Könnte etwas bedeuten oder: Troll, troller, am trollsten

Ein Troll trollt in einem Troll-Blog (via Fefe): „Ich war nun just dieses Wochenende in Berlin und wie Du weißt, ist die Humboldt Uni just grade einen guten Kilometer von der amerikanischen Botschaft entfernt. Jedenfalls ist es die Uni, die der Botschaft deutlich am nächsten liegt. Könnte was bedeuten. Ok, die Russen sind noch näher an der HU.“
Genau. Die Juden und Putin sind schuld am Feminismus. Und die Nazis und die „linksgrünen Gutmenschentrullas“ kommen auch irgendwie vor.
Female Warriors [Update]
Und gleich noch etwas von My Modern Met: „Historical Portraits of African Female Warriors by Street Artist YZ“.
The historical portraits reference the highly-trained military women of the First Franco-Dahomean War in the 1890s, who, according to accounts, were actively fighting and killing the French.
Genial. So kann man Geschichte auch lernen. Unglaublich eindrucksvolle Gesichter. Mich würde interessieren, wo die Künstlerin („French Street Artist YZ“) das her hat. Gibt es die „Female Warriors“ irgendwo in einem Fotobuch?
Vgl. Brooklyn Street Art:
“I want to show warriors from ancient times; revolutionists, anti-colonialists, intellectual women who have written the story of Africa. We need figures to be proud of our roots, to keep fighting for our rights, and to write the story of tomorrow.“
Superselected.com:
The African Kingdom of Dahomey (modern day Benin) lasted from about 1600-1900. In 1729, an all-female militia organized and became a respected force within the kingdom. Eventually, the militia became so highly respected that King Ghezo, king of Dahomey from 1797 to 1818, ordered all of the families in the kingdom to send their daughters in to be considered to join the militia. Only the fittest and strongest women were chosen.
Ich glaube nicht, dass so etwas in deutschen Schulen gelernt wird. Dafür gibt es aber Religionsunterricht. Um Geschichte zu lernen, muss man eben manchmal mit dem Computer spielen.
[Update] Ich habe noch etwas gefunden: „Dahomey’s Women Warriors“. Und mit der Google Bildersuche natürlich.
Persischer Untergrund
My Modern Met: „Expressive Photos Reveal a Rare, Alternative View of Iran“. Ansehen!
Die spinnen, die
Ich will sie nicht, und ich wurde auch nicht gefragt. Eine Volksabstimmung in Berlin würde das klären, aber davor haben sie Angst.
(Das Schild links hat nichts damit zu tun.)
Weder Reife noch können
„Berliner Hundehalter haben im Allgemeinen weder die Reife noch das Können, Hunde zu halten. Der durchschnittliche Berliner Hundehalter hat keine Ahnung, was er da eigentlich mit seinem Tier tut und er hat auch kein Interesse, daran irgendetwas zu ändern.“ (Kiezneurotiker)
Das musste mal gesagt werden, vor allem die zweite Hälfte des Satzes.
Timeo Danaos et dona ferentes, Heinz!
Johannes Schneider dankt im Tagesspiegel dem (bald zurücktretenden) Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky. Seine Laudatio kann ich unterschreiben. Motto: Timeo Danaos et dona ferentes!
Durchs wilde Hadramaut
Wer etwas über die aktuelle Situation im Jemen wissen will, lese nicht deutsche Medien, sondern Al Jazeera:
An Al Jazeera correspondent in Aden said that the Southern Movement, a group which outrightly rejected rule by the Houthis, deployed its fighters to protect the port city from possible attack.
The group, which demands a return to the full independence of the southern region enjoyed from 1967 to 1990, had earlier raised the former flag of South Yemen over Aden’s airport and a security headquarters building.
Die gebildete ältere linksradikale Generation wird sich an die „sozialistische“ Verfassung des Süd-Jemens der 70-er Jahre erinnern.
Lighting up your language!


Ich habe mir eine aufladbare Canwelum LED Taschenlampe zugelegt. Als Schmankerl obendrauf gab es eine Anleitung, die mich herzlich lachen ließ. Die angebliche „Strict Quality Control“ findet offenbar bei der Sprache nicht statt.
Ich bin beleidigt

Was ich noch sagen wollte: Meine atheistischen Gefühle werden immer dann provoziert und sehr beleidigt, wenn Verehrer höhere Wesen beleidigt sind, wenn man sich über ihre lächerlichen frommen Märchen lustig macht.
BTW: Je suis Burks
Homo homini Deus est oder: Allah, Jahwe, Gott gibt es nicht
Der Narr sagt in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott. (Psalm 14,1)
Der Weise sagt es der Welt.
„Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf (…) Gott nach seinem Bilde.” (Ludwig Feuerbach: Vorlesungen über das Wesen der Religion, Leipzig 1851, XX. Vorlesung)
Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur (Ehrgefühl), ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.
(Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f, zitiert nach MEW, Bd. 1, S. 378-379)
Das musste jetzt gesagt werden. Übrigens: Religion raus aus den Schulen.
MH370 was ’shot down by US military‘, claims former French airline boss
Eine interessante Theorie verbreitet RT: „A former French airline CEO Marc Dugain claims that the US may have shot down Malaysian Airlines flight MH370 and then covered it up, adding to a rash of conflicting theories about the missing plane.“
Bevor die Bandera-Versteher jetzt aufheulen, RT sei doch Putins Propaganda-Sender: Die Story stammt von Paris Match.
Weihnachten neudeutsch

via >b’s weblog
Land of Ice
Demilked: „37 Photographic Proofs That Iceland Is A Miracle Of Nature“. Unglaubliche Fotos…
Miscellanouser Spaziergang
Nach vier 12-Stunden-Nachtschichten in meinem anstrengenden Dritt|zweit|erstWie-auch-immer-Job fühlte ich mich beim Frühstück ein wenig platt. Aber es ist gut, die Realität immer wieder kennenzulernen, das einfache und auch weniger einfache Volk, das sich für viele Themen, die die abgehobene „Netzgemeinde“ permanent abhandelt, nicht wirklich interessiert, weil man andere und oft existenzielle Sorgen hat. Its the economy, stupid, as usual. Nothing else. Der Rest ist nur Feuilleton.
Freie Zeit ist ein Privileg, das man erst wirklich zu schätzen weiß, wenn man sie oft nicht hat.
Ich arbeite rund 180 Stunden monatlich als Security und mindestens noch mal genausoviel in meinem anderen Beruf, auch und vor allem an den Wochenenden. Ein Monat hat rund 720 Stunden, 240 Stunden Schlaf plus 360 Stunden Arbeit, da bleiben durchschnittlich vier Stunden am Tag für Einkaufen, Essen, Nichtstun, meine Hobbies pflegen wie Bloggen, Kampfsport, Joggen (zur Zeit leider sporadisch), Second Life, lesen (was andere schreiben), Kultur, Freunde, Online-Schach, Weiterbildung (das fucking manual von Calibre zum Beispiel). Zum Glück bin ich Single, ich wüßte gar nicht, wie ich das managen sollte (obwohl ich aus Prinzip ohnehin keine „Beziehungsgespräche“ führe).
Auch ein Spaziergang bei denkbar bescheidenem (Regen, Wind, Kälte) Wetter über den Richardplatz kann angenehm sein. Man sieht hie und da Details, die zum Denken anregen.
Warum zum Teufel sollte ich übrigens in eine Buchhandlung gehen, die im Schaufenster „Gendermedizin“ und „Vegan to go“ anbietet? Da krieg ich ja spontan die Krätze. Dann doch lieber Amazon, obwohl ich natürlich weiß, dass dort ein heftiger Klassenkampf tobt, bei dem meine Sympathien eindeutig sind. (Sehr geehrte Gewerkschafts-FunktionärInn*%&§$en: Wer das Kapital auffordert, „fair“ zu sein, kann auch gleich „faire“ Löhne und Preise fordern oder „faire“ Folter oder sonst irgendeinen hanebüchenen Quatsch. Marx hätte euch ordentlich und zu Recht durchgeprügelt.)
Jetzt muss ich noch eine Steuererklärung machen, Wäsche waschen, mehrere Rechnungen schreiben, eine komplizierte Oberfläche für ein Objekt in Second Life herstellen, das ich jemandem einem Avatar versprochen hatte, das Abendessen kochen (verflixt, ich bin gefühlt gerade erst aufgestanden und es ist schon wieder dunkel), nachschauen, warum auf einem meiner Rechner ein PGP-Key nicht gefunden wird, mich mit dem Android-Dateisystem so vertraut machen, dass ich EDS praktikabel benutzen und endlich ein Tutorial für E-Mail-Verschlüsselung auf Android-Smartphones und Tablets schreiben kann. Ich höre jetzt besser auf zu bloggen, sonst komme ich zu nichts mehr…
Bayern sollen auch zuhause Deutsch sprechen
Wer in Deutschland lebt, soll sich auch auf deutsch unterhalten – egal, wo er oder sie herkommt. Deshalb erwartet man von jedem Bayern, „dass er die deutsche Sprache lernt“. Für Bayern, die ohne genügende Sprachkenntnisse einreisen oder hier bleiben dürfen, bieten wir in Preußen Sprachförderung in allen Lebenslagen an.
Unter Phallometrikern
Pornoanwalt (RA Marko Dörre): „EuGH verbietet phallometrische Tests. Wer wegen seiner Homosexualität verfolgt wird, kann Asyl in der EU beantragen. Umstritten war bislang, wie weit Behörden bei der Überprüfung der sexuellen Orientierung gehen dürfen. Unter anderem waren phallometrische Tests vorgenommen worden.“
In einem aktuellen Bericht kritisiert die EU-Grundrechteagentur so genannte „phallometrische Tests“ an Asylbewerbern in Tschechien. Bei diesen Tests werden Männern, denen eine Verfolgung wegen Homosexualität in ihrer Heimat droht, heterosexuelle Pornofilme gezeigt und ihnen dabei der Blutfluss zum Penis gemessen.
OMG. In welchem Absurdistan leben wir eigentlich?
You are leaving the american Sector
Die Berliner Mauer Ende der 70-er Jahre. Ich kann mich nicht genau erinnern, wo das war. Ich vermute in Lichtenrade, nördlich des Mahlower Grenzgrabens.
Nudelmesse!
Tagesspiegel: „In Templin streiten sich verschiedene Kirchen mit der Satire-Religion des Spaghettimonsters. Die lädt offensiv zur ‚Nudelmesse“.“
In Templin wird das Fliegende Spaghettimonster, das auf dem Schild die weit verbreitete Darstellungsweise des eucharistischen Fischs mit Nudeln und Fleischklöpsen nachahmt, jeweils am Freitag um 10 Uhr mit dem Gottesdienst in einem umgebauten Haus auf Rüdiger Weidas Grundstück angebetet.
Bruhahahahaha.
Auf dem Weg in die Altersarmut
Newsroom.de: „Gabriele Riedle ist langjährige Geo-Redakteurin. Wie andere Journalisten bei Gruner und Jahr wird auch sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Newsroom.de dokumentiert den bewegenden Brief von Gabriele Riedle an Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende des Hamburger Großverlags Gruner und Jahr, im vollen Wortlaut.“ (Die taz hat auch was dazu.)
Und wie es überhaupt ist, in meinem Alter plötzlich vor dem Nichts zu stehen? Ohne Vermögen, ohne auch nur die allergeringsten Strukturen, Sicherheiten und Perspektiven, vollkommen auf sich alleine gestellt.
Don Alphonso schreibt ganz richtig: „Wer im Journalismus reich werden will, muss darin entweder reich heiraten, reich erben oder auf einen Managerposten kommen. Alle anderen sollten sich eben überlegen, ob sie sich diese Arbeit, verbunden mit den Privilegien, die man dort hat, wirklich leisten können.“



























