Glück (oder Pech) hatte, richteten sich plötzlich Raketen auf, die (vermutlich) in Silos geruht hatte. Zu Übungszwecken wurde die manchmal hoch- und wieder runtergefahren. Ich habe das mit meinen eigenen Augen gesehen.

Opherdicke (Ortsteil von Holzwickede bei Unna) war ein Standort von Atomraketen.
Die Nike-Feuerstellung (Launching Area) Opherdicke (51°28’51“N, 07°38’54“O) der 3. Batterie des FlaRakBtl 21 lag ca. 6 km südwestlich der Stadt Unna in Nordrhein-Westfalen. (…) In der Stellung Opherdicke waren bis 1987 atomare Flugabwehrraketen vom Typ Nike stationiert. An Atomsprengköpfen waren zwei Versionen verfügbar. Die kleinere mit der Bezeichnung B-XS hatte eine Sprengkraft von 2 Kilotonnen. Die größere B-XL besaß ursprünglich 40 KT Sprengkraft. Letztere wurden in den 1970er Jahren gegen Sprengköpfe zu 20 KT ausgetauscht. Maximal waren je Stellung zehn Nuklear-Sprengköpfe vorhanden, acht mit der Stärke XS mit 2 Kilotonnen und zwei XL mit 40/20 Kilotonnen Sprengkraft.

Virtue Signalling

„Viele neigen dazu, sich in der Öffentlichkeit durch Bekundungen bereits sozial akzeptierter Einstellungen und Tugenden in ihrer moralischen Exzellenz zu suhlen. James Bartholomew bezeichnet dieses Phänomen als „Virtue Signalling“ (übersetzt etwa: ‚verbale Gutmenschenbekundung‘). Menschen präsentieren sich demnach im besten moralischen Licht, indem sie politisch korrekt, oft aber emotional und unsachlich, durch die demonstrative Verurteilung oder Unterstützung einer Position oder Person Stellung beziehen. Das Statement dient dazu, sich vor Freunden oder in der Politik auf der „richtigen Seite“ zu positionieren.

Weil diese Bekundungen dem Mainstream entsprechen, sind sie für die Person nicht risikobehaftet und höchst bequem. Beispielsweise kann man sich einen FCK-AFD-Aufkleber auf sein Auto kleben und möchte damit verdeutlichen, ein guter und liberaler Mensch zu sein. Gegen Rassismus hat man dadurch aber sonst nichts geleistet.

Als Virtue Signalling darf wohl auch die Teilnahme an der Ice Bucket Challenge oder die Mitwirkung an der Bewegung #ichbinhier gelten.

An alle, die auf den Zug der moralischen Eigenwerbung aufspringen: Macht euch doch erst einmal eigene Gedanken! Wollt ihr nicht auch an wahre Dinge glauben? Allein dass der Konsens über das gesellschaftlich akzeptierte Sag- und Denkbare einem ständigen Wandel ausgesetzt ist, sollte stutzig machen.

Es ist klar, dass das Querdenken, die eigene Meinung, eher Gefahr läuft, von anderen nicht akzeptiert zu werden und somit negative Gefühle hervorrufen kann. Haltet es aus!

Wenn ihr nicht mutig genug seid, selbst öffentlich zu eurer Meinung zu stehen, weil sie gesellschaftlich gerade nicht im Trend liegt, so beachtet zumindest dies: Im Kollektiv propagierter Unsinn kann eine Gruppendynamik entfachen, die nicht nur Religionen hervorgebracht, sondern historisch auch schon zum sozialen Ausschluss oder Tod von Menschen geführt hat, deren Meinung und Überzeugungen vom Mainstream abwich. Unter dem Vorwand der vermeintlich wahren moralischen Gesinnung wurden schon die unmoralischsten Gräueltaten verübt.

Vordergründig sollte es in Diskussionen wieder mehr um die gemeinsame Wahrheitssuche und den Inhalt anstatt um die moralische Selbstdarstellung und somit auch den moralischen Ausschluss Andersdenkender gehen.“

(via Gott und die Welt, Facebook)

Ramschware et al

Rathaus UnnaUnna NicolaiviertelGüldener TrogUnna AltstadtUnna Oller KottenGüldener TrogNicolaiviertel"Unna AltstadtUnna Hornung

Natürlich verfolge ich die Weltläufte und denke mir was dabei. Aber man muss die interessieren Leserinnen und neugierigen Leser nicht mit allem behelligen, was im Kopfe herumschwirrt. Manches muss sich erst setzen, bevor es an die Welt gelassen werden kann.

Zur so genannten „Patriotischen Linken“: Natürlich sehe ich auch, dass die Linke(n) bestimmte Milieus nicht mehr erreicht. Das kann man deutlicher sagen: Eine Linke, die nicht primär die Lobby der Arbeiterklasse und der kleinen Leute ist, kann einpacken. In Frankreich und Italien sind die (Kommunistischen) Parteien, die das einmal taten oder zumindest den Anspruch hatte, bedeutungslos. Was sagt uns das? Weitermachen wie bisher? Die Wähler hat das Gute, Schöne und Wahre, für das wir stehen, leider noch nicht begriffen? Geht doch sterben!

Ws gibt es sonst? Zu dem ukrainischen Untoten schrieb Christian Y. Schmidt (auf Facebook): Jetzt warte ich auf den ersten, der behauptet, dass Babtschenko und der ukrainische Geheimdienstchef Marionetten Putins seien, die die ganze Geschichte nur inszeniert haben, um dem Kreml zu nützen.

And now for something completly different. Für Antiquarisches muss man nicht unbedingt online suchen und bestellen. Ich habe mir in der Buchhandlung Hornung in Unna, wo ich schon in den sechziger Jahren Bücher gekauft habe, Deutsche Buchmalerei vorgotischer Zeit und Veit Stoss in Nürnberg mitgenommen, für jeweils zwei Euro. Online und mit Versandkosten wäre es teurer gekommen.

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