Unter Wartenden

wartezimmer

Warum liegt in Wartezimmern von Ärzten eigentlich immer so hochwertige Literatur aus? Weil so ein Schund am wenigsten kostet? Ich würde den Tanach auslegen, aber angekettet, und über einen großen Bildschirm arabische Reden abspielen, um das Neuköllner Publikum zu erfreuen. Oder pädagogisch wertvolle historisch Dokumentationen. Sexuelle Aufklärung ist heute bekanntlich verboten – auch beim Arzt.

Nein, keine Sorge, ich bin laut Laborbefund kerngesund und auch gegen Hepatitis immun (was ich wissen wollte) und muss dagegen nicht mehr geimpft werden. Aber ab und zu ein Check kann nicht schaden, wenn man über 50 ist.

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Kommentare

10 Kommentare zu “Unter Wartenden”

  1. Keinkölner am April 30th, 2026 1:15 p.m.

    Hin und wieder mal Lektüre über den eigenen Tellerrand hinaus kann doch unterhaltsam sein.
    Besonders Interressant: sog. Frauenmagazine.

  2. blu_frisbee am April 30th, 2026 1:38 p.m.

    Antideutsche sind ne Politsekte die nicht mehr merken daß sie schon längst Nazis sind.
    Der Missionsdrang ist Ekelhaft.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Moral_foundations_theory
    https://www.youtube.com/watch?v=8E-LtCSPon0

  3. nOby am April 30th, 2026 4:14 p.m.

    Hat Dich Amsterdam bzw. ein Erlebnis in Amsterdam nachträglich in Angst und Schrecken versetzt oder warum diese doch nicht alltäglichen Untersuchungen?

    Hättest Du Deine Reise damals etwas früher angekündigt, ich hätte Dich mitnehmen können. Ich war im Wohnmobil und kleinem Gefolge beim Start der Flandern-Rundfahrt und an der Strecke. Eine Woche später beim Start von Paris Roubaix und ebenfalls an der Strecke. Für Dich hätte ich irgendwo im Wohnmobil noch Platz gefunden. Du hättest nur Deine Rückreise selbst organisieren müssen.

    Ich war bei den Radrennen schon 1984. Damals im Regen, im Matsch mit Gummistiefeln und Ostfriesennerz. Heute und gestern ist kein Vergleich mehr. Da gibt es nichts mehr zu vergleichen. Gar nichts. 1984 waren das Radrennen für Männer. Heute sind es jeweils 4 (U19, U23, Frauen, Männer) Rennen. Waren die Rennen 1984 nach 15 bis 40 Minuten durch und ich konnte zum nächsten Streckenpunkt weiter fahren, um das Rennen erneut zu sehen, sind es heute 3 Stunden und wenn die Radfahrer durch sind, dann mal eben in’s Auto springen und 40 Kilometer weiter zum nächsten Beobachtungshalt rasen, nein, das ist heute unmöglich. Der Zuschaueransturm hat sich mit Sicherheit verhundertfacht. Es ist kein durchkommen mehr. Ist Belgien heute während der Flandern-Rundfahrt ein einziger Jahrmarkt, war es in Frankreich ganz anders. Kein Jahrmarkt, aber dafür jede Menge Touristen an der Strecke. Rechts neben mir standen bei Paris Roubaix welche aus Italien – mit riesigen in das Acker gerammte Flaggen. Gegenüber welche aus Irland – mit Pappschild. Und weit und breit kein West-Asiate am Streckenrand zu sehen. Nicht mal als Bedienung in einer der vielen Frittenbuden. Selbst im Startbereich waren keine Westasiaten. Die Renner selbst sind mit denen aus dem Jahr 1984 nicht mehr zu vergleichen. Das ist heute eine Mischung aus Experimenten, Heranwachsenden, Abenteurern und alten Männern. Im Prinzip sind es heute 5 Fahrer, die nenne ich gerne Experimente, die fast alle Siege und Platzierungen auf dem Podest unter sich verteilen. Die restlichen sind Statisten. Bei den Damen ist es ähnlich. Die Experimente stammen fast alle aus Holland und das seit 15 Jahren. Geht die eine Holländerin in den Ruhestand, dann steht deren Nachfolgerin schon bereit. Weil das Leistungsniveau bei den Frauen sehr niedrig ist, erleben wir immer wieder Seiteneinsteiger, die vorher im Kanu gepaddelt sind oder auf Skiern unterwegs waren oder einige werden ganz augenscheinlich nach dem Aussehen rekrutiert. Anders kann es nicht sein. Mit anderen Worten, selbst für mich wird der Radsport langsam aber sich uninteressant. Ich bin sicher das in ein paar Jahren der erste Hollywood-Star an Paris Roubaix teilnimmt und sich gut plaziert. Bratt Pitt, ja, der wurde mal gefragt, der wollte nicht. Vermutlich geht es bei dem ohne Anabolika und EPO nicht.

    Die Zeit dazwischen war ich auf den Spuren von Manfred von Richthofen. Seine letzten 5 Flugplätze und die Stelle seines Absturz habe ich besucht. Es ist unfassbar, aber das ist alles noch vorhanden. Entweder grasen dort heute Kühe, die Start- und Landebahnen sind Ackerfläche oder da ist einfach nur eine nicht bewirtschaftete Wiese. Selbst die beiden damals errichteten Gedenktafeln zu Ehren gefallener deutscher Piloten gibt es noch. Die stehen schief und sind in Teilen von Efeu überwachsen und die oberen Ecken abgebrochen, aber keine Wandalen haben die mit Farbe besprüht oder beschädigt. Die Tafeln sind durch den Regen abgewaschen, trotzdem sind die eingehämmerten Namen noch alle lesbar. An Richthofen’s Absturzstelle – quasi in der Prärie mitten auf einem Acker gelegen – waren außer mir und meine Mitreisenden an dem Nachmittag gegen 13 Uhr noch 7 weitere Besucher. Das muß man sich mal bildlich in Gedanken vorstellen. Schließlich wurde der vor 100 Jahren abgeschossen und gilt in „unsere Demokratie“ ™ als Killer. Das sind unfassbare Zustände in Frankreich! Wo er tatsächlich niederging, das muß sich jeder selber denken oder per GPS ungefähr ermitteln. Ein Mauerwerk, eine Erinnerungstafel oder so was, dass gibt es nicht. U. a. stand da ein vermutlich gut situiertes älteres Ehepaar aus Wales. Sie mit 6×6 Hasselblad und einer total abgegriffenen Leica Q2 Kamera vor der Brust. Er mit GPS, Landkarte und Büchern ausgerüstet. Diese Bücher, die sind in „unsere Demokratie“ ™ vermutlich verboten. In den Büchern sind u.a. alle Leichenfotos von dem Richthofen zu finden. Ja, die gibt es ebenfalls im Internet, aber nicht in der Qualität. Im Buch waren die hoch aufgelöst und digital nachbearbeitet. Deswegen kann ich behaupten, der Richthofen kam schlecht rasiert und mit „Pipi“ am linken Auge in den Sarg. Die Australier, nein, es waren keine Engländer, die haben es nicht mal für nötig gehalten dem die Augen zu schließen. Und so starte er mich auf dem Feldweg mit offenen Augen aus den Fotos heraus an. Den haben die nach seinem Tod ausgezogen – vermutlich um zu sehen, ob der wirklich im Pyjama seine Einsätze flog – und fotografiert und für die Fotos haben die den mit Seilen auf einer Art von Vorgänger der heutigen Europalette fixiert, an eine Wand schräg gestellt und von allen Seiten mit einer Plattenkamera fotografiert. Wurde nicht Jesse James ähnlich ausgestellt? Nur lag der in einem Sarg und war nicht nackt und seine Augen waren geschlossen. Einen Tag später wurde Richthofen unter großem Pomp und mit allen Ehren beerdigt. Nackt! Der muß nackt beerdigt worden sein. Seine Bekleidung landete nämlich bis auf die Unterwäsche in australischen oder englischen Museen oder wurde nach dem Krieg per Post an Richthofen’s Mutter geschickt. Vermutlich legten die den sogar mit offenen Augen in den Sarg. Also mit Ehre und ehrenvollem Umgang untereinander hat das wenig gemeinsam. Seine Unterwäsche blieb verschwunden.

  4. blu_frisbee am April 30th, 2026 5:14 p.m.

    Seit die Leut nicht mehr an Gott glauben glauben die nicht Nichts sondern allen möglichen Scheiß.
    Besonders selbstgeschnitzte Erklärungen im magischen Universum.
    https://www.youtube.com/watch?v=SxxH1TiMXjA

  5. Godwin am April 30th, 2026 7:42 p.m.

    „Sexuelle Aufklärung ist heute bekanntlich verboten“

    das stimmt nicht
    im Gegenteil
    es wird ja allenthalben Aufgeklärt – über alles
    auch über Sexualität
    das ist auch Notwendig, da inzwischen alles, was nicht im zeitlichen Vorfeld auf neutralem Boden von mind. einer Armada Juristen ausgehandelt und abgestimmt wurde, als „Übergriffig“ und damit als „sexuelle Gewalt“ gilt.
    Und selbst dann gibt es noch tausende Fallstricke, die man erstmal kennen muss…

  6. altautonomer am April 30th, 2026 8:31 p.m.

    Gegen Hepatitis immun? Da muss ich aber lachen. Hepatitis A ist die harmloseste Form, sogennante Reisehepatitis.

    Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung.

    Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung lediglich nach einer entsprechenden Diagnose eine sehr teure medikamentöse Therapie mit z. B. Harvoni, einem Protase- und Polymerase-Hemmer.

    Hepatitis E ist in der Regel selbstlimitierend. Im chronifzierten Stadium hilft Ribavirin.

  7. admin am April 30th, 2026 8:54 p.m.

    Ich hatte eine ausgeheilte Hepatitis B.

  8. Ute am Mai 1st, 2026 10:02 a.m.

    Geht es um eine Geschlechtsumwandlung bei dem Arzttermin?

  9. nOby am Mai 1st, 2026 12:25 p.m.

    Siehste Burks, wärste mit mir im Wohnmobil mitgefahren, dann hättest Du mit meinem Nachwuchs irgendwann klären müssen, warum der Onkel einen Zopf trägt und kein Mädchen ist. Diese Auskunft zu geben, die ist Dir erspart geblieben. Unsere getrennte Reise hatte demnach was Gutes. Aber keine Angst, von Transen, Geschlechtsumwandlung und Straßenstrich in Amsterdam haben meine jüngsten Nachfahren noch keinen blassen Schimmer…

    Alles hat immer zwei Seiten.

  10. Godwin am Mai 1st, 2026 3:28 p.m.

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