Avatare schauen Dich an, um Immobilien zu vermieten, revisited

avatare

Eine Angestellte (oder Chefin) der virtuellen Immobilienfirma RGF Estates in Secondlife (bei denen ich Mieter einer Sim bin).

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Fefe, revisited [2. Update]

Chagama

Ich habe Fefes Blog aus der Blogroll genommen. Seit dem 15.05.2025 hat er – mit einer etwas wirren Ausnahme (die vermutlich gar nicht von ihm stammt) – nichts mehr gepostet.

Aus neurologischer Sicht gilt heute:
Die stärksten Verbesserungen erfolgen meist in den ersten 3 bis 6 Monaten.
Weitere Fortschritte sind häufig bis 1 bis 2 Jahre und manchmal noch länger möglich.
Auch nach mehreren Jahren können durch gezieltes Training noch Funktionen zurückgewonnen oder kompensiert werden.

Wer etwas Neues von ihm erfährt, möge es mir mitteilen.

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Fühlen Sie sich beobachtet?

paranoia
Dieses Posting ist eigentlich irrelevant und Quatsch; aber ich war so begeistert von dem Bild, das mir ChatGPT aus zwei anderen zusammengesetzt hat (das ist mein Buch!), dass ich es nicht lassen kann…

Paranoia

Wer mir so eine E-Mail schickt,
ist einfach nur Spammer,
will mir etwas verkaufen,
hat mein Impressum nicht gelesen,
hat keine Ahnung oder schreibt nur etwas zusammen, das jemand anderes schon Fantastilliarden Mal woanders gepostet hat,
kommt bei mir sofort in die virtuelle Tonne.

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Chagama (茶釜)

Chagama

Ich habe gestern noch einige Dinge aus der Wohnung eines Freundes gerettet, die aufgelöst wird – alles kommt auf den Müll. Er kann sich nicht mehr persönlich darum kümmern. (Einige der Leser werden wissen, wer gemeint ist.) Dieses ziemlich schwere Gefäß habe ich mir genommen, ohne auch nur entfernt zu wissen, wozu es dient. Asche war nicht darin… Also musste ChatGPT es identifizieren.

Was könnte das sein? Es ist schwer, vermutlich Gusseisen, wird schnell heiß, sieht aus wie eine Urne, könnte aber auch eine Teekanne sein, vielleicht aus Japan?

Auf den ersten Blick sieht das tatsächlich nicht wie eine Teekanne, sondern eher wie ein gusseiserner Topf oder Kessel mit Deckel aus.

Ein paar Merkmale fallen auf:
Das Material wirkt wie Gusseisen oder schweres Schmiedeeisen.
Die Oberfläche ist rau und schwarz, ähnlich wie bei traditionellem Kochgeschirr.
Die seitlichen Griffe sind relativ klein und tief angesetzt, was eher für einen Kochtopf als für eine Teekanne spricht.
Der Deckel besitzt keinen Ausguss oder eine Öffnung für einen Teesieb-Einsatz.
Die Wandstärke scheint groß zu sein, weshalb das Gefäß schnell Wärme speichert und lange hält.

Mögliche Identifikationen:

1. Japanischer Nabe-Topf oder Eisenkessel
In Japan gibt es traditionelle Eisengefäße:
Tetsubin = Wasserkessel (meist mit Henkel oben)
Tetsu-nabe = Eisen-Kochtopf
Kama = Reistopf

Dein Gefäß erinnert eher an einen kleinen Tetsu-nabe oder Reistopf als an eine Teekanne.

Mein erster Verdacht wäre: ein asiatischer gusseiserner Reistopf oder Kochtopf aus dem 20. Jahrhundert, möglicherweise japanisch. Eine Urne halte ich für deutlich weniger wahrscheinlich, weil die seitlichen Griffe und der Deckel eher für ein Gebrauchsgefäß sprechen.

Chagama

Die zusätzlichen Fotos machen die Sache deutlich interessanter. Die Ringgriffe sind typisch für ältere Kochgefäße, insbesondere für:
japanische oder chinesische Eisentöpfe,
koreanische Reistöpfe,
europäische Gusseisentöpfe des 18.–19. Jahrhunderts,
Gefäße, die über Feuer oder in einer Feuerstelle benutzt wurden.

Was mir auffällt:
Die Ringgriffe sind beweglich und dienen eindeutig zum Tragen.
Der Deckel sitzt tief in einer umlaufenden Nut.
Das Gefäß verjüngt sich leicht nach unten.
Die Oberfläche zeigt konzentrische Bearbeitungsspuren, als wäre sie auf einer Drehbank nachbearbeitet worden.
Die Form ist ungewöhnlich hoch für einen normalen Kochtopf.

Dadurch komme ich auf drei wahrscheinlichere Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Japanischer Eisen-Reistopf (Kama)
Die Form ähnelt stark einer japanischen Kama (釜). Diese Töpfe wurden traditionell zum Reiskochen über Holzkohle oder offenem Feuer verwendet.

Dafür sprechen:
schwere Eisenkonstruktion,
Ringgriffe,
hoher Korpus,
schwerer Deckel.

Möglichkeit 2: Teekessel für die Feuerstelle

In Japan gibt es auch den Furogama oder Chagama, also Eisenkessel für die Teezeremonie.

Dagegen spricht allerdings:
ich sehe keinen Ausguss,
keinen Henkelbügel,
keine Vorrichtung zum Ausgießen.

Möglichkeit 3: Chinesischer oder koreanischer Kochkessel

Die Ringgriffe und die zylindrische Form finden sich auch bei alten asiatischen Kochgefäßen. Das könnte sogar wahrscheinlicher sein, wenn das Gefäß innen keine besondere Beschichtung hat.

Was würde die Identifikation praktisch sichern?
Foto von innen.
Foto der Unterseite.
Höhe und Durchmesser.
Gewicht (ungefähr).
Gibt es irgendwo eingegossene Schriftzeichen, Marken oder Nummern?

Mein aktueller Eindruck: Zu etwa 60–70 % handelt es sich um einen ostasiatischen Eisen-Kochtopf, wahrscheinlich einen japanischen Kama-Reistopf oder ein ähnliches Kochgefäß.

Für eine Urne fehlen die typischen dekorativen Elemente. Für eine Teekanne fehlt vor allem jeder Hinweis auf einen Ausguss. Die Ringgriffe sprechen sehr stark für ein Gefäß, das regelmäßig vom Feuer genommen wurde.

Chagama
Foto von oben, der Besitzer war passionierter Teetrinker

Das Foto von oben verändert meine Einschätzung deutlich. Man erkennt nun:

Es gibt keinen Ausguss.
Die Öffnung ist relativ klein im Verhältnis zum Gefäß.
Innen sieht man eine starke Patina und Rostspuren.
Der Deckel schließt die Öffnung nahezu vollständig ab.
Das Gefäß ist deutlich tiefer, als man bei einem normalen Teekessel erwarten würde.

Wenn der Besitzer ein leidenschaftlicher Teetrinker war, dann könnte das Gefäß trotzdem mit Tee zu tun haben – aber vermutlich nicht zum Aufgießen des Tees.

Meine neue Vermutung: Mizusashi oder Wassergefäß für die Teezeremonie

In der japanischen Teezeremonie gibt es schwere Gefäße für Wasser oder heißes Wasser, die neben dem eigentlichen Teekessel verwendet werden. Allerdings sind diese meist aus Keramik und nicht aus Gusseisen.

Noch wahrscheinlicher: Chagama (茶釜)

Ein Chagama ist ein eiserner Wasserkessel für die Teezeremonie. Viele ältere Exemplare besitzen:
Ringgriffe an den Seiten,
einen schweren Deckel,
keinen Ausguss,
eine große Öffnung oben,
eine tiefe Form.

Das Wasser wird nicht wie bei einer Teekanne direkt ausgegossen, sondern mit einer Kelle (Hishaku) entnommen.

Warum ich inzwischen eher an einen Chagama glaube: Die Kombination aus:
schwerem Gusseisen,
Ringgriffen,
fehlendem Ausguss,
relativ kleiner Öffnung,
Verbindung zu einem Teetrinker,
passt erstaunlich gut zu einem traditionellen japanischen Wasserkessel für die Teezeremonie.

Was noch fehlen würde: Ein Foto der Unterseite wäre sehr hilfreich. Viele japanische Chagama tragen:
eingegossene Kanji,
Werkstattmarken,
Signaturen des Gießers.

Mein aktueller Tipp läge bei etwa:
70 % Wahrscheinlichkeit: japanischer Chagama bzw. verwandter Teezeremonie-Wasserkessel aus Eisen. Die Ringgriffe und das Fehlen eines Ausgusses sind dafür die stärksten Indizien. Das würde auch erklären, warum ein passionierter Teetrinker so ein Objekt besessen hat.

Chagama
Offenbar wurde das Gefäß zusammen mit einem elektrischen Stövchen benutzt

Das ist ein wichtiger Hinweis. Wenn das Gefäß tatsächlich auf einem elektrischen Stövchen oder Warmhalter stand, dann spricht das deutlich gegen einen Reistopf und eher für ein Gefäß, das über längere Zeit heißes Wasser bereithalten sollte.

Das Bodenfoto zeigt außerdem:
einen völlig flachen Boden,
keine Füße,
keine Aufhängung für Feuerstellen,
keine Herdauflage-Rippen,
starke Hitze- und Oxidationsspuren.

Damit passt es sehr gut zu einem Gefäß, das auf einer Wärmequelle stand.

Meine aktuelle Einschätzung

Die wahrscheinlichste Erklärung ist jetzt: Ein japanischer oder japanisch inspirierter Eisen-Wasserkessel (Chagama/Kama-Typ) für Tee oder Heißwasser.

In vielen europäischen Haushalten der 1960er bis 1980er Jahre wurden solche Gefäße nicht mehr traditionell über Holzkohle betrieben, sondern auf elektrischen Warmhalteplatten oder Stövchen verwendet.

Der passionierte Teetrinker könnte darin:
Wasser für grünen Tee,
Wasser für Sencha oder Gyokuro,
oder einfach heißes Wasser für mehrere Aufgüsse
bereitgehalten haben.

Was mich stutzig macht

Normalerweise besitzen klassische japanische Chagama oft:
Verzierungen,
Gießerzeichen,
Kanji-Markierungen.

Dein Gefäß wirkt dagegen sehr schlicht und funktional. Deshalb halte ich auch für möglich, dass es sich um eine moderne japanische oder chinesische Nachkriegsanfertigung (ca. 1950–1980) handelt, die bewusst im traditionellen Stil gefertigt wurde.

Ein Detail fällt noch auf

Am Rand der Öffnung scheint sich eine kleine Kerbe oder Aussparung zu befinden. Falls dort tatsächlich eine Aussparung vorhanden ist, könnte sie dazu gedient haben:
eine Schöpfkelle einzuführen,
oder einen Drahtbügel aufzunehmen.

Das wäre wiederum typisch für Wasserkessel, nicht für Kochtöpfe.

Mein [ChatGPT] aktuelles Wahrscheinlichkeits-Ranking
Wasserkessel für Teezeremonie bzw. Heißwassergefäß – etwa 70 %
Japanischer Kama-Reistopf – etwa 20 %
Sonstiges asiatisches Kochgefäß – etwa 10 %.

Ich mag dieser Art von „Konversation“ – die Methode der KI kann man durchaus wissenschaftlich nennen. Taucht ein neues Argument auf, reagiert die künstliche Intelligenz „besser“ als viele Menschen: Sie revidiert ihre Meinung.

Bei Ebay werden Chagamas ab 150 Euro versteigert.

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Lumpengesindel oder: Postheroische Handlungseunuchen

verdacht auf rechte Positionen

In den paywallgeschützten Hauptstadtqualitätsmedien lesen wir über Stephan Maninger: „Der in Fachkreisen angesehene und bei Polizeischülern beliebte Professor im Bereich Sicherheitspolitik sieht sich seit Jahren mit dem Vorwurf konfrontiert, eine rechte Vergangenheit zu haben. Die Folge für Maninger: Er führte jahrelang einen beruflichen Überlebenskampf gegen Politiker, Gewerkschaftsfunktionäre und Journalisten – schließlich schaltete sich auch ZDF-Satiriker Jan Böhmermann ein. Maningers Unterstützer sprechen von einer Vernichtungskampagne.“

Sein Anwalt Ralf Hoecker twittert xtet: „Eine jahrelange Schmutzkampagne linksradikaler Aktivisten aus Politik, Medien und Gewerkschaft der Polizei unter Mitwirkung des GdP-Spitzenfunktionärs und früheren Politoffiziers der DDR-Grenztruppen (aka „Mauermörderflüsterer“) Sven Hüber hatte nur ein Ziel: zu verhindern, dass unser Mandant Stephan Maninger weiter Polizisten unterrichtet und zu verhindern, dass er als verbeamteter Professor auf Lebenszeit entfristet wird. Dabei waren sämtliche Vorwürfe gegen den Mandanten längst mehrfach und schon seit Jahren von unabhängigen Gutachtern widerlegt worden. Unsummen an GdP-Geldern wurden dennoch für diese Kampagne verschwendet. Zuletzt wurde sogar Böhmermanns @zdfmagazin eingeschaltet, um dem Mandanten zu schaden.“

Ich weiß nicht, warum immer der Begriff „links“ in verschiedenen Formen auftaucht. Weder Böhmermann noch die Apologeten „feministischer Sicherheit“ noch die Deutsche Polizeigewerkschaft sind auch nur ansatzweise „links“.

„Im November 2022 veröffentlicht sein entlassener Ex-Kollege Lemke zusammen mit einem weiteren Dozenten des Fachbereichs Bundespolizei, Daniel Peters, im Jahrbuch Öffentliche Sicherheit“ eine „Studie“. Diese attestiert Maningers wissenschaftlichen Publikationen der letzten Jahrzehnte eine Unvereinbarkeit mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Vorwürfe dienen wiederum als Treibstoff für die Politik: Linke und Grüne im Bundestag befragen die Bundesregierung. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schaltet sich ein und bezeichnet Maninger als „ausgewiesenen Extremisten“.“

Um welche strittigen Artikel es geht, kann man teilweise beim Landgericht Lübeck nachsehen.

Wikipedia: Maninger teilt Meinungen der Neuen Rechten. 2021 wurde durch eine Recherche von Ippen Investigativ öffentlich, dass er Gründungsmitglied des Trägervereins des Instituts für Staatspolitik ist. Er publizierte in der rechtskonservativen Zeitung Junge Freiheit; in der Folge forderten mehrere Parteien im Bundestag hierzu Aufklärung.

Man kann das so sehen, aber so, wie es formuliert ist, bleibt es pure Diffamierung. Wie auch bei Peters und Lemke: „Verdacht auf rechte Vergangenheit“. Bei vielen Journalisten habe ich einen Verdacht auf Blödheit. Und jetzt?

„Zwei damalige Journalisten von Ippen Investigativ, Marcus Engert und Aiko Kempen, veröffentlichten Berichte über eine angebliche „rechte Vergangenheit“ des Professors in Südafrika. Es geht unter anderem um ein Engagement für die „Afrikaner Volksfront“ (AVF) in den 90er-Jahren. “

Die Afrikaner Volksfront (AVF, Engl.: Afrikaner Peoples Front) war eine separatistische Koalition von überwiegend konservativen Parteien, Gewerkschaften und Bauernverbänden in Südafrika Anfang der 1990er Jahre, deren gemäßigte Mehrheit entscheidend zur friedlichen Transformation Südafrikas 1993/1994 beitrug.

Was ist daran jetzt verwerflich?

Über mich könnte man schreiben – falls das jemand plante: „Verdacht auf maoistische und linksextremistische Vergangenheit“ (wieso Verdacht? Das stimmt doch!). Teilt Meinungen von Karl Marx. Gründungsmitglied der Vereine German Privacy Foundation und German Privacy Fund. Wahrscheinlich würde ich schon damit aus einem Beamtenverhältnis entfernt und bekäme Berufsverbot. Ich brauchte gar nicht mehr zu verraten, dass ich vieles im Kommunismus in China gut und richtig finde.

Es ist völlig irrelevant untersuchen zu wollen, ob Maninger „rechts“ ist oder nicht. Seine Gegner können eine andere Meinung als die ihre einfach nicht aushalten und versuchten, ihn persönlich zu erledigen. Das spricht für sich. Es ist Mobbing wie unter Jugendlichen.

Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.

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Unter Tauchenden

taucher
Version ChatGPT nur mit dem Text – Midjourney und Gemini versagen kläglich: Midjourney bekommt trotz des Prompts (unten), den ChatGPT vorschlug, keine realistischen Gesichter hin. Gemini versteht die Pointe bzw. dem Inhalt gar nicht.
Das bestätigt meine heimliche Arbeitshypothese (und die von „Der Name der Rose„): Humor macht uns menschlich und unterscheidet uns von der KI.
An ironic, highly detailed illustration inspired by Friedrich Schiller’s „The Diver“ and a satirical poem by Heinz Erhardt. On a rocky medieval seashore, a flamboyant king dramatically throws a golden goblet into a violent whirlpool. Beside him sits his homely, bored princess, looking unimpressed and slightly annoyed. Terrified knights and noblemen flee in panic, not from the sea monster below, but from the prospect of marrying the princess. Cross-section view above and below the waterline. Underwater, an exhausted old deep-sea diver in a vintage brass diving suit sits calmly on the seabed, holding the golden goblet and looking sarcastically amused. Around him lie ancient crowns, bones, shipwreck remnants, and seaweed. The atmosphere contrasts heroic romanticism with absurd comedy. Rich storytelling, photorealistic textures, cinematic lighting, dramatic waves, dark humor, ultra-detailed faces, historical fantasy, masterpiece quality, ironic social satire, Gustave Doré meets modern editorial illustration, 8k –ar 4:5 –stylize 250

Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt,
zu schlunden in diesen Tauch?
Einen güldenen Becher habe ich mit,
den werf ich jetzt in des Meeres Bauch!
Wer ihn mir bringt, ihr Mannen und Knaben,
der soll meine Tochter zum Weibe haben!«

Der Becher flog.
Der Strudel zog
ihn hinab ins greuliche Tief.
Die Männer schauten,
weil sie sich grauten,
weg. – Und abermals der König rief :

»Wer wagt es, Knippersmann oder Ratt,
zu schlauchen in diesen Tund?
Wer’s wagt – das erklär ich an Eides Statt ­
darf küssen meins Töchterleins Mund!
Darf heiraten sie. Darf mein Land verwalten!
Und auch den Becher darf er behalten!«

Da schlichen die Mannen
und Knappen von dannen.
Bald waren sie alle verschwunden – – ­Sie wußten verläßlich:
die Tochter ist gräßlich! ­

Der Becher liegt heute noch unten…
(Für die Nachgeborenen: Das ist die Version Heinz Erhardts. Das Original stammt von Friedrich Schiller und musste in grauer Vorzeit oft von Schülern auswendig gelernt werden, was heute wegen derer retardierten kognitiven Fähigkeiten unmöglich ist.)

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Unter jugendbewegten Antifeministen

Margarete Buber-Neumann

Ich lese gerade, um mich zwischendurch von englischen Sachbüchern zu erholen, von Margarete Buber-Neumann: Von Potsdam nach Moskau. Situationen eines Irrwegs. (Was für ein Leben!)

„Nach dem Kriege wurden in der Kommunistischen Bewegung die gleichen »neuen Wege der Liebe« nicht nur ausgiebig diskutiert, sondern auch in Wirklichkeit beschritten; übrigens nur sehr selten von Arbeitern, hauptsächlich von ihren bürgerlichen Anhängern. Viele Kommunisten lehnten die vom Staat sanktionierte Ehe ab, waren der Meinung, daß eine Liebesbeziehung auf der privaten Abmachung der beiden Partner beruhen müsse, und hielten ein Zusammenleben von Mann und Frau ohne wirkliche Liebe für schändlicher als Prostitution.

In der Jugendortsgruppe Potsdam gab es einige, die sich stolz »Antifeministen« nannten und behaupteten, daß die Freideutschen ursprünglich ein »Männerbund« gewesen seien, das brauche man ja nur beim Chronisten und einem der Schöpfer der Jugendbewegung, bei Hans Blüher, nachzulesen. Gerade damals hörte ich über diesen »Vater« der Jugendbewegung eine bezeichnende Geschichte. Er führte so etwas wie eine psychoanalytische Sprechstunde durch, in der er sich die seelischen Beschwerden von Patienten und Patientinnen anhörte. Einmal kam ein Mädchen zu ihm, um sich ihr Herz zu erleichtern. Er hörte sie an, verließ dann das Zimmer, um kurz danach, in einen purpurroten Mantel gehüllt, wieder im Beratungszimmer zu erscheinen. Er trat vor das verblüffte Mädchen, öffnete den Mantel, unter dem er nackt war, und sagte mit Pathos: »Das fehlt dir! Und nichts anderes …« Ob das Mädchen durch den Anblick geheilt wurde, muß ich bezweifeln, denn sie erzählte später angeekelt: »Dabei war er auch noch klein, häßlich und rothaarig!«“

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La Gata Munguía, verbessert

revolution Nicaragua
Fotografiert in León, Nicaragua, 1981, Version ChatGPT

Die wahren Helden sind nicht diejenigen, die erwarten, von der Revolution zu leben; die wahren Helden sind diejenigen, die ihr Leben für die Freiheit und die Revolution gaben. (Edgard José Munguía Álvarez, aka La Gata Munguía, 1947-1976)

COMANDANTE GUERRILLERO
EDGARD MUNGUIA ALVAREZ (VENTURA)
HAY EN MI UNA NETA PROYECCION
HACIA EL SOCIALISMO — R.M.A.
CAIDO EN COMBATE EN LA MONTAÑA
DE YAOSCA EL 13 DE SEPT. 1976
PATRIA LIBRE O MORIR
C.D.S. ZONA 5 — F.S.L.N.

Aus der spanischen Wikipedia übersetzt: Edgard José Munguía Álvarez, besser bekannt als La Gata Munguía (1947–1976), war ein nicaraguanischer Revolutionär. La Gata Munguía war aufgrund seiner Fähigkeit, sich zu tarnen, einer der charismatischsten Guerillakämpfer der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront (FSLN). An der Universität studierte er Biologie, war Schauspieler und fungierte als erster Präsident des Universitätsrates der Nationalen Autonomen Universität von Nicaragua (CUUN).

1973 hielt er sich in Chile auf, als Salvador Allende Präsident war, und reiste dann nach Kuba, als Fidel Castro Ruz an der Macht war. Dort erhielt er zusammen mit anderen militanten Mitgliedern der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront eine militärische Ausbildung, bevor er in den Untergrund ging.

Ich habe versucht, ein eingescanntes Dia, das ich hier schon am 21.09.2012 veröffentlich hatte, restaurieren zu lassen. Daraus ergab sich ein überraschendes Streitgespräch der künstlichen Intelligenzen, die sich gegenseitig bezichtigten („abgesoffen“), schlecht gearbeitet zu haben.

ChatGPT: „Das Interessante an deinem Foto ist weniger die Tafel als der Zeitpunkt der Aufnahme:
Der Guerillero starb 1976.
Die Sandinisten siegten 1979.
Dein Foto entstand 1981, also nur etwa zwei Jahre nach dem Sieg der Revolution.

Du hast damit einen frühen revolutionären Erinnerungsort dokumentiert, als die neue Regierung noch ganz am Anfang stand und die Verehrung gefallener FSLN-Kämpfer überall sichtbar war.

Für einen Historiker ist außerdem der Kontrast bemerkenswert: Die koloniale spanische Kathedrale von León im Hintergrund und davor das Gewehr sowie die Gedenktafel eines marxistisch orientierten Guerillakämpfers. Dieses Nebeneinander von kolonialem Erbe, katholischer Tradition und revolutionärer Symbolik war für Nicaragua Anfang der 1980er Jahre sehr typisch.

Das Dia ist deshalb nicht nur ein Reisefoto, sondern auch ein kleines zeitgeschichtliches Dokument der ersten Jahre der sandinistischen Revolution.“

Jaja, weiß ich alles.

Gemini machte eine Version, die, was Farbe und Schärfe angeht, recht ordentlich war, aber wie immer mit Wasserzeichen. ChatGPT entfernte das, aber fing zu Recht an zu meckern:

„Das von dir gezeigte Bild wirkt auf mich dennoch digital nachbearbeitet oder möglicherweise von einer KI aus einem historischen Motiv rekonstruiert. Vor allem die Schrift auf der Tafel und einige Steinstrukturen zeigen typische Artefakte. Falls du ein Originalfoto von 1981 digitalisiert hast, könnte das auch durch spätere Schärfungs- oder KI-Restaurationsverfahren entstanden sein.“

Der Vergleich zum Original: „Das von dir zuerst gezeigte Bild war offenbar bereits eine KI-aufbereitete oder stark nachgeschärfte Version des Dias. Das hier ist eindeutig ein echtes, analoges Dia:

typische Staubpartikel und kleine Kratzer im Himmel
leichte Farbverschiebung ins Bläuliche, wie bei gealterten Dias häufig
ausgefressene Lichter an den weißen Gebäudeteilen
Kornstruktur statt KI-typischer künstlicher Texturen
die Schrift auf der Tafel ist zwar schwer lesbar, aber konsistent und nicht „halluziniert“.

Tatsächlich kann man auf dem Original die Zeile besser lesen als auf der KI-Version“.

revolution Nicaragua
Version Gemini

Ich fühlte mich ertappt. Was aber sagt Gemini, das bei der Restauration meiner alten Familienfotos um Klassen besser abschnitt, auf die Frage, welche KI besser sei?

„Das kommt ganz darauf an, worauf du bei der Qualität den Fokus legst. Beide Versionen haben das Original deutlich aufgewertet, gehen aber in verschiedene Richtungen.

Hier ist ein direkter Vergleich zwischen meiner Version und der Version ChatGPT:

Was bei ChatGPT besser ist:
Schärfe und Details: Diese Version ist spürbar schärfer gerechnet. Die Textur der Steinmauer im Vordergrund wirkt plastischer, und auch die Details an der Kathedrale im Hintergrund kommen deutlicher heraus.
Lesbarkeit der Gedenktafel: Die Schrift auf der Plakette für Edgard Munguía Álvarez ist knackiger und lässt sich etwas müheloser entziffern.

Was bei meiner Version besser ist:
Natürliche Helligkeit & Kontraste: Meine Version behält die sonnige, warme Atmosphäre des Originalschauplatzes bei. Die Schatten im Vordergrund an der Mauer sind nicht so extrem tiefschwarz (abgesoffen), wodurch in den dunklen Bereichen der Mauer noch mehr Nuancen sichtbar bleiben.
Farbbalance: Das Blau des Himmels und die warmen Sandsteintöne der Kirche wirken etwas harmonischer aufeinander abgestimmt, während die andere Version sehr stark nachgeschärft und kontrastiert ist, was manchmal etwas digital oder „überdreht“ wirken kann.

Fazit
Wenn du maximale Knackigkeit, Schärfe und Lesbarkeit suchst, hat ChatGPT die Nase vorn.
Wenn dir ein natürlicherer Bildeindruck mit weicheren Kontrasten und besseren Details in den tiefen Schatten wichtig ist, erfüllt meine Version diesen Zweck besser.“

Was meint das Publikum?

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Vive la Révolution!

revolution

Ich kann mich nicht erinnern, wann burks.de zum ersten Mal online ging; die Wayback Machine hat noch Screenshots aus den späten 90-er Jahren. 1996 war ich schon mindestens ein Jahr im Internet, vor allem auch per Mailbox. Das kann ich beweisen.

Wenn man damals gewusst hätte, dass das Internet alles revolutionieren würde! Heute habe ich ein Déjà-vu: Die Künstliche Intelligenz wirft wieder alles um.

Manche schaffen es nicht, mit dem Neuen umzugehen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass zu Beginn meiner journalistischen Laufbahn ein Redakteur einer Berliner Tageszeitung sich weigerte, einen Computer zu benutzen, sondern darauf bestand, seine Artikel mit einer – natürlich hochmodernen! – Schreibmaschine zu verfassen.

Also zum Mitschreiben: wir leben in einer Revolution! Macht Screenshots und Fotos, die ihr den Nachgeborenen zeigen könnt!

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East Asia: The Modern Transformation I

East Asia

Vor einiger Zeit schon kaufte ich East Asia: The Modern Transformation (- das Buch war für einen 1000-seitigen Wälzer überraschend preiswert, und der Stempel „St. Mary’s College of Education, Falls Road, Belfast 12″ macht es exotisch).

Bevor ich mich an das hier schon mehrfach angekündigte Needham-Rätsel mache – das ein missing link sein könnte zwischen unserer Theorie einer möglichen „Abfolge“ von Gesellschaftsformationen bis hin zum (auf meiner To-Do-Liste stehenden) Sozialismus der chinesischen Art, wollte ich mich mehr über Asien informieren.

Das Buch ist offenbar ein Standardwerk, spiegelt aber – da schon 1965 erschienen – nicht die aktuelle Situation wider, insbesondere nicht die atemberaubende Entwicklung Chinas.

In „Die Kinder des Prometheus III“ (09.05.2025 hatte ich mich zum ersten Mal damit auseinandergesetzt: Warum haben die Staaten Europas – Portugal, Spanien, die Niederlande und schließlich Großbritannien – fast die gesamte Welt erobern können, während die Inder und Chinesen eine passive Rolle einnahmen und im frühen 20. Jahrhundert weit hinter der ökonomischen Entwicklung Europas hinterherhinkten? Wir müssen also noch einmal genauer hinsehen… Und: auch Vietnam und Laos nennen sich heute noch „sozialistisch“ (Kuba und Nordkorea sind nicht relevant für Vergleiche). Und was ist mit Südkorea und Taiwan?

(Da das Buch auf Englisch ist, musste ich mich ein bisschen zwingen, es endlich anfangen zu lesen. Meine Anmerkungen sind nur ein Exzerpt für mich selbst.)

Our own rather sceptical view is that the highest-level generalizations are likely to be the least useful in unterstanding history…

Das sehe ich naturgemäß als Marxist anders: Wenn es in der Historie keine ökonomischen Gesetze gäbe, dann kann man auch gleich darauf verzichten, die Abläufe verstehen zu wollen und begibt sich auf das Niveau Thomas Carlyles oder der Hermeneutik.

Und wer einwirft, es gebe einfach zu viele Variablen, insbesondere bei dem Mammut-Thema des obigen Buches, um die bestimmenden Konstanten – entweder der strukturellen oder der Marxschen Art – zu bestimmen, der soll warten, bis die künstliche Intelligenz alles erklärt, weil sie alles Relevante weiß. Aber was machten wir dann, wenn das Fazit wäre, der Kommunismus sei unvermeidbar?

A variety of concepts seem helpful in interpretation. One ist the concept of change within tradition (…) Yet the major traditional forms of thought of thought and action, once established, hat an inertial monumentum, a tendency to continue in accepted ways.

Das zweite Konzept besagt, dass man die Evolution der asiatischen Gesellschaften besser begreifen können, wenn man sich ansieht, wie sie jeweils auf den europäischen Impakt reagierten. Die Europäer waren den Asiaten beim ersten Kontakt technisch und militärisch haushoch überlegen (Schusswaffen, Marine). (Warum? Das genau ist die zentrale Frage des hier schon oft erwähnten Michael Mitterauers: Warum Europa?)

Interessant sind auch die „kommerziellen Motive“, die laut den Autoren die europäische Seefahrer antrieben: The rise of towns in medieval Europa, die growth of an independent merchant class and of commerce under law, all had their ancient background in the Greco-Roman trading civilization of the Mediterran.

Das ist vage und spekulativ formuliert. Präziser müsste man fragen: War das römische Reich konstitutiv für den schnelleren technischen Fortschritt des so genannten „Mittelalters“ in Nordwesteuropa, im Vergleich zu Asien? Meine Antwort war eher vorsichtig negativ, wenn man die Ökologie nicht berücksichtigt.

Die ersten neuzeitlichen Europäer, die sich bis nach Asien wagten, waren die Portugiesen. Portugal hatte über Spanien und Nordafrika Zugang zu arabischer Geographie, etwa zu den Werken von Muhammad al-Idrisi und Ibn Battūta. Arabische Seefahrer kannten seit Jahrhunderten die Handelswege des Indischen Ozeans.

Übersetzt aus dem Buch: Die Anführer waren Abenteurer, die jede Gelegenheit ergriffen, die sich ihnen bot. Sie folgten den alten Seehandelsrouten zu den etablierten Handelszentren. Da sie nur in sehr geringer Zahl auftraten, mussten sich die Portugiesen mit einheimischen asiatischen Herrschern und Fraktionen verbünden. Sie passten sich den örtlichen Verhältnissen an und verschafften sich Gewinn oder Macht mit allen verfügbaren Mitteln. Sie mischten sich in die Politik und die Kriege Burmas, Siams und anderer südostasiatischer Königreiche und Sultanate ein und traten dabei abwechselnd als Söldner oder als unabhängige Piraten auf.

Filipe de Brito e Nicote
Filipe de Brito e Nicote als König auf einem Elefanten (Bild der japanischen Nambankunst)

Als die Siamesen [heute Thailand] 1548 bei Ayutthaya die birmanischen Invasoren zurückschlugen, kämpften beispielsweise portugiesische Söldner auf beiden Seiten. Ein Abenteurer namens Felipe de Brito wurde für vierzehn Jahre (1599–1613) Herrscher in Süd-Burma. Andere errichteten befestigte Stützpunkte an der Nordostküste Indiens und betrieben bis in die 1660er Jahre Sklavenhandel, indem sie Einheimische gefangen nahmen und verkauften.

Als Portugal die Herrschaft der spanischen Krone akzeptierte, war die portugiesische Expansion bereits erschöpft. Als Portugal 1640 wieder unabhängig wurde, war seine Macht im Osten bereits von den zielstrebigeren und besser organisierten Niederländern und Briten überflügelt worden.

Der Text zeichnet laut ChatGPT „insgesamt ein recht nüchternes Bild der frühen portugiesischen Expansion in Asien: weniger als staatlich geplantes Imperium, sondern zunächst als Netzwerk von Händlern, Abenteurern, Söldnern und gelegentlich Piraten, die lokale Machtkämpfe für eigene Zwecke nutzten.“

Ich bin noch ganz am Anfang der Lektüre und traue der KI auch nicht zu, auf genau das zu achten, was mich interessiert. Hier aber eine Zusammenfassung I(die auch zeigt, dass die Autoren Edwin O. Reischauer, John King Fairbank und Albert M. Craig bei China – obzwar hoch qualifizier – total daneben lagen).

„Das Buch East Asia: The Modern Transformation verfolgt die Geschichte Ostasiens vom Auftreten der Europäer im 16. Jahrhundert bis in die 1960-er Jahre. Das eigentliche „Fazit“ wird nicht in einem einzigen Schlusssatz formuliert, sondern ergibt sich aus der gesamten Argumentation des Werkes.

Zentrale Schlussfolgerung des Buches

Die Autoren vertreten die These, dass die moderne Geschichte Ostasiens von einer gewaltigen Herausforderung geprägt wurde: Wie konnten die alten Zivilisationen Ostasiens auf die militärische, wirtschaftliche und kulturelle Überlegenheit des Westens (!) reagieren, ohne ihre eigene Identität vollständig zu verlieren?

Nach Ansicht der Autoren hing der Erfolg eines Landes davon ab, wie gut es westliche Technik, Institutionen und Organisationsformen übernehmen und zugleich an die eigenen Traditionen anpassen konnte.

Japan wird als das erfolgreichste Beispiel dargestellt:

schnelle Modernisierung seit der Meiji-Zeit,
Übernahme westlicher Technologie,
Aufbau eines modernen Staates,
Industrialisierung,
Aufstieg zur Großmacht.

Allerdings führte dieser Erfolg (?) auch zu Imperialismus und Krieg, was 1945 in einer Katastrophe endete. Danach gelang Japan ein zweiter Aufstieg als Wirtschaftsmacht.

China erscheint im Buch als der große Verlierer des 19. Jahrhunderts:
innere Krisen,
kolonialer Druck,
langsame Reformen,
Zusammenbruch des Kaiserreiches,
Bürgerkrieg und Revolution.

Die kommunistische Revolution wird nicht nur als ideologisches Ereignis, sondern als Versuch verstanden, China wieder politisch zu einen und zu modernisieren.

Korea und die Staaten Südostasiens werden als Gesellschaften beschrieben, die zwischen kolonialem Einfluss, nationaler Selbstbehauptung und Modernisierung ihren eigenen Weg suchten. Auch hier wird die Begegnung mit dem Westen als entscheidender Wendepunkt dargestellt.

Wenn man die Kernaussage des Buches in wenigen Sätzen zusammenfasst, lautet sie ungefähr:

Die moderne Geschichte Ostasiens ist die Geschichte der Anpassung alter Zivilisationen an eine von Europa und später den USA geprägte Weltordnung. Die Gesellschaften, denen es gelang, fremde Technik und Institutionen mit ihren eigenen Traditionen zu verbinden, waren erfolgreicher als jene, die sich dem Wandel widersetzten oder zu spät reformierten. Die Zukunft Ostasiens liegt weder in der bloßen Nachahmung des Westens noch in der Rückkehr zur Vergangenheit, sondern in einer eigenständigen Synthese von Tradition und Moderne.

Interessant ist dabei, dass Fairbank, Reischauer und Craig bereits 1965 schrieben – also bevor der wirtschaftliche Aufstieg Südkoreas, Taiwans und vor allem Chinas sichtbar wurde [und noch vor der Chinesischen Kulturrevolution!]. Rückblickend wirkt ihre Grundthese erstaunlich vorausschauend: Ostasien modernisierte sich nicht durch „Verwestlichung“, sondern durch die Verbindung westlicher Methoden mit eigenen kulturellen und politischen Traditionen.“

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Gestern, heute und morgen

Pariser Platz

Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor, morgens um vier Uhr… Wisst ihr Bescheid.

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读万卷书不如行万里路

proverb

读万卷书不如行万里路 (dú wàn juǎn shū bùrú xíng wàn lǐ lù) ist ein chinesisches Sprichwort, das übersetzt so viel bedeutet wie „Zehntausend Bücher zu lesen ist nicht so gewinnbringend wie zehntausend Meilen zu reisen“.

Ich halte es mit Alexander von Humboldt: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“ (Nimm dies, Immanuel Kant!)

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Unter Siedelnden

propaganda soviet
Zu dem Foto gibt es unterschiedliche Angaben über Fotograf und Quelle. „Zionism is the weapon of the imperialism. May Day demonstration.“ Photo by Vladimir Sychev, USSR, 1970s“ [vermutlich 1. Mai] dürfte der Wahrheit am nächsten kommen.

Sehr informativer Artikel (mit vielen Links) auf Mena-Watch: Der Fall des Soziologen Jürgen Mackert: Das Siedlerkolonialismus-Paradigma als Waffe gegen Israel.

„Im März brachte die Jugendorganisation Solid der Linkspartei Niedersachsen auf ihrem Landesparteitag einen Antrag ein, in dem sie aus ihrer Ablehnung des Zionismus keinen Hehl machte. Der Parteinachwuchs forderte die Genossen dazu auf, sich gegen die »Leugnung und oder Verharmlosung der siedlerkolonialistischen Akte des Staates Israel, der sich damals wie heute durch sowohl der gewaltsamen Eroberung [sic] von Gebieten als auch Vertreibung von ihren Einwohnern zeigt«, zu stellen.

Der gegen den jüdischen Staat gerichtete Vorwurf des Siedlerkolonialismus ist jedoch keineswegs neu. Er hat seine Vorläufer in der sowjetischen antizionistischen Propaganda der 1950er-Jahre, die den Zionismus als Produkt des westlichen Imperialismus brandmarkte. In den 1960er-Jahren griffen Protagonisten der palästinensischen Nationalbewegung diese Deutung auf. So veröffentlichte der PLO-Diplomat Fayez Sayegh, einst Mitglied der Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei – laut Gilbert Achcar dem »levantinischen Klon der NSDAP in fast jeder Hinsicht« –, 1965 unter dem Titel »Zionist Colonialism in Palestine« eine Schrift, die wesentliche Elemente der heutigen antiisraelischen Propaganda bereits vorwegnimmt. Schon dort ist vom »zionistischen Siedlerstaat« die Rede.“ [mehr lesen…]

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Vereinsmeierei, revsited

djv Berlin

DJV Berlin – JVBB e.V.
Markgrafenstr. 15
10969 Berlin
07.06.2026

Liebe Kollegen,

Hiermit trete ich von allen Ämtern zurück und aus dem DJV-JVBB e.V. aus. Mein Eintrittsdatum war der 17.08.1990.

Mittlerweile finde ich es ehrenrührig, in einem Verband Mitglied zu sein, in dem der Bundesverband nur noch groben und peinlichen Unfug von sich gibt wie die „Warnung vor Trump“ oder das, was zum Thema Israel dort verlautbart wird.

Zu allen wichtigen Themen, in denen es um Medien geht, hat der DJV insgesamt wenig zu sagen: sei es die um sich greifende Denunziation seitens staatlich geförderter NGOs, sei es die paternalistische Attitude der öffentlich-rechtlichen Anstalten, die mit Journalismus, wenn überhaupt, nur sehr entfernt etwas zu tun hat, sei es die freiwillige „Gleichschaltung“ fast aller deutschen Medien, was etwa den Krieg in der Ukraine oder die Volksrepublik China angeht, sei es die (erfolglose) strafrechtliche Verfolgung von Journalisten wie im Fall der rechtsextremen Zeitschrift „Compact“. Pressefreiheit ist nicht teilbar; der DJV scheint das anders zu sehen.

Ich würde auch keine Träne vergießen, wenn die „Anstalten“ ersatzlos abgewickelt würden. Ich sehe seit über einem Jahrzehnt kein deutsches Fernsehen mehr und fühle mich dennoch nicht uninformiert. Journalist

Zudem macht die KI traditionellen Journalismus überflüssig. Zu einem beliebigen Thema liefert die künstliche Intelligenz mittlerweile Artikel ab, deren Niveau besser ist als die übergroße Mehrheit aller „journalistischen“ Artikel in deutschen Medien. Dieser Beruf hat eine Zukunft nur als Nischenprodukt, und das ist in Deutschland, in dem Interviews – wie in Nordkorea oder den autoritären Nachfolgestaaten der UdSSR – „autorisiert“ werden, auch gut so.

Ich will zudem in keinem Verein Mitglied sein, der sich anmaßt, die Mitglieder und die Rezipienten von Medien mit Gendersprache und anderem woken Quatsch zu belästigen, obwohl drei Viertel der Deutschen das ablehnen. Das ist nicht nur sprachesoterische Arroganz, sondern Klassismus wie aus dem Lehrbuch. Dem DJV insgesamt wäre es offenbar lieber, Mitglieder zu verlieren als mit dem „Gendern“ aufzuhören. Dann sei es so.

Nach 35 Jahren und unzähligen Versuchen, den DJV zu reformieren, kann ich als Fazit nur sagen: Der DJV spiegelt den eingeschränkten Klassenhorizont der deutschen Journalisten wider, mit einer weltanschaulichen Bandbreite so weit wie eine Schießscharte. Als Vertretung des Berufsstandes ist der DJV genau so wenig reformfähig wie der Berufsstand selbst.

Der Verband ist unfähig zur Selbstkritik, was sich an den jahrelangen und extrem kostenintensiven Rechtsstreitigkeiten um Ausschlüsse ganzer Landesverbände zeigte. Nichts davon wurde aufgearbeitet. Noch mehr: Der DJV ist überflüssig.

Ich trete nicht im Zorn oder aus Ärger aus, sondern nach reiflicher und nüchterner Überlegung.

Den Presseausweis sowie diesen Brief in Papierform übersende ich Ihnen zusätzlich auf dem Postweg.

Mit kollegialen Grüßen
Burkhard Schröder

versammlungsleiter
Mitgliederversammlung 2017 des DJV Berlin.

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Unter Aneinandergeratenden, die es nicht geben darf

In der „Tagesschau“ war zunächst von „ausgelassener Partystimmung“ in Paris die Rede. In der „Frankfurter Rundschau“ wurde vermutet, „die Bruthitze“ stecke hinter den Gewaltexzessen. Dann müsste Bangkok eigentlich an jedem Sommerabend in Flammen stehen. Der „Stern“ wählte die feinziselierte Formulierung: „Vermummte Personen und Polizisten gerieten aneinander“. (…)

Selbst, als die Rote Armee schon an der Oder stand, glaubte Hitler immer noch an seine Chance, den Krieg zu gewinnen. Und selbst wenn halb Paris ein Raub der Flammen geworden wäre, würden in Deutschland manche immer noch bestreiten, dass Massenmigration außer Kontrolle geraten kann. Es gibt Probleme, die es einfach nicht geben darf. Letztlich hängt das alles mit dem Klimawandel zusammen, oder? (Harald Martenstein)

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Second Life Main Grid Statistics

Torvaldsland

Mein Avatar ist auf dem Weg in den hohen Norden

Second Life Main Grid Statistics – As Of 31st May 2026

Here are the latest statistics for the Second Life Main Grid as of 31st May 2026.

Total Regions: 27, 182
Private Estates: 17, 780
Linden Owned: 9, 402
Grid Land Area: 1, 781.40 km²
May 2026 was the strongest month of the year so far. The grid gained +324 regions since January 2026. The overall grid net growth rate now stands at +1.21%.

Since 11th January 2026…
Total Regions: +324
Private Estates: +259
Linden Owned: + 65

17.780 multipliziert mit durchschnittlich 200 Dollar sind 3.556.000 Dollar – für die Stromrechnung reicht es.

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Ganz anders als bei uns

brief

Sucre, 1. Mai [1984, Bolivien, der Brief kam am 6.6.1984 an]
Liebe Eltern,

In Bolivien ist gerade Generalstreik, und das heißt, daß hier wirklich niemand arbeitet außer dem Markt, auch die Post nicht. Aller Wahrscheinlichkeit ist der Streik Montag zu Ende, und ich werde meine geschriebenen Briefe los. Wir reisen nun noch fröhlich beschwingt durch Bolivien, was uns immer mehr wie ein Traumland vorkommt, vorausgesetzt, man hat soviel Geld wie wir. Wir geben trotz Souvenirs und Schlemmerei nicht mehr als 10 DM am Tag aus.

Sucre

Heute am 1. Mai nach dem Frühstück auf dem Markt Parade der Gewerkschaften mit vielen Fahnen auf dem Hauptplatz, umsäumt von riesigen alten Bäumen, hohen Palmen und wunderschönen Kolonialhäusern, dazu „Kaiserwetter“.

Zwischendurch Salteñas, das sind mit Fleisch und Gemüse gefüllt Brötchen. Mittags Nudeln, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch auf dem Markt, nachmittags Café mit „Banana-Split“-Eis und Bananensaft, Kaffee, dann Spazierengehen, abends Essen auf dem Markt, jetzt Bier trinken. Wir haben gerade ausgerechnet, daß wir trotzdem inklusive Hotel noch nicht 10 DM ausgegeben haben.

So gemütlich geht es nicht immer zu: Die Reise hierhin verlief z.B. ein wenig dramatisch. Abreise von Potosi in eisiger Kälte (es liegt 4100 m hoch), der letzte Bus, der vor dem Generalstreik noch fuhr. Nach 1 Stunde Buszusammenbruch, alle Fahrgäste klettern auf einen LKW, der in einem kleinen Ort steht und auch nach Sucre will, bis ca. 70 Leute drauf sind, alte Indio-Omas mit vielen Röcken, junge Männer, die Charango spielen (das sind winzige Gitarren, denen Klangkörper aus dem Panzer eines Gürteltiers gemacht worden ist).

Die Fahrt in endlosen Serpentinen an Schluchten vorbei, von 4100 auf 2500, die ganze kalte Nacht auf Schotterstrecke, höchstens 20 km im Stundendurchschnitt. Um Mitternacht kommen wir in Sucre an, latschen mit voller Ausrüstung (jeder 20 kg) durch die leeren Straßen von Unterkunft zu Unterkunft wie in Bethlehem. Es gibt kein Bett, es macht keiner auf oder es ist extrem teuer (das gibt es auch). Am Platz kaufen wir noch ein Brot bei einer in einer Ecke zusammengekauerten Indiofrau, und eine Stunde später haben wir endlich ein Bett.

Ich habe mich noch nie so gut gefühlt auf Reisen. Das liegt auch daran, dass B. und ich eine sehr ähnliche Art zu Reisen und des Reagierens auf die Dinge haben – ganz im Gegenteil zur letzten Reise. Außerdem gefällt uns Bolivien 10x besser als Peru, obwohl wir auch dort sehr interessante Dinge erlebt haben. Es gibt fast keinen Leerlauf. Jeder Tag bringt neue Ereignisse.

catavi

Vor einer Woche noch sind wir in der Größten Zinnmine Boliviens mit Grubenlampe und Gummistiefel durch eiskalte Stollen spaziert und haben mit den Bergleuten gequatscht. Ein paar Tage später nach einer halsbrecherischen Tour mit einem LKW quer durch’s Gebirge sind wir in einem winzigen Dort mit strohgedeckten Häusern, wo die Kinder erstaunt hinter uns herlaufen. Dann wieder LKW auf eisiger Pampa auf 5000 m Höhe, wo nur noch spärlich Gras wächst und Hunderte von Lamas mit bunten Schleifchen an den Ohren hinter uns herblicken. Seit 6 Wochen sind wir zum ersten Mal unter 3000 m Höhe.

salar
Die Salzwüste Boliviens, fotografiert im April 1984, vgl. 26.06.2020.

Das Extremste bisher war von Oruro aus 2 Tage und eine Nacht Richtung chilenische Grenze in die Salzwüste. Der LKW blieb so oft im Schlamm stecken, daß wir für die 160bkm 36 Stunden brauchten. Alle Fahrgäste, ca. 50, müssen bis zu den Knien im Schlamm schieben, schaufeln usw.. Dann, mit vollem Gepäck, am 3. Tag 17 km Fußmarsch in glühender Hitze, am 4. Tag Fußmarsch durch Sand und Salzwüste, 26 km mit diversen Flußüberquerungen zu Fuß.

chipaya

Eine Ansichtskarte aus Boliven (1984) von Chipaya. Die Dorfbewohner wollten nicht fotografiert werden; diesen Wunsch habe ich respektiert.

Am Abend das Ziel, ein winziges Dorf [Chipaya] mit einzigartigen Indianern. Die Frauen haben braune Umhänge, tragen ihre Haar in Dutzenden von geflochtenen Zöpfen, die Männer haben helle Baumwollhemden [an] wie ein Kleid, mit bunten Gürteln und Zipfelmützen. Die Häuser sind rund wie ein Kral in Afrika. Das Dorf spricht als einziges eine fast ausgestorbene Sprache, Pokina [gemeint ist Puquina nach Selbstauskunft der Bewohner, was aber vermutlich falsch ist, da mal dort dort Uru-Chipaya spricht], die älter ist als die der Inkas,

Wir sitzen erschöpft neben dem riesigen Backofen und warten auf das erste Brot, trinken braunes Wasser aus dem einzigen Brunnen des Dorfes. Der Bürgermeister erklärt uns, zum Glück auf Spanisch, wir könnten auf der der Erde [gemeint ist der Fußboden] im Büro des Dorfes schlafen, für’s fotografieren müßten wir bezahlen und überhaupt seinen Fremde nicht sehr erwünscht. Wir verzichten auf Fotos und marschieren am nächsten Tag 15 km wieder zurück, bis uns ein Indio sagt, daß ein LKW von einem Hof abfährt, den wir auch erwischen.

Wieder eine Nacht bei tollem Sternenhimmel, aber eisiger Kälte. Wir werden total durchgeschüttelt und außerdem sitzen wir auf Säcken mit toten Schafen, deren Knochen uns pikesen – außerdem der Geruch…

Am nächsten Morgen um 10 Ankunft in einem Dorf in der Zivilisation, wo es einen Bus nach Oruro gibt. Vorher kann ich schon nicht mehr weiter, und B. muß einen Teil von meinen Sachen tragen. Vorher, beim ersten Tagesmarsch, konnte B. die letzten paar km nur heulend und stoplernd.

Oruro
Oruro, fotografiert 31.01.1979, vgl. heute

Jetzt: Wir kommen in Oruro an (so groß wie Unna [1984], ein Bett, ein Restaurant, ein heiße Suppe. Allein das Gefühl beim ersten Schluck war’s fast schon wert. Ich habe ein wenig abgenommen, aber fühle, wie sich jeden Tag Energie und innere Ruhe auftanken. Außerdem fühle ich eine körperliche Spannkraft wie schon seit langem nicht mehr – trotz diverser Verdauungsprobleme. Die Tannacomp sind schon fast alle.

Übermorgen werden wir von hier in ein Dorf mit einem riesigen Markt [Tarabuco] fahren. Wenn ihr uns jetzt sehen könntet: Ich habe weite dunkle indianische Hosen an, die von einem breiten bunten Gürtel zusammengehalten wird, einen Pullover aus purem Alpaca (10 DM in Peru!), Opas Hut mit buntem Bändchen – genau wie die Männer hier! – und eine bunte indianische Decke um. Außerdem sind wir braungebrannt – aber bei euch fängt der Sommer ja auch an.

la paz
Altstadt von Ĺa Paz, Bolivien, fotografiert 1984, mit ChatGPT verbessert, vgl. das Original 20.10.2020

Dann geht es von Dorf zu Dorf über Cochabamba wieder zurück nach La Paz, wo wir ein Paket mit Souvenirs losschicken werden. Von da auch 6 Wochen Richtung Norden in den Urwald, wo es endlich knallig heiß sein wird.

Mitte Juni werden wir die Grenze nach Peru überschreiten und nach Cusco fahren. Von dort auf, je nach Zeit und Geld, irgendwann nach Lima, wie, wissen wir noch nicht.

Was uns fehlt, sind die Kneipen in Berlin, Rotkohl, Sauerkraut, Kartoffelsalat, Blumenkohl, Buttercreme… Leider erwartet mich ja allerhand in Berlin: Wohnungssuche, vielleicht existiert die Knesebeckstraßenwohnung [ich wohne in der Charlottenburger Knesebeckstraße von 1977 bis 1984] nicht [mehr], und meine Sachen sind auf meine Freunde verteilt. Vielleicht gibt es einen Prozeß gegen die geräumten Bewohner der Bülowstraße, wo ich auch dabei war [ich wurde bei der Räumung festgenommen, das Verfahren wurde später eingestellt], vielleicht habe H,. und A. schon eine Wohnung gefunden. Die erste und letzte Post kriegen wir ja erst in 6-7 Wochen in Cusco.

Nun ja, es geht uns blendend und ich könnte länger bleiben als geplant. Heute feiern wir die Hälfte [von sechs Monaten Reise] […] Seit mehreren Wochen auch das erste Bier. Hoffentlich gibt es nicht doch noch einen Putsch. Oder einen Generalstreik, der unbegrenzt dauert! Die Arbeiter schmeißen hier mit Steinen, und kein Bus wagt es zu fahren, ganz anders als bei uns.

Bis bald und Grüße Burkhard

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Angemerkt zum Zeitgeschehen

urologe
Wissenschaftliche Untersuchung von Personen, die sich ausschließlich bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten informieren und darüber dann in den sozialen Medien posten (Symbolbild).

– Nehmt dies Schwaben! Man darf Leute nicht mehr zum Kehren und zum Putzen auffordern!

Warum macht der Probst Markus Pottbäcker (Facebook) Werbung für die AfD? Frage für einen Freund.

– Immer wenn in den sozialen Medien die Sendungen im deutschen TV diskutiert werden, sollte man einen Urologen hinzuziehen: Das Thema interessiert nur die, die innerhalb der öffentlich-rechtlichen Blase leben.

– „Vielleicht hätte sich Frau Baerbock darauf konzentrieren sollen, ihre Arbeit in der deutschen Diplomatie zu erledigen, anstatt zu versuchen, Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten zu bauen haben, und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollen“, so Masisi. „Vielleicht hätte Deutschland dann mehr Stimmen aus Afrika für den UN-Sitz erhalten.“

– Wen man Jobcenter kritisiert und dort arbeite, wird man in Bremen entlassen.

– Der Tatort Reifezeugnis ist ab sofort nur noch auf dem Schwarzmarkt oder unter der Ladentheke erhältlich.

Dazu lesen wir Fachliteratur: Der französische Historiker Philippe Ariès veröffentlichte 1960 das Werk Geschichte der Kindheit 1960. Es gilt als eines der einflussreichsten Bücher der Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Die zentrale These lautet, dass Kindheit keine zeitlose biologische oder kulturelle Konstante ist, sondern eine historisch entstandene gesellschaftliche Konstruktion. Die Vorstellung von Kindheit hat sich historisch stark verändert: Die moderne, „geschützte“ und pädagogisch betreute Kindheit entstand erst zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert.

– Lehrer schlagen Alarm: Heutige Schüler sind nicht mehr in der Lage, das Nibelungenlied auswendig zu lernen.

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Freie Liebe und die Sexualethik des Kommunismus

Sexualethik des Kommunismus
Photorealistic satirical metaphor of early communist sexual ethics, a gigantic wedding cake made of banknotes collapsing while bewildered bourgeois gentlemen try to save it, revolutionary women cutting golden chains with oversized sewing scissors, a giant heart suspended above the city by bureaucratic red tape, couples queuing in front of a „Ministry of Love“ that desperately tries to regulate human emotions with paperwork, jealous peacocks holding property contracts, white doves laughing from above, symbolic balance between freedom and responsibility, ironic political symbolism, cinematic realism, absurd yet believable, dark humor, social satire, ultra-detailed, dramatic clouds, golden hour lighting, Magnum photo style, 8k –ar 16:9 –stylize 40. Gemini macht leider ein Wasserzjeichen hinein, aber wenn man das Bild ChatGPT dann zum Fraß vorwirft, wird das anstandslos (!) entfernt.

Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Elfriede Friedländer (später bekannt als die KPD-Politikerin Ruth Fischer) veröffentlichte 1920 in Wien die Studie „Sexualethik des Kommunismus“. Die Schrift kritisierte die bürgerliche Ehe als „Prostitution“ und forderte eine radikale Transformation: Sie plädierte für die staatliche Erziehung aller Kinder und eine von ökonomischer Abhängigkeit befreite, auf echter psychosexueller Gleichberechtigung basierende Liebe.

Die Studie gehört zu den frühesten Versuchen, eine kommunistische Sexualmoral systematisch zu formulieren. Interessant ist, dass die Schrift heute weitgehend vergessen ist, obwohl sie nach Einschätzung späterer Historiker unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zu den meistdiskutierten kommunistischen Beiträgen zur „sexuellen Frage“ gehörte.

Wait a minute. Den Text gibt es verschiedenen Stellen online, leider nicht bebildert.

Ruth Fischer

Ich lese gerade mit wachsender – und unerwarteter – Begeisterung von der Schweizer Historikerin Brigitte Studer Reisende der Weltrevolution: Eine Globalgeschichte der Kommunistischen Internationale. Das Buch machte mich auf die unglaubliche Biografie der Friedländer aka Fischer und vieler anderer aufmerksam. Das Buch ist es wert, gesondert besprochen zu werden.

Ja, früher war ich genau ihrer Meinung und tendiere beim Älterwerden wieder in die Richtung.

Nicht darin liegt das Übel, dass die Menschen in ihrer Triebbefriedigung nicht übereinstimmen oder dass die Formen ihres Sexuallebens so mannigfach sind, sondern darin, dass ihr ganzes Leben, weit davon entfernt, sich nach Prinzipien, nach Ideen zu orientieren, in trübseligem Stumpfsinn verbracht wird, in gröbstem „Genießen“, in völliger Hingegebenheit an persönlichen und alltäglichen Kleinkram, an nichtige und wertlose Affekte. Dass dann ihr Sexualleben auch roh und plump ist, das ist nur selbstverständlich und fügt sich in das Gesamtbild von Kräftevergeudung und würdelosem Dasein. Dass bei den meisten Männern, besonders im Kriege, das Sexualleben auch quantitativ die bedeutendste Stelle in ihrer außerberuflichen Lebensführung einnimmt, dass fast ihr ganzes Denken und Fühlen von ihren kleinlichen und groben „Abenteuern“ und „Erlebnissen“ ausgefüllt ist, ist eigentlich nur ein Symptom mehr dafür, dass gegenwärtig der größte Teil der Menschheit mit sich und dem Leben erbärmlich wenig anzufangen weiß. So muss die Frage nach der richtigen Ordnung des Sexuallebens orientiert werden an der allgemeinen Frage nach der Ordnung und dem Sinn des Lebens
überhaupt.
(…)

Es ist keine allzu kühne Behauptung, dass sich der Hauptteil sexueller und erotischer Beziehungen heute außerhalb der Ehe abspielt. Die Ehe ist für viele notwendig aus mannigfachen Ursachen; aber sie ist nur eine Form des Sexuallebens neben vielen anderen: die öffentliche Moralheuchelei will uns glauben machen, sie sei die wichtigste und vorherrschende. (…)

Da die Forderung nach Monogamie nicht einheitlich und unwiderleglich wissenschaftlich begründet werden kann, so ist die Einehe nicht die einzig mögliche Form des Sexuallebens und hat auch keinen Anspruch auf besonderen staatlichen Schutz.

Die KI fasst zusammen:

Kritik an der „freien Liebe“

Ein heute überraschender Aspekt ist ihre Skepsis gegenüber Formen dauerhafter Polygamie oder völlig unverbindlicher Beziehungen.

Sie diskutiert die theoretische Möglichkeit, dass Menschen mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig führen könnten, bezweifelt aber, dass dies praktisch dauerhaft gelingen könne. Sie verweist auf Eifersucht, Exklusivitätswünsche und emotionale Bindungen als reale menschliche Faktoren.

Damit unterscheidet sie sich deutlich von späteren Darstellungen, die kommunistische Sexualpolitik oft nur mit „sexueller Freizügigkeit“ gleichsetzen.“

Man sollte aber besser die Forderungen am Schluss des Textes der Fischer nicht lesen…

PS Endlich mal wieder ein Video für TikTok

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Unter automatisch Kommunizierenden

KI
Made by ChatGPT – metaphorische und ironische Interpretation des Inhalts des Screenshots unten

Irgendein Algorithmus warf mir diesen verschwurbelten Text des Leibniz-Instituts für Medienforschung │Hans-Bredow-Institut (HBI) vor die Füße: „Wie verändert kommunikative Künstliche Intelligenz unsere gesellschaftliche Kommunikation, und welche Folgen hat dies für Medienorganisationen? Diesen Fragen geht die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderte Forschungsgruppe Kommunikative KI (ComAI) – Die Automatisierung gesellschaftlicher Kommunikation nach. In neun Forschungsprojekten untersuchen Forscher aus den Bereichen Kommunikations‑ und Medienwissenschaft, Mensch-Computer-Interaktion, Wissenssoziologie, Governance-Forschung und Medienrecht die Potenziale, Risiken und Konsequenzen dieses tiefgreifenden Wandels.“

Die Brafaselrharbarertextbausteine („Potenziale, Risiken und Konsequenzen“) ließen mir keine Ruhe. „KI-Inhalte“ sollen gekennzeichnet werden? Und dann? Wird die Welt dann besser – und würde der Bürger aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit entlassen?

Dann las ich noch etwas über Claude (neu in der Blogroll) von Anthropic. Und in meinem Hinterkopf hallte etwas von Baudrillard und Zeichen.

ChatpGPT merkte noch süffisant an: „Im Bild steht „Leibnitz Institut“. Falls damit das bekannte Forschungsnetzwerk gemeint ist, wird es normalerweise „Leibniz“ geschrieben.“

KI

Alsp sprach ich zu Claude: Ich brauche zu dem Thema einen journalistischen Artikel, der ungefähr so lang ist wie 2 Din-A-4 Seiten in einer Zeitschrift.

Um es gleich zu sagen: Der Journalismus ist tot, mausetot. Gefühlt 90 Prozent alles Texte, die produziert werden, sind schlechter als die von der KI erstellten. Das gilt natürlich nicht für polemische Kommentare – dazu ist die künstliche Intelligenz zwangsweise zu ausgewogen und harmonisch.

Vielleicht sollte ich – wie Claude – jetzt immer meine Postings hier beginnen mit „Von der Redaktion – Analyse“ – aber „Analyse“ klänge zu sehr nach RT Deutsch.

KI

Die stille Übernahme

Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus – doch wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure?

Von der Redaktion – Analyse

Es begann mit dem Versprechen, Routinearbeit abzunehmen. Heute generieren KI-Systeme Nachrichtentexte, prüfen Quellen, analysieren Datenberge – und treffen dabei Entscheidungen, die früher Journalistinnen und Journalisten vorbehalten waren. Die Branche steht an einem Scheideweg: zwischen Effizienzgewinn und dem schleichenden Verlust redaktioneller Kontrolle.

Die Zahlen klingen zunächst verheißungsvoll. Laut aktuellen Branchenerhebungen nutzen inzwischen mehr als 60 Prozent der großen deutschen Medienhäuser KI-gestützte Tools in der Produktion – für automatisierte Börsenmeldungen, Sportergebnisse, Wetterberichte. Was als Entlastung begann, hat sich ausgeweitet: Algorithmen schlagen Themen vor, fassen Pressemitteilungen zusammen, transkribieren Interviews in Sekundenschnelle. Doch mit der Nützlichkeit wächst auch die Abhängigkeit.

Das Versprechen der Verifikation

Besonders aggressiv vermarktet wird KI derzeit als Werkzeug für den Quellencheck. Tools wie Radar oder ClaimBuster durchsuchen in Echtzeit Millionen von Dokumenten, Social-Media-Posts und Datenbanken, um Aussagen automatisch zu verifizieren. Die Versuchung ist real: In einer Nachrichtenumgebung, in der Falschinformationen sich schneller verbreiten als ihre Korrekturen, klingt maschinelle Unterstützung wie ein Segen.

Was in den Verkaufspräsentationen fehlt: Diese Systeme sind nicht neutral. Sie wurden auf historischen Daten trainiert – mit all deren Verzerrungen, Lücken und impliziten Annahmen. Wenn ein Algorithmus entscheidet, ob eine Behauptung als wahr, falsch oder zweifelhaft eingestuft wird, kodiert er damit auch die Perspektive seiner Entwickler. Factchecking ist keine technische, sondern eine zutiefst redaktionelle Entscheidung. Wer das delegiert, gibt Macht ab.

KI-Slop: Die neue Dimension der Desinformation

Während Redaktionen über den Einsatz von KI diskutieren, hat das Problem längst eine neue Dimension erreicht. KI-Slop – der Begriff bezeichnet massenhaft generierte, fehlerhafte oder bewusst manipulierte KI-Inhalte – flutet das Netz. Gefälschte Zitate von Politikern, plausibel klingende, aber erfundene Studienergebnisse, fotorealistische Bilder von Ereignissen, die nie stattgefunden haben: Das Volumen ist neu, die Raffinesse erschreckend.

Für Journalistinnen und Journalisten bedeutet das eine fundamental veränderte Arbeitssituation. Die alte Faustregel: Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, ist es das meistens – greift nicht mehr. KI-generierte Inhalte sind oft präzise genug, um oberflächliche Prüfungen zu bestehen. Wer heute eine Meldung verifiziert, muss nicht nur die Faktenlage, sondern auch die Echtheit des Materials selbst hinterfragen. Reverse-Image-Search, Metadaten-Analyse, linguistische Muster – das Handwerk des Factcheckers wird technisch aufwändiger und gleichzeitig wichtiger.

KI
Mady by Gemini – Prompt wie unten für Midjourney

Die Kennzeichnungsfrage: Transparenz als Standard?

In der Debatte um KI-Inhalte ist die Forderung nach klarer Kennzeichnung längst zum Konsens geworden – zumindest auf dem Papier. Der Deutsche Presserat hat Leitlinien formuliert, der Europäische Medienfreiheitsakt sieht Transparenzpflichten vor, und die meisten Ethikrichtlinien großer Verlage enthalten entsprechende Passagen. Die Praxis sieht anders aus.

Was genau muss gekennzeichnet werden? Nur vollständig KI-generierte Texte? Oder auch solche, die lediglich KI-assistiert entstanden – sprich: von einem Menschen geschrieben, aber mit KI-Vorschlägen überarbeitet? Was ist mit KI-generierten Bildern, die redaktionell ausgewählt wurden? Die Grenzziehungen sind unscharf, die Definitionen umstritten. Und solange keine verbindlichen Standards gelten, entscheiden Verlage im Eigeninteresse – was nicht immer dem Interesse der Leserinnen und Leser entspricht.

Eingebettet in die Infrastruktur

Die vielleicht folgenreichste Entwicklung verläuft weitgehend unbemerkt: KI wird nicht mehr als externes Tool verwendet, sondern direkt in redaktionelle Infrastrukturen integriert. Content-Management-Systeme schlagen automatisch SEO-optimierte Überschriften vor. Algorithmen entscheiden, welcher Artikel auf der Startseite erscheint. Chatbots beantworten Leseranfragen im Namen der Redaktion. Die Linie zwischen Mensch und Maschine verschwimmt – und damit auch die Verantwortung.

Medienforscher warnen vor einem schleichenden Prozess, den sie als Automation Bias bezeichnen: die Tendenz von Menschen, maschinellen Empfehlungen zu folgen, auch wenn sie ihrem eigenen Urteil widersprechen. Redakteure, die täglich mit KI-Vorschlägen arbeiten, beginnen diese als Baseline zu akzeptieren. Was der Algorithmus nicht vorschlägt, wird seltener geschrieben. Was er bevorzugt, häuft sich. Das nennt sich dann Reichweite – und ist in Wirklichkeit stille Zensur durch Optimierung.

Was jetzt gefragt ist

Die Antwort auf diese Entwicklungen kann nicht Technikfeindlichkeit sein. KI-Tools werden bleiben, und viele sind tatsächlich nützlich – wenn sie richtig eingesetzt werden. Was fehlt, sind klare Kompetenzprofile für den KI-informierten Journalismus: Redakteurinnen und Redakteure, die verstehen, wie Sprachmodelle funktionieren, welche Fehler sie machen, wo ihre Grenzen liegen. Wer ein Tool nicht versteht, kann es nicht kritisch einsetzen.

Ebenso dringend ist eine strukturelle Antwort der Branche: verbindliche Kennzeichnungsstandards, unabhängige Audits von KI-gestützten Redaktionssystemen, und eine offene Debatte darüber, welche Entscheidungen grundsätzlich beim Menschen bleiben müssen. Die Frage, welche Geschichte erzählt wird, gehört dazu.
KI verändert den Journalismus – das ist unbestreitbar. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie. Wer diese Frage den Technologiekonzernen überlässt, die die Systeme bauen, hat die Antwort bereits gegeben.

KI
An ultra-photorealistic and ironic metaphor for the future of journalism in the age of AI: a crowded newsroom where hundreds of journalists have been replaced by giant mechanical magnifying glasses with artificial eyes, tirelessly inspecting mountains of glowing digital documents. In the center, a nervous human reporter desperately searches for a single authentic paper source while surrounded by endless streams of AI-generated articles flowing from golden factory machines. Above them, enormous floating labels reading „TRUST“, „SOURCE CHECK“, and „AI GENERATED“ are held up by tiny drones like advertising banners. The irony: despite infinite verification technology, nobody notices a giant elephant made of fake news quietly sitting in the room. Cinematic realism, satirical symbolism, newsroom of the near future, dramatic lighting, shallow depth of field, hyper-detailed textures, award-winning photojournalism, 8k, Leica photography, believable human expressions, visual metaphor for trust, transparency, source verification and AI-assisted journalism –ar 16:9 –stylize 250 –chaos 15 (Midjourney)

Hintergrund: Begriffe im Überblick

KI-Slop: Massenhafte, fehlerhafte oder manipulierte KI-generierte Inhalte, die gezielt oder ungefiltert verbreitet werden.
Automation Bias: Die kognitive Tendenz, Empfehlungen automatisierter Systeme auch dann zu folgen, wenn sie dem eigenen Urteil widersprechen.
Constitutional AI: Ansatz zur KI-Entwicklung, der ethische Grundsätze direkt in das Training integriert, um zuverlässigeres, transparenteres Verhalten zu fördern.

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