Noch mehr Aussichten der buntscheckigsten Art und große Huren

spiegel

Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern. Es gehören hierher: Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Redakteure des „Spiegel“, Winkelreformer der buntscheckigsten Art. (Karl Marx – Friedrich Engels: Kommunistisches Manifest)

Was soll man dazu sagen? Ich wette, die Damen und Herren könnten spontan rein gar nichts antworten, fragte man sie, was Marx eigentlich über den Kapitalismus gesagte habe? Genausowenig wie unsere „Palästinenser“-Freunde, von denen man wissen möchte, warum sie nicht für den Boykott aller jordanischen Produkte seien? Die wissen gar nicht, wovon ich rede. Dumm wie Aschenbecher, aber ein großes Maul haben sie.

Der Couponschneider Don Alphonso faselt: „… es ist vermutlich kein Zufall, dass Karl Marx von der Ideologie des „Neuen Deutschlands“ inzwischen auf das Cover der „Spiegels“ weiter gewandert ist. Es ist nicht nur die Wirtschaftstheorie von Marx. Es ist auch der historische Materialismus, mit dem dieser Mann und seine Nachfahren einen geschichtlichen Zwangsablauf konstruierten, mit dem Ziel, die Feinde zu enteignen, in den Gulag zu werfen und ohne Besitz zu versklaven“.

Auch das ist gehobener Unfug, aber die Herrschaften geben sich gar keine Mühe mehr, nach Fakten zu suchen – es reicht die Attitude des Eigenheimbesitzers, der fürchtet, die Kommunisten würden seine Oma ihr Hüttchen enteignen wollen. Obwohl man bei der kleinbürgerlichen Mischpoke, die sich hierzulande erdreistet, sich „links“ zu fühlen und zu nennen, nie wissen kann, was sie im Schilde führt, hätte sie einen Zipfel der Macht erheischt, was ein nicht existentes höhere Wesen verhüten möge.

Apropos, Qualitätsmedien: Wenn man dem Publikum die Hucke vollügt und ihnen Fake News vom Feinsten vorsetzt, weil es dem vermeintlich Grünen Guten dienen sollte, dann wird es nicht besser, wenn man danach „noch einmal tief in die Recherche eingestiegen“ ist.

666

Übrigens empfehle ich neben der Bibel noch mal Friedrich Engels, der sich auch beim Thema „Urchristentum“ exzellent auskannte.
Unter den Semiten – Chaldäern und Juden – war damals eine Zauberkunst im Schwang, die auf der doppelten Bedeutung der Buchstaben beruhte. Seit ungefähr 300 Jahren vor unsrer Zeitrechnung wurden die hebräischen Buchstaben auch als Zahlzeichen gebraucht a = 1, b = 2, g = 3, d = 4 usw. Die kabbalistischen Wahrsager nun zählten die Zahlenwerte der Buchstaben eines Namens als Quersumme zusammen und suchten daraus zu prophezeien, z.B. durch Bildung von Worten oder Wortverbindungen von gleichem Zahlenwert, die Schlüsse auf die Zukunft des Namensträgers zuließen. Ebenso wurden geheime Worte in dieser Zahlensprache ausgedrückt und dergleichen mehr. Man nannte diese Kunst mit einem griechischen Wort gematriah, Geometrie; die Chaldäer, die dies geschäftsmäßig betrieben, und von Tacitus als mathematici bezeichnet werden, wurden unter Claudius und später nochmals unter Vitellius, vermutlich wegen „groben Unfugs“, aus Rom vertrieben.

Vermittelst eben dieser Mathematik ist auch unsere Zahl 666 entstanden. Hinter ihr birgt sich der Name eines der ersten fünf römischen Kaiser. Außer der Zahl 666 kannte aber Irenäus, Ende des zweiten Jahrhunderts, eine Variante 616, die jedenfalls entstanden war zu einer Zeit, wo das Rätsel der Zahl noch vielen bekannt war. (…)

Ferdinand Benary in Berlin hat diese Lösung geliefert. Der Name ist Nero. Die Zahl ist begründet auf Neron Kesar, die durch Talmud und palmyrenische Inschriften beglaubigte hebräische Schreibung des griechischen Neron Kaisar, Kaiser Nero, welches die Aufschrift der in der östlichen Reichshälfte geschlagenen neronischen Münzen war. Nämlich |469| n (nun) = 50, r (resch) = 200, w (waw) für o = 6, n (nun) = 50, k (koph) = 100, s (samech) = 60 und r (resch) = 200, Summa = 666. Nehmen wir aber als Grundlage die lateinische Schreibung Nero Caesar, so fällt das zweite nun = 50 weg, und wir haben 666 – 50 = 616, die Variante des Irenäus.

So was, sehr geehrte Nachgeborenen, nennt man Allgemeinbildung. Ist heute weitgehend ausgestorben.

böllerei

Ich sitze hier mit Kopfhörern, eine segensreiche Erfindung, wenn man Neukölln zu Silvester erleben muss. Alle meine engen Freunde haben sich zuhause versteckt und mir versichert, dass sie keinen Fuß vor die Tür setzen werden, weil es hier soundtechnisch zugeht wie im Donbass.

And now for something etc.: Ich schrieb neulich, dass ich zwei Leute persönlich kennte, die nach der Impfung gegen COVID-19 eine Art Schlaganfall mit Lähmungen hatten, eine davon war mehrer Wochen auf der Intensivstation. Dazu gibt es jetzt ein Statement des Berliner Senats – es fällt genau so aus, wie man es erwartet hat.

Ich empfehle übrigens zum neuen Jahr, das soeben eingetroffen ist, einen Artikel von Mario Thurnes: „Warum ich nicht mehr links bin“. Ich würde genau das Gegenteil sagen: Ich bin jetzt erst recht links, ich kann gar nicht anders, aber das, was er beschriebt, stimmt natürlich. „Normativität gilt immer stärker als Voraussetzung“. Man muss eben Eier haben, und das ist selten.

Nun ist der Islam in Deutschland mit der Einwanderung verbunden. Und alles was mit der Einwanderung zu tun hat, hat gut zu sein. Zwischentöne und Widersprüche darf es nicht geben. In diesem Punkt erst recht nicht. Und deswegen verneinen die deutschen Linken alles, was an Negativem mit der archaischen Ausübung des Islam verbunden ist – einige wollen sogar die Kritik daran gesetzlich als rassistische Tat verbieten.

Full ack.

Ksenia alexandrova
Credits: Kseniya Alexandrova

Nur, um die Phase nicht allzu abrupt zu beenden… Apropos Frauen: Die russische Propaganda zitierte die mir bisher unbekannte Northwest Arkansas Democrat Gazette: Lunden Roberts, die Mutter des unehelichen Kindes von Hunter Biden, hat bei einem Gericht in Arkansas beantragt, den Nachnamen ihrer Tochter zu ändern, damit sie „vom Tragen des Familiennamens Biden profitieren kann“. Der Antrag, der vom Anwalt der ehemaligen Stripperin eingereicht wurde, wurde am Dienstag vor dem 16. Bezirksgericht in Independence County in der Vaterschaftssache gegen Hunter Biden gestellt.

cat

So. Mal sehen, was 2023 so bringt… Auf jeden Fall wieder Katzenfotos.

To outline the next phase

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Wie ich schon schrieb: Das ist nur eine Phase…

Kurzer Zwischenruf aus völkerkundlicher soziologischer Sicht: Gestern war ich auf einer Party. Ich nehme immer die Gelegenheit wahr, anwesende Männer, von denen ich annehme, dass sie ein Betriebssystem von einer Computerfirma unterscheiden können, zu fragen, ob jemand nicht Lust habe, mein virtueller Bodyguard zu sein dergestalt, im virtuellen Schwertkampf zugunsten meines Avatars einzugreifen, falls ich mit dem Problem nicht allein fertig werden. Normalerweise ernte ich Kopfschütteln, kombiniert mit der Fragen: Wovon redet der Kerl?

So auch gestern. Ich dachte, diese Attitude alter Männer gäbe es nur in deutschen Kriminalfällen. Dort gefallen sich Herren fast immer darin zuzugeben, dass sie vom „Internet“ und Computern keinen blassen Schimmer haben und das an popcornfressende Nerds delegieren müssen. Und siehe: Die älteren Herrschaften gestern versicherten sich gegenseitig, keine Social-Media-Acocunts zu haben oder zu benötigen, zitierten aber Versatzstücke aus „Shows“ des deutschen Qualitätsfernsehens („Böhmermann“), ein Thema, bei dem ich nicht mitreden kann, weil ich mir das nicht antue. Schnelles Internet haben sie, aber schmalbrüstige lahme Möhren Rechner, die Secondlife vermutlich gar nicht adäquat rendern könnten. Der einzige anwesende junge Mann, der mir als „Gamer“ vorgestellt wurde, besaß nur ein Laptop, geht aber lieber Surfen (auf Wasser) in Ecuador oder Kolumbien. Das zum Thema „Personal rekrutieren“.

working class history

And now usw.. Ich habe hier noch ein sehr informatives Video: Clayton Morris sits down with Colonel Douglas MacGregor to outline the next phase of the war in Ukraine. MacGregor says anyone who thinks Putin isn’t about to launch a massive operation is delusional.

Es lohnt sich, das komplett anzusehen – ein money quote nach dem anderen und Klartext: Die USA finanzieren die Ukraine und haben auch die Arschkarte, falls Putin die Sache durchzieht, wovon der Interviewte ausgeht. Die Waffen, die die USA gerade lieferten, seien zwar hübsche Weihachtsgeschenke, aber faktisch nutzlos. Er erklärt auch detailreich, warum das so ist.

instagram cat

And now usw.. Noch mal Musk und Twitter. The Intercept beschwert sich darüber, dass der Account einer „anarchistischen Gruppe“ gesperrt worden sei, ohne dass es einen ersichtlichen Grund gebe.
Among the slew of accounts abruptly suspended from Twitter this week was the anarchist media organization It’s Going Down, an anticapitalist and antifascist collective that has covered the far right since its founding in 2015.

Covered the far right? Das ist ein Haufen ekelhafter Antisemiten, die Terror gegen Israel begrüßen und von „Apartheid“ faseln. Just saying. Mir ist es egal, ob sie sich „links“ fühlen. Sind sie nicht.

Unter Blasenbewohnern

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Dieses Mädel ist hier nur zufällig reingerutscht und hat mit dem unten hochwertig Geschriebenen nichts zu tun.

Warum muß der Gerechte so viel leiden auf Erden? Warum muß Talent und Ehrlichkeit zugrunde gehen, während der schwadronierende Hanswurst sich räkelt auf Pfühlen des Glücks und fast stinkt vor Wohlbehagen? (Heinrich Heine, 1797 – 1856)

Mit zunehmendem Alter lernt man mehr und mehr, das Wichtige vom Unwichtigem zu unterscheiden – oder man sollte es gelernt haben. Bei manchen Leuten ist bekanntlich alles unwichtig, was sie tun und lassen, und wir reden vermutlich von der Mehrheit der Menschen, die ab und zu einen Sack Reis umfallen lassen. Ich habe zu schätzen gelernt, dass mir niemand reinreden kann, dass ich schreiben kann, was ich will und dass ich mir das leisten kann.

Das hätte auch anders verlaufen können – das muss ich demütig zugeben. Hätte ich vor rund drei Jahrzehnten einen anderen Provider gewählt, wäre mein Website nicht nur zensiert, sondern schon oft abgeschaltet worden. Man muss sich nur die AGBs etwa bei Strato ansehen:
Der Kunde verpflichtet sich weiterhin, keine Domains oder Inhalte zum Abruf anzubieten, die extremistischer (insbesondere rechtsextremistischer) Natur sind oder pornographische, kommerziell erotische, gewalttätige, gewaltverherrlichende, rassistische, diskriminierende, jugendgefährdende, volksverhetzende oder terroristische Inhalte darstellen, noch Domains oder Inhalte, die zu Straftaten aufrufen oder Anleitungen hierfür darstellen. Dies gilt auch, wenn solche Inhalte durch Hyperlinks oder sonstige Verbindungen, die der Kunde auf Seiten Dritter setzt, zugänglich gemacht werden.

Dagegen verstoße ich vermutlich täglich: Linksextremismus und sittliches Gefährden der lieben Kleinen (Gor!) ist auf burks.de selbstredend Standard. (Wie bekloppt sind die bei Strato? Wer will da Kunde sein? Wenn etwas strafbar ist, ist etwas strafbar – das entscheidet aber nicht Strato.) Bei Verdacht [!] zensieren die also: Wird die mögliche [!] Rechtsverletzung durch eine Domain begangen, kann STRATO auch Maßnahmen ergreifen, die die Domain unerreichbar machen.

Über das Thema wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Ich rege mich nur über so etwas schnell auf. Immerhin nutzen die keine Gendersternchen – noch nicht.

Don Alphonso hat neulich einen lustigen Artikel (Paywall) publiziert, der sich mit der Twitter-Blase beschäftigt: „Klagen aus dem Mastdarm der Aufmerksamkeitsökonomie“. Ich bin da nicht so oft und bin froh, wenn andere ausrufen, dass die Kaiserin nackt sei recherchieren. (Wie das Publikum hier schon anmerkte: Er hat Don Alphonso zitiert! Ist übrigens Weibsvolk anwesend?)

lauterbach

Der Don arbeitet sich an Leuten ab, die mir völlig schnuppe sind. Und dass er sich abarbeitet, ist auch schnuppe, aber immerhin unterhaltsam, was man von der lichterkettentragenden Glottisschlag-Mischpoke nicht sagen kann. Lauterbachs Idee, den Kapitalismus das Gesundheits“wesen“ anders und weniger profitorientiert zu organisieren, kann man begrüßen, obwohl ich erwarte, dass er scheitert (weil alle vom gegenwärtigen Zustand profitieren – außer den Patienten). Aber was er über Musk schreibt, ist einfach Blödsinn.

Der Don meint: Wer viele Follower hat, weiß nach gängiger Meinung, wie man sich für die neue Zeit fit macht und zur Marke wird. Aus irgendwelchen Gründen der Gruppendenke ist man übereingekommen, dass der Ort, an dem dieser Erfolg im Journalismus sichtbar wird, Twitter ist. Influencer haben Instagram und YouTube, aber dafür sind wir uns zu fein. Teenager haben TikTok, aber dafür sind Journalisten beim Tanzen zu ungelenkig und obendrein selten schön genug. Telegram gehört den Verschwörungstheoretikern. Um Blogs muss man sich kümmern und ein Impressum angeben. Aber Twitter ist schnell, man hat keine besondere Verantwortung, und es sind auch alle anderen da: So ist das langsam zum Standard geworden.

So mag es sein. Aber Standard bei wem? Ich kenne viele Leute, die woanders Putzen, ich kenne so genannte Sicherheitsmitarbeiter, die Zwölf-Stunden-Schichten schieben, auch an den Feiertagen, ich kenne genug Krankenschwestern und -pfleger, Arbeiter, die in eine Fabrik gehen, Handwerker, die komplizierte Dinge bauen – und das ihr ganzes Leben. Man könnte sich morgens, wenn die erste U-Bahn fährt, die Gesichter ansehen: Twittern die? (Außer den Mädels und Hipstern, die die Nacht durchgemacht haben.)

Jaja, ich weiß – die lesen auch mein Blog nicht.

von edr Benken
„Author [mit th!], Influencer & Model. Lifestyle Columnist (@faz), TV Autorin 🇺🇸 Model Agency @rolemodelsmgmt #vegan“ – es fehlt kein Klischee. Mehr muss man gar nicht wissen, um diese Sozialdemokratin einschätzen zu können.

Ich nehme nicht ernst, was die vom Don bekrittelten Damen und Herren über Twitter meinen, dortselbst verbreiten zu müssen. Das ist zu einem großen Teil bloßer Opportunismus, mit dem sie sich bei ihresgleichen beliebt machen wollen. Was mich ärgert ist, dass die sich als „links“ fühlen, wie auch die höheren Töchter, die fürs Leben ausgesorgt und noch nie eine Schüppe in der Hand gehabt haben, aber einen auf „Klima“ machen.

Der Don weiter: Und natürlich will man nicht auf eine Plattform wie Mastodon wechseln, wo einen irgendwelche Serverbetreiber, die das in ihrer Freizeit tun, jederzeit für immer löschen können, nur weil man eine Fette als fett und eine Stasi-Mitarbeiterin als Stasi-Mitarbeiterin bezeichnet. Wenn ich das bei Twitter tue, werde ich gemeldet, aber sonst passiert nichts. Bei Mastodon kann auch einfach mal der Server weg sein, wie es dieser Tage einem deutschen Journalistenverein passiert ist.

twitter
Ein dramatic exit Tweet, bei dem einen die Tränen kommen…

Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren. Ich bin auf Mastodon, aber kopiere dorthin nur das, was ich vorher bei Twitter gepostet habe. Wen soll ich fett nennen und das tweeten?

Übrigens kann Elon Musk besser trollen als die Russen. Und das heißt etwas.

Postscriptum. Man darf nicht mehr Amerikaner sagen. (Aber man darf sie schon noch essen, oder?)

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Diese Katze ist hier nur zufällig reingerutscht und hat mit dem oben hochwertig Geschriebenen nichts zu tun.

Unter Immunschuldigen und anderen

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Zunächst die gute Nachricht, die die Dame oben kaum glauben kann: Ich war in diesem Jahr (außer der Hüfte) noch nie krank. Ich werde mich auch weigern, an der Erkältungswelle teilzunehmen, die gerade in den Medien herumgeistert. Gegen Grippe bin ich auch geimpft. Das Respiratorische Synzytial-Virus kann mich mal.

cats

Faulen Lesern empfehle ich einen dicken Buddha. Fleißigen und wissbegierigen Lesern (siehe Foto oben) seien drei Artikel empfohlen, die den Krieg in der Ukraine aus ungewöhnlicher Sicht analysieren. Der Economist weist auf die zu erwartende russische Großoffensive im Frühjahr hin und die Risiken für das Selenski-Marionetten-Regime (deutsche Zusammenfassung bei den Russen, also komplett und automatisch gelogen).

Der zweite Artikel stammt von Pepe Escobar: „News From the NATOstan-Imposed Meat Grinder“.
With its array of hypersonic missiles, Russia can knock out all NATO bridges, ports, airports as well as power stations, oil and natural gas storage, Rotterdam oil and natural gas installations, in a matter of a few hours. All energy production equipment across NATOstan would be destroyed. Europe would be shut off from natural resources.

Der dritte Artikel (via Fefe) schildert den Krieg der Zukunft via „StarLink, StarShield … SkyNet“.

Gut zu wissen. Aber wer weiß das noch in Deutschland?

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Neu in meiner Bibliothek: The Clash of Fundamentalisms: Crusades, Jihads and Modernity von Tariq Ali. Das Buch wurde in der Sekundärliteratur empfohlen. In diesem Land darf nie wieder der Lesestoff ausgehen!

Übrigens sind die Berliner mehrheitllich bekoppt. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich dieses Mal überhaupt wählen gehe. Mathematiker müssten mir vorrechnen, wie sich eine geringe Wahlbeteiligung auf die Stammverteilung auswirkt – dann kann ich mich entscheiden.

Viel lieber würde ich mich für die unten abgebildete Dame entscheiden, aber ich weiß nicht, wo sie zu finden wäre.

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Gutes, Schlechtes, Cuteness und das Übliche

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Ich versichere an Eides statt und auch bei sonst allem, was mir heilig ist, dass alle hier gezeigten Fotos unmittelbar mit dem Gebloggten zusammenhängen und mitnichten deshalb gepostet wurden, weil Sex und cuteness immer gehen.

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Die gute Nachricht kommt ausnahmsweise aus Berlin: Durchsuchungen nach Abmahnwelle wegen „Google Fonts“-Nutzung. Hausdurchsuchungen besagen gar nichts, ich weiß das aus eigener Erfahrung, und es gilt auch bei Abmahnabschaum die Unschuldsvermutung. Die Begründung ist aber interessant: Landgerichte haben schon entschieden, dass die automatische Weitergabe der IP‑Adresse „durch den Betreiber einer Website einen datenschutzrechtlichen Eingriff darstelle, in den der Besucher der Seite nicht eingewilligt habe. In dieser Vorgehensweise dürfte also tatsächlich ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung liegen“. Aber: „Die Beschuldigten sollen daher darüber getäuscht haben, dass eine Person die Websites besucht hat (und nicht tatsächlich eine Software). Mangels Person läge dann aber keine Verletzung eines Persönlichkeitsrechts vor.“ Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht, die Herrschaften klein zu kriegen.

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Die Russen kriegen plötzlich Probleme von einer Seite, mit der sie vermutlich nicht gerechnet haben: „China reportedly bars export of homebrew Loongson chips to Russia.“ Wie ich schon vermutet hatte: Die Chinesen sind gegen Krieg, weil es bequemer ist, die Kontrahenten am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Irgendwann werden sie Putin ein Angebot machen, was er nicht ausschlagen kann und dann eine Gegenleistung erwarten. Die Lautsprecher des Kapitals hatten schon interessante Details dazu.

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Ich sage nur: Elon Musk scheint trotz des Geheules in deutschen Medien zu wissen, wovon er spricht, wenn es um Twitter geht. Vielleicht werden sich einige noch wundern.

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Ich versichere, dass das bei mir nur eine Phase ist…

Erwärmendes zum Fummeln

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Drei Minuten auf Twitter, und man kotzt im Strahl. Vermutlich auch, weil die kurzen Nachrichten im Sekundentakt auf einen herniederprasseln und man sich von der Lektüre jenen Bullshits nicht erholen kann, bevor dieser schon sein hässliches Haupt erhebt schon erscheint.

Einige Linke möchten Ramelow aus der Partei ausschließen. Man wünscht sich, dass das Ende der so genannten „Linken“ möglichst bald kommt und nicht auf Raten. Diese woken Sektierer mit ihren Purifikationsritualen sterben aber leider nicht aus, sondern wachsen wie eine Hydra immer wieder nach.

Die Anstalt ZDF möchte, dass wir, um „Energie zu sparen“, Menschen einladen. „Jeder Mensch hat 100 Watt. 6 Leute ersetzen wunderbar einen Heizkörper“. Vielleicht besaufen die Öffentlich-Rechtlichen sich jetzt schon mit Glühwein während der Arbeitszeit. Anders kann ich mir das Gesülze dort nicht erklären. Ich bin kein Protestant, ich spare nicht. Dann holt doch Putins Gas, damit wir nicht frieren! Ob er dafür Geld bekommt oder nicht, ändert rein gar nichts am Zustand der Welt.

Um zuhause „Energie zu sparen“, könnte man ins Bordell gehen, insbesondere ins Großbordell in Berlin, wo man vermutlich in Champagner baden kann.
Die Höhe der Entschädigung begründete das Kammergericht damit, dass Vertreter des Landes Berlin die Rechte der Artemis-Betreiber in der Verhandlung erneut und vertiefend verletzt hätten und nicht zu einer Richtigstellung bereit gewesen seien. „Das Land Berlin hat die Chance verpasst, im Rahmen eines Vergleichs die offensichtlichen und schweren Fehler der Staatsanwaltschaft einzugestehen“, sagte Artemis-Rechtsanwalt Ben M. Irle. (Was hat denn die Kanzlei für eine bescheidene Website? Bei „Anwälte“ kommt nur ein Foto, oder muss ich mir erst Windows herunterladen?)

zum wärmen
Ich folgte dem Rat des ZDF und lud die Dame zu mir ein, um Energie zu sparen, aber sie wollte nicht.

And now for something comepletely different. Ich baue gerade wieder eine Wüsten-Sim in Secondlife, etwas, worauf ich als Gamedesigner bekanntlich spezialisiert bin (vgl. Screeshots oben und ganz unten.) Die Festtage werden ich ohnehin mit schönen Dingen verbringen, Geschenke verteilen und etwas Gutes essen und saufen. Nach Weihnachten – ich habe ab dem 28. bis zum Jahresende Urlaub – kriege ich schnuckeligen Besuch, den ich auch mit Köstlichkeiten bekochen werden. Zwischendurch ist noch eine Geburtstagsparty bei einer Dame, mit der ich in den 70-er Jahren liiert war.

Apropos fummeln: Ich kenne leider niemanden, mit dem ich über virtuelle Bauwerke fachsimpeln kann. Mein Hobby scheint einzigartig zu sein. Also belästige ich hier das Publikum: Mittlerweile ist es für ästhethisch anspruchsvolle Environments üblich, ein so genanntes Sim Surround zu nutzen, um die Illusion zu erzeugen, der Avatar bewege sich in unendlichen Weiten und nicht auf einem virtuellen Viereck (die Sim im Video habe ich gebaut), das man in wenigen Sekunden überqueren kann – und dann geht es nicht mehr weiter. Alle Stand-alone-Sims sind von virtuellem Wasser umgeben. Wenn man aber eine virtuelle Wüste bauen kann, ist das eher suboptimal.

Man kann für ein paar Pfennige Cent oder Euro sehr realistische Sahara- oder andere Wüsten-Surrounds kaufen. Es gibt aber einen großen Haken: Die machen scheinbar die Sim um Potenzen größer, aber man kann keine Löcher in sie „bohren“ wie durch normale Polygone, weil sie durch Scripte zusammengehalten werden. Löcher braucht man aber, um das „Land“ so zu vertiefen, dass man an das „Grundwasser“ kommt, in dem Avatare schwimmen können oder Boote fahren. Eine Oase, die es werden soll, braucht mindestens einen virtuellen Tümpel. Wie kriegt man also gleichzeitig ein Sim Surround und Secondlife-Wasser hin?

Man kann sehr realistische Wasseroberflächen überall und in jeder Höhe in Secondlife künstlich erzeugen, aber darin können Avatare leider nicht schwimmen, sondern fallen einfach durch. Ein Swimming-Pool in einer so genannten Skybox funktioniert also nicht.

Ich umging das Problem dergestalt, dass ich vier Half(!)-Sim-Surrounds so arrangierte, dass die virtuelle Oase zwar scheinbar von „Dünen“ umgeben ist, aber die Spielfläche von den Prims der Surrounds verschont bleibt. Dort kann ich jetzt Terraforming vom Feinsten betreiben. (Am Anfang war da nur ein glattes virtuelles Viereck und sonst nichts.) Das sind nur 60 Prims mehr, ungefähr so viel wie ein großes virtuelles Gebäude. Jetzt ist es gleich 23 Uhr, und ich kann noch eine halbe Stunde fummeln…

secondlife

Von Ausbeutung ist die Rede (Weissagung der Crew)

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Wegschauen ist keine Lösung. (Weissagung der Crew), Symboldbild für alle Themen

– Wo soll ich anfangen? Am besten beim ersten Band des Marxschen „Das Kapital“, um die Qualitätsmedien zu lehren, dass Ausbeutung nicht ein Bug, sondern ein Featur des Systems ist. Und, Journalistende, es gibt dort nur Mitarbeiter, nicht „Mitarbeitende“. Übrigens: Wer hat den aktuellen „arbeitergeberfreundlichen“ Betriebsrat gewählt, über den ihr suggestiv klagt? Etwa das Proletariat? Sachen gibt’s.

Merke: Tesla ist das größte Unternehmen, das Arbeit von der Arbeiterklasse gern und viel annimmt. Es gibt leider immer noch Dödel, insbesondere Journalisten (weil opportunistische Mittelklasse), die uns das Nehmen als Geben unterjubeln wollen.

Was ich mit Musk gemeinsam habe: Ich irritiere gern mit „erratischen bis extremen politischen Äußerungen.“ Vermutlich weiß der Formulierende[sic] nicht, was erratisch bedeutet – auf jeden falls ist sein irrlichterndes (!) Gefasel Klassismus. So etwas darf ich schreiben, andere aber nicht.

– Die üblichen Verdächtigen schreiben (andere nicht – aus Gründen): Am Wochenende konnte der Remmo-Clan seinen bislang größten Erfolg über den Rechtsstaat feiern. Die arabischstämmige Großfamilie, zu der bis zu 1000 Mitglieder gezählt werden, die berufsmäßig Raub und Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Geldwäsche betreiben, ist mutmaßlich auch für den Diebstahl von Juwelen und Edelsteinen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden verantwortlich. Wobei man das „mutmaßlich“ nun streichen kann.

Verbrechen lohn sich, wenn man nur das Richtige klaut.

– Lest auf keinen Fall den Artikel bei Heise: „Welche Elektroarbeiten man am Haus selber übernehmen kann“, sondern die Kommentare dazu. Meine Antwort ist übrigens: Fast alle, dann wird es kein Pfusch.

– Einen habe ich noch. Das „Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz“ soll an dieser Stelle nur erwähnt werden. Es befindet sich noch in der Beratungsphase. Wie lange diese dauern kann, hängt auch davon ab, ob vorher ein „Gesetz zur Beschleunigung der Beschaffungsgesetzgebung“ auf die Tagesordnung kommt. (Henryk M. Broder)

Unter Doxingern

twitter

Ich musste gerade herzlichen lachen. Elon Musk tweetete: „Same doxxing [sic] rules apply to “journalists” as to everyone else“. Twitter hat die Konten mehrerer Journalisten gesperrt, unter anderem von der „New York Times“. der „Washington Post“ und von CNN. Er kann das, weil ihm der Laden gehört.

Jetzt hört man in der Journaille heulen und zähneklappern. Warum? Vorher war Zensur doch auch schon gang und gäbe. Diverse Medien schroben berichteten: Herrschte bei Twitter ein System der De-facto-Zensur? Interne Dokumente zeigen, dass konservative Positionen auf der Plattform systematisch unterdrückt wurden – darunter auch Kritiker der Corona-Politik. Abgestimmt wurden die Eingriffe mit den Sicherheitsbehörden. (…) Twitters – inzwischen zurückgetretener – Sicherheitschef Yoel Roth traf sich regelmäßig mit dem FBI, um sich über Löschpraktiken abzustimmen.

Das könnte natürlich hierzulande nie passieren.

Hat sich darüber in Deutschland jemals jemand beschwert oder hat das jemanden interessiert? Nein, alle schrieben sich die Finger wund, wie pöhse Trump sei und dass man unbedingt die Demokraten wählen müsse. Da nimmt man Zensur und den Kampf gegen „Hassreden“ gern in Kauf. Das kommt von das, möchte man jetzt jubeln.

„#Pressefreiheit darf nicht nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden.“ Und warum habt ihr das selbst vorher so gemacht? Journalist darf sich übrigens jeder Dödel nennen, auch Thomas Röper und Alina Lipp. Und wer zensiert russische Medien? Darf man die nach Belieben ein- ausausschalten?

„Unten stehende Journalisten können auch uns ab heute nicht mehr folgen, kommentieren und kritisieren. Damit haben wir ein Problem“. Ich nicht. Ich muss auch nicht weinen. Wen interessiert das überhaupt außer den Medienblaseninsass&%“_*Innen? Geht doch rüber, wenn es euch auf Twitter nicht gefällt…

Orkadisch

scapa whisky

Ich hatte neulich beim Drogendealer meines Vertrauens meinen ersten Whisky von den Orkney-Islands gekauft. Der Name Highland Park ist zwar langweilig und unoriginell, aber das Gesöff mundete auf’s Vortrefflichste.

Jetzt habe ich nachgelegt und Scapa – The Orcadian Skiren getestet. „Orcadian“ bedeutet schlicht „Bewohner der Orkney-Inseln“. Diese sprechen einen Dialekt des Gälischen oder Bungi (was es alles gibt! Schon mal etwas von den Metis gehört, die sich auf den Orkneys verständlich machen könnten?).

Scapa ist klar und Teil des hier geforderten Bildungskanons. Skiren – das wird jetzt geheimnisvoll. Die Ostgermanen waren sicher nicht in Schottland und planten vermutlich nicht, über die Ostsee dorthin zu segeln. Ein englisches Wort ist das nicht. Der Name bedeutet (im Gälischen) leuchtend heller Himmel. Gut zu wissen.

Ein Single Malt also mit einem Hauch Honig, Vanille und Eiche. (Wie schmeckt Eiche?) Man kann das auch schwurbeln: Die Nase zeigt zarte florale Noten mit Birnenspitzen, gefolgt von intensiven Zitrus- und Ananasnoten. Am Gaumen ist es weich und süß, mit reifen Noten von Honigmelonenscheiben, Birnen- und Zitronensorbet, die im Abgang angenehm erfrischend wirken. Bei den „Zutaten“ ist man sich aber offenbar nicht einig; vermutlich könnte ich behaupten, ich schmeckte auch Pontischen Beifuß – und niemand würde das bezweifeln.

Unter Tweetenden und Nichttweetenden

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Ü-20-Twitter-Nutzerin (Symbolbild)

Manchmal schaudert es einen, wenn man lesen muss, was die Kollegen von der publizierenden Branche sich für irreführenden Überschriften ausgedacht haben. „Account zu Privatflügen von Elon Musk gesperrt“, heißt es in der Welt. Stimmt das? Ja und nein. Wenn ich in meiner Firma einen Bot programmierte, der allen in Echtzeit mitteilte, wo meine Chefs gerade womit unterwegs sind, hätte ich auch ein Problem. Elon Musk hatte vorher gesagt, dass er gegen einen solchen Account prinzipiell nichts hätte. Aber in Echtzeit?

Das Thema dient der Journaille nur als Vorwand, auf Twitter einzudreschen und herumzuraunen. Merkwürdig, wie sich auch hier – aus Opportunismus unter unter einem nur gefühlten Gruppendruck – der gesamte Mainstream unisono auf eine Position festlegt. Spiegel online schreibt: Der Multimilliardär – derzeit der zweitreichste Mensch der Welt hinter dem französischen Luxusgütermogul Bernard Arnault – hat Twitter seit der Übernahme ins Chaos gestürzt. Er entließ das Spitzenmanagement und rund die Hälfte der Belegschaft. Auch schaltete er gesperrte Konten wie jenes des früheren US-Präsidenten Donald Trump wieder frei.

„Ins Chaos gestürzt“ wertet und suggeriert etwas, was man nicht unbedingt so sehen muss. Und was hat das damit zu tun, dass Trump wieder tweeten dürfte, wenn er wollte? Es gibt keinen Konsens darüber, dass Trumps Tweets böse sind oder „Hassrede“, nur unter deutschen Journalisten.

cat
U-20-Twitter-Nutzerin (Symbolbild)

Musk gibt sich als radikaler Verfechter des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Kritiker befürchten, dass unter seiner Führung auf Twitter Hassbotschaften und Falschinformationen rasant zunehmen könnten. Zuletzt löste Musk Medienberichten zufolge ein Beratergremium auf, das Twitter vor sechs Jahren im Kampf gegen Hassbotschaften, Kinderpornografie und Diskriminierung gegründet hatte. Zahlreiche große Werbekunden haben sich bereits von Twitter abgewendet.

„Gibt sich“ ist ebenfalls suggestiv – als wäre er in Wahrheit nicht für freie Meinungsäußerungen. Und wer sind, bitteschön“, die „Kritiker“? Verbergen die sich anonym, geben sie sich nur als „Kritiker“, und was machen die beruflich? Ich nenne das „mit Dreck werfen und hoffend, dass etwas hängen bleibt“. Warum sollte ein „Beratergremium“ wissen, wie man gegen das Böse im Internet vorgehen könnte? Wäre ich Musk, ich hätte die auch unverzüglich gefeuert. Man merkt, dass der Autor (kko/AFP) sich alles zusammensucht, was für ihn irgendwie negativ klingt, um irgendeine Nicht-Meldung zuungunsten Musks hinzukriegen. Maximal negativ sind „Hass“, Kinderpornografie“ – muss man unbedingt in einem Satz nennen. Das ist die Botschaft. Ich hätte statt des sperrigen „Diskriminierung“ Rassismus genommen, das klingt noch viel pöhser.

Witzig und schon cringe, dass die „Welt“ die Textbausteine der Agenturen einfach übernimmt und wortgleich publiziert: Der Multimilliardär – derzeit der zweitreichste Mensch der Welt hinter dem französischen Luxusgütermogul Bernard Arnault – hat den Internetdienst Twitter seit seiner Übernahme ins (geplante) Chaos gestürzt. Er entließ das Spitzenmanagement und rund die Hälfte der Belegschaft und schaltete gesperrte Konten wie jenes des früheren US-Präsidenten Donald Trump wieder frei. Warum sollte ich überhaupt eine Zeitung abonnieren, wenn in jeder der gleiche Quatsch steht?

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Ü-20-Twitter-Nutzerin (Symbolbild)

Wenn es darum geht, gemeinsam die Lichterkette hochzuhalten, ist der DJV nicht weit: Sollte sich Twitter, wie immer öfter befürchtet, zur Populistendreckschleuder verwandeln, hat der Dienst im Spektrum der sozialen Medien nichts mehr zu suchen“, wird der große Vorsitzende Überall [sic!] zitiert. Immer öfter – wie errechnet man das mathematisch genau? Oder ist das nur der immer öfter seit dem Neolithium geäußerte Kulturpessimismus? Ich habe nichts gegen Populisten, und mindestens ein Fünftel der Deutschen auch nicht.

Elon Musk benimmt sich weiter wie die Axt im Walde. Dabei stößt er immer mehr Leute vor den Kopf und sorgt dafür, dass europäische Behörden Twitter mit Argusaugen beobachten, schreibt Thomas Dillmann, der, was Mietmäuler angeht, nicht neutral sein kann, da er selbst zu dieser Gattung gehört. Ach? Das ist ja schlimm. Übrigens benehme ich mich auch gern wie die Axt oder – noch besser – wie eine Motorsäge im Walde und stoße möglichst viele Idioten – und natürlich immer mehr! – vor die vernagelten Köpfe, wenn es darum geht, anderen meine Meinung unterzujubeln. Was übrigens sind die „Argusaugen„, mit denen „europäische Behörden „beobachten?“ Kontrollieren die Chats und unverschlüsselte E-Mails oder gucken die Musk nur finster an?

Man merkt die klammheimliche Sympathie des Autors sowohl für Argos Panoptes in Behördenform als auch für Zensur und härter durchgreifen Gremien: Derweil wurde zudem bekannt, dass Twitter den Trust and Safety Council aufgelöst hat. Das Beratungsgremium beriet Twitter bisher zu sensiblen inhaltlichen Fragen wie etwa Hassrede und Suizid. Ach ja, Suizid hatte ich vergessen. Ist das nicht eher unsensibel? Fragen über Fragen…

Folge ihnen nicht

health

– Die Innenministerin will das Waffenrecht verschärfen? (Geht das eigentlich noch?) Hat der Verfassungsschutz schon mehr Befugnisse gefordert? Zufälle gibt’s.

– Aus dem schon erwähnten Gespräch unter alten Freunden habe ich eine weitere Information: Ich kenne mittlerweile schon zwei Personen persönlich, folgen eine älter als ich, die andere halb so alt wie ich, die nach einer Impfung gegen COVID-19 eine Art Schlaganfall bekamen, teilweise gelähmt waren, so stark, dass eine auf der Intensivstation landete, die andere wochenlang starke Schmerzmittel schlucken musste.

Das Schlimme in beiden Fällen (Berlin und Kleinstadt in Sachsen-Anhalt) war, dass die Ärzte nicht erkannten, um welche „Krankheit“ es sich handelte, sondern wochenlang herumexperimentierten. Beide genannten Personen würden sich übrigens wieder impfen lassen – darum geht es nicht, sondern um die „offene Kommunikation auch möglicher Risiken“.

Vae victis, revisited

Six-Day War
During the Six-Day War, the Israeli Army prepares for action on the outskirts of Rafah. (Israel Government Press Office)

Ich habe mir den Artikel Omri Boehms auf Zeit online noch einmal durchgelesen, dank er medienkompetenten Hinweise der Leserschaft, wo dieser trotz Paywall zu finden sei. Zusätzlich motiviert wurde die Lektüre durch eine gestrige Diskussion mit Freunden, die ich fast vier Jahrzehnte kenne und deren politische Meinung ich weitgehend teile. Ich dachte das, aber es stimmte nicht, denn ich musste beim Thema „Israel“ mich wieder mit den Textbausteinen „besetzte Gebiete“ und „illegale Siedlungen“ herumschlagen.

Die Sache ist natürlich nicht einfach, auch wenn man mit dem Holzhammer argumentiert wie ich.

Bezalel Smotrich, der Moderatere der beiden [Kandidaten für ein Ministeramt], wurde 2005 vom Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit 700 Litern Benzin festgenommen. Er wollte einen Brandanschlag verüben, um Ariel Scharons Abzug aus dem Gazastreifen zu hintertreiben. Smotrichs „Unterwerfungsplan“, der von seiner Partei ratifiziert wurde, fordert die Annexion des Westjordanlands und sieht für die Palästinenser genau drei Alternativen vor: „alle nationalen Bestrebungen aufgeben“, „auswandern“ oder „Widerstand leisten“ – „und dann wird die israelische Armee schon wissen, was zu tun ist“.

Erstens war es in Israel noch nie ein Hindernis, wenn sogar Ministerpräsidenten in ihrer Jugend Terroristen waren – wie etwa Menachim Begin. Zweitens war Smotrich schon einmal Minister. Drittens sind die Zwei-Staaten-Lösung und die Idee „Land für Frieden“ mausetot, weil die Araber, die sich „Palästinenser“ nennen, mit dem Terror nicht aufhörten, sondern ihn sogar noch steigerten.

Daher ist das, was Smotrich fordern, nur folgerichtig: Es wird keinen „Palästinenser“-Staat geben. Also kann man das auch laut sagen. Wem gehört dann das Westjordanland und der Gaza-Streifen? Drei Mal dürft ihr raten: Israel wird seine Grenzen wieder auf den Stand von 1967 ausdehnen, also nach den Eroberungen des Sechstagekrieges. Man muss zusätzlich anmerken, dass kein arabischer Staat Anspruch auf eines der damals besetzen Gebiete erhebt. Apropos: „Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es [das Westjordanland] von Jordanien besetzt und 1950 annektiert. Im Sechstagekrieg vom Juni 1967 wurde es von Israel erobert und steht seither unter israelischer Militärverwaltung. (…) Heute hat der arabische Staat Jordanien alle Ansprüche auf sein ehemaliges Besatzungsgebiet endgültig zurückgegeben.“

Ich klopfe mit dem Holzhammer auf vernagelte Bretter vor Köpfen und rufe laut: Es wird keine „Annexion“ sein, sondern eine „Wiedervereinigung“. Das hört sich doch viel besser an.

Smotrich meint, dass es kein „palästinensisches Volk“ gebe und daher kein Grund bestehe, einen palästinensischen Staat zu errichten.“. Das sehe ich ganz genau so. Die Schlesier und Sudetendeutschen, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten vertrieben wurden – ein Resultat des von ihnen selbst begonnenen Krieges – wären auch nicht auf die Idee gekommen, plötzlich ein „Volk“ zu sei, das eines eigenen Staates bedürfe. Nein, sie waren Deutsche wie die „Palästinenser“ Araber sind oder Staatsangehörige eines arabischen Staates oder staatenlos. Wer wie Boehm in der „Zeit“ von „ethnischer Gewalt“ redet, die bevorstehe, argumentiert daher völkisch. Das ist „rechts“, nicht das, was die „rechte“ Smotrich sagt.

Boehm: Ein Staat kann nicht 50 Prozent seiner Bevölkerung nahezu oder komplett rechtlos halten; das „Drei Klassen“-Programm war in Wirklichkeit die Programmlosigkeit früherer Regierungen, die es nicht eilig hatten, die hinfällige Zweistaatenlösung durch etwas Neues zu ersetzen.

„Etwar Neues“ heißt: Wenn es keine zwei Staaten gibt, dann haben sich die Araber an die Regeln des Staates zu halten, in dem sie leben – und das ist Israel. Was soll eigentlich daran so schwer sein? Warum sollte Israel Terrorismus einfach so hinnehmen? Die „Rechte“ in Israel scheint realistisch zu denken – und was wäre die Alternative?

…besteht die Chance, dass sich Israels kleine, aber immer noch einflussreiche liberale Kohorten endlich zu einer echten jüdisch-palästinensischen Zusammenarbeit verpflichten, die auf völliger staatsbürgerlicher Gleichheit zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer beruhen würde.

Träum weiter. Oder: Das will mir der Künstler mit diesem Artikel sagen?

Six-Day War
Israeli armoured troop unit entering Gaza during the Six-Day War, June 6, 1967.

Vae Victis oder: Sechs Tage, die die Welt veränderten

narkiss, dayan, rabin
From left, General Uzi Narkiss, Verteidigungsminister Moshe Dayan und Generalstabschef Yitzhak Rabin in Alt-Jerusalem nach der Eroberung durch israelische Truppen

Fefe wies auf einen Artikel Omri Boehms auf Zeit online hin – der erkläre etwas. (Leider ist er jetzt Paywall, heute morgen noch nicht.) Ich sehe das nicht so, sondern musste mich wieder ärgern. Schon der Teaser sagt genug: „Israel erlebt seinen Weimar-Moment. Die neue Regierung ist nicht bloß eine Variante des Rechtspopulismus. Sie ist eine existenzielle Bedrohung für den jüdischen Rechtsstaat“.

Ach? Erstens: Wer davon faselt, Israel habe etwas besetzt, der muss bei mir in Geschichte und Machiavellismus nachsitzen. Man muss den deutschen Medien, die sich natürlich beim Thema Israel ihre Pappenheimer aussuchen, von den man schon vorher weiß, was sie sagen, ohne die Gegenseite angemessen zu Wort kommen zu lassen, erst einmal um die Ohren hauen, dass die Zwei-Staaten-Lösung tot, aus und vorbei ist, auch wenn die pseudolinken deutschen Partei-Stiftungen das unisono und allesamt anders sehen. Immerhin akzeptiert das Boehm. In einer Rezension seines aktuellen Buches heißt es: Erst Trumps „Deal des Jahrhunderts“ habe dazu beigetragen, „dieser Heuchelei“, also der Aufrechterhaltung der Zwei-Staaten-Lösung, „ein Ende zu setzen“.

Eine realistische Alternative angesichts des Terrors der Hamas und verwandter Gruppen kann Boehm auch nicht anbieten, außer Träumereien, das sich alle Beteiligten vertragen mögen und gemeinsam Shakshuka essen und dabei „Yalla“ rufen (das Wort gibt es im Arabischen und auch im Hebräischen).

Man darf auch nicht vergessen, dass die herrschenden Klassen aller arabischen Länder mit den so genannten „Palästinensern“, also den Nachfahren (!) der arabischen Flüchtlinge aus dem Sechstagekrieg (1967), nichts zu tun haben wollen und außerdem den Hass auf die Juden aus innenpolitischen Gründen dringend brauchen, um von ihren eigenen Desaster ihrer failed states abzulenken.


Paratroopers at the Western Wall
Israelische Fallschirmjäger an der Klagemauer in Jerusalem (David Rubinger) – das vermutlich berühmteste Foto vom Sechstagekrieg

Ich gehe jede Wette ein, dass von dem deutschen und auch lateinamerikanischen Antisemitenpack, dass sich in der BDS-Bewegung tummelt, kein einziger die historischen Tatsachen und die basics kennt, ohne die eine rationale Diskussion unmöglich ist. (Man kann auch ein vierminütiges Video ansehen.)

Israel hat den Krieg gegen Ägypten, Syrien und Jordanien damals gewonnen und u.a. die Golan-Höhen und das so genannte Westjordanland erobert. Warum sollten sie es zurückgeben? Warum sollte Israel überhaupt darüber nachdenken, an dem Ergebnis des Krieges etwas zu ändern? Das Ziel der Araber war seit 1948, Israel von der Landkarte zu tilgen. Daran hat sich nicht viel geändert, nur dass sich der Iran, der kein arabisches Land ist, zu den Feinden Israels gesellt hat.

Unmittelbare Auslöser des Krieges waren die ägyptische Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt am 22. Mai, der vom ägyptischen Präsidenten Nasser erzwungene Abzug der UNEF-Truppen vom Sinai und ein ägyptischer Aufmarsch von 1.000 Panzern und fast 100.000 Soldaten an den Grenzen Israels.

Dumm gelaufen, Nasser. Israel hat damals das einzig Richtige getan: Präventiv das gegnerische Kriegsmaterial weggebombt. (Trifft auf mich jetzt StGB Paragraf 130 Absatz 5 zu?) Aus diesem Krieg stammen die Flüchtlinge und deren Nachfahren, deren Status sich merkwürdigerweise vererbt wie bei den deutschen Vertriebenen.

Natürlich gibt es auch in Israel Rassisten oder politische Gruppen, die sogar israelische Araber am liebsten vertreiben würden, und die so genannten „Palästinenser“ ohnehin. Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen. Das kommt von das, sagte schon Wilhelm Busch. Verhaltet euch schön friedlich. Akzeptiert den Staat Israel als Heimstatt der Juden. Treibt die Terroristen der Hamas ins Mittelmeer. Setzt eure arabischen Könige und Warlords ab. Vorher würde ich als Israeli nicht ein Wort an das Thema verschwenden.

westjordanland

Unter Ehrenfrauen im Krieg

CEhrenfrau
Ehrenfrau (Symbolbild)

Wir müssen noch einige Ereignisse aufarbeiten dergestalt, dass wir sie unzusammenhängend aneinanderreihen.

– Newsweek hat ein Interview mit „retired U.S. Marine Corps Colonel Andrew Milburn“, dem Anführer der Mozart Gruppe („which is helping train Ukrainian troops and evacuating civilians from the front lines, including around Bakhmut“). Der äußert sich recht pessimistisch über die Frontlage aus der Sicht der Ukraine:
„They’ve been taking extraordinarily high casualties,“ Milburn said of the units training with Mozart. „The numbers you are reading in the media about 70 percent and above casualties being routine are not exaggerated.“

– Dann haben wir noch eine Ehrenfrau, eine Neuköllner Stadträtin, mit einer Ausbildung, die sich für grüne Politiker*&%_Innen geziemt (Kunstmalerin „Promotionsstudium am Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt am Main (ohne Abschluss)“), die Wählerstimmen im kriminellen arabischen Milieu sammelt. Dort lobt man sie (und lacht sich vermutlich kaputt).

– Interessant auch, was eine Ehrenfrau Politikerin der „Linken“ dem Sender N-TV verrät, bezüglich der Aktion gegen die Reichsbürger: „Ich selbst wusste seit Mitte letzter Woche bereits davon und weiß außerdem von mehreren Medien, die schon seit zwei Wochen Kenntnis hatten. Es waren die Namen der Beschuldigten bekannt, ihre Adresse und der geplante Zeitpunkt des Zugriffs. Ja. Dabei waren die Pläne für die Razzia vom Generalbundesanwalt als geheim eingestuft worden. Es sollten also keine unbefugten Dritten davon erfahren, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Geheimhaltung ist aber schwierig, wenn man vorher Zielpersonen und Uhrzeiten durchgibt.“

Da fällt mir nichts mehr zu ein.

Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì, revisited

Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì

Das verspricht eine interessante Lektüre zu werden. Trotz des Herausgebers ist das Buch, soweit ich das bis jetzt erkennen kann, gendersprachenfrei (außer dem Umschlag), also lesbar.

Gboard

gboard

Ich empfehle selten Apps (für Android). Ich halte die, bis auf wenige Ausnahmen, für Teufelswerk dergestalt, dass ich nie genau erfahre, was die so tun, ohne mir Bericht zu erstatten. Ich habe zwar eine App (seufz), die mir die Rechte der anderen Apps anzeigt, aber ein Smartphone ist eh kein Gerät, dem ein Laie irgendetwas Schützenswertes anvertrauen sollte.

Für Nerds: Ich habe EDS gekauft, nutze es aber so gut wie nie, weil ich nicht wüsste, was meine sensiblen Daten auf meinem Handy zu suchen hätten. (Mit einer Ausnahme, aber diese Daten kann man nicht zuordnen.)

Jetzt empfehle ich schweren Herzens, weil von Google, Gboard – die Google-Tastatur. Die App gibt es seit 2016. Sie macht es möglich, zwischen verschiedenen Sprachen hin- und herzuswitchenspringen (auf die Weltkugel klicken).

gboard

Mein Problem war, dass die hier schon erwähnte App Duolingo (die ich jetzt auch gekauft/für ein Jahr abonniert habe) nach ein paar Lektionen auffordert, etwas in Ivrit einzutippen. Das kann ich zwar per copy & paste auf meinen Rechnern, aber auf dem Smartphone wäre das sehr umständlich.

Bei Gboard schaltet man per Einmalklick (auf die Weltkugel) zwischen allen Sprachen um, die man installiert hat. Viele Rezeptionen mäkeln herum, aber wenn man genauer hinschaut, dann merkt man, dass die Mäkler sich auf die „Vorschläge“ oder die Autokorrektur der App verlassen haben, also Paternalismus durch Algorithmen begünstigen. Ich hasse so etwas und habe das in den Einstellungen (die man detailliert Punkt für Punkt durchgehen sollte) ohnehin verboten. Diese Ärgernisse tauchen bei mit nicht auf. Alternativen, die ähnlich nutzerfreundlich sind wie Gboard, habe ich nicht gefunden.

Postscriptum: Duolingo bietet nicht das Lernen der hebräischen Sprache für Deutsche an (har har), man muss die Sache in Englisch angehen.

gboard

Unter Ameisenhäuflern

anthill

Wenn ich mich in die Twitter-Hölle begebe, wenn auch nur kurz, komme ich mir vor, als sähe ich von oben auf einen Haufen emsig agierender Wesen, deren Tun und Lassen aber nur für sie wichtig ist, aber für sonst niemanden. Man möchte laut rufen, was John F. Kennedy Gary Larson zum Thema sagte.

Ich „folge“ dort komischen Leuten, die wiederum ein sechsstelliges Publikum haben (- also mehr als deutsche Tageszeitungen -), denen ich oft zustimme, deren politische Meinung aber so weit weg von mir ist, dass die Erdkrümmung sie verbirgt. Apropos: Was jemand politisch denkt, ist mir schnurzegal – wenn die Person etwas Richtiges sagt, stimme ich zu.

Richard Meuser, wer auch immer das ist, tweetete: „Daß auch Stunden nach der Festnahme des mutmaßlichen Messermörders von #Illerkirchberg nichts zu seiner Identität gesagt wird, sagt leider mehr als genug über seine Identität aus.“ Ja, Recht hat er. Der Täter stammt übrigens aus Eritra und ist natürlich psychisch gestört.

(Seinen Youtube-Kanal kann ich nicht länger als 30 Sekunden aushalten. Ich glaube nicht, dass dieses Kerlchen eine Weltanschauung hat, aber vermutlich wäre eine Diskussion interessanter als mit den woken Pappnasen oder „diversen“ queerdenkenden Linken.)

Sagt eigentlich die „Linke“ irgendetwas? Auch das wissen vor schon vorher: „Erleichterte Einbürgerung schnell und konsequent umsetzen“.

Das Glottisschlag-Milieu (Gendersternchen löscht schon mein Browser, ich vermute aber, dass die so etwas benutzen) reagiert wie der Pawlowsche Hund – man weiß auch schon vorher, was sie sagen – nur klingt das recht hilflos: Rechts – „Wir zeigen, wer ihnen beim Aufstieg half.“ Klar, die wissen, wie die Welt funktioniert und geruhen, das uns mitzuteilen.

Oder Aya Velázquez: (folge ich wegen des Namens, wegen des Aussehens und weil sie verständlich schreiben kann): „Bedeutungslose Landesregierung verbreitet auf Twitter Fake News („Geimpft ist sicher!) und verabschiedet sich dann von Twitter wegen Fake News. Kannste dir nicht ausdenken.“

Oder Hasso Mansfeld, in meine Timeline gespült: „Ich bin in einer deutschen Großstadt aufgewachsen und war zwischen 15 und 25 fast jede Nacht unterwegs. Ende 70er und Anfang 80er Jahre ist in meinem Umfeld kein Mensch mit einem Messer rum gelaufen. Nicht ein einziger ist damals mit irgendwelchen Waffen in der Gegend rumgerannt.“ Ja, isso.

Oder der Grantler, den der Twitter-Mob anschwärzt, weil er „Kevin KühnBart“ sagte. Zum Glück ist Musk jetzt Eigentümer, und die Denunzianten sollten weitgehend ins Leere laufen (was die Deutschen nicht verstehen können.)

Nein, dann doch lieber Katzen und spärlich bekleidete Damen auf Instagram.

twitter

господин Snowden

Edward Snowden took the oath and got a Russian passport.
On Friday, his lawyer, Anatoly Kucherena, said Snowden had received his passport. “He took the oath,” he said. He of course is happy and thankful to the Russian Federation for his citizenship – he’s now a fully fledged citizen of Russia,” Kucherena said. “And most importantly, under the Russian constitution, he cannot be given up to a foreign state.”

2022 schlug Präsident Putin erweiterte Tatbestände für einen Entzug der Staatsbürgerschaft vor gemäß den Artikeln des Strafgesetzbuches:
– bei angeblicher Tätigkeit als Unerwünschte ausländische Organisationen in Russland Art 284.1
– bei „Diskreditierung der Armee“ Art 280.3
– bei „Verbreitung von „Fälschungen“ über die Streitkräfte der Russischen Föderation“ Art 207.3
– bei öffentlichem Aufruf zur Verletzung der „territorialen Integrität der Russischen Föderation“ Art 280.1..

Weißt du Bescheid, господин Snowden!

Ausgeschiedenes

von der leyen
Die Realität könnte die Bevölkerung verunsichern, daher wurde das Video mit der Rede von den üblichen Verdächtigen wieder gelöscht.

Aber das Wichtigste gestern war das Ausscheiden Deutschlands.

z
Für alle Freunde der deutschen Sprache….

Die meinen: Was ist Klassenbewusstsein, und wer hat es und warum wer nicht? Oder sie möchten die vereinnahmen, die man Arbeiter der Stirn kennt, die aber weit von sich weisen würden, dass sie Arbeiter sind, die nichts an die Arbeitnehmer [sic] zu verkaufen haben als ihre Arbeitskraft.

Apropos kaufen:

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Klassenkampf, im katarischen Bademantel beobachtet

war propaganda

Die Zeitläufte erinnerten mich daran, dass ich auch einen katarischen Bademantel besitze.

Es verwundert nicht, dass uns aus sämtlichen Qualitätsmedien nur noch kaum verhüllte Propaganda für das Gute, Wahre und Schöne, das die jeweilige Regierung definiert, entgegenquillt. Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, woher das kommt, da ich an keinen Priesterbetrugs-Masterplan glaube: Der Gruppendruck? Opportunismus? Oder dumm auf die Welt gekommen und so geblieben? Bei bestimmten Personen trifft das Lafontainesche Verdikt auf jeden Fall zu: „Die ist vermutlich wirklich so einfältig.“

Sogar wenn ausnahmsweise jemand zu Wort kommt, der sich beim Thema auskennt wie der österreichische Oberst Markus Reisner, werden dessen Thesen umrahmt von suggestiven Statements des „Interviewenden“.

war propaganda

Die Russen haben von der NATO gelernt. Darf das jemand sagen und dabei die Qualitätsmedien zitieren? Im übrigen halte ich alle Vergleiche Putins mit Hitler für absolut daneben. Wer das macht, relativiert die Shoa. Aber vielleicht ist das die Absicht. Der Deutsche an sich ist glücklich, dass er jetzt den schwarzen Peter los wird. (Darf das Kartenspiel noch verkauft werden oder steht es schon auf der schwarzen Liste?)

war propaganda
Ypern 1916 versus Artyemovsk 2022

– Ich muss Lafontaine widersprechen. „Ohne das Wissen und die Zustimmung Washingtons wäre die Zerstörung der Pipelines, die einen Angriff auf unser Land darstellen, unsere Wirtschaft ins Mark treffen und unseren geostrategischen Interessen zuwiderlaufen, nicht möglich gewesen. Es war ein feindseliger Akt gegen die Bundesrepublik.“ (Längere Zitate natürlich auf RT.de)

Das ist alles wahr. Ich weigere mich aber, hier Possessivpronomen zu verwenden. Ich habe keine „geostrategischen Interessen“, die mit denen der herrschenden Klasse übereinstimmten. Und solange die Wirtschaft nicht vergesellschaftet worden ist, ist es auch nicht „meine“ Wirtschaft. Das Herumvölkischen mag aus Gründen der Propaganda erlaubt sein, um das weltanschaulich wankende Kleinbürgertum der neuen und alten Art zu agitieren, es muss aber klar sein, dass man das als Linker nicht wirklich so meint. Bei Lafontaine bin ich mir da nicht sicher.

– „Im Innenausschuss hat Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag angekündigt, noch vor Weihnachten 600 Geflüchtete in die Republik Moldau abschieben zu wollen. So sollten Unterkunftsplätze für Flüchtende aus der Ukraine frei werden.“ Aha. Nach der Opferolympiade , die täglich in Wokistan stattfindet, kommt jetzt die Flüchtlingsolympiade. Aber nach welchen Kriterien? Wird gewürfelt? Oder geht es nach dem Robbenbaby-Effekt? Vielleicht sollt man nur Frauen behalten und alle Männer wegschicken? Weiter „abwärts“: Werden Marokkaner abgeschoben, wenn Moldawier Platz brauchen?

war propaganda

– Bei den Bilder, die zeigen, wie Flüchtlinge Einwanderer aus Nordafrika Brüssel zerlegen, weil sie „feiern“, heulen natürlich unsere braun gebrannten Kameraden, Salonfaschisten, Krawallnudeln und verwandte Seelen auf. „Was könnte aussagekräftiger sein als ein brennender Haufen „grüner“ E-Scooter neben wedelnden Marokko-Fahnen, um den erreichten Ist-Zustand des Abendlandes zu verdeutlichen?“

Schön formuliert, Marco Gallina auf Ijon Tichys „Einblick“, aber das Thema verfehlt. Ich danke für den Tipp, der uns den Unterschied zwischen „links“ und „rechts“ verdeutlicht. Die so genannten „Linken“ hierzulande sind natürlich genau so schlimm, weil sie gar nichts sagen oder „diverse“ Krawalle tolerieren möchten, weil sie es sich leisten können, dort zu wohnen, wo es noch sicher auf den Straßen ist.

Unverblümt gesprochen: Der gesellschaftliche Schaden, den das Kapital anrichtet, dessen Charaktermasken nicht nach Vernunft, sondern nach Profit entscheiden, ist um viele Potenzen größer als der, den der muslimische Mob der so genannten „Flüchtlinge“ und anderer Glücksritter veursachen. Nur sehen die Schadenanrichtenden Schädlinge „normal“ aus, stiften für die Armen und sorgen sich ums Klima. Was ist also ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

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Militärfahrzeuge rollen durch Xuzhou, Volksrepublik China

– Apropos Klassenkampf: Der tobt in Pakistan, in Kasachstan, im Iran sowieso und in Österreich.

Ach ja, und in China. Das ist natürlich spannend. Quizfrage: Gibt es Klassenkampf im Sozialismus? Ja, aber dann müsste es auch eine herrschende Klasse geben, deren Interesse nicht identisch ist mit denen der anderen Klassen. Darüber wird man in China nicht öffentlich diskutieren wollen und dürfen. Das letzte Mal, als das geschah, fand dann die Kulturrevolution statt.

Das Problem ist meines Erachtens nicht die strikte Politik gegen Corona, sondern sind die Impfstoffe, die nicht tun, was sie sollen oder weniger als hier. Es wäre bei der Fähigkeit der Chinesen, etwas massenhaft zu organisieren, ein Leichtes gewesen, die gesamte Bevölkerung temporär zu immunisieren. Das hat offenbar nicht stattgefunden. Jetzt machen sie sich selbst kaputt. Die Aussichten sind gruselig.

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