Triumph des Willens oder: The Revenant is meaningless pain porn

Revenant

Carole Cadwalladr schreibt im Guardian gnadenlos gut über „The Revenant“: „The Revenant is meaningless pain porn.“ Lesenswert, amüsant, sophisticated und ein Leckerbessen für Liebhaber des englischen Feuilleton.
So the landscape is chilling and the violence is pointless and the whole thing is meaningless. A vacuous revenge tale that is simply pain as spectacle. (…) ask ourselves why pain and suffering and brutalising women and pointless, fetishistic violence – when it’s done by Hollywood – wins awards. Or why we’re so keen for it to look „real“. What neurotransmitters are we releasing?

Nach der Lektüre hatte ich mich eigentlich entschieden, den Film nicht anzusehen, aber meine Firma hat mir zu Weihnachten zwei Kino-Freikarten geschenkt, die ich noch verbrauchen muss. Porn ist sowieso ok, und ich habe schon öfter sinnlose Filme gesehen und mich trotzdem amüsiert.

Hunger Games, revisited

hunger games

Jacobin hat eine kluge und ausreichende Interpretation der letzten Folge der „Hunger Games“. Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich sie mir angesehen habe. Der letzte reaktionäre Quatsch. Nicht reingehen.

The solution that the movies propose is a romantic, even regressive one in which utopia is not a collective project of establishing a more just society, but a complete retreat from politics into the private sphere. The question of exploitation is never broached; instead the answer to oppression, as the saga imagines it, is to establish capitalism rather than to move beyond it.

Bullfrog Blues

RORY GALLAGHER - Bullfrog Blues ! [HDadv] [1080p]

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Als man noch gute Musik hörte und gute Frisuren trug… Ich habe ihn live gesehen!

Nieder mit dem Sapirismus-Whorfismus!

Liebe Heinrich-Böll-Stiftung: Genderismus ist mitnichten fortschrittlich, sondern eine reaktionäre Sprach-Esoterik von kleinbourgeoisen Mittelschichts-Tanten, die dem Sapirismus-Whorfismus huldigen, der wissenschaftlich fragwürdig, wenn nicht ohnehin schon widerlegt ist.

Zum Mitschreiben: Ich rede und schreibe kein Gendersprech. Ich glaube auch nicht an Astrologie und Homöopathie und bin auch sonstwie keineswegs religiös.

Neu in meiner Bibliothek

flächenbrandstreiks

Ist das Kitsch?

Tales of Dust - Acherontic Dawn

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Ich liebe es (ab Minute 3.00, so laut wie möglich).

Außergewöhnliche Schlacht bei den Parlamentswahlen, wo auch immer

raul castro

Die Konquistadoren, reloaded

konquistadorenZur Zeit arbeite ich daran, meinen Roman „Die Konquistadoren„, der 2011 bei Rowohlt erschienen ist, als E-Book herauszugeben (vorerst nur als Kindle bei Amazon).

Ich habe die Rechte zurückbekommen, aber nur am Text, nicht am Titelbild oder der Karte im Buch. Das muss ich also selbst machen. Hier der erste Entwurf für das Cover.

Es tauchen ganz unerwartete Probleme auf. Ich hatte das Manuskript nur auf Diskette, aber natürlich kein Diskettenlaufwerk mehr. Zum Glück hat mir ein Freund geholfen. Ich habe auch nur mein Original, das ca. 600 Druckseiten umfasst – ich musste aber den Roman auf Geheiß des Verlages um rund 100 Seiten kürzen. Das E-Book wird also Passagen enthalten, die nicht im Buch erschienen sind. Ich muss aber auch alles noch einmal Korrektur lesen und auf die neuen Rechtschreibregeln updaten. Ich werde auch noch zusätzliche Karten anbieten und ein umfangreicheres Glossar.

Ich hoffte, vor Weihnachten damit fertig zu werden, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das hinkriege. Ich arbeite auch noch an einem E-Book zum Fall Lammel (Arbeitstitel: „Ein Lehrstück über investigative Recherche, Intrigen und Moral“).

Wieviel würden die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser für ein digitales Update eines historischen Romans zahlen, den es für einen Cent gebraucht auf Papier gibt (zuzüglich Versandkosten)?

Hatufim – Prisoners of War

Hatufim

Ich schalte den Fernseher so selten an, dass ich auch die wenigen guten Sendungen verpasse. Vor einiger Zeit hatt eich zufällig bei Arte einige Episoden von Hatufim – Prisoners of War gesehen. Jetzt habe ich mir gleich beide Staffeln besorgt.

Dummerweise habe ich den Fehler begangen, die erste DVD spät am Abend einzuwerfen, mit dem Ergebnis, das ich noch vor der Glotze hing, als es schon wieder hell wurde. Das will etwas heißen, da ich – wenn überhaupt – Filme im Fernsehen anschaue, trotzdem zwischendurch noch herumzappe, weil ich selten etwas spannend finde. „Hatufim“ ist einfach atemberaubend und in jeder Hinsicht empfehlenswert. So etwas sollte man im Schulunterricht durchnehmen, wenn da nicht die Jugendschützer aufheulen würden, wegen Gewaltszenen und so.

Die Serie erinnert mich an wenig an Exodus von Leon Uris, ein Roman, den ich schon als Junge gelesen habe und der mein Israel-Bild nachhaltig geprägt hat.

Unbedingt sehenswert. Pflichtprogramm für Todenhöfer und andere „Palästina“-Versteher.

Rückfall in die Barbarei

Telepolis: „Damit erleben wir derzeit einen in Deutschland nach 1945 nie gekannten Vorfall. So schnell kann man gar nicht schauen, wie Deutschlands wichtigste Buchhändler in voraufklärerische Verdammungspraktiken zurückfallen. Selbst die katholische Inquisition hat es sich immer zur Devise gemacht, klar zwischen einem konkreten Werk und den anderen Äußerungen des Autors zu unterscheiden. (…) Was jetzt in Deutschland mit dem neuesten Werk Pirinçcis passiert, zeigt nicht nur, wie wenig ernst die Mehrheit der deutschen Buchhändler das Selbstentscheidungsrecht der Leser nimmt. Es ist ein Abschied von jenem Denken, für das Voltaire und die anderen großen Philosophen Europas stehen.“

Full ack.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney

marsianer

Es gibt einen Roman, der so heißt. Vielleicht hätte ich den lesen sollen. Und wenn die Deutsche Film- und Medienbewertung etwas als „besonders wertvoll“ erachtet und die Obersten Landesjugendbehörden von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft eine „Freigabebescheinigung“ erstellen (muss man sich auf der Zunge zergehen lassen), dann ist der Film vermutlich langweilig oder grottenschlecht oder beides. Ich war also gewarnt.

Kurz gesagt: „Der Marsianer“ ist ein Propaganda-Film für die NASA und deren Programm, mit Musik von Abba unterlegt („Waterloo“, 1974) und Schauspielern, die nicht schauspielern, weil sie keinen Charakter haben müssen, außer Matt Demon, der so vielschichtig agiert wie Asterix, weil der Plot es so will. Also alles ganz großartig und besonders wertvoll.

Noch etwas: Das Gute siegt, weil die Chinesen mit den US-Amerikanern zusammenarbeiten und alle Wissenschaftler mindestens so klug sind wie MacGyver. Putin aka die Russen dürfen nicht mitspielen.

Noch etwas, reloaded: Gewalt, Sex, Olga Kurylenko und Jessica Alba kommen auch nicht vor, und alle Frauen haben was an, trotz 3D-Brillen für die Zuschauer. Ich habe ihn dennoch bis zu Ende gesehen, weil ich gerade nichts anderes zu tun hatte und er ja besondert wertvoll ist.

Unter radikalsensiblen Mikroaggressiven

Ein wunderbarer Beitrag Barbara Höflers in der Neuen Zürcher Zeitung über Gendersprech und political correctness: „Bitte nicht schütteln“.

Flickr: Bigottes Calvinistenpack

Es gibt doch immer wieder irgendwelche Ignoranten, die mir Foto-Links auf Flickr schicken oder wollen, dass ich dort etwas ansehe. Zu Flickr hatte ich schon 2007 hier alles gesagt, und ich gedenke nicht, meine Meinung zu ändern. Ich boykottiere Flickr weiterhin.

#Negergate, Update

negergate

Update: „Antirassistische Aktivisten wollen verhindern, dass aus einer Rede, dass aus der Rede von Martin Luther King zitiert wird. Sie kreischen den Moderator (immer mich) an: ‚Sag das Wort nicht! Sag das Wort nicht!'“ (Deniz Yücel in der taz über Zwangsneurotiker und inquisitorischen Furor):
Nur haben die Critical-Whiteness-Spinner an einigen Fachbereichen die Nachfolge des trotzkistischen ‚Linksrucks‘ oder der K-Gruppen noch früherer Tage angetreten: geschlossenes Weltbild, Auftritte in Rudelform, uniforme Redebeiträge und die totalitäre Unfähigkeit, etwas zu ertragen, das nicht der eigenen Weltanschauung entspricht.

Full ack.

También la lluvia

und dann der Regen ‚Die Filme, die ich mir auf DVD gekauft habe, kann man an zwei Händen abzählen: „Avatar“, „Bladerunner“, „Der 13. Krieger„, „Der Adler der neunten Legion„, und – ich muss es verschämt zugeben: „300„.

Irgendwann muss ich noch Roman Polański „Macbeth“ und Werner Herzogs „Aguirre“ erwerben – den Konquistadorenfilm schlechthin. Ich meinte Filme, die ein Thema so abhandeln, dass man mehr nicht mehr dazu wissen muss, epochale Werke eben. „Odysee im Weltraum“ und „Shining“ habe ich so oft gesehen, die kann ich auswenig und muss sie nur ein mal pro Jahrzehnt sehen – Kubrick ist ohnehin ein Genre für sich. Das gilt auch für „Einer flog über das Kuckucksnest“ und die „Alien“-Trilogie. „Solaris“ fehlt noch, aber natürlich in der Version Andrei Tarkowskis. Vielleicht noch „Outland“ – einen besseren Weltraum-Western kenne ich nicht. Auf jeden Fall kaufe ich irgendwann noch die komplette „Spartacus: Blood and Sand„-Serie.

Jetzt habe ich mir „Und dann der Regen“ von Icíar Bollaín zugelegt (den ich schon kannte). Wenn es die Kategorie „mit-auf-eine-einsame-Insel-nehmen“ gäbe, gehörte „Und dann der Regen“ auf jedenfall dazu. Der Film behandelt das Thema „Revolution in Lateinamerika und wie wir sie sehen und darstellen können oder auch nicht“. Halt: So sehe ich das, die meisten sehen das anders. (Die deutschen Kritiken sind ein Witz, ich empfehle Rotten Tomatoes.)

Ich war mehrfach in Cochabamba (Bolivien 1980 und 1982), wo der Film spielt, und bin natürlich auch positiv befangen, weil ich das Ambiente ein bisschen kenne. Man müsste noch einen Film mit ähnlichem Plot drehen, der die Revolution in Nicaragua zeigen will, aber der dann zu einem Film über die Filmemacher wird (wie „Und dann der Regen“ auch).

World Elephant Day

elefanten

Über das Foto könnte ich fast genauso lange räsonnieren wie über das meistdiskutierte Gemälde in der Geschichte der Malerei.

Ten books that changed the world

The Guardian: „Ten books that changed the world“. lesenswert. Leider ist keines meiner Bücher darunter, aber was nicht ist, kann ja noch werden. SCNR

Ein Kessel Buntes

panama

Foto: Panama 1982

Man kann dem so genannten „Sozialismus“ der DDR vieles vorwerfen, aber wer zweifelt, dass das heutige Beitrittsgebiet genauso oder noch viel mehr typisch deutsch gewesen sei, alle Versuche, die breite Masse des Volks von Befehlsempfängern, Untertanen, Hobby-Blockwarten und grauslichen Spießern zu aufrecht gehenden und mündigen Citoyen zu machen, demgemäßg zwangsläufig scheitern mussten, dem muss man nur die Zeichenkette „Ein Kessel Buntes“ zum feuilletonistischen Fraße vorwerden und abwarten, ob dieser Zweifler dann das Würgen begönne, was gemeinhin ein eindeutiger Hinweis darauf ist, die Sinne noch einigermaßen beisammen zu haben. Das erklärt auch den Titel dieses Postings. Mir fiel keiner ein, und „miscellaneous“ wollte ich nicht schon wieder schreiben.

Ungefähr ein Mal im Jahr ändert ein journalistischer Artikel meine Meinung zu diesem und jenen – oder meinen Blickwinkel auf ein Thema. Heute geschehen mit Deniz Yücels Kommentar in der „Welt“: „Es geht nicht um Kurden, sondern um den Islam“. Lesenswert.

Der tschechische Präsident Milosh Zeman sagt ganz richtig: Die Flüchtlingswellen nach Europa seien das Ergebnis der westlicher Militärinterventionen im Irak, Libyen und Syrien, die dazu beigetragen hätten, dass sich Terrororganisation im Nahen Osten ausbreiten haben ausbreiten können (Grammatik und Satzbau auf burks.de sind korrekter als bei RT Deutsch; es ist aber – zugegeben! – im Deutschen nicht ganz einfach, den Konjunktiv der indirekten Rede zu unterscheiden vom Konjunktiv irrealis, geschweige denn, dessen Formen zu kennen und korrekt zu verwenden).

By the way: Meine Verschwörungstheorien zum Fall netzpolitik.org bestätigen sich schon wieder. Alle wussten vorher Bescheid, also auch der Justizminister. „Das Justizministerium will von dem Verfahren eindringlich abgeraten haben.“ Pofalla-Syndrom, ich sag’s ja.

Unsere bekannteste Expertin für die Brechung des Zinsknechtschaft das raffende Kapital, welches sie angreift, weil sie das eigentliche Kapital nicht attackieren möchte, verkasematuckelt die deutsche Sprache: „Die Bundesregierung führt ihre Aktivitäten zur Beschaffung von Kampfdrohnen trotz deutlich ablehnender Meinung in der Bevölkerung fort.“

Aktivitäten fortführen“ – das stärkste Verb, seit Schiller die „Glocke“ schrieb. (Ja, verdammt noch mal, die „Glocke“ gdehört immer noch zum Bildungskanon, allein wegen der dortigen Tuwörter und wie man sie verwenden sollte.)

Es wäre so einfach: Äten und Ungs und Keits verbieten. Was bliebe übrig? Die Bundesregierung beschafft weiterhin Kampfdrohnen, (wer tat was und tut es immer noch?) obwohl die Bevölkerung das mehrheitlich ablehnt. Da wäre ein verständlicher deutscher Satz ohne Geschwurbel. Damit kriegte man aber eine Pressemeldung nicht voll.

Das Neue Deutschland schreibt über den aktuellen Stand des Klassenkampfs in Griechenland. Man sollte dort zur Zeit nicht mit der Bahn fahren, sondern stattdessen immer ein Ersatzfahrrad mitführen – oder ein Ersatz-Schiff, falls die Griechen mal dort streikten, wo es wirklich weh täte.

Und nun zum Feuilleton: National Geographic zeigt wieder mal „most popular“ Reisefotos. Da kann ich aber mithalten (vgl. oben). Alternative dortselbst: Katzenfotos oder Gürteltiere, die zurückschießen.

„Kassieren und blamieren“ – Der Freitag berichtet, dass das Bundesarchiv „historisches Filmmaterial laufend und in großem Stil“ vernichte.

Ich muss heute arbeiten. Der Guardian kommentiert das.

Germany vs. Greece


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Ta Taaa! Ta Taaa!

Saint-Saens: Symphony no.3 "Organ" 4/4 - Hámori Máté

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Mal ein bisschen Klassik gefällig?

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