Home Office Work
So. Elektrik ist fertig. Neue Steckdosen und Verteilerdosen allüberall. Ich habe mir erlaubt, alles so zu konstruieren, dass man die verschiedenen Leuchtquellen nur per App und Smartphone an- und ausstellen kann, aber natürlich ohne Cloud.
Die junge Dame, die bald bei mir einzieht, spricht zwar mehr Sprachen als ich, ist aber im künstlerischen Bereich tätig. Für sie ist das neu. Dass man der Jugend Technik beibringen und nahelegen muss, amüsiert mich. Offenbar saugen die das doch nicht per Muttermilch ein.
In den nächsten Tagen muss ich grundreinigen und streichen, neben meiner Arbeit.
Dunkel. Schnee. Stau.
Das Gefühl, morgens im Stau zu stehen, vermisse ich als Radfahrer natürlich total.
Interessant, was Autos heute so alles können, was ich aber gar nicht brauche. Der Wagen quatscht mich dumm und ungefragt von der Seite an, ich sollte vorsichtig fahren, es sei Glatteis. Als ich 1970 meinen ersten VW Käfer fuhr, redete der nicht mit mir. Das war auch gut so. Und wenn Glatteis war, merkte ich das schon (Heckmotor!).
Und wo ist das Lenkradschloss? Gibt es nicht mehr, sagte man mir. Für die Hand(!)bremse muss man einen Knopf drücken (den ich weder gesucht noch gefunden habe). Das Licht soll automatisch angehen, wenn es dunkel ist – trotzdem wurde ich in Wilmersdorf von allen möglichen Verkehrsteilnehmern angeblinkt, weil die Scheinwerfer offenbar doch auf mein persönliches Eingreifen warteten. Vielleicht hatten sie Angst, ich würde sie anbrüllen – ich weiß nicht, ob das Fahrzeug, wenn es spricht, nicht auch hört?
Ich habe meinen Führerschein übrigens auf einem Simca gemacht.
Hybrider Heimewerkerfreizeitarbeitstag
Am Wochenende habe ich jetzt immer frei, also genug Zeit um zu arbeiten… (Seufz)
Leider hatte ich auch keine Zeit zu schreiben, weil die Elektrik aus den (vermutlich) 70-er Jahren immer gut für eine Überraschung ist. Das Zimmer mit erdbebensicherem Hochbett, in das in zwei Wochen eine andere junge Dame einzieht, musste komplett renoviert werden. Die Idee, eine halb kaputte Steckdose auszuwechseln, weitete sich zu einem allgemeinen und größeren Heimwerker-Drama aus: Woran liegt es, wenn man den Stecker einer Lampe in eine Steckdose steckt, dann aber plötzlich das Deckenlicht angeht? Und dergleichen mehr. Ich habe also alles herausgerissen und neu gemacht. Jetzt muss ich auch noch die Steckdosen neu verlegen… Weil Teile fehlten, eilte ich in den Baumarkt meines Vertrauens – zum Glück habe ich einen Großhändler-Ausweis, sonst hätten die mich gar nicht reingelassen.
Damit bin ich gestern und heute fast fertig geworden. Es ging schneller, als ich endlich einen Plan hatte, was lange genug gedauert hat. Parallel dazu habe ich meine neue Fritzbox eingerichtet und alle Maschinen per LAN und WLAN ans Netz bekommen, dann das Dutzend „intelligenten“ Geräte und Steckdosen neu angeschlossen, einen Käsekuchen gebacken, Königsberger Klopse gekocht, eine Gemüsesuppe zubereitet, die ein paar Tage reichen soll, und bin mit einem Teil des Kuchens, der Klopse und der Suppe zu meiner Mutter gefahren, damit die nicht von Dosenfraß leben muss. Morgen werde ich noch die alte Fritzbox als Repeater installieren. [Done: 21.55 Uhr]
Das mit dem QR Code habe ich jetzt auch begriffen. Heute war ein erfolgreicher Tag.
Apokalypse now
South China Morning Post: „Coronavirus: global death toll could hit 5 million by March, Chinese researchers say“.
A researcher at the Institut Pasteur of Shanghai who is investigating the coronavirus but was not involved in the study, said that if 5 million people died by March, it could lead to the collapse of the global health care system.
“People die en masse when they cannot get even the most basic care in hospitals,” said the person, who asked not to be named.“
Kettenduldung
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Die Praxis, Duldungen immer wieder zu verlängern, nennt man Kettenduldung. Viele der geduldeten Personen können weder freiwillig ausreisen noch abgeschoben werden: Sie besitzen keinen Pass und/oder ihre Herkunft oder Staatsangehörigkeit ist nicht zweifelsfrei geklärt oder lässt und sich nur langwierig oder gar nicht klären.
Als Ursachen hierfür gelten die tatsächliche Unaufklärbarkeit der Identitätsdaten, ein geringes Interesse der Herkunftsstaaten an der Rückkehr und eine damit verbundene verschleppte Bearbeitung oder Prüfung von Anfragen deutscher Behörden und die fehlende Mitwirkung der betroffenen Ausländer selbst.
Zum 31. Dezember 2019 lebten 202.400 Ausländer mit einer Duldung in Deutschland – das ist so viel, wie Kassel Einwohner hat.
Nachlese: Secret Drama und dein Versprechen an die Bienen
Ich muss wieder alles, was nicht zusammengehört, in einen Beitrag pressen. Die Mäuse sind für mich eines der besten Fotos, die ich jemals gesehen habe, sogar mit philosophischem Tiefgang: Wenn man das Drama auf Erden auf Mäusegröße schrumpfte, wäre es dann noch ein Drama? Oder flame wars in „sozialen“ Medien?
Oder gar die Riots in Washington, auf einer Modelleisenbahn nachgestellt? (Ich erinnere mich daran, dass ich vor mehr als einem halben Jahrhundert auf meiner ein brennendes Finanzamt hatte, das vor allem im Dunkeln – von innen beleuchtet – sehr hübsch aussah.)
Die öffentlich-rechtlichen Anstalten Chinas CGTN meint: „The Capitol riot is a collective American failure“. Höre ich da ein wenig Schadenfreude heraus?
„Did Trump light the fuse? You bet. Did the Republicans fan that flame for their own political advancement? Of course. Did the establishment fail to see the fissures in American society and give ultra-nationalism a chance to thrive? Definitely. Did the bureaucracy become so entrenched that roads are potholed, bridges are crumbling and water become poisonous? Undeniable. Did social media wrap people in their own cocoons of comfortable opinions and become irascible to challenges? Can’t be more truthful.“ Full ack, dude.
Der Tagesspiegel gibt mir ein Rätsel auf: „Familien schickten 500 Kinder nach Berlin – sogar Babys und Säuglinge“. Wait a minute. Säuglinge?
„Die vom Landesjugendamt in diesem Jahr erfassten jungen Menschen waren vorrangig Staatsangehörige aus Afghanistan (28 Prozent),.. (…) Sogar Säuglinge und Babys ohne Eltern wurden vom Landesjugendamt in Obhut genommen: Drei Prozent der Kinder waren unter drei Jahre alt, zwei Prozent zwischen vier und fünf Jahren,…“ Wie sind die denn hierhin gekommen?
„Manche wollen unbedingt wieder zu den Eltern zurück, einige haben die ihnen auferlegte Aufgabe des Familiennachzugs erfolgreich erledigt. Manche werden angesichts von seelischen Traumata kriminell und depressiv, andere machen Abitur oder eine Ausbildung im neuen, glücklichen Leben.“
Jawohl! Definiere „glücklich“! Das ist deutscher Haltungsjournalismus vom Feinsten. Manche werden depressiv, manche nicht. Was will uns der Künstler die Autorin damit sagen? Es ist löblich, wenn man etwas bewegen will, aber bei diesem Thema was und wohin?
Und nun zu uns, Anthroposophen und Demeter! Die haben da etwas in ihrer Hauszeitschrift über eine bessere Welt. Ludger Weiss von den Salonkolumnisten schreibt:
„Aber was ist der Boden, auf dem diese Träume wachsen? Ein befremdlicher. Er besteht in der Ablehnung jeglicher moderner Technologie. Kurznachrichten sind ein „scheußlicher Weg der Kommunikation“, „Teufelszeug“. Das Internet, zumal G5 und das damit mögliche „Internet der Dinge“ gilt als Alptraumvision und erledigt sich zum Glück durch „Peak Everything„. Auch die Bekämpfungsmaßnahmen in der Corona-Pandemie werden abgelehnt.“
Ich kann den esoterischen Quatsch nicht lesen, das tue ich mir nicht an. Ich kriege davon die Krätze. „Dein Versprechen an die Bienen“, oder: „Den Willen finden und spüren.“ Das erinnert mich immer an den Titel eines Buches, das ich schreiben wollte, um schnell reich zu werden: „Frauen atmen selber“.
Kleiderständer
Endlich ein vernünftiger Kleiderständer für meine Dienstkleidung!
Engineer Modus
Das hiesige Publikum wird sicher wissen, was ich da in der Hand halte. Ich vermute aber, dass die marginalisierten Intellektuellen aus der kleinbürgerlichen Mittelklasse, die merkwürdige Abkürzungen wie „cis“, „Poc“ und „trans“ wie Adjektive benutzen und dreist Sonder- und Satzzeichen mitten in unschuldigen Wörtern platzieren, keine Ahnung haben, wofür ich dieses Gerät benutzen werde.
By the way: Das Publikum merkte ganz richtig an, dass ich viel zu tun habe. Das war aber noch nie anders. Gestern wurde mir eine recht komplizierte Alarmanlage mit gefühlt zwei Millionen Features von einem nur Englisch sprechenden Ingenieur mündlich erklärt. Ein fucking manual gibt es nicht. Ich verfasse daher jetzt eine Anleitung auf Deutsch für Kollegen, die ausländischer Sprachen nicht mächtig sind. Um zu beschreiben, wie man die Anlage scharf schaltet, habe ich schon sechs Seiten gebraucht…
An der Bobbahn
Die Fotos wurden an der Natureisbobbahn in Winterberg (Sauerland) aufgenommen, am Kahlen Asten (ca. 1957). Ich sitze da auf einem ausrangierten Bob, unten sieht man meine Eltern und meine Wenigkeit. Leider ist es mir nicht gelungen herauszufinden, was das für eine Hütte ist bzw. war. Auch auf alten Postkarten bin ich nicht fündig geworden. Meine Eltern hatten damals kein Auto. Man muss also zu Fuß vom Kahlen Asten aus dahin spazieren können. (Es könnte die Hütte links am Anfang der Bobbahn sein; sie ist aber auf der Postkarte kaum zu erkennen – außerdem fehlt der Wald ringsum.)
Schnell oder nicht schnell
Christian Y. Schmidt schreibt auf Fratzenbuch: „Vor einer Stunde Nachrichten von einem Freund, der in einem Dorf nördlich von Peking wohnt. Nachdem vor vier Tagen in Gaoliying- einer kleinen Stadt nördlich der sechsten Ringstrasse im Shunyi District – ein Corona-Infizierter identifiziert wurde, wurde heute jemand in einem der Dörfer in der näheren Umgebung des Dorfes, in dem der Freund wohnt, positiv getestet.
Daraufhin wurden sofort die Bewohner aller Dörfer der Umgebung zusammengetrommelt, und zwar mitten in der Nacht (um 22:30 Uhr), damit sie sich im Gemeinschaftszentrum des Dorfes testen lassen. Natürlich sind die PCR-Tests kostenlos. Falls einer fragt, wieso in China seit Mitte Mai keiner mehr an Corona gestorben ist: Auch wegen solcher schneller Reaktionen.“
Betriebstechnische Grenzparameter
In der VR China fahren Güterzüge jetzt mit 350 km/h.
Ich interessierte mich natürlich dafür, wie schnell das hierzulande geht bzw. ginge. Es gibt betriebstechnische Grenzparameter für Güterzüge. „Güterzüge können je nach Länge und Gewicht bis zu 120 Kilometer pro Stunde fahren. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt jedoch zwischen 90 – 110 Kilometer pro Stunde.“
Vielleicht wird es irgendwann so sein, dass die Chinesen auf Länder wie Deutschland herabblicken wie die Römer auf die Barbaren.
In dunkler Nacht allein und fern
Solidarische Grüße an alle die draußen im Lande, die die ganze Nacht wach bleiben und arbeiten müssen!
Ho Ho Ho!

Ich hoffe, das hiesige Publikum hat politisch nachhaltig eingekauft!
Masken her, prestissimo!
Berlin-Neukölln, Karl-Marx-Straße. „Die Märkte“ richten es mal wieder. In Kuba wäre das nicht passiert, und in China schon gar nicht.
Ich werde jetzt Schoko-Kaffee trinken, danach das Solfeggietto weiterüben, das ich mal auswendig konnte, sogar prestissimo, aber komplett verlernt habe, und dann werde ich etwas bloggen.
Verflixte Technik, revisited
Gestern bestätigte sich wieder einmal mein Urteil, dass es besser sei, alle Tutorials zu allen Themen am besten selbst zu schreiben.
Apropos Piano. Das Internet sagte mir, ich könne es per App steuern und damit auch viele schöne Dinge tun. Hört sich gut an, etwa wie: E-Mails zu verschlüsseln ist ganz einfach. Die Gesetze des Universums verlangen daher zunächst nach einem USB-Anschluss. Unter das Klavier kriechend, die Wirbelsäule krümmend, fand ich einen solchen (vgl. Foto), in den nach langem Suchen auch eines meiner zwei Fantastillionen USB-Kabel passte (das wird nicht mitgeliefert).
Was ist das für ein bescheuerter Anschluss? Das andere Ende ist „normal“. Aber wie kriege ich das in ein Gerät, vor allem welches? Für mein Galaxy S8 brauchte ich noch einen Adapter, der zwei UBS-Kabel miteinander verbindet. Klick. Gekauft. Mal sehen, ob der in diesem Jahr noch kommt.
In allen netten und gut gemeinten Videos wird einem erklärt: „Die App kann dann also mit jedem Handy oder Tablet verwendet werden.“ Gelogen! Mein Tablet sagt: Die Smart Pianist App sei mit meiner Android-Version nicht kompatibel. Upgraden auf eine andere geht mit dem Teil auch nicht. Also wieder zurück in die dunkle Schublade damit. Kann man irgendwo lesen, ab welcher Android-Version die App funktioniert? Nein. Das würde den Endverbraucher vermutlich verunsichern.
Das wird noch kompliziert werden. „Um die App zu koppeln muss Bluetooth am Klavier aktiv sein, jedoch nicht der Pairing Modus.“ Hurra! Gut zu wissen!
Übrigens and now for something completely different. Erst gestern, während eines Online-Seminars, fiel mir auf, dass Thunderbird bzw, Enigmail für Linux keine Dateien verschlüsseln kann, sondern nur die Texte von E-Mails. Weist da irgendjemand darauf hin? Nein. In finsteren Nerd-Ecken murmelt jemand etwas von Batch-Skripten. Schon klar. Das mach ich mit links, jeden Tag. (Man muss also Kleopatra nutzen, wie auch bei Windows.)
Zwischendurch erste Sätze von „Anleitungen“, die man gerne weiterliest: „Unter Linux funktioniert Enigmail nur korrekt, wenn die Anwendung (SeaMonkey / Thunderbird) und Enigmail mit der gleichen Compiler-Version erstellt wurden.“
Jaja, ich bin noch ganz entspannt.
Im Tastatur- und Keulenbusiness
Ich habe gerade so viel zu tun, dass ich nur kurz zwischendurch zur Feder greifen in die Tasten hämmern (oder sagt man „auf“?) kann. Apropos Tastatur: Ins Bett um 6.30 Uhr, nach der Nachtschicht, um 11.30 Uhr klingelt das Handy direkt neben meinem Ohr: „Ich bringe Ihr Klavier und stehe unten vor der Tür!“ – „Ich bin in fünf Minuten unten, gähn, seufz…“.
Das Paket hätte ich allein nie nach oben bekommen, aber ich sagte dem netten Anlieferer, dass ich zufällig noch einen größeren Schein übrig hätte habe, und ob er sich vorstellen könne, obwohl er nicht müsse usw.. Er konnte und wuchtete den Brocken fast allein die Stufen hoch. Jetzt hat er den halben Tagesverdienst eines Amazon-Lagerarbeiters zusätzlich in der Tasche, und das ist auch gut so (der Kapitalist Jeff Bezos, dem Amazon gehört, verdient 4,4 Millionen Dollar pro Stunde). Vielleicht waren nicht alle seine Kunden, denen er mit dem riesigen LKW der Spedition etwas lieferte, höflich und dankbar; er schien höchst entzückt und bestand darauf, die rund 40 Kilo auch noch in meine Wohnung zu schleppen.
Vor Sonntag komme ich, wenn überhaupt, nicht dazu, das Teil zusammenzusetzen. Auch der Klavierhocker muss noch zurechtgedröselt werden. Ein kurzer Blick auf die beiden fucking manuals reichte, um bei mir den Eindruck zu hinterlassen: Das machst du erst, wenn du guter Laune bist, mental ganz entspannt und ein paar Stunden in Reserve hast.
Was hatten wir noch? Ich empfehle einen höchst lesenswerten Artikel von Eva Menasse auf Zeit online „Blondes Gift?“ Natürlich geht es wieder um Lisa Eckart, zu der bekanntlich schon alles gesagt wurde, hier aber um ihre Kritiker und um die Frage „Was ist eigentlich Kabarett, wie funktioniert es, und warum findet sich diese Kunstform eher selten auf ökumenischen Kirchentagen?“ Jeder Absatz ist auch ein sprachliches Kunstwerk und amüsant. Meine Lieblingsstelle:
Lisa Eckhart mit ihren kriegerischen Fingernägeln und Absätzen zieht den Hass, wie früher Biller, mit voller Absicht auf sich. Humortechnisch funktioniert das ähnlich wie damals, als Christoph Schlingensief gleich neben der Wiener Staatsoper die Fernsehshow Big Brother mit Asylbewerbern nachstellen ließ, die man per Abstimmung abschieben lassen konnte – Übertreibung bis weit über alle Schmerzgrenzen hinaus. Sehr viele fanden das gar nicht lustig, vielleicht war es das auch nicht. Vielleicht ruft bald Schlingensief aus dem Jenseits bei Maxim Biller an und erklärt es noch mal.
Mit ihrer blasierten Brillanz und der Eiseskälte ihrer Kunstfigur, deren Schutz sie öffentlich nie verlässt, ist Lisa Eckhart wahrlich die Göttinseibeiuns all der altbekannten Toreros, die ihr eigenes Denken öffentlich als „wild und klar“ rühmen müssen.
Man kann sich vorstellen, was passierte, wenn Gerhard Polt Mai Ling im Jahr 2020 veröffentlicht hätte. Er würde vermutlich öffentlich geächtet und geshitstormt, und in den Anstalten traute man sich schon gar nicht, das dem Volk zuzumuten. Wie auch bei Eckart: Man knirscht manchmal mit den Zähnen und weiß nicht, ob man jetzt lachen sollte oder nicht. Es muss richtig weh tun, sonst ist es keine gute Satire. Fast alle deutschen Komödianten bedienen nur den Humor der eigenen Zielgruppe (das gilt sowohl für Pispers als auch den unsäglichen Nuhr), aber Eckart teilt gezielt nach allen Seiten aus. I love it.
Noch mehr gute Nachrichten, leider nur für Franzosen: „Die Franzosen dürfen den Jahreswechsel nicht im Freien feiern: Die Regierung verhängte für die Silvesternacht eine Ausgangssperre zwischen 20 Uhr und 7 Uhr morgens.“ Großartig und richtig! Hier wird alles vermasselt werden, auch das.
Übrigens: Der Tagesspiegel berichtet über eine Razzia. Interessant ist dabei: „Die Zahlen des aktuellen BKA-Lagebildes „Organisierte Kriminalität“ zeigen, dass deutsch-arabische Großfamilien 2019 gerade 7,8 Prozent der OK-Ermittlungsverfahren ausmachten. In Berlin jedoch, das teilten die hiesigen Behörden 2018 mit, betrafen mehr als 20 Prozent, nämlich 14 von 68 OK-Verfahren, deutsch-arabische Familien.“
Das müsste mal wissenschaftlich interpretiert werden – aber nicht von grünen Religioten, Diversity-Theologinnen oder den Freunden der Hijabisierung im gefühlslinken Milieu.
PS Ich habe Korrektur gelesen.
Male Female Adapter [Update: Solved]
Neu in meiner Werkstatt: ein berührungsloser Spannungsprüfer bzw. Phasenprüfer. Ich höre nicht auf zu hoffen, dass ich irgendwann Zeit finde, die Schalter meiner Flurbeleuchtung smart und neu zu machen. Die sehen so aus, als hätten sie noch die Weimarer Republik erlebt. Dazu muss ich aber auf den flurgroßen Hängeboden klettern und oben kriechen, obwohl das Setting mein Gewicht nicht aushält, und die dort im Freistil verlaufenden Kabel neu ordnen. Mir graut es schon vor dem Gedanken.
And now for something completely different. Ich könnte die Hilfe eines hier mitlesenden Monitortechnikers gebrauchen. Ich habe hier irgendwie mehrere Dutzend Kabel der allermöglichsten Sorte vorrätig. Neulich kam ich beim Verfassen der Tutorials für Windows auf die Idee, meinen kleinen Windows-Laptop einfach schnell an meinen großen Monitor anzuschließen, um besser sehen zu können. Aber potz Blitz! Das Laptop hat eine merkwürdige Buchse für das Kabel (vgl. Foto unten)! Hatte ich nie zuvor gesehen. Ich muss wissen, wie das bzw. der Anschluss heißt, sonst kann ich kein Kabel dafür kaufen. Das andere Ende sollte normal sein.
An meiner letzten Uni, an der ich einen Lehrauftrag hatte, besaßen sie so einen High-End-Beamer, dessen Kabel auch nicht in mein großes Linux-Laptop passte. Ich hatte damals extra einen HDMI Female to VGA Male Adapter gekauft.
Ich habe nie verstanden, was an einem Adapter weiblich oder männlich ist, aber man ist heutzutage schon froh, wenn ein technisches Gerät nicht „cis“ oder „trans“ ist und man dann gar nicht mehr weiß, was wie herum wo hineingesteckt werden muss.
[Update]

Dieses Teil Rankie HDMI auf VGA Adapter, Vergoldet 1080P HDTV Konverter mit Audio und Micro-USB-Ladekabel hat das Problem gelöst. Mein großer Monitor hat mehrere Anschlüsse, und der einfache VGA-Anschluss war noch frei.
Привет, товарищ!

Nicht süß
Vielleicht sollte ich ein Mädchen werden. Hat aber nicht funktioniert. Süß bin ich auch nicht mehr. (1953)
Heringsfürze und anderes
– Neu ist die Erkenntnis nicht: Heringe kommunizieren durch Fürze. Das muss irgendwie dem Geräusch ähneln, das U-Boote machen. So denken offenbar die Schweden.
– Benutzt hier jemand Telegram? „Trotz des hippen Images ist der angeblich sichere Messenger Telegram in Bezug auf Privatsphäre eine Katastrophe.“ Ach.
– Es gibt einen neuen Impfstoff gegen COVID-19. Der ist besser und billiger und wird deshalb vermutlich nicht benutzt werden.
– Aus der Rubrik: Die „freie Marktwirtschaft“ – auch bekannt als Kapitalismus – macht uns alle reich und glücklich: In Guatemala brennt das Kongressgebäude.
Der Tagesspiegel schreibt: „Das guatemaltekische Parlament, das von Giammatteis Partei und deren Verbündeten dominiert wird, hatte diese Woche das Milliardenbudget verabschiedet. Es bürdet dem Land hohe Schulden auf. Außerdem fließt das meiste Geld in von Privatunternehmen verwaltete Infrastruktur und nicht in die Bekämpfung der in Guatemala weit verbreiteten Armut. 59,3 Prozent der 17 Millionen Einwohner Guatemalas leben in Armut, rund die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.“
– Die Giordano-Bruno-Stiftung fordert nicht zum ersten Mal, den Blasphemie-Paragrafen abzuschaffen. Das werden die Grünen aber nicht mitmachen.




































