German Internet Angst, revisited
Gefunden bei netzpolitik.org als Kommentar:
„To connect to the internet through one of the free AT&T Wi-Fi access points in parks, simply look for and select the network name “attwifi” in the list of networks in your device’s Wi-Fi settings screen. That’s it – no username or password is required.“
http://www.nycgovparks.org/highlights/places-to-go/wi-fi
„No Duty to Secure Wi-Fi from BitTorrent Pirates, Judge Rules“
http://torrentfreak.com/no-duty-to-secure-wi-fi-from-bittorrent-pirates-judge-rules-120912/
Deutschland ist eben Entwicklungsland, wenn es um das Internet geht. Hier geht nichts über Überwachung und Kontrolle und „Störerhaftung“.
Mit E-Mail-Adresse geboren

Ich lach mich kringelig bei der Vorstellung, dass Leute auf sowas hereinfallen. Ich habe nicht das geringste Mitleid.
Unsichtbare Radikalisierung der Internet-Festplatten in der Cyberwelt

Waffen für Islamisten und Terroristen werden ganz offen in der Cyberwelt verkauft.
Der Standard (via Fefe) publiziert den neuesten altbekannten Schwachsinn, den Verfassungsschützer über das Internet die von ihnen so genannte „Cyberwelt“ von sich geben:
„Maaßen verwies auf virtuelle Trainingslager, Online-Handbücher und Kampfsimulatoren, die zum Instrumentarium der elektronischen Jihadisten zählten. (…) Zudem gehe vom Internet die Gefahr einer unsichtbaren Radikalisierung aus, der man nur durch nationale Kompetenzbündelung und verstärkte internationale Kooperation begegnen könne. ‚Ohne offensive nachrichtendienstliche Arbeit kann man nicht wissen, wer sich in der Cyberwelt verabredet, um gegen uns Anschläge durchzuführen‘, so Maaßen.“

In der Cyberwelt üben Terroristen auch Kampfsport, was zu einer unsichtbaren Radikalisierung nicht nur der Festplatten führt.
Welche Sprechblasen benutzte man 2006, also vor sechs Jahren? „Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) drängen auf eine verstärkte Inspektion der Kommunikationsströme im Internet, um online vorangetriebene Terrorplanungen und Hetzpropaganda zu verhindern. ‚Wir müssen die Kontrolle des Internets verstärken.'“

Unserem Korrespondenten H.U.Sarenstreich gelangt es, in ein strikt abgeschottetes virtuelles Trainingslager von Islamisten in der Cyberwelt einzudringen.
Oder: „Islamisten in Deutschland weichen immer stärker auf Internetzugänge in Internetcafés und auf anonyme E-Mail-Konten an den Universitäten aus, um sich der Überwachung zu entziehen. ‚Es gibt eine Sicherheitslücke. Die Propaganda im Internet radikalisiert sich, und zugleich wird das Verhalten der Islamisten immer konspirativer‘, sagt Johannes Schmalzl, Präsident des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz, der F.A.Z.“
Oder (demnächst Paywall): „In Nordrhein-Westfalen soll der Verfassungsschutz mit der Kontrolle von Internet-Festplatten auch inländische Terrorzellen aufspüren dürfen.“

Waffen jeder Art werden in der Cyberwelt sogar an Frauen verkauft.
Ich frage mich, ob die Zuhörer bei einer derartig sinnfreien gequirlten Scheisse „anlässlich der Präsentation des UN-Berichts „Verwendung des Internets für terroristische Zwecke“ in Wien“ nicht in schallendes Gelächter ausgebrochen sind? Nein, das waren alles Internet-Ausdrucker PolitikerInnen, die man, was ihre Kenntnis der „Cyberwelt“ angeht, über einen Kamm scheren darf. Und Jounalisten, die ernsthaft wiederkäuen, was dort gesagt wurde, gleich mit.
Pseudonym: Untertaker [Update]
Das Bayerische Fernsehen – Sendung: Kontrovers (18.10.2012) – hat mich zum Thule-Netz interviewt und zu der Tatsache, dass einer der maßgeblichen Personen des neonazistischen Mailbox-Verbunds der neunziger Jahre offenbar ein V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes war und später im Umfeld der NSU gesichtet wurde.
Update: RP Online: „Der mutmaßliche V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes aus dem Umfeld der Terrorzelle NSU hat nach Zeitungsinformationen eine Todesliste mit politischen Gegnern verbreitet.“
Der „Einblick“? Darüber habe ich am 15.03.2003 hier schon alles gesagt. Von mir stand ja sogar ein Bild darin.
Twitter versucht Deutsche zu zensieren
Twitter versucht, den Neonazi-Tweet @hannoverticker für Deutsche zu sperren. Abhilfe verschafft der Tor Browser Bundle (TBB).
Laut Heise begründet das Ministerium für Wahrheit Twitter die Zensur so: „Wir wollen nie Inhalte zurückhalten. Es ist gut, Werkzeuge zu haben, um es punktuell und transparent zu machen“.
Ich wundere mich nicht, dass alle deutsche Mainstream-Medien verschweigen, dass die Zensur leicht zu umgehen ist.
EU-Kommission will Dokumente zur Vorratsdatenspeicherung aus dem Internet entfernen
Die EU-Kommission fordert Patrick Breyer auf, Dokumente über die Vorratsdatenspeicherung von seiner Webseite zu entfernen. Netzpolitik.org: „Damit dürfte die EU-Kommission Bekanntschaft mit Barbra Streisand machen.“
Klageschrift Breyer vs. EU-Kommission (2012-04-27) PDF
Kommission Klagebeantwortung (2012-07-16) PDF
Kommission Löschungsverlangen (2012-10-11) PDF
Gute Musik hören
Neulich war ich in einer Kneipe, die sehr gute Musik spielte. Der Kneipier kopierte mir nicht nur seine CD-Kollektion afrikanischer Drums auf meinen USB-Stick (so etwas hat man immer dabei, aber bitte mit Truecrypt gesichert!), sondern empfahl mir Grooveshark. Von Deutschland aus ist die Seite natürlich für DAUs wegen der GEMA nicht zu erreichen, aber der Wirt wusste, was ein Proxy ist und grinste sich eins dabei.
Ich habe beim Einrichten gleich noch simfy entdeckt. Die spielen leider an manchen Stellen Werbung ein, deshalb sollte man sich auf die Playlists („Radio“) beschränken.
Letter of Love von UPS?

Zum dreitausendfünfhundertundsiebenundvierzigsten Mal: E-Mails sollten nicht in HTML, sondern in reinem Text verschickt und angezeigt werden, sonst fallen die DAUs auf jeden Liebesbrief rein, der ihnen zugezippt wird.
Bezug zur Realität
Ein Heise-Leser über „Internet-Sucht“ und die (lächerliche) These, ledige und arbeitslose Männer seien besonders „gefährdet, sich so sehr in den Tiefen des Netzes zu verlieren, dass sie den Bezug zur Realität“ verlören:
„Ich kenne tatsächlich einige Leute, die den Bezug zur Realität verloren haben. Die meisten davon waren in ihrem ganzen Leben noch nie ohne fremde Hilfe im Internet. Sie leben von ‚Diäten‘ und bestimmen, wo es langgeht und was gut für uns ist. Ich rede übrigens nicht von Kochbuchautoren für kalorienreduzierte Ernährung.“
E-Book-Reader
Ich werde mir bald einen E-Book-Reader zulegen und auch selbst E-Books produzieren. Welchen Reader kann man warum empfehlen?
Berlin-Mitte kann auch interessant aussehen
Seien Sie vorsichtig!
Die Berliner Polizei rät: „Bei unbekannten Absendern niemals die Anhänge der Mails öffnen! Seien Sie vorsichtig, auch wenn Ihnen die Mail grundsätzlich seriös vorkommt!“
Und was ist jetzt mit den Verschwörungstheorien, der real gar nicht existierende „Bundestrojaner“ werde per Mail verschickt?
ARD: Internet für Erwachsene erst ab 22 Uhr geöffnet
Manchmal verschlägt es einem einfach nur die Sprache….
Filesharing in Portugal legal
Heise: „Selbst wenn die Tauschbörsennutzer in Peer-to-Peer-Netzwerken (P2P) Dateien hoch- und runterlüden, sei dieses Verhalten als legal anzusehen, heißt es im Bescheid der Strafverfolgungsbehörde. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der Kopiervorgang andauere, wenn ein Download beendet werde. Das Recht auf Informationsfreiheit, Bildung und Kultur im Internet dürfe nicht ungebührlich eingeschränkt werden, solange mögliche Copyright-Verstöße klar im nicht-gewerblichen Bereich blieben.“
Dann wird die Content-Mafia jetzt darauf drängen, entweder in Portugal einzumarschieren oder zur Bedingung der staatlichen Bankensubvention (im Neusprech auch bekannt als „Hilfspakete„) zu machen, dass die Gesetze Portugals geändert werden.
Avatare greifen dich an!
Vor 20 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal so aussehen würde…
Wer ist schuld an der Vorratsdatenspeicherung?
Heise meldet: Vorratsdatenspeicherung: Bundesregierung verlangt Abweisung der EU-Klage. Dazu schreibt ein Nutzer im Forum:
Erst bekommt die EU die VDS von diversen nationalen Regierungen aufgedrückt, weil die die gegen den Widerstand im eigenen Land nicht durchbekommen haben. (…) Dann, nachdem reihenweise Verfassungsgerichte die auf der EU-Richtlinie basierenden VDS-Gesetze wieder kassiert haben, wurde die Kommission von den selben nationalen Politikern (einschließlich deutschen!) dazu aufgefordert, doch bitte Druck für eine erneute Umsetzung zu machen.(…) .. es ist einfach ein dreckiges, unwürdiges Spiel, unpopuläre bis illegale Maßnahmen auf die EU abzuschieben und dann seine Hände in Unschuld zu waschen.(…) Dabei hätte es die VDS-Richtlinie ohne Druck durch die deutsche Regierung oder gar gegen deren Widerstand niemals gegeben.(…) Diese Wut sollte sich besser gegen die nationalen Politiker richten, die VDS und Co. wirklich zu verantworten haben.
Bei (USSD-)Anruf SIM-Tod
Verdammt. Mein Samsung Galaxy S 3 war angreifbar. Beim Aufrufen der Heise-Testseite zeigt der Default-Browser ohne Nachfrage die IMEI an, die „eindeutige 15-stellige Seriennummer, anhand derer jedes GSM- oder UMTS-Endgerät eindeutig identifiziert werden kann.“ (Ich habe aber auch Firefox auf dem Smartphone.)
„Im schlimmsten Fall kann etwa eine bösartige Web-Seite oder auch eine gezielt an Sie geschickte Nachricht ihr Handy manipulieren. Konkret gefährdet sind derzeit bestimmte Samsung-Modelle, für die ein USSD-Lösch-Code bekannt ist,“ schreibt Heise. Ich habe also sofort das App NoTelURL von Jörg Voss installiert (vgl. oben).
Failed Messiah
Gulli.com: „Ein einflussreicher ultra-orthodoxer Rabbi fordert kurz vor dem größten jüdischen Feiertag dazu auf, alle Smartphones zu verbrennen. Es müsse verboten sein, dieses Gerät zu besitzen. Wer es hat, soll es vernichten. Der Aufruf wurde von einer auflagenstarken Zeitung Israels auf der Titelseite abgedruckt.“
Das war „deutscher“ Journalismus – keine Quellen, keinen Hintergründe. Ich hätte da aber noch einige Fragen. Wie heißt der Rabbi und warum ruft er dazu auf? Welcher Richtung des Judentums gehört er an? Um welche „auflagenstarke“ Zeitung handelt es sich? Übersetzen wir das Geschreibsel von Gulli in Journalismus, der sich selbst ernst nimmt.
Der Rabbi ist Chaim Kanievsky. Seine Thesen sind natürlich auch online (hebräisch) – selbst die schärfsten Internet-Gegner können auf das Internet als Propaganda-Maschine nicht verzichten.
Die Huffington Post schreibt: „The religious Yated Neeman newspaper [Ja, auch hier kann man einen Link setzen, Huffington Post! Und außerdem heißt die Zeitung Yated Ne’eman] published the ban on its front page this week, as mainstream Israeli newspapers were gushing about Apple Inc.’s eagerly anticipated new smartphone, the iPhone 5.“ Man sollte hinzufügen, dass die „auflagenstarke“ Zeitung „anti-zionistisch“ is, also gegen einen säkularen Staat Israel. Orthodoxer und reaktionärer geht es also gar nicht. Diese Richtung des Judentums will einen Gottesstaat.
Nach einigem Recherchieren fand ich ein Blog, das mir für derartige Themen auch in der Zukunft zuständig erscheint: Failed Messiah.com. Die New York Times schreibt über dieses jüdische Blog und dessen Betreiber Shmarya Rosenberg, dass er einer der „50 most influential American Jews“ sei. Der Blogger von Failed Messiah.com stammt aus der ultrakonservativen Chabad-Bewegung aka Chassidim (über deren Berliner Zweig ich hier schon 2004 geschrieben hatte).
Rosenberg verhält sich zu den orthodoxen jüdischen Gruppen wie ich zu ähnlichen Sekten der christlichen Art. Er spürt intuitiv, wie die ticken, weil er selbst mal einer von denen war, aber Renegaten wie ihn können die überhaupt nicht leiden, weil er genau weiß, wo man den Finger auf die Wunde legen muss, damit es richtig wehtut. „Thus provoked, the Lubavitchers excommunicated Mr. Rosenberg. (The group denies that it has such a formal procedure.)“ Schon klar. Ein Blog kann eine gefährliche Waffe sein. Der Kerl ist mir auf Anhieb sympathisch.
Nach Rabbi Kanievsky ist es nicht nur verboten, ein Iphone oder Smartphone zu besitzen, „it is forbidden to sell or give one to a non-Jew. There, the rabbi says, you must burn them.“
Kanievsky hat vor vier Jahren dazu aufgerufen, alle arabischen Angestellten jüdischer Religions-Schulen („Yeshiva“) zu entlassen. Kanievsky ist der Sohn Yaakov Yisrael Kanievskys, („The Steipler„). Wenn man sich die Biografie seines Vaters ansieht, dann weiß man, warum auch der Sohn keinen Millimeter vom der Meinung abweicht, die er für richtig hält: „Once, during his army stint, Kanievsky was Court-martialled for ‚failing to do his duty‘ when there was a possibility of breaking the Sabbath. He was forced to walk between two rows of soldiers who were ordered to beat him as he passed. In later years, Kanievsky remarked that the satisfaction he had enjoyed for making a stand for his religious convictions was an achievement never again equaled for the rest of his life.“
Es gibt keinen Grund, über die Thesen des Rabbis zu kichern. Sie sind nur konsequent. Natürlich haben die Ultraorthodoxen recht. Wer andere Meinungen als die zu sehen bekommt, die die Hüter des wahren Glaubens ihm vorgekaut haben, könnte auf die gefährliche Idee kommen, selbst nachzudenken. Das ist aber bei Verehrern höherer Wesen der christlichen, jüdischen und muslimischen Art nicht vorgesehen.
Die Times of Israel schreibt: „In May, 60,000 ultra-Orthodox American Jews gathered at the Citi Field baseball stadium in New York, where they were told by leading rabbis that home internet usage was forbidden, and that even those who thought they needed Web access at work should try to avoid using it, as the urge to go online was likely the nagging of the ‚evil inclination.'“
Klar. Kinderporno und so. Die sollten sich mal mit den hiesigen Internet-Ausdruckern, Jugendschutzwarten und jugendschutz.net zusammentun. Gleich zu gleich gesellt sich doch bekanntlich gern.
IDA – Inhaltliche Datenträgerauswertung
Also liebes BKA, das was Ihr da macht, das mache ich jeden Morgen, wenn ich meine E-Mails und andere Medien-Meldungen lese! Bei mir reicht jedoch meine Medienkompetenz, ich brauche dazu keine Software.
Piraten umgehen das Laptop-Verbot im Landtag
Piratenfraktion im Landtag Schleswig-Holsteins:
Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat heute nach kontroverser Debatte einem umstrittenen Geschäftsordnungsänderungsantrag aller Fraktionen außer der PIRATEN zugestimmt, der nach unserem Verständnis ein Verbot mobiler Internettechnik in Landtagssitzungen und eine fast komplette Geheimhaltung der Beratungen der Fraktionsvorsitzenden im Ältestenrat vorsieht. Gegen beide Aspekte wollen wir vor das Landesverfassungsgericht ziehen. Wir haben gegen das rückständige und technikfeindliche Laptopverbot protestiert, indem wir Schreibmaschinen vor uns aufgestellt haben.
Die Internet-Ausdrucker organisieren schon ihren Volkssturm. Kein Internet und alles ist geheim. Das nennen die vermutlich „Demokratie“.



























