Krieg und Frieden

hamas

New York Post (das ist eher eine Boulevard-Zeitung):
Hamas’ top military leader in Gaza wants the terror group to reject President Trump’s cease-fire proposal, urging negotiators to walk away from the deal, according to a new report.

Ezz al-Din al-Hadad, who helped plan the Oct. 7, 2023, terrorist attack, slammed Trump’s 20-point peace deal as a way to eliminate Hamas without achieving any of its goals, the BBC reported.The terror chief, who holds the fate of the 48 hostages in his hands, called on negotiators in Qatar to reject the deal, reportedly telling the team that he plans to continue the war with Israel.

Man muss nicht alles glauben, was in den Medien verbreitet wird. Aber wie ich schon schrieb, glaube ich nicht, dass die Hamas aufgeben wird, zumindest nicht alle. Trump irrt sich: Die wollen keinen Frieden.

Unter mutmaßlichen Kalorienverlierern

breakfast
Tagesmahlzeit à la Burks (Symbolbild)

Da die Weltläufte gerade nichts Interessantes zu bieten haben, unterhielt ich mich wieder mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten.

Grundlage: Zwei 8-stündige Nachtschichten, zwei zwölfstündige Nachtschichten, zwei Tage frei, dann vier 12-stündige Nachtschichten. Danach – hurra! – drei Wochen Urlaub mit viel Bewegung.

Heute hatte ich als einzige Mahlzeit: (bitte keine Care-Pakete schicken, ich muss noch das letzte aufessen!)

– 1 Banane (mittelgroß, ca. 120 g) → ~105 kcal
– 1 TL Honig (ca. 10 g) → ~30 kcal
– 1 Orange (mittelgroß, ca. 130 g) → ~60 kcal
– 400 ml Vollmilch (3,5 % Fett) → ~260 kcal
– 1 Scheibe Leberkäse (ca. 100 g) → ~300 kcal
– 4 Scheiben Vollkorntoast (à ca. 40 g = 160 g) → ~380 kcal
– 3 Eier (Größe M, à ~55 g) → ~210 kcal
– 1 EL Fleischsalat (ca. 20 g) → ~60 kcal
– 1 EL Heringssalat (ca. 20 g) → ~70 kcal
– 1 EL Streichkäse (ca. 20 g) → ~40 kcal
– 1 EL Margarine (ca. 10 g) → ~70 kcal
– 1 EL Marmelade (ca. 20 g) → ~50 kcal
– 2 Tassen Kaffee (schwarz, ohne Zucker/Milch) → ~4 kcal
Gesamtsumme: ~1.639 kcal

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Kalorien für einen 73-jährigen Mannes, der 84 Kilo wiegt und nur sitzt [ich verschwieg der KI, dass ich ein paar Liegestütze und sonstige Bauchmuskelübungen gemacht hatte)?

„Ein 73-jähriger Mann, 84 kg, 184 cm groß, sitzende Lebensweise → ca. 2.000 kcal pro Tag. Du hast bisher (laut deiner Liste) ca. 1.639 kcal aufgenommen. Dein geschätzter Tagesbedarf liegt aber bei ca. 2.018 kcal. Wenn du täglich so isst wie in deinem Beispiel, würdest du rechnerisch etwa 1 kg Körpergewicht alle 2½ Wochen verlieren (vorausgesetzt, Aktivität und Stoffwechsel bleiben gleich).“

Bleiben sie aber nicht. Ganz in Gegenteil. Mein Terminkalender im Urlaub ist übervoll. Ich werde vielleicht gar nicht alles schaffen.

Ungefähr in geplanter Reihenfolge, aber alles schon gebucht: Tel Aviv, Etzel Museum, Jerusalem, Altstadt, Teich von Siloah und Gihonquelle, die Gräber der Propheten (alles war vor zwei Jahren geschlossen), die Klagemauer (das letzte Mal habe ich sie nur von weitem gesehen) und das Netz der Tunnel, das Israel-Museum, Maʿale Adummim, YMCA-Turm, vierstündige Privatführung mit „Jerusalem Treasures Include Much More Than Meets the Eye“ sowie Me’a Sche’arim, Gaza Envelope Tour, Guvrin-Nationalpark, Masada, En Gedi und Totes Meer, Mitzpe Ramon (vier Tage, Privatunterkunft mit Katze und Aussicht), Jericho und Monastery of Saint George of Choziba und Tell es-Sultan, dann zwei Tage Chillen in Tel Aviv.

Vermutlich werde ich noch die eine oder andere Kalorie mehr verlieren.

Über den Wolken ist Kleinweich

surveillance
Midjourney hat natürlich bei dem Prompt „Unit 8200’s system collected millions of Palestinian civilian phone calls made each day in Gaza and the West Bank“ extrem herumgezickt, so dass ich alles, was auch nur entfernt die Algorithmen der KI hätte triggern können, entfernen musste.

Wait a minute. Hier ist noch etwas, das ich schon vorgestern posten wollten, aber aus Zeitmangel verschieben musste. Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die israelische Aufklärungsheinheit Unit 8200, die dem Militärnachrichtendienst Aman untersteht, speichert abgehörte Telefonate von Arabern in Gaza sowie Judäa und Samaria in der Cloud von Microsoft? Und Microsoft hat das jetzt gesperrt?

„Man wolle sicherstellen, dass Microsofts Dienstleistungen nicht für die Massenüberwachung palästinensischer Zivilisten verwendet werden können, sagte Firmenpräsident Brad Smith.“

Originalton: „The Guardian article reported that “multiple individuals have asserted that the IDF is using Azure for the storage of data files of phone calls obtained through broad or mass surveillance of civilians in Gaza and the West Bank.“

Ach. Ach was. Der ursprüngliche Artikel stammt aus dem Guardian (25.09.2025). Von dem haben alle abgeschrieben: Die Zeit, CNN, das Handelsblatt, CNBC, Israel heute: „Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog die Einheit ihre Daten offenbar schnell ab und verlagerte sie zu einem anderen Anbieter.“

Warum haben die ausgerechnet Microsoft genommen, obwohl es in Israel genug Anbieter von Cloud-Diensten gibt? Sogar mit hübschen Mädels?

Aber das traue ich natürlich unseren Geheimdiensten auch zu. Ich dachte nur, das die Israelis cleverer wären. Man muss doch damit rechnen, dass das irgendjemand ausplaudert und man dann einen Shitstorm erntet.

Vielleicht war alles ganz anders. Vor fünf Jahren gab es die Schlagzeile: „Microsoft to launch new cloud datacenter region in Israel“. (Wieso erwähnt das eigentlich niemand außer mir?)

„This investment expands the Microsoft global cloud infrastructure to 56 cloud regions in 21 countries, with the new Israel region anticipated to be available starting with Microsoft Azure in 2021, with Office 365 to follow.“ – „Public sector entities, large organizations, and small and medium enterprises across all industries in Israel are already making the most of Microsoft’s cloud solutions. These include Sheba Hospital, the Tel Aviv Municipality, Checkpoint, Hapoalim Bank, eToro, Zim, Discount Bank, Jfrog, Mellanox and Rafael.“

Man kann nur mit Wilhelm Busch sagen: Das kommt von das.

microsoft
Source: Microsoft

Hamas Massacre

Hamas massacre

Die Website ist saturday-october-seven.com/.
„Oct. 7 2023. Documentation of Crimes Against Humanity“.

Ich muss gestehen, dass ich es nicht ertrage, mir das anzusehen. Vielleicht habe ich zu wenig Horrorfilme in meinem Leben gesehen.

Ich bekomme aber Fantasien dergestalt, dass ich jeden Idioten, der „Free Palestine“ ruft, auf einem Stuhl festbinden möchte, mit Streichhölzern zwangsweise die Augen offenhalte und dann die Person zwinge, alles zehn Mal anzusehen.

Hamas massacre

Status: Confirmed

el al

El Al hat nicht vergessen, dass ich schon im März einen Flug gebucht hatte. Aber ich habe zur Sicherheit noch mal nachgeschaut.

Krieg und KI

Ich habe mir einen interessanten Artikel der Jerusalem Post übersetzen lassen: „Gaza-Krieg und KI-Einsatz führen laut einer Studie des Taub-Zentrums zu steigender Arbeitslosigkeit im israelischen Technologiebereich. Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und liegt nun über dem Durchschnittswert der gesamten Wirtschaft; im Jahr 2024 gab es zudem einen starken Rückgang an freien Stellen.“

Was mich überraschte: Ein Viertel (!) aller nicht orthodoxen jüdischen Männer arbeitet im High-Tech-Sektor Israels, aber nur 12 Prozent der Frauen.

wages israel

Israels Technologiesektor, der wichtigste Motor der Wirtschaft, steht laut einer heute vom Taub Center for Social Policy Research veröffentlichten Studie vor einer besonders herausfordernden Phase.

Die Untersuchung stellte einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Tech-Beschäftigten, einen Rückgang der offenen Stellen sowie wachsende soziale und geografische Unterschiede fest. Hauptgründe seien laut der Forscher die Folgen des Krieges sowie die beschleunigte Nutzung von KI.

Den Daten zufolge stieg die Zahl der Beschäftigten in Israels Hightech-Industrie zwischen 2014 und 2023 um rund 60 % – ein Zuwachs von etwa 150.000 Beschäftigten, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Löhne stiegen deutlich und liegen weiterhin weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Seit Ausbruch des Krieges hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt.

Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und hat den gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt überschritten. Im Jahr 2024 kam es zudem zu einem starken Rückgang offener Stellen, vor allem für junge und unerfahrene Beschäftigte – ein Phänomen, das als „Junior-Krise“ bezeichnet wird.

Die Studie basiert auf einer umfassenden Analyse der Daten der Arbeitskräfteerhebung 2023–2024 des Zentralamts für Statistik und untersucht den Arbeitsmarkt für Personen im Alter von 25 bis 64 Jahren. Dabei wurden die Erwerbsstatus verschiedener Bevölkerungsgruppen (beschäftigt, arbeitslos, arbeitssuchend) sowie demografische Merkmale wie Geschlecht, Sektor und Wohnort berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden sogenannte KI-Expositionsindizes herangezogen, um einzuschätzen, in welchem Umfang typische Tätigkeiten in verschiedenen Berufen von KI-Systemen übernommen werden können, und um das Risiko einer Verdrängung von Arbeitskräften durch Automatisierung zu bewerten.

Die Studie zeigt zudem große Unterschiede in der Beschäftigung: Fast 25 % der nicht-haredischen jüdischen Männer arbeiten im Hightech-Sektor, verglichen mit nur etwa 12 % der nicht-haredischen jüdischen Frauen. In der haredischen Gesellschaft sind weniger als 10 % in der Branche beschäftigt, in der arabischen Gesellschaft weniger als 5 %.

Geografisch gesehen ist die Beschäftigung in den meisten Regionen des Landes zurückgegangen, insbesondere im Norden, rund um den See Genezareth und in Safed, während Jerusalem und die Jesreelebene einen leichten Anstieg verzeichneten. Tel Aviv bleibt zusammen mit Petach Tikva, Haifa und Rehovot führend in Bezug auf die Beschäftigung.

Gleichzeitig stellte die Studie fest, dass Tech-Dienstleistungen die Wirtschaft beim Einsatz von KI-Technologien anführen. Dieser Trend geht mit einem Rückgang bei Neueinstellungen sowie dem Ersatz von Fachkräften durch automatisierte Systeme einher. Die Forschenden warnen, dass langfristig ein deutlicher Beschäftigungsrückgang in der Branche zu erwarten sei, falls keine geeigneten politischen Maßnahmen ergriffen werden.

Prof. Gil Epstein, einer der Autoren der Studie, schreibt: „Die Implementierung von KI und die Beschleunigung der Automatisierung verändern das Gesicht der Beschäftigung in der Hightech-Industrie.“ Laut ihm sei ein spürbarer Rückgang der Zahl der Beschäftigten in Unterstützungsfunktionen zu verzeichnen, begleitet von steigenden Löhnen – ein Trend, der den Bedarf an beruflicher Umschulung und gezielten Qualifizierungsmaßnahmen verstärkt.

Das Taub Center empfiehlt zudem, dass die Regierung eine Strategie entwickelt, die die KI-Revolution nutzt, um hochwertige Beschäftigung zu fördern und Unterschiede abzubauen, insbesondere in Randregionen. „Dies ist eine Bewährungsprobe für die Wirtschaftspolitik Israels“, betonen die Forschenden, „denn die Erhaltung und Stärkung des wichtigsten Wachstumsmotors der Wirtschaft ist entscheidend für Erholung und langfristiges Wachstum.“
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ChatGPT könnte meine Frage, wie das in Deutschland aussieht, nicht exakt beantworten, nannte aber als Quelle eine Studie der Bundesagentur für Arbeit: „Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der Transformation“.

„Ich konnte keine verlässliche Quelle finden, die angibt, wieviel Prozent der deutschen Männer insgesamt im High-Tech-Sektor arbeiten. Ein paar relevante Hinweise:
* In Deutschland sind über 1,12 Millionen sozialversicherungspflichtige IKT-Fachkräfte beschäftigt.
* Der Anteilswert der Beschäftigung im Bereich „High- und mittel-hochtechnologische Fertigung“ liegt laut Eurostat für Deutschland bei etwa 9,60 % (Stand Dezember 2024)
* In der Digital- / Techbranche liegt der Frauenanteil laut Bitkom bei etwa 16 % ([Electro IQ][3]) — daraus ließe sich theoretisch ableiten, dass etwa 84 % der Tech-Beschäftigten Männer sind, aber das ist kein direkter Beleg für den Anteil aller Männer in der Gesamtbevölkerung oder im Arbeitsmarkt, der in High-Tech arbeitet.“

Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist der Anteil der Personen, die in Israel im High-Tech-Sektor arbeitet, fast drei Mal so hoch wie in Deutschland.

Der erste KI-Krieg

future of war
Fotos: AI/Burks: create an image that symbolically represents warfare with digital networked systems

Ich habe einen interessanten Artikel der Jerusalem Post von ChatGPT übersetzen lassen: How the IDF rewired the battlefield for the first AI war – Over the past five years, the IDF has been working to transform itself into a network-enabled combat machine, with AI and Big Data enabling the flow of information across units and commands.

Die Links stammten zum Teil von mir. Vergleiche auch „Israel’s strategic edge in the age of AI & autonomous warfare“ (20.07.2025)

Wie die IDF das Schlachtfeld für den ersten KI-Krieg neu organisierte

Es begann nicht mit einem Knall, sondern mit einem Byte.

Der aktuelle Krieg zwischen Israel und seinen Feinden ist der weltweit erste Krieg mit Künstlicher Intelligenz (KI) – so beschreibt es ein ehemaliger hoher Offizier der IDF (Israel Defense Forces) gegenüber Defense & Tech der Jerusalem Post.

Nach Jahren des Schweigens sprach der Mann, einst einer der maßgeblichen Architekten der digitalen Transformation der Armee, über den grundlegenden Wandel der Streitkräfte.

„Technologie ist kein Luxus, sie ist unverzichtbar“, betont er. „Wir stehen auf neuen Schlachtfeldern mit neuen Herausforderungen – und sogar neuen Dimensionen. Dafür brauchen wir präzise Aufklärung und höchste Genauigkeit.“

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die IDF strategisch in eine netzwerkbasierte Kampfmaschine verwandelt, in der KI und Big Data entscheidende Rollen spielen, um Informationen in Echtzeit zwischen Einheiten und Kommandos zu synchronisieren.

„Ohne diese Fähigkeiten hätten wir mindestens 5.000 zusätzliche Gefallene, und Tausende Terroristen würden noch leben“, sagt der Ex-Offizier, der das Digitalisierungsprogramm verantwortete.

Vom Analogen zum Algorithmus

Noch vor sieben Jahren war die IDF an überalterte Strukturen gefesselt – Faxgeräte, veraltete Server, isolierte Dateninseln. Generalleutnant (a.D.) Aviv Kohavi, damals Generalstabschef, hatte jedoch eine radikal andere Vision: ein Schlachtfeld, auf dem Cyber-, Luft-, See- und Bodentruppen als Einheit agieren, verbunden durch Echtzeitdaten und präzise Zielerfassung.

Die digitale Transformation wurde zu einer seiner obersten Prioritäten – nicht nur, um die Streitkräfte zu stärken, sondern auch, um den Soldaten die modernsten Fähigkeiten an die Hand zu geben.

Der Wandel hin zu einer digitalisierten Armee war tiefgreifend. Er veränderte Strukturen, Prozesse – und die Denkweise.

Doch die Umsetzung war schwierig: Neben der technischen Komplexität mussten auch Widerstände in der Führung überwunden werden. „Es war, als würden wir das Rote Meer teilen“, erinnert sich der Ex-Offizier.

2019 wurde schließlich die Digitale Transformationsdivision gegründet. Ihre Aufgabe: zivile Innovationen ins Militär zu übertragen, sämtliche Bereiche zu vernetzen und moderne Infrastrukturen aufzubauen.

Kohavi sprach immer wieder von der multidimensionalen Kriegsführung – Cyberraum, Bodentruppen, Luftwaffe und Marine vereint. Schnell wurde klar: Ohne digitale Infrastruktur war das nicht möglich.

„Wie identifiziert man den Feind in dicht besiedelten Städten? Man braucht Sensoren, Datenquellen und Plattformen“, erklärt der Ex-Offizier. „Und dann muss man all diese Informationen so aufbereiten, dass sie sofort beim Offizier auf dem Tablet landen.“

future of war

Vom langen Befehlskettenweg zur Präzision in Echtzeit

Früher dauerte es oft lange, bis ein gemeldetes Ziel von den Truppen bis zum Panzer oder Flugzeug weitergeleitet, geprüft und schließlich angegriffen werden konnte – meist zu lange. Beim Jom-Kippur-Krieg, so erinnert der Offizier, kämpften die Soldaten „weitgehend auf sich allein gestellt, Unterstützung kam nur verzögert“.

Heute läuft es anders: Bodentruppen melden ein Ziel, und kurze Zeit später schlägt die am besten geeignete Plattform zu.

„Wir haben mit 300 Fachleuten KI-Modelle entwickelt und sie mit allen verfügbaren Daten gefüttert“, sagt er. „An manchen Tagen hatten wir 400 neue Ziele – die Hälfte wurde noch am selben Tag angegriffen. Zum Vergleich: 2009 kamen wir im gesamten Jahr auf 50 bis 100 neue Ziele.“

Zwar identifiziert KI die Ziele, doch „Menschen bleiben in der Entscheidungs­kette“: Hochrangige Offiziere prüfen und bestätigen jedes Ziel, um die Vorgaben des Völkerrechts einzuhalten.

Im Libanon-Krieg des vergangenen Jahres waren 80 % der IDF-Angriffe KI-gestützt. Algorithmen erkannten Ziele und unterschieden dabei zwischen Kämpfern und Zivilisten in dicht bebauten Gebieten.

Trotz internationaler Kritik, KI habe in Gaza und anderswo zu zivilen Opfern geführt, hält der Ex-Offizier dagegen: „Wir haben KI eingeführt, um Zivilisten von Terroristen zu unterscheiden. Wir nutzen Technologie, um uns gezielt auf feindliche Kräfte zu konzentrieren.“

Die erste KI-Kriegsführung?

Für ihn ist der aktuelle Konflikt Israels – ob in Gaza, Libanon, Jemen oder Iran – der erste echte **KI-Krieg**. Andere bestreiten das: Schon bei der Operation Guardian of the WallsFehlidentifikationen durch fehlerhafte Daten oder mangelhafte Algorithmen.

Der Ex-Offizier weist das entschieden zurück: „Das ist eine Lüge.“

„KI und Technologie ermöglichen es, moralischer zu handeln“, argumentiert er. „Aufklärung und Präzision zusammen heben den moralischen Standard. Das zentrale Prinzip des Völkerrechts ist die Unterscheidung zwischen Kämpfern und Zivilisten – genau das setzen wir mit KI um.“

Versagen am 7. Oktober

Trotz aller Technologie konnte die IDF das Massaker vom 7. Oktober nicht verhindern. Hamas-Terroristen durchbrachen Israels Grenzanlagen und ermordeten über 1.200 Menschen.

Der Ex-Offizier räumt ein: „Technologie kennt keine Grenzen, aber man darf nicht das Wissen und die Erfahrung der Soldaten ausblenden.“

Tatsächlich setzte die Armee in den letzten Jahren zunehmend auf Technik – und ignorierte Warnungen rangniederer Offiziere. Am 7. Oktober 2023 versagten die KI-basierten Systeme, und niemand erkannte das Ausmaß der Gefahr rechtzeitig.

Auch wenn der Architekt der digitalen Transformation heute nicht mehr im Rampenlicht steht – sein Erbe ist in jeder verschlüsselten Nachricht, jedem Drohnenfeed und jedem präzisen Schlag spürbar.

Israels Feinde mögen weiter auf Tunnel und Raketen setzen. Doch sie passen sich an und zwingen die IDF, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen – sichtbaren wie unsichtbaren.

Um die Oberhand zu behalten, muss Aufklärung sofort verfügbar sein, und Entscheidungen müssen dezentral getroffen werden. Denn das Schlachtfeld ist heute überall.

future of war

Frontberichte oder: Dulce et Decorum es

welt am Sonntag

Innere Front

Dulce et Decorum est

Zweifach gebeugt wie alte Bettler unter ihrem Sack,
X-beinig, hustend wie alte Weiber, fluchten wir uns durch Schlamm,
Bis wir den herumgeisternden Leuchtkugeln den Rücken zuwandten
Und unserer fernen Ruhe entgegentrotteten.
Männer marschierten im Schlaf. Viele hatten ihre Stiefel verloren
Aber hinkten auf blutigen Sohlen weiter. Alle wurden lahm, alle blind,
Trunken von Erschöpfung, taub selbst für das Heulen
Der fehlgegangenen Granaten, die hinter uns einschlugen.

Gas! GAS! Schnell, Jungs! – eine ekstatische Fummelei,
Um die plumpen Helme rechtzeitig aufzusetzen.
Aber jemand schrie da noch und taumelte
Und zappelte wie ein von Feuer oder Ätzkalk Verbrannter.
Undeutlich, durch die beschlagene Scheibe und trübes grünes Licht
Wie in einem grünen Meer, sah ich ihn ertrinken.

In all meinen Träumen, vor meinen hilflosen Augen,
Taucht er auf mich zu, flackernd, würgend, ertrinkend.

Wenn auch du in erdrückenden Träumen liefest
Hinter dem Wagen, in den wir ihn warfen,
Und die verdrehten weißen Augen in seinem Gesicht sähest,
In seinem hängenden Gesicht, wie das eines Teufels, der der Sünde müde ist,
Wenn du hören könntest, wie bei jedem Stoß das Blut
Gurgelnd aus seinen schaumgefüllten Lungen läuft,
Ekelerregend wie der Krebs, bitter wie das Wiederkäuen
Von Auswurf, unheilbare Wunden auf unschuldigen Zungen,
Mein Freund, du erzähltest nicht mit so großer Lust
Kindern, die nach einem verzweifelten Ruhmesglanz dürsten,
Die alte Lüge: Dulce et decorum est
Pro patria mori. (Wilfred Owne 1917)

Man sieht angesichts der vaterländischen Schlagzeilen in deutschen Medien: Die Menschheit lernt nichts dazu. Es wird noch die Zeit kommen, dass Leute wegen ich wegen Defätismus angeschwärzt werden oder noch Schlimmeres. Ich habe kein „Vaterland“, für das ich mich opfern würde.

Lesen wir dazu de passende Fachliteratur: „Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.

Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.

Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung. In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“

Das war natürlich viel zu optimistisch. Nationalismus und der Appell an irrationale niedrige patriotische Instinkte werden immer noch von den herrschenden Klassen aller Länder benutzt, um vom Klassenkampf abzulenken oder um äußere Feinde zu konstruieren. Alles Vaterländische ist eine ekelhafte und dumme Heuchelei. Das gilt auch für Russen und Ukrainer.

sixtus

Medienfront

Mir fällt auf, dass die bürgerliche Presse eine Tatsache, die über den mutmaßlichen Mörder Charlie Kirks bekannt ist, weder diskutiert noch irgendwelche Schlüsse versucht daraus zu ziehen: „Aufgewachsen sei Robinson in einem republikanischen Umfeld im Bundesstaat Utah. Er soll Mitglied einer lokalen Mormonen-Kirche gewesen sein: „Ich kann bestätigen, dass Robinson in jungen Jahren Mitglied der Kirche wurde, aber alle weiteren Fragen zu seiner kirchlichen Tätigkeit bitte ich Sie, an ihn oder seine Familie zu richten“, sagte ein Sprecher. Ein regelmäßiger Kirchenbesucher bezeichnete Robinson als „inaktives Mitglied“.“

Wait a minute. Tyler Robinson, der mutmaßliche Schütze, war als Kind Mitglied eine ultraorthodoxen christlichen Sekte? Da gehen offenbar nur bei mir ein paar Warnlichter an. Ich weiß bekanntlich, wovon ich rede. Egal, ob aktives oder „inaktives“ Mitglied – diese Biografie ist nicht „normal“ und deformiert den Charakter, wenn man das nicht später und rechtzeitig aktiv in den Griff bekommt. Aber das interessiert offenbar niemanden.

transgender

Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).

Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“

Anna Schneider schreibt: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen“, sagte Dunja Hayali am Donnerstagabend im „ZDF heute-journal“.

Abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich“ – Belege? Er hatte nur eine andere Meinung als die sogenannten „Linken“ hierzulande und das Glottisschlag-Milieu, deren Lautsprecher in den Anstalten sitzen. „Radikal-religios“ nenne ich auch Gendersprecher und diejenigen, die in guter protestantischen Tradition gleich die Apokalypse an die Wand malen, wenn es mal wärmer oder kälter wird. Ich nenne auch alle, für die die Hautfarbe mehr aussagt als die Augenfarbe, Rassisten. „Sexistisch“ war Kirk bestimmt nicht, nur ultrakonservativ. Wer ihn vom Tod eines Brandstifters faselt, ist selbst einer. Es ginge auch anders, Hayali.

UN

Naher-Osten-Front

Man könnte angesichts des „Theaters“, das die UN um den fiktiven „Palästinenser“-Staat macht, die Meinung Gil Mandelzis in der Jerusalem Post teilen: „Defund, dismantle, and do over the UN – The idea of the UN remains relevant and incredibly important. However, there is zero reason for us to continue to trust the UN to do a job it hasn’t been doing for years“.

Es wäre so gut wie sicher, dass es keine Mehrheit dafür geben würde, wenn die Staatsgründung Israels heute auf der Tagesordnung stünde. Damals – 1947 – gab es zum Glück die Sowjetunion noch und auch die Tschechoslowakei, die eine positive Rolle spielten.

Frage für einen Freund: Deutschland ist für einen weiteren arabischen Terrorstaat in Palästina? Jerusalem soll wieder geteilt werden? Oder soll die Hauptstadt Ramallah sein? Die sind doch von allen guten Geistern verlassen. Oder wurden sie von den Wagenknechten beraten? Die sind mittlerweile offen antisemitisch und lassen bekannte Judenhasser zu Wort kommen: „Bei einer israelfeindlichen Kundgebung am Samstag in Berlin soll neben BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und Schauspieler Dieter Hallervorden auch Pink-Floyd-Gründer Roger Waters zu Wort kommen. Er werde mit einem Beitrag aus New York zugeschaltet, kündigte Wagenknecht in Berlin an.“

Vermutlich muss ich mich Israel für das Verhalten des hiesigen Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, entschuldigen.

Regards

„Spain bans Smotrich, Ben-Gvir“

feedback@knesset.gov.il
Berlin, September 9th 2025
Dear Mr. Smotrich,

The world isn’t just made up of anti-Semitic idiots. I just wanted to make that clear. If you come to Berlin, you are cordially invited to my modest private apartment…

Warm regards from an atheist Zionist Goj (!) from Germany
Burkhard Schroeder

Kernräume, revisited

greater Israel

Noch ein Update zu meinem Beitrag „Kernräume“. Ich lese gerade von Jean Améry „Der neue Antisemitismus“. – „Jean Amérys Essays, die zwischen 1969 und 1976 geschrieben wurden, erschrecken geradezu durch ihre Aktualität. Sie lesen sich in ihrer Prägnanz, als wären sie für den heutigen Tag geschrieben.“ Genau so ist es.

Zitat (S. 36f.): Eın Judentum freilich im Sinne historischer Tradition und positiver existentieller Lebensbasis habe ich mir nicht erworben. Das einzige, was mich positiv mit der Mehrzahl aller Juden der Welt verbindet, ist eine Solidarität, dıe ich mir längst nicht mehr als Pflicht gebieten muss, und namentlich die mit dem Staat Israel. Nicht, dass ich in diesem Lande würde wohnen wollen. Es ist mir zu heiß, zu laut, zu fremd in jeder Hinsicht. Auch nıcht, dass ich gutheiße, was immer man dort treibt. Ich verabscheue die theokratischen Tendenzen, den religiös getönten Nationalismus. Auch habe ich das Land nur ein einziges Mal zu kurzem Besuch gesehen und werde vielleicht nie wieder dahin kommen. Aber ich bin den Menschen dieser heillosen Erde, die allein sind, verlassen von aller Welt, unablösbar verbunden, auch wenn ich ihre Sprache nicht spreche und ihre Lebensformen niemals die meinen würden sein können. Für mich ist Israel keine Verheißung, kein biblisch legitimierter Territorialanspruch, kein Heiliges Land, nur Sammelplatz von Überlebenden, ein Staatsgebilde, wo jeder einzelne Einwohner noch immer und auf lange Zeit hin um seine physische Existenz bangen muss. Mit Israel solidarisch zu sein heißt für mich, den toten Kameraden die Treue bewahren.

Das trifft den Kern der Sache, auch für Nichtjuden. Dieser religiöse Mumpitz, der zum Beispiel auch von Israel heute vertreten wird, suggeriert, dass man höhere Wesen verehren und fromme Legenden für historische Tatsachen halten müsse, um Zionist zu sein Israel zu unterstützen. Das ist aber Unfug. (Schönes Thema für ein neues Buch!)

Ich sehe da eine große Gefahr, wenn die Religiotisierung in Israel fortschreitet. Die Ultras warten auf einen Messias, der natürlich nie kommen wird, und wollen am liebsten den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee abreißen und einen neuen Tempel (wofür? Um Ziegen zu schlachten?) bauen.

Ich lasse mich übrigens im Oktober von Noam Chen in Jerusalem herumführen, der ähnlich wie „Israel heute“ denkt. Der weiß schon, was ihn weltanschaulich mit mir als „Kunde“ erwartet. Wir werden auch gemeinsam nach Me’a Sche’arim gehen. Die feiern dort das Laubhüttenfest, wenn ich gerade da bin.

Demografische Falle

arafat

Interessante Meinung von Tova Herzl in der Jerusalem Post: Herzl argumentiert, dass eine vollständige Annexion von Judäa und Samaria mehr Nachteile als Vorteile hätte. Ich muss ihm ihr in jedem Punkt recht geben.

„Even if Israel annexes the territory, as is currently being discussed, it is unlikely to endanger its identity as a Jewish state by granting voting rights to the local population. There is ongoing debate about whether an Arab majority exists between the Jordan River and the Mediterranean Sea, or whether there is merely a very large minority. Either way, indefinite control would require ever-heavier burdens on both taxpayers and security forces.

Moreover, the world will not accept such disenfranchisement. Whatever the differences, the code word for institutionalized discrimination is “apartheid,” and we recall the fate of white South Africa. In other words, Israel is willingly entering an enduring demographic and political trap of its own making.“

Das war ja schon seit der Staatsgründung 1948 das Problem. Bei der Geburtenrate der arabischen Palästinenser (durchschnittlich (!) mehr als drei Kinder pro Frau – mehr als doppelt so viel als in Deutschland) würden die Juden über kurz oder lang als Staatsbürger in der Minderheit sein.

Smotrichs Plan löst das Problem temporär, aber nicht auf Dauer. Israel kann sich auf Dauer auch nicht der Unterstützung der USA sicher sein. Wenn dort die Wirtschaft den Bach runtergeht, wovon ich ausgehe, könnten die merkwürdigsten antisemitischen Gestalten plötzlich an die Macht kommen.

Israel könnte natürlich eine Lesotho- und Eswatini-Lösung ins Auge fassen. Darauf wird es hinauslaufen.

Flash

solimoes
Mündung des Rio Negro in den Solimoes (Amazonas) bei Manaus, fotografiert Februar 1980

Ich hatte jüngst nostalgische Anwandlungen. An welche Momente auf meinen Reisen kann ich mich besonders gut erinnern, und welche haben eine Art „Flash“ erzeugt? Das kann man schwer beschreiben, und es sind gar nicht so viele, die extrem positive Gefühle und Adrenalin hervorriefen.

Auf meiner ersten Reise 1979/80 durch die USA, Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados habe ich das trotz der Exotik nicht gespürt. In Belize gefiel es mir außerordentlich, vor allem, weil ich so gut wie nichts über das Land wusste. Aber es fehlte dieser „Wow“-Moment.

Ziemlich nah dran war, als ich zum ersten Mal den Amazonas sah. In dem Milieu, aus dem ich komme, waren Reisen dieser Art damals gar nicht denkbar bzw. vorstellbar, genau so wenig wie der Berufswunsch „Journalist“ oder „Schriftsteller“.

Leimus
Der Rio Coco, Grenzfluss zwischen Honduras und Nicaragua (auf der gegenüberliegenden Seite), fotografiert Dezember 1981.

Auf der zweiten Reise gab es so einen unvergesslichen Moment. Als wir in einer gottverlassenen Pampa und allein am Rio Coco in Honduras saßen und einen Einbaum sahen, der uns herüberholen wollte, gesteuert von einem Mädchen, das fast noch ein Kind war. Und dann am anderen Ufer der misstrauische Empfang durch bis an die Zähne bewaffneten Sandinistas, die unser gesamtes Gepäck auseinandernahmen. Und – endlich! – die Einladung des „Revolutionskommandanten“ zu einem comida international („internationalen Essen“) mit allen zusammen, womit Spagetti gemeint war. Das war wie ein „Flash“ – nach dem Motto: Das glaubt uns keiner! Und das lässt sich nicht wiederholen.

salar
Salzwüste in Bolivien westlich von Oruro, 1984

Dritte Reise 1984, sieben Monate Peru und Bolivien. Zwei Tage Fußmarsch durch eine Salzwüste, zuerst mit schwerem Gepäck, dann mit leichtem. Und dann endlich am späten Nachmittag die primitiven Hütten von Chipaya am Horizont. In einer der ersten wurde gerade Brot gebacken. Die Nachricht, dass damals in Bolivien eine Inflation wie in der Weimarer Republik war, war noch bis dorthin nicht vorgedrungen. Die beiden Brote, die wir kauften, kosteten weniger als damals zehn Pfennig. Ich habe noch nie so leckeres (Weiß)Brot gegessen. Das war schon wie im Film. Man fragt sich: Ich das jetzt real oder nur ein Traum?

Ausangate
Ein Dorf östlich von Urcos in Peru. Der schneebedeckte Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota 1984.

Der zweite Flash-Moment ist klar zu benennen, aber nicht der Ort (vielleicht Mahuayani). Ich war mit einem LKW (illegaler Holztransport, rund 20 Personen auf der Ladefläche und ein paar Benzinkanister) unterwegs von Puerto Maldonado im Urwald von Peru nach Cusco, zwei Tage und eine Nacht, auf einer der damals gefährlichsten Straßen (Teil der Interoceanica Sur) der Welt.

In der Nacht hatten wir bei klirrender Kälte den Pass nördlich des Lago Sinkrinaqucha (4.377 m, spanisch: Singrenacocha) überquert. Ich weiß noch, dass der LKW gegen Mitternacht ein paar Stunden anhielt, weil der Fahrer sich nicht traute weiterzufahren, und dass ich austreten musste und fast alles anzog, was ich hatte, um nicht zu Eis zu erstarren: Zwei Pullover, Wollmütze, Wollhandschuhe. Wir führen weiter und erreichten kurz darauf dieses Dorf kurz nach Sonnenaufgang.

Ich sprang immer noch bibbernd vor Kälte vom LKW. Dann kam mir ein Reiter entgegen, der vom Pferd stieg und die anderen „Fahrgäste“ fragte, wer ich sei (ich trug eine Art Poncho und einen Hut). Alles war total unwirklich, aber ein unvergessliches Erlebnis.

coro
Mein Rucksack auf der Plaza Falcón in Coro, Venezuela, kurz vor Sonnenaufgang, 18.1.1998

Auch 1998 in Venezuela gab es Momente wie die Tänzerinnen in Coro. Aber noch mehr flashte mich ein paar Tage vorher die Ankunft dort:

Der Bus fährt direkt nach Coro. Krachendes TV, daily soap auf venezolanisch, ich brauche nicht lange, um mich daran zu gewöhnen und trotzdem zu schlafen. Um kurz nach fünf rüttelt mich jemand – wir sind schon da. Eine Brise, irgendwo muss das Meer sein. Mit schweren Füßen durch schmale, holprige Straßen einer Vorstadt. Ich bin ganz allein. Hunde bellen mich an, ohne mich zu sehen. [Ich habe mir das angesehen: Der Terminal Terreste Polica Salas – der Busbahnhof – von Coro ist an der Calle Maparari, es sind von dort gut zwei Kilometer zu Fuß bis ins Stadtzentrum.]

Endlich: die Plaza von Santa Ana de Coro, gegründet 1527 vom Spanier Juan de Ampiés, der sich dazu die Erlaubnis des Kaziken Manaure holte. Die kleine Kathedrale, dem heiligen Franziskus geweiht. Als Georg Hohermuth von Speyer und Philipp von Hutten 1528 auf diesem Platz standen, war sie noch nicht fertig. Sonnenaufgang.

Ich sitze auf einer Bank und versuche mir vorzustellen: 400 deutsche Landsknechte und sächsische Bergknappen, die hier, genau an dieser Stelle, damals, vor fast 500 Jahren, aufgebrochen sind nach El Dorado. Ich schaue auf die Uhr. Es ist unfassbar. Von Berlin nach Coro in weniger als 48 Stunden.

coro

Je mehr ich in Erinnerungen schwelge, um so mehr fällt mir ein. Aber einen Flash habe ich noch, und der ist gar nicht so lang her.

Jaffa Gate
Jaffa Gate, Jerusalem, 10.10.2023

Ich kann mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Es war wie im Fieber. Ich hätte am liebsten einen Passanten gepackt und ihn gebeten, mich zu schütteln. Bin ich wirklich hier? Ist das wahr?

Im Oktober werden ich ein bisschen gelassener sein, wenn ich wieder da stehe.

Kernräume

Israelk

Ich musste schmunzeln. Wer – wenn nicht Bezalel Smotrich – würde sich das trauen. Das Label „rechtsextrem“ von Wikipedia halte ich für völlig bescheuert, aber rationale Argumente helfen bekanntlich nicht.

Israel heute (Telegram): „Die von Finanzminister Bezalel Smotrich vorgestellte Karte eines möglichen israelischen Annexionsplans im biblischen Kernland Judäa und Samaria zeigt: Die großen arabischen Städte (gelb markiert) sollen als autonome Zonen bestehen bleiben, während der übrige biblische Kernraum unter direkte israelische Zivilverwaltung gestellt würde.

Die Karte wurde mit dem Logo des israelischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht.

Die Rufe nach einer Ausweitung der israelischen Souveränität über Judäa und Samaria nehmen zu – gerade jetzt, da sich die UN-Generalversammlung nähert, bei der mehrere westliche Staaten beabsichtigen, einen unabhängigen Palästinenserstaat anzuerkennen.“

Die gelben Orte sind Jenin und Tulkarm im Norden, Jericho, Hebron und Ramallah.

Biblisches Kernland – das genau ist das Problem mit den Verehrern höherer Wesen der jüdischen Art. Wie kann man politische Forderungen mit einem Buch voller frommer Legenden, Mythen und Märchen begründen wollen? Als der moderne Staat Israel entstand, war das gar nicht nötig. Soll ich mich etwa als atheistischer zionistischer Goi auf die Bibel berufen? Gott bewahre Das fehlte noch.

Unstrittig ist, dass Israel schon 3000 Jahre existiert, in welchem Umfang auch immer. Das allein ist auch kein Argument, weil die Deutschen auch mehrere Jahrhunderte in Osteuropa siedelten und irgendwann weichen mussten.

Es hat sich eben historisch ergeben, dass Palästina der einzige Ort ist, in dem Juden heute sicher sind. Wenn das die Araber nicht wollen, ist das ihr Pech. Sie hätten es anders haben können, waren aber zu blöd dazu und sind es immer noch. Die herrschenden Klassen in allen muslimischen Staaten brauchen ein äußeres Feindbild, um vom internen Klassenkampf abzulenken. Das wird sich so schnell nicht ändern.

Alle Nationalstaaten, außer vielleicht Island, sind mit Gewalt entstanden, mitsamt ihrer Grenzen. Die Römer hatten die richtige pragmatische Haltung dazu: Vae victis!

Großes Vertrauen

gaza
Gaza im Jahr 2050, im Hintergrund der neue Trump-Tower

Ich finde die Idee ganz großartig. Die Qualitätsboulevardmedien berichten: Der „GREAT“-Plan („Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation“; dt.:“Wiederaufbau, wirtschaftliche Beschleunigung und Transformation in Gaza“) sieht Gaza für mindestens zehn Jahre unter US-Treuhandverwaltung, „bis eine reformierte und entradikalisierte palästinensische Staatsgewalt bereit ist, an seine Stelle zu treten.“
Das Gebiet soll in ein Tourismus- und Hightech-Zentrum verwandelt werden. Die zwei Millionen Einwohner würden vorübergehend „freiwillig“ auswandern oder in gesicherte Zonen ziehen.“

Die Araber werden, wie schon seit 1948, gegen alles sein. Eine „Reform“ der korrupten Mischpoke, die meint, die Araber Palästinas außerhalb Israels zu regieren, wird es natürlich auch niemals geben. Was kommt danach?

Die Israelis reagieren schon: „Eine Gruppe israelischer Geschäftsleute präsentierte der Trump -Verwaltung in einem neuen Gaza -Projekt namens „Great Trust“ ein Slide -Deck.

Das Konzept sieht ein Nachkriegsgaza vor, in dem das gesamte öffentliche Land in einem Trust gelegt wird, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu fördern und zu fördern. Das „große Vertrauen“ würde dann das öffentliche Land von Gaza an Investoren als tokenisierte Vermögenswerte auf der Blockchain verkaufen.

Mit dem „großen Vertrauen“ können die Gazaner in privatem Besitz in das Vertrauen in den Austausch gegen Token übertragen. Diese Token geben den Gazanern das Recht, einen dauerhaften Wohnraum zu besitzen.“ (Der Text ist so holprig verfasst, dass er garantiert von einer KI generiert wurde.)

Vermutlich wird es so ausgehen: Bis Ende 2025 soll die Hamas komplett vernichtet werden. Gaza-Stadt und eine sehr verbreiterte Philadelphi-Passage werden annektiert werden. Den Rest werden sie Trump überlassen. Es kann also auch sein, wie schon am Toten Meer, dass die Araber nicht mehr an den Strand dürfen.

FYI Kraftvolle Wiederholungen und das Wort zum Sonntag

jemen

וְהָיָה בַּיּוֹם הַהוּא אֲבַקֵּשׁ לְהַשְׁמִיד אֶת־כָּל־הַגּוֹיִם הַבָּאִים עַל־יְרוּשָׁלִָם׃

„Vnd zu der zeit, werde ich gedencken zu vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind.“ (Sacharja 12,9)

Übersetzt von Maariv – Autor Avi Aschkenasi:

Wie eine kraftvolle Wiederholung des „Pager“-Coup: Der Schlag, den Israel dem Jemen und den Huthis versetzte, kommt ans Licht.

Der dramatische Angriff in Sanaa gilt als einer der eindrucksvollsten operativen und nachrichtendienstlichen Erfolge Israels im Jemen. Kampfflugzeuge der Luftwaffe, die nach der Identifizierung des Huthi-Generalstabschefs auf die Freigabe warteten, warfen zehn Ein-Tonnen-Bomben ab und zerstörten das Gebäude mit hochrangigen Regierungsvertretern.

Der gestrige (Donnerstag) Angriff im Jemen war ein dramatischer nachrichtendienstlicher und operativer Erfolg, der sogar die „Pager“-Operation im Libanon übertraf.

Trotz der großen Distanz zu Israel – über zweitausend Kilometer – kreisten zahlreiche Kampfflugzeuge der Luftwaffe, beladen mit Tonnen von Bomben, und warteten auf das grüne Licht, um die Sitzung der Huthi-Regierung in einem geheimen Gebäude in Sanaa anzugreifen. Die Maschinen hielten sich zurück, weil der Huthi-Generalstabschef, den Israel bereits vor einigen Monaten während der Operation „Am Kol-Lavi“ zu eliminieren versucht hatte, zu der Sitzung erwartet wurde. Doch es war unklar, ob er tatsächlich eintreffen würde.

Bevor den Piloten der Befehl erteilt wurde, ohne Bombenabwurf umzukehren, fiel die Entscheidung, das Gebäude anzugreifen, in dem sich bereits fast alle Minister der Huthi-Regierung aufhielten – darunter der Innen- und der Verteidigungsminister, die neben dem Generalstabschef als Schlüsselfiguren bei der Führung der militärischen Angelegenheiten im Jemen gelten.

Der israelische Nachrichtendienst übermittelte eine Verknüpfung in der Kirya, wonach sich alle für die Ausschaltung vorgesehenen Zielpersonen im Gebäude befanden, und damit begann das Rennen gegen die Zeit. Der Generalstabschef, Generalleutnant Ejal Samir, informierte Verteidigungsminister Israel Katz und Premierminister Benjamin Netanjahu über das rote Telefon. Der Luftwaffenchef, General Tomer Bar, und seine Leute erhielten fortlaufend Updates über den Treibstoffstand der Angriffsflugzeuge und den Zeitpunkt ihres Übergangs vom Wartegebiet zum Angriff auf Sanaa, das tief im bebauten Gebiet des Jemen liegt. Ab dem Moment, in dem der Premierminister die Freigabe für den Angriff gab, gingen die Flugzeuge nacheinander hinein und warfen binnen Sekundenbruchteilen zehn Bomben ab – jede mit einer Tonne Sprengstoff – auf das Gebäude. In der Armee geht man davon aus, dass keiner der Anwesenden in dem Gebäude einen solchen Bombardement überleben konnte.

In der Armee heißt es, das Niveau der Aufklärung und die Entschlossenheit der Luftwaffe hätten den Erfolg der Operation ermöglicht. „Die Piloten und die Nachrichtendienstler zeigten Entschlossenheit und Kaltblütigkeit und signalisierten den Kommandeuren, dass sie fest entschlossen sind, auf die Bestätigung des Eintreffens des Huthi-Generalstabschefs im Gebäude zu warten. Der Erfolg der Operation resultierte aus der Beharrlichkeit von unten, von denen, die gehandelt haben“, sagte ein Militärvertreter, der in die Aktion eingeweiht war.

Der Schoß ist fruchtbar noch

israel

Frontberichte

map ukraine
Source: ISW

Ostfront

Waffen für die Ukraine, aber keine für Israel ist jetzt die deutsche Staatsraison.

Das wird alles nichts helfen, auch wenn man die Steuergelder verpulvert. Der Amtseid des Bundeskanzlers lautet übrigens: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde“. Waffen für die Ukraine sind zum Wohle des Volkes? Gut zu wissen.

Ich glaube, dass bei dem Treffen zwischen Putin und Trump nichts herauskommen wird, obwohl Trump als Geschäftsmann Angebote machen wird:“ The US intends to offer Russia the development of rare earth minerals in Alaska, reports The Daily Telegraph. Trump is preparing to present such a deal to Putin during the upcoming summit in Alaska, the publication says.bThe Telegraph writes that as incentives to end the war, the White House will offer opening Alaska’s natural resources to Moscow and lifting some American sanctions on the Russian aviation industry.“

Die Russen werden den Donbass einnehmen und auch sonst alles kriegen, was sie wollen.

Hauptimporte Russlands aus den USA (Stand 2021)
Gemäß einer Analyse der US-Handelsdaten von 2021 waren die wichtigsten Warensektoren der amerikanischen Exporte nach Russland:
– Transportgüter – rund 33,9 % der Exporte (z. B. Fahrzeuge und Flugzeugteile)
– Maschinen – ein bedeutender Anteil (Mittelmaschinen, Ausrüstungen o. Ä.)
(Trading Economics) nennt als Russlands insgesamt wichtigste Importkategorien (aus allen Ländern, nicht nur USA):
– Maschinen, Kernreaktoren, Kessel – ca. $54,4 Mrd (2021)
– Elektrische, elektronische Ausrüstung – $36,8 Mrd
– Fahrzeuge (außer Schiene) – $26,8 Mrd (mit Unterstützung von ChatGPT)

Die Russen brauchen also nichts von den USA. Und was sie brauchen könnten – wie Lithium – kriegen wie woanders her.

Innere Front

NIUSe

Die üblichen Verdächtigen haben natürlich aufgeheult. Die Amis lesen uns die Leviten. Was erlauben? Wie kann man nur gegen den Islam sein? (Man muss ja nicht gleich wie die Neuseeländer agieren.)

– „Zensur gebe es in Deutschland etwa auf Online-Plattformen, hieß es zudem unter Verweis auf die EU-Auflage für Facebook oder X, Hassbotschaften zu löschen. Im Kampf gegen die Ursachen von Antisemitismus legten die deutschen Bundesbehörden zudem einen zu großen Schwerpunkt auf Rechtsextreme und verharmlosten die Rolle eingewanderter Muslime.“ (Bezieht sich auf Country Reports on Human Rights Practices)

– „Bundestagspräsidentin Julia Klöckner soll beim Sommerfest der Koblenzer CDU sprechen. Doch es gibt einen Stein des Anstoßes: Die Veranstaltung soll bei einem Unternehmer stattfinden, der das Portal „Nius“ finanziert. Politiker anderer Parteien reagieren entsetzt.“

Entsetzt? Geht es nicht eine Nummer kleiner? Was ist an NIUS auszusetzen – außer dem Schwefelgeruch? Es geht wieder mal um Kontaktschuld. Oder: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.Wer schmuddelt, bestimmen die Anstalten. Die sind doch alle total irre.

Daniel Leon Schikora schreibt auf Facebook: „Eine Israelhasserin und einstige Apologetin der westukrainischen NPD-Schwesterpartei „Swoboda“ – einer Partei, die durch widerwärtigste antisemitische Hetze hervorgetreten war – darf sich in der JA über eine „Neuauflage des Münchner Abkommens von 1938“ verbreiten – womit sie selbstverständlich nicht die Tendenz, das bürgerlich-demokratische Israel seinen Todfeinden in den Rachen zu werfen wie 1938 die bürgerlich-demokratische Tschechoslowakei, im Auge hat, vielmehr bedient sie das geschichtsrevisionistische „Putler“-Narrativ ihrer Freunde in Lwiw. Glaubt die Redaktion der JA, auf diese Weise „propalästinensischen“ Geschichtsrevisionismus zu „bekämpfen“?

Front im Nahen Osten

hamas

– Kanadisches Filmfest strich Doku über Hamas-Massaker – „aus Sorge um Bildrechte der Terroristen.“

Frage: Hätten die US-Amerikaner die Fotos aus den Konzentrationslager in Deutschland zurückhalten sollen, weil die SS eventuell über die Urheberrechte verfügte?

– Bezalel Smotrich, Israels Finanzminister, macht eine interessante Ansage. „The plan is the ‚final nail in the coffin‘ for the concept of a Palestinian state“. Schon klar. Es geht um den E1 Settlement Plan „near Ma’aleh Adumim, which would split east Jerusalem from the West Bank. Tja. Ich frage mich, woher Israel eigentlich die Siedler hernimmt? Sind das die Orthodoxen mit ihrem Kinderreichtum? Wohl kaum.

In dem vom Ehud Olmert 2006 vorgestellten Konvergenz-Plan gehörte Maʿale Adummim zu den großen jüdischen Siedlungsarealen jenseits der Grünen Linie, die Israel für sich beansprucht und im Falle eines Friedensvertrags mit den Palästinensern an Israel angegliedert werden sollten. Im Gegenzug war Olmert zur Aufgabe kleinerer Siedlungen bereit. Der Plan wurde von der Palästinensischen Autonomiebehörde abgelehnt.

(Ich glaube, da werde ich im Oktober mal gut essen.)

Natürlich, die lehnen immer alles ab, schon seit 1948. Da es keinen Friedensvertrag und keinen „palästinensischen“ Staat geben wird (außer vielleicht im Westen Gazas), kann man auch gleich Fakten schaffen. Das sieht Smotrich ganz richtig.

– Hysterische Weiber.

Eliminiert

djv

Beim Deutschen Journalistenverband (Bundesverband) nimmt die Verblödung immer mehr zu, wenn es um Israel geht. „Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilt die Tötung von palästinensischen Journalisten und Kameraleuten durch das israelische Militär.

Die israelische Armee hatte zuvor bekannt gegeben, den palästinensischen Journalisten Anas al-Sharif wegen angeblicher Verbindungen zur Terrororganisation Hamas getötet zu haben. Dabei sollen vier weitere Medienschaffende ums Leben gekommen sein. Al-Sharif arbeitete für den Sender Al Jazeera. Der Sender sowie die UNO wiesen die Vorwürfe gegen den Journalisten zurück, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, weil internationalen Journalisten der Zugang zum Gazastreifen verwehrt wird.“

Sogar die Qualitätsboulevardmedien sind da besser: „So veröffentlichte ein Armee-Sprecher ein undatiertes Foto, auf dem al-Sharif mit dem mittlerweile getöteten Hamas-Chef Yahya Sinwar zu sehen ist. Der 2024 ausgeschaltete Terrorführer, der Architekt des Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023, legt ihm kumpelhaft den Arm um die Schulter, al-Sharif grinst fröhlich. Es ist ein Bild, das Intimität und Vertrautheit zeigt – nicht Distanz oder kritische journalistische Beobachtung. Für einen unabhängigen Reporter in einem der brutalsten Konflikte der Welt ist das ein mehr als ungewöhnliches Motiv.“

Die Vorwürfe lassen sich sehr wohl überprüfen. Aber die wollen nicht oder sind zu ignorant dafür.

Kenechukwu Chinazam Udeokpala und anderes

e-mail

Womit soll ich anfangen? Was schlägt mein E-Mail-Programm vor?

Die Iden des Merz. Wer weiß, was wirklich geschieht? Liefert Deutschland Waffen an Israel – und welche?

Ich hätte das an Merz‘ Stelle so gemacht. Ich hätte Netanjahu angerufen und ihm gesagt: Schalom, Benjamin, ich habe ein Problem. Du weißt vermutlich (und wenn nicht, frage den Mossad), dass mich mein Koalitionspartner SPD mit seinen muslimischen Wählern (andere haben sie ja kaum noch) erpresst. Dann ist da auch noch die Geschichte mit Frauke, die dumm gelaufen ist. Ich muss also symbolisch irgendwas tun, um die Idioten ruhig zustellen. Ich werde also behaupteten, dass wir euch keine Waffen mehr liefern, die ihr auch in Gaza benutzen könntet. Es wird einen Shitstorm geben, aber den sitze ich aus. In Wahrheit werden wir natürlich alles liefern, was ihr braucht, um die Drecksarbeit für uns zu machen, notfalls über Mittelsmänner… äh und Mittelsfrauen. Lehitraot!

Ich fürchte aber, dass der Kanzler gar nicht so klug ist. Wir brauchen vermutlich einen anderen Vorsitzenden des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet. Und Reden hört er auch nicht zu. Andere wollen, dass er sein Gesicht wahren kann.

todenhöfer

Die Israelis sind einfach zu gutmütig. Warum lassen sie solche Gestalten ins Land? Weil es den Unterhaltungswert erhöht wie Meme auf Instagram?

Was die üblichen Verdächtigen sagen, ahnt man schon: Der Iran hat Marz zu seiner Entscheidung gratuliert, und Frau Chebli natürlich auch. Muss man da noch „Gesäße auf Eimern“ anmerken? Oder wächst da etwas zusammen, was immer schon zusammengehörte?

Wenn mir die Mullahs und gefühlte „Palästinenser&%_Innen“ applaudieren, dann weiß ich, dass ich etwas total falsch gemacht habe.

palästina

Ever heard of Dresden?

Huckabee responded: “So Israel is expected to surrender to Hamas & feed them even though Israeli hostages are being starved? Did UK surrender to Nazis and drop food to them? Ever heard of Dresden, PM Starmer? That wasn’t food you dropped. If you had been PM then, the UK would be speaking German!”

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