Klein Gaza
Martin Glasenapp auf X: Das IDF-Armeeradio meldete es schon am 30.11., heute bestätigte es Generalstabschef Zamir beim Truppenbesuch: Die „gelbe Linie“ ist keine temporäre IDF-Rückzugslinie, sondern die neue Grenze Israels. Betroffen wären 58 % von Gaza, inkl. Rafah und den wichtigsten Agrarflächen.“
Das ist eine sehr elegante Lösung. Es werden die zufrieden sein, die „make Gaza jewish again“ fordern und die, die das nicht wollen, auch.
Blick auf Gaza-Stadt, aufgenommen hier in Sderot [150m über dem Meeresspiegel, 26.10.2025, 10:23 Uhr].
Unter die Aufsicht Sabotierenden
Die New York Times (Paywall): „Zelensky’s government sabotages oversight, allowing curruption to fenster“ („Die Regierung sabotiert die Aufsicht und lässt Korruption ungehindert geschehen.“)
Die hiesige bürgerliche Presse: „Brisante New-York-Times-Recherche: Selenskyjs Regierung soll Korruptionsbekämpfung „systematisch sabotiert“ haben. Noch immer ist das gesamte Ausmaß des ukrainischen Korruptionsskandals nicht bekannt. Einer Medienrecherche nach soll die Regierung Bestechungen aber durch mangelnde Kontrolle ermöglicht haben.“
Uh?! Oh?! Korruption der Ukraine? Hätte uns nur jemand gewarnt!
Unter Bademantelbesitzern
„Der starke Mann der Berliner SPD heißt inzwischen Raed Saleh und will den Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“ zum Verfassungsziel erklären lassen. Dann könnte endlich auch bei Islamkritikern um sechs Uhr morgens jemand klingeln, der kein Milchmann ist. Eine der Zielgruppen der neuen SPD sind die muslimischen Milieus, deren Bevölkerungsanteil durch Einbürgerungen in raschem Tempo wächst.“ (Harald Martenstein hinter der Bezahlschranke der bürgerlichen Presse)
Fefe, revisited [Update]
Fefe scheint es ja ganz schön heftig erwischt zu haben. Bis jetzt sah man immer nur, dass das Zertifikat abgelaufen sei. Heute war die Website, auf der seit dem 15.05. nichts mehr passierte, angeblich gar nicht mehr erreichbar.
Sonderbarerweise hat archive.org einen Eintrag vom 06.12.2025. Mit manchen Browsern sieht man das auch, aber nicht mit allen, trotz leerer Caches.
Ssllabs.com zeigt an:“Unable to connect to the server“.
Ich habe die KI auf das Thema angesetzt und bekam eine ellenlange Liste mit Gründen, was alles die Ursache für die verschiedenen Anzeigen sein könnte:
Dein Problem ist sehr gut vereinbar mit dem aktuellen Zustand von blog.fefe.de (abgelaufenes Zertifikat + eher “unorthodox” betriebene Software). Unterschiedliche Browser/OS reagieren auf diesen kaputten TLS-Zustand und auf Netz-/Security-Setup unterschiedlich – deshalb funktioniert es bei manchen Kombinationen und bei anderen endet es scheinbar einfach mit “Verbindung wurde zurückgesetzt”. Gerade bei einem abgelaufenen Let’s-Encrypt-Zertifikat ist es normal, dass die Fehlermeldungen zwischen Browsern deutlich variieren.
Update auf Hinweis des Publikums: „Neuigkeiten von Fefe: Er wird von den Pflegekräften zärtlich „el comandante“ genannt und hat sich auf der Reha-Kirmes eine Freifahrt im Rollstuhl geschossen. Soll ich euch mitteilen. Update: ich vergaß zu erwähnen, dass er im Flur dann laut „Freiheit!!“ gerufen hat und immer noch auf die Revolution wartet.“
Supergroße Koalition
Die Bürgerliche Presse rechnet vor: „Da rund 13 Prozent der Stimmen auf Parteien entfallen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, könnten parlamentarische Mehrheiten schon bei 44 Prozent beginnen. Schwarz-Rot (CDU/CSU und SPD) käme zusammen nur auf 40 Prozent, Rot-Rot-Grün auf 36 Prozent. Ein rechnerisches Bündnis von Union und AfD (51 Prozent) gilt als politisch ausgeschlossen. Realistisch bleibt nur ein Viererbündnis aus CDU, CSU, SPD und Grünen.“
Endemisch korrupt
Mensch, Sonneborn, warum klaust du erst erst jetzt meine Idee? Ich beantrage das schon seit Jahren!
Martin Sonneborn auf X: „Auszug aus einem längeren Interview mit der Berliner Zeitung nach der Verhaftung meiner (erstaunlicherweise offenbar: korrupten) Ex-Kollegin Mogherini…
Handelt es sich um einen bedauerliche Einzelfall?
Kaum. In einigen Etagen der Brüsseler Institutionen, v.a. in den höheren, kann man inzwischen von der Existenz nahezu burschenschaftlicher Netzwerke ausgehen, die um politische oder nationale Familien herum entstanden sind. Und da gilt – allen akribisch als „Verhaltensregeln für EU-Beamte“ kodifizierten Regularien zum Trotz – am Ende eben doch: eine Hand wäscht die andere. Freunde werden auf gut dotierte Versorgungsposten geschoben, die auf Steuerzahlerkosten notfalls auch neu geschaffen werden: So etwa der für den in Katargate involvierten griechischen Exkommissar Avramopoulos (EVP) geschaffene (überflüssige) Posten eines „Sonderbeauftragten für die Golfregion“, der nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals an Ex-MEP Di Maio ging. Oder der (überflüssige) Posten eines „Direktors für Wissenschaft, Forschung und Voraussicht“, auf den EVP-Chef Manfred Weber seinen Freund, strategischen Einflüsterer und Ex-Sprecher Udo Zolleis zu setzen gedenkt (Monatsgehalt: mind. 18.000 €). Geschaffen wurde der Posten für Webers Freund übrigens von EP-Generalsekretär Allessandro Chiocchetti, dessen Ernennung selbst mit der Schaffung von Posten verbunden war: Parlamentspräsidentin Roberta Metsola schuf zwei hohe Parlamentsstellen (für Linke & Liberale), um deren Stimmen für die „Wahl“ ihres Kabinettschefs & Wunschkandidaten Chiocchetti sicherzustellen. Oder schließlich Frau VdLeyen selbst, die für ihren langjährigen PR-Berater Jens Flosdorff, den sie auf regulärem Weg nicht einstellen konnte, da er die für EU-Beamte vorgeschriebenen Qualifikationen nicht besaß, kurzerhand eine eigene Stelle schuf – mit höchstmöglichem Dienst- und Entlohungsgrad, versteht sich.
Mogherini selbst hat ihren Rektorinnenposten in Brügge auf keine andere Art bekommen: weder erfüllte sie das offizielle Qualifikationsprofil noch hatte sie sich an geltende Vorschriften gehalten: Ihre „Bewerbung“, obwohl diese schriftlich verlangt wird, hatte sie durch Zuruf eingereicht – und zwar Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist. Dass sie die Stelle dennoch mühelos erhalten hat, geht letztlich auf die Fürsprache & Unterstützung vonderLeyens und das Einverständnis von Herman Van Rompuy zurück, der Präsident des Verwaltungsrats des Kollegs ist.
Wenn bei einer öffentlichen Ausschreibung des Europäischen Auswärtigen Dienstes der dortige Entscheidungsträger (und Italiener) Sannino einer Italienerin, die auch noch an der Spitze einer aus Sicht der EU-Institutionen (politisch) erwünschten Drittinstitution (College of Europe) sitzt, wie durch Zauberhand den Zuschlag für EU-Gelder erhält, kann mich das wirklich nicht mehr überraschen.
Wie soll die EU der Ukraine Werte vermitteln, wenn es ums eigene Haus schon nicht gut bestellt ist?
Eine gute Frage, die sich die EU selbst natürlich niemals stellen würde. Bei einem gründlichen Blick auf die EU fragt man sich allmählich, ob die für die Verwendung des Begriffs der „endemischen Korruption“ vorgegebene Taktzahl an Unregelmäßigkeiten, Machtmissbrauch & Korruptionsvorfällen nicht schon erreicht und überschritten ist.
Von Emmanuel Todd stammt eine in diesem Zusammenhang bedenkenswerte Beobachtung. Dem in Brüssel vertretenen Theorie- und Selbstverständnis liegt die Annahme zugrunde, dass mit jeder EU-Expansion die eigenen Standards auf die Beitrittskandidaten übertragen würden – durch jahrelanges „Monitoring“ & Prüfverfahren der Kommission sowie durch bloße (ideologische) Berührung. Osmose aber ist keine Einbahnstraße. Denn in Wirklichkeit, sagt Todd, hat sich mit jeder ihrer Erweiterungsrunden v.a. die EU selbst verändert. Im Zuge ihrer Ausdehnung hat die EU eben nicht nur ihre eigenen Standards exportiert, sondern auch die historischen Prägungen und politischen Kulturen der beigetretenen Staaten nach Brüssel importiert. Mit Blick auf den Beitrittsprozess der Ukraine könnte man zynisch formulieren: Eigentlich war vorgesehen, dass die Ukraine sich den in der EU geltenden Standards nähert. Unter vonderLeyen ist leider versehentlich das Gegenteil passiert: nicht die Ukraine hat sich der EU, sondern die EU der Ukraine angeglichen.“
Epilog: Was sollte das?
Ich muss mich vermutlich bei den bibelunkundigen Leserinnen und den der Theologie abholden Lesern entschuldigend erklären. Was sollten also die drei Postings über die Apiru, Elohim und sonstigen weithin völlig unbekannten Gestalten, Begriffe, die fast vier Jahrtausende alt sind?
Und dann noch ein Mao-Zitat dazu? Das erklärt doch schon etwas. Ein Bibel- bzw. Tora-Wissenschaftler, der zustimmend Mao über die Revolution erwähnt? Da konnte ich nicht widerstehen…
Ich muss das Publikum, um es mental einzustimmen, in einer fremde Welt entführen, die ihre eigenen Regeln und Gesetze hat, aber manchmal gleich um die Ecke ist. Nur merkt es keiner. Wie bei den Absonderlichkeiten in Jerusalem braucht man einen „ortskundigen“ Führer. Ich biete mich gern an.
Wer sich durch die drei Texte gequält hat (die das erste Kapitel von Robert Wolfes: „From Habiru to Hebrews and Other Essays“ sind), wird eines sofort feststellen: Obwohl Fantastilliarden von Theologen und sonstigen Heilige-Schriften-Kundigen seit 200 Jahren herumforschen, gibt es keine eindeutigen, wissenschaftlich validen Ergebnisse. Mit demselben Material, in letzter Zeit flankiert von handfester Archäologie, kann man ganz unterschiedliche Schlüsse ziehen.
Und: Es kommt auf den politischen Hintergrund des jeweiligen Wissenschaftlers an.
Man nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass Wolfe Marxist ist – eine aussterbende Gattung – und die legendäre Gestalt des jüdischen Königs David zu einem Sozialrevolutionär machen will. Das wirkte bis in die Gegenwart, weil, wie er kühn behauptet, deswegen die Juden fortschrittlicher seien als die Araber. Das ist sicher so, aber wohl kaum aus dem Grund.
Finkelstein hingegen, den Wolfe natürlich kennt, zitiert gibt sich als Zyniker und – wie ihn die ebenfalls alte Steine ausbuddelnden Kollegen nennen – als „Minimalist“, das heißt: Er glaubt nichts, was sich nicht eindeutig beweisen lässt. Alles sei Fake News, ist seine Standard-Antwort auf Heilige Bücher. Für ihn war David ein Räuberhauptmann, der mitnichten ein großes „Reich“ gegründet habe.
Beide Standpunkte haben starke Argumente. Aber man braucht nicht darauf zu hoffen, dass die Archäologen etwas finden, das alle Fragen beantwortet.
Was beide für mich interessant macht: Sowohl Wolfe als auch Finkelstein – beide sind Juden – legen sich vehement mit allen Verehrern höherer Wesen der christlichen und jüdischen Art an. Und das sind eine ganze Menge.
So etwas wäre unter Muslimen undenkbar: Es gibt bei denen weder eine Tradition der Aufklärung noch eine kritische Theologie. Für die reitet Mohammed noch immer auf irgendwelchen Fabeltieren in den Himmel, und wer das nicht glaubt, wird mit dem Tod bedroht.
Ach so, die Bilder bzw, die Videos dahinter der „fremden Welt“ Es wandelt eine heil’ge Schar. Hausaufgabe: Was sind die Unterschiede und was ist allen gemeinsam, außer dass bei orthodoxen Juden keine Frauen zu sehen sind?
Und man möge sich schaudernd vorstellen, dass das dritte Foto bzw. Video auch mich zufällig hätte zeigen können, wenn es ein vor einem halben Jahrhundert aufgenommen worden wäre… (Bist du vom Lebenskampf Bei den Titeln der NAK-Liedern gruselt es mich heute noch.)
Das deutsche Zensurnetzwerk

Quelle: liber-net.org
Aya Velasquez (mit der man aber nicht über Israel reden sollte): „Ein internationales Rechercheteam namens “liber net” hat in monatelanger Arbeit die bislang größte und umfangreichste Zusammenstellung des deutschen Zensursystems – bestehend aus Regierungsbehörden, Stiftungen, NGOs und akademischen Einrichtungen – zusammengestellt. Der Umfang, den sie vorfanden, übertraf ihre eigenen Erwartungen bei Weitem: Über 330 staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen sind demnach in Deutschland aktiv daran beteiligt, Inhalte im Netz zu kontrollieren.“
Wenn man so etwas zusammenstellt, merkt man irgendwann, dass alles mit allem und jeder mit jedem zusammenhängt. Ich halte da nicht viel von, obwohl es nett aussieht.
Unstrittig ist, dass NGOs und staatliche Stellen Hand in Hand arbeiten, um die Meinung der herrschenden Klassen in Deutschland durchzusetzen und abweichende Meinungen zu unterdrücken, teils mit Einschüchterung, teils mit staatlicher Repression, teils mit freiwilliger Selbstkontrolle aka Opportunismus – nach dem altbekannten Motto: Deutsch bleibt Deutsch, da helfen keine Pillen. Melden! Durchführen! Verbieten!
Solange ich das aber noch posten kann, geht die Welt nicht unter. Bei den sozialen Medien kann man sich aber nicht mehr sicher sein…
Unter Verhandelnden
Nach dem Frühstück, das nach einer Nachtschicht gegen Mittag ist, schaut man kurz durch die Qualitätsmedien. Allüberall nur Propaganda, mit wenigen Ausnahmen. Vermutlich glauben diejenigen, die Endsiegparolen über Russland verbreiten, selbst daran, sonst müsste man annehmen, sie hielten die Rezipienten des breit getretenen Quarks für total verblödet.
Ihr hattet eure Chancen, Leute“, sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. „Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan“, führte er aus.
Und damit hat er natürlich recht. Mit feministischer Außenpolitik kommt man keinen Millimeter weit. Es wird sich aber kein deutscher Journalist trauen zu sagen, dass Lawrow hier einen Punkt hat. Warum eigentlich nicht? Selbst verschuldete Unmündigkeit? Betreutes Denken im Schießschartenmodus?
Die bürgerliche Presse bietet zwar einigermaßen realistische Frontberichte, aber man hört, wie die Korrespondenten mit den Zähnen knirschen. Ja, die Russen laufen in Prokrowsk ungehindert herum, aber es ist ja nur ein „Halbkessel“. Stalingrad war übrigens ein Ganzkessel.
Etwas erholsamer ist wie gewohnt Oberst Markus Reisner, der Offiziere des weltweit gefürchteten österreichischen Bundesheeres ausbildet.
Trump muss man zudem zugestehen, dass er in dieser Frage immer ehrlich war: Er will aus diesem Krieg raus. Es ist aus seiner Sicht völlig sinnlos, dass da Hunderttausende sterben. Und deshalb übt er Druck auf beide Kriegsparteien aus, auch wenn das der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern nicht gefällt.
Den herrschenden Klassen der westeuropäischen Staaten gefällt es also, „dass da Hunderttausende sterben“. Auch das kennen wir schon aus Verdun und der Panzerschlacht bei Kursk (nein, die im 2. Weltkrieg). „Aus seiner Sicht“ ist es völlig sinnlos? Und aus eurer Sicht nicht? Diese suggestiven Formulierungen könnt ihr euch sonstwohin stecken.
Einschub und Frage an das Publikum: Wenn ich solche Beiträge auf TikTok mit bewegten Bildern verbreitete, muüsste ich dann jedes zweite Wort erklären? Ist das nicht viel zu mühsam? 2. Weltkrieg? Endete der nicht mit dem Westfälischen Frieden? Was sind diese „herrschenden Klassen“? Ist das etwas mit Berufsausbildung?
Russland rückt an allen Frontabschnitten langsam, aber stetig vor. Den Ukrainern mangelt es an der Front an Soldaten. Die strategischen Luftangriffe der Russen verursachen eine Energiekrise, die sich im Winter verstärken wird. Hinzukommt eine Korruptionsaffäre um den Präsidenten, die die Situation auch nicht leichter macht. Und jetzt droht das Land mit den USA auch noch seinen wichtigsten Verbündeten zu verlieren, wie es Präsident Selenskyj selbst gesagt hat.
Ach? Russland rückt vor? Hätte uns nur jemand gewarnt! Wollte man nicht jüngst noch die Krim zurückerobern? Die Ukrainer wollten es so, wenn man deutschen Medien glaubt. Und Söder ist ein Bückling Kiews.
Übrigens behauptet die russische Propaganda (automatisch voll gelogen): Der US-Sender ABC News meldet am Dienstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Beamten der US-Regierung, dass Kiew die Bedingungen des von der Trump-Administration erarbeiteten Friedensvorschlags für die Ukraine „größtenteils“ angenommen habe.
Im Original: ABC News has learned that the 28-point peace plan presented by the U.S. to Ukraine in Geneva has been revised to a 19-point peace plan that no longer includes a point on the issue of amnesty regarding acts committed during the war, as well as limits on the future size of Ukraine’s military.
Die Russen werden den ablehnen. Allerdings ist die Trumpsche Taktik, strittige Fragen einfach auszuklammern, ziemlich clever, um das Ergebnis als „Erfolg“ zu verkaufen. Das hat aber schon bei der Hamas und in Gaza nicht funktioniert.
Frontberichte
Afrika-Front
Die Nigerianer haben jetzt „Palästina“ entdeckt – mit den üblichen Folgen. Har har.
Kennt das Publikum den afrikanischen Bürgerrechtler Adolf Hitler?
Cyberfront
Deutschland macht jetzt cyber mit Israel. Oder umgekehrt. Man weiß ja nie.
Jetzt hängt sie Sicherheit Deutschlands von Israel ab. Ich denke, wir haben eine eigene Rüstungsindustrie? Was machen die eigentlich beruflich dort?
Naher-Osten-Front
Ich muss noch mal mit Israel um die Ecke kommen. Vielleicht sollte ich eine Partei in Israel gründen: Partei zionistischer atheistischer nicht-Hebräisch-sprechender ausländischer Gojim (PZANHSAG). Auf eine mehr oder weniger kommt es nicht an – die haben dort schon unzählige Parteien.
„Laut einer von Channel 12 in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage sähen die Ergebnisse der Knesset-Wahlen bei einer heutigen Wahl wie folgt aus:
– Likud – 27 Sitze [Partei Netanjahus],
– Bennett 2026 – 22 Sitze [neu gegründet],
– Demokraten (Arbeiterblock und Meretz) – 10 Sitze [klassische „Linke“],
– Yisrael Beiteinu – 9 [konservative, aber zionistische und säkulare Partei vor allem der russischen Einwanderer),
– Shas – 9 [sephardisch und religiös],
– Yesh Atid – 9 [liberal-konservativ],
– Yashar (Gadi Eisenkots Partei) – 8,
– Utzma Yehudit – 8 [ultrarechte Kahanisten],
– Yahadut HaTorah – 8, [ultraorthodox, keine Zionisten]
– Hadashin Ta’al – 5 [Arabische Israelis],
– Ra’am – 5 [Vereinigte Arabische Liste].
– Kahol Lavan (Gantz‘ Partei),
– Miluimniki (Yoaz Hendels Partei) [Partei der Reservisten],
– Yossi Cohens Partei, die Arabische Balad und Smotrichs Zionut HaDatit verfehlen die Wahlhürde.
Die aktuelle Koalition verfügt über 52 Sitze, die Opposition über 58 und die gemeinsame arabische Liste über weitere 5. Die arabischen Parteien haben insgesamt 10 Sitze.“
Das finde ich überraschend. Die religiösen Zionisten stellen immerhin den Finanzminister. Der scheint sich nicht beliebt gemacht zu haben. Auch Benny Gantz, der sogar im Kriegskabinett Netanjahus saß, ist abgestürzt.
Für mich sieht das so aus, als wenn Netanjahu der nächste Premierminister würde. Die „Linke“ kann mit den Rechten nicht, und der kann mit allen, die ihm die Macht sichern. So einfach-machiavellistisch ist das.
Bei der Hisbollah ist wieder eine Stelle frei. Befristet. Wie lange? Das weiß nicht die Hisbollah, sondern der Mossad.
Übrigens kann man in Gaza jetzt IPhones kaufen.
Ostfront
„Ukraine and the USA in Geneva failed to reach an agreement on the withdrawal of the Armed Forces of Ukraine from Donbas and on Kiev’s aspiration to join NATO — Ukrainian media.“
Na sowas.
Gesperrt

Nur weil das Publikum nachfragte. Auf Fratzenbuch hatte ich im September 5.000 „Freunde“ – die maximale Anzahl für nicht-prominente Personen – und – laut meinem Dashboard „für professionelle Nutzer“ – rund 7.000 Follower. Letzteres konnte nur ich sehen.
Natürlich hätte ich auf lange Sicht gegen Meta/Facebook vor Gericht gewonnen, obwohl die von mir beauftragte Kanzlei das anders sah.
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden [Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20], dass die Geschäftsbedingungen von Facebook vom 19. April 2018 zur Löschung von Nutzerbeiträgen und Kontensperrung bei Verstößen gegen die in den Bedingungen festgelegten Kommunikationsstandards unwirksam sind. Dies gilt jedenfalls, weil sich die beklagte Anbieterin nicht gleichzeitig dazu verpflichtet, den Nutzer über die Entfernung seines Beitrags zumindest nachträglich und über eine beabsichtigte Sperrung seines Nutzerkontos vorab zu informieren, ihm den Grund dafür mitzuteilen und eine Möglichkeit zur Gegenäußerung mit anschließender Neubescheidung einzuräumen. Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.
Um das durchzuziehen, hätte es mehrerer Jahre bedurft und einer Rechtsschutzversicherung, die ohne zu Zucken die Kosten trägt – bis hin zur letzten Instanz. Dessen war ich mir aber nicht sicher. Beim Deutschen Journalistenverband (Berlin) hatte ich schon zu Beginn inoffiziell gefragt, aber die schüttelten den Kopf, und man weiß auch nicht, ob die überhaupt noch so viel Geld gehabt hätten. Und die Eier sowieso nicht.

Wie meine Kanzlei schrieb, müsste man als Journalist in Irland klagen, weil deutsche Gerichte sich in den ersten Instanzen eventuell nicht für zuständig erklärt hätten. Auch dieses Argument meiner Kanzlei halte ich für Humbug, weil es auch um grundsätzliche Meinungsfreiheit geht (vgl. den Grund der Sperrung), und die macht an Landesgrenzen nicht halt. Meta kann nicht selbst festlegen, was wo gilt – deren Geschäftsbedingungen sind – wie oben – schlicht ungültig.
Aber um dagegen anzugehen, benötigt man aber einen Anwalt, den man nicht zum Jagen tragen muss. Ich hätte gleich zu Beginn der Auseinandersetzung die maximale Konfrontation mit dem Konzern gesucht und eine Sekunde nach dem Verstreichen irgendeiner Frist die Kavallerie gerufen und nicht, wie „meine“ Kanzlei, es erst „im Guten“ versucht nach dem Motto: „Das haben wir aber bisher so gemacht“. Ich hatte gleich geahnt, das daraus nichts werden würde. Facebook versteht juristisch nur dieselbe Sprache wie die Hamas.
Es war schon schwierig genug, überhaupt eine Kanzlei zu finden, die sich traut, gegen Meta / Facbeook vorzugehen. Bei Steinhöfel hatte man angeblich „keine Kapazitäten“ frei, wohl aber schon bei einem anderen Klienten ein paar Tage später, dessen Fall schon durch Funk und Fernsehen gejagt worden war. „Keine Kapazitäten“ heißt für mich: Durch dich kommen wir nicht in die Medien.
Leute, es tut mir leid, ihr könnt mich gern für einen Querulanten halten, aber auf mir kann man weder herumtrampeln noch mich herumschubsen. Ein Kollege sagt mal über mich, ich sei der einzige Mensch, der keine Kompromisse eingehe. Das ist so nicht richtig, aber ich verstehe, was er meinte.
Wenden wir uns vernünftigen und interessanteren Themen zu. Aber erst morgen oder übermorgen, da ich gerade von der Tagschicht komme und morgen gleich in den Nachtschichtrhythmus wechseln muss.

Friedensplan für die Ukraine
Die Financial Times (Paywall) hat einen schönen Leak.
Der Friedensplan der USA und Russlands sieht nicht nur den Verzicht der Ukraine auf den Donbass vor, sondern auch eine Reduzierung der Streitkräfte. Dies berichtete der Journalist Christopher Miller von der Financial Times.
Laut Miller umfasst der Plan Folgendes:
– Halbierung der ukrainischen Armee,
– Abgabe bestimmter Waffensysteme durch die Ukraine,
– Verzicht der Ukraine auf den Donbass.
Selenskyj werde damit unzufrieden sein, fügt Miller hinzu.
Ach. Ach was.
„Es wird kein Deutschland mehr geben“
Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) schreibt: „Der russische Politikwissenschaftler und Historiker Sergei Karaganow, der seit Jahrzehnten als Berater der politischen Elite Russlands tätig ist, hält einen begrenzten Atomschlag gegen den Westen für eine Ultima Ratio, um Russlands Gegner abzuschrecken und damit einen umfassenden Dritten Weltkrieg zu verhindern. (…)
Laut Karaganow besteht das Dilemma darin, dass Moskau vor der Wahl stehe, entweder seine wirksame Fähigkeit zur Abschreckung unter Beweis zu stellen, oder zu riskieren, langsam durch Sanktionen ausgelaugt zu werden. „Ich kritisiere unsere Führung für ihre Unentschlossenheit, aber ich denke, dass meine Worte Gehör finden werden. Ich bin der Meinung, dass wir, wenn gegen uns ein Wirtschaftskrieg geführt wird, darauf mit militärischen Mitteln reagieren müssen. Es ist Krieg.“
Deshalb müsse auf Sanktionen „mit Militärschlägen reagiert“ werden, wobei das Ausmaß und die Art dieser Vergeltungsschläge „in jedem Einzelfall sorgfältig abgewogen“ werden müssten. (…)
Dass sich Russlands westliche Nachbarn, darunter auch Deutschland, vor der Wahrheit verschließen würden, sei ein schreckliches Zeichen: „Sie bereiten sich auf einen Krieg vor. Ihr Handeln ist nicht nur ein Zeichen von Schwäche, sondern auch eine direkte Vorbereitung auf einen Krieg. Deshalb fordere ich unsere Führung auf, sich vollständig auf einen Krieg und die Zerstörung Europas vorzubereiten, das erneut diesen Weg eingeschlagen hat. Wenn die deutschen Medien und das Establishment erneut Krieg führen wollen, dann garantiere ich Ihnen: Es wird kein Deutschland mehr geben, niemals.“
Vergleiche, miscellaneous
– Wir haben da noch einen interessanten Vergleich (auf Instagram) zwischen chinesischen und russischen Robotern. Ist der chinesische wirklich echt oder veräppeln die uns oder ist das KI?
– Die Israelis pumpen Wasser in den See Kinneret (Genezareth), der austrocknet. Wait a minute. Warum nicht die Araber Jordanien?
Vegan
Es geht doch nichts über ein supergesundes veganes Hummus zum Frühstück!
Parasitismus im Gewand der Frömmigkeit

Haredim an der Klagemauer in Jerusalem während des Laubhüttenfestes, fotografiert 11.10.2025
In der Jerusalem Post spricht Jonathan Liebermann Klartext über die Haredim (orthodoxen Juden): Israel könne seine eigene Verunglimpfung durch die Haredim nicht länger finanzieren.
Let’s call it what it is: parasitism dressed up as piety.
„Israels säkulare und traditionsverbundene Bürger tragen mit ihren Steuern die Finanzierung ultraorthodoxer Institutionen. Ihre Söhne und Töchter stehen an der Front, riskieren – und verlieren allzu häufig – ihr Leben, um jeden Israeli zu schützen, selbst jene, die die Soldaten beschimpfen, während diese ihre Viertel sichern. Und doch sind es genau diese jungen Menschen, die von manchen als „Feinde“ diffamiert werden, die diese Demonstrierenden vor der Vernichtung durch Iran, Hamas oder Hisbollah bewahren.
Das ist keine Frage politischer Überzeugungen – es ist eine moralische Zumutung.“
Full ack, euer Ehren.
„Stellt die Finanzierung von Schulen und Jeschiwot ein, die ihren Schülern beibringen, ihre staatsbürgerlichen Pflichten zu vernachlässigen. Zahlt keinen einzigen Schekel an diejenigen, die sich weigern, Beiträge zu leisten. Glaubensfreiheit bedeutet nicht Straffreiheit.“
Das wird der Knackpunkt sein, der Netanjahu zum Scheitern bringen wird. Ohne die Frommen kann er keine Regierung bilden; und die Israelis wissen das.
Kauft nicht bei Chinesen oder: Melde gehorsamst: Politische Vorgaben eingehalten
Der Kanzler möchte laut Heise gern alles Chinesische weglassen:
„Wir haben innerhalb der Regierung beschlossen, dass wir überall dort, wo es möglich ist, Komponenten ersetzen werden – zum Beispiel im 5G-Netz –, und zwar durch Bauteile, die wir selbst produzieren.
Welche Bauteile produzieren wir denn, und mit wem? Darüber habe ich mich mit der künstlichen Intelligenz unterhalten.
In Deutschland kommt Technik chinesischer Hersteller im 5G-Netz vor — vor allem bei Ausrüstung von Huawei Technologies Co., Ltd (Huawei) und ZTE Corporation (ZTE). Hier die wichtigsten Aspekte:
✅ Was ist bislang bekannt?
– Huawei und ZTE haben Komponenten geliefert, u. a. im Funkzugangsnetz (Radio Access Network, RAN) bzw. in Übertragungs-/Zugangs- und Transportnetzen. (Telekom: „G plus China equals question marks“)
– Die deutsche Bundesregierung hat im Juli 2024 beschlossen, dass „kritische Komponenten“ chinesischer Anbieter im Kernnetz der 5G-Netze bis spätestens Ende 2026 entfernt werden müssen. (Euronews)
– Bei Komponenten im Zugangs- und Transportnetz (also z. B. Basisstationen, Funkzellen, Antennen, Übertragung) gilt eine Frist bis spätestens Ende 2029 für den Austausch. (Reuters)
⚠️ Welche Komponenten genau?
„Komponenten“ ist ein weiter Begriff — hier ist, was darunter fallen kann:
– Kernnetz (Core Network): Datenzentren, Switching, Steuer- und Verwaltungssysteme. Hier gilt das Verbot für chinesische „kritische Komponenten“ ab 2026. (Euronews: „Germany to ban Chinese components from core parts of its 5G Networks“ )
– Transport- und Zugangsnetz (Transport & Access network): Funkzugangsnetzwerke (Basisstationen, Antennenanlagen), Übertragungsleitungen, RAN-Steuerungssysteme. Für diese gilt der Austausch bis 2029. (Reuters: „Germany to phase out Huawei, ZTE components from its 5G core network“)
Warum ist nicht alles genau transparent?
– Es wird nicht öffentlich jede einzelne Komponente offengelegt, welche Bausteine genau von Huawei oder ZTE stammen und in welchem Ausmaß sie eingebaut wurden.
– Darüber hinaus gilt der Begriff „kritische Komponenten“ – also bestimmte Steuer- oder Managementfunktionen – als besonders risikobehaftet. Nicht jede Komponente chinesischer Hersteller wurde automatisch verboten oder ausgetauscht.
Kurz gesagt: in allen drei großen deutschen Mobilfunknetzen stecken (bzw. steckten) vor allem Funk- und Übertragungskomponenten von Huawei, teils auch von ZTE, hauptsächlich im 4G/5G-Zugangs- und Transportnetz. Im Kernnetz ist chinesische Technik inzwischen weitgehend raus oder wird gerade entfernt.
Ich gehe die Netzbetreiber einmal durch und sage dazu, welche Art Komponenten betroffen sind und wie der Stand ist:
1. Deutsche Telekom: Wo kamen / kommen chinesische Komponenten vor?
– Vor allem im Radio Access Network (RAN):
– 4G/5G-Funkbasisstationen (gNodeB/eNodeB)
– Remote Radio Units, Antennen und teils zugehörige Steuertechnik
– Huawei hatte lange einen sehr hohen Anteil am RAN in Deutschland. Eine Studie von 2022 schätzte Huawei auf rund 59 % der 5G-RAN-Ausrüstung in Deutschland insgesamt, mit Telekom als größtem Netzbetreiber. (Reuters: „Germany ups reliance on Huawei for 5G despite security fears -survey“)
– Im Kernnetz (Core):
Telekom selbst sagt, sie habe Huawei seit 2019 aus dem Core in Deutschland entfernt und nutzt dort keine Huawei- oder ZTE-Technik mehr.
Aktueller Stand / Ausbau des 5G-Netzes
Deutsche Telekom entfernt seit 2024/25 an mehreren Tausend Standorten Huawei-Funktechnik und ersetzt sie durch Nokia (teilweise ORAN-basierend). (Reuters: „Nokia gets new telecom contract from Deutsche Telekom, replacing Huawei“)
Hintergrund ist u. a. der Deal mit der Bundesregierung.
– Huawei/ZTE-„kritische Komponenten“ im Core müssen bis Ende 2026 raus,
– im Zugangs- und Transportnetz (Funk, Managementsysteme) kritische Funktionen bis Ende 2029. (BMI Bundesministerium: „Greater security and technological sovereignty for the German 5G mobile network: The Federal Government concludes contracts with telecommunications companies“)
2. Vodafone Deutschland: Wo stecken chinesische Komponenten?
– 5G- und 4G-RAN: Viele Basisstationen/Funkmodule stammen (oder stammten) von Huawei – also genau der Teil des Netzes, der dein Handy mit dem Netz verbindet. (Reuters)
Kernnetz: Vodafone betont inzwischen, dass das Core-Netz bereits Huawei-frei sei. (Die Welt: „Vodafone ersetzt Huawei-Technik durch Samsung“)
Aktueller Stand / Umbau
Vodafone tauscht in einem großen Fünf-Jahres-Programm mehrere tausend Mobilfunkstandorte und ersetzt Huawei-RAN-Technik durch Open-RAN-Lösungen von Samsung (plus andere Anbieter). (Die Welt)
Ziel: Abhängigkeit von Huawei abbauen, politische Vorgaben einhalten (Austausch chinesischer kritischer Komponenten bis 2029).
3. Telefónica Deutschland (o2): Wo sind chinesische Komponenten?
Telefónica Deutschland hat Huawei im 5G-Kernnetz genutzt, dazu Huawei- und evtl. ZTE-Technik im Radio Access Network (Funkzellen, Basisstationen). (Reuters: „Telefonica ditches Huawei’s 5G gear in Spain and Germany; keeps it in Brazil“)
Aktueller Stand / Umbau
Auf Druck der Regulierung ersetzt Telefónica seit 2024/25 Huawei-Core-Technik. Reuters berichtet 2025, dass Telefónica (Mutterkonzern) Huawei-5G-Ausrüstung in Spanien und Deutschland komplett austauscht, um die lokalen Regeln zu erfüllen. (Reuters)
Für das Funknetz ist ebenfalls ein gradueller Austausch hin zu europäischen (z. B. Nokia/Ericsson) oder ORAN-Lösungen vorgesehen, Frist: Ende 2029 für kritische Komponenten. (BMI)
4. Was heißt das konkret für das „auszubauende“ 5G-Netz?
Wenn in Deutschland das 5G-Netz weiter ausgebaut und verdichtet wird, dann gilt aktuell:
1. Core-Netze der großen Betreiber
– Sollen laut Bundesregierung bis Ende 2026 frei von kritischen Huawei/ZTE-Komponenten sein.
– Telekom ist nach eigenen Angaben schon vorher auf nicht-chinesische Core-Technik umgestiegen; Vodafone und Telefónica ziehen nach. (BMI)
2. Zugangs- und Transportnetze (RAN, Antennen, Management)
– Hier stecken heute noch viele Huawei-Funkmodule und Management-Systeme.
– Bis Ende 2029 sollen „kritische“ chinesische Komponenten (z. B. zentrale RAN-Controller, bestimmte Management-Plattformen) ersetzt sein. (TelecomTV: „Germany finally unveils Huawei, ZTE ban plan“)
3. Neue 5G-Standorte / Upgrades
Neue Projekte setzen zunehmend auf Nokia, Ericsson, Samsung und Open-RAN-Anbieter; Huawei bekommt in Deutschland faktisch keine neuen 5G-Aufträge mehr.
| Betreiber | Ebene | Früher: China-Komponenten | Stand 2025 | Ziel 2026/2029 |
|---|---|---|---|---|
| Deutsche Telekom | Core | Teilweise Huawei | Huawei im Core entfernt | Core ohne kritische China-Teile (spätestens 2026) |
| Deutsche Telekom | RAN/Funk | Viele 4G/5G-Funkmodule von Huawei | Schrittweiser Austausch durch v. a. Nokia | Kritische China-Komponenten bis 2029 ersetzt |
| Deutsche Telekom | Transport/Management | Teilweise Huawei-Systeme | Parallelbetrieb, schrittweiser Ersatz | Kritische Komponenten bis 2029 entfernt |
| Vodafone | Core | Früher Huawei-Technik | Core Huawei-frei | Vollständige Erfüllung der Vorgaben bis 2026 |
| Vodafone | RAN/Funk | Viele Basisstationen von Huawei | Austausch hin zu Open-RAN (v. a. Samsung) | Kritische China-Teile bis 2029 ersetzt |
| Vodafone | Transport/Management | Teilweise Huawei-Systeme | Schrittweiser Austausch | Kritische Komponenten bis 2029 entfernt |
| Telefónica (o2) | Core | 5G-Core stark Huawei-basiert | Laufender Austausch des Huawei-Cores | Core ohne kritische China-Teile bis 2026 |
| Telefónica (o2) | RAN/Funk | Huawei-Funkzellen, teils ZTE | Schrittweiser Ersatz durch andere Anbieter | Kritische China-Teile bis 2029 ersetzt |
| Telefónica (o2) | Transport/Management | Teilweise Huawei-Systeme | Umbau im Zuge der Vorgaben | Kritische Komponenten bis 2029 entfernt |
Die Tabelle wurde von ChatGPT erstellt.
Die Bundesregierung kann Netzbetreiber wie Deutsche Telekom, Vodafone oder Telefónica zur Einhaltung der Vorgaben (z. B. Austausch chinesischer 5G-Komponenten) verpflichten, weil das deutsche Sicherheits- und Telekommunikationsrecht ihr die dafür nötigen Befugnisse gibt.
Und wenn sich die Betreiber **nicht daran halten würden**, hätte das spürbare Konsequenzen – bis hin zu massiven Bußgeldern und dem erzwungenen Rückbau.
A) Rechtsgrundlage: Telekommunikationsgesetz (TKG)
Das TKG gibt dem Staat weitreichende Eingriffsmöglichkeiten, wenn es um:
– nationale Sicherheit
– Verfügbarkeit kritischer Infrastrukturen
– Gefahrenabwehr geht.
Netzbetreiber gelten als kritische Infrastruktur.
Daher darf der Staat Sicherheitsanforderungen festlegen, z. B.:
– welche Komponenten sicherheitstechnisch zugelassen sind
– welche Komponenten „kritisch“ sind
. welche Anbieter ausgeschlossen werden
– welche Technik aus Sicherheitsgründen ausgebaut werden muss.
B) § 9b BSIG / IT-Sicherheitsgesetz 2.0
– Betreiber kritischer Infrastrukturen **dürfen bestimmte kritische Komponenten nur nutzen, wenn sie vom Innenministerium genehmigt sind.
– Das Ministerium darf die Nutzung verbieten, wenn nationale Sicherheitsinteressen gefährdet sind.
Das betrifft z. B.:
– Kernnetzkomponenten
– zentrale RAN-Steuerung
– Netzwerkmanagementsysteme
Wenn die Regierung also feststellt, dass Komponenten von Huawei oder ZTE ein Sicherheitsrisiko darstellen, *müssen* Betreiber sie austauschen.
C) Sicherheitsüberprüfungspflicht (Herstellervertrauenswürdigkeitsprüfung“)
Für kritische Netzkomponenten gelten:
– Anbieterrisikoanalyse
– Transparenzpflichten
– Offenlegungspflichten
Wenn ein Anbieter – z. B. Huawei – als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird, müssen Betreiber die Technik ersetzen.
Was passiert, wenn Netzbetreiber sich nicht daran halten?
Die Konsequenzen wären ernst und rechtlich abgesichert.
A) Sehr hohe Bußgelder**
Verstöße gegen Vorgaben des TKG oder BSIG gelten als schwere Ordnungswidrigkeit.
Mögliche Folgen:
– Bußgelder bis zu mehreren Millionen Euro
– In besonders schweren Fällen prozentuale Umsatzstrafen
– Wiederholungsfälle können drastisch hoch ausfallen
B) Zwangsmaßnahmen: Rückbau oder Stilllegung
Die Regierung kann:
– Zwangsgelder verhängen
– den Rückbau bestimmter Technik anordnen
– sogar Betriebsteile stilllegen, wenn es um nationale Sicherheit geht
C) Verlust der Betriebserlaubnis
Im äußersten Fall könnte ein Betreiber:
– die Erlaubnis verlieren, kritische Infrastruktur zu betreiben
– neue Frequenzen (z. B. 5G-Lizenzen) nicht mehr erhalten
D) Vertragsrechtliche Konsequenzen
Netzbetreiber sind an:
– EU-Regulierung
– deutsche Sicherheitsgesetze
– Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur gebunden.
Die Betreiber verdienen Milliarden mit Mobilfunk – sie werden kein Risiko eingehen.
So weit – zusammengefasst – die KI. (Ich hatte natürlich einige Zwischenfragen gestellt.)
Das Ganze nennt man vermutlich „Freie“ Marktwirtschaft… Und was Merz sagt, sind olle Kamellen.
Der Fall von Akkon
Ich freue mich schon auf die spannende Lektüre, zumal ich die Reste der Kreuzfahrer-Festung vor zwei Jahren selbst erkundet habe.
Unter Unterwanderten
„Wer heute von antimuslimischem Rassismus spricht, will den grassierenden Antisemitismus relativieren und den Islamismus.“ (Güner Balci, Integrationsbeauftrage Berlin-Neukölln)
Die konservative bürgerliche Presse echauffiert sich weiter darüber, dass die so genannten „Linken“ in der SPD den Bezirksbürgermeister Martin Hikel bekämpft haben, so dass dieser das Handtuch warf.
„Diese Islamisten und Aktivisten haben auch Teile der Politik und auch der SPD und der Verwaltung unterwandert“.
Und die „Linke“ sowieso. Ich nenne den Neuköllner Politiker Ferat Koçak einen in der Wolle gefärbten Antisemiten.
Das Zentralorgan der woken Gendersprecher sieht das ganz anders: Hikel sei schuld. Vermutlich, weil man sich nicht traute zu schreiben, die Juden seien schuld.
Kibbutz Jad Mordechai
Nach dem Nova Site Memorial war ein Besuch im Kibbutz Jad Mordechai aka Yad Mordekhai angesagt, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren. Der Kibbutz liegt knapp drei Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt. Der Kibbutz wurde im Dezember 1943 gegründet; benannt wurde er nach dem Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto Mordechaj Anielewic. [Die Website war für mich down.]
Der säkulare Kibbutz ist so, wie man sich das im Bilderbuch-Klischee vorstellt: Eine Oase in der Wüste, er „wird gemeinsam bewirtschaftet. Der Kibbuz trägt sich selbst aus seinen landwirtschaftlichen Gewinnen. Partner ist die Landwirtschaftliche Genossenschaft Carmel [Agudat HaKormim]. Es werden vor allem Orangen, Avocados und Grapefruits angebaut. Die Erwachsenen wohnen in kleinen Häusern, die Kinder wohnen Tag und Nacht im Kinderhaus. Die Familien sehen sich nur stundenweise. Gegessen wird gemeinsam im Speisesaal. Jeder Erwachsene bekommt für seine Arbeit nur ein Taschengeld.“ So schön kann Kommunismus sein.



Im Speisesaal der Kibbutz-Kantine
The word kibbutz means ‘gathering’; it is a uniquely Israeli type of settlements deeply rooted in the values of social responsibility, communal and cooperative living and Jewish culture and tradition.
Nach dem Essen wurden wir von einer energischen und „tough“ wirkenden jungen Dame, die im Kibbutz geboren war, herumgeführt. (Sie war 39 und hatte drei Kinder.) Es ist nicht mehr so wie „früher“ – die Kinder können auch bei den Eltern sein.
Leider habe ich mit keine Notizen gemacht. Efrat – so hieß sie – erzählte detailliert, wie es am 7. Oktober 2023 war. Die Kibbuz-Verteidigungstruppe vertrieb die Hamas-Terroristen erfolgreich schon weit vor dem Zaun des Kibbuz. Es gab aber Schäden an den Gebäuden, unter anderem am Museum.
Nach der Terrorattacke wurden die Bewohner ein paar Monate in Hotels untergebracht und organisierten dort das „normale“ Leben für die Kinder. Ein paar alte Kibbutz-Bewohner weigerten sich aber zu gehen und kümmerten sich um das Vieh.

Das frühere „Babyhaus“. Jetzt steht da „Haus der Lehrerin Chana“.
Interessant war zu hören, dass es zwischen 1942 und 1948 keine Probleme zwischen den Arabern ringsum und den Juden im Kibbutz gab. Man kooperierte sogar. Das änderte sich schlagartig nach der Staatsgründung Israels.

Die Männer auf dem Foto sind Besucher. Rechts Efrat.
„Eine wichtige Rolle spielte Jad Mordechai im Krieg um Israels Unabhängigkeit, den hier das Königreich Ägypten durch Einmarsch seiner Armee am 15. Mai 1948 eröffnete. Den Bewohnern des Ortes gelang es, ein vorrückendes feindliches ägyptisches Bataillon mit der 15-fachen Kopfstärke fünf Tage lang im Häuserkampf, vom 24. bis 29. Mai 1948 aufzuhalten und sich schließlich zurückzuziehen. Eine Installation erinnert an diesen Kampf.“
„The fierce battles claimed the lives of 18 kibbutz members and eight Palmach fighters. As a result of their stubborn resistance, the fighters managed to slow the Egyptian army’s advance toward the center and the north of the country, making it possible for I.D.F. forces to halt the forces south of Ashdod, at a junction that is still known today as “ad halom,” meaning “no further.”
The water tower, which was built on a hill at the heart of the kibbutz and was shelled by Egyptian cannons, collapsed partially and over the years became a symbol of Kibbutz Yad Mordechai.“
So ein Kibbutz ist wie ein Dorf, auch was die Einwohnerzahl angeht (zur Zeit knapp 1000 – es waren mal doppelt so viele). Nur das Genossenschaftliche würde man in Deutschland nicht so finden.

Mit diesem „Bus“ wurden früher die Kinder des Kibbutz in Sicherheit gebracht, wenn die Araber angriffen.
Der Bienenstand von Yad Mordechai ist derzeit der größte Bienenstand Israels mit 5.000 Bienenstöcken. Hier werden Hummeln zur Bestäubung von Kulturpflanzen in Gewächshäusern, insbesondere von Kirschtomaten, gezüchtet.


Vor dem Denkmal für Jad Mordechai
Heute leben im Kibbuz Gründer der zweiten, dritten und vierten Generation sowie Mitglieder von Siedlergruppen aus Südamerika und Bulgarien, die sich nach der Gründung dem Kibbuz angeschlossen haben.









































