Schönheit und Hoffnung

fresken

„Love and sensuality in the frescoes of Regio V“ – „An elegant and sensual bedroom re-emerges in its entire beauty from the Regio V excavation at Pompeii“. Wieso kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die alten Römer einen weitaus besseren Geschmack hatten als alle Innendesigner von heute?

communism in space

„How Soviet Artists Imagined Communist Life in Space“ – mir gefällt die vielleicht naive Hoffnung, die aus den Bildern hervorscheint. Man glaubte noch an das Schöne, Wahre und Gute, das sich in der Zukunft einstellen sollte.

Religiotisierung und Laizität

Die Schweiz macht vor, was ein säkularer Staat ist und wie er sein sollte. Die NZZ berichtet: „Genfer Staatsangestellte dürfen kein Kopftuch, keine Kippa und kein Kreuz mehr tragen“.

Warum geht so etwas hierzulande nicht? Wenn die Schweiz nicht so teuer wäre, könnte man angesichts der Religiotisierung und Hijabisierung deutscher Städte dorthin auswandern.

Interessant, wer dagegen war: „die Bedenken der Referendumsführer, die sich aus linken Parteien, muslimischen Verbänden, Feministinnen und Gewerkschaften zusammensetzen“…

Gestört

Tagesspiegel: „Schwere Defizite bei Berlins künftigen Erstklässlern – Rund ein Drittel der Fünfjährigen hat vielfältige Störungen – auch dann, wenn sie eine Kita besucht haben.

„Grenzwertige“ oder „auffällige“ Befunde zeigt ein Fünftel der deutschstämmigen Kinder und der Kinder aus westlichen Industriestaaten, ein Drittel der Kinder aus Osteuropa, 36 Prozent der türkischstämmigen und über 40 Prozent der arabischstämmigen Fünfjährigen.“

Für politische Pappnasen ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Ich kann mir aber das Ergebnis nicht wirklich erklären. Für die Zukunft sehe ich da schwarz.

Traumjob Lebensretter

notaufnahme

Leider Privatfernsehen (TV Now/RTL Now) und mit nervigen Werbeunterbrechungen, aber trotzdem ein Einblick in meinen Arbeitsplatz in der Notaufnahme im Urban-Krankenhaus (nein, ich bin nicht zu sehen, nur einer meiner Security-Kollegen und viele andere Ärzte, Schwestern und Pfleger).

„Kreuzberger Nächte sind lang. Vor allem im Vivantes Klinikum Am Urban. Die Reportage ‚Traumjob Lebensretter? Hauptstadtärzte im Dauereinsatz‘ zeigt den Alltag in der Notaufnahme. Hier wird die Nacht zum Tag: Die Rettungsstelle in Kreuzberg hat im Jahr ca. 50.000 Einsätze. Die Ärzte hetzen von einem Notfall zum nächsten.“

Das heißt: ca. 180-250 Patienten am Tag im 24-Stunden-Betrieb. Während der Filmaufnahmen war es jedoch verhältnismäßig leer.

Paket aus Dingsda

lieferscheininnen

Credits: Thomas Gandow

Miscellaneous

Von den Chinesen lernen, heißt Hochhäuser bauen lernen. Von den Indern lernen, heißt Streiken lernen. Just saying.

Nun zu uns, Deutsche Bahn!

travelling

Liebe Deutsche Bahn, ausnahmsweise verzeihe ich Dir, dass Du meinen Zug von Düsseldorf nach Berlin hast einfach ausfallen lassen. Der Ersatzzug ist leer, ich habe WLAN, sitze an einem Tisch und kann sogar Die Dolmetscherin anschauen – und kriege auch noch Kaffee angeboten. So macht Reisen dann doch Spaß.

On the Rails

travelling

Eine Live-Version von Eric Claptons I Shot the Sheriff (besser als Bob Marley) im Kopfhörer Ohr. Die Landschaft huscht wie ein grauer Strich vorbei, jetzt ist zwischen den Wolkenfetzen sogar ein Himmel zu sehen, der blau und kalt Brandenburg Hannover die Pampa überwölbt. Meine Stimmung hebt sich merklich. Der ICE ist sogar pünktlich auf dem Weg nach Köln Düsseldorf.

Sorry für den Windows-Bildschirm! Vielleicht kann mir jemand ein gutes 17-zölliges Laptop (auch für Gamer geeignet) mit vorinstalliertem Linux empfehlen? Das ist mein nächster Wunsch, falls ich zeitnah etwas Geld ausgeben will.

Vor welchen Frauen die Hamas wirklich Angst hat

girlsdefense

Source: Girlsdefence (Instagram) Welcome to the wonderful world of IDF Women | בס“ד

Man sollte aber nicht vergessen, dass es auch Yuval Ofer vom Israel’s Women network gibt ( für’s deutsche Wikipedia irrelevant). „The exclusion of women constitutes one of the greatest threats to the equality and welfare of women in Israeli society today.“

Haaretz (man muss leider eine E-Mail-Adresse angeben): „1 in 6 Women Suffer Sexual Harassment in Israeli Army, Survey Finds“.

Schmuddelwetter

tuba sarica

Design versus Usability

usability

Ich hatte die naive Idee, dass jemand, der handwerkelt, auch dabei nachdenkt.

Wie der Wilde Westen wirklich war

Karl Bodmer

Neu in meiner Bibliothek: Karl Bodmer: Ein Schweizer Künstler in Amerika 1809–1893.

Johann Carl Bodmer (1809-1893) war Grafiker, Radierer, Lithograf, Zinkstecher, Zeichner, Maler, Illustrator und Jäger. Seine Bilder und die Reisebeschreibung von Maximilian zu Wied-Neuwied zählen n zu den wichtigsten Dokumenten über die untergegangenen Indianerkulturen in den Great Plains am Missouri River.

Ich beneide die beiden Herren um ihrer Reisen. Wenn man die großartigen Gemälde anschaut, kann man 99 Prozent aller „Wild-West-Filme“, in denen Indianer vorkommen, in die Tonne werfen, auch „Der mit dem Wolf tanzt“.

Katzenmanifest

cat

Hitman for hire

geheime soldarität

Großartige Reportage in der Wired UK über Auftragsmörder u.a. im Darknet: „Hitman-for-hire darknet sites are all scams. But some people turn up dead nonetheless“. (Heise Security hat auch was dazu.)

Ich hatte hier 2013 schon einmal etwas darüber geschrieben.

Stilles Örtchen

christbaum

Credits: Andreas K.

Schluss mit der Knallerei!

Sammelt jemand schon zufällig Unterschriften für ein Volksbegehren, die elende Silvesterknallerei zu verbieten? Da würde ich mitmachen.

Rot und Weiss

rot und weiss

Fotografiert am 26.12.2005 vom Balkon meiner alten Wohnung in der Katzbachstraße, Kreuzberg. Leider habe ich das Original mit höherer Auflösung nicht mehr.

Milky Way

milkyway

The Milky Way and the moon from the temple of Karnak, Egypt.

Credit: George Geo (ich bin mir nicht sicher, für was das steht, vielleicht „Geo“? Der ehemalige Expeditionsleiter von GEO hieß Uwe George.

Zweitfrau geht

Stuttgarter Zeitung: „Deutscher Pass und Zweitfrau: Beides geht. Ein Syrer, der zwei Ehefrauen hat, darf trotzdem Deutscher werden. Die Stadt Karlsruhe darf seine Einbürgerung nicht rückgängig machen, sagt der Verwaltungsgerichtshof.“

„Gleichwohl teile der Senat nicht die Ansicht des Verwaltungsgerichts, dass das Prinzip der Einehe ein Bestandteil der freiheitlich demokratischen Grundordnung sei.“

Das eröffnet ungeahnte Perspektiven!

Jagen, Saufen und der Endzweck des Kochens, reloaded

Moritzburg

Foto: Schloss Moritzburg (2006)

Dieses Foto hatte ich 2006 noch nicht veröffentlicht. Von Relikten der Herrschenden halte ich auch nicht viel. Enteignen und dem Volk geben! Vor 12 Jahren schrieb ich also:

Gestern war ich, in angenehmer weiblicher Begleitung, im sächsischen Schloss Moritzburg. Das geht so: Man fährt eine sehr lange und gerade Allee entlang, geradewegs auf das Schloss zu, umrahmt von Kastanien, die von einem Virus befallen sind und deren Blätter schon im Sommer braun abfallen. Moritzburg liegt in einem See, auf dem keine Boote fahren, noch nicht einmal Tretboote. Alles wimmelt von Rentnern. Die tragen, wie der deutsche männliche Tourist an sich, kurze Hosen, Sandalen und Strümpfe und reden oft guttural.

An der Landstrasse warten Kutschen, vielleicht sind es auch Fiaker. Ich kenne den Unterschied nicht. Im Schloss selbst muss man Geld abgeben für den Eintritt, um das sehen zu können, was die herrschende Feudalklasse so hinterlassen hat. An den Wänden hängen zahllose gewaltverherrlichende Tierbilder: Hunde zerreisen Keiler, Jäger schießen Hirsche tot oder Reb- und andere Hühner. Wirklich interessant ist nur die Ausstellung über die Küchenkultur des 17. und 18. Jahrhunderts.

„Es ist demnächst zu wissen, dass der Endzweck des Kochens und Zurichtung der Speise zweyerley sey; als erstlich, daß solche der Unterhaltung des Menschen und dessen Gesundheit dienen und wol zu verdauen und denn zum Anderen auch den Geschmack zu vergnügen und der leckernden Zunge ein Genügen zu Thun schicklich seyn mögen.“

Was mir von der Geschichte der Jagdresidenz Moritzburg sehr gefallen hat, ist ein Zitat aus Wikipedia: „1945: Die Wettiner werden enteignet. Sie können große Teile ihrer wertvollen Schätze in der Umgebung verstecken. Die Schätze werden bis auf wenige Stücke von den sowjetischen Truppen gefunden.“

Har, har, amüsiert sich der Berufsrevolutionär und Linksextremist. Recht so. Übrigens: Die herrschende Klasse Sachsens hatte, was Speisen und Getränke angeht, einen guten Geschmack.

Nachtrag: Ein aufmerksamer Leser hat mich darauf hingewiesen, dass die Kastanien von der Rosskastanienminiermotte geschädigt werden.

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