Unter Rechtsstreitern

rechtsstreite

So sieht es aus, wenn man investigativ als Journalist arbeitet, wenn man bloggt und wenn man im DJV Berlin ist. Zur Zeit verklagt mich Michael Rediske wegen einer Lappalie. Es ist immer etwas…

Man muss natürlich Nerven haben. Die Taktik der Anwälte ist: Man lauert auf ein falsches Komma, dann kann man den verhassten Kritiker mit einer Abmahnung und einer Unterlassungserklärung nerven. Danach folgt eine Honorarforderung in Höhe eines Monatslohns eines Arbeiters. Das ist zwar obszön, aber Anwälte kümmert das natürlich nicht.

Man muss das nicht einfach so bezahlen. Das ist die gute Nachricht. Wie viel ein Anwalt fordern darf, richtet sich nach dem Streitwert bzw. Gegenstandswert. Den setzen aber letzlich die Gerichte fest. Wenn also ein Anwalt behauptete, ein falsches Wort auf einem Blog oder in einem Artikel schade seinem Mandanten, seiner Reputation in der großen, weiten Welt oder seiner (falls vorhanden) Persönlichkeit und das alles sei mindestens zum Beispiel 10.000 Euro wert, dann wartet man ab, falls die Sache nicht beim Landgericht ist.

Da der Gegenstandswert/Streitwert häufig ein Schätzwert ist, wird er gerne zu hoch angesetzt. Daher macht es immer Sinn, die Unterlassungserklärung nicht blind zu unterschreiben, sondern auch die Höhe des Gegenstandswerts zu prüfen. Denn darauf basierend berechnen sich die Rechtsanwaltsgebühren von ihrer Seite her und die Anwaltsgebühren der Gegenseite – die Sie im Zweifel auch oder anteilig zu tragen haben. (anwalt.de)

Dann muss der Anwalt bei einem Amtsgericht das Honorar einklagen. Und das ist dann meistens erheblich niedriger als von der Gegenseite gewünscht. Die Gerichtskosten fallen natürlich immer an.

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Westliches und östliches Gedöns

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Georgina (Symbolbild)

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einer ungeheueren Georgina verwandelt. Halt! Stopp! Darüber wollte ich gar nichts posten. Ich suchte nur einen Vorwand für ein gefälliges Titelbild.

Deniz Yücel tweetete (heißt das Verb so?): In einer Welt aus Willen und Vorstellung, in der sich jeder Student mithilfe von giftgrünem Nagellack und Fantasiepronomen zur „non-binären“ Person erklären kann und jede Redakteurin mit schneewitchenblasser Haut und einem Onkel in Slowenien zur „Person of Color“ mag ein evolutionsbiologischer Vortrag über Sex und Gender als Zumutung erscheinen. Das ist okay. Queerdenker dürfen dagegen protestieren, ebenso wie z.B. Querdenker gegen einen epidemiologischen Vortrag über Covid-19. Die vorgetragenen Thesen können wissenschaftlich kontrovers sein, wie Kritik nicht immer als gepflegter Disput unter C4-Professoren stattfinden muss. Cancel Culture wird nicht dadurch vom Kampfwort zur Realität, weil Jana aus Kassel oder Momo aus Berlin (vormals: Bodo aus Ulm) oder wer auch immer im Internet oder auf der Straße gegen was auch immer demonstriert, sondern durch die Unfähigkeit von Institutionen aller Art, Kritik und Empörung auszuhalten.

– Ich würde das noch steigern: Wenn die vier (!) Präsidenten der Humboldt-Universität in Berlin nicht in der Lage sind, die Freiheit der Lehre und der Wissenschaft zu garantieren, notfalls mit Hilfe roher Gewalt der Polizei, dann sind sie unfähig und sollten allesamt zurücktreten. Oder sie wollen es nicht. Dann um so mehr.

Oder man sollte die Humboldt-Uni ganz schließen.

westliche werte
Westliche Werte (Symbolbild)

– Das Ministerium für Wahrheit informiert: „Wissenschaft“ heißt jetzt „inhumaner Biologismus„. #VolkerBeck

Die haben doch alle einen an der Klatsche. Ich kann mich da richtig hineinsteigern. Ich habe nichts gegen Aufmärsche von Homosexuellen, aber bitte dann auch im Stechschritt. Warum werden eigentlich bei Fotos des Milieus, das in Neusprech mit zahllosen Buchstaben abgekürzt wird, deren Reihenfolge mir entfallen ist, von der Bedeutung ganz zu schweigen oder gar, wie man das Gedöns ausspräche, immer nur Tunten abgebildet? Warum sind die alle so hässlich und sehen nicht so aus wie woanders? Sind „Transmenschen“ alles Männer? Jetzt muss ich aber damit aufhören…

– Apropos: „Sprachdiktate sind ein Markenzeichen aller Diktaturen.“

östliche werte
Östliche Werte (Symbolbild)

And now for something completely different.
– Das Ministerium für Wahrheit, auch bekannt als Clemens Wergin, informiert: Niederlagen oder heillose Flucht in einem Krieg heißen immer „taktischer Rückzug“.

– Die russische Propaganda zitiert den Feind: „The world can order Russia to leave Donbass, but the Russians will not leave, and no one can force them to leave.“ This statement was made by the former head of the British General Staff, General Richard Dannatt, in an interview with Sky News.
He also expressed confidence that Russian forces would „almost inevitably“ occupy the DPR and the LPR, and the Ukrainians would not be able to „expel“ them from there.

Das hätte ich nicht gedacht, zumal Selenkij doch angekündigt hat, den Donbass zurückzuerobern?

– Das mit den ukrainischen Drohnen hat sich bald ausgedrohnt. „Ukraine’s drones are becoming increasingly ineffective as Russia ramps up its electronic warfare and air defenses“.

– Ich bin mal gespannt, ob die Russen jetzt erst nach Kramatorsk und Slowjansk vorstoßen oder eher im Süden in Richtung Odessa. Ich denke, die erstere Variante ist wahrscheinlicher – sie werden nach der Oblast Luhansk auch Donezk vollständig einnehmen wollen. Wenn die Ukrainer dann immer noch nicht verhandeln wollen, verlieren sie die gesamte Südküste – falls dann überhaupt noch jemand kämpfen will und nicht alle in Scharen desertieren.

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Baccarat Ponzi

micha sanders

Was macht eigentlich Michael Wobbe aka Michael Sanders? Jemand hat mir da etwas zugeschickt: Er ist so seriös wie eh und je. Ich habe nichts anderes erwartet.

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We marched

roleplay

Was ich gestern Abend Sinnloses gemacht habe, wurde mit Bildern dokumentiert (nicht von mir, nur das obige). #roleplay #fantasy #secondlife #gor #klima #tahari

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Alles Putins ausser Mutti

Lisichansk
Die ukrainischen Truppen wurden aus Lisichansk vertrieben.

Bei der „Konkret“ hängt der Haussegen schief: „Für uns, Autorinnen und Autoren von Konkret, ist mit dem redaktionellen Kurs zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine rote Linie überschritten. Wir wollen und können nicht weiter in einer Zeitschrift publizieren, die sich in dieser Frage in die Nachbarschaft der AfD, des völkischen Flügels der Linkspartei oder Jürgen Elsässers Compact, von Henry Kissinger, Klaus von Dohnanyi oder den Lobbyverbänden der deutschen Industrie begibt.“

Ich halte das für bekloppt Quatsch. (Wer ist der „völkische Flügel“ der „Linkspartei?“) Leute, die reaktionäre Sprachesoterik aka Gendersterchen aushalten oder sogar benutzen, regen sich über eine Meinung auf, die sich nur marginal von der eigenen unterscheidet? Mittlerweile ist die Pro-Putin-Keule ein Mittel geworden, um sich vor einer Analyse zu drücken und Diskussionen zu verweigern. Wer keinen dritten Weltkrieg will, ist automatisch „Putin-Versteher“.

„…findet sich kaum etwas im Heft, ebenso wenig über die ideologische und materielle Zuarbeit der Machthaber im Kreml für die rassistische und faschistische Rechte weltweit, von Orbán und Le Pen bis Trump und Modi.“ Als wenn das alles so einfach wäre! Sollten deutsche Linke die Kriegstreiberin Hillary Clinton anhimmeln? Was unterscheidet Orbán von Netanjahu? Und was Le Pen von der dänischen Einwanderungspolitik? Alles Nazis außer uns? So kennt man die deutschen Linken und die, die sich dafür halten.

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Run through the jungle, revisited

dschungel

Dschungel, wenn es ein richtiger ist – das ist etwas, vor dem ich Respekt habe. Da gehört der Homo sapiens eigentlich nicht hin, weil er, wenn er eindringt, viel kaputt macht, ohne zu begreifen was. Das hier ist eines meiner Lieblingsbilder – das Dia-Original ist leider schon vor langer Zeit verloren gegangen. Ich musste die Farben nachbearbeiten. Eine große Version in DIN A2 (?) hängt noch bei mir im Flur. Meine Besucher werden es kaum erinnern, aber für mich steckt eine Geschichte dahinter.

Ich weiß nicht mehr genau, wo ich das Foto 1979 aufgenommen habe. Ich kann mich aber sehr wohl daran erinnern, dass es in irgendeiner Ruinenstadt in Mexiko war, ich mich in die „Büsche“ geschlagen und plötzlich keinen blassen Schimmer mehr hatte, wo ich war und wohin ich gehen sollte. Es war das erste Mal auf meinen Reisen, dass ich richtig Angst hatte, was nur selten vorgekommen ist. Irgendwie – aber mehr zufällig – fand ich dann doch wieder zurück.

War es in Tula? Nein, da war kein Dschungel. Monte Albán? Dito. Uxmal? Wäre möglich. Chichén-Itzá? Auch kein Dschungel, in dem man hätte sich verlaufen können, jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe. Teotihuacán? Auf keinen Fall, alles zu weitläufig. Palenque? Nein, weil das auf der ersten Reise 1979 passierte. Also doch und wahrscheinlich Uxmal. (Auf dem Foto sehe ich auch irgendwie verstört aus.)

dschungel

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Alles Yummi

Shakshuka

Hat schon mal jemand Shakschuka, Orangenmarmalade (very British!) und Kirsch-Sahne-Torte (nicht zu sehen) gleichzeitig zubereitet? Wehe, wenn man da die Zutaten verwechselt.

Die Torte schmeckt zwar, aber die Form ist misslungen, weil ich zwei Dinge falsch gemacht hatte (falsche Kuchenform für den Boden, den fünf Minuten zu lange im Ofen, zu viel Quark, Sahne war nicht richtig steif). Soll nicht wieder vorkommen.

Vorräte wieder aufgefüllt. #lifestyle #orangenmarmelade #rharbarbermarmelade #kirschmarmelade #erdbeermarmelade

Ich war gestern mehr als sechs Stunden in der Küche, daher das sparsame Bloggen.

eingemachtes

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Entnazifizieren!

„Die Aussagen des ukrainischen Botschafters sind eine Verzerrung der historischen Tatsachen, eine Verharmlosung des Holocausts und eine Beleidigung derer, die von Bandera und seinen Leuten ermordet wurden.“ (Botschaft Israels in Berlin)

Ich glaube, der Melnyk spiegelt ńur den politischen Mainstream in der Ukraine wieder.

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