Reise nach Tel Aviv sowie Lob der Technik
Das Wetter war in Berlin extrem motivierend: Kalt, Nebel und Nieselregen, und es wurde immer schlimmer. Da ich wusste, dass es in Tel Aviv 29 Grad waren, war ich froh, als ich endlich im Flieger saß. (Der Panzerspähwagen steht da immer noch – wie vor zwei Jahren.)
Wie gewohnt, war ich der einzige Rucksackreisende und auch der einzige Tourist, soweit ich das erkennen konnte. Alle um mich herum sprachen Hebräisch. Dieses Mal hatte ich vorher online eingecheckt, und alles lief wie am Schnürchen.
Eine Frage an die Geografie-Experten: Die Türkei hat den Luftraum für israelische Flugzeuge gesperrt. Aber welche Route fliegt die El Al jetzt? Die Insel da unten sah mir der Form nach wie Kreta aus, weil da noch eine kleinere vorgelagert war. Zu Zypern passt das nicht.
Ich war erst gegen elf gestartet, und als die Küste Israels in Sicht kam, war mir klar, dass ich wieder erst in der Dunkelheit das O-Pod-Hotel erreichen würde. Und Internet hatte ich jetzt auch, dank einer E-Sim von Holafly. Es war aber ein erbärmliches Gefummel, die vorab zum Laufen zu bringen, da die wegen des eingebetteten QR-Codes E-Mails nur in HTML verschicken. Ich sehe dann gar nichts und musste mich erst mit dem Support herumzanken (die antworten zeitnah).
– It’s not very convenient when Holyfly sends emails exclusively in
HTML format, because my email program on Linux only displays text – for
security reasons. So I didn’t see anything. I had to switch to another
computer… Also for the security check I have to switch to webmail (which I hardly
ever use)
By the way: The following address(es) failed:
esim@holafly.com
host aspmx.l.google.com [64.233.184.26]
SMTP error from remote mail server after RCPT TO:
550-5.1.1 The email account that you tried to reach does not exist.
Why is a non-existent email address recommended on the website?
Have a nice day…
Die Kontrolle am Flughafen war nicht so, wie das immer beschrieben wird. Zweck der Reise: „tourism“ – damit war der Schaltermensch schon zufrieden, verwickelte mich jedoch trotz einer langen Schlange hinter mir in ein kurzes Gespräch, ob ich wirklich vor zwei Jahren einen Tag nach dem Ausbruch des Krieges nicht wieder abgereist sei? Er fand das wohl seltsam, aber bedankte sich.
Jetzt zum Lob der Technik. Ich müsste es ja selbst am besten wissen: Aber wie sind die Leute früher mit Lokalbussen in Ländern herumgefahren, deren Landessprache sie nicht mächtig waren? Vom Flughafen Ben Gurion kommt man supereinfach mit dem Zug direkt in die Stadt, aber man muss schon wissen, wo man aussteigen sollte. Ich hatte eine Kombination von Zug und Lokalbus vor mir, und wäre ohne App – in diesem FallMoovit – nicht so einfach angekommen.
Moovit zickte erst herum und zeigte mir während der Zugfahrt auf der Karte penetrant Berlin an. Erst als ich schon in Tel Aviv-Hashalom auf der Straße stand, bequemte sich Moovit, mich zu fragen, ob ich die App auch in Israel nutzen wolle.
Es geht schon haltestellengenau; selbst wenn es schon stockdunkel gewesen wäre, wäre ich richtig ausgestiegen.
Ich hatte mir Doron Spielmans „When the Stones Speak: The Remarkable Discovery of the City of David and What Israel’s Enemies Don’t Want You To Know“ gekauft und während des Flugs fast ganz gelesen. Ich muss in einigen Dingen meine Meinung ändern. Aber das kann ich bebildern, wenn ich übermorgen nach Jerusalem komme.
Gestern Nacht habe ich nur vier Stunden geschlafen und muss jetzt erst einmal schlafen…. Frühstück – das ist neu – ist im Preis jetzt inbegriffen, unten beim Araber.
Kommentare
4 Kommentare zu “Reise nach Tel Aviv sowie Lob der Technik”
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also laut dem Tracker fliegen die trotzdem über die Türkei…
https://de.flightaware.com/live/findflight/LLBG/EDDB
Das wäre wieder typisch, Erdogan macht den Maulhelden und die Israelis sagen ihm, wenn du das wirklich machst, verwanzen wir deinen Pager…
Sind die Pager nicht vom Hersteller aus schon dafür vorbereitet?
Die CIA war in dieser Hinsicht besser, siehe CIA Papers von Wikileaks. Sie haben das Unmögliche geschafft, jedes elektronische Bauteil was mehr als 2 Pins hat, ist verdächtig.
Bleibt nur noch das Dosentelefon… :-))
<8*) Der Aluhut ist mehr für die Roling Stones…
Es handelt sich um die Insel Kos.
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Turkiye erfolgreich umflogen!