Sind Atheisten keine Menschen?
Das jedenfalls behaupte der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck:
Bei der diesjährigen Soldatenwallfahrt nach Lourdes hat Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck nichtreligiösen Menschen das Menschsein abgesprochen. Unter anderem behauptete er: „Ohne Religion und ohne gelebte Praxis von Religion gibt es kein Menschsein.“ Zudem meinte Overbeck gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), dass konfessionsfreie Soldaten nicht so gewissenhaft entscheiden könnten wie religiöse: „Oberste Priorität hat, dass Soldaten Gewalt nur im äußersten Notfall und vor allem verantwortungsvoll einsetzen. Mit einem festen Glauben lassen sich solche Entscheidungen gewissenhafter treffen.“
Die Giordano-Bruno-Stiftung hat den Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière, zu einer Stellungsnahme aufgefordert.
Pfaffen zu Kindergärtnern Kloakenreinigern!
Sektendetektor: Gemeinschaft des göttlichen Sozialismus
Ich habe aus gegebenem Anlass (Parteitag der Linken, westdeutsche Sektierer) meinen Sekten-Detektor upgedatet. (Schade, dass es so eine Statistik nicht für Polit-Sekten gibt!). Besonders nett: „Freie Apostelgemeinden (z.B. Gemeinschaft des göttlichen Sozialismus – Apostelamt Juda)“. Bruhahahaha.
Kapitalismus, reloaded
Handelsblatt: „Das Milliarden-Vermögen der Schlecker-Familie ist auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschrumpft. (…) Die Schlecker-Kinder Lars (40) und Meike (38) hatten den zweistelligen Millionenbetrag durch Auszahlungen ihrer Leiharbeitsagentur ‚Meniar‘ (Menschen in Arbeit) erwirtschaftet – ein Subunternehmen der Familie, über das sie rund 4300 Arbeitskräfte, die von Schlecker entlassen wurden, zu deutlich schlechteren Konditionen in Leiharbeitsverträgen an Schlecker vermittelt hatte.“
Gänseblümchenflowerpower
Die majestätische Gleichheit des Gesetzes und die Pressefreiheit
„… unter der majestätischen Gleichheit des Gesetzes, das Reichen wie Armen verbietet, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.“ (Anatole France, Die rote Lilie, München 1925)
Guckst du auch bei Thomas Stadler – wie das Landgericht Hamburg die Meinungsfreiheit aushöhlt.
„Die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ (Paul Sethe, Journalist)
Wir nehmen euer Gift doch gern
„Nach Angaben der indischen Regierung hat die Bundesrepublik angeboten, 350 Tonnen toxische Stoffe zu entsorgen. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, versichern die Behörden.“ (Quelle)
Schon klar.
Tempelhofer „Freiheit“ und Neukölln
Indymedia über die Tempelhofer Freiheit aka Flughafen Tempelhof: „Das Feld wird in den nächsten Jahren einer ‚behutsamen Umgestaltung‘ in eine Parklandschaft unterzogen, mit Luxuswohnblocks bebaut und als Ausstellungsgelände genutzt. Das heißt im Klartext: Das Gelände wird nicht mehr frei nutzbar sein, die ohnehin rasant steigenden Mieten im angrenzenden Schillerkiez werden in die Höhe schießen und Sanierungen und Zwangsumzüge werden auf die Tagesordnung rücken. Denn: Luxuswohnungen gehören in einen Luxusbezirk. Jetzt schon stehen viele Häuser im Schillerkiez leer und warten auf einen lukrativen Verkauf, während Familien, die seit Jahren im Kiez wohnen, wegziehen müssen, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können.“
Neu in der Blogroll: Nachrichten aus Nord-Neukölln.
Die Schönheit der Städte
Flughafen Berlin: Wie Politiker unser Geld verzocken
Guckst du hier: „…gibt es beim Bau des neuen Hauptstadt-Airports „Willy Brandt“ offenbar auch erhebliche Finanzierungsrisiken. Schuld sind riskante Finanzwetten der Flughafengesellschaft. (…) Die riskanten Finanzprodukte schlugen nach den Geschäftsberichten der Flughafengesellschaft im Jahr 2010 mit einem Minus in Höhe von 106 Millionen Euro zu Buche; ein Jahr später lag der „negative Marktwert“ bereits bei 214,5 Millionen Euro. (…) Bei den Finanzwetten handelte es sich nach Informationen des SPIEGEL um sogenannte Rollercoaster Swaps. Ein Swap bezeichnet meist generell eine Wette, bei der die Vertragspartner miteinander meist auf sinkende oder steigende Zinsen wetten.“
Die Flughafengesellschaft, die den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund gehört, wollte sich zu Details des Vorgangs nicht äußern. Wozu auch? Was die Wirtschaft kann, können Politiker mit Steuergeldern schon lange!
Es gibt eben genug Volltrottel in Berlin, die Wowereit immer noch wählen würden.
Kapitalismus, revisited
Liebe Kinder! Den Kapitalismus hatten wir hier schon mehrfach durchgenommen. Das ist die Wirtschaftsform, die wir alle lieben und verehren und die das Ende der Geschichte bedeutet und die ewig währen wird, bis die Sonne die Erde verschlingen wird.
Im aktuellen Spiegel lesen wir: „Der Discounter Aldi erhielt in den vergangenen Jahren staatliche Subventionen in beträchlicher Höhe.“ Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG), das dem CSU-Ramsauer untersteht, hat die gezahlt. Die Grünen-Valerie Wilms hat im Parlament gefragt, warum, wie und wieviel. Sie erhielt die Antwort, die Datenverarbeitung der BAG sei nicht so ausgelegt, „dass man sagen könne, welche Unternehmen wie hoch gefördert würden.“ Alles geheim.
Aldi machte 2009 einen Umsatz von rund 1,071 Mrd. Euro.
Was lehrt uns das wie gewohnt? Im Kapitalismus müssen die Unternehmen, die am meisten Profit machen, mit Geldern der Steuerzahler noch zusätzlich gefördert werden, denn das implementierte Ziel dieser Wirtschaftsform ist: Den Kleinen wird das Geld weggenommen und den Großen gegeben.
Zu den Details lest bitte bis zur nächsten Stunde: „Das Kapital von Karl Marx. Hausaufgabe: Was ist der Unterschied zwischen Wert und Mehrwert, zwischen Geld und Kapital, zwischen variablem und konstantem Kapital und zwischen Profit und Surplusprofit? Und wie lautet das Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate?
Terrorbotschaften aus dem /dev/random
Wo überall verstecken Terroristen geheime Botschaften? Fragen wir CNN (via Fefe): „Documents reveal al Qaeda’s plans for seizing cruise ships, carnage in Europe“. Noch mal ganz langsam zum Mitschreiben: In Pornos auf Datenträgern in der Unterwäsche eines in Berlin verhafteten Terroristen.“
Urheber der Verschwörungstheorie ist Yassin Musharbash, der als „islamismus-Experte“ bei Spiegel Online dafür berüchtigt war, seine Quellen nicht zu nennen bzw. zu verlinken („auf einer islamistischen Website“).
Telepolis vor elf Jahren darf man jetzt nicht lesen: „Benutzen Terroristen versteckte Botschaften? (…) Doch die versteckte Botschaft über Bin Ladins Vorgehen ist, dass es keine versteckte Botschaft gibt“.
In Wahrheit stammt dieser Hoax von USA Today aus dem Jahr 2001. Sogar die Wired beschäftigte sich damals mit dem Blödsinn.
Burks.de macht es den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern leicht – wir basteln uns unsere eigene Terror-Verschwörungstheorie:
– Osama bin Ladens Sohn eröffnet Schnellimbiss auf dem Mars
– Terroristen verstecken Botschaften in Angela Merkel
– wie Terroristen eine Botschaft im IP-Header verstecken wollten
– Hexcodes, mit denen in HTML die Hintergrundfarben von Webseiten angegeben werden, enthalten versteckte Botschaften. Jede zu bunt gestaltete Seite ist verdächtig.
– Terroristen verstecken Botschaften angeblich in Pizza
– bin ‚im‘ laden versteckt botschaften in ebay auktionen
– Terroristen verstecken Botschaften angeblich in der Zahl PI
– Terrorbotschaften aus dem /dev/random
– Rollendes Biowaffenlabor endlich entdeckt: Schäuble wurde verhaftet!
– Michale Drosnin entdeckte nach Kryptoanalyse der Bibel Tonnen von terroristischen Botschaften. U.a. sind das Attentat auf Kennedy in der Bibel verschlüsselt.
– ein Bruder Osama bin Ladens versteckt geheime Botschaften in Parfum
– Osamas Nachfolger spielt wohl auch Quake3
– Mafiosi verstecken Botschaften angeblich in Weißwürsten
Vergesellschaftung
Na also – geht doch: Argentiniens Senat stimmt für YPF-Verstaatlichung. (…) Gegen den Willen von Spanien, Europäischer Union und Weltbank treibt Argentinien die Nationalisierung vom Ölkonzern YPF weiter voran.“
„Die Firmenbüros sind bereits von Soldaten besetzt: Bolivien hat eine Tochter des spanischen Stromkonzerns REE enteignet„.
Energie, Wasser und Luft sind keine Dinge, mit denen man Profit machen sollte. Ich zähle auch den öffentlichen Nahverkahr dazu. Das sehen die Apologeten des Kapitalismus aka „freie Marktwirtschaft“ natürlich anders.
Pädagogisch wertvoll
Klein Burks 1956
Resources Development Administration heisst jetzt Planetary Resources
„Seltene Metalle wie Platin will Andersons Team auf den Asteroiden gewinnen und dann zur Erde schaffen, wo sie extrem knapp und teuer sind. Nach Angaben von Planetary Resources kann ein 30 Meter großer Asteroid Platin im Wert von 25 bis 50 Milliarden Dollar enthalten, berechnet nach heutigen Preisen,“ berichtet SpOn.
Irgendwie kam mir das bekannt vor. Aber war das seltene Metall nicht Unobtainium?
Auf dem Bild beobachtet ein Einheimischer die Angestellten der Firma Planetary Resources, wie diese auf fremden Asterioden nach seltenen Metallen schürfen.
Wo steht diese Kirche?
Kleine Hilfe: Der Ortsname beginnt mit K und liegt in Brandenburg im Beitrittsgebiet.
Druiden und Odd Fellows
Was es so alles gibt… Gesehen in Berlin-Grunewald.
Übereinstimmende gesellschaftliche Wertvorstellungen

Der Inhalt des Fotos ist nicht nur jugendgefährdend im Sinne von § 1 GjS, sondern offensichtlich schwer jugendgefährdend im Sinne von § 6 Nr. 2 GjS in Verbindung mit § 184 Abs. 1 StGB. Der Inhalt des Bildes ist pornographisch. Unter Ausklammerung aller sonstigen menschlichen Bezüge werden nämlich sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund gerückt. Die Gesamttendenz des Fotos zielt ausschließlich auf das lüsterne Interesse des Betrachters an sexuellen Dingen ab. Eine möglichst aufdringliche sexuelle Reizwirkung wird intendiert.
Festzuhalten ist auch, dass es nach dem Gesetzeswortlaut nicht auf eine tatsächliche Entwicklungsbeeinträchtigung oder eine besondere Wahrscheinlichkeit für eine solche ankommt, sondern dass die Inhalte lediglich geeignet sein müssen, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu beeinträchtigen, also die bloße Möglichkeit hierzu ausreicht. Diese Eignung liegt demnach bereits dann vor, wenn eine Beeinträchtigung mutmaßlich eintreten könnte bzw. wenn Inhalt oder Darstellung eines Angebots derart von übereinstimmenden gesellschaftlichen Wertvorstellungen bzgl. der Entwicklung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen abweicht, dass hieraus die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersklasse vermutet werden kann.
Übrigens: Wer findet bei maps.google.com heraus, wo das Foto aufgenommen wurde? Eine lobende Erwähnung bei burks.de ist garantiert.
Das grosse unlösbare Oster-Rätsel

Welcher Berliner S-Bahn-Hof ist das?
Frohe Ostern allen wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern!
Anonymität verlockt
Schneider sagte der Münsterschen Zeitung (Samstagsausgabe): „Die Anonymität des Internets ist eine Verlockung, Hemmungen aufzugeben. Sie verleitet dazu, dem destruktiven Potenzial, das in uns allen steckt, völlig freien Lauf zu lassen.“
Burks sagte dem Blog burks.de (Samstagsausgabe): „Das Wegschauen und Verdrängen und die Heuchelei der Kirchen ist eine Verlockung, Hemmungen aufzugeben. Sie verleitet dazu, dem destruktiven Potenzial, das in den Pfaffen steckt, völlig freien Lauf zu lassen.“
Ethnische Erscheinung: Hamitisch
Es ist immer wieder lustig anzusehen, wo das Völkische bei den Deutschen hervorkriecht.
„Ethnisch“ ist nichts anderes als pseudomodernes Neusprech für „völkisch“. Eine Ethnie ist ein Volk. Da das Völkische ein wenig in Verruf geraten ist durch die Nazis, sagt man das heute anders – außer man gehört zu den reaktionären Lichterkettenträgern und beschäftigt sich mit den „bedrohten Völkern„, denen die Bundeswehr „helfen“ müsse, um die Handelswege am Hindukusch und auch anderswo freizuhalten.
„Das griechische Wort éthnos beschreibt die Abgrenzung durch Selbst- und Fremdzuweisung„. Quod erat demonstrandum.
Man darf gespannt sein, wie TheaterKontakte.de eine afrodeutsche Schauspielerin beschreiben würde. „Ethnische Escheinung: Hamitisch? „Arisch“ für Inder und Afghanen, und was ist mit der Phänotypie der „Ethnien“ der Palästinensern, Tuareg und Tibetern? Und die Langnasen sind Juden?
„Ethnische Erscheinung mitteleuropäischer Raum“ ist natürlich ein verbales Kostüm der kaukasischen Rasse. Kratzt man ein wenig am ethnischen Firnis der Sprache, dann wird es sehr schnell dunkelbraun.
Es würde mich aber nicht wundern, die rassistischen Termini sogar in deutschen Schulbüchern vorzufinden. Bei Klett haben wir ohnehin Rassismus pur. Die schlagen gleich „negrid“ vor. Deutsche Lehrer beschweren sich über so etwas nicht.



























