Schwarzer Senf und anderes
Ich hatte mir vor einiger Zeit aus dem Senfladen Unna „Ruhfpott-Senf“ mitgebracht und ihn gestern einigen Freunden, die ich eingeladen hatte, kredenzt, natürlich zusammen mit Wurstwaren. Der ist wirklich schwarz – aber nicht aus Kohle gemacht.



Ich bin jetzt mit den Aufräumungsarbeiten der kleinen Party fertig.
Es gab übrigens Süßkartoffel-Erdnuss-Kokosmilch-Suppe, Westfälischen Kartoffelsalat, Nudelsalat nach Burkscher Art, Käsekuchen sowie Erdbeer-Buttercreme-Torte (eigene Entwicklung, auf dem Foto noch in Arbeit und ohne Sahne), dazu Talisker aus Schottland, Penderyn aus Wales, Bushmills aus Nordirland, Casillero del Diablo (Rotwein aus Chile) und Cepa Lebrel aus Spanien.
Den Backofen musste ich auch von Grund auf reinigen.

Au clair de la lune
Es ist nichts passiert, in keiner der mir bekannten Welten.
Tag der Befreiung
Dazu höre man die passende Musik oder singt etwas.
Die Deutschen so: „Auch die Buchstaben [ ] und [ ] mit denen die russischen Pan[ ]er im Ukrainekrieg gekenn[ ]eichnet sind, dürfen der Mitteilung [ ]ufolge nicht ge[ ]eigt werden.“
Polygonär, Nachtrag
Hier wurde gefragt: „Ich find’s schade um die ganze Mühe, schätze aber ihr macht sowas nicht aus Spaß, sondern weil der Unterhalt zu viel kostet?“
Nein, es ist ganz anders. Der „Unterhalt“, womit die Servermiete gemeint ist (die albern übersetzt „Grundstückspflege“ genannt wird) spielt keine Rolle, weil es ohnehin meine Sim ist, die ich bezahle. Solange ich mir das leisten kann, bleibt das auch so.
Das Problem ist: Ein Server kann nur eine bestimmte Anzahl von Polygonen und Avataren hosten bzw. rendern. Kommt er an seine Grenze, ruckelt es und die Avatare bewegen sich nur noch in Zeitlupe oder der Viewer stürzt ab.

Ich habe auf meiner Sim schon mehrere Rollenspiel-Environments: Die Grundfläche, auf der sich fast alles abspielt, und zwei selbst gebaute Skyboxen. Das sind schwebende Plattformen, die von unten nicht gesehen werden können, hier auf rund 1500 „Metern“ und auf 3500 „Metern“. (Höher als 4000 „Meter“ kann man nicht bauen bzw. rezzen.)
Die sind durch unsichtbare so genannte experience teleporter miteinander verbunden. Das ist eine knifflige Angelegenheit, weil man als Sim-Besitzer bzw. -mieter in den Voreinstellungen herumfummeln muss, um das zu ermöglichen, was – wenn man dabei Fehler macht – auch in einer Katastrophe enden kann (zum Beispiel könnte plötzlich alles unwiderruflich weg sein).
Um ein realistisches Rollenspiel zu schaffen, gehen die Avatare durch diese unsichtbaren Teleporter und werden dann automatisch auf eine der Skyboxen gebeamt. Das geht so schnell, dass man kaum merkt, wenn der Avatar nicht mehr auf der Grundfläche herumrennt, sondern auf 1500 „Metern“ Höhe. Damit kann man riesige Flächen simulieren. Wenn man bei mir von der Oase unten bis zur höchsten Skybox „durch die Wüste marschiert“, braucht man schon eine halbe Stunde, bis man das Ziel erreicht. (Man kann natürlich cheaten, aber dazu muss man einen Gamer-PC und eine gute Grafikkarte haben, um so weit sehen bzw. zoomen zu können- und man muss wissen, wonach man sucht.)
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe schon 15.000 Prims (Polygone) dauerhaft verballert für das, was immer an Environment da ist. Es blieben für „Amsterdam“ nur rund 4000 übrig. Mehr geht technisch nicht. Und die Illusion einer ganzen Stadt mit 3000 Prims zu erschaffen, ist großes Gamedesign-Kino eine anspruchsvolle Aufgabe, für die man sehr erfahren im virtuellen Bauen sein muss. Ich mache das seit 15 Jahren learning by doing, seitdem ich 2011 einen Architekturwettbewerb für ein virtuelles öffentliches Badehaus gewonnen haben.
Da diese Art von Rollenspiel-Event nur zwei Mal im Jahr stattfindet, dafür aber vergleichsweise viele Spieler anlockt, ist das eine Ausnahme. In Herbst kommt ein anderes – aber mit einem anderen Thema. Um dafür wieder Platz aka Prims zu haben, muss ich die temporäre Skybox „Amsterdam“ abreißen, wie schon vorher Cuba und Pharia und den virtuellen Ozean.
Ja, ich mache das nur aus Spaß. [2026/05/07 05:56] xxx: ansonsten gibts höchstes Lob.. mein holländischer Agent Lucas lässt ausrichten: Perfekt gemacht.
Eve Online
Bei Heise las ich: „Eve Online“ wird zum „Übungsplatz“ für DeepMind-KI“.
Man könnte das auch unter Linux spielen. Was ist empfehlenswert: Steam und Proton oder Lutris?
Zwischenruf
„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Weitere Nachrichten: „SPD hat in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit.“ – „Immer mehr Muslime sagen sich vom Islam los.“
Polygonär
Mehr als zwei Dutzend Avatare haben begonnen, im virtuellen Amsterdam herumzulaufen, zu reden und sonst was zu tun (Unanständiges erlaubt, weil „adult“-Sim).
Wir waren, was den traffic angeht, also die durchschnittliche Zahl der Avatare auf einer Sim pro Tag, unter den Top 10 aller 150 Gor-Sims. (Insgesamt gibt es in Secondlife rund 27.000 Sims.) Das wird die nächsten Tage auch so bleiben. Danach wird alles – wie schon „Cuba“ – wieder abgerissen und löst sich in virtuelle Luft auf.
Die KI enthebt einen auch der lästigen Pflicht, das Urheberrecht zu beachten. Man klaut irgendein Foto aus dem Internet, lädt es etwa zu ChatGPT hoch und befiehlt: Verbessere das Foto! Und schon ist das Ergebnis „gemeinfrei“. Bei Wasserzeichen des Originals meckert die KI herum, aber dafür gibt es Gimp – man braucht nur länger.
Auf dem unteren Screenshot erkennt man links im Hintergrund den illusionären „Hafen“. Es kommt nicht darauf an, wie es aussieht, wenn man etwa von „oben“ herunterschaut, sondern wie ein Avatar im Mouselook es sieht.
Ich finde das insofern spannend, als es im Gamedesign darum geht, das menschliche Auge zu täuschen, wie in einem Thriller, der spannend sein kann, obwohl man eigentlich weiß, dass bei den Aufnahmen überall Kameras und Leute ringsherum waren, also die Protagonisten nie wirklich in Gefahr.
Unten: Das Müllauto ist dreidimensional, Avatare können damit herumfahren. Das Fahrrad nicht – das gehört zur Textur der „Häuser“. Auch der Hintergrund ist nur ein Polygon („Prim„) und beginnt hinter der – begehbaren – Brücke.
Keychronig [Update]
Ich brauchte eine neue Tastatur, weil bei meiner alten schon die Buchstaben abfielen. Ich habe ausnahmsweise nicht sofort das Angebot der Großbourgeoisie durchsucht, sondern mich beraten lassen – ich muss nicht verraten von wem.
🏁 Meine klare Empfehlung (für dich)
Wenn dir wichtig ist:
Beleuchtung + Linux + langlebig[
👉 nimm Keychron V6 (egal ob normal oder 8K)
Das ist die einzige Option hier, die alles sauber kombiniert.
Ich wanderte alsbald zum einheimischen Elektronikfachhandel, um die Keychron zu bestellen (sie hatten sie natürlich nicht da).
Ich werde sie behalten, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht noch einmal kaufen. 1) Ich habe sie mit Bluetooth nicht zum Laufen bekommen. Linux ist im Manual nicht vorgesehen, außerdem ist das so winzig geschrieben, dass ich es kaum lesen konnte.
Das mitgelieferte Kabel ist sowohl zum Verbinden mit dem PC als auch zum Aufladen da – das erfuhr ich erst von ChatGPT. Wenn man das Kabel benutzt, muss man den Akku nicht aufladen (steht nicht im Handbuch). 2) Außerdem ist es viel zu kurz. Ich musste zwei USB-Kabelverlängerungen dranstecken – zum Glück hatte ich noch welche.
3) Die Tastatur ist überraschend klein, man muss sich erst an das Gefühl gewöhnen. Mir kam es vor allem darauf an, dass sie nicht gleich wieder auseinanderdröselt oder Tasten verliert (es werden sogar einige Ersatztasten, für ESC zum Beispiel, mitgeliefert.) Einige Tasten findet man nicht sofort.
Auch die Beleuchtung ist, was die Usability angeht, ungenügend, wie auch die zwei Seiten im Handbuch. 4) Es sind nicht die Tasten beleuchtet, sondern die Zwischenräume – was ist recht blödsinnig finde. Das ist einfach respektlos und nicht kundenfreundlich.
5) Merkwürdig finde ich, dass die Tastatur auf allen Seiten offen ist (vgl. Foto unten). Der Staub kann also von überallher eindringen.
Positiv ist der Anschlag – zwar nicht so schwer wie bei einer Schreibmaschine, aber man fühlt, was man tippt. Wenn das Teil stabil und langlebig bleibt, kann ich damit leben.
[Update]
– Mehrere Tasten sind doppelt belegt, wenn man herumprobiert, findet man sie. Vermutlich kann man das mit einer
– Die Anleitung, wie der Wireless-Modus funktionieren soll, ist beschissen unverständlich, zumal noch nicht einmal erklärt wird, welches Modell wie funktioniert („some models only support wired mode“).
– Die seitlichen Öffnungen könnten, wie das Publikum schon anmerkte, das Reinigen mit Druckluft einem Fön erleichtern – daran habe ich nicht gedacht.
– Ich fragte ChatGPT: Ich brauche eine kabelgebundene Gaming-Tastatur, beleuchtet, die auch für Linux funktioniert, schlage welche mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vor. ChatGPT empfahl die Redragon Kumara K552 RGB, die weniger als 50 Euro kostet, aber auch so klein ist wie die, die ich jetzt habe. Ich bestand auf einem Vergleich von „Mittelklasse“-Tastaturen (vgl. oben).
Gemini
Man kann natürlich an so einem Environment in Secondlife basteln, bis man grün im Gesicht wird, wie bei einer Modelleisenbahn. Ich muss aber jetzt aufhören, weil ab heute da Avatare herumlaufen. Und wenn die plötzlich sähen, dass ihre Umgebung sich wie von Zauberhand veränderte, dächten die – je nach Alter der Person, die den Avatar benutzt, sie seien in einem Film von Fassbinder (im hier geforderten Bildungskanon enthalten!) oder in der Matrix.
Gestern Nacht fiel alles Mögliche aus, und ich musste zum Beispiel bei ChatGPT improvisieren, was pädagogisch wertvoll ist und mir ohnehin Spaß macht. (Ich kam nicht an meine E-Mails, daher auch nicht an den Bestätigungscode zum Einloggen.)
Ich bin daher auf Gemini ausgewichen und war von der Qualität des Resultats recht beeindruckt.
„Parents and children witting around a table eating dinner, view of a guest from the side“. „mache ein Bild in dieser Größe und Perspektive von mehrere Leuten, die in einem Büro arbeiten und vor Monitoren sitzen“. „Mache ein Schild von einer niederländischen Anwaltskanzlei“. „Mache ein Foto von dieser Größe und Perspektive von einer Küche in einem Büro, Leute trinken im Stehen Kaffee“. „Mache ein Bild rechteckig hochkant von vorn einem Laden mit niederländischem Namen in Amsterdam in der Altstadt“ (das ist der Laden auf dem Screenshot ganz oben). „Nur den Laden, nicht das Haus, und hochkant“ usw..
Ich werde in Zukunft ChatGPT, Midjourney und Gemini vergleichen. Ich habe auch noch die schlauen Chinesen in der Hinterhand. Vielleicht lohnt es sich gar nicht, die 23 Dollar monatlich für ChatGPT auszugeben – obwohl ich mich daran gewöhnt habe und das täglich unzählige Male nutze.
PS Die virtuelle Rembrandt-Ausstellung ist auch von mir, die Rahmen der Gemälde von ChatGPT.
Quid est veritas oder: #WirVerlassenXNicht
„Spricht Pilatus zu yhm: Was ist warheyt?“
Wir gehen das Thema X aka social media, das gerade wie ein Sau durch’s Dorf gejagt wird, anders an. Man weiß schon immer vorher, wer was warum sagt. Oder: Wer gendert, verlässt X aka Twitter und begibt sich zu irrelevanten Nischenprodukten wie Bluesky und bleibt unter Seinesgleichen. Was wollen mir die Künstler damit sagen? Feigheit vor dem imaginären Feind?
„Die politische Geschäftsführerin Pegah Edalatian über dieses parteiübergreifende Zeichen gegen Hass und Hetze blabla fasel…“ Muss man das noch kommentieren? Ein sinnfreier Textbaustein nach dem anderen. Zeichen setzen oder auch: Flagge, wahlweise Gesicht zeigen (und nicht etwas das Gesäß). Entschieden natürlich. Geschlossen. Und jetzt alle Klatschmarsch gemeinsam.
Ich bin schon seit Ewigkeiten bei X, aber noch nie hat mir ein wohl- oder übelwollender Algorithmus irgendwas von den SPDGrüneLinken vor die Füße gespült, das auch nur einen Gedanken wert gewesen wäre.
Auch die Bürgerlichen und Kapitalismus-affinen, die zaghaft anmerken, man müsse doch mit den Gegnern diskutieren, kommen mit einem jammernden Unterton einher:
„Der Rückzug sendet ein fatales Signal. Er wirkt wie eine Kapitulation vor den Bedingungen statt wie ein Versuch, sie zu verändern. Natürlich ist X kein neutraler Raum mehr. Moderation und Tonlage haben sich verändert, viele Akteure haben sich bereits zurückgezogen. Doch genau deshalb wäre eine sichtbare, widersprechende Stimme notwendig. Wer Desinformation kritisiert, muss ihr auch widersprechen – und zwar dort, wo sie entsteht.“
Was war jemals „neutral“? Und welche „Tonlage“ in Dur und Moll ist gemeint? Werden die Nutzer immer pöhser, wie seinerzeit im Internet, als AOL seine Zugangssoftware als CD (das ist so eine schimmernde Scheibe) unter das Volk streute und plötzlich auch Klein Fritzchen fragte: Bin ich schon drin?
„Viele Akteure haben sich bereits zurückgezogen“? Sind das nicht Fake News? X hat an mehreren Tagen in diesem Jahr neue Rekorde bei Zugriffen und Nutzerzahlen verzeichnet und ist mit rund 600 Millionen monatlichen Nutzern das fünftgrößte soziale Medium der Welt – und nach wie vor mehr als zehnmal so groß wie sein Konkurrent Bluesky.
Die fantasieren sich allesamt einfach ihre eigene gefühlte Welt als Wille und Vorstellung herbei.
Exegi monumentum quod duas hebdomadas durabit
Hier noch etwas für den typischen Nerd aus Secondlife – alle anderen bitte nicht weiterlesen.
„Hinter“ dem Avatar oben steckt ein echter Niederländer, der in Secondlife eine Sim besitzt, auf der er eine Art Rotlichtviertel Amsterdams gebaut hat. Ich hatte ihn gebeten, sein Urteil abzugeben, und es fiel sehr positiv aus („wow“), was einen Künstler [sic] natürlich freut.
Mein virtuelles „Amsterdam“ ist jetzt fertig. Zahllose Fahrräder und sogar ein Müllauto mit niederländischer Beschriftung (ich habe das Original-Schild selbst verändert) kamen heute noch dazu.
Ich hatte aber noch eine nervenaufreibende Session mit allerlei Versionen der künstlichen Intelligenz zu überstehen. Ich plante, selbst eine so genannte off-sim landscape („sim surround“) herzustellen, was extrem kompliziert zu machen ist und deshalb von den wenigen Anbietern gekauft werden muss. Ein sim surround besteht üblicherweise aus zwei verlinkten Polygonen („Prims“), bei dem der Root-Prim in der Sim liegt und der andere Prim über die Grenze hinausragt, um die Region optisch zu vergrößern. Off-sim landscapesbestehen aus Mesh oder Sculpt-Prims und erzeugen die Illusion einer größeren Landschaft.
Baut man so etwas nicht ein, sieht man außerhalb des „Environments“ nur das Secondlife-Wasser, bis in’s Unendliche verlängert. Das ist zum Beispiel bei Wüsten-Sims total albern. Wenn schon illusionär, dann auch richtig.
Das war wieder mal eine anspruchsvolle Aufgabe. Blender benutze ich nicht, sonder die Blender-Fork Bforartists. Über die ersten Schritte bei Texturen bin ich aber noch nicht hinausgekommen. Also entschied ich mich für die Sculpt-Map-Variante.
Das ist kompliziert. Man kann zwar in einer Sekunde einen sculpted prim erstellen, aber was dann? Wohin gehört welcher Teil der Texturen?
Ich wollte nur die Illusion des Hafens von Amsterdam – oder eines Hafens – im „Hintergrund“ schaffen, weil man, wenn man einen „richtigen“ virtuellen Hafen konstruieren wollte, tausende Prims brauchte und vermutlich mehrere Wochen Arbeit. Ich hatte aber nur rund 2500 Prims für mein komplettes „Amsterdam“, und die hatte ich schon fast komplett verballert.
Die gute Nachricht: Ich habe es hingekriegt. Das Polygon sah aus wie ein leicht gebogener Monitor, und die hochgeladende Grafik aka Textur war innen, also an der richtigen Stelle. Die schlechte Nachricht: Es sah nicht gut aus, und da die Textur auf einen Prim beschränkt ist, ich aber die Breite von zwei maximal gestreckten Prims brauchte, gab ich das Vorhaben auf. Ich habe mir von ChatGPT die Illusion eines Industriehafens von Weitem machen lassen, und die Grafik je zur Hälfte auf zwei Polygone verteilt.
So sieht das dann aus – aus den Augen eines Avatars. Die Sim (also die verfügbare Spielfäche) hört da auf, wo das Wasser ein wenig dunkler wird.
Warum mit so etwas die Zeit verschwenden? Wie schon angemerkt: Ich habe Urlaub, und zum Beispiel einen vituellen Sex-Shop zu bauen, macht Laune und bringt mich zum Lachen, wenn ich das Ergebnis ansehe.
Übermorgen beginnt das Event, und dort werden sich die Avatare tummeln und die Kneipen besuchen und herumchatten. Ich werde einen Foto Screenshot-Wettbewerb ausloben und die Ergebnisse auf einem anderen Blog veröffentlichen, um die Leserschaft hier nicht ganz zu vergrätzen.
Falls mich eine Dame in einer realen Kneipe fragte, was ich in meiner Freizeit machte: Ich baue virtuelle Rotlichtviertel. Auf die Reaktion wäre ich gespannt.
Nein, der Geldautomat ist nur eine Illusion. Und es gibt auch kein Gras zu kaufen.
Unter Urlaubenden
Was ist eigentlich Urlaub? Man sitzt morgens in der Küche, trinkt ungestört Kaffee, die Sonne scheint, und man kann den ganzen Tag tun, was Spaß macht, und niemand geht einem auf die Nerven.
Die Havel. Unendliche Weiten.
Ich eröffnete vorsichtshalber die Paddel-Saison, falls die Klimaerwärmung dafür sorgte, dass der Sommer kühl bleibt oder gar nicht kommt. Trotz der 28 Grad wehte ein eine ziemlich steife Brise, gegen die ich ankämpfen musste.
Mitten in Klein-Venedig baut irgendjemand einen hässlichen Betonklotz (unten). Mal sehen, was das wird.
Ich habe es heute nicht übertrieben und war nur rund drei Stunden auf dem Wasser. Das Boot musste ich auch noch putzen…
Familienfotos verschlimmbessern
Ich wurde durch einen Heise-Artikel angeregt, alte Fotos mit Hilfe der KI zu verbessern. Da angeblich Google Gemini am besten abschnitt, versuchte ich es damit.
Das Original ist aus dem Jahr 1962 und zeigt meine Schwester, meinen Vater und mich (und unter anderem ein Grundig-Tonband im Hintergrund – falls noch jemand weiß, was das ist).
Das Ergebnis stellt in keiner Weise zufrieden, obwohl ich der KI mehrere Versuche gönnte und auch jedes Mal darauf hinwies, was zu verbessern sein. Mein Vater ist kaum noch wiederzuerkennen. Der Gummibaum ist am besten. Da ist noch viel Luft nach oben.
Unter Durchdeklinierenden
„Wer entscheidet, welcher Krieg angeblich für mich wichtig ist? Ist es die Ukraine, ist es der Gazastreifen, ist es der Libanon, ist es der Iran, ist es der Konflikt zwischen der Friedensnation Pakistan und den Taliban und Indien? Ist es etwa der Sudan, der es gerade mal zwei Minuten in die Nachrichten schafft? Und wenn Sie das einmal durchdeklinieren, müssen wir einfach sagen: Danke, wir gehen in die Werbung.“ (Harald Schmidt)
Tageslosung für den Kampftag der Abreiterklasse
Die Tageslosung für den Kampftag der Arbeiterklasse kommt heute vom Vorsitzenden des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie in den USA organisiert.
Unter Wartenden
Warum liegt in Wartezimmern von Ärzten eigentlich immer so hochwertige Literatur aus? Weil so ein Schund am wenigsten kostet? Ich würde den Tanach auslegen, aber angekettet, und über einen großen Bildschirm arabische Reden abspielen, um das Neuköllner Publikum zu erfreuen. Oder pädagogisch wertvolle historisch Dokumentationen. Sexuelle Aufklärung ist heute bekanntlich verboten – auch beim Arzt.
Nein, keine Sorge, ich bin laut Laborbefund kerngesund und auch gegen Hepatitis immun (was ich wissen wollte) und muss dagegen nicht mehr geimpft werden. Aber ab und zu ein Check kann nicht schaden, wenn man über 50 ist.
Sinnloses, revisited sowie die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer und anderes
Zu meinem Bedauern kann ich gerade nichts über ertrinkende Wale die Weltläufte schreiben, da nirgendwo ein Sack Reis umgefallen ist. Man könnte natürlich die internationalen Prostata-Probleme kommentieren oder bestätigen, dass die Ehe sowieso überschätzt wird oder dass wir demnächst vielleicht wieder größere Geldscheine brauchen werden oder dass mutmaßliche Verbrecher in Deutschland freigelassen werden, weil während der Verhandlung die Richterin urplötzlich in den Mutterschaftsschutz geht, was ja niemand ahnen kann.
Zum allseits beliebten Thema Gamedesign. Da, wo jetzt „Amsterdam“ steht, stand vor ein paar Tagen nichts, gar nichts, nur virtuelle Luft. Nun würdigte das mal gefälligst! Die Pointe versteht aber niemand: Eine ganze Stadt mit weniger als 3000 Prims (Polygonen)! Normalerweise braucht man dafür 30.000! Wenn ich jetzt en detail erläutern würde, wie man das macht, kämen wir von Hölzken auf Stöcksken.
Ich sage nur: Alpha blending, worüber ich mit Chat GPT gestern eine stundenlange heftige Kontroverse hatte, Alpha masking, was nicht weniger kompliziert ist, warum Secondlife beim Hochladen von Grafiken den Alpha-Kanal derselben einfach verschwinden lässt und dann manche Avatare – nur manche, je nach Einstellungen des jeweiligen Viewers – durchsichtige Texturen nicht mehr durchsichtig sehen, was ein nicht existierenden Wesen verhüten möge und was nicht im Sinn des Schöpfers ist und den Gamedesigner als Trottel dastehen lässt. Und warum man das Feature „emissive mask“ bei Firestorm nur sieht, wenn man „select face“ wählt – alles aus der Rubrik unnützes Wissen.
Ich habe also auch den ganzen Tag etwas über Grafiken und die völlig unverständlichen Features von Gimp gelernt, was an sich pädagogisch wertvoll ist. Ich kann nur mit niemandem darüber reden, weil keiner weiß, warum es eigentlich geht und warum man sich das antut. So muss sich jemand fühlen, der den Beweis der Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer aus der Zahlentheorie führt (was aber noch niemand gemacht hat).
Ich werde erst wieder etwas über „Amsterdam“ posten, wenn da Avatare herumlaufen. Die Dekoration ist auch noch nicht fertig; es fehlen vor allem eine Trillion Fahrräder.
By the way: Ganz richtig – der oberste Screenshot zeigt Amsterdam Centraal. Ist aber alles Illusion…
Sinnloses, revisited
Ich beschloss, an meinem ersten Urlaubstag nur Sinnloses zu tun und habe daher weiter an meinem virtuellen Amsterdam gebastelt. Ich liebe das Gefühl, Gott zu sein und Welten zu erschaffen. #gamedesign #secondlife
What we know about Cole Tomas Allen
„In October 2024, Allen donated $25 to ActBlue, a political action committee that raises funds for Democrats, according to the Federal Election Commission. The money was earmarked for Kamala Harris’ presidential campaign. It was his only political donation listed on the FEC website in the past decade,“ berichtet die Los Angelese Times.
Der verhinderte Attentäter auf Trump ist einfach an einer Sicherheitskontrolle vorbeigelaufen.








































































