EID

Kurze Durchsage: Der Vorsitzende des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet, heißt jetzt Friedrich Merz. Die Iden des Merz kommen aber vermutlich erst in vier Jahren.

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Von Belize nach Honduras

Brief aus La Ceiba, Honduras

La Ceiba, Honduras, 19.11.81 [Dieser Brief gehört zeitlich vor den vom 09.12.1981 aus Managua.]

Liebe Eltern,
Bevor wir wieder in Gebiete ohne sichere Postverbindung fahren, ein kleines Briefchen. Wir sind jetzt an der Nordküste von Honduras, ungefähr in der Mitte, und werden am Samstag mit einem Schiffchen Richtung Osten nach Puerto Lempira fahren. Das liegt nahe and der Grenze zu Nicaragua, und dort gibt es eine Menge Unruhe zwischen den beiden Ländern. Wir wissen nicht, ob es an der Ostküste Nicaraguas Postverbindungen gibt und werden vielleicht erst in 3 Wochen in Managua schreiben.

Wir waren 2 Wochen in Belize, wo es uns bis jetzt am besten gefallen hat. Das ganze Land hat nur 160.000 Einwohner [mittlerweile rund 440.000], so viel wie Kreuzberg, und die Hauptstadt [Belmopan hat heute ca. 27.000 Einwohner] ist kleiner als Holzwickede [heute rund 17.000], die größte Stadt – Belize City [heute rund 63.000 Einwohner] – ist so groß wie Unna [rund 60.000 – aber unklar].

In Belize lebt ein richtiges Völkergemisch, größtenteils Schwarze (frühere Sklaven und Landarbeiter der Engländer), die Geschäfte haben die Chinesen in der Hand, dann gibt es noch Indios (Maya), Inder, die deutsche sprechenden Mennoniten, Spanisch sprechende Mestizen (Einwanderer aus Mexiko), Creolen mit eigener Sprache (Mischlinge aus Schwarzen, Weißen und Indern) und zuletzt Cariben, das sind Neger, die aber vor mehreren hundert Jahren sich mit den indianischen Ureinwohnern (die es jetzt nicht mehr gibt, nur Reste in Guyana) vermischt haben und die auch eine eigene Sprache haben. Wir sind getrampt und haben an einer Straßenkreuzung 4 Sprachen auf einmal gehört. In den Dörfern sieht es aus wie im Wilden Westen vor 150 Jahren, alles zweigeschossige Holzhäuser, unten die Kramläden, oben die Wohnungen – aber ihr werdet die Fotos ja sehen.

dangriga
Dangriga, Belize

Wir haben eine ziemlich gefährliche Situation hinter uns. Die Grenze zwischen Guatemala und Belize ist geschlossen. Wir waren im äußersten Süden von Belize und standen vor der Alternative, entweder wieder in den Norden zu fahren, um ein direktes Schiff von Belize City nach Honduras (unter Umgehung von Guatemala) zu bekommenm oder zu versuchen, die Grenze trotzdem zu überschreiten – es gibt keine Straße, nur Boote, von Punte Gorda in Belize nach Livingstone in Guatemala.

Wir wohnten in Punta Gorda bei einem Cariben-Eheppar, und der Mann hatte Beziehungen in Guatemala, weil die Schwarzen trotz der geschlossenen Grenze alles Mögliche hin- und herschmuggeln. Wir sind dann nachts um 3 heimlich mit unserem Gepäck und dem Mann in einen Einbaum gestiegen und nach Guatemala rüber.

border belize guatemala

Dort standen wir morgens am Strand und die Leute sagten uns, wir würden keinen Einreisestempel bekommen wegen der geschlossenen Grenze, zur Polizei dürften wir auch nicht gehen, die würden uns sofort verhaften. Der Mann, der uns rüber gebracht hatte, kannte zum Glück den „Beamten“, der normalerweise die Stempel ausgibt. Wir mußten ihn allerdings mit 30 DM bestechen, zum Glück hatten wir bare Dollar dabei.

Guatemala

Wie das Ganze abgelaufen ist, muß man erzählen, das ist zu kompliziert. Jedenfalls hatten wir endlich am Mittag den Stempel und haben uns beeilt, wieder aus Guatemala herauszukommen, weil das Land praktisch im Bürgerkrieg lebt – zwischen der Regierung und den Guerilleros und einige Gegenden ziemlich gefährlich sind, zum Glück nicht da, wo wir hinmußten. Vorgestern sind wir dann an der Grenze zu Honduras angekommen, wo auch an jeder Ecke eine Militärkontrolle steht, die alle Leute filzt. und gestern in einer 10-stündigen Bus-Gewalttour bis an die Atlantikküste gefahren, wo alles ein wenige entspannter ist.

Hier im Hotel können wir selbst kochen und wir freuen uns jeden Tag mehr, daß wir den kleinen Benzinofen mitgenommen haben, und außerdem ist es billiger, als immer in Restaurants zu essen. Wir haben schon wesentlich mehr Geld ausgegeben als geplant und müssen jetzt sehr sparen. Zum Glück wird es in Nicaragua und Costa Rica billger.

Wir werden unsere Reiseroute ein wenig ändern (nach heißen Diskussionen): Weihnachten feiner wir in San José, Costa Rica, fahren dann nach Panama City, den Kanal nach Norden nach Colon, von wo es Schiffe nach den kolumbianischen San-Andres-Inseln gibt (da war ich das letzte Mal mit Hartmut auch schon), von da aus fliegen wir ca. Neujahr nach Bogotá. Wir haben schon wieder jemanden getroffen, der im Norden von Kolumbien ausgeraubt worden ist, das wollen wir möglichst vermeiden. [Daraus wurde nichts, siehe unten.]

usb
Die Karte zeigt die Reiseroute, die ich 1982 geplant hatte. Meine damalige Lebensabschnittsgefährtin wollte dann aber doch nicht durchs Darien Gap (awesome story!) marschieren. (Ja! Zu Fuß und per Boot und nicht per Jeep! Das geht!) Wir sind (leider) von Panama nach Kolumbien geflogen. Ich weiß nicht, ob ich da jemals noch hinkomme. Allein würde ich das nicht machen, aber eine Lebensabschnittsgefährtin müsste schon sehr tough sein.

Von Europa haben wir seit ca. 4 Wochen keinen Ton mehr gehört, und das wird sich wohl erst in Nicaragua ändern. Es ist schon etwas komisch, wenn man hier nachts den Sternenhimmel betrachtet und die vertrauten Sternbilder, die ich eigentlich nur unbewußt oder ungefähr kenne, fehlen ganz oder stehen auf dem Kopf. Der Mond nimmt auf der anderen Seite zu und die Mondsichel hängt hier nach unten. Dafür kann man die Milchstraße sehr gut sehen.

Überhaupt ist das Wetter seit Mexiko ausnehmend freundlich, fast immer zwischen 25 und 30 Grad, ab und zu mal angenehm bedeckt. Es wäre vielleicht mal ganz nett, statt der ewigen Palmen, die wir mit einer Unterbrechung von ein paar Tagen seit 3 Wochen unentwegt sehen, mal eine anständige deutsche Eiche zu erblicken.

In Belize auf den Inseln sind wir morgens aufgestanden, an den Strand gegangen, haben uns eine nachts heruntergefallene Kokosnuß genommen, sie mit einer Machete geknackt und gegessen – wie im Film. Ein Frau auf der Insel, wo wir waren, sagte uns ganz wehmütig, sie möchte irgendwann in ihrem Leben einen richtigen Apfelbaum sehen, Es gibt in Belize zwar Äpfel, aber die werden aus Mexiko importiert.

Kokosnuss
Caye Caulker, Belize

Das Essen ist an der Atlantikküste von Mittelamerika im Gegensatz zu Südamerika ziemlich reichhaltig, ziemlich viel Fisch, Kartoffeln, Reis, Kokosnüsse, ananas (eine ganze Staude kostet 20 Pfg.! [Pfennig]), jede Mange Bananen, Gemüse und viele bei uns recht unbekannte Früchte: Chayote, Jiganea [Jackfruchtbaum], Yucca.

Wir werden gerade ein wenig gestört, es ist abends gegen 8 Uhr, wir sitzen im Hof der Herberge und es läuft eine Fußballübertragung Salvador gegen Haiti, und der Reporter spricht wie ein Maschinengewehr gleichzeitig, so schnell und so laut. Honduras hat sich gerade für die nächste Fußballweltmeisterschaft qualifiziert [Spanien 1982], zum ersten Mal überhaupt, und das ganze Land spricht nur noch vom Fußball, und uns Deutsche halten sie natürlich für Spezialisten für das Thema.

garifuna
Hotel California, La Ceiba, Honduras

Meine billige Uhr, die ich für 15 Mark gekauft hatte, habe ich schon in Mexiko verloren, als ich mich im Dschungel von Palenque ein wenig verlaufen hatte und viel geschwitzt hatte. Zum Glück hatte ich meine Kompaß dabei, man sieht nämlich nichts, weil die Bäume so hoch sind und am Boden alles voller Lianen und Gestrüpp ist, in das man alle naselang reinfällt. Aber wir haben noch den Reisewecker und eine Uhr braucht man sonst eigentlich nicht.

Eigentlich ist es jetzt schon Zeit, dir – Mama – zum Geburtstag zu gratulieren. Es geschehe hiermit also. Leider wird der Brief etwas zu früh ankommen aber später als ist unpassender. Ich hoffe, daß es euch gut geht und das wir bald etwas erfahren. Herzliche Grüße an alle, wir sind beim Kartenschreiben jetzt einmal herum. Grüße auch von Susanne.
Burkhard

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Gideon Streitwagen und bewegte Bevölkerung

Gideons streitwagen
In the center of the canvas, Gideon stands proudly in a bronze-gilded chariot drawn by two powerful white horses, rearing in mid-charge. His garments blend ancient Hebrew robes with the stylized armor of a Roman general — a breastplate gleaming in the sun, a crimson cloak billowing behind him. His right arm is raised high, holding a short sword or spear, while his left hand grips the reins. A golden helmet with a plume rests on his head, although his face is visible, stern and resolute.

Behind him, a small but determined band of warriors follows on foot, recalling the 300 chosen men from the biblical narrative. The battlefield is scattered with broken Midianite arms and chariots, with enemy figures fleeing in disarray. The sky above is dramatic, with rays of divine light breaking through storm clouds, illuminating Gideon — suggesting divine favor and destiny.

In the background, rugged hills evoke the landscape of ancient Israel, and an angelic figure hovers faintly in the clouds, referencing the angel who called Gideon in Judges 6.

The painting blends biblical narrative with the visual language of classical antiquity — portraying Gideon not as a humble judge, but as a heroic liberator chosen by God. [Nein, in der Bibel steht nichts davon, dass Gideon einen Streitwagen hatte.]

Politische Quelle: „Israel will den Gazastreifen erobern“.

„Das Sicherheitskabinett hat einstimmig den Operationsplan genehmigt, den der Generalstabschef zur Vernichtung der Hamas im Gazastreifen und zur Rückführung der Geiseln vorgelegt hat“. Der Generalstabschef erklärte in der Sitzung: „Wir sind auf dem Weg, die Hamas zu besiegen und das wird auch zur Rückführung der Geiseln beitragen.“

„Der Plan beinhaltet unter anderem die Eroberung des Gazastreifens und die anschließende Kontrolle der eroberten Gebiete, die Bewegung der Bevölkerung in den Süden zum eigenen Schutz, die Verhinderung der Verteilung humanitärer Hilfsgüter durch die Hamas“.

Netanjahu betonte, „dass sich dieser Plan von früheren unterscheide, da man nicht mehr nur auf punktuelle Razzien setze, sondern auf eine dauerhafte Besetzung des Streifens“. Auch soll Trumps Plan umgesetzt werden, der eine freiwillige Ausreise von Palästinensern ermöglichen solle, und dass hierzu Gespräche mit mehreren Staaten geführt würden. (Israel heute, Telegram-Kanal)

„Die Operation, die gestern Abend vom Sicherheitskabinett genehmigt wurde, wird den Namen „Gideons Streitwagen“ tragen – das teilte heute eine Sicherheitsquelle mit.

Gemäß dem Beschluss wurde der Hamas faktisch ein Ultimatum gestellt: Entweder Hamas bewegt sich in Richtung eines Geiselabkommens bis zum Besuch von Trump im Nahen Osten in etwa zwei Wochen oder es beginnt eine umfassende Bodenoffensive im Gazastreifen, das bis zur Entscheidung und „totalen Sieg“ fortgesetzt wird.

„Falls kein Geiselabkommen zustande kommt, wird die Operation mit großer Wucht eröffnet und erst enden, wenn Israel alle seine Ziele erreicht hat“, so ein Vertreter der Sicherheitsbehörden in den israelischen Medien.“ (Israel heute, Telegram-Kanal)

Vielleicht kann ich im Oktober schon am Strand im Gazastreifen herumspazieren?

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Auf Nachtwache

bebelplatz bebelplatz

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Deine nächste Mission

feministische Außenpolitik

Ich wollte ein Spiel spielen, das realistisch feministische Außenpolitik simuliert. (Ich weiß gar nicht mehr, welches es war – habe es schon wieder gelöscht.)

Die Entwickler geben sich noch nicht einmal mehr die Mühe, einigermaßen korrektes Deutsch zu schreiben, obwohl die KI das mittlerweile besser könnte. Das Publikum will natürlich Titten sehen so etwas auch gar nicht. Frage für einen Freund: In welcher Armee tragen Frauen solche Uniformen?

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Die Wüste in Hexametern, reloaded

Oasis of Lame Kaiila
Blick auf meine Sim in Secondlife

Heute die dritte 12-stündige Nachtschicht – mir ist nicht danach, mir etwas kompliziertes auszudenken, das den Wissendurst der Leserschaft befriedigen könnte (ich habe da aber etwas vorbereitetet, was diese Woche noch erscheinen sollte!)

Einsam er reitet durch sturmgepeitschte, verbrannte Gefilde,
Tücher umhüllen sein Haupt, und ein Schleier verhüllt seine Züge.
Bronze trägt er nicht, kein Stahl aus dem Norden lastet auf Schultern—
Leder und Stoff sind sein Schild, und das Schweigen der Hüter der Wüste.
Lanze in Hand, und das Kaiila, geschmeidig wie Schatten der Abendzeit,
Gräbt sich mit Hufen in Dünen, die schweigen von Blut alter Krieger.

Sieh! In der Ferne ein Flimmern—ein Traum an den Rändern des Wirklichen,
Hebt sich durch Wind und durch Glanz eine Oase wie göttliche Führung.
Palmen, sie neigen sich leicht, und aus Sand wachsen würdige Mauern,
Stein über Stein, vom Vergehen berührt, doch vom Geist ungebrochen.
Wasser erblickt er und Licht, das sich bricht durch gewölbte Portale—
Heiliger Ort in dem Land, das die Priest Kings längst aufgegeben.

Weiter er reitet, kein Ruf, kein Gebet, nur der Wille aus Eisen,
Schweigend gebunden an Schwur und an Namen, den niemand mehr nennt.

(Was für ein Kitsch!)

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Gescheiterter Versuch, „Judenhass Underground“ zu lesen

Judenhass Underground

Ich kaufte neulich Judenhass Underground – Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und Bewegungen“, hrsg. von Nicholas Potter („Potter arbeitete für die Amadeu Antonio Stiftung, ehe er im Juli 2024 als Redakteur zu taz zwei, dem Kultur- und Gesellschaftsteil der taz, wechselte) und Stefan Lauer.

Ich habe das Buch zwar erst angefangen, aber wollte es eigentlich schon wieder ungelesen zur Seite legen. Beide Herausgeber gehören zum pseudolinken kleinbürgerlichen Glottischlag-Milieu. Man weiß also, was man bekommt.

Die Einleitung ist so mit Gendersternchen verseucht, dass der Text sehr schwer lesbar ist. Aber wenn man diese Mischpoke kennt, weiß man, dass dahinter ein belehrungsresistenter messianischer Impetus steckt, an dem jede Kritik wie an Teflon abprallt. Wir sind die Guten. Widerstand ist zwecklos.

Das Ansinnen mag löblich sein. Aber was soll man von einem Buch halten, das diejenigen, um die es geht, sowieso nicht lesen und bei dem man alles, was kommt, schon vorhersagen kann? Die Herausgeber berufen sich suggestiv auf einen Konsens mit den Lesern, den es gar nicht gibt. Warum ist Netanjahus Regierung ein „Gruselkabinett“? Was ist „rechts“ in Israel? Muss man den palästinensischen arabischen Terroristen und ihren Helfershelfern einen Staat gönnen, der dann gleich zur Vernichtung Israels aufrufen würde? Was ist links in Israel? Wenn man die Haaretz liest, die drüben ungefähr so volkstümlich und massenwirksam ist wie hierzulande die Jungle World?

Die (knappe) Mehrheit der israelischen Wähler bevorzugt Netanjahu. Den Herausgebern des Buches fällt nicht anderes ein, als die indirekt zu beschimpfen. Das ist typisch für hiesigen Journalisten und vergleichbar mit deren Umgang mit der AfD.

Ich habe gerade noch einmal im Inhaltsverzeichnis geblättert. „Pinkwashing, Homonationalismus und queerer Antisemitismus“ von Hengameh Yaghoobifarah und Rosa Jellinek. Ich glaube, das tue ich mir doch nicht an…

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Alexis Sorbas 2.0

Tyranny in Disguise

Wenn man meine virtuelle griechische Insel mit einem der Originale vergleicht, schneide ich als Gamedesigner nicht schlecht ab, finde ich. Ab dem 23. Mai werden da viele Avatare herumlaufen, und die Screenshots werden belebter aussehen.

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Weisungsgebunden oder: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Die Qualitätsmedien schreiben: „Die geschäftsführende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) betont, der Verfassungsschutz habe seine Entscheidung über eine Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch selbst getroffen.“

Aber sicher doch. Fragen wir ChatGPT:

„Ja, das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) ist gegenüber dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) weisungsbefugt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesinnenministeriums. Das bedeutet konkret:
– Das BMI kontrolliert und beaufsichtigt die Arbeit des BfV.
– Es kann dem BfV inhaltliche und organisatorische Weisungen erteilen.
– Der Präsident des BfV ist dem Bundesinnenministerium unterstellt.
Die Weisungsgebundenheit ist ein zentraler Bestandteil der ministeriellen Verantwortung in der Exekutive der Bundesrepublik Deutschland.“

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Tyranny in Disguise

Tyranny in Disguise
Schönes Symbolbild der KI zum Thema „tyranny in disguise“.

Marco Rubio schreibt auf X: „Germany just gave its spy agency new powers to surveil the opposition. That’s not democracy—it’s tyranny in disguise.

What is truly extremist is not the popular AfD—which took second in the recent election—but rather the establishment’s deadly open border immigration policies that the AfD opposes. “

Steinhöfel kommentiert ebenfalls auf X: „Ich bin davon überzeugt, dass ein ganz erheblicher Teil der Bevölkerung diese Einstufung allein darauf zurückführen wird, dass die AfD in den Umfragen sehr erfolgreich ist und der Verfassungsschutz hier als reiner Erfüllungsgehilfe agiert.“

Da wird die Journaille wieder aufheulen….

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Heiße Luft

Liebe Journalistenkollegen, bevor ihr euch hoch erregt die Finger wund schreibt: „Rechtsextrem“ ist kein Kriterium eines Parteiverbots. Eine Partei muss die bestehende Rechtsordnung „aggressiv-kämpferisch“ beseitigen wollen, was bei der AfD wohl kaum nachweisbar ist. Man kann das alles in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nachlesen. Das Kriterium „gesichert rechtsextremistisch“ ist also nur heiße Luft und völlig irrelevant, was euch natürlich nicht daran hindern wird, es ständig zu benutzen, damit die Medienrezipienten auch genau wissen, was sie denken sollen.

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Unter sich Verhaltenden

Alle Spitzel des Verfassungsschutzes in der AfD haben heute die Dienstanweisung erhalten, sich ab sofort nur noch gesichert rechtsextremistisch zu verhalten.

Ich verhalte mich ab heute nur noch ungesichert linksextremistisch.

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Rassistenpack, elendes!

Evangelischer Kirchentag: „Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Black, Indigenous und Kinder of Color.“ Gemeint sind Kinder mit nicht-weißer Hautfarbe. Weiße Kinder dürfen ausdrücklich nicht teilnehmen.“ Was für ein Rassistenpack!

„Until the colour of a man’s skin
Is of no more significance than the colour of his eyes
Me say war.“ (Boy Marley)

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Das ZDF und die Missachtung journalistischer Standards

Das ZDF und die Missachtung journalistischer Standards – Brandbrief an den Intendanten Dr. Norbert Himmler von Peter Welchering.

„Unmittelbar auslösendes Motiv für diese Entscheidung ist das Verhalten der verantwortlichen Führungskräfte des Senders in der Affäre „Schönbohm/Böhmermann“. Nach der gestrigen Entscheidung des Landgerichts München I (AZ: 26 O 12612/23) hätte ich erwartet, dass die Senderverantwortlichen Konsequenzen ziehen, Herrn Schönbohm um Entschuldigung bitten und die zweifelsfrei feststellbaren massiven Missachtungen journalistischer Standards aufarbeiten. Was Jan Böhmermann in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale am 7. Oktober 2022 abgeliefert hat, hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Es hat auch nichts zu tun mit typischen Stilmitteln der Satire. (…)

Glaubwürdige Arbeit setzt zwingend die umfassende Geltung journalistischer Standards voraus. Die wurden zu oft verletzt. Und es passierte danach wahrnehmbar nichts. Das stellt dann auch die eigene Arbeit für das Haus massiv in Frage.“

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Alles wählen

Van Aken, der Parteichef der so genannten „Linken“ fordert laut der bürgerlichen Presse: „So soll das Wahlalter für sämtliche Wahlen auf 16 Jahre gesenkt werden. Außerdem soll das Wahlrecht auch für Ausländer ermöglicht werden. Jede Person ohne deutsche Staatsangehörigkeit soll demnach nach fünf Jahren legalem Aufenthalt in der Bundesrepublik das Wahlrecht für sämtliche Wahlen bekommen.“

Da verschlägt es einem glatt die Sprache…

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Unterirdisch chillen

teegle horse

Da ich ab morgen in den 12-Stunden-Nachtschicht-Modus wechseln muss, werde ich heute nur noch chillen und virtuell auf einem meiner Pferde ausreiten. Die sind für Gor allerdings „tiefergelegt“ aka enhanced und haben Zähne wie ein Velociraptor und Krallen an den Hufen. Die Tierchen sind ganz allerliebst gescripted: Auf Kommandozeilenbefehl im lokalen Chat folgen sie einem brav, auch wenn man nicht auf ihnen reiten will.

Ich habe neulich ein unterirdisches Labyrinth gebaut, in dem im Juni ein Rollenspiel-Event mit rund drei Dutzend Spielern stattfinden wird. Ein Irrgarten ist dann gut, wenn derjenige, der ihn konstruiert hat, sich selbst daran verläuft…

labyrinthlabyrinth

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Browser Add-Ons

browser Add-ons
In the center of the image stands a medieval gatekeeper wearing modern cyberpunk armor, symbolizing the browser extension. Behind the gatekeeper is a large, open web browser window shaped like a medieval city gate. Through this gate, a glowing stream of web traffic flows in–made of symbols like script tags, cookies, tiny envelope icons (trackers), and arrows labeled „referer“. The gatekeeper holds a shield marked with a gear icon (symbolizing control/settings), and in their other hand, a filtering staff that projects beams of light. These beams selectively allow certain elements through (e.g., harmless scripts or images) while blocking or vaporizing others (like trackers and suspicious JavaScript). Above the scene floats a cloud of digital icons, representing various browser types (Chrome, Firefox, Safari). Each one shines a beam onto the gatekeeper, indicating that this guardian works across multiple platforms. In the foreground, a user watches confidently from behind a glowing monitor, safely shielded by the actions of the extension. –s 750 –

Auf mehrfach geäußerten Wunsch des Publikums! Aber da ich immer noch nicht ganz gesund bin, lasse ich „andere“ für mich arbeiten.

ChatGPT (von mir modifiziert): Hier ist ein Artikel über nützliche Browsererweiterungen zur Verwaltung von JavaScript, Cookies und Referern, die für Chrome, Chromium, Safari und Firefox und auf allen Betriebssystemen verfügbar sind:

browser Add-ons

Nützliche Browsererweiterungen für Datenschutz und Skript-Kontrolle

Wer sicher und datensparsam im Internet surfen will, kommt um die Kontrolle von JavaScript, Cookies und HTTP-Referern nicht herum. Browser wie Chrome, Firefox, Safari und Chromium-basierte Varianten bieten von Haus aus nur eingeschränkte Optionen. Glücklicherweise gibt es plattformübergreifende Erweiterungen, die hier Abhilfe schaffen. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Add-ons vor, die auf allen gängigen Betriebssystemen funktionieren.

1. uMatrix (Legacy, aber weiterhin beliebt)
Browser: Chrome, Chromium, Firefox (nur als „Legacy Extension“)
Funktion:
Detaillierte Steuerung von Skripten, Frames, Cookies, CSS, Bildern und mehr pro Domain
Matrix-basierte Benutzeroberfläche für individuelle Freigaben
Referer-Kontrolle optional möglich
Hinweis: Die Entwicklung wurde eingestellt, aber viele Nutzer setzen weiterhin auf das Tool. Alternativen existieren (z. B. NoScript oder uBlock Origin mit erweitertem Modus).

2. uBlock Origin
Browser: Chrome, Chromium, Firefox, Safari (via Fork wie „uBlock Origin Lite„)
Funktion:
In erster Linie Werbeblocker, aber mit aktivierten erweiterten Einstellungen auch Blockierung von JavaScript möglich
Benutzerdefinierte Regeln für Cookies, Skripte, Referer-Header
Sehr ressourcenschonend.
Tipp: Im erweiterten Modus kann uBlock Origin ähnlich wie uMatrix genutzt werden.

3. NoScript Security Suite
Browser: Firefox, Firefox-basierte Browser (nicht nativ für Chrome/Safari)
Funktion:
Feingliedrige Steuerung von JavaScript, WebGL, Java, Medien und mehr
Whitelist-basiertes System (alles ist zunächst blockiert)
Schutz vor XSS- und Clickjacking-Angriffen
Einschränkung: Nur für Firefox, nicht für Chrome oder Safari. Dennoch relevant, wenn Firefox zum Einsatz kommt.

4. ScriptSafe
Browser: Chrome, Chromium (nicht für Safari oder Firefox)
Funktion:
JavaScript-, Plug-in-, Cookie- und Referer-Kontrolle
Whitelists und Blacklists für Domains
Entfernung von Tracking-Parametern aus URLs
Einschränkung: Nur für Chromium-basierte Browser verfügbar, wird aber plattformübergreifend unterstützt.

5. Smart Referer
Browser: Firefox, Chrome (eingeschränkt)
Funktion:
Sendet Referer-Header nur innerhalb derselben Domain
Erhöht den Schutz vor Referer-Leaks
Anpassbar für Ausnahmen
Hinweis: Unter Chrome nur als Light-Version verfügbar, Firefox bietet mehr Funktionen.

6. Cookie AutoDelete
Browser: Chrome, Chromium, Firefox
Funktion:
Löscht Cookies automatisch beim Schließen von Tabs
Verwaltung nach Whitelists möglich
Kompatibel mit Container-Tabs in Firefox
Vorteil: Sehr nützlich zur Reduktion von Tracking durch Drittdienste.

Fazit;
Wer Kontrolle über Skripte, Cookies und Referer übernehmen will, findet in den genannten Erweiterungen zuverlässige Werkzeuge. Während Firefox-Nutzer auf besonders mächtige Add-ons wie NoScript und Smart Referer zugreifen können, stehen für Chromium-basierte Browser uBlock Origin und ScriptSafe bereit. Safari-Nutzer müssen sich derzeit mit Forks wie uBlock Origin Lite begnügen, da Apples System Einschränkungen mit sich bringt.

Empfohlene Kombination (plattformübergreifend):
uBlock Origin (erweiterter Modus) für umfassende Skriptkontrolle
Cookie AutoDelete für Cookie-Management
Smart Referer (wenn unterstützt) zur Referer-Kontrolle

Diese Konfiguration bietet ein gutes Gleichgewicht aus Schutz, Kontrolle und Benutzerfreundlichkeit – unabhängig vom verwendeten Betriebssystem.

Browser-Alternativen für mobile Geräte (Android):

browser Add-ons

Die Unterstützung von Browser-Erweiterungen auf mobilen Geräten (Android & iOS) ist stark eingeschränkt und unterscheidet sich je nach Betriebssystem und Browser. Hier ist ein Überblick über die von mir empfohlenen Erweiterungen, die auch auf mobilen Browsern funktionieren, insbesondere unter Android und iOS (iPhone/iPad):

uBlock Origin
Android (Firefox): Ja, vollständig nutzbar, wenn du Firefox für Android (nicht Focus) nutzt. Erweiterungen müssen über die Add-on-Verwaltung manuell hinzugefügt werden.
Android (Chrome/Chromium): ❌ Nicht unterstützt, Chrome erlaubt keine Erweiterungen auf Android.
iOS (Safari): Teilweise verfügbar – als „uBlock Origin Lite“ über Safari-Erweiterungen im App Store. Funktional stark eingeschränkt durch Apples API-Beschränkungen.

uMatrix (Legacy)
Android: ❌ Nicht mehr verfügbar oder wartbar. Funktionierte nur in alten Firefox-Versionen.
iOS: ❌ Nicht verfügbar.

Cookie AutoDelete
Android: Teilweise, nur unter Firefox Nightly für Android mit aktivierten erweiterten Add-on-Einstellungen.
iOS: ❌ Nicht verfügbar.

Smart Referer
Android (Firefox): Möglich, aber nur über Nightly-Versionen, nicht in der Standard-App.
Android (Chrome): ❌ Nicht möglich.
iOS: ❌ Nicht verfügbar.

ScriptSafe & NoScript
ScriptSafe (Chromium-basiert): ❌ Nicht verfügbar auf Android oder iOS, da Chrome keine Erweiterungen erlaubt.

NoScript:
Android (Firefox): ⚠️ Teilweise, über Firefox Nightly. Nicht offiziell auf stabiler Version verfügbar.
iOS: ❌ Nicht verfügbar.

Fazit:
🔹 Für Android-Nutzer (am besten mit Firefox):
Empfohlen:
uBlock Origin (stabil)
Cookie AutoDelete (nur Nightly)
Smart Referer (Nightly)
Bedingung: Nutze Firefox oder Firefox Nightly, nicht Chrome!

🔹 Für iPhone-Nutzer (iOS):
Sehr eingeschränkt durch Apple:
uBlock Origin Lite über Safari → nur rudimentärer Filterblocker
Keine Skript- oder Referer-Kontrolle auf dem Niveau der Desktop-Add-ons.

Browser-Alternativen für mobile Geräte (iOS):

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Ho, Ho, Ho Chi Minh!

Vietnam

On this same day, 50 years ago! Congratulations to Vietnam on Liberation Day!

Vietnam

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Unter Hehlern

Weimer Interview
„Kritische Wächter“ – Interview mit Wolfgang Weimer, damals Chefredakteur von Cicero, in: Berliner Journalisten (heute Nitro, 4/2005)

Weimer wird also Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien. Vor zwei Jahrzehnten habe ich ihn nach der Cicero-Affäre interviewt (vgl. oben).

Ich mag den Ex-Religionslehrer Weimer und seine Thesen nicht – wie auch alle anderen Verehrer höherer Wesen. Ich halte ihn jedoch für einen guten Journalisten, stramm bürgerlich, aber jemand, der etwas den Tugendterror und die politische Korrektheit der Grüninnen hat.

Mein Leitartikel in derselben Ausgabe von Berliner Journalisten hieß „Unter Hehlern“. Ich finde meine Thesen immer noch aktuell.

„Gut, dass die Staatsanwaltschaft und die Polizei im September ein recht harmloes „Magazin für politische Kultur“ durchsucht haben. Wenn es nicht Cicero getroffen hätte, sondern ein linksradikales Blättchen oder gar eine politisch braun gebrannte Zeitung wie die Junge Freiheit, dann regte sich kaum jemand auf. Die notwednige Debatte über das Verhältnis zwischen Staat und Presse wäre nicht angestoßen worden. Ob diese jemals stattfinden wird – mit einem Ergebnis, das dicker ist als heiße Luft, steht in der Sternen.

Worüber die Wortführer der Eliten und ihre politische Kultur nur wenige Krokodilstränen vergießen: Anfang Juli wurden die Privaträume von Redakteuren des gewerkschaftsnahen Online-Magazins Labournet durchsucht und sämtliche Computer und Teile des archivierten Schriftverkehrs beschlagnahmt. Anfang August traf es die Zeitschrift Atom Aktuell, die ehrenamtlich produziert wird – die Polizei nahm alle Rechner mit, das Blatt konnte zeitweilig nicht mehr erscheinen.

Otto Schily hat die Aufgaben des Journalismus in einem Interview mit dem Spiegel exakt beschrieben; Man dürfte einem Bestohlenen nicht vorwerfen, er hätte sich nicht darum gekümmert, dass ihm nichts entwendet werde, und deshalb dürfte auch nicht beim Hehler durchsucht werden. Jawohl, Journalisten stehlen Geheimnisse und andere Informationen, die die Mächtigen für sich behalten möchten. Journalisten, die das nicht versuchen, sondern nur talkshowen, arbeiten als Hofnarren. Die Medien sind Hehler: Sie beteiligen sich am Geheimnisverrat und verdienen daran.

Skandalös ist, dass diese schlichte These im bräsigen Diskurs der deutschen Öffentlichkeit nicht konsensfähig ist. Unerbittlich ausgewogen diskutierte man über den „Grad der Vertraulichkeit“ der Dokumente, die Bruno Schirra veröffentlicht hatte, und darüber, ob der „Informationsgehalt“ rechtfertige, sie publiziert zu haben. So what?

Robert Leicht argumentiert in der Zeit, im Cicero-Artikel vom April, der Anlass von Ermittlungen war, gehe es nirgendwo darum, einen Skandal oder ein rechtswidriges Handeln deutscher Behörden aufzudecken. „Mithin scheiden eventuelle Rechtfertigungsgründe vornherein aus.“ Vor wem sollte sich ein Journalist rechtfertigen müssen, etwas Geheimes ausgeplaudert zu haben – vor dem Common Sense, vor dem Rundfunk- oder Jugendschutzwart oder vor einem rundum vollversorgten Redakteur – mit Pensionsanspruch und öffentlich-rechtlichem Tunnelblick -, der in seiner Freizeit den Gewerkschaftsführer für journalistische Freiberufler mimt?

Gut deutsch ist Journalismus offenbar, wenn er sich an moraltheologische Vorgaben und an den Zielen der pädagogisch wertvollen Aufklärung orientiert. Wer etwas publiziert, das etwa den zahnlosen Papiertiger Presserat kurzzeitig aus dem Schlaf weckt und zu einem folgenlosen verschnarchten Verdikt animiert, der wird hierzulande scheel angesehen. Journalismus in angelsächsischer Tradition nimmt kompromisslos das öffentliche Interesse, sei es politisch oder schlicht voyeuristisch, zum Maßstab. Cicero hat also richtig gehandelt, das gar nicht so geheime Papier des BKA publiziert zu haben.

Cicero-Chefredakteur Wolfram Weiner spricht in einem Interview mit Berliner Journalisten von einem „übergeordneten journalistischem Interesse“ und von einer „moralischen un normativen Selbstkontrolle“, die bis heute funktioniere. Ob das aber dem deutschen Journalismus nützt, darf getrost bezweifelt werden. Die Staatsraison und das Große Ganze sind gut, aber für Journalisten irrelevant. Dem Kaiser die Kleider auszuziehen und allen Leuten seine unappetitliche Blöße zu zeigen, ist besser.“

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Stromatolith

Stromatolith
Credits: Naturkundemuseum Berlin. Der Stromatolith ist ca. 250 Millionen Jahre alt.

„Stromatolithen (von altgriechisch στρῶμα stroma, deutsch ‚Decke‘ und λίθος lithos ‚Stein‘) sind biogene Sedimentgesteine, die durch Einfangen und Bindung von Sedimentpartikeln oder Fällung gelöster Stoffe infolge des Wachstums und Stoffwechsels von Mikroorganismen in einem Gewässer entstanden sind (Biomineralisation). Sie sind meistens geschichtet und bestehen oft aus sehr fein geschichtetem Kalkstein. Die innere Struktur der Stromatolithen ist verschieden: flache, ebene Schichten, nach oben gewölbte Schichten, mehrere gewölbte Schichtpakete nebeneinander (Säulenform). Einige erinnern mit ihrem schaligen Aufbau aus Knollen, Säulen oder welligen Lagen äußerlich an einen Blumenkohl.

Die ältesten bekannten Fossilien sind größtenteils Stromatolithen, und sie könnten demnach Hinweise darauf liefern, wie sich Leben von sehr einfachen zu komplexeren Formen entwickelt hat.“

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