Unter Neurocampenden

Ultra-realistic dystopian science fiction scene inside a futuristic „Neuro Camp“ for cognitive reprogramming. Endless sterile white corridors, transparent neural conditioning chambers, adults wearing simple gray uniforms seated in ergonomic chairs with advanced non-invasive brain-interface helmets. Massive holographic screens display abstract geometric patterns, neural networks and psychological symbols instead of readable propaganda. Emotionless AI supervisors and autonomous medical robots silently monitor the process. Cold blue and white lighting, polished concrete and glass architecture, oppressive minimalist design inspired by Orwell, Huxley and cyberpunk aesthetics. The atmosphere conveys psychological control, conformity and loss of individuality rather than physical violence. Cinematic composition, volumetric lighting, hyper-detailed textures, photorealistic, ultra-high resolution, Unreal Engine 5 quality, 8k, dramatic perspective, subtle fog, masterpiece –ar 16:9 –stylize 150 –v 7.0 –
Ich habe mir einen paywallgeschützten Artikel von Jakob Hayner in der bürgerlichen Presse zusammenfassen lassen: „Es wird Neurocamps zur kognitiven Umerziehung der Unerwünschten geben“. Es geht um die Thesen Asma Mhallas, einer Politikwissenschaftlerin und Ex-Investmentbankerin. Diese sieht „Big State“ und „Big Tech“ verschmelzen. „Der Kampfschauplatz: das menschliche Gehirn. Das Ziel: Unterwerfung.“ Der Artikel ist sehr verschwurbelt („Und schon der 2007 verstorbene Philosoph Jean Baudrillard schrieb über das Verschwinden des fraktalen Subjekts in den neuen Videowelten der Simulation…“) also wollte der Autor mit seinem ekektizistischen pseudo-bildungsbürgerlichen Lexikonwissen beweisen wollen, dass er zum Feuilleton gehört.
In den 1980er-Jahren entstand mit dem Cyberpunk ein neues Science-Fiction-Genre, das düstere Zukunftsvisionen entwarf: allgegenwärtige Überwachung, allmächtige Technologie und ein Mensch, der seine Selbstbestimmung verliert. Nach Ansicht der französischen Politikwissenschaftlerin Asma Mhalla ist diese Zukunft inzwischen keine Fiktion mehr, sondern beginnt Realität zu werden.
In ihrem Buch Cyberpunk. Das neue totalitäre System beschreibt sie den Übergang von der liberalen Demokratie zu einer neuen Form der Herrschaft, in der digitale Technologien und Künstliche Intelligenz immer stärker das gesellschaftliche Leben bestimmen. Demokratie werde nicht durch einen offenen Umsturz beseitigt, sondern schrittweise ausgehöhlt. Algorithmen beeinflussten längst nicht mehr nur Wirtschaft und Kommunikation, sondern auch Denken, Verhalten und politische Entscheidungen.
Mhalla sieht darin einen neuen Totalitarismus, der nicht mehr auf offene Gewalt oder klassische Zensur angewiesen ist. Soziale Netzwerke, digitale Plattformen und KI-Systeme lenkten Aufmerksamkeit, formten Meinungen und hielten Menschen in einem ständigen Strom von Informationen beschäftigt. Wer permanent abgelenkt werde, verliere nach und nach die Fähigkeit zum kritischen Denken.
In dieser Entwicklung werde der Mensch zunehmend auf Daten reduziert. Individuelle Freiheit trete in den Hintergrund, während Berechenbarkeit und Kontrolle an Bedeutung gewännen. Technologien dienten nicht mehr nur als Werkzeuge, sondern entwickelten sich zu Instrumenten gesellschaftlicher Steuerung. Künftig könnten sogar Verfahren der Neurotechnologie eingesetzt werden, um Verhalten oder Überzeugungen gezielt zu beeinflussen.
Als treibende Kraft dieser Entwicklung beschreibt Mhalla das enge Zusammenwirken von Staat und großen Technologiekonzernen. Politische Macht und digitale Plattformen bildeten gemeinsam ein System, das traditionelle demokratische Institutionen immer weiter entwerte. Die eigentliche Macht liege zunehmend bei denjenigen, die über Daten, Algorithmen und digitale Infrastrukturen verfügen.
Auch Europa beurteilt sie kritisch. Der Kontinent verliere sich in Regulierung und Kompromissen, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, welche Werte er eigentlich verteidigen wolle. Während die USA und China ihre technologischen Machtpositionen ausbauten, drohe Europa politisch und wirtschaftlich ins Hintertreffen zu geraten.
Trotz ihrer düsteren Analyse endet Mhallas Buch nicht völlig hoffnungslos. Sie fordert die Leser auf, ihre geistige Unabhängigkeit bewusst zu bewahren. Kritisches Denken, der reflektierte Umgang mit digitalen Medien und die Fähigkeit, sich der permanenten Beeinflussung zu entziehen, seien kleine, aber wichtige Schritte zur Verteidigung persönlicher Freiheit. Ihr Appell lautet, sich einer schleichenden Gleichschaltung des Denkens zu widersetzen, bevor technologische Kontrolle zur gesellschaftlichen Normalität wird.
Kommentare
10 Kommentare zu “Unter Neurocampenden”
Schreibe einen Kommentar




















Bleiben wir doch mal im (Be-)Greifbaren:
VW ist am Arsch
Völlig zu Recht im Übrigen.
Das wird VIELE Fachkräfte freisetzen, die unsere Wirtschaft ja angeblich von Außerhalb zu importieren meint…
Im übrigen
Dirk Helbing erzählt ähnliches schon seit ca. 10 Jahren und wirbt für sein Model der digitalen Demokratie.
Off topic: Dein aktuelles Zertifikat mach Probleme beim Aufrufen der Website
Nein, alles OK.
*************************
Bei mir nur die üblichen Probleme durch falsches
meta name=“language“ content=“en, sv
de müßte es sein. Dadurch keine Worttrennung und so weiter. Könnte in 10 Sekunden korrigiert sein.
*************************
Gigantische mittlere Spalte. Bei font-size 21px habe/hätte ich eine Seitenlänge von geschätzt fast 2 Meter. Ungelogen!
Könnte binnen 10 Minuten auf 4 Zentimeter korrigiert werden ohne die Liste zu kürzen oder zu löschen.
*************************
Probleme mit dem sub tag. Mittlerweile von Burks behoben, aber nur für neue Posts. Die Korrektur für alle Posts dauert – bei mir – keine 15 Sekunden.
*************************
Das Elend mit dem copy und paste von Tabellen aus KI generierten Inhalten. Läßt sich in 30 Minuten zu einem 1 A Ergebnis, welches wunderschön anzuschauen wäre, korrigieren.
Das von Burks empfohlene Buch muß niemand kaufen, dem seine eigene Sicherheit am Herzen liegt. Es wird mit Sicherheit auf einer Schwarzen Liste landen und damit ist das Buch gefährlich für deren Eigentümer. Das wird bei einer Hausdurchsuchung den gleichen Stellenwert einnehmen, wie heute eine Büste von Adolf Hitler. Schmeißt das Buch noch heute in die Mülltonne.
Alles was politisch aktuell installiert wird, egal was, dass ist temporär. Der neue Machthaber wird das in 40 – 60 Jahren entsorgen. Nicht nur für ’schland, sondern ebenfalls für die EU. Das liegt nicht daran, dass er alles für Nichtig erklärt. Das liegt daran das die Elektrizität im Bereich der EU ausfällt. Warum? Kein Rechtgläubiger ist auf Strom angewiesen. Dem reicht der auswendig gelernte Koran und den Imamen zusätzlich die Sammlung der Hadithen.
Leider wird es bis zu dem Tag für einige der Lebenden gefährlich. Wer sich an die Regeln hält, dem wird kein Haar gekrümmt. Das garantiert Katarina Barley.
Viva EU, viva Uschi, viva Blackrock.
Das die sogenannte neoliberale Demokratie die Grundlage des nächsten Faschismus ist sollte jedem klar sein.
KI und Algorythmen im Dienste des Kaptials werden der Arbeiterklasse die Freiheit rauben.
Aber in den Händen der arbeitenden Klasse könnten sie auch einen neuen Anlauf zu einem demokratisch-ökologische Sozialismus erlauben.
KIs die mit den Werken von Engels, Marx und Lenin trainiert wurden könnten nach einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel die Produktion und die Verteilung der Konsumgüter und des Surplus steuern.
Die vollständige Erfassung der digitalen Kommunikation und die automatische Auswertung von Inhalten könnten dabei helfen Feinde unserer Demokratie zu identifizieren und unschädlich zu machen schon bevor es ihnen selbst bewusst sind das sie Feinde unserer Demokratie sind.
Psychotherapie, Psychopharmaka und Gentherapie können dann langfristig dafür sorgen das ein neuer Mensch entsteht der sich wie eine Ameise für das Wohl der Gemeinschaft aufopfert, ohne übersteigerte neoliberale Gier und ohne übertriebenen neoliberalen Individualismus.
Empfehle eigenen Check:
unable to securely connect to the destination server.
Reason: The certificate is not correctly signed by the trusted CA
@A.Rech
„wie eine Ameise für das Wohl der Gemeinschaft aufopfert…“
Das wäre dann ja der Faschismus, den es zu verhindern gilt…
Ansonsten arbeitet China ja schon fleißig an der Steuerung und Verteilung
Die grundlegende Frage wäre:
KANN ein vergesellschafteter Betrieb Surplus erwirtschaften?
Tendenziell ja.
ABER – und da war man in den 1980ern schon weiter:
Anschließend bedarf es der Kapitalneutralisation.
Bliebe dennoch die Frage wie genau sich die kapitalistische Produktionsweise von der sozialistischen unterscheiden soll:
Man geht knechten
Erwirtschaftet Mehrwert
Bekommt ein paar Krümel vom Kuchen
So what’s the difference
Ich fragte mal die KI:
Im Zeitalter von künstlicher Intelligenz (KI), humanoiden Robotern und algorithmischer Plattformökonomie verschieben sich die mechanischen Grundgesetze des Sozialismus fundamental.
Eine modernisierte, „techno-sozialistische“ Produktionsweise müsste wie folgt aufgebaut sein:
1. Die Natur des „Mehrwerts“:
Vom menschlichen Arbeiter zum algorithmischen KollektivIn der klassischen Theorie entsteht Mehrwert nur durch menschliche Arbeitskraft. Wenn jedoch Roboter und KI die Produktion fast vollständig übernehmen, ändert sich die Quelle des gesellschaftlichen Reichtums.
Das Ende der Arbeitswerttheorie:
Reichtum bemisst sich nicht mehr in geleisteten Arbeitsstunden, sondern in der Effizienz des gesellschaftlichen Gesamtkapitals (Algorithmen, Roboterflotten, Energie-Infrastruktur).Der gesellschaftliche Mehrwert heute: KI und Roboter „erwirtschaften“ den Mehrwert, indem sie die Grenzkosten der Produktion (die Kosten für eine weitere produzierte Einheit) gegen Null drücken.
Die Vergesellschaftung der Daten:
Da KIs mit den Daten der gesamten Menschheit trainiert wurden, ist die KI-Infrastruktur das ultimative Gemeingut. Der „Mehrwert“ besteht hier im permanenten Effizienzzuwachs, der nicht mehr als privater Software-Monopolprofit (wie bei Big Tech) abfließt, sondern direkt die Lebenshaltungskosten der Gesellschaft senkt.
2. Organisation der Vergesellschaftung: Algorithmen statt BürokratieDie größte Schwachstelle des historischen Sozialismus war das Informationsproblem (die Unfähigkeit einer Zentralbehörde, Millionen von Preisen und Bedürfnissen in Echtzeit zu berechnen). KI löst dieses Problem fundamental.
Plattform-Sozialismus (Das „Uber“-Modell für das Gemeinwohl):
Anstelle von starren 5-Jahres-Plänen oder endlosen Debatten in physischen Räten tritt eine algorithmische Ressourcen-Allokation. Verbraucher melden Bedarfe über dezentrale Apps an. KI-Systeme berechnen in Millisekunden die nötigen Lieferketten, den Energiebedarf und den Einsatz von humanoiden Robotern in den Fabriken.
Autonome Produktionsnetzwerke:
Fabriken und Logistikzentren koordinieren sich über dezentrale Protokolle (z. B. Smart Contracts auf transparenten, gesellschaftlichen Blockchains) selbst. Sie fordern Rohstoffe an und steuern Wartungsschleifen für Roboter autonom, ohne dass ein menschlicher Manager oder Bürokrat eingreifen muss.
Demokratische Parameter-Steuerung:
Die Rolle des Menschen verschiebt sich von der operativen Planung zur ethisch-politischen Zielsetzung. Die gesellschaftlichen Räte debattieren nicht mehr über die Anzahl der zu produzierenden Schuhe, sondern steuern die Algorithmen-Parameter: Welchen CO₂-Ausstoß erlauben wir? Wie viel Energie investieren wir in die Krebsforschung vs. Unterhaltungselektronik? Wie priorisieren wir die Verteilung bei Rohstoffknappheit?
3. Verteilung der Produkte:
Die Post-Arbeits-ÖkonomieDie klassische erste Phase des Sozialismus („Jedem nach seiner Leistung“ gemessen in Arbeitszeit) wird im KI- und Roboterzeitalter weitgehend obsolet, weil menschliche Arbeit zur Mangelware wird. Die Verteilung muss radikal neu gedacht werden:
Das Bedingungslose Sach-Einkommen (Universal Basic Services):
Da die Grenzkosten für Nahrung, Energie, Wohnen, Gesundheit und Mobilität durch Roboterarbeit extrem sinken, werden diese Güter komplett entmonetarisiert. Sie sind für jeden Bürger bedingungslos frei zugänglich. Es gibt keine „Arbeitsgutscheine“ für Grundbedürfnisse mehr, da es unlogisch wäre, Menschen zur Arbeit zu zwingen, die Roboter besser erledigen können.
Reputations- und Kreativ-Credits (Für das „Darüberhinaus“):
Wenn Maschinen alles Lebensnotwendige produzieren, wird menschliche Aktivität im Bereich von Kunst, Wissenschaft, Pflege, emotionaler Zuwendung und Philosophie stattfinden. Die Verteilung von luxuriösen oder knappen Gütern (z. B. rare Wohnplätze, limitierte Kunstwerke) könnte über ein System von kreativen oder gesellschaftlichen Beiträgen geregelt werden. Wer Open-Source-Code schreibt, Kunst erschafft oder sich in der Altenpflege engagiert (wo Menschen lieber Menschen wollen), erhält gesellschaftliche Anerkennungspunkte, die Zugang zu diesen knappen Ressourcen gewähren.
Ressourcen-Budgets statt Geld: Um die ökologischen Grenzen des Planeten zu wahren, erhält jeder Bürger ein dynamisches, CO₂- und Ressourcen-Zertifikat. Man bezahlt Luxusgüter nicht mit „Geld“, sondern verbucht den ökologischen Fußabdruck, den die Roboterproduktion dieses Gutes verursacht hat.
In diesem modernen Szenario ist der Sozialismus nicht mehr eine Diktatur der harten Arbeit, sondern die Befreiung von der Arbeit. Die Maschinen arbeiten für das Kollektiv, anstatt die Profite einer kleinen Tech-Elite (Cyber-Feudalismus) zu maximieren.
@Godwin
Das Wesen des Faschismus ist übersteigerter Individualismus mit alle seinen Auswirkungen: Gier und Egoismus.
Der Sozialismus dagegen fördert die besten Seiten des menschlichen Wesens: Solidarität und Aufopferung.
Allein daraus ergibt sich die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus und seine extremste Form, den Faschismus.