Robinia pseudoacacia, invasive Neophyten und selbstkletternde Jungfern
Bei Pflanzen bin ich ungewöhnlich tolerant: Wenn sie mir gefallen, dürfen sie wachsen, auch wenn sie sich – ohne Durchführungsgenehmigung meinerseits – auf meinen Balkon geschlichen haben bzw. dorthin geflogen sind.
Oder transportieren Ameisen Pflanzensamen, willentlich oder unbewusst? Oder ist etwa die Nafri Robinie (Robinia pseudoacacia) aka Scheinakazie – aus Nordafrika stammend – schuld, die unten wachsend, ihre Zweige illegal auf meine Balkon reckt, damit alles mögliche Getier jetzt hier heraufkrabbeln kann?
Die beiden sehr hohen, schlanken Pflanzen sind höchstwahrscheinlich Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis), auch Kanadischer Katzenschweif genannt. Es ist ein häufiges Wildkraut, das sich durch unzählige flugfähige Samen stark verbreitet. [Die Pflanzen – ein invasiver Neophyt – sehen großartig aus und dürfen bleiben. Wenn sie sich nicht benehmen oder zarte deutsche Pflanzen umbringen, greife ich zur Sense.]
Rechts im Kasten erkenne ich [ChatGPT] außerdem vermutlich:
[Vermutlich? Entweder erkennst du etwas oder nicht oder stellst du dein Erkennen an sich in Frage, womöglich mit dem Konditionalis irrealis?]
►einen Buchsbaum oder einen ähnlichen immergrünen Kleinstrauch,
►oben rechts möglicherweise Wilden Wein, [nicht „möglicherweise“, sondern ganz bestimmt]
►unten einige weitere Wildkräuter, die auf diesem Foto nicht sicher bestimmbar sind.
Auf dem Foto erkenne ich wahrscheinlich folgende Pflanzen:
►In der Mitte, sehr hoch mit hellvioletten Blüten: ein geschossenes Radieschen bzw. Gartenrettich (Raphanus sativus). Die vierzähligen Blüten und langen Samenschoten sind typisch. Es wurde offenbar nicht geerntet und blüht jetzt. [Keine Ahnung, wie der auf meinen Balkon kommt.]
►Am Geländer mit fünfteiligen Blättern: Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia). [„Selbstkletternde Jungfernrebe“ finde ich viel schöner.]
►Links: vermutlich Buchsbaum (Buxus sempervirens). [Ja]
►Rechts: ein kleiner Wacholder oder eine Scheinzypresse; aus dieser Entfernung nicht sicher zu unterscheiden.
►Unten links: verschiedenfarbige Chrysanthemen.
►Kleine gelbe Blüte rechts: wahrscheinlich ein Hornveilchen.
►Rechts und am Geländer rankend: außerdem vermutlich eine Winde.
►Im Kasten wachsen zusätzlich mehrere spontane Wildkräuter, möglicherweise Vogelmiere [aka Morsus gallinae („Hühnerbiss“)] , Gräser und junge Kreuzblütler.
Die auffälligste Pflanze ist eindeutig der blühende Rettich. Seine jungen Samenschoten sind übrigens essbar und schmecken leicht scharf.
Auf diesem Foto erkenne ich: [Aha! Jetzt also nicht mehr „wahrscheinlich“?]
►Lavendel – oben in der Mitte und nochmals unten rechts im Topf.
►Wilden Wein (Parthenocissus quinquefolia) – an den fünfteiligen Blättern und den dicken, verholzten Ranken gut erkennbar. Einige Blätter färben sich bereits rot.
►Weiße Hornveilchen oder Stiefmütterchen – im rechten Balkonkasten.
►Buchsbaum – wahrscheinlich der immergrüne Strauch hinten links.
►Eine Hibiskus-Art, vermutlich Garteneibisch – die größere Pflanze links mit den teilweise dreilappigen, gezähnten Blättern.
►Eine Polsterpflanze unten links – möglicherweise Gundermann oder eine kleine Glockenblumenart; ohne Nahaufnahme nicht sicher.
►Eine rosa blühende Balkonpflanze im Hängetopf – vermutlich eine Margeriten-/Kapkörbchen-Verwandte, die Blätter sehen allerdings etwas geschädigt aus. [Ja, aber ich weiß nicht, warum…]
►Außerdem wachsen in den Kästen verschiedene kleine Wildkräuter und Sämlinge.
Am sichersten zu erkennen sind Lavendel, Wilder Wein und die weißen Veilchen. Der Wilde Wein nimmt bereits ziemlich viel Raum ein und könnte zurückgeschnitten werden.
Ich denke gar nicht darin. Die können sich alle um Wasser, Pflanzendünger und Licht prügeln…
Kommentare
One Kommentar zu “Robinia pseudoacacia, invasive Neophyten und selbstkletternde Jungfern”
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Ich würde Hanf pflanzen. Dann kann man sich etwas von der Schichtarbeit sparen.