Solarreserven
Ich habe mir noch ein nettes Gadget für die Negev im Oktober gekauft – eine Vikeri Solar Powerbank mit Kompass und allerlei Schnickschnack. Moovit hatte mir schon vor zwei Jahren aus der Klemme geholfen, aber ich weiß nicht, ob in der Wüste überall Empfang ist.
Ich werde ein paar Tage von Arabern umzingelt sein. Haben die überhaupt Internet? Da können Energiereserven in jeder Hinsicht nicht schaden.
Tage des Zorns

Albrecht Dürer ist zum Thema unübertroffen, aber die KI ist auch nicht schlecht.
Nein, natürlich verfolge ich die Weltläufte alles. Ich google auch nach „Hannover“ und „Gaza“ und wende ich wieder mit Grausen ab.
Palim, palim. Guten Abend. Darf ich mit Ihnen über die Apokalypse reden? Nein? Dann noch einen schönen Abend!
Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.
Krieg und Experten für Krieg, entsetzliche Videos von Geiseln. Vulkanausbrüche. BrahMos.
Da sah ich und siehe, ein fahles Pferd; und der auf ihm saß, heißt der Tod; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde.
Der Bundeskanzler meint, er müsse Israel vorschreiben, was zu tun und zu lassen sei. (Einfach mal die Kresse halten!) Es ist alles nicht zum Aushalten. Estland baut Tore an der Grenze zu Russland.
Und ich sah: Das Lamm öffnete das sechste Siegel. Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand und der ganze Mond wurde wie Blut. Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt. Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle weggerückt
Merksatz. Wer einen Krieg beginnt und dann verliert, sollte sich nicht zum Opfer stilisieren. Die Deutschen waren ein Tätervolk und Mitläufer. Die Araber in Gaza sind kein „Volk“, aber Täter und Mitläufer. Selbst schuld – wie die Einwohner von Dresden.
Und der erste Engel posaunte: und ward ein Hagel und Feuer mit Blut gemenget, und fiel auf die Erde. Und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grün Gras verbrannte. Und der andere Engel posaunte: und es ward als ein großer Berg mit Feuer brennend, ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meers ward Blut; und der dritte Teil der lebendigen Kreaturen im Meer starb, die Leben hatten; und der dritte Teil der Schiffe verderbet. Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel; und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme, und auf die Wasserbrunnen. Und des Sterns Name heißet Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, denn sie waren bitter worden. Und der vierte Engel posaunte: und ward geschlagen der dritte Teil der Sonne, und der dritte Teil des Mondes, und der dritte Teil der Sterne, dass der dritte Teil verfinstert ward, und der Tag nicht scheinet den dritten Teil, und die Nacht desgleichen.
Nein, Alice Weidel ist nicht tot.
Und die vier Engel wurden losgebunden, die bereit waren auf die Stunde und auf den Tag und auf den Monat und auf das Jahr, dass sie töteten den dritten Teil der Menschen. Und die Zahl des reisigen Heers war viel tausend mal tausend; ich hörte ihre Zahl. Und also sah ich in Gesichte die Pferde, und die darauf saßen, dass sie hatten feurige und blaue und schwefelgelbe Panzer; und die Häupter der Pferde waren wie der Löwen Häupter, und aus ihren Mündern ging Feuer und Rauch und Schwefel.
Soll ich im Oktober den Tempelberg besuchen? Nein, Tagesschau, die Anerkennung eines „palästinensischen“ Staates ist mitnichten ein Thema, nur bei euch. „Israelische Regierung reagiert kaum auf Druck“. Würde ich auch nicht. Man kennt das alles schon. Ich würde noch zusätzlich den Mittelfinger zeigen.
Und er sagte zu mir: Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht! Denn die Zeit ist nahe..
Work in Progress
Ich habe die Literaturliste zu Israel in die Blogroll gebeamt, weil ich die oft brauche und immer wieder updaten muss.
Lügenqualitätsmedien oder: Unter Zurückrudernden
Richard C. Schneider schrieb in der NZZ: „Israel at risk of losing the propaganda war – In a fragmented media landscape, Israel is finding it hard to sell its version of events in Gaza. Images of suffering and destruction are transforming its global image from that of small threatened state to arrogant aggressor.“
Man wundert sich schon, dass in Deutschland fast unisono auf Israel eingedroschen wird und jede Hemmung fallen gelassen wird. Auch wenn man von ausländischen Medien abschreibt, wird es nicht besser. Jetzt hat es die New York Times aber kräftig erwischt:
The New York Times is facing scrutiny after issuing a quietly placed correction to its widely shared Gaza famine story, one that critics say reached only a fraction of its audience. The editors’ note, published Tuesday, acknowledged that the emaciated toddler featured on the front page of the Times last week suffers from severe preexisting medical conditions unrelated to the war, a fact omitted from the original coverage.
The correction was appended to the online article and posted to the Times’ public relations account on X, which has fewer than 90,000 followers. It did not appear on the Times’ main account, followed by over 55 million users. By then, the image and story had already gone viral and been cited globally as emblematic of famine in Gaza.
Vermutlich denken die Damen und Herren Antisemiten, man müsse nur mit Dreck schmeißen – irgendwas werde schon hängenbleiben. Man muss die hiesige Springer-Presse loben:
Es gibt viele Aufnahmen, die das Leid der Menschen im Kriegsgebiet Gaza zeigen. Eine wurde besonders berühmt. Sie zeigt ein ausgemergeltes, knochiges Kind in den Armen seiner Mutter. Das Foto schaffte es auf die Titelseiten der renommierten „New York Times“ und der „Washington Post“. Auch CNN, die BBC, der „Guardian“, die „Daily Mail“, die britische „Times“ und viele mehr verbreiteten es weiter. Der „Stern“ druckt ein Foto des Kindes im Heft und bebildert damit seine Titelgeschichte. Die ZEIT titelt dazu: „So sieht Hunger aus“.
Doch nach der weltweiten Veröffentlichung des Fotos kam heraus, dass der Junge vor allem schwer krank ist. Der 18 Monate alte Junge leidet seit seiner Geburt an einer Behinderung, mutmaßlich verursacht durch eine geerbte genetische Erkrankung.
Haben die eigentlich überhaupt nicht recherchiert oder zu wenig oder gleich von der Hamas ab geschrieben? Übrigens wurde der Junge auf dem besagten Foto in Israel behandelt.
Wir haben also „errors, omissions, and poor editorial supervision“ (Fehler, Auslassungen und schlechte redaktionelle Aufsicht). Das gilt für die deutsche Presse um so mehr.
Andererseits hatte die New York Times vor einem Jahr laut Intercept schon geahnt, was kommen würde:
The New York Times instructed journalists covering Israel’s war on the Gaza Strip to restrict the use of the terms “genocide” and “ethnic cleansing” and to “avoid” using the phrase “occupied territory” when describing Palestinian land, according to a copy of an internal memo obtained by The Intercept. The memo also instructs reporters not to use the word Palestine “except in very rare cases” and to steer clear of the term “refugee camps” to describe areas of Gaza historically settled by displaced Palestinians expelled from other parts of Palestine during previous Israeli–Arab wars. The areas are recognized by the United Nations as refugee camps and house hundreds of thousands of registered refugees.
Geholfen hat es wenig. Einer der Leitsätze des Springer-Konzerns ist: „Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel“. Ich kann mich an ein sinngemäßes Statement Hermann L. Gremlizas dazu erinnern, warum der Verleger Axel Springer das eingeführt habe: „Weil er seine Pappenheimer kennt.“
Christian Walther, ein ehemaliger Vorsitzender des DJV Berlin, schrieb auf Facebook, die Haaretz sei Israels führende liberale Tageszeitung“. Die Deutschen mögen das Führende, aber in diesem Fall – und in den meisten anderen auch (außer beim Formel 1-Rennen) ist es einfach Blödsinn. Die Haaretz ist so „führend“ wie die Junge Welt hierzulande. Mal sehen, ob die auch eine Richtigstellung drucken?
Krieg der Bilder
Perlentaucher: „In der FAZ greift Matthias Rüb den Skandal um die Fotos von kranken palästinensischen Kindern auf, die seit Juni in Italien wegen Krankheiten wie Mukoviszidose (einer vererbten Stoffwechselerkrankung), zerebraler Kinderlähmung und Hypoxämie (Sauerstoffarmut im Blut) behandelt werden, deren Bilder jedoch von zahlreichen, auch seriösen Presseorganen benutzt wurden, um den Zustand der Kinder in Gaza zu illustrieren (unsere Resümees hier und hier). Die italienische Tageszeitung Il Fatto Quotidiano lieferte dafür ein besonders perfides Beispiel, erzählt Rüb. Sie publizierte das Bild des an Mukoviszidose leidenden abgemagerten Osama al-Raqab unter der Überschrift „Se questo è un bambino“, eine deutliche Anspielung auf Primo Levis 1947 erschienenes Buch ‚Se questo è un uomo‘, in dem Levi „die Geschichte seines Überlebenskampfes in Auschwitz protokollierte. Das Buch erschien 1961 in deutscher Übersetzung unter dem Titel ‚Ist das ein Mensch?‘. Entsprechend wäre die Titelzeile der Zeitung mit ‚Ist das ein Kind?‘ ins Deutsche zu übertragen. Das von der Zeitung suggerierte Narrativ ist klar: Was Palästinenser wie das abgebildete Kind zurzeit im abgeriegelten Gazastreifen erleiden, soll mit dem Schicksal des Turiner Juden Primo Levi in dem deutschen KZ Auschwitz assoziiert werden. Die Opfer des Holocausts, so wird insinuiert, sind zum Tätervolk des Völkermordes an den Palästinensern geworden.“ Und wenn es dafür keine Beweise gibt, muss man sie eben fingieren.“
Und: „Israel droht den Krieg der Bilder zu verlieren, fürchtet Richard C. Schneider in der NZZ: „In einer zunehmend polarisierten, identitätspolitischen Welt, in der Unterdrückung und Widerstand oft in festen Mustern gedacht werden, fällt es Israel schwer, sich als angegriffenes Land zu positionieren. In vielen Köpfen ist der Staat nicht das Opfer, sondern der Aggressor – unabhängig von der Vorgeschichte des 7. Oktober. Diese Dynamik wird durch soziale Netzwerke verstärkt, wo Meinung und Narrative durch Wiederholung zur vermeintlichen Realität werden. Gaza ist somit auch ein Brennglas unserer medialen Gegenwart: ein Ort, an dem sich die Macht der Bilder, die Grenze von Fakten und die Frage nach der Wahrheit auf tragische Weise vereinen.“
Fakten schaffen

Ich habe da eine persönliche Verschwörungstheorie.
Zwei Ereignisse, die fast an demselben Tag stattfinden: Der französische Präsident Macron will einen real nicht existierenden Staat Liberland „Palästina“ anerkennen (Oder hat er sich vertan und meint Achsivland?). Und das israelische Parlament will die Souveränität Israels über Samaria und Judäa sichern. Man vermeidet den Begriff Annexion (die russische Propaganda – also automatisch voll gelogen – behauptet natürlich etwas anderes). „Finance Minister Bezalel Smotrich wrote on X/Twitter, „I thank President Macron for providing an additional — and most compelling — reason to finally implement Israeli sovereignty over the historic regions of Judea and Samaria.““
Meine Theorie: Der Mossad weiß bestimmt, was die französische Regierung wann und wo und was verlautbaren will. Also kam man Macron zuvor. Außerdem ist unklar, was der Muslimfreund Macron eigentlich anerkennen will. Meint er wirklich, Israel würde den Osten Jerusalems irgendeinem korrupten arabischen Warlord übergeben? Der ist doch irre!
Ich hätte aber eine Lösung: Warum nicht einen Staat „Palästina“ in Gaza? Und nur da? Das wäre doch ein schöner Kompromiss. Hauptstadt Khan Younis. Aber das fänden wiederum auch nicht alle gut.
Die bürgerliche Presse kommentiert: „Mit seiner Ankündigung über die Anerkennung eines Palästinenserstaates zielt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf die Muslime im Land ab. Unter französischen Juden ist die Empörung groß. Und ausgerechnet Marine Le Pen steht nun als bedingungslose Verteidigerin Israels da.“
ChatGPT: „Wahlberechtigte 2022 in Frankreich: ca. 48,75 Millionen
Geschätzter Anteil muslimischer Erwachsener: etwa 10 % → ca. 4,8 Millionen Wahlberechtigte Muslime“.
Das wird in Deutschland in ein paar Jahren ähnlich sein und wurde von Sawsan Chebli schon vorhergesagt. Der SPD-Politiker Faktenchecker behaupten: „Nein, Ralf Stegner hat nicht gesagt, dass es eine Islamisierung gibt und sich keiner daran stört.“ Was hat er denn gesagt? „Die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird, sie haben aber sehr wohl ein Problem damit, dass sie vielleicht die Miete nicht bezahlen können, die Rente nicht reicht, die Pflege nicht geregelt ist oder ihr Arbeitsplatz wackelt oder die Ausbildung nicht da ist.“ Ach. Ach was.
Die deutsche Regierung möchte jetzt nicht einen fiktiven Staat Palästina anerkennen. Aber auf lange Sicht wird die SPD sowieso umfallen wie immer. Woher sollten sonst ihre Wähler kommen – wenn nicht von den Muslimen?

Ideologische Narrative
Sarah Maria Sander analysiert die antisemitische Berichterstattung der „Journalistin“ Sophie von der Tann.
„Die ARD – als weltweit größte öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt – spielt eine zentrale Rolle in der Meinungsbildung zur Nahost-Berichterstattung in Deutschland. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 prägt insbesondere die Journalistin Sophie von der Tann maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung durch ihre Beiträge in Liveschalten, Talkshows und sozialen Medien.
In dieser tiefgehenden Analyse werfe ich einen detaillierten Blick auf alle öffentlich zugänglichen Beiträge von Sophie von der Tann seit 2023. Die Untersuchung zeigt, wie Framing, einseitige Sprache und die Auswahl pro-palästinensischer Interviewpartner zu einer tendenziösen Darstellung des Konflikts führen – häufig zulasten israelischer Perspektiven, insbesondere der Geiseln und Opfer der Hamas.
Die Analyse stützt sich auf konkrete Beispiele aus der ARD-Berichterstattung und legt offen, wie journalistische Standards durch ideologische Narrative ersetzt werden könnten.“
Lesebefehl [Update 02.08.2025]
Folgende Bücher sollte man kennen, wenn man mir mir über Israel diskutieren will. Ich besitze alle, konnte aber bis jetzt nur rund die Hälfte lesen. Motto: Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser. (Har har, ich erspare dem Publikum die jeweiligen Links zur Großbourgeoisie.)
Sachbücher
– Al-Azm, Sadik: Self criticism after the Defeat, Beirut 1968 (engl. London 2011)
– Améry, Jean: Der neue Antisemitismus, Stuttgart 2024
– Anderson, Benedict: Die Erfindung der Nation. Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts, Frankfurt/M. 1996 (engl. 1983)
– Appiah, Kwame Anthony: Identitäten. Die Fiktionen der Zugehörigkeit, Berlin 2018
– Augstein, Rudolf: Jesus Menschensohn, Hamburg 1999
– Bernhardt, Johannes Christian: Die Jüdische Revolution: Untersuchungen zu Ursachen, Verlauf und Folgen der hasmonäischen Erhebung (KLIO / Beihefte. Neue Folge 22), Berlin, Boston 2017
– Brenner, Michael: Kleine Jüdische Geschichte, München 2012
– Cleveland, William L. und Bunton: Martin: A History of the Modern Middle East, New York 2016
– Deutscher, Isaac: Der Nichtjüdische Jude, Berlin 1968
– Deutscher, Isaac: Die ungelöste Judenfrage, Berlin 1977
– Diner, Dan: Ein anderer Krieg: Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg, 1935 – 1942, München 2012
– Elbe, Ingo: Antisemitismus und postkoloniale Theorie. Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung, Berlin 2024
– Feldman, Deborah; Judenfetisch, München 2023
– Finkelstein, Israel und Silberman, Neil A.: David und Salomo. Archäologen entschlüsseln einen Mythos, München 2009
– Finkelstein, Israel und Silberman, Neil A.: Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel, München 2002 (engl. 2001)
– Frevel, Christian: Geschichte Israels, Stuttgart 2018 (2. Aufl.)
– Grigat, Stephan: Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung, Hamburg 2014
– Herzl, Theodor: Der Judenstaat, Leipzig – Wien 1896
– Kepel, Gilles: Chaos: Die Krisen in Nordafrika und im Nahen Osten verstehen, Paris 2018 (dt. Ausgabe München 2019)
– Kepel, Gilles: Die Rache Gottes. radikale Moslems, Christen und Juden auf dem Vormarsch, München 1991 (frz. Paris 1991)
– Kirsch, Adam: On Settler Colonialism. Ideology, Violence and Justice, New York 2024
– Kraushaar, Wolfgang: Israel: Hamas – Gaza – Palästina: Über einen scheinbar unlösbaren Konflikt, München 2023
– Kraushaar, Wolfgang: „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?“, Hamburg 2024
– Krämer, Gudrun: Geschichte Palästinas, München 2002
– Kuru, Ahmet T.: Islam, Authoritarianism, and Underdevelopment: A Global and Historical Comparison, New York 2019
– Lozowock, Yaacov: Israels Existenzkampf – Eine moralische Verteidigung seiner Siege, Hamburg 2006 (engl. New York 2003)
– Luxemburg, Rosa:. Nationalitätenfrage und Autonomie, Berlin 2016 (2. Aufl.)
– Luxenberg, Christoph: The Syro-Aramaic Reading of the Koran: A Contribution to the Decoding of the Language of the Koran, Berlin 2000
– Martini, Tania und Bittermann, Klaus (Hg.): Nach dem 7. Oktober. Essays über das genozidale Massaker und seine Folgen, Berlin 2024
– Marx, Karl; Zur Judenfrage, 1843 (in: MEW 1, S. 347ff.)
– Morris, Benny: 1948. Der erste arabisch-Israelische Krieg, Berlin, Leipzig 2023 (Originalausgabe 2008)
– Morris, Benny: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited, New York 2004
– Mury, Gilbert: Schwarzer September, Berlin 1974 (frz. Ausgabe Paris 1972)
– Nairns, tom/Hobsbawm, Eric/Debray, Reǵis/Lowy, Michael (Hg.): Nationalismus und Marxismus. Anstoß zu einer notwendigen Debatte, Berlin 1978
– Otto. Eckart: Das antike Jerusalem. Archäologie und Geschichte, München 2008
– Potter, Nicholas und Lauer, Stefan (Hg.): Judenhass Underground, Berlin – Leipzig 2023
– Pressburg, Norbert G.: Good Bye Mohammad. Das neue Bild des Islam, Norderstedt 2012
– Schäfer, Barbara (Hg.) Historiker-Streit in Israel. Die „neuen“ Historiker zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, Frankfurt – New York 2000
– Schneider, Richard C.: Die Sache mit Israel. Fünf Fragen zu einem komplizierten Land, München 2023
– Segev, Tom: 1967. Israels zweite Geburt, München 2005
– Segev, Tom: David Ben Gurion. Ein Staat um jeden Preis, München 2018
– Segev, Tom: Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates. München 2008 (1998)
– Segev, Tom: Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung, Reinbek 1995
– Segev, Tom: Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels, München 1999
– Simons, Jake Wallis: Israelphobie. Die Unendliche Geschichte von Hass und Dämonisierung, Berlin 2023
– Spielman, Doron: When the Stones Speak: The Remarkable Discovery of the City of David and What Israel’s Enemies Don’t Want You To Know, New York 2025
– Tenenboom, Tuvia: Gott spricht Jiddisch, Berlin 2023
– Thompson, Thomas L.: The Mythic Past: Biblical Archaeology And The Myth Of Israel, London 1999
– Weingartz, Hans: Die US-Israel Politk, Hg. Palästina-Komitee Bonn, 1972
– Weinstock, Nathan: Das Ende Israels? Nahostkonflikt und Geschichte des Zionismus, Berlin 1975
– Weinstock, Nathan: Das Bekenntnis eines ehemaligen Antizionisten, hagalil.com 2006 (erschienen in L’Arche no. 579-580 Juli-August 2006, übersetzt von Karl Pfeiffer)
Belletristik
Uris, Leon: Exodus, München 1958
Yishar, S. Auftakte, Reinbek 1998 (hebr. Tel Aviv 1992)
Unter nachträglich Depublizierenden
Hier Zitate aus dem Original von Maxim Biller:
„Kommt ein Deutscher zum Arzt und sagt: „Herr Doktor, immer, wenn ich über Israel rede, geht sofort mein Puls schneller, und nach dreißig Sekunden brülle ich jeden an, der nicht meiner Meinung ist. Ist das normal? Und wie gefährlich ist es für meine Gesundheit?“ „Was ist denn Ihre Meinung zu Israel?“, sagt der Arzt. „Hören Sie auf!“, schreit der Patient den Arzt an. „Wollen Sie mich umbringen?! Ich sollte mich doch nicht mehr so aufregen!
Ja, wenn es um Israel geht, um Benjamin Netanjahu und die strategisch richtige, aber unmenschliche Hungerblockade von Gaza oder die rein defensive Iran-Kampagne der IDF, kennen die meisten Deutschen keinen Spaß. Das Drama, das sie dann aufführen, begleitet von der bigotten Beschwörungsformel „Das Völkerrecht! Das Völkerrecht!“, mit der sie niemals Leute wie Sinwar oder Ali Chamenei belegen würden, hat nichts mit einer zivilisierten politischen Auseinandersetzung zu tun. Es ähnelt eher einer Teufelsaustreibung am eigenen Leib, ohne Priester und Handbuch, und die Frage ist nur, wer oder was hier der Teufel ist: das schlechte Gewissen des Täterenkels? Oder der ewige Opa und willige Wehrmachtsspieß, der für immer in solchen Leuten steckt? (…)
Ich selbst habe zum Glück privat mit dem Morbus Israel der Deutschen kaum zu tun, denn bei der Auswahl meiner Freunde achte ich immer darauf, dass kein faules Ei dabei ist, kein Juden- und Israelhasser, aber auch kein eifriger Philosemit, denn bei Eiferern weiß man nie, welcher Glaube ihnen gerade passt. Womit ich beim Kern der neugermanischen Orient-Neurose wäre – der enttäuschten Liebe der Deutschen zu ihren Opfern von früher, locker formuliert. Wie rief vor ein paar Wochen der selbsterklärte Anti-Antisemit und Martin-Walser-Sohn Jakob Augstein in einem Streit-Podcast stocksauer aus? „Ich werde mir von niemandem erklären lassen, was die deutsche Verantwortung für den Holocaust ist!“ Dass er dabei genauso enttäuscht klang wie sein biologischer Vater, der einst dem Schoah-Helden und größten deutsch-jüdischen Politiker der Nachkriegszeit Ignatz Bubis vorwarf, ihm seien seine Geschäfte wichtiger als Vergangenheitsbewältigung, wies Augstein jr. – Vorsicht, Ironie! – schon mal als engagierten Freund der Juden aus. (…)
Kommt ein Israeli zum Arzt und sagt: „Herr Doktor, ich war gerade vierzig Tage mit meiner Einheit in Gaza und hab keine Lust mehr, auf Araber zu schießen. Was soll ich tun?“ „Sie könnten damit natürlich sofort aufhören, wenn Sie wollten“, sagt der Arzt, „aber raten würde ich es Ihnen nicht. Auch nicht nach unserer Therapie.“
Die Kommentare sprechen für sich.
By the way: Vielleicht sollte ich ein Buch über Israel schreiben? Aber wer würde es drucken oder gar besprechen?
Buried under the rubble, scharf, detailreich und reloaded [update]

Credits: Google
Bis jetzt haben schon alle etwas zum Thema gesagt, aber ich noch nicht genug. „Atomanlage Fordo offenbar „schwer beschädigt“, aber nicht zerstört“, meint N-TV, aber nichts Genaues weiß man nicht. „Aktuell ist unklar, wie groß der Schaden wirklich ist.“ Sollte man nicht einfach die Kresse halten, wenn alles unklar ist?
Die deutschen Medien schreiben unter anderem von CNN ab: „Early US intel assessment suggests strikes on Iran did not destroy nuclear sites, sources say“. Die sources sind natürlich genau so glaubwürdig wie Donald Trump.
Ich habe da mal eine Frage: Entweder ist die Atomanlage in Fordo (aka Fordow), Iran, so tief unter der Erde, dass ihr konventionelle Waffen nichts anhaben können. Dann aber machte es gar keinen Sinn, vorher – in Erwartung eines Angriffs – das Uran wegzuschaffen. Jeder der üblichen Verdächtigen kann doch sehen, wohin die LKWs von dort fahren. Dann wäre Fordo der sicherste Ort, außer man fürchtete, dass Jechidat Schaldag dort vom Boden aus eindringen könnte.
Oder es ist gar nichts weggeschafft worden, weil es so kompliziert ist, eine Atombombe zu bauen, dass ein Standort allein nicht ausreichte.
Die KI sagt übrigens: „Heute liegt die Spitzenschärfe kommerzieller Satellitenbilder bei etwa 25 cm pro Pixel – das ist die höchste optische Auflösung am Markt. Das bedeutet: ein einzelnes Pixel repräsentiert ein Bodenstück von ca. 25 × 25 cm – in etwa so groß wie ein Laptop.“
„Was sieht man bei diesen Auflösungen?
– 25 cm: Details wie Straßenschilder, Verkehrszeichen, einzelne Bäume oder Autos sind klar erkennbar.
– 50 cm: Ganze Fahrzeuge, kleinere Gebäude, Bäume, Bootstypen.
– 15–16 cm: Deutlich: Personengruppen, Straßentexturen, feine Strukturen – allerdings meist nicht öffentlich genutzt.
– Hyperspektral & SAR: Erkennen von Materialzusammensetzungen, nasse vs. trockene Flächen, geheimdienstliche Beobachtung – z. B. Albedo (sichtbar & thermisch), Umbra (SAR)“ (Quelle: KI | Maxaar)
Ich habe mir auch noch NASA Worldview, Zoom Earth, Eumet View und Copernicus Browser angesehen sowie den National Environmental Satellite, Data, and Information Service. Selbst als Laie und für lau kann man schon viel erkennen.
Es gibt ja Vorläufer, wie zum Beispiel Operation Damocles (1962) oder die Operation Outside the Box (2007). Oder den onlinedurchsuchenden Mossad bei einfältigen DAUs aus Syrien. („The intelligence agents planted a Trojan horse on the official’s computer in late 2006 while he was staying at a hotel in the Kensington“ – har har!)
Und dann gibt es noch Drohnen: Der Unterschied zwischen Deutschland und Israel, was die Entwicklung und den Einsatz militärischer Drohnen angeht, ist ungefähr so groß wie die waffentechnische Differenz zwischen den Inkas und den spanischen Konquistadoren. Vielleicht haben bei der Errichtung der iranischen Anlagen auch israelische Firmen mitgewirkt (damit man später alles leichter wieder kaputtmachen kann).
Ich gehe davon aus, dass ziemlich viel Relevantes hinüber ist, zumal das iranische Personal auch erheblich reduziert wurde. Die Israelis machen keine halben Sachen und labern nicht herum. By the way: Die Begin Doktrin ist noch in Kraft.
[Update] Aus einem Interview mit dem US-amerikanischen Außenminister in der bürgerlichen Presse: „Es handelt sich um ein sehr einzigartiges Ziel. Im Grunde genommen hat man mit zwölf unglaublichen Bomben ein Loch in den Boden gebohrt und ist dann 300 Fuß (91 Meter; Anm. d. Red.) tief in einen Berg vorgedrungen. Ich glaube nicht, dass wir in nächster Zeit jemanden in dieses Loch in den Bergen schicken werden. Es genügt zu sagen, dass wir sehr zuversichtlich sind. Übrigens bin nicht nur ich dieser Meinung, sondern auch der Direktor der IAEA (Internationale Atomenergiebehörde; Anm.), der sich neulich genauso geäußert hat. Er sagte, das iranische Atomprogramm sah vor dem Angriff anders aus als nach dem Angriff und es gebe dramatische Unterschiede. Das ist seine Meinung, und er ist der Experte, nicht ich. (…)
Nun, ein Teil der Informationen ist öffentlich zugänglich, dank Maxar [sic] (Anbieter von Satellitenbildern; Anm.) und anderer Technologien. Die Atomanlage in Isfahan ist komplett zerstört. Man kann alles wieder aufbauen, aber nicht gleich heute. Überdies wurden auch alle unterstützenden Strukturen in der Umgebung zerstört. Natanz, ebenfalls eine unterirdische Anlage, war bereits zuvor stark zerstört worden. Die Israelis hatten dort erhebliche Schäden angerichtet (…).“
Was noch?

Source: IDF
Nachdenklicher Kommentar zu den Kriegszielen Israels in der Jerusalem Post von Yonah Jeremy Bob:
„The ballistic missile threat remains, but existed since the 1990s, and Iran may now think much harder against firing on Israel than it did in April 2024 and October 2024. And it is unlikely that Israel, without the US, could destroy the whole ballistic missile program.
Given that truth, notice Israeli officials all along have said a goal was „substantially harming Iran’s ballistic missiles“ and not „absolute victory“ as they said with Hamas – what more is there to achieve?
Israel could kill Iran’s leader, Ayatollah Ali Khamenei, and some more leaders, but it is not clear that the Jewish state can bring about regime change in a country of 90 million people where the regime has many millions of supporters.
Maybe the US could, but Trump has made it clear he is not in the battle for that.“
Birschut Maranan
Sawri Maranan: L’Chaim!
By the way: Hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) schon Israel kritisiert?
כַּאֲרִיֵה יָקוּם
כַּאֲרִיֵה יָקוּם
kā’aryē jāqūm
„Wie ein Löwe steht er auf / erhebt er sich“
כַּאֲרִיֵה (ka’arieh) = „wie ein Löwe“
כְּ = wie
אַרִיֵה = Löwe
יָקוּם (yakum) = „er wird aufstehen / sich erheben“
Hergesendeter Schrecken
„Ich will meinen Schrecken vor dir hersenden und will alle Völker verzagt machen, zu denen du kommst, und will alle deine Feinde vor dir in die Flucht schlagen.“ (2. Buch Mose Vers 27)
Gut, wenn man als Atheist die heiligen Bücher kennt, dann weiß man, was kommt – Operation „Rising Lion“:
„Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Löwe und wird sich erheben wie ein Löwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen trinkt“. (4. Buch Mose Vers 23)
Elsewhere
Jerusalem Post: „Huckabee: US no longer endorses Palestinian state, can be formed ‚elsewhere‘ in Middle East“.
Ach. Ach was. Wer sagt es jetzt der Bundesregierung, den Grünen, den Linken und den Wagenknechten? Vielleicht sollte man es ihnen besser nicht sagen, sonst bieten die den so genannten Palästinensern noch Sachsen an, weil die sonst niemand haben will.
#WaffenfürIsrael
Hysterisch kreischende Frauen sollte man ignorieren. Aber nimm dies, taz: Warum nicht mal wieder eine Leserkampagne?! Jetzt aber: Waffen für Israel!
FYI Asche zu Asche, Staub zu Staub

Credits: Israel Syrien Jemen Iran | Ben Tzion Macales
Ich will sie zerstoßen zu Staub vor dem Winde, ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen. (Psalm 18, Vers 43)
„Karte der Kontrolle der IDF-Streitkräfte im Gazastreifen – 3. Juni 2025.
Die Schwergewichte des Bodenmanövers im Gazastreifen im Rahmen der Operation „Gideons Streitwagen“ sind zweigeteilt: Im nördlichen Gazastreifen, in der Region Beit Lahia und auf dem Militärstützpunkt Jabalia. Es lässt sich feststellen, dass sich die Aktivitäten auch auf die Außenbezirke von Beit Hanoun und der Stadt Jabalia ausweiten.
Im südlichen Gazastreifen liegt der Schwerpunkt auf der Einkreisung von Khan Yunis von Süden, Osten und Norden. In all diesen Bereichen werden erhebliche Fortschritte bei der Eroberung der offenen Gebiete und der Peripherie der Stadt erzielt. Die Operation umfasst die Zerstörung aller terroristischen Infrastruktur und Strukturen unter der Sicherheitskontrolle der israelischen Armee.
Viele Bereiche in beiden Bereichen zerfallen zu Staub.“
Plan G

Ich wollte das Publikum eigentlich nicht schon wieder mit diesem Thema belästigen. Aber ich versteh’s nicht: Warum nimmt nicht jemand mal die Genossin Wagenknecht zur Brust und erklärt ihr, was für einen völkischen Quark sie da verzapft, wenn nicht sogar antisemitischen Bullshit?
Was würde passieren, wenn Israel keine Waffen mehr kaufen könnte? Das kann man sich doch angesichts des Geisteszustands der meisten dortigen Araber vorstellen. Das nimmt die Wagenknecht also billigend in Kauf. Ich fass es nicht….
Der Autor im „Neuen Deutschland“ Raul Zelik ist ausnahmsweise, wie bei diesem Thema sonst üblich, kein Quotenjude, beruft sich aber auf Jüdische Diaspora-Organisationen, womit das geklärt ist. „Und zweitens sind in dieser Frage auch Palästinenser Betroffene. (…) Worüber nicht gesprochen werden soll, sind die völkerrechtswidrigen Vertreibungspläne in Gaza und die Urteile der internationalen Justiz. Die nämlich schreiben verpflichtend vor, jede Kooperation mit israelischen Institutionen einzustellen, die an der Besatzungspolitik beteiligt sind“. Mehr muss man gar nicht wissen.
Natürlich darf jeder Israel kritisieren. Das mache ich auch, wenn mir jemand erzählen will, irgendwelche „Rechte“ gäbe es, weil das in frommen Büchern stehe. Da zitiere ich dann ganz schnell Israel Finkelstein: Alles Fake News.
Ich begrüße den Plan der „US-Aministration“ (was nur aus dem Englischen rückübersetzt ist, weil man das deutsche Work „Verwaltung“ nicht mehr kennt). Es gibt nur ein Problem – laut Israel heute: „Ausländische Organisationen haben kürzlich im Gazastreifen eine umfassende Umfrage durchgeführt, in der es um die Frage ging, ob die Bewohner des Gebiets bereit wären, den Gazastreifen zu verlassen, so N12. (…)
Laut der Umfrage wollen 50 % der Palästinenser des Gazastreifens nach dem Ende des Krieges verlassen. 80 % von ihnen gaben an, dass sie tatsächlich aktiv Schritte unternehmen wollen, um den Gazastreifen zu verlassen. 66 % der Befragten glauben, dass der sogenannte „Trump-Plan“, der einen Wegzug von Bewohnern aus dem Gazastreifen vorsieht, tatsächlich umgesetzt werden wird.
57 % derjenigen, die ausreisen möchten, nannten als Hauptgrund mangelnde persönliche Sicherheit.
36 % begründeten ihren Wunsch mit Arbeits- und Wirtschaftsgründen, und nur 4 % gaben Flucht vor Armut und Hunger als Hauptmotiv an. (…)
Bevorzugtes Auswanderungsziel der Gaza-Bewohner ist Europa, 73 % der Ausreisewilligen möchten in ein europäisches Land auswandern.“
Welches könnte das wohl sein? Wir schaffen das!

Credits: The Times und The Sunday Times via Telegram-Kanal „Israel Syrien Jemen Iran“
Keine Zukunft für die so genannte Linke
Interview mit Andrej Hermlin, Pianist und Ex-Mitglied der so genannten „Linken“:
„Die Kritiker Israels haben in der deutschen Öffentlichkeit sehr viel Raum: in den Universitäten, in der Presse, auf den Bühnen der Theater, bei fast jeder Preisverleihung. Dagegen haben die Verteidiger Israels kaum noch Raum in der Öffentlichkeit. Kritik an Israels Regierung oder seiner Kriegsführung ist legitim, aber hier passiert etwas ganz anderes: Israel wird als Staat delegitimiert. Die Antisemitismus-Definition, auf die sich die Linke nun beruft, ist ja keine wissenschaftliche, sondern eine politische. Wenn darin behauptet wird, die Israel-Boykottbewegung BDS sei nicht antisemitisch oder wenn darin eine Ein-Staat-Lösung im Nahen Osten als akzeptabel angesehen wird, dann rüttelt man wissentlich am Existenzrecht Israels. Das ist so schwerwiegend, dass die Partei damit den Kanon der anständigen Parteien verlassen hat. (…)
Aufgrund meiner Herkunft fühle ich mich nicht nur bedroht von der AfD, sondern ebenso von arabischen Schreihälsen auf der Sonnenallee oder von Studenten, die Bluthände an die Wände unserer Universitäten schmieren und damit das Leben jüdischer Menschen in unserem Land gefährden. Mir dreht sich der Magen um bei dem Gedanken, dass die Linke dies nun offensichtlich toleriert und allen Bekenntnissen zum Trotz der Propaganda der Hamas nachläuft. (…)
Dass sich in Deutschland angeblich progressive Kräfte mit islamofaschistischen Kräften im Nahen Osten zusammentun, anstatt ihnen entgegenzutreten, ist eine der niederschmetterndsten und ekelhaftesten Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. So hat die Linke keine Zukunft.“ (Quelle: Tagesspiegel Checkpoint Kurzstrecke, 13.5.25), von Andrej Hermlin auf Facebook)
Unter Fädenziehenden
Ich vermute, dass auch die der Geschichte des Nahen Ostens kundigen Leser das dumpfe Gefühl haben, nicht vollständig über die Geschehnisse informiert zu werden. Nein, ich rede meine nicht die völlig indiskutablen deutschen Medien, sondern alle. Welche Deals werden da hinter den Kulissen abgeschlossen?
Ich habe mir zum Thema einen interessanten Kommentar in der Jerusalem Post von Peled Arbeli übersetzen lassen. (Auch die Jerusalem Post kann keine vernünftigen Links setzen.)
„US-Präsident Donald Trumps geplantes Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa und dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas in Saudi-Arabien sei ein strategischer Schachzug gewesen, der von Trump selbst initiiert wurde – und nicht eine Falle, die ihm von arabischen Führern gestellt wurde, erklärte Dr. Edy Cohen, Mitarbeiter des Israel Center for Grand Strategy und Nahost-Experte, am Dienstag gegenüber Maariv.
Die Amerikaner schützen die Golfstaaten vor dem Iran. Also ist Trump der Boss.
„Wenn es eine geplante Falle gibt, dann müssen wir verstehen, dass derjenige, der sie geplant hat, Trump ist – und nicht umgekehrt“, sagte Cohen. „Die Golfstaaten erhalten Schutz von den Vereinigten Staaten. Es gibt amerikanische Stützpunkte – vor allem in Katar – und die Amerikaner schützen die Golfstaaten vor dem Iran. Also ist Trump der Boss.“
Cohen warnte zudem vor weit verbreiteter Desinformation im Zusammenhang mit den Berichten über den Besuch.
„Es gibt viel Desinformation über diesen Besuch, viele Lügen und Illusionen“, sagte er. „Einerseits behaupten Araber in den sozialen Medien, dass Trump sich abwendet – wegen des Deals, den er mit den Huthis gemacht hat und bei dem Israel außen vor blieb – und deshalb kommen sie zu dem Schluss, dass er gegen Israel ist. Diese Vorstellung ist online so verbreitet, dass einige sogar behaupten, Trump werde einen palästinensischen Staat ausrufen. Das weise ich entschieden zurück.“
Cohen beschrieb eine Atmosphäre der Hoffnung auf arabische Einheit, enthüllte jedoch auch einige der Dynamiken hinter den Kulissen.
„Eine weitere Erzählung, die sich online verbreitet, spricht von einem Treffen ähnlich den Abraham-Abkommen – nur ohne Israel – unter Beteiligung des Präsidenten des Libanon, des Präsidenten Syriens und einem Schritt in Richtung arabischer Versöhnung“, sagte er. „Ich habe keine Antworten darauf, ob so etwas tatsächlich passieren wird, aber das ist derzeit die Stimmung. Es wird behauptet, Trump werde die arabische Versöhnung sicherstellen.“
Cohen fügte hinzu, dass Trumps Beweggründe wahrscheinlich nicht ideologischer Natur seien.
„Meiner Meinung nach macht Trump das nicht umsonst. Niemand liebt die Kataris einfach so. Sie kaufen sich alles mit ihrem Geld“, sagte er. „Wenn Trump sich entscheidet, so etwas zu tun, dann deshalb, weil er hineingezogen wurde. Katar will überall mitmischen. Es ist klar, dass sie dominieren und die Führung in der arabischen Welt anstelle von Ägypten übernehmen wollen. Die Kataris haben den Ägyptern bereits die Führungsrolle abgenommen. Die Weltmeisterschaft war in Katar, und Al Jazeera dominiert die arabische Welt.“
Israel muss Katars Einfluss auf Trump und die arabische Welt verringern
Cohen rief Israel dazu auf, entschlossene diplomatische Schritte als Reaktion auf Katars wachsenden Einfluss zu unternehmen.
„Israel muss jetzt entschieden auf Katars wachsende Macht reagieren“, sagte er. „Beziehungen abbrechen, Katar als Terrorstaat oder Terrorunterstützer einstufen – dann ist es möglich, ihr ganzes Prestige zu zerstören. Ihr Ansehen in der arabischen Welt ist nur deshalb gestiegen, weil sie für uns vermittelt haben. Wir haben ihnen das gegeben.“
Cohen schloss mit einer Warnung und einer hoffnungsvollen Botschaft:
„Die israelische Diplomatie muss aktiver werden. Wir müssen keinen Streit mit Trump anfangen, aber wir müssen ihm die ganze Wahrheit sagen“, sagte er. „Und ich hoffe, dass das den Plan gegen den Iran nicht beeinträchtigt. Ich glaube, Israel und die USA haben gute Beziehungen, und wir greifen effektiv im Jemen an – aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass er uns diesmal übergangen hat.““







































