Phantasien
„Und natürlich wusste er, dass wir, die Medien, die Gesellschaft, noch lange über sein Handeln reden würden. Großartige Phantasien über das Selbst in der Nachwelt gehören mit zu einer solchen Tat.“ Das sagt der Psychoanalytiker Micha Hilgers über den Piloten, der sich selbst und viele andere Menschen im März tötete.
Spontan erinnert mich das an ein Buch, das ich vor langer Zeit geschrieben habe und an die möglichen Motive eines Menschen, der den Suizid wählte und den ich, ohne das jemals beweisen zu können, im Verdacht hatte und habe, die Umstände so arrangiert zu haben, dass die „Nachwelt“ wild spekulieren musste, was wohl das Motiv für den Freitod sei und ob nicht doch ein Mord vorliege.
Bester Neger oder: Sachdienlicher Hinweis
Martin Sonneborn: „Irre ich mich, oder fehlt bei den Oscar-Gewinnern die Kategorie ‚Bester Neger‘?“
Frage von Gunter Grigo:
Sehr geehrter Herr Sonneberg, wie steht Ihrer Partei zu den geplanten Handelsabkommen? Werden Sie CETA, TTIP, TISA zustimmen?
Antwort:
Sehr geehrter Herr Gringo,
die PARTEI-Position ist folgende: Nach der Machtübernahme werden sämtliche Personen, die sich für TTIP eingesetzt haben, an die Wand gestellt.
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Sonneborn, MEP
Kreisel
Wissen die Nachgeborenen, was es mit dem Steglitzer Kreisel auf sich hat(te)? Nur ein paar Satzfetzen von Wikipedia: „Da nach Fertigstellung des Hochhauses kein Mieter für die Büros gefunden werden konnte, zog schließlich das Bezirksamt Steglitz dort ein.“ (…) „bereits über eine Sprengung der Bauruine nachgedacht worden war“ (…) „steigende Baukosten“ (…) „Insolvenz anmelden“ (…) „Bauarbeiten eingestellt“ (…) „Aufgrund einer Bürgschaft in Höhe von 42 Millionen Mark (in heutiger Kaufkraft 60 Millionen Euro) musste der Senat für die Schulden der Architektin aufkommen.“ (…) „hatten dem Bauprojekt leichtfertig vertraut“ (…) „ohne Ergebnis musste der parlamentarische Untersuchungsausschuss seine Arbeit einstellen“. (…) „Asbestfunde“ (…) „Der Leerstand des Steglitzer Kreisels seit 2007 kostet den Berliner Senat jährlich mehr als 700.000 Euro.“
By the way: In (!) der Autobahnbrücke – hoch über dem Verkehr – wohnen Obachlose. Die habe ich aber nicht fotografiert.
Architektonische Stilfrage
Foto oben: Berlin-Schmargendorf, Lentzeallee. Unten: Berlin-Rudow, Köpenicker Straße.
Gelb und trotzdem kein Hopfen

Endlich ein bisschen Sonne
Schöner wohnen, revisited
Schöner wohnen, revisited, an der Massantebrücke in Rudow. Ich habe am Abend gesehen, dass in dem Haus Licht brennt. Da wohnen wirklich Leute. Da das Firmengelände ist – vielleicht Angestellte oder der Kesselwart.
There’s a Massive, Illicit Bust of Edward Snowden Stuck to a War Monument in Brooklyn
Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.
Gefällt mir. So muss Kunst sein.
Pack, reloaded and revisited
Thomas Middelhoff hat einen Teil seines Vermögens transferiert, bevor er am Dienstag Privatinsolvenz anmeldete. Nach SPIEGEL-Informationen nahm der Ex-Chef des einstigen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor dafür die Hilfe seiner Frau und seiner Kinder in Anspruch. Im Februar 2011 gründete ein Rechtsanwalt in einem Berliner Notariat die „Middelhoff Grundstücksverwaltungs GbR“. Gesellschafter wurden, neben Middelhoff und seiner Frau, zunächst vier ihrer fünf Kinder. Der jüngste Sohn stieß im September 2013 dazu, nachdem er volljährig geworden war.
Das wird wohl nicht funktionieren. Im Insolvenzrecht sind solche Fälle geregelt: „Was auf anfechtbare Weise aus dem Vermögen des Insolvenzschuldners gelangt ist, muss gem. § 143 Abs. 1 InsO an die Insolvenzmasse zurückgewährt werden.“ Der Insolvenzverwalter ist ja nicht blöd.
Über die Charaktermaske Middelhoff hatte ich hier und hier und hier schon etwas geschrieben.
Folter, Kreuzigung, Kannibalismus: Gaga-Sekte feiert bizarres Splatter-Ritual
Berlin, Köln, München (dpo) – Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt wird nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feierte gestern ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte Karfreitagsmesse.
Neukölln, backstage
Wo in Berlin-Neukölln habe ich die beiden Fotos gemacht? (Das untere Foto ist ca. 50 Meter westlicher als das obere, von einer Brücke…)
Unter (schwarzen) Afghanen
Was machen eigentlich die Afghanen so? Wir haben denen doch die Handelswege am Hindukusch geschützt und bei der Demokratie geholfen. Das sieht dann so aus, wie Telepolis berichtet: „Die Hilfe zu verbesserte landwirtschaftlichen Techniken kam aus einem Budget, das eigentlich dazu gedacht war, Alternativen zum Drogenanbau zu entwickeln. Selbst der US-Rechnungsprüfer (Special Inspector General) für den Wiederaufbau Aghanistans konstatierte, dass die Bewässerungsmethoden 200.000 Hektar Wüstenland im Südwesten Afghanistans im letzten Jahrzehnt in anbaufähiges Land umgewandelt hat. Das meiste davon dient dem Anbau von Schlafmohn.“
Die Überschrift im Originalartikel auf Intercept ist schön ironisch: „Surprise: U.S. drug war in Afghanistan not going well.
Die seltene Kunst des Schreibens
Der Himmel über Rudow
Mir fiel auf, das man so einen Anblick in dern Tropen niemals hat, weil die Bäume dort ihre Blätter nie verlieren.
Rufmord-Kampagne der Mainstream-Medien
Telepolis: „Es ist allgemein bekannt, dass es Monate oder Jahre dauert, bis nach einem Flugunfall gesicherte Erkenntnisse über die Absturzursache vorliegen. Dennoch wurde Robins voreilige und allen juristischen Prinzipien zuwiderlaufende Schuldzuweisung umgehend von den Mainstream-Medien aufgegriffen, um eine der größten Rufmord-Kampagnen in der Geschichte der Informationsindustrie zu entfachen.“
Rezepte gegen Amokläufe
Prof. Dr. Luise F. Pusch, Institut für Frauen-Biographieforschung (via Emma):
Die Selbstmordquote, so hörte ich bei meinem Radio- und TV-Marathon seit der Katastrophe in den französischen Alpen, ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren.
Tut mir leid. Dazu fällt mir nichts ein.
Mansarddach
An die Dachdecker unter den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser: Ist das ein Mansarddach? (Richardstrasse, Rixdorf)
Women of Worth
GMB Akash: „Sometimes the strongest women are the ones who love beyond all faults, cry behind closed doors, and fights battles that nobody knows about. This blog post is dedicated to honour women who are living at the edge of the society and continue their fighting to earn food and dignity, who merely ever come in the world’s limelight; even the society they are living have never appreciated their bravery.“
Unbedingt ansehen.
Kunst am Bau
Berlin, Kurfürstendamm Ecke Joachimsthaler Strasse
Partizipidingsbums
Die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Neukölln hat beschlossen:
Das Bezirksamt wird gebeten, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass Informationen über Schule in leichter Sprache erstellt werden. Begründung: Das Thema „funktionale An-Alphabeten“ ist ein aktuelles Thema und in Deutschland leben etwa sieben Millionen funktionale An-Alphabeten, in Neukölln sind es 30.000, in ganz Berlin etwa 300.000. Informationen über Schule sind in leichter Sprache besser zu verstehen und wichtig für Menschen, die nicht gut lesen können oder nicht so gut Deutsch können, um ihre schulpflichtigen Kinder aktiv zu unterstützen und beim Erwerb von Informationen nicht auf Unterstützung durch Dritte abhängig zu sein. Partizipation wird so unterstützt.
Burks.de erstellt Informationen formuliert weiterhin in schwerer deutscher Sprache.





























