Bottles und mit der Exe klarkommen
Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals Wine gebraucht hätte. Linux nutze ich schon etwas länger, und ich kenne keine Windows-Programme, für die es keinen Ersatz unter Linux gäbe (der in der Regel sogar besser ist, wenn man von der Usability absieht – wie etwa bei Gimp).
Ausnahmen bestätigen die Regel. Mein Firestorm-Viewer für Secondlife lässt den kleinen Laptop, den ich „außer Haus“ benutze, regelmäßig in die Knie gehen bzw. crasht alle zwei Minuten, selbst bei niedrigsten Grafik-Einstellungen. Also suchte ich nach Alternativen, um mal kurz zwischendurch und zu jeder Tageszeit auf meine Sim gucken zu können. Es ist eine bloße sinnlose Zeitverschwendung Spielerei, weil es mit dem Handy natürlich auch funktionierte.
Radegast gibt es angeblich für Linux, aber ich habe diese Version nirgendwo gefunden. Also installierte ich Wine, um mit der .exe klarzukommen. Dann, weil ich keine Lust auf Kommandozeilen hatte, eine grafische Oberfläche, die erste, die mir ChatGPT empfahl. Und schon gab es die erste Fehlermeldung.
PlayOnLinux gibt es also nicht mehr bzw. es wird praktisch nicht mehr gepflegt.
Bottles als Wine-Gui-Alternative kannte ich nicht. Dann ging es los: Funktioniert nur, wenn man Flatpak auch installiert. Done – ohne ChatGPT hätte ich ewig lange recherchieren müssen.
Read the fucking manual of Bottles. Nein, nichts von dem, was die KI mir höflich vorschlug, gelang auf Anhieb. Auch die Radegast-Version war zunächst falsch. Aber woher soll man das alles wissen?
Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht. Jetzt läuft alles. Wenn Senioren ältere Herren zu sehr mit Software herumbasteln…
Freizeit
Avatare sehen dich an, revisited
Die spärliche bekleidete Dame ist die Besitzerin von zwei „goreanischen“ Rollenspiel-Sims in Secondlife und zahlt monatlich rund 300 Dollar dafür.
Lob und Preis meinem Provider: Den Screenshot kann ich nirgendwo sonst posten, sonst würde ich sofort wieder gesperrt….
Nur so zwischendurch
Party bei mir inklusive Völlerei, gerade mit dem Aufräumen und Abwasch fertig…. Jetzt noch kurz die Welt wechseln. Mein Avatar scheint noch völlig nüchtern zu sein.
Api kaputt
Daniel Voyager (Name des Avatars) berichtet über „Second Life API Data Feeds Broken“.
(Das interessiert niemanden außer mir, aber ich blogge das trotzdem.)
Auf Deutsch: „Der API-Endpunkt für Bevölkerungsstatistiken von Second Life aktualisiert die Inworld-Daten (gleichzeitige Benutzer) seit dem 6. Dezember 2025 um 04:03:00 Uhr SLT nicht mehr. Die API gibt weiterhin HTTP-200-Statuscodes zurück, liefert aber veraltete Daten, die jetzt mehr als 9 Tage alt sind.“
Ich habe die KI drauf angesetzt.
– Letztes Update der Anmeldezahlen: 6. Dezember 2025
– Gesamtzahl der Second-Life-Accounts zu diesem Zeitpunkt: ≈ 69,5 Millionen
Seitdem keine Aktualisierung mehr erfolgt
➡️ Das deutet darauf hin, dass die API seit diesem Zeitpunkt keine neuen Signup-Daten liefert.
exchange_rate_updated_slt 2025-12-17 09:53:00 exchange_rate_updated_unix 1765993980 exchange_rate 248.55
Der L$-Wechselkurs wurde heute aktualisiert: 1 USD ≈ 248,55 L$
Dieser Teil der API funktioniert aktuell korrekt
➡️ Wichtig: Nicht die komplette API ist kaputt, nur einzelne Datenbereiche.
Gesamtinterpretation (entscheidend)
👉 Die API läuft, aber teilweise eingefroren. Das spricht für: einen teilweisen API-Ausfall oder eine bewusst deaktivierte Statistikquelle oder einen internen Linden-Lab-Umbau, bei dem alte Statistik-Endpoints nicht mehr gepflegt werden.#
So sollte man die Meldung lesen: „Die Statistik-API ist erreichbar, aber große Teile der Daten (Signups & Inworld-Zahlen) werden seit dem 6.12.2025 nicht mehr aktualisiert. Nur der Wechselkurs wird noch gepflegt.“ Das macht mich natürlich misstrauisch. Kann man erkennen, ob die API absichtlich nicht aktualisiert wurde?
Kurz gesagt: Ja – mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man das erkennen, aber nicht zu 100 % beweisen, solange Linden Lab nichts offiziell sagt. Man kann jedoch sehr klare Indizien sammeln.

Beide eingefrorenen Werte enden am 6. Dezember 2025, nur wenige Stunden auseinander. Das spricht für eine gezielte Deaktivierung oder eine Umstellung auf ein neues internes System.
❗ Zufällige Bugs erzeugen keine sauberen, synchronen Endpunkte.
Typisches Linden-Lab-Verhalten (historisch):
Linden Lab hat bei APIs über Jahre ein sehr konstantes Muster:
❌ Was LL nicht macht
– keine saubere Abschaltung
– keine Fehlermeldung
– keine „deprecated“-Flags
– keine HTTP-Fehler
✅ Was LL stattdessen macht
– Endpoint bleibt erreichbar
– liefert letzten gültigen Wert
– keine weitere Pflege
– keinerlei Ankündigung
Das hast du hier exakt.
Wisst ihr Bescheid, Avatare!
Unter Panis
Bevor wir uns den Weltläuften dem Weltgeschehen zuwenden, hier noch ein Nachtrag zu gestern und meinem Zeitmanagement: Ich musste zwischen Tür, Angel und der fstab auch noch meinen Avatar bewegen, weil das Rollenspiel-Event, das ich organisiert hatte, gestern nach mehr als eine Woche zu Ende ging.
Wie man unschwer erkennt, spielte das Event auf mehreren Sims der so genannten Pani – die Japaner in der Gor-Welt.
Von den rund 160 Sims in Secondlife, die „goreanisches“ Rollenspiel pflegen, sind nur drei im Stil der Pani gebaut: Nara, Daphna und Kamura. Alle drei sind unglaublich liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet, haben aber nur geringen „Traffic“. Wir haben das mit zwei Dutzend Avataren zeitweilig geändert…
Bforartists
Der Schockwellenreiter wies schon vor langer Zeit auf das motivierende Lehrvideo „How to make Adult Games & Visual Novels without any experience“. Es geht wieder einmal um das leidige Thema Blender.
Jetzt erst las ich seinen Beitrag: „Bforartists: Ein Blender für Mausschubser?“
„Seit Jahren quäle ich mich damit herum, daß ich eigentlich mal etwas mit Blender anstellen möchte, der freien (GPL) und plattformübergreifenden (Linux, Windows und macOS) Software zu Erstellung dreidimensionaler Graphiken und Animationen. Jedoch war ich immer irgendwie zu blöd dafür, mich durch das verwirrende User-Interface zu navigieren…“ Full ack. Mir geht es auch so.
„Bforartists [für alle Betriebssysteme] ist eine ebenfalls freie Fork von Blender, die 100-prozentige Kompatibilität verspricht, aber eben – wie der Name »Be For Artists« andeutet – mehr den Nutzer und nicht den Programmierer im Fokus hat, oder – wie GameForScratch es formulierte – ein »Blender für Normalsterbliche« sein will. (…) Die Entwickler betreiben ein Blog und einen YouTube-Kanal.“
So etwas brauche ich nur zum Spielen und dazu, Objekte für Secondlife zu erstellen, anstatt diese kaufen zu müssen. Wenn ich jemals dazu Zeit finde, neben meinen zahlreichen anderen Vorhaben, werde ich das in Angriff nehmen…
In the Navy, 2.0
Gestern organisierte ich in meiner kostbaren Freizeit ein Rollenspiel-Event, was mehrere Tage dauern wird. Die Avatare – rund zwei Dutzend – mussten sich auf eine „gefährliche“ Reise über einen unerforschten Ozean begeben – getreu der literarischen Vorlage.
Dafür hat jemand in tagelanger Kleinarbeit (u.a. mit Blender und unzähligen Scripten) ein Schiff gebaut, das es auf dem Markt von Secondlife nicht zu kaufen gibt. Den Ozean und den Himmel habe ich beigesteuert.
Starry Night
In wenigen Tagen startet ein neuer Rollenspiel-Plot auf meiner Sim, bei dem es um eine gefährliche Schiffsreise auf der Thassa geht. Die Milchstraße habe ich nicht selbst gebaut, sondern gekauft. Der Sternenhimmel dreht sich, und man kann „Sternschnuppen“ verglühen sehen. Das sieht schon nett aus.
Sklaven zum Verkauf
Das Rollenspiel-Event „Entführung von Kuba“ fand heute ein Ende mit dem Verkauf der Sklaven. Das Interesse war groß – vier Dutzend Interessenten waren gekommen.
An die hier mitlesenden Jugendschutzwarte und Denunzianten: Niemand wurde zu etwas gezwungen, alle machten freiwillig mit.
Unter virtuell Workspacenden
Bin im Zug zurück nach Berlin und höre Santanas Blues für Salvador.
Hier noch einen Erinnerung, die vermutlich niemand auf der Welt so hat: Ich saß am „Workspace“ des O-Pod-Hotels in Tel Aviv mit der grandiosen Aussicht auf’s Meer und Jaffa. Auf dem Laptop sieht man meine Sim Oasis of Lame Kaiila in „Drohnen“-Perspektive und ein geöffnetes Chat-Fenster.
Ich plauderte also real in Israel virtuell mit Leuten bzw. Avataren, die theoretisch überall in der Welt sein könnten, vermittelt über einen Server in Kalifornien.
Und poste jetzt das Foto im Zug zwischen Wolfsburg und Berlin über einen Server dortselbst.
Mal ganz unter ums Älteren: Das ist doch total abgefahren. Wie hätte man das jemandem in den 80-ern erklärt?

Blick aus dem „Weltraum“ auf einen Ausschnitt der Secondlife-Karte: jedes Quadrat ist eine Sim/Region. Unten eine Ausschnittvergrößerung, auf der man die Namen der Sims erkennt. Grüne Punkte sind Avatare. Gelb bedeutet, dass die Region zum Verkauf steht oder gemietet werden kann.
Daniel Voyager hat die aktuellen Benutzerzahlen für Secondlife im November veröffentlicht. (Das interessiert niemanden in Deutschland außer mir.)
Total Regions: 26,785
Private Estates: 17,589
Linden Owned: 9,196
Eine Region kostet rund 200 Dollar „Miete“. Allein die Miete für die Server, die die Regionen hosten, garantiert Lindenlab also mindestens drei Millionen Dollar monatlich (wenn man deren eigene Regionen nicht berücksichtigt).
Kuba wurde wieder abgerissen
Kuba 2.0 ist wieder weg, weil das Rollenspiel-Event auf meiner Sim jetzt – nach einer guten Woche – vorbei ist. Exegi monumentum aere perennius gilt für virtuelle Welten nicht. (Screenshots: Ganima)
Talking about Business 2.0
Da ich gestern aus der Nachtschicht kam, ausschlafen musste und mich noch ein Freund besuchte, kam ich nur dazu, virtuelle geschäftliche Verhandlungen in Imperial Ar zu führen.
Karibischer Nachtmarsch der Partei
Die Umgebung und die Dekoration für das 10-tägige virtuelle Rollenspiel-Event auf „Kuba“ sind jetzt fertig. Wenn es losgeht, bin ich ohnehin in Israel und kann nur ab und zu flüchtig vorbeischauen. Es werden ca. 30 Leute Avatare involviert sein.
Ausstattung: ACpixl, LifeShop Joles, Jumboone [2], [3] [4] [5], mickey Kling [2], ATOZJ, willem Koba, Neri Miarte, Shug Crazyboi u.v.a.m. und natürlich Selbstgebautes. Die Tänzer musste ich selbst scripten. Die bewegen sich permanent, also auch Dekoration. Auf den Screenshots sind also noch keine Avatare zu sehen.
Grauland, nicht Outland
Reiseempfehlung in Secondlife: The Grauland Cluster (Fotos auf Flickr). Ich war durch Inara Pey auf diese originelle Sim aufmerksam geworden und habe mir den Text von ChatGPT übersetzen lassen, den Text geglättet und die Links hinzugefügt. Mich erinnerte das Szenario aber auch an einen meiner Lieblingsfilme – Outland mit Sean Connery.
Für jeden, der eine Schwäche für gute Science-Fiction hat, dürfte die eingangs beschriebene Szenerie sofort Erinnerungen an Stanley Kubricks zeitlos aktuellen Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum wachrufen – allein durch die Anspielung auf einen geheimnisvollen Monolithen im All. Und tatsächlich genügte schon dieser Gedanke, um meine Neugier zu wecken, als ich Jimgarands neuestes Grauland-Projekt besuchte: The Grauland Cluster.
Noch stärker wird der Bezug zu 2001, sobald man den Landeplatz verlässt: Vor einem liegt ein gewaltiger Krater, der unweigerlich an den Tycho-Krater des Mondes erinnert, jenen Ort, an dem Dr. Heywood Floyd seine historische Begegnung hatte. Nur: Dieser Krater befindet sich auf einem Asteroiden, und der Monolith hier ist keineswegs ein schwarzer, glatter Block (geschweige denn vergraben oder in einer Umlaufbahn um Jupiter – oder Saturn, wie in Clarkes ebenso brillanter Romanfassung).
Doch wer nun meint, Jims Werk sei lediglich ein Nachklang von Kubrick oder Clarke, irrt. Was uns hier begegnet, ist ein faszinierendes Zukunftsszenario, sorgfältig verwoben und inszeniert – mit dem Schwerpunkt auf einer gigantischen Anlage, die tief in den Asteroiden gebaut wurde.
Über eine Teleportscheibe in der Kraterstation erreicht man das eigentliche Herzstück: die Asteroidenbasis. Sie ist eindrucksvoll gestaltet mit Bauelementen aus Beth Delaunays (Isilmeriel) exzellenter Sci-Fi-Kollektion, die vielen SL-Veteranen vertraut sein dürfte, kombiniert mit Teilen von ʼfrit (Ifrit Skytower) sowie eigens entworfenen und kitbash-ähnlichen Strukturen.
Das Ergebnis ist eine weitläufige Station, verbunden mit mehreren kleineren Asteroiden, die teils ausgehöhlt und dadurch selbst spannende Erkundungsziele sind. Mehrere Docks – darunter eines für große Frachter – zeugen von regem interstellarem Verkehr.
Dass die Basis für längere Aufenthalte gedacht ist, versteht sich fast von selbst: eine großzügige Kantine, ein geräumiges Fitnessstudio, zahlreiche Freizeiträume. Alles deutet darauf hin, dass hier eine große Besatzung leben und arbeiten kann. Künstliche Gravitation wird angedeutet, Verteidigungsanlagen sind vorhanden – die Details bleiben bewusst der Fantasie überlassen.
Der Monolith selbst schwebt frei im Raum, über einen Gang erreichbar, der von zwei Luftschleusen ausgeht. Über seiner rau behauenen Oberfläche schweben leuchtende Symbole und geometrische Formen – geheimnisvoll, rätselhaft, offen für jede Deutung. Spontan erinnerte mich der Anblick an eine Art Voyager-Botschaft an ferne Sterne – oder vielleicht an einen noch unentzifferten Rosetta-Stein.
Zu den kleinen, feinen Details, die den Reiz des Bauwerks verstärken, zählen NASA-inspirierte Außeneinsätze und die – angesichts der Lage im Asteroidengürtel fast ironische – Nutzung von Solarpaneelen. Diese bewusst gesetzten Anachronismen verleihen der Szenerie einen besonderen Charme, da sie im Kontrast zu futuristischen Raumfahrzeugen, künstlicher Gravitation und hochentwickelter Hydrokultur stehen.
So bleibt das Setting zeitlich bewusst unbestimmt, doch die Einbindung aktueller Technologien (etwa im Fitness- und Freizeitbereich) verankert die Station fest in unserer Vorstellung von menschlicher Machbarkeit. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Bilder auf den Bildschirmen des Kommandoraums – eines davon zeigt offenbar ein Schiff mit dem legendären Alcubierre-Antrieb. Ob Zufall oder Absicht, für mich war es ein kleines, amüsantes i-Tüpfelchen.
Weil so vieles offen bleibt, eignet sich The Grauland Cluster hervorragend für freies Rollenspiel – vielleicht auch mit einem leicht düsteren Unterton, wenn man an die Geschützstellungen im Außenbereich und die „Big Brother“-artige Flut an Monitoren im Kontrollzentrum denkt, die scheinbar alles im Blick behalten.
Doch auch ohne jede Rollenspielabsicht entfaltet Jimgarands Schöpfung ihre Wirkung: The Grauland Cluster ist – wie alle seine Bauten – visuell spektakulär und von seltener Fotogenität. Ein in jeder Hinsicht meisterhaft gestaltetes Werk.
Unter Illusionsmaschinisten

Beschriftung der Armbänder, Schärfe- und Licht-Relation zwischen Vorder- und Hintergrund: Die Dame ist attraktiv, aber eindeutig KI-generiert.
Wieso denke ich derzeit oft an das Spiel „Schiffe versenken“?
Was haben Gamedesigner, etwa in Secondlife (wie ich), Opernhäuser, Schriftsteller und Künstliche Intelligenz gemeinsam? Sie erzeugen Illusionen für das jeweilige Publikum. Das kann man als Kunst oder Handwerk beschreiben oder als eine Mischung aus beidem.
Wenn man die Technik, die dahintersteckt, genauer ansieht, bekommt man Respekt vor dem, was alles nötig ist, um die Augen und Sinne der Rezipienten hinter’s Licht zu führen und ihnen etwas vorzugaukeln.
Ich arbeite sehr oft in der Berliner Staatsoper und kann – vor allem nachts – im Sinne des Wortes hinter und auch unter die Kulissen schauen. Unter der Hauptbühne sind drei (!) Etagen Technik. Wenn man also im dritten Untergeschoss steht und nach oben sieht, kommt man sich vor wie in einem gotischen Hallendom, der komplett verkabelt ist. Mehr als hundert Techniker arbeiten, um einen Chor, ein Orchester und Sänger zum Musizieren zu bringen. Dazu kommt die Kostümerie.

Man beachte die unrealistische Spiegelung auf dem linken Oberschenkel der Dame in altrosa: Eindeutig KI-generiert bzw. enhanced. Auch die Unterarme sehen nicht natürlich aus – ein weiteres Indiz.
Auch die Technik, die hinter den Sims in Secondlife steckt, also den virtuellen Environments, in dem Avatare herumlaufen, ist wahnsinnig kompliziert, vor allem auch deswegen, weil man das nicht in einem Handbuch nachlesen kann, sondern nur per learning per doing – und man braucht jahrelange Erfahrung. Es erzeugt das Gefühl, ein Maschinist zu sein, der an vielen Hebel gleichzeitig herumfummeln muss, um die Dinge zum Laufen zu bringen.
Auch Leute, die gute Geschichten schreiben, erzeugen Illusionen. Vor dem inneren Auge der Leser entfalten sich Welten, und sogar mehr, als der Verfasser planen kann. Ich lese gerade, um mich abzulenken und zu entspannen, Thomas Manns Buddenbrooks. Und das kam so: Neulich fand ich partout auf Netflix keinen Film, der sich zum Einschlafen eignete, und stöberte in meiner Sammlung von CDs und fand die Verfilmung des Romans mit Armin Müller-Stahl und Iris Berben. Man kann sich das heute noch ansehen, aber auch jederzeit wieder ausschalten mit dem Gefühl, nichts zu verpasst zu haben, wenn man nicht weiterschaut. Die zweieinhalb Stunden Film sind also 729 Seiten Roman. Ich suchte in meiner Bibliothek und fand auch das – noch nie gelesene – Buch, das ich für ein paar Mark in den 70-ern irgendwo auf einem Trödelmarkt gekauft hatte.
Die „Buddenbrooks“ hat es nie gegeben – alles natürlich erfunden. Das muss man erst einmal nachmachen. Ein Schriftsteller kann aber kein Wort über etwas verfassen, was ihm noch nie irgendwo und irgendwie in irgendeiner Form begegnet ist (Deswegen bin ich 1998 nach Venezuela gereist.)
Auch die mittlerweile doch recht zahllosen KI-Mädels auf Instagram sind pure, aber attraktive Illusionen. Ich gräme mich, dass ich das nicht kann bzw. – auf Grund meiner Präferenzen – keine Zeit finde, mir das beizubringen. „Was machst du beruflich?“ – „Ich erzeuge hübsche spärlich bekleidete Damen, die Zehntausende Follower in sozialen Medien haben und mir Geld einbringen.“
Neben der Schriftstellerei und dem Gamedesign wäre das mein dritter „Beruf“ als Illusionsmaschinist.

Schwer zu beurteilen, aber im Profil der Dame steht „AI Influencer“ – das ist schon richtig gut gemacht.
Kuba 2.0
Mein virtueller Strand eines virtuellen „Kubas“ nimmst Gestalt an. Ich brauche noch zwei Wochen, bis das fertig ist. Der Rollenspiel-Plot beginnt aber erst im Oktober. #secondlife #roleplay #gamedesign #simdesign
Alles grün
Kartenausschnitt von Secondlife aus Satellitensicht: Jeder grüne Punkt ist ein Avatar.
Merke: Wenn deutsche Medien über etwas nicht berichten, bedeutet das nicht, dass etwas nicht existiert oder uninteressant wäre. Es sagt eher etwas über deutsche Medien aus.
Avatarinnen sehen dich an, reloaded
Hübscher Avatar, aber bewaffnet!























































