Gegen böse Gefühle im Internet!
Seid allezeit fröhlich, esst Falten-Tintlinge und führt Bücher zu!
Was lassen wir heute weg? „Gaza-Clan terrorisiert Berlin und der Staat schaut zu.“ Die Qualitätsmedien berichten gar nicht, nur die Boulevard-Presse: „Die Behörde weiß nicht einmal, wie viele Menschen aus dem Gazastreifen seit dem Hamas-Massaker in Israel (7. Oktober 2023) nach Deutschland gekommen sind. Eine Antwort auf die BILD-Frage sei „nicht möglich, da eine solche statistische Erfassung nicht erfolgt“.“ Lassen wir weg. Wir schaffen das.
In USA ist es ja noch schlimmer. „The foxes aren’t just in the henhouse. The foxes are running the henhouse“. Das kommt hier erst noch. Wait a minute: Haben wir ja doch schon. Wir haben Ataman und die „Muslimfeindlichkeit“. Mit Ansage.
Eigentlich war ich gestern noch in Havelberg. Jeder Schritt ein Fotomotiv, wenn man einen ortskundigen Führer Guide hat, was für mich zutraf. Die beiden Herren auf dem Schild unten waren übrigens die Besitzer des Hauses, das jetzt meinem Freund Heinz gehört. Herr Schulze war im vorletzten Jahrhundert Geldverleiher. Mehr ist nicht herauszubekommen.
Das Schicksal deutscher Kleinstädte abseits der Städte ist klar: Immer mehr Gebäude stehen leer, kleine Läden schließen. Auf der Stadtinsel von Havelberg wohnen noch knapp 400 Leute. Die restlichen 6000 siedeln oben auf dem Hügel, oft in Neubauten, die zu Zeiten der DDR gebaut wurden. Havelberg hat noch eine Werft, und der Tourismus ist eine recht gute Einnahmequelle – nur im Sommer. Der Pferdemarkt mit seiner 1000-jährigen Tradition zieht bis zu 200.000 Besucher an, aber nicht das Publikum, das sich auf TikTok und Instagram herumtreibt. Alles andere geht den Bach runter. Sogar das Krankenhaus wurde abgewickelt
Ich wurde gefragt: Würdest du hier wohnen wollen (Konjunktiv II)? Wenn ich ein Haus mit Garten geschenkt bekäme, wenn ich schnelles Internet hätte? Selbst dann: nein. Für mich gibt es dort keine Arbeit. Und meine Rente würde nicht reichen.
Der etwas jüngere Anbau des Hauses, in dem ich wohnte und auf den das Publikum schon vor einigen Jahren kurz blicken durfte, wird ruinös bleiben. Stairway to heaven sozusagen. Dazu kommt eine Dekoration der Mauer, über die man philosophisch sinnieren könnte, aber vermutlich ohne prägnantes Ergebnis.
Aber jetzt die gute Nachricht: In den Ruinen wachsen Pilze, hier Schopf-Tintlinge, die, wie Heinz als gelernter Drucker und aktiver Kunstmaler weiß, zu Tinte verarbeitet werden können. Falls man ihn essen will, sollte man die Wernung beherzigen: „Der Schopf-Tintling enthält zwar das in Verbindung mit Alkohol giftige Coprin, allerdings beträgt der Anteil mit 26 mg pro kg Frischgewicht nur ein Fünftel des Anteils im Falten-Tintling; eine so geringe Menge, dass es zumeist nicht zum Coprinus-Syndrom kommt, selbst wenn Alkohol zusammen mit der Schopf-Tintlings-Mahlzeit konsumiert wird.“
Im Haus finden sich immer wieder Relikte, die erst freilegt werden müssen. Die Makulatur der ursprünglichen Tapeten wurde aus Zeitungen des Jahren 1881 gemacht.
Wir haben noch das Bernsteinzimmer. „Bereits 1716 tauschte der wenig kunstinteressierte König Friedrich Wilhelm I. [links] das Bernsteinzimmer beim russischen Zaren Peter I. [rechts] gegen groß gewachsene Soldaten.“ Das geschah in Havelberg. Daher die Figuren.
Was wir heute übrigens auch weglassen: Ein Lob auf den Abgeordneten Moritz Körner (FDP) im Europaparlament. Man sollte die Rede Frau Chebli vorspielen.
Kommen wir jetzt zum wiederholten Male zum Havelberger Dom. Man lernt dort in Kürze, was Protestantismus ist und was ihn kulturell vom Katholizismus unterscheidet.
Merksatz eins: Die very important persons hatten zwar ihre eigenen, vom gemeinen Volk abgetrennten Sitze, die waren aber mit Eselköpfen verziert dergestalt, dass diese auf die Großkopfeten mahnend herunterblickten und sie erinnerten, dass sie sich der Tugenden der Maze und Diomuoti befleißigen sollten. Dazu braucht man aber Selbstbeherrschung, die man in Mitteleuropa über Jahrhunderte mühsam üben musste (im Gegensatz zum arabischen Raum, wo es so etwas gar nicht gibt).
Merksatz zwei: Lest und studiert die Worte des Vorsitzenden Sentenzen, die man unter der Orgel erkennt! Seid allezeit fröhlich! Wie soll das gehen? Ist das Romulanisch? Sie werden fröhlich gemacht – Widerstand ist zwecklos? Ja, genau so. Wir erinnern uns an Egon Flaigs hervorragendes und originelles Buch „Ritualisierte Politik – Zeichen, Gesten und Herrschaft im Alten Rom“. Schon die römischen Kaiser zwangen die Untertanen, bei bestimmten Anlässen in der Öffentlichkeit einen bestimmten Gesichtsausdruck zu zeigen, manchmal sogar bei Androhung der Todesstrafe im Falle, dass dieses nicht geschah (vgl. insbesondere S. 120ff: „Eine Taxonomie von Gesten und das Problem der Emotionen“).
Im Protestantismus ist der gewollte Frohsinn auf die „Öffentlichkeit“ bezogen, also vor allem auf die Gemeinde. Man trägt die Konflikte nicht aus, sondern unterdrückt sie permanent (daher braucht es auch keine Beichte, weil wie Marx richtig sagte [Luther] „hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat“). Wieso nur in der Gemeinde? Im Siegerland, wo sich die protestantischen calvinistischen Sekten gegenseitig auf die Füße treten, heißen die Orte zwar „Freudenberg“, aber die Menschen gehen, wie man dort spottet, „zum Lachen in den Keller“. Das Leben ist bekanntlich ein Jammertal, und der Mensch sollte immer nur arbeiten, weil das höhere Wesen es so will. Zum Lachen, Chillen und für Parties ist keine Zeit mehr. Aber wir schweifen ab…
Wir sind immer noch in Havelberg, wo uns Spaziergängern am Bischofsberg einer der beiden Wartburgs von Manne entgegenkommt, einem ehemaligen Stadtrat und Offizier bei einem verruchten Dienst. Die „138“ auf dem Nummerschild weisen auf den 13.8.1961 hin, was nur der weiß, der ihn kennt und mit dem er redet, was wir ausgiebig taten. (Nochmal: Ein jüdischer chilenischer Maler, ein ehemaliger Maoist, ein Westberliner [sic] Drucker und Studentenbewegter der ersten Stunde und ein ehemaliger Stasi-Offizier treffen sich. Worüber reden die?)
Die Buchhandlung ist auch geschlossen. Dafür gibt es jetzt das Kulturprojekt Stadtinsel, natürlich deutschtümlich als Verein organisiert. In der Buchstation ist ein sozialer „Treffpunkt, an dem gespendete Bücher entgegengenommen und neuen Lesern zugeführt werden.“ (Bücher den Lesern zuführen! Jawoll!)
Heinz bloggt übrigens täglich mit einer Schreibmaschine, hat aber natürlich nur wenige Leser – eigentlich nur einen. Vielleicht sollte ich das auch tun.
Morgen noch mehr… Auch Israel lassen wir heute weg.
Havelberg, revisited
Die Weltläufte Weltlage wäre interessant zu kommentieren. Wenn man aber weit weg ist und aus der Perspektive einer malerischen Kleinstadt draufguckt, erscheint vieles anders als direkt aus der Medienbubble. Ich besuchte gerade zusammen mit einem Freund meinen alten Freund Heinz, den ich schon über vier Jahrzehnte kenne und der auch dem Stammpublikum vertraut sein müsste.
Ich wohne da, wo die Hand hinzeigt. Auch die Katze wurde hier schon vorgestellt. Ebenso der Dom und das sowjetische Ehrenmal – dennoch ist letzteres Pflicht.
Ich habe lange nicht mehr zugeschaut, wie man einen Allesbrenner anfeuert. Hier ist es jetzt schnuckelig warm.
Und auch der Rest von Havelberg hat sich nicht geändert. Nur stehen mittlerweile noch mehr Häuser leer. Hat jemand 129.000 Euro übrig?
Faeser verliert gegen Nius oder: Zensur findet doch statt
Die bürgerliche Presse berichtet: „Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg verpflichtet das Bundesinnenministerium, dem Online-Portal „Nius“ Auskunft zu erstatten. Hintergrund war die Frage, gegen welche Medien die Regierung vorgeht.“
„Dass die Bundesregierung mithilfe externer Anwälte gegen regierungskritische Berichterstattung vorgehe, sei ein „neues Phänomen“, an dem großes öffentliches Interesse bestehe, stellten die Richter fest.“
Das ist ja mal eine richtige Klatsche. Ungeachtet, dass ich kaum eine Meinung Reichelts teile: Was Zensur angeht, hat er recht. Jede Wette, dass aber von den speichelleckenden staatstreuen Journalistenverbänden niemand auch nur ein Wort darüber verlieren wird.
Alles KI oder was
Die Berliner Polizei will in ihren Notrufzentralen jetzt KI einsetzen (via Fefe). Das schreit natürlich nach einer adäquaten Bebilderung….
Qualitätsjournalismus, revisited
Sieben vorne
Die Bürgerliche Presse erklärt uns wie Situation kurz vo den Wahlen in den USA. „Laut der Plattform „RealClearPolitics“ führt Donald Trump in allen sieben Swing States.“ Aber: „uf bundesweiter Ebene sehen die Statistiker derzeit Harris leicht vorn. Bei RCP kommt sie auf 49,2 Prozent, während Trump 48,3 Prozent zugerechnet werden. (…) Wer im November bundesweit die Mehrheit bekommt, spielt ohnehin keine Rolle. Das US-amerikanische Wahlsystem basiert bekanntlich auf dem Wahlmännerprinzip: Nicht der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt, sondern der mit den meisten Wahlleuten. Wer in einem Bundesstaat die Mehrheit der Stimmen der Bevölkerung erhält, vereint die Stimmen aller Delegierten dieses Staates auf sich. Demokraten und Republikaner konzentrieren sich auf sieben Swing States: Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, Nevada, Georgia, Arizona und North Carolina.“
Die Messe ist noch nicht gesungen, aber man darf hoffen, dass der Trend anhält.
Vielleicht sollte man in Deutschland ein paar Auffangzentren einrichten, samt Seelsorgern, für die Journalisten, die bei einem Sieg Trumps an Armageddon denken.
Im Land der Fantasie und des Wahns

William Mortensen: The Wich oder „Vuelo de fantasía oder „Flight of Fancy oder „Flight To The Sabbath – wahrscheinlich würde man noch mehr Titel finden, wenn man länger suchte.
Unseren täglichen islamischen Messerangriff gib uns heute. In der bürgerlichen Presse lese ich die tägliche Nachricht: „Im niedersächsischen Kreis Peine hat ein 32-Jähriger offenbar wahllos vier Menschen mit einem Messer angegriffen. Die drei Männer und eine Frau wurden bei der Attacke schwer verletzt. Der Täter soll psychisch verwirrt gewesen sein. Er konvertierte nach Angaben der Polizei zuvor zum Islam.“
Weil oder trotz? Bevor er psychisch verwirrt war oder nachher? Und ist nicht jeder, der höhere Wesen verehrt, irgendwie psychisch verwirrt? Wir lassen das mal so stehen.

Kleine Übung in Medienkompetenz
Wie das medienkundige Publikum bestimmt schon weiß: „Die Ministerin verteilt das Geld so wie sie will, egal, was andere so sagen.“ Und ganz gleich, was die Wähler denken. Es geht natürlich um, na, Sie wissen schon.
Ich verteile auch mein nicht vorhandenes Geld, wie ich will. Ist ganz ok. Es handelt sich aber nicht um Steuergelder. Wait a minute: Was wäre, wenn die US-amerikanische Regierung mexikanischen Schleuserbanden Geld gäbe, damit die Einwanderern den illegalen Grenzübertritt ermöglichten, weil sie sonst von mexikanischen Drogenkartellen dahingemetzelt würden? Das Risiko ist jedem bewusst. Ich war schon immer gegen die so genannte Seenotrettung aus Steuergeldern. Wurde eigentlich der Bundestag gefragt, ob es eine Mehrheit dafür gibt?
Der Haushaltsausschuss hatte ihr für die Jahre 2024 bis 2026 sechs Millionen Euro freigegeben, die sie verwenden kann, aber nicht muss. Nach dem Ampel-Stress buchte Baerbock das Geld für die Seenot-Aktivisten in ihrem Ministeriums-Haushalt um. Es wanderte von dem kleinen 24 Millionen Euro umfassenden Titel „Internationale Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen“ in den 2,2-Milliarden-Riesentopf für „Humanitäre Hilfe“. Laut Haushaltsexperten ein beliebter Trick, um umstrittene Ausgaben zu verstecken.
Dann ist ja alles gut. Sie darf das.
Dann haben wir noch Mohammed Omar. Die Geschichte ist ein wenig rätselhaft. „Der Mann hätte längst abgeschoben werden sollen. Auf seine Spur kamen nicht deutsche, sondern ausländische Dienste“, schreibt die bürgerliche Presse.
Um welche ausländischen Dienst könnte es sich handeln? Etwa um den Service de Renseignement de l’État?
Nochmal. Der Festgenommene sei in Deutschland nicht als Gefährder bekannt gewesen, so „Bild“. Er habe vielmehr unbehelligt im brandenburgischen Bernau gelebt – und im Darknet, also dem für Sicherheitsbehörden schwer zugänglichen Bereich des Internets, sowie mit dem Kommunikationsdienst Telegram über Anschlagspläne mit einer Waffe gechattet. Ausländische Dienste hätten mitgelesen und die deutschen Kollegen alarmiert.
Also das Darknet ist schwer zugänglich? Muss ich meine Werkzeug-Liste erneuern, ausdrucken und den inländischen Diensten faxen? Oder liest der Mossad die Telegram-Kanäle mit und verpetzt alles an den Verfassungsschutz? Und ein potenzieller Terrorist chattet einfach so herum – und mit wem?
Das wird mir alles zu wahnhaft und aus dem Reich der Fantasie kommend… Da kann ich auch gleich in virtuelle Welten flüchten.

Eingang zu einer „Gor evolved“-Sim. Dort wird nur herumgeballert, und man macht es den Angreifern durch die „Architektur“ möglichst schwer.
Verfünfzigfacht und aufwärts

Ein Garifuna-Mädchen aus Punta Gorda, Belize (1981)
In der bürgerlichen Presse las ich einen Reisebericht über Belize. Zitat:
Unterkunft: „Copal Tree Lodge“ (Punta Gorda) ab 276 US-Dollar die Nacht, copaltreelodge.com; „The Lodge at Jaguar Reef“ (Hopkins) ab 299 US-Dollar die Nacht, jaguarreefbelize.com; „Ramon’s Village“ (Ambergis Caye) ab 165 US-Dollar die Nacht, ramons.com
Ich schrieb am 12.10.2020: „22.10 [1979]. Lustwandeln am Strand, aber es gibt keine Möglichkeit, Hängematten aufzuspannen. [Heute weiß ich, dass das auch eine blöde Idee gewesen wäre – unter Palmen mit Kokosnüssen!] Ein Karl sagt uns, das sei auch verboten. Die erste Pension (von zweien auf der ganzen Insel!) will 12 Dollar für zwei Personen. Wir kaufen Rum und sitzen auf der Veranda im ersten Stock. 23.10. Gutes Frühstück mit Marmelade, Eiern, Speck und Brot. Wir stehen schon um sechs Uhr auf, weil es um 17.30 Uhr wieder dunkel wird. Wir wechseln das Hotel: sechs Dollar für beide!“
Und am 10.04.2022: „Aus meinem Reisetagebuch, 15.11.1981: …wir fragen uns durch nach Man Mans Five Stars Cooking Shop in der West Street, bezahlen sechs [Belize] Dollar für eine Hütte mit Hängematte, Frühstück und dinner.“
Ich bin kein Mathematiker, aber die Preise haben sich offenbar verfünfzigfacht und aufwärts…
Innerhalb der Fehlermargen
Die russische Propaganda aka Pjotr Akopow (also automatisch voll gelogen) schreibt:
„Nach den jüngsten Umfragen liegt Trump in fünf der sieben Bundesstaaten in Führung – überall außer in Wisconsin und Nevada (und im erstgenannten Bundesstaat holt er allmählich auf). Ja, sein Vorsprung ist gering und reicht von 0,3 Prozent in Pennsylvania bis 0,9 Prozent in Arizona. Das liegt doch innerhalb der statistischen Fehlermarge, oder? Ja, aber es lohnt sich, einen Blick auf die Umfragen der beiden vorangegangenen Wahlen in diesen Staaten zu werfen.
Und dabei stellt sich heraus, dass Trump jetzt eine viel stärkere Position hat als 2016 und 2020. Vor acht Jahren zum Beispiel lag er in Pennsylvania mehr als neun Prozentpunkte hinter Clinton und gewann am Ende mit 0,7 Prozent. Vier Jahre später gaben Umfragen Biden einen Vorsprung von mehr als sieben Prozent gegenüber Trump, aber Donald verlor mit nur 1,2 Prozent.
Das Gleiche gilt für Michigan und Wisconsin – Trump hatte [in den Umfragen] deutlich hinter Clinton gelegen, aber gewonnen, und der Verlust gegen Biden war deutlich geringer als versprochen. Und das in einem Umfeld, in dem Clinton und Biden in den Umfragen deutlich vor Trump lagen und Harris nun hinter ihm liegt oder auf gleichem Niveau zurückbleibt.
Wenn das derzeitige Muster in den verbleibenden drei Wochen vor der Wahl anhält (obwohl es wahrscheinlich nur noch günstiger für Trump wird), dann wird Trump am 5. November Harris in fünf von sieben Staaten sicher besiegen und am Ende 296 Wähler gegenüber 215 haben. Allerdings hat er gute Chancen, auch einen sechsten Staat, Wisconsin, zu gewinnen – und dann wird die endgültige Zahl noch höher sein.“
Frierende Avatare schauen dich an
Nur mal kurz zwischendurch. Unten: Skerry of Var, Torvaldsland (die goreanische Version der Wikinger).
Details bleiben ein großflächiges Rätsel auf Anwendungsebene

Büro der Stadtverwaltung in Karlsruhe (Symbolbild)
Bei der Karlsruher Stadtverwaltung sind ein halbes tausend Rechner ausgefallen. (via Günter Born, Golem, Die neue Welle, Fefe, karslruhe.de).
Das ist nicht so aufregend. Interessant aber, dass so ein Event immer nichtsagendes Geschwurbel nach sich zieht, so dass man automatisch denkt, die seien entweder total dämlich und ahnungslos oder wollten einen verarschen auf den Arm nehmen. „…“liegt die Ursache für die Störung bei einer Fehlfunktion in einem Anwenderprogramm.“
Was ist denn ein Anwenderprogramm im Gegensatz zu einem Nichtanwenderprogramm? Ist nun das Programm kaputt, und wer war das? Oder war die Software ab Microsoft Werk schon kaputt? Oder sitzt das Problem wieder vor dem Monitor und hat zwei Ohren?
„Der Name des problematischen Programms sowie der des auf den Systemen der Verwaltung eingesetzten Betriebssystems wurden von der Stadt nicht konkret benannt.“ Vielleicht ist das ja alles gelogen?
Wenn ihr mir nicht sagt, was eigentlich los war, könnt ihr euch die weitschweifigen Erklärungen gleich sparen oder einfach behaupten, es sei wieder ein Cyberangriff aus dem Cyberraum. Überprüft ja eh niemand.
„Der Name des problematischen Programms sowie der des auf den Systemen der Verwaltung eingesetzten Betriebssystems wurden von der Stadt nicht konkret benannt.“
Ach. Um was könnte es sich handeln? Um Windows for Workgroups 3.1/3.11? Um Sinix? Oder Kylin?
Günter Born: „Was da genau passiert ist, liegt für mich im Dunkeln – aber vermutlich liege ich richtig, wenn ich Windows 10 oder 11 als Betriebssystem konstatiere. Im Artikel von die neue Welle heißt es, dass die Störung „seit Anfang der Woche“ auftritt. Da am 8. Oktober 2024 Patchday bei Microsoft war, postuliere ich mal, dass die Updates zum Wochenende frei gegeben wurden und sich beim Einschalten der Rechner am Montag, den 14. Oktober 2024 installiert haben. Dann haben die Nutzer festgestellt, dass etwas nicht mehr auf Anwendungsebene funktioniert.“ (Samt schöner Kommentare!)
Da steh‘ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Sie werden fallen vor euch durch das Schwert

Credits IDF/Section 27A copyright act: „Zusammengefasst ermöglicht Section 27A des israelischen Urheberrechtsgesetzes die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke, deren Rechteinhaber nicht identifiziert werden können, unter der Voraussetzung, dass man nach bestem Wissen versucht hat, den Rechteinhaber zu finden. Wenn dieser später ermittelt wird, hat er Anspruch auf eine faire Vergütung.“
Ich frage mich, mit wem Israel jetzt über die Freilassung der Geiseln verhandeln will? Es wird doch niemand rufen: „Hier, ich bin der Nachfolger Sinwars!“
„…Somewhere in hell, Yahya Sinwar is sitting with the whole of Hamas’ leadership, looking up and thinking they should have released the hostages when they had the chance…“
Für diese Gelegenheit gibt es natürlich auch den passenden Spruch aus dem 3. Buch Mose aka Levitikus oder Wajikra in der Tora 26, Vers. 7:
Wie man zer welte solte leben und anderes

Main Avatar sitzt auf einer virtuellen Steinbank und sagt in Mittelhochdeutsch:
Ich saz ûf eime steine
und dahte bein mit beine:
dar ûf satzt ich den ellenbogen:
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange.
dó dâhte ich mir vil ange,
wie man zer welte solte leben.
deheinen rât kond ich gegeben,
wie man driu dinc erwurbe,
der keines niht verdurbe.
Wir müssen diverse Frontberichte nachholen.
Ostfront
Die russischen Streitkräfte rücken vor und vorer. An der Heimatfront tut sich auch einiges. Der Fliegerhorst Holzdorf, in Sachsen-Anhalt, soll, so meldete der MDR, „einer der größten Luftwaffenstützpunkte der NATO“ werden. Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) argumentiert: „Es ist durchaus vorstellbar, dass in den entsprechenden Berliner Kreisen weder die Landespolizeikräfte noch die Bundeswehr als wirklich zuverlässig angesehen werden, und die Einrichtung von NATO-Stützpunkten und Kommandozentralen in den östlichen Bundesländern vor allem einer Sache dient: ausländische Truppen dort unterzubringen.“
Das ist ja mal eine hübsche Theorie. Sozusagen die Allierten aka Admiral Harris 2.0. Was sagen die Wagenknechte?

Mitgaism begrüßt mich gleich auf Deutsch, obwohl ich das gar nicht will. Schon klar, auch ChatGPT weiß das: “ wird die IP-Adresse automatisch bei der Verbindung zwischen dem Gerät des Nutzers und der Website erkannt, und anhand dieser IP-Adresse kann mithilfe von Geolokalisierungsdiensten das Land oder die Region ermittelt werden, aus der der Nutzer stammt.“
Naher Osten Front
– Das religiös-zionistische Portal „Israel heute“ berichtet auf Telegram: „Die UN-Friedenstruppen, bekannt als UNIFIL, hatten nur eine Aufgabe, bewaffnete Terroristen aus dem Süden des Libanons fernzuhalten, von wo aus sie auf Israel schießen könnten. Sie scheiterten so katastrophal, dass Israel gezwungen war, in den Krieg zu ziehen, um die Region von den Terroristen zu säubern. Was macht UNIFIL jetzt? Sie weigern sich zu kämpfen, weigern sich, sich zu bewegen, und beschuldigen Israel, die Sicherheit ihrer Friedenstruppen zu gefährden“, hieß es im Leitartikel von heute im Wall Street Journal unter der Überschrift „Die UN-Friedenstruppen sind die besten Freunde der Hisbollah“.
– Wall Street Journal: „Tehran is threatening in secret diplomatic backchannels to target the oil-rich Arab Gulf states and other American allies in the Middle East if their territories or airspace are used for an attack on Iran, said Arab officials.“
– Ganz besondert interessant fand ich den Bericht der Jerusalem Post von vorgestern: IDF website reveals critical information, aiding enemy attacks on Oct. 7. – A detailed virtual map of training bases, including specific locations such as mess halls, living quarters, and assembly areas, was publicly available on the IDF recruitment site, Mitgaisim.“
Heimatfront
Bild kann man zum Thema Israel besser lesen als die meisten anderen Gazetten draußen im Lande: „Seit Monaten blockierten Wirtschaftsminister Robert Habeck (55) und Außenministerin Annalena Baerbock (43) deutsche Waffenlieferungen nach Israel – mit ihrem Veto im Bundessicherheitsrat.“ – „Insider bezeichnen die Methode der beiden als „absurd“. Und trotz der Israel-Blockade gingen Waffen an Erdogan raus.“
Das kommt davon, wenn man feministische Außenpolitik macht. Auch Wolfgang Kubicki, mit dem ich sonst vermutlich nur beim Uhrenvergleich übereinstimme, hat recht: „Sollte dies zutreffen, wäre das ein ungeheuerlicher Vorgang“, so der FDP-Vize. Man müsse sich „in Grund und Boden schämen“, sollten die Grünen-Minister zudem eine Versicherung vom jüdischen Staat dafür eingefordert haben, dass die deutschen Waffen nicht völkerrechtswidrig (z. B. für einen Genozid) eingesetzt würden.
Da verschlägt es einem die Sprache…
Gamedesign oder: Oase der lahmen Fantasy-Reittiere
Ich musste mich heute entscheiden: Tue ich etwas Nützliches oder Sinnloses? Hier liegen auch mindestens 20 Bücher, die ich noch lesen muss, darunter der schon bekannte Parzinger, dessen letzten Teil wir noch nicht durchgenommen haben.
Ich entschied mich für Mr. Spock: Faszinating, but higly illogical macht mehr Spaß. Ich werde also an meiner Wüsten-Sim herumdöseln und sie für das nächste Roleplay-Event mit Hauen und Stechen vorbereiten. Ich habe sie upgedatet, was aber nur 40 Euro mehr im Monat als bisher kostet – jetzt passen rund 100 Avatare drauf, ohne dass der Rechner in Kalifornien, der das rendern muss, die Grätsche macht. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Ohne jetzt angeben zu wollen: Ich bin richtig gut, also so auf Bundesliga-Niveau beim Gamedesign, aber es gibt noch bessere, wahre Künstler, deren Niveau ich nie erreichen werde.
Der Pass

Man geht ja mit der Masse, durch Algorithmen getrieben, die sich die Großbourgeoisie ausgedacht hat. „Der Pass“ bei Netflix trifft offenbar den Geschmack des Streaming-affinen Volkes. Ich habe mir die erste Staffel angesehen und werde auch weiterschauen, weiß aber nicht, ob ich die Serie empfehlen soll.
Oder: Der einzige Grund, warum ich am Ball bleibe, ist der großartig aufspielende Nicholas Ofczarek. Schande über mich, dass ich den noch gar nicht kannte.
Ich finde, die Abgrenzung zwischen Rechten und Linken verschwimmt – man kann das nicht mehr so eindeutig benennen wie vor 20 Jahren. Es wird komplexer, schwieriger. (Nicholas Ofczarek in einem Interview)
Vielleicht muss man „gut“ und „schlecht“ der Serie einfach gegenüberstellen.
Schlecht: Ich mag die Hauptdarstellerin Julia Jentsch aka Kommissarin Ellie Stocker nicht. Ich finde sie auch nicht attraktiv. Gemeint ist natürlich, wie sie spielt – so irgendwie transusig, blass, psychisch verdreht. Warum setzt man mir eigentlich beim Kripo-Personal emotionale Wracks vor? Mir würden auch „normale“ Personen gefallen, die keinen an der Klatsche haben.
Schlecht und fast ein Grund abzuschalten: Es wird wieder die zigste „Online-Durchsuchung“ praktiziert, hier aber durch den Täter. Der kann wie ein Magier von fern in alle Rechner schauen, sogar die Kommissarin beim privaten Sex beobachten – der übliche Quatsch eben. Man hält – aber vermutlich zu recht – die Zuschauer für ziemlich bekloppt, was IT angeht. Der Plot, was Computer angeht, ist so realistisch wie „The Witcher“. Ich halte das auf Dauer nicht aus, ohne mich zu ärgern – und deswegen schaue ich keine Filme.
Gut: Spannung, überwältigendes Environment (Schnee, Berge, düstere Wälder), Maskenspiele, die auf örtlichen Sagen fußen. Das alles ist originell und definitiv unterhaltsam.
Gut: Nicholas Ofczarek aka Komissar Gedeon Winter spielt alle an die Wand. Man freut sich, wenn er auftaucht, damit es wieder interessant wird. Er ist der Typ, der im breitesten Österreichisch (oder was auch immer das für eine Sprache ist) seine Chefs anbrüllt, wer ihnen „ins Hirn g’schissen“ hätte. Oder auch durch seine bloße Anwesenheit die hartnäckigen Bösewichte einschüchtert, obwohl er sie nur anguckt und derweilen irgendein Fastfood mampft. Der Ofczarekt hat eine physische Präsenz fast wie Travis Fimmel oder Sean Connery.
Schlecht: Der Journalist Charles Turec ist ebenso Fantasy – so einen gibt es nicht, jedenfalls nicht in Deutschland: Einzelgänger, findet alles raus, und darf das auch noch alles drucken, ohne dass eine Kompanie Rechtsanwälte ihm Knüppel zwischen die Beine wirft. Nein, Leute, das ist eure Idee von Journalismus – und die ist so aktuell wie Sherlock Holmes ein Kommissar von heute ist.
Schlecht: Einen Krimi teilweise aus der Täterperspektive zu zeigen, halte ich immer für schwachsinnig. Auch Raymond Chandler hat das so gesehen. Aber ich bin nicht repräsentativ für irgendeinen Publikumsgeschmack.
Also, verehrtes Publikum, entscheide selbst…

Unter den Saal Verlassenen [Update]

Ohne Worte oder: Sie können es nicht lassen… Geht sterben!
Die Politsekte „die Linke“ zerstreitet sich – wie erwartet und wie ich in der bürgerlichen Presse lese – auf dem Parteitag in Halle Landesparteitag in Berlin wegen eines Antrags zum Thema Antisemitismus.
Ein Antrag auf dem Linken-Parteitag in Berlin setzte sich kritisch mit dem Thema Antisemitismus auseinander. So relativierten politisch links verortende Menschen mitunter das Hamas-Massaker. Über den Antrag gerieten die Linken jedoch in Streit. Einige Delegierte wie Petra Pau verließen die Veranstaltung.
Wenn man sich die Themen der Anträge ansieht, zum Beispiel Schutz für palästinensische Geflüchtete, dann sollte man sofort austreten. Hier kommt alles zusammen, was zusammengehört: Reaktionäre woke Gendersprache („Geflüchtete“ statt „Flüchtlinge“), völkisches Denken (es wird suggeriert, es gäbe ein „Volk“ der Araber in der geografischen Region Palästina), und Lobbyismus für den Terror (wir brauchen mehr Einwanderer, die mit der Hamas oder Hisbollah sympathisieren) – die Dreieinigkeit des Antisemitismus in Deutschland.
Unter nicht Konvertierenden
Mein Beitrag als Goi zu Jom Kippur. #Dasmusstejetztsein
Um es kurz zu machen: Man kann das Thema so zusammenfassen, wie ein (säkularer) jüdischer Freund es heute morgen getan hat:

Männerschnupfen

A mildly uncomfortable but non-threatening illness that causes persistent fatigue, slight headaches, and an annoying cough. It’s not severe, but it forces the person to rest more than usual. They feel constantly drained and unable to focus on tasks, leading to frustration. The symptoms, while not dangerous, make even simple activities feel exhausting, forcing them to slow down and take breaks. It’s a nagging condition that interrupts daily life but doesn’t require medical intervention, only one man is too see, –no women –ar 3:2 –chaos 100 –s 750
Berg Zion
Blick vom Ölberg auf Jerusalem – vor genau einem Jahr stand ich dort.

































































