Unter Verhandelnden
Nach dem Frühstück, das nach einer Nachtschicht gegen Mittag ist, schaut man kurz durch die Qualitätsmedien. Allüberall nur Propaganda, mit wenigen Ausnahmen. Vermutlich glauben diejenigen, die Endsiegparolen über Russland verbreiten, selbst daran, sonst müsste man annehmen, sie hielten die Rezipienten des breit getretenen Quarks für total verblödet.
Ihr hattet eure Chancen, Leute“, sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. „Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan“, führte er aus.
Und damit hat er natürlich recht. Mit feministischer Außenpolitik kommt man keinen Millimeter weit. Es wird sich aber kein deutscher Journalist trauen zu sagen, dass Lawrow hier einen Punkt hat. Warum eigentlich nicht? Selbst verschuldete Unmündigkeit? Betreutes Denken im Schießschartenmodus?
Die bürgerliche Presse bietet zwar einigermaßen realistische Frontberichte, aber man hört, wie die Korrespondenten mit den Zähnen knirschen. Ja, die Russen laufen in Prokrowsk ungehindert herum, aber es ist ja nur ein „Halbkessel“. Stalingrad war übrigens ein Ganzkessel.
Etwas erholsamer ist wie gewohnt Oberst Markus Reisner, der Offiziere des weltweit gefürchteten österreichischen Bundesheeres ausbildet.
Trump muss man zudem zugestehen, dass er in dieser Frage immer ehrlich war: Er will aus diesem Krieg raus. Es ist aus seiner Sicht völlig sinnlos, dass da Hunderttausende sterben. Und deshalb übt er Druck auf beide Kriegsparteien aus, auch wenn das der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern nicht gefällt.
Den herrschenden Klassen der westeuropäischen Staaten gefällt es also, „dass da Hunderttausende sterben“. Auch das kennen wir schon aus Verdun und der Panzerschlacht bei Kursk (nein, die im 2. Weltkrieg). „Aus seiner Sicht“ ist es völlig sinnlos? Und aus eurer Sicht nicht? Diese suggestiven Formulierungen könnt ihr euch sonstwohin stecken.
Einschub und Frage an das Publikum: Wenn ich solche Beiträge auf TikTok mit bewegten Bildern verbreitete, muüsste ich dann jedes zweite Wort erklären? Ist das nicht viel zu mühsam? 2. Weltkrieg? Endete der nicht mit dem Westfälischen Frieden? Was sind diese „herrschenden Klassen“? Ist das etwas mit Berufsausbildung?
Russland rückt an allen Frontabschnitten langsam, aber stetig vor. Den Ukrainern mangelt es an der Front an Soldaten. Die strategischen Luftangriffe der Russen verursachen eine Energiekrise, die sich im Winter verstärken wird. Hinzukommt eine Korruptionsaffäre um den Präsidenten, die die Situation auch nicht leichter macht. Und jetzt droht das Land mit den USA auch noch seinen wichtigsten Verbündeten zu verlieren, wie es Präsident Selenskyj selbst gesagt hat.
Ach? Russland rückt vor? Hätte uns nur jemand gewarnt! Wollte man nicht jüngst noch die Krim zurückerobern? Die Ukrainer wollten es so, wenn man deutschen Medien glaubt. Und Söder ist ein Bückling Kiews.
Übrigens behauptet die russische Propaganda (automatisch voll gelogen): Der US-Sender ABC News meldet am Dienstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Beamten der US-Regierung, dass Kiew die Bedingungen des von der Trump-Administration erarbeiteten Friedensvorschlags für die Ukraine „größtenteils“ angenommen habe.
Im Original: ABC News has learned that the 28-point peace plan presented by the U.S. to Ukraine in Geneva has been revised to a 19-point peace plan that no longer includes a point on the issue of amnesty regarding acts committed during the war, as well as limits on the future size of Ukraine’s military.
Die Russen werden den ablehnen. Allerdings ist die Trumpsche Taktik, strittige Fragen einfach auszuklammern, ziemlich clever, um das Ergebnis als „Erfolg“ zu verkaufen. Das hat aber schon bei der Hamas und in Gaza nicht funktioniert.
Gesperrt

Nur weil das Publikum nachfragte. Auf Fratzenbuch hatte ich im September 5.000 „Freunde“ – die maximale Anzahl für nicht-prominente Personen – und – laut meinem Dashboard „für professionelle Nutzer“ – rund 7.000 Follower. Letzteres konnte nur ich sehen.
Natürlich hätte ich auf lange Sicht gegen Meta/Facebook vor Gericht gewonnen, obwohl die von mir beauftragte Kanzlei das anders sah.
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden [Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20], dass die Geschäftsbedingungen von Facebook vom 19. April 2018 zur Löschung von Nutzerbeiträgen und Kontensperrung bei Verstößen gegen die in den Bedingungen festgelegten Kommunikationsstandards unwirksam sind. Dies gilt jedenfalls, weil sich die beklagte Anbieterin nicht gleichzeitig dazu verpflichtet, den Nutzer über die Entfernung seines Beitrags zumindest nachträglich und über eine beabsichtigte Sperrung seines Nutzerkontos vorab zu informieren, ihm den Grund dafür mitzuteilen und eine Möglichkeit zur Gegenäußerung mit anschließender Neubescheidung einzuräumen. Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.
Um das durchzuziehen, hätte es mehrerer Jahre bedurft und einer Rechtsschutzversicherung, die ohne zu Zucken die Kosten trägt – bis hin zur letzten Instanz. Dessen war ich mir aber nicht sicher. Beim Deutschen Journalistenverband (Berlin) hatte ich schon zu Beginn inoffiziell gefragt, aber die schüttelten den Kopf, und man weiß auch nicht, ob die überhaupt noch so viel Geld gehabt hätten. Und die Eier sowieso nicht.

Wie meine Kanzlei schrieb, müsste man als Journalist in Irland klagen, weil deutsche Gerichte sich in den ersten Instanzen eventuell nicht für zuständig erklärt hätten. Auch dieses Argument meiner Kanzlei halte ich für Humbug, weil es auch um grundsätzliche Meinungsfreiheit geht (vgl. den Grund der Sperrung), und die macht an Landesgrenzen nicht halt. Meta kann nicht selbst festlegen, was wo gilt – deren Geschäftsbedingungen sind – wie oben – schlicht ungültig.
Aber um dagegen anzugehen, benötigt man aber einen Anwalt, den man nicht zum Jagen tragen muss. Ich hätte gleich zu Beginn der Auseinandersetzung die maximale Konfrontation mit dem Konzern gesucht und eine Sekunde nach dem Verstreichen irgendeiner Frist die Kavallerie gerufen und nicht, wie „meine“ Kanzlei, es erst „im Guten“ versucht nach dem Motto: „Das haben wir aber bisher so gemacht“. Ich hatte gleich geahnt, das daraus nichts werden würde. Facebook versteht juristisch nur dieselbe Sprache wie die Hamas.
Es war schon schwierig genug, überhaupt eine Kanzlei zu finden, die sich traut, gegen Meta / Facbeook vorzugehen. Bei Steinhöfel hatte man angeblich „keine Kapazitäten“ frei, wohl aber schon bei einem anderen Klienten ein paar Tage später, dessen Fall schon durch Funk und Fernsehen gejagt worden war. „Keine Kapazitäten“ heißt für mich: Durch dich kommen wir nicht in die Medien.
Leute, es tut mir leid, ihr könnt mich gern für einen Querulanten halten, aber auf mir kann man weder herumtrampeln noch mich herumschubsen. Ein Kollege sagt mal über mich, ich sei der einzige Mensch, der keine Kompromisse eingehe. Das ist so nicht richtig, aber ich verstehe, was er meinte.
Wenden wir uns vernünftigen und interessanteren Themen zu. Aber erst morgen oder übermorgen, da ich gerade von der Tagschicht komme und morgen gleich in den Nachtschichtrhythmus wechseln muss.

Ihr, die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren

Wegen dieses Screenshots (vgl. 27.08.25) aus der New York Times wurde mein Facebook-Konto gesperrt. Ich hatte ironisch kommentiert: „Führerschaft. Man weiß wie das ausgeht. Deutschland über alles.“
Die Anwaltskanzlei, die ich beauftragt hatte, eine Klage gegen Meta / Facebook vorzubereiten, weil mein Account seit September gesperrt wurde, schreibt mir:
Eine einstweilige Verfügung ist in Ihrem Fall nicht mehr möglich. Es gibt eine sehr strenge Frist für ein solches gerichtliches Eilverfahren. Dies beträgt 4 Wochen ab dem Zeitpunkt der ersten Kenntnisnahme der Sperrung. Die Frist ist somit vor rund einem Monat abgelaufen. Ihnen bleibt daher noch ein „normales“ Klageverfahren (normal heißt in diesem Fall, dass die Sache in einem für deutsche Gerichte durchschnittlichem Zeitrahmen entschieden wird. Dabei kann es sich um Monate bis Jahre handeln).
Unser Aufforderungsschreiben gilt als Abmahnung, sodass kein weiteres gesondertes Abmahnschreiben erforderlich wäre. Allerdings halte ich die Erfolgsaussichten für ein klageweises Vorgehen nur für bedingt
erfolgsversprechend und eher risikobehaftet.. Dies hat die folgenden Gründe:
Zum einen gibt es eine neuere Rechtsprechung, die den Anwendungsbereich für gewerbliche Account sehr weit fasst. Ihr Account könnte nach dieser Definition bereits darunter fallen, da Sie Ihre journalistischen Tätigkeiten über den Account verbreiten. Wird Ihr Account als gewerblicher Account verstanden, kann Meta sich auf seine eigenen AGB berufen, in denen vorgesehen ist, dass Klagen von Gewerbetreibenden die deutsche Zuständigkeit fehlt und eine Klage nur in Irland möglich ist. Ihre Klage würde dann bereits wegen der fehlenden Zuständigkeit eines deutschen Gerichts abgewiesen.
Nimmt man dieses Risiko in Kauf besteht das weitere Risiko, dass Meta sich darauf berufen kann, dass die Plattform alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um Ihren Account wiederherzustellen und Sie nachweisen müssen, dass der Fehler nicht bei Ihnen lag/liegt, sondern ein technischer Fehler von Meta
vorliegt. Da wir keinen Einblick in Metas Prozesse haben, wird meiner Einschätzung nach das schwierig werden.
Ich habe mich daher entschlossen, keinen Cent für diesen Quatsch mehr auszugeben und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Auf Facebook hat mich ohnehin niemand von den mehr als 7.000 Followern vermisst. Es gibt noch andere „soziale Medien“.

Das Ministerium für Wahrheit informiert über: Embedded sprechen
Die Qualitätsboulevardmedien berichten: „So sollen Reporter von ARD und ZDF über Migration reden“.
Öffentlich-rechtliche Journalisten werden dort in politisch korrektem Sprechen und Schreiben trainiert – finanziert durch Steuergeld. (…) So heißt es in einem Kurs etwa, dass Alternativen für das Wort „Flüchtling“ verwendet werden sollten. Etwa das Wort „Geflüchteter“. Die Endung „-ling“ wirke „verkleinernd“. (…) Der Mediendienst empfiehlt zudem, das Wort „Migrationshintergrund“ nur dann zu verwenden, wenn damit Statistiken beschrieben werden. Geht es darum, Personen mit Migrationshintergrund zu benennen, solle die Alternative „Eingewanderte und ihre Nachkommen“ verwendet werden. (…)
Geleitet wurde der Mediendienst bis 2016 von der heutigen Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Ferda Ataman (45, wurde 2022 von der Ampel-Koalition ins Amt gewählt). Ataman engagierte sich auch beim Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“.
Schon klar.
Altersnachweis für P0rn
Satz des Tages bei Heise: „Aylo [Betreiberin der in Großbritannien reichweitenstärksten Pornoplattform Pornhub] fordert deshalb, die Altersüberprüfung nicht auf einzelnen Websites vorzunehmen, sondern auf Geräte- oder Betriebssystemebene zu verankern. Der Pornoseitenbetreiber zeigt sich zuversichtlich, dass Nutzer eher bereit sind, ihre Daten mit Apple, Google und Microsoft zu teilen, um ihr Alter nachzuweisen, als mit Pornoseiten.“
Das möchte ich sehen. P0rnfilter als Teil von Betriebssystemen? Wer veräppelt hier wen?
„Hessen gegen Hetze“ – diese Denunziationsbude gehört geschlossen“
Deniz Yücel hinter der Paywall der bürgerlichen Presse: „Das Verfahren gegen Bolz verdeutlicht, warum in den vergangenen Jahren die in der BKA-Statistik als „Politisch motivierte Kriminalität“ erfassten Äußerungsdelikte enorm gestiegen sind. Allein die Verfahren (nicht: die rechtskräftigen Verurteilungen) nach §86a StGB sowie nach §86 StGB (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen) haben sich von zusammen 5704 Fällen im Jahr 2015 auf 20.074 Fälle im Jahr 2024 vervierfacht.
Diese Zahlen zeigen aber nicht (oder nicht nur), dass an jeder Ecke, wie ständig moniert wird, „Hass und Hetze“ lauern würden. Vielmehr belegen Verfahren wie das gegen Bolz, dass Ermittlungsbehörden und Justiz nicht nur gegen tatsächlich und eindeutig strafbare Inhalte vorgehen, sondern immer häufiger dazu neigen, das Strafprozessrecht als Mittel zur politischen Maßregelung und Einschüchterung einzusetzen – ohne Rücksicht auf die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Und kühn der Gefahr trotzend, dass man sie für Deppen hält, die nicht imstande sind, jahrtausendealte Kulturtechniken wie Satire, Ironie und Polemik zu erkennen.“
Klauen ist ein Beitrag zur demokratischen Kultur
– T-online (u.a. auch Alexander Wallasch): „Edle Optik – aber vielfach nur Abladeplätze von Pressemitteilungen, Facebook-Posts, Videotranskripten und Redetexten? Das Portal „The European“ des heutigen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer ist seit Tagen in der Diskussion, weil es zum großen Teil aus zusammenkopierten Inhalten besteht und die Urheber der Texte nichts ahnend dort zu „Autoren“ wurden. Die langjährige Praxis setzt Weimer jetzt unter Druck.“
– Tichys Einblick (Schwefelgeruch!): „Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat mit seinem Medium „The European“ selbst vielfach fremdes Eigentum ohne Zustimmung von Autoren genutzt. Plagiatsjäger Stefan Weber fordert nun Schadenersatz und Unterlassungserklärung.“
– The European: „Veröffentlichung von Politiker-Äußerungen ist „ein guter Beitrag für die demokratische Kultur“.
So etwas ist vermutlich vor allem ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
Schiffe versenken! [Update]

Taz, das ist einfach nur noch ekelhaft und zum Fremdschämen. Es handelt sich nicht um eine „Hilfsflotte“, und das Antisemitenpack provoziert Israel, nicht umgekehrt. Die können doch froh sein, dass sie nicht versenkt werden oder gar nach Gaza in die Stahlgewitter geschickt werden.
[Update] Die Qualitätsboulevardmedien stellen es richtig dar: „Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, die Marine habe die Flottille aufgefordert, ihren Kurs zu ändern. Ihre Hilfslieferungen könnten sie in Häfen außerhalb des Gazastreifens an Land bringen, sie würden in das palästinensische Küstengebiet weitertransportiert. Allerdings: „Die Flottille hat (das Angebot) abgelehnt, weil sie nicht an Hilfeleistung interessiert ist, sondern an Provokation“, hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums weiter.“
Unter Eingeschüchterten

Screenshot: Ausschuss für Kultur und Medien: 46. Ausschusssitzung, Landtag NRW
Die bürgerliche Presse berichtet: „Einschüchterungsversuche im ÖRR? „Ja, die gibt‘s“, sagt der ZDF-Reporter“.
Die Sitzung, um die es geht, ist komplett online, aber mehr als vier Stunden lang.
„Mit drastischen Beispielen hat der ZDF-Investigativjournalist Andreas Halbach („Frontal“) bei einer Anhörung im Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags am Donnerstag die Entscheidungsprozesse im ÖRR geschildert. Unter anderem sprach Halbach von der „Gefahr eines Themenfilters“, der „die journalistische Agenda“ steuern könnte. (…)
Es gebe nicht nur fehlende Kontrolle in den Sendern selbst, sondern auch geringe Möglichkeiten, intern Kritik zu äußern. Und wenn intern Kritik geäußert werde, bedeutete das für denjenigen eventuell Nachteile. So antwortete Halbach auf die Frage, ob es bereits zu Einschüchterungsversuchen gekommen sei: „Ja, die gibt’s.“ Er habe Fälle recherchiert, in denen Mitarbeiter nach Kritik fristlos gekündigt oder versetzt worden seien, so Halbach in der Sitzung.“
Für mich ist es auch ein Skandal, dass die Journalistenverbände nicht den Mumm haben, sich des Themas anzunehmen. Die kümmern sich lieber, wie gewohnt, um die Reparatur des Kapitalismus, was niemandem weh tut.
An anderer Stelle heisst es: „Der Deutsche Journalisten-Verband veröffentlicht eine „grüne Ausgabe“ seines Magazins und präsentiert darin kritiklos die Dogmen der linken Klimabewegung. Das verrät viel über die deutschen Medien.“
Mit „links“ haben die Themen zwar nichts zu tun, aber mit bräsiger Schwarmdummheit sowie Opportunismus, weltanschaulichem Schießschartenmodus und kleinbürgerlichem Klassenstandpunkt und damit, dass der DJV strukturell unfähig zu sein scheint, sich selbst zu reformieren. (Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied – ich weiß, wovon ich rede.)
„Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ (Georg Christoph Lichtenberg)
Lebe wild und gefährlich

Wie das Publikum ganz richtig anmerkte, ist es heutzutage in Deutschland riskant und auch gefährlich, Politisches zu bloggen. Das sehen die öffentlich-rechtlichen Anstaltsinsassen natürlich anders, weil sie in ihrer eigenen Blase leben. Die so genannten sozialen Medien agieren ähnlich; vermutlich noch in dieser Woche werden ich gegen meine Kontosperrung bei Facebook juristisch vorgehen. Die haben alle Fristen, die ich ihnen gesetzt habe, kommentarlos verstreichen lassen. Ich werde auf jeden Fall gewinnen. Die Frage ist nur zu welchem (finanziellen) Preis.
Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat sich jetzt positioniert und für die eingebettet Denkenden entschieden: „Charlie Kirks Standpunkte zum »Großen Austausch«, zum angeblichen Wahlbetrug 2020, zum »Kulturmarxismus« erfüllen Kernkriterien für die Einordnung als rechtsextrem. In Deutschland wären vor allem seine rassistischen Äußerungen und die fortwährende Delegitimierung demokratischer Institutionen und Prozesse womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz gewesen.“
Ob etwas oder jemand „ein Fall“ für den Inlandsgeheimdienst ist, ist völlig irrelevant, nur nicht für deutsche Journalisten. Dazu habe ich seit mehr als dreißig Jahren genug Artikel verfasst, zum Beispiel 1997: „Alles Wirkliche sei vernünftig, meinte der deutsche Philosoph Hegel im letzten Jahrhundert. Damals gab es den Verfassungsschutz noch nicht, eine wirklich überflüssige Behörde mit gefährlichen Wirkungen auf Journalisten und Politiker. Die Medien werden auf den VS ungern verzichten wollen: Wen sollte man sonst zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus interviewen? Die Journalisten sich gegenseitig? Und von wem sonst sollten sich die Politiker Meinungen zuarbeiten lassen?“
Natürlich ziehen auch die Pfaffen mit. (Darf man das sagen oder ist das eine strafbewehrte Delegitimierung der Verehrung höherer Wesen?)
Es gibt einen weiteren interessanten Fall, vom den ich heute zum ersten Mal von der automatisch voll gelogenen russischen Propaganda hörte – das Neue Deutschland berichtete: „Wie ein linker Journalist auf der EU-Sanktionsliste landete“. Und die Nachdenkseiten:
„…hatte der Rat der Europäischen Union (auch EU-Ministerrat genannt) ab dem 20. Mai 2025, nach aktuellem Wissensstand auf Initiative der Bundesregierung, den Chefredakteur des Portals Red Media, Hüseyin Doğru, mit Verweis auf dessen Berichterstattung zu Pro-Palästina-Protesten in Deutschland vollumfänglich sanktioniert: Kontosperrung und Anstellungs- sowie Ein- und Ausreiseverbot in den gesamten EU-Raum. Doğru lebt mit seiner Familie und mittlerweile drei Kindern in Berlin. In Folge der Sanktionen hatte ab 1. Juli sogar die Krankenkasse die Leistungen für seine Familie zwischenzeitlich eingestellt, obwohl die Ehefrau sich im 7. Monat einer Risikoschwangerschaft mit Zwillingen befand. (…)
Denn erstmals sanktionierte die EU, mutmaßlich auf Initiative der Bundesregierung, einen Chefredakteur und dessen Medium auf Grundlage des „Beschlusses (GASP) 2024/2643 über restriktive Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ nicht wegen deren Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine (Red hat diesbezüglich eine explizit russland-kritische Haltung), sondern weil deren Berichterstattung über Pro-Palästina-Proteste in Deutschland angeblich „unter seinem überwiegend deutschen Zielpublikum ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ säen und damit „die Stabilität und Sicherheit in der Union sowie mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben und bedrohen“ würde…“
Die üblichen Verdächtigen gehen also nicht den Weg über die Gerichte, offenbar weil sie ahnen, dass sie damit nicht durchkommen würde, solange wir noch eine einigermaßen unabhängige Justiz haben. Nein, sie versuchen, die Existenz der Leute zu ruinieren, die nicht mit dem Mainstream konform gehen.
Campact – wie zu erwarten war – kampagniert (ich habe das Verb gerade erfunden) das alles mit.
Nein, es wird sich nicht zum Besseren wenden. Die Demokratie und freie Meinungsäußerung sind ein Luxus, den sich die herrschenden Klassen im Kapitalismus manchmal erlauben. Aber nicht immer.

Unter Niederträchtigen

Ausschnitt der Titelseite des „Tagesspiegel“ vom 12.09.2025
„Ich war 33 Jahre lang Redakteur einer Zeitung, aus Anhänglichkeit hatte ich den „Tagesspiegel“ immer noch abonniert. Am 12. September stand auf der Titelseite: „Tod eines Brandstifters“. Kirk hat niemals Gewalt angewendet. Ich habe mein Abo gekündigt. Für so viel Niedertracht gebe ich freiwillig keinen Cent aus.“ (Harald Martenstein hinter der Paywall der bürgerlichen Presse)
By the way: Mit vielem, was Martenstein in dem Artikel schreibt, bin ich nicht einverstanden.
Warum Anstalten?
Nein, tut ihr nicht. Vgl. zum Beispiel die Akte Lammel.
Unter Mastdarmturnenden
Don Alphonso hinter der Paywall der bürgerlichen Presse über Mobbing in der Medienbranche: „Kommunikative Berufe sind meistens ein brutales Geschäft für jene, die nichts Besonderes zu bieten haben, und auch vor diesem Hintergrund der Erbsenzähler, verstaubten Schabracken und Rekordhalter im Mastdarmturnen muss man solche hasserfüllten Zusammenrottungen sehen.“
Kleine und große Amygdala [Update]

Make a symbolic image for the result of a scientific study that says that people who are more conservative have a slightly larger amygdala (almond nucleus) in the brain than average
Ein interessanter Artikel auf Welt online (Paywall) über Mobbing im NDR: „Wie NDR-Mitarbeiter ihre eigene Kollegin aus dem Programm drängen“. (Die Links wurden von mir eingefügt.)
„Mit der Sendung „Klar“ wollte der NDR eine konservativere Zielgruppe erreichen – mit Erfolg. Doch die eigenen Mitarbeiter fallen dem Format und Moderatorin Julia Ruhs in den Rücken, organisieren intern massiven Widerstand.“ (…)
Bislang vertrauliche Ergebnisse einer aktuellen NDR-Zuschauerbefragung zeigen, dass „Klar“ tatsächlich positiv ankommt – sogar bei einer Mehrheit der Nicht-Konservativen. Die Stärken der Sendung lägen demnach in der Glaubwürdigkeit, Substanz und den persönlichen Geschichten. Rund zwei Drittel der Zuschauer vergeben die Noten 1 bis 2 für die untersuchten Sendungen und für Ruhs als Moderatorin. (…)
Ganz oben auf der Liste der Unterzeichner [eines einen offenen Briefes, „den fast 250 Mitarbeiter unterzeichnet haben“) steht Daniel Bröckerhoff, freier Journalist, Moderator der NDR-Nachrichtensendung NDR Info und Trainer an der Webakademie des Medienportals „Correctiv“. Er ist auf Social Media sehr aktiv, postet immer wieder Videos, in denen er sich zu politisch-gesellschaftlichen Themen äußert.
Beim NDR-Medienmagazin „Zapp“ verbreitete Bröckerhoff wenige Wochen nach dem Brief einen Erklärungsversuch, warum konservative Menschen nach seiner Einschätzung offenbar zu kritischem Denken nur eingeschränkt fähig und stattdessen eher durch Emotionen und Gefühle erreichbar seien. Eine niederländische Studie enthalte Hinweise, dass die Gehirnstruktur konservativer Menschen anders ausgebildet sei, deshalb seien progressive Menschen eher in der Lage, komplexe Sachverhalte nachzuvollziehen. (…)
So behauptete er in dem inzwischen gelöschten Beitrag gar: „Die Forschung, die steht zwar noch am Anfang, aber wenn wir mal davon ausgehen, dass rechts denkende Menschen eher ängstlich und eher vorsichtig sind, dann macht das total Sinn, dass die so allergisch auf Fakten reagieren.“ Nach Protesten von Zuschauern musste Bröckerhoff zurückrudern. In einem Entschuldigungsvideo [Vorsicht! Schwefelgeruch!] räumt er ein, die von ihm genannten Forschungsergebnisse hätten solche Zusammenhänge gar nicht erlaubt, er habe mit dem Beitrag gegen journalistische Standards verstoßen.“
[Update] Der Qualitätsboulevardjournalismus berichtet: „Der Sender hat laut WELT entschieden, Moderatorin Julia Ruhs nicht mehr in ihrem Reportage-Format „Klar“ einzusetzen. Damit erreicht ein interner Machtkampf beim Norddeutschen Rundfunk einen neuen Höhepunkt. (…) Während Zuschauer Zustimmung signalisierten, wuchs der Druck innerhalb des Hauses.“
Zu oft gefährlich
Burkhard Schröder
www.burks.de
Sehr geehrter Herr Dr. [xxx]
vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kann die Frage, ob mein Facebook-Konto vorübergehend oder dauerhaft gesperrt ist, leider nicht hinreichend beantworten, da ich darüber widersprüchliche Angaben von Facebook bekomme – die Sperrung wird ohne Angaben von Gründen immer wieder verlängert „von unseren Technologien“.
Ich habe mich aber wegen einiger Nuancen Ihrer E-Mail entschieden, Ihre Kanzlei nicht mit meiner Vertretung zu beauftragen. Ja, ich wurde schon oft gesperrt – die Gründe waren jedes Mal hanebüchen und hätten, soweit das mein laienhafter Sachverstand beurteilen kann, keiner juristischen Überprüfung standgehalten, es sei denn, man hielte zum Beispiel Zitate Heinrich Heines für einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook.

Vgl. die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs – Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook zur Löschung von Beiträgen und zur Sperrung von Nutzern sind unwirksam. „Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.“
Ich beauftrage auch sehr ungern einen Anwalt, wenn schon vor Erörterung des Sachverhalts über Vorschussrechnungen geredet wird. Bei einer erfolgreichen einstweiligen Verfügung zahlt bekanntlich der Beklagte, nicht der Kläger die Kosten. Ich sehe meine Erfolgsaussichten optimistischer als offenbar Sie. Dass diese Aussichten „von meinen Antworten abhängen“, war mir bekannt.

Ich denke, dass auch Sie eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigen will, nicht fragen würden, ob sie schon oft vergewaltigt worden sei. Daher finde ich Ihre Frage, ob mein Facebook-Account schon in der Vergangenheit gesperrt worden wäre, für – vorsichtig ausgerückt – befremdlich.
Darum geht es mir nicht, sondern darum, ob aufgrund nicht nachvollziehbarer Entscheidungen von Algorithmen legale und harmlose Postings in sozialen Medien zensiert werden und ob man sich das gefallen lassen muss.
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Frontberichte oder: Dulce et Decorum es
Innere Front
Dulce et Decorum est
Zweifach gebeugt wie alte Bettler unter ihrem Sack,
X-beinig, hustend wie alte Weiber, fluchten wir uns durch Schlamm,
Bis wir den herumgeisternden Leuchtkugeln den Rücken zuwandten
Und unserer fernen Ruhe entgegentrotteten.
Männer marschierten im Schlaf. Viele hatten ihre Stiefel verloren
Aber hinkten auf blutigen Sohlen weiter. Alle wurden lahm, alle blind,
Trunken von Erschöpfung, taub selbst für das Heulen
Der fehlgegangenen Granaten, die hinter uns einschlugen.
Gas! GAS! Schnell, Jungs! – eine ekstatische Fummelei,
Um die plumpen Helme rechtzeitig aufzusetzen.
Aber jemand schrie da noch und taumelte
Und zappelte wie ein von Feuer oder Ätzkalk Verbrannter.
Undeutlich, durch die beschlagene Scheibe und trübes grünes Licht
Wie in einem grünen Meer, sah ich ihn ertrinken.
In all meinen Träumen, vor meinen hilflosen Augen,
Taucht er auf mich zu, flackernd, würgend, ertrinkend.
Wenn auch du in erdrückenden Träumen liefest
Hinter dem Wagen, in den wir ihn warfen,
Und die verdrehten weißen Augen in seinem Gesicht sähest,
In seinem hängenden Gesicht, wie das eines Teufels, der der Sünde müde ist,
Wenn du hören könntest, wie bei jedem Stoß das Blut
Gurgelnd aus seinen schaumgefüllten Lungen läuft,
Ekelerregend wie der Krebs, bitter wie das Wiederkäuen
Von Auswurf, unheilbare Wunden auf unschuldigen Zungen,
Mein Freund, du erzähltest nicht mit so großer Lust
Kindern, die nach einem verzweifelten Ruhmesglanz dürsten,
Die alte Lüge: Dulce et decorum est
Pro patria mori. (Wilfred Owne 1917)
Man sieht angesichts der vaterländischen Schlagzeilen in deutschen Medien: Die Menschheit lernt nichts dazu. Es wird noch die Zeit kommen, dass Leute wegen ich wegen Defätismus angeschwärzt werden oder noch Schlimmeres. Ich habe kein „Vaterland“, für das ich mich opfern würde.
Lesen wir dazu de passende Fachliteratur: „Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.
Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.
Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung. In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“
Das war natürlich viel zu optimistisch. Nationalismus und der Appell an irrationale niedrige patriotische Instinkte werden immer noch von den herrschenden Klassen aller Länder benutzt, um vom Klassenkampf abzulenken oder um äußere Feinde zu konstruieren. Alles Vaterländische ist eine ekelhafte und dumme Heuchelei. Das gilt auch für Russen und Ukrainer.
Medienfront
Mir fällt auf, dass die bürgerliche Presse eine Tatsache, die über den mutmaßlichen Mörder Charlie Kirks bekannt ist, weder diskutiert noch irgendwelche Schlüsse versucht daraus zu ziehen: „Aufgewachsen sei Robinson in einem republikanischen Umfeld im Bundesstaat Utah. Er soll Mitglied einer lokalen Mormonen-Kirche gewesen sein: „Ich kann bestätigen, dass Robinson in jungen Jahren Mitglied der Kirche wurde, aber alle weiteren Fragen zu seiner kirchlichen Tätigkeit bitte ich Sie, an ihn oder seine Familie zu richten“, sagte ein Sprecher. Ein regelmäßiger Kirchenbesucher bezeichnete Robinson als „inaktives Mitglied“.“
Wait a minute. Tyler Robinson, der mutmaßliche Schütze, war als Kind Mitglied eine ultraorthodoxen christlichen Sekte? Da gehen offenbar nur bei mir ein paar Warnlichter an. Ich weiß bekanntlich, wovon ich rede. Egal, ob aktives oder „inaktives“ Mitglied – diese Biografie ist nicht „normal“ und deformiert den Charakter, wenn man das nicht später und rechtzeitig aktiv in den Griff bekommt. Aber das interessiert offenbar niemanden.
Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).
Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“
Anna Schneider schreibt: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen“, sagte Dunja Hayali am Donnerstagabend im „ZDF heute-journal“.
Abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich“ – Belege? Er hatte nur eine andere Meinung als die sogenannten „Linken“ hierzulande und das Glottisschlag-Milieu, deren Lautsprecher in den Anstalten sitzen. „Radikal-religios“ nenne ich auch Gendersprecher und diejenigen, die in guter protestantischen Tradition gleich die Apokalypse an die Wand malen, wenn es mal wärmer oder kälter wird. Ich nenne auch alle, für die die Hautfarbe mehr aussagt als die Augenfarbe, Rassisten. „Sexistisch“ war Kirk bestimmt nicht, nur ultrakonservativ. Wer ihn vom Tod eines Brandstifters faselt, ist selbst einer. Es ginge auch anders, Hayali.
Naher-Osten-Front
Man könnte angesichts des „Theaters“, das die UN um den fiktiven „Palästinenser“-Staat macht, die Meinung Gil Mandelzis in der Jerusalem Post teilen: „Defund, dismantle, and do over the UN – The idea of the UN remains relevant and incredibly important. However, there is zero reason for us to continue to trust the UN to do a job it hasn’t been doing for years“.
Es wäre so gut wie sicher, dass es keine Mehrheit dafür geben würde, wenn die Staatsgründung Israels heute auf der Tagesordnung stünde. Damals – 1947 – gab es zum Glück die Sowjetunion noch und auch die Tschechoslowakei, die eine positive Rolle spielten.
Frage für einen Freund: Deutschland ist für einen weiteren arabischen Terrorstaat in Palästina? Jerusalem soll wieder geteilt werden? Oder soll die Hauptstadt Ramallah sein? Die sind doch von allen guten Geistern verlassen. Oder wurden sie von den Wagenknechten beraten? Die sind mittlerweile offen antisemitisch und lassen bekannte Judenhasser zu Wort kommen: „Bei einer israelfeindlichen Kundgebung am Samstag in Berlin soll neben BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und Schauspieler Dieter Hallervorden auch Pink-Floyd-Gründer Roger Waters zu Wort kommen. Er werde mit einem Beitrag aus New York zugeschaltet, kündigte Wagenknecht in Berlin an.“
Vermutlich muss ich mich Israel für das Verhalten des hiesigen Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, entschuldigen.
Führerschaft über alles, revisited
Wegen diesen Screenshots (vgl. 27.08.25) aus der New York Times wurde gerade mein Facebook-Konto gesperrt. Ich hatte ironisch kommentiert: „Führerschaft. Man weiß wie das ausgeht. Deutschland über alles.“ Ich habe zwar erfolglos widersprochen, aber eigentlich habe ich auf den Quatsch gar keine Lust mehr. Ohne ginge auch. Wäre nur schade wegen der mehr als 7.000 Follower.
Alles grün
Kartenausschnitt von Secondlife aus Satellitensicht: Jeder grüne Punkt ist ein Avatar.
Merke: Wenn deutsche Medien über etwas nicht berichten, bedeutet das nicht, dass etwas nicht existiert oder uninteressant wäre. Es sagt eher etwas über deutsche Medien aus.
Sozial engagierter Journalismus
„Das Posting eines ORF-Mitarbeiters hat für heftige Kritik auf Social Media gesorgt: Ein Redakteur, der für die Sendung „Am Schauplatz“ arbeitet, hatte mit Bezug auf Israel kommentiert: „wenn ich 2000 Jahre lang Opfer bin, dann sollte ich mir langsam überlegen, woran das wohl liegen mag.“
Auf Kurier-Anfrage teilte der ORF mit: „Der ORF verurteilt den Inhalt des Posting als völlig inakzeptabel. Eine Überprüfung möglicher dienstrechtlicher Konsequenzen wurde bereits eingeleitet. Das Posting wurde in der Zwischenzeit gelöscht.“
„Robert Gordon, Verfasser des antisemitischen Postings, arbeitet bereits seit 1995 als Redakteur bei „Am Schauplatz“. Der gebürtige Mödlinger hat in seiner beruflichen Laufbahn einige Anerkennungen und Nominierungen erhalten, darunter etwa der Claus Gatterer-Preis für sozial engagierten Journalismus und der Leopold Unger-Preis 2016.“
Der Schoß ist eben fruchtbar noch, aus dem das kroch. Wahrscheinlich kann sich der Herr gar nicht erklären, warum jetzt einige so empört sind.
Alle Rassisten außer Mutti
Gelbart Legal („Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG“): „Ein weiterer Erfolg für Ahmad Mansour: Das Landgericht Berlin hat einem prominenten Redakteur der taz im Wege einer Einstweiligen Verfügung untersagt, ehrverletzende Äußerungen über Ahmad Mansour weiter zu verbreiten. Der Journalist hatte auf der Plattform „X“ zu einem bei der „Welt“ veröffentlichten Interview mit Ahmad Mansour erklärt: „Ahmad Mansour lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Sein Rassismus und seine Radikalisierung machen mir Sorgen. Wie kann sich unsere Gesellschaft dagegen schützen ?““
Diese Aussage finde ich auch ungeheuerlich und nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt. Schon klar: wer gegen den Islam das Wort erhebt, ist Rassist. Vielleicht führen die bei der Taz ja bald die Scharia ein oder machen Frau Chebli zur Chefredakteurin.




























