Sucre aka Charcas aka Chuquisaca
Blick auf Sucre, die Hauptstadt (!) Boliviens. Das Foto habe ich am 6. Februar 1980 gemacht – von einer Mauer des Klosters La Recoleta. Damals waren wir die einzigen Touristen in der Stadt.
Ich freue mich jedesmal, wenn ich heutige Fotos suche und feststellen muss, dass die üblichen Verdächtigen Geld dafür haben wollen (und deshalb die Aufnahmen mit digitalen Wasserzeichen versehen). Remember: Photos are licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 3.0 Germany License.
Schläfrig und heiss
Die Hauptstraße von Reyes im Departamento Beni in Bolivien (1984).
Damals war Reyes ein winziges, staubiges und brüllend heißes Nest. Hier habe ich eine Woche lang absolut nichts gemacht, ausser auf ein Flugzeug der Bolivianischen „Luftwaffe“ zu warten, das mich weiter in den Norden in den Pando brachte. (vgl. Rurrenabaque – Stilleben mit Katze und Schwein)
Haus des Geldes
Potosí, Bolivien (1980), Casa de Moneda. Es gibt zwar viel schönere Fotos, aber aus meiner Perspektive hat offenbar niemand ein Foto geschossen.
Cerveza Potosina
Auf dem Werbeschild steht: Trinke niemals Wasser oder ähnliches, trinke immer (dein) Cerveza Potosina (Bier). Fotografiert 1980 in Potosi, Boliven. Das hätte hierzulande wieder irgendwelche schmallippigen Jugendschützer und Tugendwarte auf den Plan gerufen.
Rio Mamore, revisited
Mit dem obigen „Seelenverkäufer“ war ich vor vierzig Jahren eine Woche unterwegs auf dem Río Mamoré, von Puerto Villaroel bis nach Trinidad. Damals war alles überschwemmt und wir brauchten vom Río Mamoré bis in die Vororte von Trinidad ein Kanu, weil die Strasse nicht mehr da war. Von Trinidad sind mein Begleiter und ich dann an die brasilianische Grenze geflogen. (Vgl. mein Posting aus dem Jahr 2011)
Auf der Werft
Puerto Villaroel am Rio Mamoré, Boliven 1980. Die „Marschall“ ist schon ein wenig heruntergekommen. (Vgl. auch mein Posting vom 04.01.2011)
Huelga General!
Generalstreik! Huelga general! (Bolivien 1984) Militante Bergarbeiter demonstrieren in La Paz vor dem Präsidentenpalast gegen den Präsidenten Siles Zuazo. Die Regierung hatte den Generalstreik für illegal erklärt. (Vgl. mein Posting vom 07. Juni 2011 – das obige Foto hatte ich noch nicht veröffentlicht.)
Copacabana
Das Foto habe ich in Copacabana in Bolivien (1984) gemacht. Hinter dem Cerro Calvario und der Stadt liegt der Titicaca-See. Auf Aymara heisst Titicaca „grauner Puma“. Der Ort Copacabana war damals ein verschlafenes Nest, nur zu Ostern trafen zahllose Pilger ein.
Nimm besser den Bus!
Manchmal ist es angenehm, wenn man schon einen Sitzplatz im Bus hat…(bei Tarabuco in den bolivianischen Anden, 1984).
Goma in Riberalta
Riberalta, der Ausgangspunkt für den Pando-Dschungel Boliviens (1984). Es gibt auch heute noch keine Straße nach Riberalta, die durchgehend befahrbar ist, man bewegt sich auf Booten fort. Der Rio Madre de Dios ist der größte Fluss. Im Pando gibt es nur Paranüsse und Naturkautschuk, die sich ökonomisch verwerten lassen. Auf den Booten sieht man große Rollen Kautschuk, der im Dschungel gesammelt und vorgefertigt wurde.
Huachacalla oder: Durch die Wüste
Hier ein bisher unveröffentliches Foto aus Bolivien (1984). Im Hintergrund liegt die Kleinstadt Huachacalla (Google Maps), am Rand der großen Salzwüste, nicht weit von der chilenischen Grenze, damals ein gottverlassenes Nest, zu dem man zwei Tage mit dem LKW über eine halsbrecherische „Straße“ brauchte. Von dort aus machten wir uns mit den schweren Rucksäcken zu Fuß auf (auf dem Foto ist meine damalige Freundin zu sehen), um Chipaya weiter im Osten zu erreichen (auf Google Maps ganz rechts). Wir sind den ganzen Tag in glühender Sonne marschiert und mussten auch noch durch Flüsse waten. Damals habe ich die Grenzen meines Körpers kennengelernt…. Ich wüsste gern, ob ich das heute noch könnte.
Hexen und Lama-Föten
Lama-Embryos auf dem so genannten „
Walther, Vladimir, Amos, Margaret und Ragnar
Ich saz ûf eime steine
und dahte bein mit beine:
dar ûf satzt ich den ellenbogen:
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange.
dó dâhte ich mir vil ange,
wie man zer welte solte leben.
Ich sitze da sinnierend in Bolivien in der Nähe des Titicaca-Sees, südwestlich von Copacabana – die Routa Nacional 2 gab es damals noch nicht, es war ein beschwerlicher Fußweg hinunter ins Tal an die peruanisch-bolivianische Grenze (1984). Im Hintergrund sind die schneebedeckten Gipfel der Anden zu erkennen.
And now for something completely different. Ich nehme an, dass hier zahlreiche Astronomen und Astrophysiker mitlesen. IFLScience berichtet: „Putin says Russia is going to launch a mission to Mars next year. There’s just one tiny problem. “ Man ahnt schon, dass das Problem gar nicht so tiny ist, wie die Überschrift ironisch suggeriert.
Here we go: „Well, you can’t just launch a mission to Mars whenever you want. Owing to the orbits of our two planets around the Sun, there are only specific windows when you can actually get there, using what’s known as a Hohmann transfer orbit. (…) . Unless Russia has developed some sort of warp drive (they haven’t) or they’re planning some really weird route to Mars (they probably aren’t), then a launch in 2019 just isn’t possible.“
Ist das wahr? Ein User dort kommentiert: „Not quite accurate. The Hohmann transfer orbit is the most effiecient way to get to Mars and maximizes the payload that can be sent. However, if you are willing to trade payload mass for propellant mass, you can get to Mars at other times.“
And now for something completely different. Amos Oz schreibt in der Jüdischen Allgemeinen: „Es ist möglich und auch angemessen, dass Juden und Araber zusammenleben, aber ich kann nicht akzeptieren, als jüdische Minderheit unter arabischer Herrschaft zu leben, denn fast alle arabischen Regime im Nahen Osten unterdrücken und erniedrigen Minderheiten.“ Starkes Argument.
And now for something completely different. „The Computer History Museum honors Margaret Hamilton for her leadership and work on software for DOD and NASA’s Apollo space missions and for fundamental contributions to software engineering.“ Dazu gibt es ein großartiges Foto von ihr neben Ausdrucken der Apollo-Flugsoftware.
And now for something completely different. Der Berliner Senat verbietet Vögeln das Vögeln. Just saying.
Welche (französischen) Filme ich nicht sehen möchte? Keine „turbulenten“ Mann-Frau-Kind-Eltern-Schwiegereltern-Familien-Migranten-Behinderte-Liebes-, Verwechslungs-, Beziehungs-, Trennungs- und Versöhnungskomödien. Übrigens: Die zweite und dritte Staffeln von Vikings sind noch besser als die erste.
Mit der TAM ins Kolonisationsgebiet Nordwest
Mein abenteuerlichster Flug überhaupt – von Reyes in den Yungas von Bolivien nach Cobija an die brasilianische Grenze, dann nach Riberalta im östlichen Pando. Nachdem wir eine Woche in Reyes gewartet hatten (dort gab es nur eine Graspiste für Militärflugzeuge) und dann endlich losgeflogen waren, eröffnete uns der Pilot, dass wir nicht nach Riberalta flögen, sondern ein paar hundert Kilometer westlich an die brasilianische Grenze, mit einer Nacht Aufenthalt, und erst einen Tag später zu dem gebuchten Ziel. Der Grund: Der Pilot hatte in Cobija eine Freundin, die er besuchen wollte. Als Passagier muss man sich dann fügen, weil man keine Wahl hat…
Was mich am meisten wundert: Die TAM gibt es heute immer noch, aber sie fliegen die Strecke nicht mehr mit Propellermaschinen.
Wir sind dann nach ein paar Tagen von Riberalta nach Westen; den Rio Madre de Dios entlang bis nach Peru. Das dauerte zwei Wochen.
Esst mehr Fleisch
„Ich habe mich doch nicht in Jahrmillionen der Evolution an die Spitze der Nahrungskette gekämpft, um mir dann eine Salatplatte zu bestellen.“ (Ein Leserbrief im „Spiegel“)
Im bolivianischen Pando-Dschungel (1984) habe ich von armen Kautschuk-Sammlern gebratenene Affen als Abendessen vorgesetzt bekommen. Das Tier hing am vorher am Haken in dieser „Küche“. Und natürlich habe ich zugelangt; die Gastgeber wären beleidigt gewesen, hätte ich es nicht getan. Damals war die völlig abgelegene und fast unerforschte Gegend nördlich des Rio Madre de Dios noch kein Nationalpark („Reserva Nacional Manupiri-Heath“). Wenn ich das Stichwort „Dschungelcamp“ höre, muss ich immer nur lachen.
Reprint vom 31.01.2011.
Tropischer Regen
Das Foto habe ich 1984 in Rurrenabaque am Rio Beni in Bolivien gemacht. Damals gab es noch keine Touristen dort. Wir waren mit dem Boot von Caranavi in den Yungas gekommen. In der Regenzeit dauert es nur Minuten, bis es ohne Vorwarnung schüttet wie aus Eimern, dafür hört es genauso plötzlich wieder auf, und die Sonne scheint wieder.
Unter Drogenschmugglern, revisited
Das Foto habe 1984 ungefähr hier auf dem Rio Mamore in Bolivien gemacht. Die Leute waren Drogenschmuggler. Das war eine der zahlreichen Situationen, die wieder mal bewiesen, dass man die Sprache des Landes, das man intensiv bereist, kennen sollte. Ich musste jedenfalls stundenlang verhandeln, bevor sie mich mitnahmen. Man konnte sich denken, was sie mitführten, aber ich habe nicht nachgefragt. (Vor vier Jahren habe ich hier schon etwa dazu geschrieben. Wir waren mit zwei Booten unterwegs.)
Copacabana
Blick auf den Titicaca-See und Copacabana in Bolivien (1984). Vorn ist meine damalige Lebensabschnittsgefährtin zu sehen. Das Foto habe ich ungefähr hier gemacht; wir sind zu Fuß den kleinen Pass hoch, um zu dem winzigen Dorf im Osten zu kommen (was auf Google Maps gut zu erkennen ist).
Eine Reportage auf Zeit online ist dazu interessant: „Viele Vogelarten rund um den Titicaca-See sind verschwunden. Auch Fische gibt es kaum noch. Jahrelang wurde Klärschlamm aus den Städten und Dörfern in Bolivien und Peru in den See eingeleitet. Hinzu kommt das Abwasser aus zum Teil illegal betriebenen Minen.“ Damals war es noch eine Idylle.
Bequem im Stehen reisen
Auf dem Weg nach Macha in den Anden Boliviens (1984). Auf dem Pickup waren Landarbeiter und Bergleute. (Fotos von Macha gibt es hier und hier.)
Rurrenabaque – Stilleben mit Katze und Schwein
Das Foto habe ich 1984 in Rurrenabaque am Rio Beni in Bolivien gemacht. Damals gab es noch keine Touristen dort. Wir waren mit dem Boot von Caranavi in den Yungas gekommen. Von Rurrenabaque fuhren wir mit einem Pickup nach Reyes (damals ein kleines Dorf, vgl. Foto unten), wo es eine Graspiste für Flugzeuge der Militärs gab. Dort blieben wir eine Woche stecken, bis endlich eine Propellermaschine der bolivianischen „Luftwaffe“ auftauchte, mit der wir weiterreisen konnten.







































