Jenseits des Protokolls

fake

Neinnein, Fefe, das ist nicht wahr. Bettina Wulff hat ihr Buch nicht gratis online gestellt, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht und das „Impressum“ stimmt. Guckst du oben auf den Screenshot. (12.47 Uhr, Donnerstag. Mal sehen, wann sie es merken.)

Online-Journalismus zu konservativ

Stefan Plöchinger von sueddeutsche.de: „‚Peinlich‘: Mit diesem Wort habe ich im Vortrag beschrieben, dass wir deutsche Journalisten in Summe noch viel zu wenig aus dem Medium namens Online machen. (…) Wo steht Online/Journalismus 2012? Zu zahlenhörig, zu platte Debatten, zu konservativ.“

Zum Glück ist burks.de zu elitär, als dass es bei Plöchinger vorkäme. Sonst hätte ich ihm seine empirische (?) Beobachtung „zu konservativ“ kräftig verhagelt. Har har.

Besenreine Computer dank Truecrypt

truecrypt

So sieht es aus, wenn das kostenlose Programm Truecrypt eine externe Festplatte mit mehr als 90 Gigabyte verschlüsselt (ganz unten das Ergebnis).

Ich kann nur jedem empfehlen, auch den blutigen Technik- und Computerlaien, sich einen Abend freizunehmen und Truecrypt zu installieren (für alle Betriebssysteme).

Den Windows-Nutzern sei folgendes empfohlen: Den Rechner aufräumen, das heisst sich einen Überblick verschaffen, wo die Dateien liegen, die man braucht – Texte, Bilder usw. Dann alle Dateien ganz ordentlich in Ordner sortieren (zum Beispiel Ordner „Texte“, mit Unterordnern 2010, 2011 usw.).

Dann alle Ordner zeitweise auf eine externe Festplatte schieben. Auf dem Rechner sollte nur noch das Betriebssystem sein und die Programme, aber keine Dateien mehr in irgendwelchen „home“ oder „Benutzer xy“-Ordnern.

Dann auf der externen Festplatte nachschauen, wie groß die Ordner sind (rechte Maustaste: Ordnereigenschaften).

Dann auf dem Rechner Truecyrpt-Container erzeugen (wie das genau geht, habe ich hier schon erklärt) – ungefähr in der doppelten oder dreifachen Größe des Ordners/der Ordner, die man dort hineinschieben und verbergen will. Ich habe zum Beispiel Container, die 10 GB groß sind, 5 Gigabyte und noch ein paar kleinere.

Danach nacheinander die Truecrypt-Container öffnen und die Ordner und Dateien von der externen Festplatte hineinschieben. („Öffnen“ heißt bei Truecrypt „mount“, schließen „dismount“.) Ja, man kann mehrere Truecrypt-Container gleichzeitig geöffnet haben.

Nicht vergessen, die Truecrypt-Container zu schließen, wenn man sie nicht mehr braucht. Wenn man das vergisst und den Rechner herunterfährt, sind sie (mit Ausnahmen) noch geöffnet, wenn der Rechner wieder hochgefahren wird.

Danach sollten auf dem Rechner keine Dateien mehr zu sehen sein, falls der beschlagnahmt oder gestohlen würde. Ich weiß nicht, warum das nicht alle Leute machen. Ich verstehe es einfach nicht. Man schließt doch auch seine Haustür ab?!

Wenn die Drehbuchautoren von Krimis im deutschen TV das verstanden haben werden (so in circa zehn Jahren), wird man sich nicht mehr über den unglaublichen Quatsch ärgern müssen, den man dort sieht: Kommissare öffnen Laptops von Verdächtigen oder Toten und sehen etwas! Oder lesen gar die E-Mails! Was für ein Computer-Voodoo!

Nein, sie sollten nichts sehen und lesen können, selbst wenn der Eigentümer des Rechners vergessen hat, das BIOS mit einem Passwort zu sichern. Nein, auch „die IT-Abteilung“ kann dann nichts mehr machen.

Processing Triggers

Ubuntu

Das neue Ubuntu 12.04 gefällt mir überhaupt nicht. „The new HUD gives you a fast alternative to the traditional, menu-based way of telling your computer what to do.“ Arrrgggg. Wenn ich so etwas lese, dann weiß ich schon, dass man nichts mehr wiederfindet. Wie zum Beispiel kriege ich die verdammte Taskleiste, die sich mit überlappenenden Buttons an den linken Rand quetscht, nach unten? Auf diese Klickibunti-Features kann ich echt verzichten.

Melden, durchführen, durchexerzieren

Tagesschau: „Der Innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl, sagte zu den Unterlassungsklagen von Bettina Wulff gegen den Internetkonzern Google und den Fernsehmoderator Günther Jauch ‚wir stehen vor einem hochbrisanten Musterprozess gegen hochgradige Verleumdung und schwerste Verletzung durch das Medium Internet und der Frage, ob das alles ungesühnt hingenommen werden muss‘. Uhl plädierte dafür, diese Fragen juristisch ‚durchzuexerzieren‘.“

Aber klar doch. Am besten vor dem Landgericht Hamburg. Und sie haben das Mem den Satz vergessen, der sonst so sicher wie das Amen in der Kirche ist: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“

Datenschutzfreundliche Add-Ons für Firefox, revisited

add-ons

Running and Encrypt Devices

device

Dieselbe Zeit, aber ein bisschen weiter. Es geht voran.

Nur für die besorgten Leserinnen und stirnrunzelnden Leser, die meinen, ich wäre, weil ich ein Smartphone mit GPS und Jogger-Devices benutzte, auf die Seite der Datenkraken gewechselt: Ich mach es denen immer noch so schwer wir möglich. Ja, ich habe auf encrypt geklickt!

Und nun zu uns, DAUs!

zip

Sehr geehrte DAUs, stellen mer uns janz dumm: Ihr kriegt von einer unbekannten Person eine E-Mail mit einem Anhang, auch bekannt als „Attachment“. Und was macht man dann? Entzippt man es und installiert alles, was nicht bei drei auf dem digitalen Baum ist – inklusive der DigiTask_keylogger.exe und der Bundestrojanhorse.exe?

[Brüllmodus on] Nein, das tut man mitnichten, sondern schreddert das Attachment unbesehen!

Stundenlang

stundenlang

Es hat nur ein paar Minuten gedauert, einen Ordner mit Bildern per „Heimnetz“ und drahtlos von einem meiner Rechner auf den anderen zu beamen. Ich frag mich, was die bescheuerte Meldung dann soll…

German Angst

german angst

Exponate des Museums für Technik

Disketten

Mir wurde Petra von Cronenburg: „Hilfe, ich habe mein Buch verschenkt“ empfohlen. Von klugen Frauen lernen heisst siegen lernen. Ich habe also beschlossen, meinen Roman „Die Konquistadoren als E-Book herauszugeben.

Wo war noch mal gleich der Text, irgendwann 1998/99 geschrieben? Ich habe ihn gefunden – siehe oben. Keiner meiner vier Recher hat jedoch ein Diskettenlaufwerk. Äh….

Es wird noch dauern. Ich habe gerade Werner Herzog eine E-Mail geschrieben, ob ich ein gutes Szenenbild des besten Konquistadoren-Films aller Zeiten vielleicht als neues Cover verwenden darf.

Mal eine dumme Frage an die belesenen Leserinnen und literaturbeflissenen Leser: Welcher Preis wäre denn für eine 500-Seiten-Scharteke als E-Book angemessen?

Volkssturm des Urheberrechts

Zum so genannten „Leistungsschutzrecht“ gibt es ein informatives Video vom Elektrischen Reporter. (Vgl. Heise)

Piratisches Owntube

Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat jetzt das Portal „Owntube“ gestartet: „Dieses Portal soll dazu dienen, die Videos der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin zu veröffentlichen.“ (Vgl. github und Miro, via Schockwellenreiter)

Gefällt mir

security

Das kompetente Stammpublikum weiß natürlich, was das da oben alles bedeutet. Nein, es bleibt ausgeschaltet. Wenn Bill Gates mit den komischen Meldungen die DAUs nicht immer zu groben Unfug erziehen würde, wäre die Welt auch besser.

Sex, Lies, Julian und das Urheberrecht

assange

The fight for control of the internet has become critical

Der Guardian: „All governments, whatever their hue, cite similar threats: terrorism and organised crime, child pornography and intellectual property are the ones most commonly used. Unsurprisingly these, and local variants, are used by dictatorships, who need merely to point to precedents set in the west to counter any criticism with the charge of hypocrisy.“

Massnahmen zur Deradikalisierung

staatsenten

Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Korte, Steffen Bockhahn: „Auftragsvergabe an private Dienstleister im Bereich des Bundesministeriums des Innern“.
Im Zeitraum 2002 bis 2011 sind für Studien und Entwicklungsvorhaben auf dem Gebiet der IT-Sicherheit folgende Kosten entstanden: Gesamt 81.832.000 (Studien) 88.315.000 (Entwicklungsvorhaben) (…) Eine detaillierte Aufstellung aller Studien und Entwicklungsvorhaben des BSI (Auftragssumme, Auftragnehmer, weitere Beschreibung der thematischen Anforderung, Zielsetzung) über den genannten Zeitraum ist in der vorgegebenen Frist nicht zu leisten. Da das BSI über kein zentrales IT-System verfügt, aus dem die geforderten Angaben abgerufen werden können, wäre eine umfangreiche, händische Recherche in Altaktenbeständen erforderlich.

Wenn man dieses Dokument liest, dann stehen einem die Haare zu Berge. Interessant auch die Frage 9: „Wie viele Aufträge hat das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) seit 2002 an externe Dienstleister vergeben, und welche Kosten sind dadurch entstanden“?
In der Zeit von 2002 bis 2012 wurden insgesamt 177 Aufträge in einem Gesamtvolumen von 50 720 182 Euro vergeben.

Wofür die Steuergelder zum Fenster hinausgeworfen werden, zeigt der Screenshot: Die Dauerskandalbehörde Verfassungsschutz gibt 25.000 Euro aus, um ein zweifelhaftes Internet-Video herstellen zu lassen, das angeblich Menschen „deradikalisiert“.

Das erinnert mich an ein Zitat Dr. Grace Augustines (aka Sigourney Weaver): „but now I see that you are intentionally screwing me.“

Ceterum censeo: Verfassungsschutz abwickeln!

Leistungsschutzrecht und andere Totgeburten

Al Jazeera mokiert sich über das deutsche „Leistungsschutzrecht“. (via Feynsinn: „Der deutsche Printmarkt wird dort als vergleichsweise intakt beschrieben. Das sollte durchaus als Alarmsignal aufgenommen werden. Nach unten ist noch reichlich Luft im Print, während online die nackte Inkompetenz waltet.“)

S-Bahn-Canvas

canvas

Zu welchem bescheuerten Online-Verhalten will mich denn die Berliner Boulevard-Zeitung BZ Berlin hier erziehen? Ich vermute, dass „Canvas element“ etwas mit einer falsch gestellten S-Bahn-Weiche meinem ausgeschalteten Javascript zu tun hat?

Ein Vorgang illegaler Aktivität wurde erkannt

Die Website bka-trojaner.de hat mich eine Viertelstunde lachen lassen. Sehr lustig. Bitte mehr Computer-Sperren! Ich kann auch etwas beitragen.

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