Berlin bei Nacht
Wie der Titel schon sagt.
Körperbilder oder: Sydney Sweeney hat schöne Gene
„Über Jahre war Bodypositivity und Vielfalt ein großer Trend – in der Modebranche, sowie in der Social-Media-Branche. Aktuell zeichnet sich ein Rückwärtstrend zurück zum Schönheitsideal eines dünnen Körpers ab: Ein Bild, das weiß, kolonial und NS-ideologisch geprägt ist“, behauptet Como vom WDR – „der Sound der Welt“.
Wenn mir jemand mit denglischen Buzzwords kommt, bin ich schon bedient. Bodypositivity? „Body Image“? (Antisemiten sind es auch: Sie fügen #blacklivesmatter hinzu, was mit dem Thema rein gar nichts zu tun hat.) Körperpositivität? WTF? In einfacher Sprache: Wer fett ist, sollte sich nicht schämen. (Gilt das auch für Bulimie?)
Aber man kann sich die Argumente mal anhören. Ich fragte ChatGPT, wie Schönheitsideale entstehen.
Kulturelle Traditionen und Werte
– Geschichte und Mythologie: Gesellschaften übernehmen oft Schönheitsvorstellungen aus ihrer eigenen Geschichte, Kunst und religiösen Überlieferung.
– Werte und Normen: Was als „schön“ gilt, hängt oft von den vorherrschenden gesellschaftlichen Werten ab (z. B. Tugendhaftigkeit, Reichtum, Jugend, Gesundheit, Fruchtbarkeit).
Das ist wieder mal ein ungeordnetes Sammelsurium. In einfacher Sprache: Die herrschenden Klassen und ihre medialen Lautsprecher bestimmen über das Ideal, was „schön“ ist. Es gibt aber unstrittig auch biologische Konstanten: Symmetrische Gesichter und Körper werden unbewusst mit gesunden Genen und stabiler Entwicklung verbunden. Und natürlich gilt Jugend wegen der von der Evolution vorgesehenen geschlechtlichen Vermehrung als attraktiv. Bis jetzt sehen wir noch keinen Unterschied zwischen fett und schlank.
– Klasse und Status: Bestimmte äußere Merkmale (z. B. helle Haut, schlanker Körper, bestimmte Kleidung) können als Zeichen von sozialem oder ökonomischem Status gelten.
– Geschlechtsspezifische Rollen: Schönheitsideale sind oft geschlechtlich codiert und spiegeln Erwartungen an Frauen und Männer wider (z. B. weibliche Jugend und Zierlichkeit vs. männliche Stärke).
Das dürfte zwar unbewusst noch eine Rolle spielen, ist aber im Kapitalismus ohne Funktion.
Medien und Popkultur
– Film, Werbung, soziale Medien: Sie verbreiten und verstärken bestimmte Schönheitsbilder, oft durch Wiederholung und Idealisierung.
– Influencer und Prominente: Sie prägen aktiv das, was als attraktiv gilt, insbesondere durch Inszenierung auf Plattformen wie Instagram oder TikTok.
Das Wichtigste lässt die KI natürlich weg: Pornografie. Einschränkend: Für jeden Bedarf gibt es dort auch ein Angebot, von tiny tits bis big ass. Der Markt regelt das.
Wirtschaftliche Interessen
– Mode- und Kosmetikindustrie: Unternehmen schaffen oder verstärken Ideale, um Produkte zu verkaufen (z. B. Anti-Aging, Körperoptimierung).
– Schönheitschirurgie und Fitnessindustrie: Auch sie profitieren davon, dass bestimmte Körperbilder als normativ gelten.
Dissens, euer Ehren KI. Es stimmt zwar, aber ist abgeleitet von dem, was jeweils das herrschende Ideal ist.
Technologische Technische Entwicklungen
– Fotobearbeitung und Filter: Digitale Manipulation verändert den Blick auf den „natürlichen“ Körper.
– KI und virtuelle Schönheiten: Neue Technologien schaffen teilweise unrealistische Ideale.
Wie oben.
Globalisierung
– Durch Austausch und Medienpräsenz verbreiten sich Schönheitsvorstellungen über Landes- und Kulturgrenzen hinweg – oft dominiert von westlichen (v. a. amerikanischen) Idealen.
Psychologische Mechanismen
– Soziale Anerkennung: Menschen passen sich dem an, was in ihrer Umgebung bewundert wird.
– Vergleich und Gruppenzugehörigkeit: Wer dazugehören möchte, orientiert sich an dem, was innerhalb der Bezugsgruppe als schön gilt.
Apropos anthropologische Konstanten. Die KI weist auf Proportionen hin:
Goldener Schnitt: Das Verhältnis 1:1,618 (auch als Phi bekannt) wird häufig als angenehm empfunden.
Gesicht: Bestimmte Proportionen (z. B. Augenabstand, Stirnhöhe) korrelieren oft mit Attraktivitätsurteilen.
Körper: Das sogenannte „Waist-to-Hip Ratio“ (z. B. 0,7 bei Frauen) wird oft als attraktiv wahrgenommen – vermutlich wegen Zusammenhängen mit Fruchtbarkeit.
Übrigens: Zur Transformation des Körpers im Faschismus hat Theweleit alles gesagt. Bei Riefenstahls fotografischen Inszenierungen der Reichsparteitage und etwa der geht es IMHO nicht um Schönheitsideale, auch wenn das alle behaupten. Vielmehr: Welche Funktion hat der Körper im Verwertungsprozess des Kapitals? „Natürlich“ gibt es nicht, auch nicht bei den Nuba. Wahrscheinlich fasziniert der Körper der „Naturvölker“, weil er in der Projektion der „Zivilisierten“ dort noch etwas bedeutet, eine Art reaktionäre „antikapitalistische“ Romantik nach dem Motto des „Zurück zur Natur“ und alles voll Bio und gar nicht Maschine.
Über Demut und der Druck, fit zu bleiben, hatte ich hier 2018 schon etwas geschrieben:
Falls man daraus eine Lehre ziehen kann, dann ist es wohl Demut. Trotz unserer vielgepriesenen Intelligenz und „Komplexität“ sind wir nicht die alleinigen Lenker unserer Geschicke oder überhaupt von irgendwas. Man kann verbissen seine Fitnessübungen machen und nach den neuesten Moden der Ernährungswissenschaft essen und trotzdem am Stich einer Biene sterben. Auch schlank und beispielhaft fit kann man einen Makrophagen in sich tragen, der beschließt, mit einem heranwachsenden Tumor gemeinsame Sache zu machen. (…) Der Druck, fit und schlank zu bleiben und den eigenen Körper im Griff zu haben, lässt im Alter keineswegs nach: Vielmehr werden die Daumenschrauben angezogen. Familienmitglieder und Ärzte bearbeiten Ältere, sich in einem Fitnessstudio anzumelden, „gesund zu essen“ oder allermindestens tägliche Spaziergänge zu unternehmen. Wer darauf gehofft hat, nach Jahrzehnten von Stress oder körperlicher Schwerstarbeit in einen Lehnstuhl oder eine Hängematte zu sinken, wird möglicherweise enttäuscht.
Das alles hat mit Kolonialismus nichts zu tun.
„Vielen Dank an alle, die sich in unserer Kommentarspalte konstruktiv zu dem Thema geäußert haben! Wir kommen aktuell nicht mit der Bearbeitung aller Kommentare hinterher und schließen die Kommentarspalte bis auf weiteres.“
Unbedingt Sex
Ich hätte dazu auch ein paar Tipps, aber ich habe eine 12-stündige Nachtschicht vor mir.
Work in Progress
Ich habe die Literaturliste zu Israel in die Blogroll gebeamt, weil ich die oft brauche und immer wieder updaten muss.
Unter Sortierenden
Ich habe die Blogroll durcheinandergewirbelt und dann sortiert. Heute hatte ich einen Artikel für ein (Print-)Magazin abgeliefert, der beschreibt, wie man in Deutschland englischsprachige chinesische Fernsehsender ansehen kann. Dabei liefen mir allerlei interessante Links aus China über den Weg, etwa wie CGTN Dokumentary oder The Paper (Sixth Tone). Der zweite Artikel beschäftigte sich mit dem Einsatz der KI und Avataren bei chinesischen Nachrichtensendern (vgl. oben).
Zeitungen, die keine englische Ausgabe haben und deren Sprache ich nicht spreche, habe ich rausgenommen, obwohl das Fremdsprachliche an sich heute kein Problem mehr ist. Aber schwedische Zeitungen lese ich nie. Das kann sich alles schnell ändern. Neulich suchte ich englischsprachige Quellen aus Vietnam und Kambodscha und hätte die gern schon in der Blogroll gehabt.
Südamerika und Israel sind natürlich überrepräsentiert; aber das liegt an meinen Interessen. Die Mideast Times habe ich zum Beispiel weggelassen. Warum sollte ich die lesen? In arabischen Ländern gibt es keinen Journalismus, der seinen Namen verdient.
Südafrika hat kaum überregionale Tageszeitungen; der Herald ist die älteste noch erscheinende Zeitung Südafrikas, daher originell. Genauso witzig finde ich die deutschsprachige Allgemeine Zeitung aus Namibia. Da will ich noch mal hin, wenn es die Vorsehung erlaubt. (Genauso wie in die Rupununi, aber das ist noch unwahrscheinlicher.)
Ich habe auch keine italienische Zeitungen in der Blogroll. Notfalls kann ich mit mir meinem Latein, Französisch und Spanisch den Inhalt sowieso zusammenreimen. Ich kann mich auch gar nicht erinnern, wann ich – und ob ich überhaupt schon Medien aus Italien konsumiert habe und was der Anlass war.
[Jetzt fehlt noch ein interessanter Schlusssatz, der mir aber nicht eingefallen ist.]
Lügenqualitätsmedien oder: Unter Zurückrudernden
Richard C. Schneider schrieb in der NZZ: „Israel at risk of losing the propaganda war – In a fragmented media landscape, Israel is finding it hard to sell its version of events in Gaza. Images of suffering and destruction are transforming its global image from that of small threatened state to arrogant aggressor.“
Man wundert sich schon, dass in Deutschland fast unisono auf Israel eingedroschen wird und jede Hemmung fallen gelassen wird. Auch wenn man von ausländischen Medien abschreibt, wird es nicht besser. Jetzt hat es die New York Times aber kräftig erwischt:
The New York Times is facing scrutiny after issuing a quietly placed correction to its widely shared Gaza famine story, one that critics say reached only a fraction of its audience. The editors’ note, published Tuesday, acknowledged that the emaciated toddler featured on the front page of the Times last week suffers from severe preexisting medical conditions unrelated to the war, a fact omitted from the original coverage.
The correction was appended to the online article and posted to the Times’ public relations account on X, which has fewer than 90,000 followers. It did not appear on the Times’ main account, followed by over 55 million users. By then, the image and story had already gone viral and been cited globally as emblematic of famine in Gaza.
Vermutlich denken die Damen und Herren Antisemiten, man müsse nur mit Dreck schmeißen – irgendwas werde schon hängenbleiben. Man muss die hiesige Springer-Presse loben:
Es gibt viele Aufnahmen, die das Leid der Menschen im Kriegsgebiet Gaza zeigen. Eine wurde besonders berühmt. Sie zeigt ein ausgemergeltes, knochiges Kind in den Armen seiner Mutter. Das Foto schaffte es auf die Titelseiten der renommierten „New York Times“ und der „Washington Post“. Auch CNN, die BBC, der „Guardian“, die „Daily Mail“, die britische „Times“ und viele mehr verbreiteten es weiter. Der „Stern“ druckt ein Foto des Kindes im Heft und bebildert damit seine Titelgeschichte. Die ZEIT titelt dazu: „So sieht Hunger aus“.
Doch nach der weltweiten Veröffentlichung des Fotos kam heraus, dass der Junge vor allem schwer krank ist. Der 18 Monate alte Junge leidet seit seiner Geburt an einer Behinderung, mutmaßlich verursacht durch eine geerbte genetische Erkrankung.
Haben die eigentlich überhaupt nicht recherchiert oder zu wenig oder gleich von der Hamas ab geschrieben? Übrigens wurde der Junge auf dem besagten Foto in Israel behandelt.
Wir haben also „errors, omissions, and poor editorial supervision“ (Fehler, Auslassungen und schlechte redaktionelle Aufsicht). Das gilt für die deutsche Presse um so mehr.
Andererseits hatte die New York Times vor einem Jahr laut Intercept schon geahnt, was kommen würde:
The New York Times instructed journalists covering Israel’s war on the Gaza Strip to restrict the use of the terms “genocide” and “ethnic cleansing” and to “avoid” using the phrase “occupied territory” when describing Palestinian land, according to a copy of an internal memo obtained by The Intercept. The memo also instructs reporters not to use the word Palestine “except in very rare cases” and to steer clear of the term “refugee camps” to describe areas of Gaza historically settled by displaced Palestinians expelled from other parts of Palestine during previous Israeli–Arab wars. The areas are recognized by the United Nations as refugee camps and house hundreds of thousands of registered refugees.
Geholfen hat es wenig. Einer der Leitsätze des Springer-Konzerns ist: „Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel“. Ich kann mich an ein sinngemäßes Statement Hermann L. Gremlizas dazu erinnern, warum der Verleger Axel Springer das eingeführt habe: „Weil er seine Pappenheimer kennt.“
Christian Walther, ein ehemaliger Vorsitzender des DJV Berlin, schrieb auf Facebook, die Haaretz sei Israels führende liberale Tageszeitung“. Die Deutschen mögen das Führende, aber in diesem Fall – und in den meisten anderen auch (außer beim Formel 1-Rennen) ist es einfach Blödsinn. Die Haaretz ist so „führend“ wie die Junge Welt hierzulande. Mal sehen, ob die auch eine Richtigstellung drucken?
Die Unterwerfung
Berliner Zeitung: „In Berliner Schulen eine gängige Option, in Gelsenkirchen nun verbindlich: Die Gesamtschule Erle kocht ab dem neuen Schuljahr ausschließlich nach islamischen Speisevorschriften.“
Warum nicht koscher?
Krieg der Bilder
Perlentaucher: „In der FAZ greift Matthias Rüb den Skandal um die Fotos von kranken palästinensischen Kindern auf, die seit Juni in Italien wegen Krankheiten wie Mukoviszidose (einer vererbten Stoffwechselerkrankung), zerebraler Kinderlähmung und Hypoxämie (Sauerstoffarmut im Blut) behandelt werden, deren Bilder jedoch von zahlreichen, auch seriösen Presseorganen benutzt wurden, um den Zustand der Kinder in Gaza zu illustrieren (unsere Resümees hier und hier). Die italienische Tageszeitung Il Fatto Quotidiano lieferte dafür ein besonders perfides Beispiel, erzählt Rüb. Sie publizierte das Bild des an Mukoviszidose leidenden abgemagerten Osama al-Raqab unter der Überschrift „Se questo è un bambino“, eine deutliche Anspielung auf Primo Levis 1947 erschienenes Buch ‚Se questo è un uomo‘, in dem Levi „die Geschichte seines Überlebenskampfes in Auschwitz protokollierte. Das Buch erschien 1961 in deutscher Übersetzung unter dem Titel ‚Ist das ein Mensch?‘. Entsprechend wäre die Titelzeile der Zeitung mit ‚Ist das ein Kind?‘ ins Deutsche zu übertragen. Das von der Zeitung suggerierte Narrativ ist klar: Was Palästinenser wie das abgebildete Kind zurzeit im abgeriegelten Gazastreifen erleiden, soll mit dem Schicksal des Turiner Juden Primo Levi in dem deutschen KZ Auschwitz assoziiert werden. Die Opfer des Holocausts, so wird insinuiert, sind zum Tätervolk des Völkermordes an den Palästinensern geworden.“ Und wenn es dafür keine Beweise gibt, muss man sie eben fingieren.“
Und: „Israel droht den Krieg der Bilder zu verlieren, fürchtet Richard C. Schneider in der NZZ: „In einer zunehmend polarisierten, identitätspolitischen Welt, in der Unterdrückung und Widerstand oft in festen Mustern gedacht werden, fällt es Israel schwer, sich als angegriffenes Land zu positionieren. In vielen Köpfen ist der Staat nicht das Opfer, sondern der Aggressor – unabhängig von der Vorgeschichte des 7. Oktober. Diese Dynamik wird durch soziale Netzwerke verstärkt, wo Meinung und Narrative durch Wiederholung zur vermeintlichen Realität werden. Gaza ist somit auch ein Brennglas unserer medialen Gegenwart: ein Ort, an dem sich die Macht der Bilder, die Grenze von Fakten und die Frage nach der Wahrheit auf tragische Weise vereinen.“
Verschmutzte Avatare schauen dich an
★Name: Aysel Rodriguez ★Age: 25
★Stage Name: AY$3 ★Born:August 26th,1999
★Skills:great voice for sing, blackbelt of taekwondo, she knows how use a gun.
★R&B/Trap Soul Singer: Signed by Vice Records since May 14th/2025
★Discography: Revenge(Independent Album recorded in Azteca Records)
Aysel grew up in Oakland, she started in a street gang in her neighborhood fighting with other girls from other gangs for got respet. She had a toxic relationship with one of the leaders of the gang,months later of break her relationship, her ex boyfriend arrested and sentenced to 25 years in prison. She started to record in a small studio of other member of the gang, a Mixatpe called „Love&Pain“(2021). The Mixtape „Love&Pain“ opened the doors to her of SRV Studios. When she was recording her album „Crazy4 U“ the label dropped her project. It was a hurt moment to her, and finally she came back to the gangs world.
Some rumorus about her say that she was member of X19, a street gang from California.
Backs to Studio when X19 gang made a indepent label. She recorded Revenge(a RnB indepent album) with singles like O-Town,Elevate your mind,Rise up and They ain’t ready for us. Aysel moved to Hathian City where she started to work with a beatmaker from NOLA who is living here, in Hathian. Her music career is in ascent. She is working in new music for her next project and she released a new single „Crack Den“ to get new fans from Hathian, a song to represent what is the Hathian life.
Aysel feels uplifted after receiving praise for her music, contrasting her turbulent past filled with distrust towards police and chaotic street encounters. Balancing fame and a gang background, Aysel navigates Hathian’s gritty urban landscape with caution and defiance.
A few dayss after her performance supporting the protest against HPD, Aysel signed a contract with Vice Records(May 14th/2025) .
This is an independent album recorded in Azteca Records. Aysel talks about her experiences from Oakland, her hometown, to other cities like San Jose or Santa Ramona Valley. She mentioned that the title of this album is a revenge to the music industry that didn’t believe in her, and at the same time a demonstration to herself. With this album, she tries to get away from the streets and gangs.
You can listen Revenge here: Revenge Album
Nur dass hier niemand verwirrt ist: Der Avatar spielt in Gor/Secondlife und auf den 11 Rollenspiel-Sims Crack Den* und alles in ihrem Profil (oben) ist so wahr wie die Nachrichten von RT Deutsch!
*urban roleplay story since 2006.
city crime drugs gangs ghetto corrupt police ems fire forced fantasy sex college school nsfw voodoo cult kink xxx orleans trailer kidnap dirty motel dark alley bdsm goon hentai fuck club criminal crackden grunge role-play
Frage an Radio Scharhörn
Frage an Radio Scharhörn: Stimmt es, dass Jan van Aken, Co-Vorsitzender der so genanten „Linken“, gefordert hat, Israel auszulöschen?
Antwort von Radio Scharhörn: Im Prinzip ja. Es war aber nicht Jan van Aken, sondern Ulrike Eifler, Bundessprecherin BAG Betrieb & Gewerkschaft, Mitglied im Parteivorstand der so genanten „Linken“. Und es wurde nicht direkt gefordert, Israel auszulöschen, sondern nur, dass Palästina von Juden befreit den Arabern übergeben werden soll.
Einfach traumhaft
Georgetown, 22.2. [Guyana 1982]
Liebe Eltern!
Vielleicht rufen wir von Trinidad aus per R-Gespräch an, das ist der einzige Ort, wo es möglich ist. Wenn ihr also Englisch am Telefon hört, legt nicht auf, sondern antwortet „yes“,
Wir haben eure Post erhalten, in Manaus war allerdings nichts, nur eine Karte von Susannes Mutter aus Israel.

Das Takatu-Guesthouse in Lethem, Guyana, fotografiert im Februar 1982. Heute steht da offenbar ein Neubau. (Vgl. Rebellion in der Rupununi, 21.10.2012 sowie Termiten in der Rupununi, 10.07.2011)
Wir sind heute hier [Georgetown, Guyana] angekommen, nachdem wir zuletzt vor ca. 3 Wochen aus einem kleinen Ort an der Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien geschrieben hatte. Vielleicht ist der Brief ja angekommen. Wir haben uns entschieden, nicht mehr nach Surinam zu fahren, sondern ein paar Tage zuerst nach Tobago, dann nach Trinidad, dann 2 Wochen Grenada und zum Schluß Barbados. Wir werden versuchen, in Trinidad unseren genauen Rückflugtermin zu buchen, sodaß wir unseren letzten Brief aus St. Georges/Grenada losschicken werden mit genauer Ankunftszeit. Ich nehme an, daß H. und A. uns in Luxemburg abholen werden und war dann nach Unna kommen werden. Aber was soll’s, wir haben ja noch fast 6 Wochen karibische Sonne vor uns und vermutlich noch mehrere Sonnenbrände.

Die Transamazonica von Manaus nach Boa Vista in Brasilien (das Foto hatte ich schon 1980 gemacht)
Wir sind ein bißchen erschöpft, obwohl wir eine Woche in totaler Stille und Abgeschiedenheit auf einer Ranch im Westen Guyanas verbracht haben. Die Vorgeschichte dazu war wieder etwas anstrengend: 26 Stunden mit dem Bus durch den Amazonas-Urwald von Manaus in Richtung Norden nach Boa Vista im Dreiländereck Guyana/Venezuela/Brasilien. Das ist die einzige Straße in Richtung Norden, ist erst 1977 fertiggestellt und bis vor kurzem fuhren die Busse nur im Konvoi, weil die um ihr Land betrogenen Indianer Überfälle veranstalteten.
Wir verloren mitten in der Nacht die beiden linken Hinterräder, weil die Schrauben sich auf der Schotterpiste gelöst hatten. Heute morgen ging noch die Benzinpumpe kaputt, aber die beiden Fahrer schafften es dann doch noch völlig verdreckt und verschwitzt (sowieso), uns in Boa Vista abzuliefern. Boa Vista ist ein völlig isoliertes Provinznest [das ist heute anders], mit Straßen, Gebäuden und Busbahnhof für die Zukunft gebaut, aber alles verrottet, weil die Zukunft noch keinen Einzug gehalten hat.

Kathedrale Cristo Redentor, Boa Vista, Roraima, Brasilien, fotografiert Februar 1982. Boa Vista liegt nicht weit von der Grenze zu Guyana entfernt, in das ich anschließend reiste (1980 und 1982). Nicht weit von Boa Vista entfernt ist Normandia: „Normandia takes its name from the region of Normandy in France, the birthplace of settler Henri Charrière, better known as „Papillon“. Charrière was sentenced to serve time in a maximum security prison on Devil’s Island in French Guiana. He and several inmates managed to escape from French Guiana to Brazil and settled in the area of present-day Normandia.“ Vgl. „Gute Aussicht für Papillon“ 01.07.2028
Nach vorsichtigem Herumfragen verwies man uns zum Apotheker (!) zum Geldwechseln, weil die Banken keine Guyana-Dollars verkauften, obwohl die Grenze nicht weit weg und kein anderer Ort dazwischen ist. Der Apotheker sagte erst, er hätte keine Guyana-Dollars, aber nachdem wir ihm deutlich gemacht hatten, daß wir nicht brasilianische Cruzeiros, sondern amerikanische Dollars hatten, hellte sich seine Miene auf und er sagte, das sei natürlich etwas anderes. Wenn wir in Georgetown [Guyana] getauscht hätten, hätten wir für 1 US-$ 2.60 Guyana-Dollar bekommen, der ehrenwerte Herr Apotheker gab uns für 200 US $ ganze 1000 Guyana-Dollar, sodaß sich für uns alle Preise in Guyana halbieren, sonst könnten wir uns hier auch überhaupt nichts leisten, alles ist schrecklich teuer. –

Der Rio Branco nordwestlich von Boa Vista, Roraima, Brasilien (ungefähr hier). Das Foto habe ich 1980 gemacht. Die Berge im Hintergrund sind die Kanuku Mountains in Guyana (vgl. Rio Branco, 13.09.2016).
Zur Ranch: Im Westen Guyanas liegt ein sehr interessantes Gebiet, die einzige Savanne Amerikas, sonst gibt es nur noch Savannengebiete in Südafrika. Es gibt nur einen einzige Ort Lethem hatte 2012 1702 Einwohner] mit weniger als 1000 Einwohnern in diesem Gebeite, das halb so groß wie die Bundesrepublik ist. Von diesem Ort (Lethem) kann man über das Gebirge an die Küste fliegen, was wir auch gemacht haben. Sonst gibt es ein paar Indianer-Dörfer und ein paar riesige Ranches, die Rinder züchten.

Die Rupununi-Savanne im Westen Guyanas in der Nähe der Manari-Ranch, fotografiert Ende Februar 1980. Ich war auch schon einmal 1980 da. Aber beim ersten Mal war meine Kamera kaputt, weil sie in Brasilien in den Rio Branco gefallen war. Ich habe daher von meinem ersten Aufenthalt in Guyana keine Fotos (vgl. „Weites Land“, 22.07.2022).
Eine halbe Stunde mit dem Jeep von der Grenze war eine solche Ranch, das „Manari Ranch Hotel„, das exklusive Zimmer hatte (nur 8 und wir waren die einzigen Gäste), sogar Duschen (Wasserleitungen gibt es natürlich nicht, aber die Flüsse sind sauber), und [man] servierte sagenhafte 4 Mahlzeiten am Tag, inklusive „Tee“ um 5 auf gute englische Art (Guyana war bis vor wenigen Jahren englische Kolonie, man spricht auch Englisch).
Wir konnten reiten, im Fluß schwimmen, ein Boot stand zu unserer Verfügung, ein alter englischer Billartisch, der Blick von unserem Fenster gibt über eine sandige Ebene mit kargem Buschwerk und bis zu 4m hohen Termitenhügeln, am Horizont eine blau-graue Bergkette – einfach traumhaft.

Rupununi-Savanne in der Nähe der Manari-Ranch, Guyana, fotografiert Ende Februar 1980. Im Hintergrund die Kanuku-Mountains.
Das Ganze für 60 DM für 2, uns bei unserem Umtauschkurs wasen das 15 DM alles inklusive für eine Person – Voraussetzung war allerdings, daß wir das Geld über die Grenze schmuggeln mußten, weil die Einfuhr von Guyana-Dollar verboten ist. Wir hatten uns zum Glück schon in Berlin eine Sondergenehmigung der Regierung in Georgetown besorgt, uns in der Savanne aufhalten zu können (wegen eines Aufstands der Rancher und der Indianer in den frühen 70-er Jahren lassen sie normalerweise keinen dahin) und alles lief bestens – unser Geldgürtel ist ein Geld wert.

Paddeln auf dem Manari River (vgl. „Vorschau Paddeln“, 18.04.2018).
Die einzige unangenehme Begleiterscheinung war, daß Suanne 1 Woche lang Durchfall hatte, woher, wissen wir nicht. Und ich eine Kombination von Muskelkater und Sonnenbrand vom Rudern auf dem kleinen Fluß.
Beim Flug nach Georgetown mußten wir überrascht feststellen, wie schwer unser Gepäck mittlerweile schon ist – zusammen fast 50kg! [D.h. mein Rucksack war rund 30kg schwer, weil meine Begleiterin nicht so viel tragen konnte.] Wir werden auf Barbados alles überflüssige Zeug verkaufen oder verschenken.
Hier in Georgetown ist es schwül und drückend warm wie vor einem Sturm, und wir haben kaum die Energie, uns fortzubewegen. Heute waren wir den ganzen Tag im Zoo und im botanischen Garten, anschließend cninesisch essen – die vielen Chinesen hier sprechen fast alle nur ein paar Worte Englisch – immer nur einer in der Familie, dafür ist das Essen aber richtig chinesisch. Als wir nach längeren Verhandlungen endlich statt Messer und Gabel Stäbchen bekamen, mußte erst einmal – wie überall – das gesamte Küchenpersonal kichernd um die Ecke schauen.

Guyana Zoological Park, Georgetown, 1982 – wahrscheinlich der einzige Zoo einer Hauptstadt eines Landes, der keine Website hat. Die Vögel sind Eigentliche Aras.(vgl. „Eigentliche Vögel“, 26.07.2022>)
Wir hoffen, hier vor Sonntag noch wegfliegen zu können Richtung Trinidad – die nächste Post (und die letzte, wenn nichts wichtiges mehr passiert) in ca 2. Wochen von Grenada.
Bitte Grüße an alle, ich schreibe keinen Karten mehr […] sonst haben alle mindestens eine bekommen – wir werden ja sehen! Grüße auch von Susanne
Burkhard
Ich weiß nicht. wo J.s Brief angelangt ist – ich habe den Eindruck, daß ich meine gesamte Post in Manaus nicht bekommen habe, weil der Schaltermensch meinen Namen überhaupt weder lesen, schreiben noch aussprechen konnte.
Kauft mehr Salz!
Hatte ich schon gesagt, dass ich in meinem virtuellen Leben auch mit Salz handele?
Da fehlt doch was? [Update]
Ich habe gerade die Blogroll kaputtgemacht und kann sie erst heute Abend reparieren.
[Update] Wurde soeben vom besten aller Provider repariert. Es war menschliches Versagen meinerseits.
Schland (Symbolbild)
Bitte nähern Sie sich der Baustelle nicht ohne Schutzhelm und Warnweste!
Eingeschlossen ins Lage
„Die Radikalen sind ausgeschlossen vom öffentlichen Dienst. Also eingeschlossen ins Lager, das errichtet wird für den Gedanken an die Veränderung des öffentlichen Dienstes. Die Gesellschaft ist wieder geteilt in Wächter und Bewachte, wie gehabt.“ (Alfred Andersch)
Fakten schaffen

Ich habe da eine persönliche Verschwörungstheorie.
Zwei Ereignisse, die fast an demselben Tag stattfinden: Der französische Präsident Macron will einen real nicht existierenden Staat Liberland „Palästina“ anerkennen (Oder hat er sich vertan und meint Achsivland?). Und das israelische Parlament will die Souveränität Israels über Samaria und Judäa sichern. Man vermeidet den Begriff Annexion (die russische Propaganda – also automatisch voll gelogen – behauptet natürlich etwas anderes). „Finance Minister Bezalel Smotrich wrote on X/Twitter, „I thank President Macron for providing an additional — and most compelling — reason to finally implement Israeli sovereignty over the historic regions of Judea and Samaria.““
Meine Theorie: Der Mossad weiß bestimmt, was die französische Regierung wann und wo und was verlautbaren will. Also kam man Macron zuvor. Außerdem ist unklar, was der Muslimfreund Macron eigentlich anerkennen will. Meint er wirklich, Israel würde den Osten Jerusalems irgendeinem korrupten arabischen Warlord übergeben? Der ist doch irre!
Ich hätte aber eine Lösung: Warum nicht einen Staat „Palästina“ in Gaza? Und nur da? Das wäre doch ein schöner Kompromiss. Hauptstadt Khan Younis. Aber das fänden wiederum auch nicht alle gut.
Die bürgerliche Presse kommentiert: „Mit seiner Ankündigung über die Anerkennung eines Palästinenserstaates zielt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf die Muslime im Land ab. Unter französischen Juden ist die Empörung groß. Und ausgerechnet Marine Le Pen steht nun als bedingungslose Verteidigerin Israels da.“
ChatGPT: „Wahlberechtigte 2022 in Frankreich: ca. 48,75 Millionen
Geschätzter Anteil muslimischer Erwachsener: etwa 10 % → ca. 4,8 Millionen Wahlberechtigte Muslime“.
Das wird in Deutschland in ein paar Jahren ähnlich sein und wurde von Sawsan Chebli schon vorhergesagt. Der SPD-Politiker Faktenchecker behaupten: „Nein, Ralf Stegner hat nicht gesagt, dass es eine Islamisierung gibt und sich keiner daran stört.“ Was hat er denn gesagt? „Die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird, sie haben aber sehr wohl ein Problem damit, dass sie vielleicht die Miete nicht bezahlen können, die Rente nicht reicht, die Pflege nicht geregelt ist oder ihr Arbeitsplatz wackelt oder die Ausbildung nicht da ist.“ Ach. Ach was.
Die deutsche Regierung möchte jetzt nicht einen fiktiven Staat Palästina anerkennen. Aber auf lange Sicht wird die SPD sowieso umfallen wie immer. Woher sollten sonst ihre Wähler kommen – wenn nicht von den Muslimen?

Exegi monumentum
Neulich hatte ich drei (!) Tage hintereinander frei und beschloss, einen davon mit etwas total Sinnlosem zu verplempern, also mit virtueller Kunst virtueller Bautätigkeit auf meiner Sim. Einer meiner virtuellen Mieter hatte ein Haus von mir gemietet (für einen mehr symbolischen Preis im Cent-Bereich); es war ihm jedoch ein wenig zu beengt, weil er im Erdgeschoss eine virtuelle Brauerei installieren wollte. (Hallo, Trittbrettschreiber!) Also musste ich ihm ein neues bauen, das aber dieselben Ausmaße haben, aber höher sein sollte und die Räume irgendwie größer – und auch mehr Fenster haben musste.
Aus Gründen des virtuellen Arbeitsschutzes trägt mein Avatar natürlich einen virtuellen Bauhelm.
Da es virtuell keine Gravitation gibt, kann man hoch über den Wolken bauen, damit man von unten davon nichts mitbekommt. Hier habe ich das ursprüngliche Mesh-Haus zerlegt und über dem Neubau schweben lassen, um die Größe richtig hinzubekommen.
Auf den Screenshots kann man die verschiedenen Bauphasen erkennen. Ein Gebäude (ohne Mesh, sondern Old-School-Prims) setzt sich aus Polygonen zusammen, die man zu komplexen Strukturen verbinden kann. Ein Standard-Polygon (ein Kubus, es gibt acht verschiedenen Standard-Polygone) hat sechs Flächen, die jeweils einzeln mit Texturen (also hochgeladenen Grafiken) unterlegt werden können. Oder auch mit nur einer, die dann auf allen sechs Flächen erscheint wie hier bei den „Mauersteinen“.
Das Problem ist die Feinarbeit. Damit das Ganze realistisch aussieht, muss jede Fläche eines Prims/Polygons gesondert bearbeitet werden, also gedehnt oder verkürzt, damit das Verhältnis stimmt. Das sieht man auf der großen Version des dritten Bildes: Einige „Mauersteine“ sind hoch und schmal (z.B. links neben der oberen Tür), andere das Gegenteil. Die Prims werden für’s Bauen gedehnt oder gestaucht, was die Grafiken mitmachen. Es gibt aber ein Tool des Viewers, nur das Polygon zu strecken, nicht aber die Textur. Anfänger würden kläglich scheitern – selbst nach mehr als zehn Jahren Erfahrung im Gamedesign habe ich noch nicht alle Features des „Bautools“ vollständig verstanden. Um das hinzukriegen, braucht man eine Menge Erfahrung.
Ganz unten das Ergebnis. Das Gebäude hat 46 Prims, und der Mieter ist sehr zufrieden. Ich habe mehrere Stunden für den Bau gebraucht.
Ideologische Narrative
Sarah Maria Sander analysiert die antisemitische Berichterstattung der „Journalistin“ Sophie von der Tann.
„Die ARD – als weltweit größte öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt – spielt eine zentrale Rolle in der Meinungsbildung zur Nahost-Berichterstattung in Deutschland. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 prägt insbesondere die Journalistin Sophie von der Tann maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung durch ihre Beiträge in Liveschalten, Talkshows und sozialen Medien.
In dieser tiefgehenden Analyse werfe ich einen detaillierten Blick auf alle öffentlich zugänglichen Beiträge von Sophie von der Tann seit 2023. Die Untersuchung zeigt, wie Framing, einseitige Sprache und die Auswahl pro-palästinensischer Interviewpartner zu einer tendenziösen Darstellung des Konflikts führen – häufig zulasten israelischer Perspektiven, insbesondere der Geiseln und Opfer der Hamas.
Die Analyse stützt sich auf konkrete Beispiele aus der ARD-Berichterstattung und legt offen, wie journalistische Standards durch ideologische Narrative ersetzt werden könnten.“
Verschleierter Völkermord
„Diese Studie beleuchtet ein weitgehend unbeachtetes Drama: den Sklavenhandel mit Schwarzen aus Afrika durch die arabisch-muslimische Welt. Dieser Handel betraf siebzehn Millionen Opfer, die getötet, kastriert oder versklavt wurden – und das über mehr als dreizehn Jahrhunderte hinweg ohne Unterbrechung. Die Verschleppten wurden gezwungen, den Wüstenweg zu Fuß zurückzulegen, um den Maghreb, Ägypten oder die Arabische Halbinsel über Sansibar per Schiff zu erreichen … Dennoch wurde dieser Sklavenhandel im Gegensatz zum transatlantischen Handel in Richtung Amerika verharmlost. Warum? Weil nur die Konversion zum Islam eine Möglichkeit bot, der Sklaverei zu entkommen – was jedoch den Schwarzen oft nichts nützte. Heute allerdings ist der Großteil Afrikas muslimisch geworden, was zu einer Art religiöser Brüderlichkeit zwischen dem „weißen“ und dem „schwarzen“ Teil des Kontinents geführt hat – und zu einem gemeinsamen Bestreben, diesen Genozid zu „verschleiern“.“
Das klingt interessant. Ich hatte mir neulich schon Egon Flaigs: „Weltgeschichte der Sklaverei: Von der Antike bis zur Gegenwart“ angeschafft. Ich muss beide noch lesen, aber die Bücher eignen sich offenbar hervorragend, um den eurozentristischen Blick auf das Thema „Sklaverei“ als Gesellschaftsform kritisch zu betrachten. Wir müssen das also noch einschieben, bevor ich unsere dem Stammpublikum wohl bekannte Reihe fortsetze.
Mein Französisch ist ziemlich rostig, mal sehen, ob ich das ohne Umschweife lesen kann. Die bürgerliche Presse behauptet, das Buch „sei die erste Darstellung des araboislamischen Sklavenhandels“. Mir war auch, ich muss es schamerfüllt gestehen, der größte Sklavenaufstand der Geschichte nicht bekannt. (Tut mir leid, Spartakus!) Ich wundere mich, dass die im Irak forschen können!
Sven-Felix Kellerhoff fügt – ebenfalls in der bürgerlichen Presse – ein interessantes Detail hinzu: „Der transatlantische Sklavenexport ist zentral für die umstrittenen „Postcolonial studies“. Wie aber sah Menschenhandel aus Afrika in die andere Richtung aus: nach Osten? Bücher zum Thema werden von Anhängern der modischen Forschungsrichtung gern verrissen.“ – „Nur selten sind einigermaßen junge Gebrauchtbücher derart begehrt, dass die einschlägigen Online-Anbieter dreistellige Preise dafür aufrufen. Zu diesen Ausnahmen gehört der Band „Der verschleierte Völkermord“ über die „Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika“, die deutsche Übersetzung des Essays „Le génocide voilé“, den der senegalesische Ökonom Tidiane N’Diaye 2008 vorgelegt hatte. Der Rowohlt-Verlag brachte diesen Band 2010 heraus. Das Buch ist zwar in zahlreichen deutschen Bibliotheken vorhanden, aber längst nicht mehr neu für den früheren Ladenpreis von 19,95 Euro zu kaufen; gebraucht schwanken die verlangten Preise im Juli 2025 zwischen 129,99 und 219,95 Euro. (…) Dagegen verriss der Afrikahistoriker Andreas Eckert in der „Frankfurter Allgemeinen“ dasselbe Werk als „stereotype Schwarzweißmalerei“. Der Deutschlandfunk lobte den Band als „Jahrhundertbuch“, während die Stadtbücherei Münster in ihrem Katalog die „zwiespältige, weil grob vereinfachende Darstellung der Geschichte des arabisch-muslimischen Sklavenhandels“ kritisierte.“
Also hat N’Diaye vermutlich recht, wenn Wokistan sich aufregt. Für Eckert (Paywall) sind die europäischen Kolonialmächte schuld, dass Afrika immer und überall hinterherhinkt. N’Diaye betrachtet eher die Rolle des Islam und der Araber, die Afrika über Jahrhunderte ausbeuteten. Die Frontlinien sind klar. Ein Grund mehr, das Buch zu lesen und zu besprechen.
Moscheen zu Klosetts!
Vorbildliche Aktion der Chinesen!








































