Disk Read Error

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Hey, Deutsche Bahn, habt ihr am Bahnhof von Bönen noch DOS im Einsatz? Ich tippe ja aher auf Windows XP aka Museum für Verkehr und Technik!

Schon wieder der Lünschermannsweg

großeltern

Meine Großeltern Elise Marie Schröder, geb. Klang, genannt Lieschen (1906-1976) und Hugo Schröder (1902-1992) sowie mein Vater. Das Foto wurde vor 1939 in Holzwickede auf der damaligen Hengser Straße (heute: Hauptstraße) aufgenommen; hinten rechts sieht man den Lünschermannsweg.

(Mal sehen, wann Burks‘ Blog bei der Sucheingabe Lünschermannsweg an erster Stelle angezeigt wird…)

Emscherquellhof, revisited

emscherquellhofemscherquellhofemscherquellhofemscherquellhofemscherquellhof

Authentisches Offline-Aktenstudium

Kirchenbuch

Ich fand, was ich suchte – den Taufschein meines Vaters. (Vielen Dank für die freundliche und kostenlose (!) Hilfe.)

Der Bäcker mit dem Freifunk, revisited

GrobeBäckermeister Grobe

Wie im Vorjahr: Freies WLAN und Kuchen beim Bäckermeiser Grobe (in meiner Kindheit: Schopp) in der Nordstrasse. Ja, für die hier mitlesenden Ausländer: In Deutschland gibt es freies Internet beim Bäcker – und nur da. Mein Geburtshaus liegt übrigens gegenüber.

Jahreslünschermannswegselfie

selfieLünschermannsweg

Mein jährliches Foto am Lünschermannsweg in Holzwickede. „Straßenart: Weg“. Großartiges Herbstwetter mit Sonne und nicht zu kaltem Wind.

Rückkehr nach Unna

BahnBahnBahnHotel Krakaunna

Ich musste meine Vorurteile heute gleich zweifach revidieren. Nachdem Zeit online neulich den Service der Bahn investigativ und wortreich in die Pfanne gehauen hat, war ich auf das Schlimmste gefasst. Und schon ging es los. Der ICE war futsch, und es kam ein Ersatzzug, ein alter „Intercity“ mit dunkelweinroten Sitzen, die so aussahen, wie ich mir die bulgarische Staatsbahn vorstelle. Der Müll von den Reisenden war noch nicht weggeräumt, und der Zug fuhr mit einer Vierteilstunde Verspätung vom Südkreuz ab. Ich zweifelte schon daran, ob ich noch am selben Tag mein Ziel erreichen würde und war froh, meine wärmste Jacke anzuhaben, um gerüstet zu sein, wenn auch noch die Heizung ausfallen würde.

War aber nicht so. Ab Hannover brachen Sonnenstrahlen durch die graue Wolkendecke, und der Zugführer muss ziemlich gerast sein, denn er hatte bis Hamm die Verspätung wieder aufgeholt. Wir hielten auch an einem Bahnhof, den es eigentlich gar nicht geben sollte.

So ging es weiter. Um es kurz zu machen: Man kann hier noch draußen sitzen, in Straßencafes, und genießen. Und ja, mein Wohlbefinden steigerte sich noch. Ich habe ein großen Zimmer mit Blick auf Fachwerkhäuser.

Festhalten: Ich habe auch SCHNELLES INTERNET! Ist das zu fassen? Ganz Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland, was WLAN angeht. Ganz Deutschland, insbesondere die Hotels? Nein, eine Kleinstadt im Ruhrpott leistet offenbar Widerstand, oder vielleicht auch nur das Hotel, in dem ich gerade bin. Ich muss bis jetzt mein eigenes Modem nicht auspacken.

Das Buch werde ich in Kürze besprechen. Lesebefehl! Das kann ich schon verraten.

Kinderschützenfest

kinderschützenfest

Kinderschützenfest Altenbögge-Bönen 1931. Links (vom Betrachter aus gesehen) neben dem Jungen, der einen Kasten mit einem roten Kreuz trägt, steht meine Mutter.

Der Mond über Rixdorf

mond

Richardplatz, Rixdorf (aka Neukölln). Ich wohne in Sichtweite.

Neuer Stadtteil in Berlin

klein Rixxdorf

Rindviecher in kleinen Stücken

Rindergoulasch

Rindergoulasch im Café Malso malso am Böhmischen Platz in Rixdorf aka Berlin-Neukölln.

National befreite Zone Prenzlauer-Berg

Markus Lindemann schreibt auf Zeit online über „Neukölln“. Ich wohne ja auch in diesem Stadtteil, genauer: In Rixdorf, aber ich erkenne den Kiez nicht unbedingt wieder. Der Verwaltungsbezirk Neukölln umfasst so unterschiedliche „Dörfer“ und Mikrokosmen wie z. B. den Reuterkiez, das Rollberg-Viertel, Böhmisch-Rixdorf, Deutsch-Rixdorf (da wohne ich), Britz und Rudow, „Kreuzkölln“ – man muss schon genauer sagen, was man meint.

Ein Satz hat mir aber sehr gefallen: „In Vierteln wie Prenzlauer Berg sei eigentlich, wie ein Wohnungseigentümer mir während meiner Recherchen sagte, der rechtsradikale Traum der ’national befreiten Zone‘ wahr geworden. Rumänen, Türken, Araber müssten draußen bleiben.“

Irgendwo in Rixdorf

Rixdorf

Im Wintergarten

rixdorf

Leichte Frage: Welcher Garten ist das?

Schönheit im Detail

unna

Meine Daten? Wo? Was? WTF?

unnaunna

Ich habe auf einem meiner Rechner jetzt versuchsweise Windows 10 installiert. Eigentlich dürfte niemand, der über Netzpolitik und Datensicherheit redet oder schreibt, so etwa benutzen. Aber ob man mit den jungen Damen auf dem Foto darüber reden könnte?

Gotik by night et al

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Heute habe ich nur herumgelungert und dieses und jenes gemacht. Wie Urlaub so ist und sein sollte.

Nicht ganz: Ich habe auch gearbeitet und Dokumente hin- und hergewälzt und Mails geschrieben. To whom it may concern: Die Recherche ist noch nicht abgeschlossen. Old school investigative journalism dauert eben.

Vom Stuckenberg zum Keller Kopf

massener Heidemassener Heidereich des wassers

Eine Denksportaufgabe wäre: Reisen sie wie Heinrich Heine 1812 von Hagen nach Unna, aber bitte über Holzwickede! Wenn man sich die heutigen Autobahnen und Straßen wegdenkt und nur die Topografie und alten Karten ansieht, wird eines sofort klar: Die Römer wussten schon, warum sie auf dem Hellweg in Richtung Osten marschierten – und nur da. Südlich davon liegt das Tal, in dem früher wenige Bauern lebten, und dann kommt der Höhenzug des Haarstrangs mit den Dörfern Hengsen und Opherdicke (seit 950 n.u. Z. besiedelt). Wenn man aber direkt von Holzwickede nach Unna wollte, träfe man auf das Liedbachtal oder einen steilen Hügel – beides würde eine Kutsche oder ein Fuhrwerk vor ein großes Problem stellen. Wikipedia radebrecht dazu; „Zudem ist in Massen ein Berg vorhanden, welcher Stuckenberg heißt, der 118 m über NN und in der Massener Heide liegt.“

Ich habe die Tour heute mit dem Fahrrad gemacht. Die Landschaft ist lieblich und abwechslungsreich, wenn man von dem Krach der Autobahn absieht, der aber nicht überall durchdringt. Wenn man den Stuckenberg mit Karacho runterradelt, kommt man zu einer historischen Mühle (vgl. Foto oben), die der Besitzer in eigener und Handarbeit restauriert hat. Touristen sind hier nie, obwohl man hier Rosamunde Pilcher verfilmen könnte. Das Areal heißt bei den Einheimischen „Reich des Wassers“.

ruhrtalruhrtalruhrtal

Auf der anderen Seite Holzwickedes strampelt man den Haarstrang hoch, über die „Landskrone“ zum Keller Kopf mit dem hier schon 2011 erwähnten Denkmal. Der Blick ins Ruhrtal ist unbezahlbar.

keller kopfholzwickede
Hixterwald

Auch der Hixterwald dürfte den wohlwollenden Stammleserinnen und geneigten Stammlesern bekannt sein. Man könnte dazu Madonna hören.

lünschermannswegemscherquellhof

Und täglich grüßt der Lünschermannsweg, und der Emscherquellhof nickt dazu.

Chilling und vielleicht mehr Kuchen

Extrablatt

Es regnete. Aber das tut meiner guten Laune keinen Abbruch. Es muss am Urlaub und meiner wasserdichten Jacke liegen. Sie fangen an, die nassen Tische vom Cafe Extrablatt draußen beiseite zu räumen, als wenn es keine Hoffnung mehr gäbe, dass sich morgen noch jemand nach draußen setzte.

Der Blick auf den Unnaer Markt allein erholt schon, Uraltes Fachwerk, mit Liebe für Detail hergestellt. Und die stolzen Bürgerhäuser aus der Gründerzeit, die den Betrachtern etwas verkünden wollen mit ihren Ornamenten.

Vielleicht sollte ich überhaupt mehr über Kuchen ,Fahrräder und andere Lifestyle-Themen schreiben, da auch Don Alphonso jetzt schon die Grenzen schließen möchte und die dortigen linksextremen Leser sicher eine neue Heimat suchen. (Das war ein Scherz, ihr Dödel!)

Vom Hellweg zum Hixterwald

hellweg

Wenn man in den Kleinstädten im Ruhrpott herumwandert, ist es gar nicht anders als in Dörfern Südamerikas: Wo keine Touristen hinkommen, nimmt man von jedem, der zu Fuß unterwegs ist, an, er sei Einheimischer und wohne da. Ich hatte mich entschieden, die schlappen sechs Kilometer von Unna nach Holzwickede zu laufen, eingedenk der Tatsache, dass ich in Lateinamerika mit einem 20 Kilo schweren Rucksack unterwegs war und selbst bei 15 Kilometern Fußmarsch bei 35 Grad im Schatten nur mit den Achseln gezuckt habe.

Als ich an einer Trinkhalle (so heißen Kioske hier) vorbeikam, am Ende der Massener Straße in Unna, grüßte mich ein alter Mann freundlich und nickte mir zu. Das würde mir in Berlin bei Unbekannten eben nicht passieren, in touristenfreien Dörfern Perus oder Boliviens sehr wohl.

Ich marschierte also auf der alten Römerstraße Hellweg, die später die Reichs- bzw. Bundesstraße 1 wurde. Zwischen Unna und Holzwickede ist nur noch ein Fußweg neben der neuen Straße entlag des Hügelkammes erhalten, der am Flughafen Dortmund verschwindet. Natürlich war ich allein, niemand läuft dort zu Fuß. Die alte Salzstraße wird schon 5000 Jahre genutzt, sogar Ptolemäus erwähnt sie. Was mag da alles vorgefallen sein? Ich habe mir eine römische Legion vorgestellt und mittelalterliche Kutschen, die mit der Steigung ihre Mühe gehabt haben werden.

hellweghellweg

Nicht nur die turmhohen Pappeln sind verschwunden, die den Hellweg einst säumten und sogar von den Dörfern Hengsen und Opherdicke aus zu sehen waren, auch die alte Kolonie südlich des Hellwegs, eine Reihe von Bergarbeiterhäuschen, die in meiner Kindheit noch existieren. Ich wurde immer davor gewarnt, dort zu spielen, weil die Leute, die dort wohnten, keinen guten Ruf hatte. Nur eine Handvoll alter Häuser duckt sich im Schatten des Flughafens, der heute alles niederwalzt.

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Die Nordstraße (oben) war das Revier meiner Kindheit,freifunk im Haus Nummer 2 wurde ich geboren, Ich ließ es mir heute nicht nehmen, in der Bäckerei gegenüber, die früher Schopp hieß, Rast zu machen.

„Freies WLAN“ stand an der Tür, hurra! Ein Vorposten der Zivilisation! Das ist bei der Kette „Bäckerei Grobe“ offenbar Standard, wie man mir sagte. Deshalb kommt sie gleich zwei Mal vor. Und auch der Inhaber des Hotspots nebenan ist nicht von gestern.

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Das „eigentliche“ Holzwickede beginnt südlich der Bahn, und Völkerkundler würden sich für die herzliche Abneigung zwischen „Südseitlern“ und „Nordseitlern“ interessieren, die niemand zugibt, aber in der oral history sehr wohl vorkommt. Das Gasthaus „Zum Adler“ hinter der ersten Kurve ist eines der imposantesten Häuser der Gründerzeit und bietet heute ganz kosmopolitisch japanische, chinesische und mongolische (!) Küche an. Indisch hätten sie eigentlich auch noch dazunehmen können.

So eine 10000-Seelen-Gemeinde hat nur eine „richtige“ Hauptstraße, aber ihr Zweck wird heute verfehlt. Händler und Handwerker sind kaum noch da, Häuser stehen leer, und Rechtsanwälte und vergleichbare Dienstleister machen sich breit. Nur das Rathaus (oben) ist eine Augenweide.

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Ja, der Lünschermannsweg (unten) an der ehemaligen Hengser Straße. Ein Foto ist Pflicht, wie schon wie hier (Oktober 2014), hier (24.10.2014), hier (Juli 2012) und hier (März 2012) und hier (November 2011) und hier (Juli 2011). Und auch der Hixterwald.

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