Never change a running E-mail-System
Bei Heise geht es wieder um E-Mail-Programme: „Mailclients für Desktop und Smartphone: 16 Dienste im Test“. Das hatte wir hier schon mehrfach – über FairEmail (20.12.2023), Mutt (14.02.2023), Hier klicken (15.11.2022), Kleopatra öffen, nicht ausziehen (11.01.2022), Thunderbird-Usability-Problem für fortgeschrittene Paranoiker (05.07.2013) und noch einige über das Thema „Verschlüsseln“.
Etwas Neues gibt es in dem Artikel nicht. Ich benutze bekanntlich Thunderbird für Linux, mit der Option des Umstiegs auf Mutt, Claws Mail für Windows (weil das zuverlässig kein HTML anzeigt und auch Attachments sehr sicher handelt; Verschlüsseln geht aber nur auf dem Umweg über Kleopatra) und für Android FairEmail.
Ich wüsste nicht, was es zu Verbessern gäbe, und schon gar nicht mit KI. [Weibliche Stimme in verführerischem Tonfall: „Sie haben zu verschlüsseln vergessen!“] Aber das habe ich auch schon gesagt, als ich noch Crosspoint benutzte.
Das Problem ist nur, dass einige der Nachgeborenen gar kein E-Mail-Programm mehr nutzen und ich dann überlegen muss, mit welchem Betriebssystem ich was wohin aus Signal oder WhatsApp usw. downloade. Man kann auch nicht ständig überall nachsehen, und falls ich beim Eintreffen einer Nachricht akustisch informiert werden würde, dudelte es ununterbrochen.
Alles lassen wir alles so, wie es ist.
#IstandwithIsrael
Freedom of Speech and Expression
Push und Up
Wie viele Liegestütze sollte man als Mann mit 72 Jahren machen können, um als fit zu gelten?
ChatGPT: Die Anzahl der Liegestütze, die ein 72-jähriger Mann schaffen sollte, um als fit zu gelten, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich seiner allgemeinen Gesundheit, seines Trainingszustands und eventuell vorliegender körperlicher Einschränkungen. Es gibt jedoch Richtwerte, die in Fitness- und Gesundheitsstudien verwendet werden, um die körperliche Leistungsfähigkeit in Bezug auf das Alter zu beurteilen.
Hier eine grobe Orientierung basierend auf fitnessbezogenen Standards für Männer:
Unterdurchschnittlich: Weniger als 5-8 Liegestütze
Durchschnittlich: 8-12 Liegestütze
Überdurchschnittlich (fit): 13-20 Liegestütze
Sehr fit (athletisch): 20+ Liegestütze
Mit steigendem Alter nimmt die Muskelkraft natürlicherweise ab, weshalb auch der Standard an die Altersgruppe angepasst ist. Ein 72-jähriger Mann gilt oft als fit, wenn er mindestens 8–12 saubere Liegestütze in einer Reihe schaffen kann.
Das glaube ich jetzt nicht. Ich war mehrere Wochen ziemlich faul dergestalt, dass ich nach dem Aufstehen nur gefrühstückt habe statt den Körper auf die Lohnschinderei – meistens im Sitzen – vorzubereiten. Heute morgen jedoch war ich wohlgemut eingedenk der Tatsache, dass Selbstdisziplin reich und glücklich macht, und schaffte 25 Liegestütze, ohne mich aufzuwärmen, also fünf weniger als im Dezember. Es war sogar noch ein bisschen Luft nach oben.
Was meint das Publikum? Halluziniert ChatGPT oder nimmt irrig die adipösen Durchschnittswerte der USA als Maßstab?
Unter Klassenstandpunktinhabenden
Quelle: Journalismus und Demokratie – Ergebnisse der Journalismus-Befragung. Die Fragenden wählen auch grün – sie gendern.
ARmut für alle oder: Kriegswirtschaft mit Rationierung und grünem Schrumpfen
„Um das Schlimmste in der Klimakrise zu verhindern, müssen wir eigentlich sofort raus aus dem Wachstum, rein ins grüne Schrumpfen. Dazu braucht man eine Kriegswirtschaft mit Rationierung und staatlicher Planung; nach dem Motto: Wenn das sowieso klar ist, dass durch die Klimakrise irgendwann eine Kriegswirtschaft kommt, dann wäre es ja schlau, sie jetzt schon einzusetzen, damit man geordnet, friedlich, ohne Chaos und vor allen Dingen rechtzeitig noch aus dem Kapitalismus und aus dem wirklich schädlichen Wachstum aussteigen kann.“ (Ulrike Herrmann, die Grünen)
Armut für alle!
Partners, Friends und das Nibelungenlied
Xi says China, US can be partners, friends.
Jaja. Wenn zwei Vorsitzende der Ausschüsse, die die jeweiligen Geschäfte der herrschenden Klasse (unter Vorbehalt bei China) organisieren, die jeweiligen Länder als „Freunde“ bezeichnen, kann das so ausgehen wie im Nibelungenlied: Alle sind am Ende tot.
Warum? Der Plot im Nibelungenlied ist nicht das, war ihr bei Wikipedia lest. Das ist größtenteils Bullshit. Sondern: Im 13. Jahrhundert gab es als Optionen, die Beziehungen der herrschenden Feudalklasse untereinander zu beschreiben, nur zwei: Entweder man benutzt die Termini der Vasallität – das schafft dann klare Hierarchien. Oder man lässt es im Unklaren – das geht aber nicht, weil es eben Feudalismus ist, Das heißt: Der Stärkere gewinnt, und der Schwächere kann jederzeit behaupten, er sei nicht schwach und Wadenbeißen mit dem Schwert beginnen. „Unklar“ bedeutet: Man benutzt „Freund“ statt „Vasall“.
So kann man auch den symbolischen Streit der Königinnen interpretieren. Brünhilde (diu was unmâzen schœne. vil michel was ir kraft) geht davon aus, dass Siegfried der Vasall des Königs sei, also ihm zu Dienst verpflichtet. Damit wäre feudal alles klar. Kriemhild leugnet das und behauptet, es gebe kein Untertanen- bzw. Abhängigkeitsverhältnis.
Ja, Kriemhild macht es sogar noch schlimmer: geloubestu des, Prünhilt, er ist wol Gunthers genôz. Genosse – also gleichrangig. Das geht ja gar nicht.
Deswegen oszilliert es im ganzen Nibelungenlied hin und her – einmal ist Siegfried der friunt des Herrschers, sein Status ist also ungeklärt, manchmal der Vasall mit klaren Pflichten und Rechten. (Ich finde den Plot genial – die Rezeptionsgeschichte ist demgemäß. „Kriemhilds Rache“ ist so was von Gangsterfilm-kompatibel!)
Wenn das aber nicht geregelt ist, ist Chaos, also Hauen und Stechen, angesagt. „Unklar“ bedeutete heute, dass nicht sicher ist, wer Kapitalist und wer Arbeiter ist, weil sie sich gegenseitig „Freunde“ nennen. Man wüsste also nicht, wer „weisungsbefugt“ ist. Auch dann würden die jeweiligen Ehefrauen verwirrt sein und auf Partys vielleicht aneinandergeraten.
Postscriptum: Das Nibelungenlied ist Propaganda für die Sicht einer Fraktion der herrschenden Feudalklasse, der Ministerialen – so etwas wie die „neuen Mittelschichten“ – im Gegensatz zur alten Mittelschicht – , die heute die Grünen wählen. Eine Klasse sozialer Aufsteiger, die sich im klassischen Vasall- und Lehnsverhältnis nicht mehr wiederfindet. Die Botschaft: Die alten Feudalverhältnisse gehen unter, weil sich alle gegenseitig umbringen (müssen). Aber wir sind die Zukunft. (Alles sehr verkürzt – ich könnte noch nachlegen…)
Wir kommen wieder von Hölzken auf Stöcksken. (Ich wollte nur Xi, Trump und das Nibelungenlied in einem Posting zusammenpferchen.)
Staaten können weder Partner noch Freunde sein. Ich glaube Trump sowieso kein Wort. Es kann sich zwar dem Volk besser verkaufen, aber er kann nicht die Gesetze des Kapitalismus außer Kraft setzen. Die herrschende Klasse handelt, da sie aus Charaktermasken besteht, nicht unbedingt rational, sonst hätte die Mehrheit der deutschen Bourgeoisie nicht Hitler unterstützt, obwohl von Anfang an das Ende hätte abzusehen sein können. Man folgt blindlings den Zwängen der Profitmaximierung.
„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ (Carl von Clausewitz: Vom Kriege)
Es wird trotz der schönen Worte des schönen Telefonats zum Handelskrieg kommen. Und die Europäer werden auf jeden Fall verlieren, egal wer „gewinnt“. Aber sie wollten es so.
Es ist kein Zufall, dass weder Trump noch Xi mit Baerbock telefonieren wollten. (Die uns vielleicht erhalten bleibt, weil Merz es sich wird aussuchen können, mit wem er koaliert.) Wir sind unwichtig.
Kant und die Sekundärtugenden

Immanuel Kant, the renowned philosopher from Königsberg, was famously punctual to the extent that the residents of Königsberg could set their clocks according to his daily routine. His unwavering adherence to a strict schedule made him a living timekeeper for the town, exemplifying his disciplined lifestyle and dedication to order. –ar 3:2 –s 750
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant war so pünktlich, dass andere Königsberger ihre Uhren nach ihm bzw. seinem Tagesablauf stellten. (Nehmt dies, Latinos und Araber!)
Manchmal kapiert die KI gar nichts bzw. das Falsche. Ich hatte ChatGPT aufgefordert, mir einen Prompt (s.o.) zu verfassen: Beschreibe auf Englisch folgendes Szenario: Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant war so pünktlich, dass andere Königsberger ihre Uhren nach ihm bzw. seinem Tagesablauf stellten.
Was hätte ich dargestellt? Eben Kant, wie er aus einem Haus tritt, auf seine Taschenuhr schaut und Dutzende Bürger, die auf den Trottoirs herumlaufen, es ihm gleichtun. Am besten noch im Hintergrund den Turm der Königsberger Schlosskirche mit sichtbarer Uhrzeit. Also wie Synchronschwimmen, nur anders.
Kant ist nicht als solcher zu erkennen. Warum ist das so schwierig, KI?
Ricos oder: Muss das sein?

Wisst ihr Bescheid, obwohl das gar nicht stimmt. Wenn ich überlege, was ich monatlich netto zur Verfügung habe, kann ich angesichts meiner Kosten gar nicht klagen. Viele haben weniger. Nicht jeder kann sich auch zwei Hobbys leisten: Das Boot kostet mich monatlich 44 Euro und meine Sim in Secondlife 150 Dollar – allerdings steuern einige Avatare, die das attraktiv finden, was ich ihnen an Architektur und Rollenspiel-Plots anbiete, etwas bei (morgen gibt es wieder Action!). Gestern spendete zum Beispiel jemand 20 Dollar.
Apropos morgen: Ich könnte auch versuchen, in einer Bar meines Vertrauens ein attraktives Mädel anzusprechen, ob ihr zur weiteren Gestaltung des Abends etwas anderes einfiele als Talisker zu trinken, aber es ist saukalt, und ich muss auch mal schlafen. (Bei den einschlägigen Apps komme ich gar nicht vor, aber ich kann mich ziemlich gut um 20 Jahre jünger lügen, bis jemand auf die Idee kommt, bei Wikipedia nachzusehen.)
Das virtuelle Event morgen geht mindestens bis Mitternacht, und am Sonntag muss ich um sieben aufstehen, weil um neun die Lohnschinderei auf mich wartet. Der Wechsel von Nacht- zur Tagschicht ist immer Jetlag-verdächtig. Von Montag bis Mittwoch habe ich dann wieder Nachtschicht… Das zum Zeitmanagement, was das Publikum schon ansprach.
Ja, ich lerne bzw. wiederhole täglich eine halbe Stunde Spanisch. Hebräisch weniger, aber Duolingo ist dafür ohnehin ungeeignet, weil man Vokabeln nicht wiederholen kann. Ich weiß nicht, warum das Feature bei Ivrit nicht funktioniert, und der Support antwortet natürlich nicht. Mondly ist besser, aber die Usability ist gewöhnungsbedürftig – und ich will beim Lernen auch schreiben. So kurz zwischendurch ist das schwierig und ich improvisiere.
Das Publikum kann sich ausmalen, was geschähe, wenn ich noch verheiratet oder sonstwie verbandelt wäre und frau mir ein „Beziehungsgespräch“ aufdrängen wollte. Nein danke, dazu ist meine Zeit zu knapp und kostbar. Oder auch: Muss das überhaupt sein?
Faszinierend böse
Gomorrah
Warum und zu welchem Ende schauen wir Gangsterfilme? Ich hätte schwören können, dass ich hier schon etwas über Gomorrah geschrieben habe, aber offenbar nicht. (Es existieren mehrere Schreibweisen – ich bevorzuge natürlich die biblische Version.)
Ich schaue mittlerweile die fünfte und letzte Staffel auf Netflix. So einen Serienmarathon halte ich nur durch, wenn derselbe wirklich unterhaltsam ist, wie etwa bei Bosch (für mich die beste Krimi-Serie aller Zeiten), dem Kostüm- und Frauenfilm Outlander, House of Cards (Machiavelli lässt grüßen!) oder Fauda (leider keine Staffel mehr und ein Cliffhänger zum Schluss).
Zur Serie Gomorra ist das Übliche schon gesagt und geschrieben worden, zum Beispiel kulturpessimistisch von der Süddeutschen oder von der Welt. Aber was genau will uns der Künstler eigentlich sagen?
Bei den Gangstern (Camorra, Neapel) haben wir drei Sorten: Die Protagonisten Salvatore Esposito als Gennaro „Genny“ Savastano und Marco D’Amore als Ciro Di Marzio (nein, ich schaue die natürlich OMU!); bei den Frauen hält Ivana Lotito als Azzurra Avitabile die meisten Staffeln durch. Alle anderen – etwa die Frau di Marzios und die bezaubernde Cristiana Dell’Anna (leider kein Single) als „Patrizia Santore“ – überleben nicht lange.
Die zweite Garnitur besteht aus Personen, die irgendwie Handlanger der Helden sind, fast immer Männer, die nur eine Staffel überleben. Man denkt immer an Foucault. Und die dritte Garnitur – alles pöhse Drogendealer – wird massenweise niedergemäht; irgendwann hört man auch auf, die Toten zu zählen und nimmt die Kerle als bloße Deko. Sie haben alle ähnliche Frisuren und ähnliches dümmliches Macho-Gehabe, sehen aber besser aus als das einheimische arabische Pack. Italiener halt.
Das zentrale Thema ist „Loyalität“, hier zum jeweiligen Warlord. Das wird im Kapitalismus natürlich schwierig: Wenn es keine ökonomischen Zwänge gibt, dann macht jeder, was er will, wechselt die Fronten jederzeit und folgt dem Meistbietenden. Niemand traut niemandem. (Im Feudalismus ist das genauso kompliziert, aber anders.) Was wäre ein Gegenentwurf? [Science-Fiction-Modus ein] Eine Gesellschaft, wie groß auch immer und mit flachen Hierarchien, die solidarisch ist, weil alle eingesehen haben, dass man kooperieren sollte – also das Erfolgskonzept der Evolution (die nicht sozialdarwinistisch ist).
Man guckt natürlich Gangsterfilme, weil die dort alle Regeln – meist ungestraft – übertreten dürfen, die der Normalsterbliche einhalten muss. (Ich weiß nicht, ob Gangster Gangsterfilme gucken? Warum sollte ich mir selbst zuschauen?) Ein Gangsterfilm ist einen reaktionäre Allegorie auf den Kapitalismus, weil dort je ein Kapitalist viele totschlägt, aber nicht im wörtlichen Sinn; nur dass hier die „kleinen Männer Leute“, die hoffen, irgendwann groß rauszukommen, sich gegenseitig massakrieren. Der Abschaum schließt sich nicht zusammen, um denen da oben auf die Pelle zu rücken, sondern kämpft gegen Seinesgleichen. Jedes Fußballspiel ist progressiver.
Faszinierend finde ich eher Figuren wie Ivana Lotito, die es als Ehefrau des Gangsterbosses sogar wagt, sich dem entgegenzustellen, obwohl jeder Mann erschossen werden würde, der widerspräche. Das ist gar nicht das italienische Klischee der dominierenden „Mamma“. Die (für meinen Geschmack) umwerfend gut aussehende Lotito spielt sehr zurückhaltend, mit sparsamer Mimik, aber starker Präsenz, die vermittelt, dass sie sich eher umbringen lassen würde als nachzugeben.
Letztlich schimmert aber eine tiefere und zweite Ebene durch, die aber weniger dem Film geschuldet ist als der literarischen Vorlage: Es geht hier nicht um den albernen Textbaustein „toxische Männlichkeit“, sondern darum, zu zeigen, dass die Frauen, wie auch in Bollywood, die „Moral“ aka Regeln verkörpern und die Männer, wenn die schwächeln, wieder aufhetzen. In der letzten Staffel geschieht das gleich doppelt: Azzurra, die die Rolle der Ehefrau im Bett nicht mehr spielt und die aus dem Milieu flüchten will, lässt Gennaro schwören, den umzubringen – in ihrem Beisein -, der sich an ihrem Sohn vergriffen hat. Und die Witwe eines anderen Gangsterbosses, die Geld und Leute für „den Unsterblichen“ bereitstellt, will Rache so bald wie möglich, auch wenn das „militärisch“ gar nicht sinnvoll wäre.
Das Grundmotiv existiert auch schon ein paar tausend Jahre – ich denke da an meine mündliche Prüfung in Altgermanistik. Wer bringt wen warum um – und muss das sein?
ShantyTown
Eine uneingeschränkte Empfehlung, nicht weil der Gangsterfilm, der in der Unterwelt von Lagos, Nigeria, spielt, so ausnehmend gut wäre, sondern weil die Schauspieler ganz anders sind, als man es kennt, weil das Ambiente total exotisch und für uns unbekannt ist, und weil zwischendurch immer wieder Dinge und Taten auftauchen, die man eher in die Kategorie Mystery eintüten würde – aber man ahnt, dass das afrikanische Publikum das ganz anders sieht, weil es genau weiß, worum es geht und worauf das anspielt.
Was ich noch nie so gesehen habe, sind diese starken Frauenfiguren – obwohl deren Rolle im Film fast immer die des Opfers ist. „Prostituierte möchten dem Klammergriff eines berüchtigten Zuhälters entkommen. Doch politische Korruption und Blutsbande machen die Freiheit zu einem“ bla bla. Nein, das wäre nicht neu. Dazu brauchte man nicht Afrika bzw. Nigeria. Aber Afrikanerinnen aus Lagos sind eben anders als Afrodeutsch%_*Innen im „Tatort“.
Die Namen sollte man sich merken und Filme anschauen, in denen sie mitspielen: Nse Ikpe-Etim und vor allem Ini Edo, die in Shanty Town hässlich und kurzhaarig aussieht, aber absolut großartig aufspielt. Ich musste mich erst an sie gewöhnen, aber irgendwann ging der Daumen hoch. (Es gibt da einen unschönen finanziellen Streit hinter den Kulissen.)
To effectively portray my role, I visited some brothels to ask questions, interact with the commercial sex workers and get a feel of what goes down there. When you see the way that they’re being brutalised, the way that they’re being treated, you will begin to wonder like, so why are you here if you receive such treatments from this man? And you best understand that most of them don’t have a choice, most can’t leave because their lives have been threatened or their families have been threatened.
Und die Sprache! (Wehe, den schaut jemand synchronisiert! Es geht ganz gut mit englischen Untertiteln.) Das ist eine Art Englisch oder Pidgin oder Slang, das man aber kaum versteht, und manchmal Yoruba und vielleicht noch etwas anderes – die haben in Nigeria reichliche Auswahl, was Sprachen angeht. Der Klang ist im Sinne des Wortes unerhört, es sei denn, man geht jeden Tag im Görli spazieren. [By the way: Es gibt gute Bücher aus Nigeria und gutes nigerianisches Essen in Deutschland.]
Die Serie hat auch schwache Stellen: Die Schlägereien, vor allem im Finale, werden viel zu lange gedehnt und ausgewalzt, als wollte der Regisseur Hollywood zeigen, dass Afrika es auch kann. Die wenigen „Mystery“-Szenen werden nicht erklärt, etwa dass jemand kugelfest zu sein scheint oder dass „Verhexung“ manchmal wirkt – aber vermutlich darf man das nicht europäisch sehen, und es spielt auch keine Rolle.
Dennoch: Ich kenne keinen anderen afrikanischen Gangsterfilm, der es in den Netflix-Mainstream geschafft hat.
Marcella
Die britische Krimi-Serie Marcella wollte ich gar nicht empfehlen, aber merkwürdigerweise schaue ich sie immer noch, vielleicht, weil alle anderen Vorschläge, die mir die Streaming-Algorithmen in die Timeline spülen, unannehmbar sind. Britische Krimis haben einen Ruf zu verlieren und zeigen weniger Verfolgungsjagden mit Autos sind meistens besser und tiefgründiger als die aus den USA. Ich bin auch befangen, weil ich die Hauptdarstellerin Anna Friel als „Marcella Backland“ im Film (nur dort) unattraktiv finde, sogar nicht ausstehen kann.
Von einem Krimi erwarte ich, dass es um Mord geht und wie der aufgeklärt wird, und dass das schwierig ist. So einfach. Ich erwarte kein Psychodrama um das Sorgerecht für das Kind der Hauptdarstellerin oder dass diese offenbar eine Vollmeise hat schwer psychisch daneben ist und vollgestopft mit Traumata, die sich offenbar mit Hypnose behandeln lassen. Ich will auch nicht psychotherapeutischen Gesprächen zuhören, damit die Hauptdarstellerin wieder Mordfälle lösen kann. Es wirkt total unglaubwürdig, wenn eine Frau heult und herumstammelt und ausrastet und danach wieder ganz normal im Polizeidienst ist.
Dazu kommt die gewohnte Computer-Zauberei: Jemand „hackt“ sich den Laptop der Kommissarin und sieht und hört alles mit. Wir sind hier nicht bei der taz, sondern bei der Kripo. Fehlt nur noch eine „Online-Durchsuchung.“
Die Serie ist total überfrachtet mit Psycho-Krempel und „Beziehungs“-Dramen, als befürchtete der Drehbuch-Autor, Mord allein – ganz old school – würde die Rezipienten langweilen. Es nervt. Man muss sich schon entscheiden zwischen Kriminalfilm und Psychodrama – nicht umsonst sind das auch bei den Streaming-Diensten zwei unterschiedliche Kategorien.
Das hat mich schon bei Homeland („Psychothriller“) aufgeregt, obwohl ich dessen „Islamfeindlichkeit“ mag: Ist es wirklich realistisch, dass die Agentin eine Geheimdienstes eine bipolare Störung hat? So etwas würde ich doch nicht einstellen. (Die Israelis kriegen so etwas aber hin.)
Zur Zeit gucke ich zum Einschlafen American Primeval, so solide und gut wie der Highland Park, den ich dazu trinke. Das ehemalige Nachrichtenmagazin ist gar nicht begeistert: Es „schreibt, dass American Primeval den Wilden Westen aussehen lässt „wie die Hölle auf Erden“, der „jede Menschlichkeit abhandengekommen ist“. Also ein realistischer Western, den man eigentlich aus Jugendschutzgründen in Deutschland gar nicht zeigen dürfte. Ich finde ihn großartig. Und ich habe Neues erfahren, zum Beispiel etwas über das Mountain-Meadows-Massaker. Pöhse Mormomen? Da denkt man doch gleich an Harry Melton.
Vorgestellte Anomalie
Ich habe gerade mit großem Vergnügen Benedict Andersons Buch Die Erfindung der Nation angefangen zu lesen. Dass ich das nicht kannte, war eine echte Bildungslücke. Der Witz daran ist, dass das Buch schon 1983 erschienen ist und trotzdem hochaktuell. Der Autor ist auch Simultanübersetzer für Indonesisch und hat daher eine ganz andere Perspektive als jemand, der sein ganzes Leben nicht aus Ostpreußen herausgekommen ist nur die europäische Sicht kennt.
Beim ersten Erscheinen der deutschen Ausgabe 1988 wurde Anderson vorgeworfen, dass seine Perspektive außereuropäisch und kulturanthropologisch sei. Heute macht gerade das den Reiz des Buches aus.
Full ack, Euer Ehren Amazon-Rezensent! Dazu kommt, dass Anderson marxistisch argumentiert, aber durch seine originelle Sichtweise dessen Grenzen bei diesem Thema aufzeigt.
„Der Beitrag von Karl Marx bestand in der grundlegenden Darstellung der historischen Ursprünge der modernen Welt wie in dem Gedanken, daß der Nationalismus eine historisch bedingte und darum auch historisch abzulösende – Epoche der Menschheitsgeschichte ist.“
Damit kann man natürlich nicht erklären, warum Staaten, die sich als „sozialistisch“ definierten, gegeneinander Krieg führten, wie Vietnam gegen Kambodscha oder China gegen Vietnam.
„Das so lange verkündete „Ende des Zeitalters des Nationalismus“ ist nicht im entferntesten in Sicht.“
Dazu kommt ein merkwürdiger Mangel an Theorie zum Thema. „So hat sich mir der Schluß aufgedrängt, daß man keine „wissenschaftliche Definition“ der Nation geben kann; das Phänomen existiert seit langem und wird es auch in Zukunft geben.“ (Hugh Seton-Watson 1977, S.5, zit. n. Anderson)
„Das Problem einer Theorie des Nationalismus steht für das große historische Versagen des Marxismus.“ (Tom Nairn: The Break-up of Britain, S 7. zit. n. ebd.)
„Genauer formuliert müßte man sagen, daß sich der Nationalismus als eine Anomalie des Marxismus erwiesen hat, weshalb man ihn großenteils vernachlässigte.“
Schon auf Seite 15 (weiter bin ich noch nicht) kommt ein entscheidender Satz: „In einem solchen anthropologischen Sinne schlage ich folgende Definition von Nation vor: Sie ist eine vorgestellt politische Gemeinschaft – vorgestellt als begrenzt und souverän.“
Vorgestellt – das heisst nichts anderes als imaginär, also nicht real nachprüfbar, weil willkürlich.
Regenzeit
Trinidad, 22.2.80 [gemeint ist nicht die Insel Trinidad, sondern die Stadt in Bolivien, angekommen in Unna 1.3.]
Liebe Eltern!
Im Augenblick stecken wir in einer kleinen Siedlung im Norden von Bolivien seit 5 Tagen fest. Es gibt keine Straßen nach Norden zur brasilianischen Grenze, wo wir hinwollen, keine Flugzeuge, weil das Flugzeug der Linie, mit der wir fliegen, in La Paz festsitzt, weil die Piste des „Flughafens“ (Graspiste) vorher unter Wasser stand und alle anderen Flugzeuge bis März ausgebucht sind. Schiffe bzw. Lastkähne, mit denen wir heruntergeschaukelt sind bis hierher, gibt’s auch nicht, weil der „Hafen“ (nur 10 Holzhäuser) völlig unter Wasser steht. Jetzt wissen wir, was Regen ist, denn es hat seit drei Tagen und drei Nächten geschüttet wie aus Eimern und alles ist überschwemmt.
Das Dschungelgebiet im Norden Boliviens ist 1/3 so groß wie die BRD, aber es gibt nur drei Siedlungen mit mehr als 1000 Einw., sonst nur Flüsse und Dschungel. Wir wollen mit einer Militärmaschine zu einem Dorf hoch im Norden an der Grenze, von dort gibt’s eine Straße nach Brasilien + weiter nach Manaus am Amazonas. Mit einem Lastkahn dauert es 5 Tage, so viel Zeit haben wir nicht. Ich hoffe, daß das komische Flugzeug in den nächsten Tagen endlich losgeht – wenn es nicht wieder regnet.
Allerdings gab es im Büro der Militärs in den letzten Tagen, wo wir alle 2 Stunden hingerannt sind, sehr unterschiedliche Informationen von denselben Personen: 1. das Flugzeug fliegt nicht, weil es regnet, 2. sie fliegen nicht, weil Karneval ist, 3. das Flugzeug ist mit nur einem Motor gelandet und sie können es nicht reparieren, 4. die Elektronik ist ausgefallen, 5. das Flugzeug ist von La Paz gestartet, aber wir wissen nicht, wo es ist (!!!). Es ist zum Ausflippen.
Unternehmen kann man auch nichts, weil die „Stadt“ nur aus ein paar Straßen besteht und praktisch von der Außenwelt nur per Flugzeug erreichbar ist – und es fliegt eben keines in die richtige Richtung – leider.
Wir sitzen den ganzen Tag am der Plaza, trinken Kaffee oder sonstige leckeren Sachen, gucken uns die nassen Palmen und riesigen Gummibäume an oder spielen Schach oder Rommee oder schreiben Briefe. Und alle 2 1/2 Stunden heißt es im Flugbüro: Wir informieren 3 Stunden später!

Silbermine San Jose in Oruro, Bolivien
Ansonsten ist Bolivien sehr schön, der große Geheimtip in Südamerika. Die Leute sehr freundlich und ausgesprochen höflich, aber mit der üblichen Südamerika-Mentalität, wenn’s heute nicht geht – mañana – morgen. Wir waren zwei Wochen auf dem Altiplano, das ist das Andengebiet, die Städte inkl. La Paz liegen alle über 3000m hoch. In Oruro haben wir eine Silbermine besichtigt nach langem Hin- und Herfragen – sehr interessant, die Mine sieht aus wie eine Mischung aus Korallenriff und Tropfsteinhöhle, überall hängt grünen oxidiertes Kupfer herunter und dazwischen glitzernde Silberadern. Die Arbeit ist sehr anstrengend, wie bei uns vor 50 Jahren. Die mineros waren auch sehr erstaunt über uns, weil normalerweise keiner reinkommt – vielleicht will die Verwaltung nicht, dass die Gringos was über die Arbeitsbedingungen erfahren. Außerdem verdienen die Bergleute umgerechnet 2.30 DM pro Tag, sehr wenig auch bei den Preisen, denn 1 Essen in einem billigen Restaurant kostet schon 2 DM!
Die Städte sind aber wesentlich sauberer und gepflegter als in Peru, die schönsten Plätze mit riesigen Palmen und unwahrscheinlich bunten Blumen (was in Deutschland mühselig gezüchtet wird, wächst hier wie Unkraut – trotz der Höhenlage) gibts hier. Selbst in Potosi, zur Zeit der Spanier wegen seiner Silberminen die größte Stadt ganz Amerikas, das aber 3900 m hoch liegt, wachsen Palmen!

Sucre, die Hauptstadt Boliviens, La plaza 25 de Mayo, Februar 1980
Und obwohl die Busse im Vergleich zu Peru reine Luxusbusse sind, haben wir schon 3 Buszusammenbrüche hinter uns. Beim letzten montierte der Busfahrer abends um 9 beim Schein einer Taschenlampe mitten auf der Straße (ohne Absperrung!) die Hinterachse raus, weil das Hinterrad immer eine andere Richtung wollte als der restliche Bus – und jede 10 Minuten, wenn ein Auto kam, hämmerte er die Achse wieder rein, weil sonst kein Platz auf der Straße gewesen wäre. Wir waren nach 2 Std. bedient und sind getrampt, aber haben es nur geschafft, weil zwei sehr hübsche Bolivianerinnen einen Bus angehalten und uns als ihre Begleiter ausgegeben haben – die ganze Meute aus unserem Bus wollte nämlich auch mit und der andere Busfahrer wollte nur 2 Leute mitnehmen – uff!
Wir sind bis hierher auf einem kleinen Lastkahn einen Urwaldfluß abwärts gefahren, haben den ganzen Tag in der Hängematte gelegen und uns die Dschungelbäume beguckt. Die Ruhe brauchten wir auch, denn es gab nur Flußwasser zu trinken (der Fluß ist eine schmutzig-braune Brühe) und wir hatten leichte Magen- und Darmbeschwerden – aber Hygiene ist ein eigenes Kapitel.

Puerto Villaroel am Rio Mamoré, Boliven 1980.
In 5 Tagen gab es 1 Dorf, wo wir auch angelegt haben, aber in der einzigen Kneipe buw. dem Krämerladen gab es nur eine einzige (!) Flasche Bier, und unser Kapitän war schneller als wir. Ursprünglich wollten wir noch 1 Woche im Norden ganz tief in den Dschungel zu den Kautschukzapfern und uns mal ein paar Krokodile und Affen „live“ ansehen [dazu bin ich erst 1984 gekommen], aber wir sitzen ja hier fest und haben das gestrichen.
Zum Glück ist unser „Hotel“ ganz nett, man kann in einem teilweise überdachten Hof sitzen und auch essen, denn selbst wenn es hier gießt, kühlt es sich kaum ab, es sind immer 25° und mehr, und wenn es trocken ist, sind es über 30. Aber das Nichtstun nervt uns ganz schön. Wir sind auch schon etwas wieder auf Europa eingestellt [wir waren schon fünf Monate unterwegs], weil wir jetzt die 2000 km rauf nach Guyana nur mit einem Stop in Manaus machen, weil wir erst unsere Flugbuchungen in Georgetown bestätigen lassen müssen und dann erst wieder eine Woche Zeit haben, um in Guyana etwas zu unternehmen.
Und außerdem wollen wir ja noch ein paar Tage in Barbados am Strand liegen, daß wir wenigstens knackig braun sind, obwohl wir jetzt auch schon ganz schön braun sind.
Hier gibt’s auch einen ganz kleinen putzigen Papagei im Hotel, der überall herumkrabbelt und alles anknabbert, vor allem Kugelschreiber und Zehen. Wenn man ihn anflötet, piepst er zurück und krabbelt das Hosenbein hoch bis auf die Schulter oder den Kopf. Vielleicht ist es auch ein Kakadu, denn einen großen Papagei haben sie auch und der sieht etwa anders aus, aber sehr würdevoll.
Aus Berlin werden wir ja bis zu unserer Rückkehr nichts mehr erfahren (…). Mein Auto wurde wohl abgemeldet – leider. Sonst geht#s uns gut, auch gesundheitlich, ich hoffe, auch allen auch. Macht euch keine Gedanken, denn gefährlich wird es jetzt nicht mehr besonders – Hauptsache, der Flug mit den Klapperdingern klappt. Wenn ihr den Brief bekommt, bin ich hoffentlich schon tief in Brasilien, wenn nicht schon in Guyana. Bis dann, viele liebe Grüße…

Ein Mädchen auf der Mario Angel, einem „Seelenverkäufer“ auf dem Río Mamoré im Dschungel Boliviens.
Wanderer, kommst du nach

Schreibe ein Gedicht in Hexametern, das einen einsamen Wanderer durch die Wüste beschreibt, der endlich in der Ferne, von Sandstürmen umtost, eine kleine Oase erblickt, mit alten, aber sehr schönen Gebäuden, und mache das Gedicht im Stil von Friedrich Schiller: „Wanderer, kommst du nach Sparta“.
Einsam wandert der Mann, von der glühenden Sonne gepeinigt,
Dürr ist der Boden, und heiß erhebt sich der Staub um die Füße.
Sandstürme toben, verwehen den Weg und verhüllen den Himmel,
Keinen Schatten gewährt ihm der dürre Tamariskenbusch mehr.
Durst brennt wild in der Kehle, die Lippen sind spröde wie Scherben,
Doch in der Ferne erglimmt ein Schimmer im goldenen Staube,
Wagt er den Blick, und siehe, es hebt sich im flirrenden Dunstmeer
Grünendes Leben empor, ein Wunder im endlosen Öde.
Datteln wiegen sich sanft in der Krone der uralten Palmen,
Klares Wasser entspringt aus steinernen, moosigen Becken.
Mauern, gezeichnet von Zeit, doch reich in erhabener Schönheit,
Künden vom Ruhm jener Tage, da Kunst hier die Wüste belebte.
Sachte betritt er den Ort, doch Ehrfurcht hemmt seine Schritte,
Staunend lauscht er dem Flüstern des Windes in Säulenarkaden.
„Ruhe,“ so scheint es zu rufen, „erschöpfte Seele, verweile!
Fremdling, das Leben erblüht, wo der Mühsal Gnade erstrahlet.
Wie man unschwer erkennen kann, hat meine Bibliothek ihren Platz gefunden.
Unter Kommunisten und patriotisch geilen Korpsstudenten
Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren! Wer gegen das Judenkapital ist, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß. sie sind gegen das Judenkapital imd wollen die Börsenjobber niederkämpfen. recht so. Treten die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie. aber meine Herren, wie stehen sie zu den Großkapitalisten, den Stinnes, Klöckner…?
(Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 25. Juli, abends 7 Uhr in der Aula des Dorotheengymnasiums, Dorotheenstraße 12. Wofür starb Schlageter? Referentin: Genossin Ruth Fischer, Kommunistische Studentenfraktion, in: Die Rote Fahne 169, 25. Juli 1923. Zit. n. Olaf Kistenmacher: Arbeit und »jüdisches Kapital«. Antisemitische Aussagen in der KPD-TageszeitungDie Rote Fahne während der Weimarer Republik, 1916)
Der Rätekommunist Franz Pfemfert, ehemaliges Mitglied der KPD und Herausgeber der Zeitschrift Die Aktion, besuchte die Veranstaltung und berichtet kurze Zeit später als Augenzeuge….“ Das Publikum bestand laut Pfemfert aus „patriotisch geilen Korpsstudenten“ und „antisemitischen Weißgardisten“.
Unter Ersthelfern
Wisst ihr, was ich heute getan habe. Was gar nicht schön ist, wenn Nachtschichten mit wenig Pause mit Frühschichten wechseln. Ab Morgen wieder drei Nachtschichten…
Unter Gestauten
Kaum leihe ich mir ein Auto, stehe ich im Stau. Ist das in Berlin immer so um 17:00 Uhr? Mit dem Fahrrad hätte ich die 16 Kilometer schneller geschafft…. (Nur kann ich das zu Transportierenden nicht auf mein E-Bike schnallen…)
Wokeismus und Islamismus
Ich empfehle zwei Artikel der „Jerusalem Post“, die man so in deutschen Medien nicht unbedingt finden würde – und in der gendernden „Taz“ oder dem „Tagesspiegel“ erst recht nicht. Lustig sich vorzustellen, wenn sich jetzt noch die Woken und die Muslime zusammentun – das ist bei der so genannten „Linken“ eh schon der Fall.
Unter Second-Life-Mobile-Beta-Testenden, revisited
Ich revidiere schnell zwischendurch – der Fairness halber – mein Verdikt vom 22.11.2024 über die neue mobile App für Secondlife. Jetzt funktioniert alles hervorragend, und auch Mesh-Avatare werden pixelkorrekt gerendert.
Vermutlich musste man sich bei Lindenlab Mühe geben, da der Standing-alone-Gamer-PC nicht mehr der Standard ist und die Kunden oft nur mit Smartphone unterwegs sind. Textviewer wie Radegast laufen zwar auch auf uralten Möhren schwachbrüstigen Uralt-Computern und Handys, aber erinnern eher an IRC oder Lynx. Dafür loggt man sich aber nicht in 3D-Welten ein.
Die Bedienung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die unzähligen Features und die Einstellung durchprobiert hat, läuft der Avatar sogar ziemlich smooth.
Unter Gelben und Braunen

Ich baue gerade eine Bibliothek für eine Wüstenoase in Secondlife. Ist also nicht „arabisch“, sondern Fantasy. Wenn ich von der Nachtschicht zwischen fünf und sechs Uhr morgens nach Hause komme, bin ich aufgedreht, weil ich mit dem E-Bike brettere, das auf höchster Stufe 27 km/h macht, ohne dass ich mich verausgaben müsste. Die meisten Autofahrer erwarten aber von einem Fahrradfahrer so eine Geschwindigkeit nicht – man muss höllisch aufpassen. Dann muss ich wieder „runterkommen“, bevor ich einschlafe. Außerdem wollte ich etwas posten, in dem sowohl „Secondlife“ als auch „Alice Weidel“ vorkommen. Vermutlich bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der das kann.
„Die Feindschaft gegen die Juden ist nur dort von Dauer, wo die Gutsbesitzer und Kapitalisten die Arbeiter und Bauern durch Leibeigenschaft in tiefster Unwissenheit gehalten haben. Nur ganz unwissende, ganz unterdrückte Leute können die Lügen und Verleumdungen glauben, die gegen die Juden verbreitet werden.“ (Wladimir Iljitsch Lenin)
Ich schrob auf Fratzenbuch:
„Man kann das „Kommunistische Manifest“ auf der Brust tätowiert haben und „Das Kapital“ in Cis-Moll singen können: Wenn man aber bei X ist, ist man „rechts“.“
„Die meisten Deutschen haben mit freier Rede Probleme, weil sie von den Anstalten zu betreutem Denken erzogen wurden. „Free speech“ im Sinne der US-amerikanischen Verfassung ist ihnen unheimlich. Wo kämen wir denn da hin?“
Hitler sei also irgendwie „links“ oder „Sozialist“ meint die Weidel. Man sollte ihr Schönbach zur Strafe zu lesen geben. Wer sich [bitte selbst ausfüllen] nennt, ist damit nicht automatisch [bitte selbst ausfüllen]. Die Antisemiten sind auch nicht links – Lenin hätte sie erschießen lassen.
Die AfD hat sich so weltanschaulich kostümiert, als sei sie für die Arbeiterklasse „kleinen Leute“. Wenn man aber das Wahlprogramm anschaut, wird es schon sehr klar, dass es gegen die Arbeiter und ihre Rechte geht.
Zu unserem Verständnis von Sozialer Marktwirtschaft gehört ein gedeihliches Zusammenwirken von Unternehmern und Beschäftigten. Sie sind keine Gegner, sondern kooperieren im Geiste der Sozialpartnerschaft [har har], um betriebliche Ziele zu erreichen und Interessengegensätze ins Gleichgewicht zu bringen.
Guckst du bei Gelbe Gewerkschaft.
Unter Nachtwächtern
1.1.-3.1.: 12 Stunden Nachtschicht. 7.1. und 8.1.: 12 Stunden Nachtschicht. 9.1.-11.1.: 10 Stunden Nachtschicht. 14.1.: 8-16 Schicht. 15.1.-17.1.: 10 Stunden Nachtschicht. Wisst ihr Bescheid, warum ich wenig blogge.
Vielen Dank an den edlen Spender Björn Sch.!






































