Finanzberater und andere Kapitalvernichter

Finanzberater

Bild oben: Finanzberater in Deutschland, Bild unten: Finanzberater in Papua-Neuguinea (5. v. l.) und Kunden

Spiegel Offline schreibt: „Es ist eine Blamage für Finanzprofis. Die meisten aktiv gemanagten Investmentfonds entwickeln sich laut einer Studie schlechter als der vergleichbare Markt. Mit anderen Worten: Sparer sollten ihr Geld lieber selbst anlegen, als es einem Fachmann anzuvertrauen.“ (Wo ist der Link zur Studie, ihr Pappnasen?)

Quod erat demonstrandum. Sehr hübsch zu lesen ist übrigens die DSW-Watchlist 2011: „Die größten Kapitalvernichter & Ausblick: HV-Saison 2011“.

Wutbürgerliche Kleidung

Berlin.de: „Zwei Angehörige einer Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei haben heute Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen Angehörige einer anderen Einsatzhundertschaft erstattet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden sie am Abend des 1. Mai gegen 22 Uhr 45 in bürgerlicher Kleidung im Bereich des Kottbusser Tores eingesetzt, als sie plötzlich von Pfefferspray getroffen und durch Faustschläge im Gesicht verletzt wurden.“

In bürgerlicher Kleidung? Muss das nicht „in wutbürgerlicher Kleidung“ heißen? Polizen schlagen mit Fäusten auf andere Polizisten ein, weil diese nett und serios (Hemden gebügelt, weiße Ringelsocken, Blazer) angezogen sind? O tempora, o mores! Man kann sich vorstellen, was einem blüht, wenn man antibürgerliche Kleidung trägt….

Auge um Auge, Gehirn um Gehirn

Spiegel Online und auch andere deutsche Medien benutzen aus aktuellem Anlass wieder eines der dämlichsten antisemitischen Klischees und interpretieren „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ als „Rache“. Das war zwar zu erwarten, bleibt aber dennoch Humburg.

Wikipedia hilft gern weiter: „Nach überwiegender rabbinischer und historisch-kritischer Auffassung verlangte die sogenannte Talionsformel (von lateinisch talio: Vergeltung) einen angemessenen Schadensersatz in allen Fällen von Körperverletzung vom Täter, um die im Alten Orient verbreitete Blutrache einzudämmen und durch eine Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe abzulösen.“

„Auge um Auge“ war alo das fortschrittlichste juristische Prinzip und löste die Blutrache ab. („Die Talionsformel ist nicht spezifisch biblisch, sondern stammt aus einer älteren altorientalischen Rechtstradition.“

Aber jede christliche Pappnase faselt jetzt wieder etwas von „alttestamentarisch“. Nur gut, dass nicht der Mossad Osana bin Laden ermordet hat.

Radiation leaks from fuel rods suspected at Tsuruga plant

Kyaodo: Leaks of radioactive materials from fuel rods have been suspected at a nuclear power plant in Tsuruga, the Fukui prefectural government said Monday, citing a rise in density of the toxic substances in coolant water.“ (Via stern.de, Spiegel und Focus Offline waren zu blöd, einen Link zu setzen.)

Video wanted!

Davon möchte ich einen Mitschnitt auf Youtube. Wer hilft? Guckst du auch hier: „Ich wusste um die Zusammensetzung des Publikums und diese Gelegenheit wollte ich nicht verstreichen lassen.“ Bruhahaha.

s=1/2*t^2

Neukölln ArcadenNeukölln Arcaden

Ich hätte nicht gedacht, dass ich im Einkaufszentrum meines Vertrauens (nein, ich sage nicht „Center“, sondern Zentrum, ihr Werbesprechler!) mit Bildung würde belästigt werden.

Ich bin dort gern, weil von den 160 Nationen, die in Neukölln leben, mindestens 159 zu sehen sind, einige öfter als andere. Ich brauche also nicht nach Beirut zu fahren.

Heute, liebe Kinder, geht es um die Phänomene Beschleunigungsstrecke und Wellenbecken. Jenes hat mit s=1/2*t^2 zu tun, dieses ist hingegen weitgehend formelfrei. Wer der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig ist: „jenes“ ist im Satz weiter weg als „dieses“.

Die Wahrheit über Osama bin Ladens Bestattung

Osama bin Laden

In Wahrheit wurde der getötete Osama bin Laden nicht auf See bestattet. Sein Körper wurde von der US-amerikanischen Regierung wissenschaftlichen Zwecken zugeführt. Er befindet jetzt in Guantanamo, wo die Grundwerte der Demokratie nicht verhöhnt werden. Angesichts des Todes bin Ladens verlangte Bundesinnenminister Friedrich, die Vorratsdatenspeicherung so bald wie möglich wieder einzuführen.

Darf man Aliens und andere negative Inhalte töten?

Assassin's Creed

Ein neuer Beitrag zum Thema „Unter Irren“: Der CDU-Abgeordnete Uwe Schummer und andere rechtspopulistische Pappnasen fordern ein „Verbot der Herstellung und des Vertriebs von Computerspielen mit negativen Inhalten“. Die Westdeutsche Zeitung berichtet: „Der Willicher Abgeordnete, selbst Mitglied im Kinderschutzbund, sagt: ‚Was im wirklichen Leben verboten ist, muss auch virtuell verboten sein.'“

Deswegen fordert der Templerorden (der Templerorden wurde 1312 vom Papst aufgelöst, die obige Truppe ist eine Art frömmelnder Kostümverein) auch ein Verbot von „negativen Computerspielen“, womit vermutlich nicht nur Assassin’s Creed gemeint ist.

Was im wirklichen Leben verboten ist, muss auch virtuell verboten sein. Aha. Welchen Intelligenzquotienten muss man eigentlich haben, um sich so einen Satz auszudenken? Den vom Internet-Zensur-Fan Krings?

Ist es im wirklichen Leben verboten, Aliens wegzuballern? Oder Avatare? Oder muss ich dazu erst ein Formblatt beim zuständigen Jugendschutzinternetbockwart ausfüllen?

Irgendwie erinnert mich das alles an eine Wortschöpfung aus der DDR: „negativ-dekadente Persönlichkeit.“ Ich denke dabei aber an Uwe Schummer und Konsorten.

Bananenrepublik, revisited

CDU Kreisverband Renms-Murr

Der Schwarzwälder Bote berichtet: „…soll der Vorsitzende der CDU in Stuttgart, Dr. Matthias Pröfrock, bei seiner Dissertation mit dem Titel ‚Energieversorgungssicherheit im Recht der Europäischen Union / Europäische Gemeinschaften‚ reichlich plagiiert haben.“ Bis Montagabend, heißt es jetzt, habe man bei Pröfrock ‚Plagiate auf 57 von 222 Seiten identifiziert, somit auf 25,9 Prozent der Textseiten‘. Pröfrock kommentierte die zahlreichen Plagiate als ‚vereinzelt nicht korrekt zitierte Textpassagen‘.“ (via CDU Watch)

Nein, nicht ich habe die Website oben so verbrochen, sondern der CDU Kreisverband Rems-Murr.

Und jetzt zu etwas ganz anderem.

Frankfurter Rundschau: „Das Amtsgericht Gießen hat am Montag seine Entscheidung verteidigt, eine Verhandlung wegen schwerer Körperverletzung gegen drei Neffen des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) ohne Beweisaufnahme und Strafen zu beenden. Und dies, obwohl ein Neffe als Haupttäter angesehen wurde und schon vorbestraft war. ‚Das ist ein Fall wie jeder andere, dass hat nichts mit Herrn Bouffier zu tun‘, sagte Gerichtssprecherin Beate Mengel auf Anfrage.“ (…) Einer von Bouffiers Neffen wird das glimpfliche Urteil besonders erleichtert haben: Maximilian Pfeffer kandidiert auf der Kommunalwahlliste der CDU Gießen fürs Stadtparlament.“ (via law blog)

Und jetzt zu etwas ganz anderem.

Panorama: „Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde finanziell stärker vom umstrittenen AWD-Gründer Carsten Maschmeyer unterstützt als bislang bekannt. Neben einer zunächst anonymen Spende für Schröders Landtagswahlkampf 1998 über 650.000 DM, über die es bereits Berichte gegeben hat, gab es nach Panorama-Recherchen offenbar eine weitere, bisher unbekannte Zuwendung Maschmeyers von rund 150.000 DM. Darüber hinaus wurde Schröders Kanzler-Wahlkampf 1998 auch aus der niedersächsischen Staatskanzlei heraus geplant und organisiert, was nach Einschätzung des renommierten Düsseldorfer Verfassungsrechtlers Prof. Martin Morlok ‚eindeutig verfassungswidrig“ war‘.“

Diebstahl bei Sony: Täter von Augenzeugen erkannt

sony

Ein Unbekannter hat die Daten von über 75 Millionen Playstation-Nutzern entwendet, darunter Namen, Anschriften, Paßwörter und womöglich sogar Kreditkartendaten. Die Suche der Polizei konzentriert sich nun auf einen laut Augenzeugenberichten kleingewachsenen, dicklichen Klempner mit dunklem Schnauzbart, vermutlich italienischer Herkunft. Trotz seiner Statur wird der Mann als flink und sprunggewaltig beschrieben. Auf seiner Flucht soll er darüber hinaus zahlreiche Münzen und Bonuspunkte eingesammelt haben. Trotz mehrerer heißer Spuren bestritt Sony-Konkurrent Nintendo bisher jegliche Verbindung zum Verdächtigen. (Quelle)

Wall Street and the Financial Crisis: Anatomy of a Financial Collapse

Deutsche Bank

Heute, liebe Kinder, nehmen wir schon wieder den Kapitalismus durch. Ja, das steht so im Stundenplan, wir sind ja nicht in einer Waldorf-Schule und bei den Wurzelrassen Rudolf Steiners. Hier geht es um Denken und Wissen und nicht um Esoterik.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Spiegel Online setzt einen Link auf eine Quelle – aber natürlich nur, weil die Quelle bei ihnen selbst liegt.

„Diesmal ist auch die Deutsche Bank dran. Ein vernichtender, 650 Seiten starker Bericht des US-Senats (Lesen Sie hier das Dokument im englischen Original) brandmarkt sie als „Fallbeispiel“ für die düsteren Machenschaften, die zur Finanzkrise führten: Gemeinsam mit dem Wall-Street-Herrscherhaus Goldman Sachs, der Bank Washington Mutual, den Ratingagenturen Moody’s und S&P und der US-Bankenaufsicht OTS sei die Deutsche Bank eine Hauptschuldige des Desasters gewesen.“

Des Rätsels Lösung: andere Medien machen das auch – wie etwa die FTD und die New York Times.

„‚Die Krise war keine Naturkatastrophe‘, lautet das Fazit, ’sondern das Resultat hochriskanter, komplexer Finanzprodukte, verdeckter Interessenskonflikte und des Versagens der Aufsichtsbehörden, der Rating-Agenturen und des Markts selbst.'“

So. Jetzt also nicht auf das pöhse „Finanzkapital“ einprügeln wie die Pseudolinken in SPD und Linkspartei und die DDR-Nostalgiker. Bitte auch keine moraltheologischen Motive einführen wie „Raffgier“ oder „Profitsucht“. Nein, die Deutsche Bank hat sich völlig korrekt verhalten – gemäß den ökonomischen Gesetzen des Kapitalismus: Oberstes Gebot des Handelns ist der Profit. Wer sich anders verhält, geht unter.

„Je ein Kapitalist schlägt viele tot“, schrieb Karl Marx, und das gilt natürlich immer noch – man sieht es jeden Tag im Wirtschaftsteil der Medien. Die so genannte „Finanzkrise“ war ein schlagendes Beispiel. Ich würde das im Schulunterricht durchnehmen, wenn die Lektüre der Marxschen Werke nicht dort verboten wäre.

Verboten? natürlich funktioniert die Zensur wie eine Schere im Kopf. Die Professoren, die der nachwachsenden Generation Ökonomie beibringen, behandeln die Mechanismen des Kapitalismus, wie sie Marx völlig korrekt beschrieben hat, wie eine abseitige Meinung, die man nur der Vollständigkeit halber zur Kenntnis nehmen muss: „Tendenziell aber sinkt in Marx‘ Logik die Profitrate“ heisst das dann suggestiv, als sagte man: Tendenziell aber sind drei mal vier nach Adam Rieses Logik zwölf. Nein, die Profitrate sinkt wirklich. Sonst wäre die Weltwirtschaft nicht so, wie sie ist.

Die Passage im ersten Band von „Das Kapital“ lautet:

„Diese Expropriation [Enteignung, B.S.] vollzieht sich durch das Spiel der immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion selbst, durch die Zentralisation der Kapitale. (…) Hand in Hand mit dieser Zentralisation oder der Expropriation vieler Kapitalisten durch wenige entwickelt sich die kooperative Form des Arbeitsprozesses auf stets wachsender Stufenleiter, die bewußte technische Anwendung der Wissenschaft, die planmäßige Ausbeutung der Erde, die Verwandlung der Arbeitsmittel in nur gemeinsam verwendbare Arbeitsmittel, die Ökonomisierung aller Produktionsmittel durch ihren Gebrauch als Produktionsmittel kombinierter, gesellschaftlicher Arbeit, die Verschlingung aller Völker in das Netz des Weltmarkts und damit der internationale Charakter des kapitalistischen Regimes.“

(Von „bewusster technischer Anwendung der Wissenschaft“ kann nicht so einfach die Rede sein – vgl. Atomkraft,. Marx hatte offenbar ein viel zu optimistisches Menschenbild.)

Also noch mal zum Mitschreiben für die, die zu faul sind, Bücher über das Wirtschaftssystem zu lesen, dass wir alle lieben und verehren und das wir alle mit dem schönen wissenschaftlichen Begriff „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ bezeichnen (bitte Helm ab zum Gebet):

Is not a bug, it’s a feature!

Capitalism at its best

Sehr interessantes Interview in der taz mit dem ehemaligen IWF-Chefökonomen Simon Johnson: „…die Deutsche Bank ist besonders gefährdet, sich selbst in die Luft zu jagen. Ihr Chef Josef Ackermann ist einer der gefährlichsten Bankmanager der Welt, weil er darauf besteht, eine Eigenkapitalrendite von 20 bis 25 Prozent zu erzielen. Ein so hoher Gewinn ist nur möglich, weil er genau weiß, dass die Deutsche Bank ein Systemrisiko darstellt und daher von den Steuerzahlern gerettet würde, falls ein Konkurs droht.“

Quod erat demonstrandum.

Provider versus Kunde

Udo Vetter berichtet von einem interessanten Fall: Ein Richter am Amtsgericht Meldorf widerspricht der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes und lässt Verbindungsdaten nicht als Beweismittel zu.

Anlass: „Ein Provider will die Kündigung eines Vertrages nicht akzeptieren und blockiert den Internetanschluss des Kunden. Dieser wehrt sich und will vom Gericht festgestellt wissen, dass er rechtzeitig gekündgt hat und somit kein Vertragsverhältnis mehr besteht.“

„Die beklagtenseits vorgelegten Verbindungsdaten sind als Beweismittel ohnehin nicht verwertbar, weil die Beklagte nach § 97 Abs. 3 S. 3 TKG zu deren Speicherung nicht über das Verbindungsende hinaus berechtigt war und das vermögensrechtliche Beweisinteresse der Beklagten nicht das Interesse des Klägers an der Vertraulichkeit seiner Internetnutzung überwiegt.“

Interessant ist auch der Satz im Urteil: „Die Berufung des Klägers war zuzulassen, weil die rechtliche Einordnung von Internet-Zugangsverträgen noch ungeklärt ist…“

南三陸町志津川高校から見た津波の様子

南三陸町志津川高校から見た津波の様子 Tsunami attacking in Minami-Sanriku

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„For those who are wondering, it says in the description in Japanese that the people who were running away from the tsunami toward the end of the video are all safe.“

Atom-Mafia, reloaded

Der Bundesrechnungshof:

„Die Betreiber der Kernkraftwerke in Deutschland sind verpflichtet, für den Rückbau der Anlagen und die Endlagerung radioaktiver Abfälle Rückstellungen zu bilden. Diese betrugen zum 31. Dezember 2009 knapp 28 Mrd. Euro. Der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass keine staatliche Stelle die Höhe der Rückstellungen sachgerecht beurteilen kann.

(…) Über Fachkompetenz verfügt bei Endlagerfragen insbesondere das Bundesamt für Strahlenschutz. Es konnte die Finanzverwaltung bisher nicht in dem erforderlichen Umfang unterstützen. Grund dafür waren die fehlenden Auskunftsrechte gegenüber den Betreibern, um die technischen Unterlagen einzusehen.

Bilden die Betreiber zu hohe Rückstellungen, führt dies zu beträchtlichen Steuerausfällen. Denn Rückstellungen schmälern den Gewinn und mindern somit die Steuerschuld. Fallen die Rückstellungen dagegen zu niedrig aus, reichen zum Zeitpunkt der Stilllegung die Vermögenswerte für Rückbau und Endlagerung möglicherweise nicht aus. Der Bund müsste dann als Ausfallbürge für die nicht gedeckten Kosten aufkommen.“

Wikipedia: „Die Schäden im Fall eines nuklearen Super-GAUs in Deutschland werden höchst unterschiedlich beziffert. Eine Studie, die das Prognos-Institut 1992 im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft erstellt hat, nannte eine Schadenssumme von umgerechnet etwa 5 Billionen Euro. In der Praxis kann die Haftungssumme nicht höher ausfallen als das Vermögen der Betreibergesellschaften. Das Atomgesetz in Deutschland (§13) legt eine Deckungsvorsorge von 2,5 Mrd. Euro fest, wobei die Haftung der Betreiber durch §26 des gleichen Gesetzes bei schweren Naturkatastrophen außergewöhnlicher Art, bewaffneten Konflikten und ähnlichen Vorkommnissen auf eben nur diese Summe begrenzt ist. Für einen Teilbereich der Deckungsvorsorge kann der Betreiber des Kernkraftwerkes beim Atompool eine Haftpflichtversicherung abschließen, die für max. 256 Mio. EUR einsteht.“

Frontal21 hat dazu mehr: „Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hat im Mai 2007 im Auftrag der Bundesregierung berechnet, mit wie viel Geld die Atomenergie in Deutschland bis heute gefördert wurde. Die Forscher kommen auf über 40,2 Milliarden Euro allein für die Ausgaben des Bundes. Dazu kommen schwer zu ermittelnde Ausgaben der einzelnen Bundesländer. Außerdem gibt es versteckte Subventionen durch Steuervorteile für die Energiekonzerne beim Bau und Betrieb der Kernkraftwerke.“

Zum Mitschreiben für die lieben Kleinen: Der Kapitalismus funktioniert so, dass die Marionetten der herrschenden Klasse, die gerade an der Regierung sind, das Geld der Bevölkerung an eben diese Kapitalisten verschenken. Das nennt man Subventionen. Wenn die Kapitalisten aber Mist bauen, haften sie nicht dafür, sondern dafür kommt wieder der Steuerzahler auf. Das alles nennt man „soziale Marktwirtschaft“.

In Würde altern

carcar

Owned!


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Neuköllner Romantik

haus

Berlin-Neukölln, Kiehlufer. Ja, ich bin da mit einer bezaubernden jungen Dame spazieren gegangen….

Atomkraft ist sicher! Es gibt keine Leben ohne Risiko! [Update]

Hr-onlinme.de: „Nach einem Brand in einer nahegelegenen Umspann-Anlage hat im Atomkraftwerk Biblis die Umschaltung auf das Reserve-Stromnetz versagt.“

Taz: „Am Sonntag hat es in dem elsässischen AKW einen Störfall gegeben. Die Umweltorganisation BUND berichtet, deutsche Messstellen hätten danach erhöhte Strahlenwerte gemessen.“

Update Vorabmeldung des Spiegel: „Trotz ihres Moratoriums in der Atompolitik fördert die Bundesregierung weiterhin den Bau von Kernkraftwerken im Ausland. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Niema Movassat (Linke) ergibt, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung seit Amtsantritt 2009 deutsche Ausfuhren in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro durch Bürgschaften abgesichert hat. Größter Brocken ist eine Garantie für den Bau des Reaktors Angra 3 in Brasilien, der in einem Erdbebengebiet liegt. Aber auch für Neubauvorhaben in China hat der Bund die Deckung von Ausfallrisiken zugesagt.“

Karriere – Köpfe – Konzerne

msachmeyer

Stimmt das Gerücht eigentlich, dass Maschmeyer seinen Doktortitel an der Universität Hannover machen will?

Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was die Uni Hannover über ihn schreibt: „Als CEO berät er Entscheidungsträger von Finanzinstitutionen des nationalen und internationalen Banken- und Versicherungssektors, aber auch Regierungen und internationale Organisationen. Seit Dezember 2010 ist er außerdem Gesellschafter und Aufsichtsrat der HolsboerMaschmeyer Neurochemie GmbH, die u.a. eine maßgeschneiderte Behandlung von Depressionserkrankten zum Ziel hat. Carsten Maschmeyer ist Ehrensenator der Leibniz Universität und finanziert die Leibniz-Stiftungsprofessur in Hannover.“

Ach so. Er finanziert eine Professur. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

„Außerdem unterstützt er die Juniorprofessur ‚Neurobiologische Grundlagen des Lernens‘ an der Universität Hildesheim, die ihm 2009 die Ehrendoktorwürde verlieh.“ Ach. Er ist schon Doktor. Wir haben verstanden.

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