Unbelievable
Ich empfehle uneingeschränkt Unbelievable auf Netflix, so viele Sternchen, wie die Kritiken auf Rotten Tomatoes vergeben.
Erstens: Normalerweise gucke ich so etwas nicht, weil mir das Thema entweder zu voyeuristisch ist oder zu „normal“, als gehörte so etwas zu Sex und Gewalt. Der Algorithmus empfahl die Miniserie. Und er, sie, es hatte recht.
Zweitens: Ich bin Herumzapper und gucke meistens ein halbes Dutzend Filme gleichzeitig bzw. hin und her. Wenn ich etwas von Anfang bis Ende sehen ohne abzuschweifen, ist das sehr selten. Das war hier so.
Drittens: Das ist ein „Frauenfilm“ – Männer kommen nur in Nebenrollen vor. Dennoch sind die Dialoge unter den Polizisten so abgefuckt wie in meiner Lieblingsserie „Bosch“.
Viertens: Alle Schauspielerinnen sind absolut großartig, sowohl die beiden herumzickenden und sich zu Anfang gegenseitig bitchenden Detektivinnen als auch die Hauptdarstellerin Kaitlyn Dever als Marie Adler. Man kann das kaum ertragen, man möchte aus dem Sessel springen und alle denen, die sie mobben, die Faust ins Gesicht schlagen. Nein, die Polizisten, die Adler vernehmen, nachdem sie eine Vergewaltigung angezeigt hatte, mobben nicht, sie tun ihr Bestes und bleiben korrekt. Das ist aber eben nicht genug. Dabei drückt der Film gar nicht auf die Tränendrüsen, die Stimmung ist eher subtil. Wie Karenna Meredith schrieb: „Netflix’s Unbelievable is infuriating, heartbreaking, and necessary to watch“. Full ack.
Fünftens: Alles hat sich so zugetragen (lesenswert!), was ich erst merkte, als ich mir im nachhinein die Rezensionen ansah: „An 18-year-old said she was attacked at knifepoint. Then she said she made it up. That’s where our story begins.“
Sechstens: Die Serie ist auch ein ganz normaler Thriller, der aus einer spannenden Perspektive die Polizeiarbeit zeigt, die aus unzähligen Puzzle-Teilchen ein Bild zusammensetzen muss.
Siebtens – und eine äußerst bemerkenswerte Idee Susannah Grants als Hauptautorin und Lisa Cholodenkos als eine der Regisseurinnen: Keine der Frauen im Film ist attraktiv im klassischen Sinn, zwei der Opfer sind sogar älter und nicht dünn. Das räumt vermutlich gleich mit dem Vorurteil auf, dass Schönheit eben ein Risiko in sich hat. Nein, es kann jede Frau treffen. Den Tätern geht es nicht um Sexualität, sondern um Macht.
Achtens: Obwohl der Plot nicht allzu geheimnisvoll ist, wird man mehrfach überrascht. Man denkt, der Film ist zu Ende, aber dann kommt noch etwas, sogar eine ganze Folge, und es wird dennoch nicht langweilig.
Meine Lieblingsszene. Die Adler bekommt 500 Dollar von der Stadt, als sich herausstellt, dass sie zu Unrecht angeklagt wurde, sich die Vergewaltigung ausgedacht zu haben. Sie hat den Mut, zu einem Anwalt zu gehen, und man hofft inständig, dass dieser keine Pfeife ist. Die Heldin fragt schüchtern, ob sie nicht vielleicht doch mehr Schadensersatz verdiene. Der Anwalt überlegt, und man sieht, wie er denkt und dann sinngemäß und beruhigend sagt: Wir gehen mal von einer sechsstelligen Summe aus…
Jemeljan Pugatschow
Man liest wieder russische Literatur, hier von Alexander Puschkin: Geschichte des Pugatschew’schen Aufruhrs. Gibt es aber auch digital. Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow war sozusagen eine Art Thomas Müntzer Russlands, nur rund 200 Jahre später.
Transoxanien und drumherum
Ich sollte nicht mehr fahrlässig nach dem Motto „von Hölzken auf Stöcksken“ herumgoogeln, sonst denke ich wieder, ich müsste unbedingt dieses und jenes Buch besitzen, um die großen Rätsel unserer Galaxis Fragen zu beantworten, die ich mir vorher gar nicht gestellt hatte. Soeben habe ich Clavijos Reise nach Samarkand 1403-1406 auf meine Wunschliste gesetzt, mir aber trotz eines spannenden Plots verkniffen, es sofort zu kaufen. Ich schlafe noch einmal darüber.
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Ruy González de Clavijo reiste von 1403 bis 1406 nach Zentralasien (damals Transoxanien, heutiges Usbekistan) und verbrachte drei Monate am Hof von Timur in Samarkand. Das Tagebuch seiner Asienreise wurde 1582 unter dem Titel „Embajada a Tamor Lán“ in Altkastilisch veröffentlicht. Es ist die wichtigste literarische Quelle für die Geschichte Zentralasiens während der Timuridenzeit.
Choresmien? Timur? Khanat der Krim? Köneürgenç? Urganch? Schlacht am Goldenen Wasser? Rotrhutenien? Bachtschyssaraj? Ich sollte mich auch mit den Mongolen beschäftigen – ob es sich um einen feudalen Staat handelt und um welche Sorte. Gonzalo Lira, der vermutlich von den Ukrainern entführt wurde? Ich höre jetzt besser auf, sonst habe ich irgendwann viel zu viel unnützes Wissen gehortet…
Sammelpunkt der professionellen Revolutionäre
Gibt es noch professionelle Revolutionäre? Und deren Sammelpunkte? Ich hätte gern einen Kontakt, aber bitte nur verschlüsselt. Das ist übrigens das Inhaltsverzeichnis von Reisende der Weltrevolution: Eine Globalgeschichte der Kommunistischen Internationale. Liest noch jemand solche Bücher?
Ich nehme die Empfehlungen des Publikums ernst. Ja, interessiert mich auch, und ist schon in Arbeit. Aber da ich zur Zeit sowohl eine Sim bauen muss als mich auch organisatorisch auf einen mehrwöchigen Aufenthalt in einem Krankenhaus bzw. in einer Reha-Einrichtung vorbereiten als auch Schriftsätze für Rechtsstreite aufsetzen muss, die absolut lächerlich sind und nur Lappalien thematisieren, mich aber zermürben sollen, was nicht gelingen wird, mich aber um so mehr motivieren, habe ich alle Hände voll zu tun. Und der Krieg will auch beachtet werden.
Der Goldene und der Blecherne
Den Namen „El Dorado“ finde ich etwas kühn, denn in Guyana hat das niemand gesucht, noch nicht einmal Lope de Aguirre oder Philipp von Hutten, die immerhin das sagenhafte Goldland am Amazonas vermutet hatten.
Ich habe gerade noch einmal das grandiose Interview mit Werner Herzog aus dem Jahr 1999 über Kinski et al gelesen.
„Daß Kinski diese Rolle spielen sollte, stand schon fest, als ich das Drehbuch schrieb – in zweieinhalb Tagen, während ich mit meinem Fußballverein unterwegs war und alle um mich herum schon ab Salzburg betrunken waren und obszöne Lieder sangen. Ich habe das Drehbuch fast vollständig mit der linken Hand getippt, mit der rechten mußte ich einen Betrunkenen abwehren, der sich schließlich auch über einen Teil der geschriebenen Seiten erbrach. Dann schickte ich das Buch Kinski mit der Post, und zwei Tage später kam nachts um drei dieser bizarre Anruf: Zuerst hörte ich nur unartikulierte Schreie, und ich wußte gar nicht, wer es war. Aber es klang so merkwürdig, daß ich nicht auflegte. Dann begriff ich, daß es Kinski war und daß er begeistert war, und während dieser ganzen halben Stunde kam ich nur dazu, vier Worte zu sagen: »Wo treffen wir uns?«“
Und ja: Im Hintergrund meines Fotos ist ein alter und von der hässlichen grünen Farbe befreiter NVA-Waffenschrank, den ich kurz nach der so genannten Wende organisiert habe, also niemand so etwas haben wollte.
Im Irrgarten

Neu in meiner Bibliothek: Im Irrgarten der Bilder: Die Welt des Hieronymus Bosch. Auf die Lektüre freue ich mich schon ganz besonders.
Antike Technik
Dank der Großbourgeoisie neu in meiner Bibliothek: Eine Stadt nach Plan: So bauten die Alten Römer und Technik in der Antike.
The Golden Age of Travel
William Logsdaile, 1859-1944: St. Paul’s and Ludgate Hill, circa 1884. Man könnte die richtige Perspektive herausfinden, aber ich bin gerade in Eile.
Ja, zu der Zeit hätte ich gern viel Geld gehabt und reisen können. Aber meine Globetrotter-Zeit war auch gut.
Aufwühlende geistige Aktivitäten

Solange das so aussieht, habe ich die Garantie, dass die senile Bettflucht noch nicht eingetreten ist, zumal ich gestern nichts Anstrengendes getan habe.
Die App scheint auch nicht zu erkennen, dass ich zwischendurch aufgewacht bin, so gegen 22 Uhr, und dann noch TV geglotzt herumgezappt habe: Die Purpurnen Flüsse schon zum zweiten Mal, weil ich den Hauptdarsteller sehr gern mag: „tout le monde a considéré qu’il était trop âgé pour le rôle“. Haha. Und natürlich wegen der großartigen Erika Sainte.
Parallel dazu The Sinner bei Netflix, obwohl mich eigentlich alle auftauchenden Charaktere total nerven. Und erst das Hin- und Hergenuschel des Kommissars! („Pullman betreibt zusammen mit dem Boxer Mike Tyson ein Vogel-Resort in Paradise Valley, Arizona.“ WTF?) Bin aber erst bei der zweiten Staffel und könnte Natalie Paul stundenlang ansehen, auch ohne Ton, obwohl sie eine Lesbe spielt. Die lächelt, dass die Steine ringsum schmelzen.
Keine Sorge, es bleibt nicht so unpolitisch. Ich muss nur alles abarbeiten…
Unter Großen
Andere Länder ohne Kriegserklärung überfallen. Sieben Jahre ganz Europa bekriegen. Nachbarland aufteilen und sich die Hälfte davon einverleiben. 450.000 Tote. Nein, nicht Putin.
Übrigens; Podolien, Wolhynien und Galizien gehörten mal zu Polen.
Nicht verfügbar
„Alexa, spiele ukrainische russische Musik!“
„Tut mir leid, diese Musik ist leider in deinem Land nicht verfügbar.“
Polyglotte Venus

Venus von Esqulin – vielleicht Kleopatra
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Kleopatra sprach Griechisch, Ägyptisch, Aramäisch, Arabisch, Syrisch, Medisch und Parthisch.
Verkaufte Seelen
Ich schaue The Expanse gerade zum zweiten Mal. Mir fiel auf, dass im obigen Dialog sowohl der Journalismus in Deutschland thematisiert wird als auch das formuliert, was auf meinem Grabstein stehen sollte (den es vermutlich nicht geben wird, weil ich meiner Schwester gesagt habe, sie solle meine Urne klauen und die Asche im Hixterwald verstreuen.)
The Rebel Maya

Credits: The Modern Maya: A Culture in Transition, X-Cacal, 1974
Frage an die aus Wokistan: War der Krieg der Maya gegen die Weißen (Guerra de castas, 1847 bis 1901) rassistisch oder ist er ein Anlass für reaktionäre völkische Romantik wie bei den Themen „Kurdistan“ und „Tibet“?
Hawara Mummies
Hawara mummies created a sensation when they were discovered, and in 1997 visitors to the British Museum found the first major exhibition of the mummy portraits from the Fayum very disquieting. Some burst into tears, some had to leave, unable to bear the clear bright gaze of the living dead.
The portraits were made in the first centuries AD, at the cultural crossroads: their subjects were Roman citizens, of Greek ethnic origin – their ancestors probably Macedonian soldiers paid off in land – living in the Fayum,one of the most fertile regions of the northern Egypt.
Was ich besonders erstaunlich finde: „Realistische“ Portraits dieser Art gibt es erst wieder in der Renaissance, mehr als ein Jahrtausend später. Man müsste untersuchen, woran das genau liegt. An der Technik nicht, weil es die Materalien für Tafelmalerei immer gab. Mir schwant da etwas – vielleicht haben George Thomson und Alfred Sohn-Rethel ja doch recht.
Und der Friede regiere in euren Herzen
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: In einer der frühesten Übertragungen des „Manifests der Kommunistischen Partei“ ins Chinesische (1899) wurde „Sozialismus“ als „eine das Volksleben stabilisierende neue Lehre“ übersetzt (an min xin xue). Das bedeutet auch „Seelenfrieden“. Danke, Konfuzius!
Ihr seid gewarnt!
Die Platte kann man sogar heute noch bei der Großbourgeoisie kaufen – theoretisch.
Hinderliches, aufrührerische Massen und unabdingbare Kerne

Schild für alles, überall aufzustellen, insbesondere längsseits von Impfgegner-Versammlungen (oder auch vor dem Wohnhaus der Genossin Wagenknecht)
Ich muss wieder Dinge zusammenpuzzeln, die gar nicht zusammengehören.
– Just for fun: Mir fiel neulich eine Werbebroschüre aus Papier in die Hände, die ich mit Vergnügen und Interesse von vorn bis hinten durchlas, weil sie mich in deutscher Leitkultur weiterbildete: Hein® Industrieschilder (Klaus Kroschke Gruppe). Das ist ja mal sowas von „Mittelstand“. Oder: Wie entdecke ich Marktlücken und fülle sie aus?
Ich halte es nicht für Zufall, dass man mit diesen Produkten in Indien oder Pakistan oder in Arabien nicht weit käme. Es fehlt die dazu passende Affektkontrolle – ja was eigentlich? Das ist das wohlbekannte Henne-Ei-Problem: Ignorieren sie Schilder, weil Regeln sowieso überschätzt werden? Oder wirken Piktogramme weniger, weil man zu viel rumlabert und eher auf Rat und Tat der jeweiligen Peer Group hört? Oder ist alles Fatum, und man sollte nicht so ein Gewese darum machen?
Auf jeden Fall ist allen das Motto deutscher Industrieschilderhersteller (allein das Wort!) gemeinsam: Interlassen Sie einen bleibenden Eindruck bei Ihren Kunden!

Der freie Westen und seine Werte in Aktion
– Die belgische Regierung sah Lumumba als eine Gefahr an, da er als Sozialist die reichen Bergbau- und Plantagen-Gesellschaften verstaatlichen wollte. Der belgische Staat übte auf die Medien Druck aus, um das Image Lumumbas zu ruinieren. Die belgische Presse bezeichnete ihn als Kommunisten und Anti-Weißen, was er immer zurückwies. Eine westdeutsche Zeitungskarikatur bezeichnete Lumumba sogar als Negerpremier. Nach seinem Tod lautete der Titel einer belgischen Zeitung „der Tod des Satans“ (la mort de Satan).
– Aus der Vergangenheit lernt man manchmal mehr als studierte man die gegenwärtigen Weltläufte das, war gerade in den Qualitätsmedien auftaucht. In diesem Sinne: Was lese ich zurerst?
Kleopatra öffnen, nicht ausziehen
Manchmal, wenn man improvisieren muss, gibt es überraschend dann doch ein gutes Ende. Ich habe hier einen Laptop, der aus zweitberuflichen Gründen mit Windows läuft. Ich hatte mir ursprünglich vorgenommen, keine Mails mit Windows-Rechnern oder -Programmen zu schreiben. Auf einem weiteren Windows-Rechner, den ich nur für Second Life brauche, ist gar kein E-Mail-Programm. Auf jenem (der am weitesten von diesem Satzanfang weg ist) hatte ich aus kaltduscherischen Gründen Claws Mail installiert: Das zeigt keine HTML-Mails an, und Attachments muss man gesondert handhaben. Eigentlich optimal für Neulinge, um zu lernen und zu verstehen, was E-Mail-Sicherheit bedeutet. Und ich muss mich nicht rumärgern.
Aber Verschlüsseln mit Claws Mail sollte man, falls man zum Beispiel Thunderbird gewohnt ist, gar nicht erst versuchen. Eine Dröselei sondergleichen, und letztlich funktioniert es nicht. Schlüsselpaare von woanders importieren? Wo kämen wir denn da hin?
Es geht aber ganz einfach. Text (Text! Nicht Word!) schreiben. Kleopatra öffnen (nicht ausziehen!). Text in das Notizbuch importieren. Verschlüsseln. Verschlüsselten Text in den Body der E-Mail kopieren. Absenden. Fertig.
Ich hatte zum Thema „Dateien verschlüsseln mit Kleopatra“ schon ein Tutorial geschrieben. Da die Nachgeborenen, wie mir berichtet wurde, keine Texte mehr lesen (können), sollte ich das als Video anbieten. Aber wie? Sollte ich ein lustiges Gesicht machen dazu? Und mit welcher Musik unterlegen? Dramatisch? Beruhigend? Aufpeitschend? Old School? Oder gar mit Frauenmusik (- la cantante es una belleza!)?
Muss ich Verschlüsseln gendern – weil Kleopatra bekanntlich weiblich ist? Da wir gerade bei Frauen sind, die Männer manipulieren: Ich habe versehentlich zehn Minuten eines Films angesehen, in dem die Gadot mitspielt. Ja, sie ist extrem sexy attraktiv, obwohl klassische Schönheiten, die die Gene zufällig nach dem jeweils aktuellen Mainstream-Geschmack zusammengewürfelt haben, oft langweilig aussehen. Aber die israelische Schauspielerin strahlt eine Art lässige Power aus, die man nicht schauspielern kann, wenn man sie nicht hat. Sie würde auch gut in Fauda passen (wann endlich kommt die vierte Staffel bei Netflix?), aber vermutlich ist sie dafür zu hübsch. Man würde abgelenkt wie in Sentinelle, dessen dämlicher Propaganda-Plot für sinnlos Herumballern französische Anti-Terror-Einheiten auch durch Olga Kurylenko nicht besser und erträglicher wird.
Apropos Lächeln für Hetero-Männer: Meine persönliche Favoritin wäre zur Zeit Skade, deren realer Name ziemlich komisch ist und besser nach Schottland passte als nach Norwegen. Ihr Lächeln ist sehr süß – ich würde kaum widerstehen können -, aber immer zweideutig: Es könnte auch bedeuten, dass sie einem bald die Klöten abschneidet. Auf keinen Fall langweilig und der einzige Grund, warum man die schwachsinnige Kinderserie (keine Nacktszenen!) The Last Kingdom länger als eine Viertelstunde ertragen kann.
Neolithisches Internet
Ich hatte mir das sündhaft teure Spuren des Menschen: 800.000 Jahre Geschichte in Europa gegönnt (das Werk wiegt drei Kilo, hat rund 550 Seiten, Großformat mit gefühlt einer Million Fotos – aber ist jedes Gramm wert).
Darin fand ich ein doppelseitiges Luftbild (oben rechts): „…mit mehreren Gräben umwehrte neolithische Siedlung von Dryrotz [die Stelle könnt ihr bitte selbst finden!] im Havelland (Brandenburg) vom 8.7.2018″.
Und siehe: Man kann mit Google Earth bis in die Jungsteinzeit gucken (oben links)! Was mich am meisten wundert ist, dass man noch etwas erkennen kann – seit rund 7000 Jahren ist das da und noch nicht weggepflügt? Oder passiert in Brandenburg so wenig, das alles so lange erhalten bleibt? Das sagt man doch sonst eher über Meck-Pomm…


































